Weg mit der Schweigespirale! Über die Mechanismen der Medienmanipulation
Eva Herman
Wie ehrlich kann man heute noch sein? Was darf man noch ungestraft sagen? Kann jeder gefahrlos seine eigene Meinung, abseits des Mainstream, äußern? Werden wir immer sachlich von den Medien unterrichtet und informiert? Nein! Ganz sicher nicht!
Die Pionierin der Meinungsforschung, Elisabeth Noelle-Neuman (vor wenigen Tagen 93-jährig gestorben), wusste über das Thema Meinungsfreiheit theoretisch viel zu sagen, mehr übrigens, als sie selbst es häufig praktisch umzusetzen wagte. Ihre Vorliebe für die Mächtigen hat sich bis heute in ihrem Meinungsforschungsinstitut »Demoskopie Allensbach« erhalten, was einige Beispiele gleich zeigen werden. So galt sie als enge Vertraute der meist konservativen Polit-Elite: Mit Adenauer trank sie Tee, Kohl verehrte sie und pflegte einen jahrelangen »Beratungskontakt«. Vielleicht gerade durch diese nicht unerheblichen Verflechtungen konnte sie genau erkennen, wohin zu viel Macht und Einfluss führen können: in die sogenannte »Schweigespirale«, deren Begriff sie schließlich erschuf und prägte! Schweigespirale? Was ist das denn? Und wo gibt’s die? Überall! Und zunehmend mehr! Sie hat die Menschen fest im Griff, diese Schweigespirale. Ihre Existenz allein beweist, dass sich viele Menschen im Lande ihre Meinung nicht auszusprechen getrauen, aus Angst, ausgelacht und ausgegrenzt zu werden. Es ist an der Zeit, offen über die Meinungsfreiheit als eine der wichtigsten gesellschaftspolitischen Forderungen zu diskutieren, diese endlich mit allen Mitteln einzufordern und die Schweigespirale zu zerstören!
Die Begriffserschafferin Noelle-Neumann, die jegliche Manipulationsmechanismen aus dem FF kannte und nicht selten nutzte, definierte einmal selbst, die Schweigespirale führe dazu, dass ein politisches Lager oder eine öffentliche Mehrheit sich für schwach erklärt und immer mehr verstummt, während das andere, durchaus kleinere Lager Oberwasser bekommt und siegesgewiss auftritt. Die Frage muss hier lauten: Durch was und wen bekommt denn die andere Seite eigentlich Oberwasser? Natürlich durch Einfluss und Macht! Welche gesellschaftliche Gruppe besitzt diese Macht? Zum Beispiel die Politik, deren Verbindung und Einfluss auf die Medien nicht unerheblich ist! Ein gut organisiertes Netz funktioniert doch hier seit vielen Jahren bestens. Zu wessen Vorteil? Sicher nicht zu dem der Bürger.
Kommt einem irgendwie bekannt vor, oder? Die angebliche bundesdeutsche Meinungsfreiheit und Demokratie ist vielerorts zu einer fast alles beherrschenden »Mediokratie« verkommen. Was nicht in den »Mainstream«, nicht in die politisch gedachten Vorgaben, was nicht in das globalisierte, modernisierte, feminisierte und »fortschrittliche« Weltbild passt, wird oft lächerlich gemacht, zerredet und vernichtet: als Verschwörungstheorie, als politisch Unkorrektes! Manchmal werden dazu Methoden benutzt, die nicht nur allein dem Ansehen jener »Störer« schaden, sondern ihnen oft schwere persönliche, wirtschaftliche und berufliche Nachteile bringen, sie nicht selten gar sozial und öffentlich erledigen und vernichten. Jene Menschen, die anderer Meinung sind als die der politisch und medial hergestellten, angeblichen »Mehrheit«, die aber in Wirklichkeit einer »Mini-Größe« entsprechen und lediglich künstlich aufgeblasen werden durch mediale Machtpositionen, ziehen sich zurück und verstummen, um nicht verspottet zu werden. Dass zu den enttäuscht Schweigenden inzwischen längst eine ganze Reihe von einst unabhängigen Journalisten gehört, die ihre »Einzelmeinung« medial kaum noch umzusetzen in der Lage sind, ist kein Geheimnis mehr. Sie fürchten um ihre Reputation und um ihren Arbeitsplatz!
»Wer sieht, dass seine Meinung an Boden verliert, verfällt in Schweigen«, schrieb Noelle-Neumann einmal. So entstünden verzerrte Mehrheits- und Stärkeverhältnisse in öffentlichen Debatten oder auch bei Wahlen, da sich eine schweigende Minder- oder gar Mehrheit einer vermeintlichen Mehrheitsmeinung (oft die der links-liberalen Medien) anpasse, aus der Furcht heraus, isoliert zu werden. Der links-liberalen Medien? Wo sind die denn? Sie sind inzwischen überall! Oder wer von den sogenannten Journalisten fällt heute noch durch konservative Werte-Berichterstattung und ihre Einforderung auf?
Kritiker warfen Noelle-Neumann und ihrem Meinungsforschungsinstitut »Demoskopie Allensbach« übrigens nicht selten »Vetterleswirtschaft« mit der jeweiligen Regierung und ihren Parteien vor, zu denen Manipulation und Suggestion von Meinungen gehört. Aha? Interessant. Diese Frau war immerhin die deutsche Erfinderin der Wahlprognosen und Meinungsumfragen. Noch heute arbeiten die meisten Berliner Bundesministerien mit dem Allensbacher »Haus«-Institut am Bodensee zusammen. Und nicht selten fallen die von den politischen Einrichtungen beauftragten Umfragen überraschenderweise anders aus als jene von den meisten übrigen Instituten. Komisch, oder?
Hier einige Beispiele über merkwürdige Widersprüche in unterschiedlichen Studien zum Thema »Familie – ein Auslaufmodell?« anlässlich einer verstärkten Diskussion im Zeitraum 2006 bis 2009 über die Frage, ob die klassische Familie ausgedient habe und dem neuen, globalisierten Bild der erwerbstätigen Frau, des fremdbetreuten Kindes und dem Haushalt führenden Mann etwa gewichen sei:
Eine EU-Studie über »Werteorientierungen« in europäischen Ländern, über die die Weltwoche im Mai 2007 ausführlich berichtete, ergab, dass die Familie bei den Befragten beinahe ohne Ausnahme zu alleroberst steht, vor allen anderen Beurteilungen wie Arbeit, Freunde, Freizeit, Partnerschaft, Religion und Politik. Bevorzugt wurde in den Ergebnissen das Zusammensein der Mütter mit ihren Kleinstkindern, anstatt sie in die Fremdbetreuung zu geben. Selbst die Akademiker, denen man diese Gesinnung eher nicht unterstellen würde, die bekanntermaßen später heiraten und weniger Kinder bekommen, äußerten sich bei dieser Studie ausgesprochen positiv zum klassischen Familienbild. Eine andere Untersuchung, die des Österreichischen Instituts für Familienforschung, ergab im etwa gleichen Zeitraum ein ähnliches Ergebnis: Nämlich dass die politisch vorangetriebene Außerhausbetreuung von Kleinkindern auf keine großen Sympathien in diesem Land stößt. Nur sechs Prozent aller Befragten sprachen sich dafür aus, jedoch über 70 Prozent nannten sich selbst oder den Partner als ideale Bezugsperson für ihre Kleinsten.
Umfragen des »Generationen-Barometer 06« korrigierten das Bild von der Familie als Auslaufmodell ebenfalls. 84 Prozent der Befragten bezeichneten laut Institut für Demoskopie Allensbach (Noelle-Neumann) den Zusammenhalt in ihrem engeren Familienkreis als »stark« oder sogar als »sehr stark«. Noch mehr Anlass zur Irritation boten die Ergebnisse des Mikrozensus 2005, nach denen in Deutschland neun von zehn Paaren Ehepaare und drei Viertel aller deutschen Familien traditionelle »Vater-Mutter-Kind-Familien« waren.
Die Universität Hohenheim bei Stuttgart führte eine Untersuchung durch, bei der knapp 94 Prozent der Befragten sich eine Familie wünschten. Geborgenheit und Rückhalt brachten sie mit dieser Lebensform in Verbindung. Auch die gewünschte Kinderzahl lässt aufhorchen: 2,4 Kinder, also eins mehr als der deutsche Durchschnitt, so ergab die Untersuchung, seien das Traumziel der jungen Akademiker. Überraschend auch die Aussage, dass sie zwar alternative Lebensformen akzeptierten, für sich selbst jedoch das klassische Familienbild anstreben. Und auch die Bereitschaft, Karrierepläne, persönliche Freiheiten und sogar das Einkommen einzuschränken zugunsten von eigenen Kindern, war erstaunlich hoch: Auf einer Skala von eins bis fünf lag der Durchschnittswert bei 3,9.
»Eine Emanzipation der Emanzipationsbewegung«, so nannte die Schweizer Weltwoche angesichts dieser Zahlen denn auch den neuen Zeitgeist: »Nach Jahrzehnten der Abwertung, die ironischerweise durch die Frauenrechtsbewegung mit verursacht wurde, treten Hausfrauen mit neuem Selbstbewusstsein auf. Sie werben für die Attraktivität eines Berufs, den sie aus eigenen Stücken gewählt haben.« Es wurde offensichtlich, dass es eine große Kluft zwischen guten Erfahrungen in der eigenen Familie und dem schlechten, öffentlichen Image dieser Institution gab. Auch wenn bereits seit einiger Zeit ein Rückgang der klassischen Familie zu beobachten war, zumindest, was die Zahlen angeht, so war und ist die Qualität und die soziale Leistung der großen Mehrheit der Familien bei Weitem unterbewertet. Es gilt somit gestern wie heute: Familie ist besser als ihr Ruf. Was also veranlasst die Politiker anzunehmen, dass die traditionelle Familie passé sei? Nun, Gründe dafür gibt es genug: Internationale Programme wie Gender Mainstreaming, die EU-Vorgaben wie den massiven Krippenausbau in den EU-Ländern zur Folge haben, Geldnöte etc.
Jetzt könnte man also bereits verlässlich feststellen, dass ein erheblicher Unterschied zwischen der politischen und medialen Forderung nach mehr Fremdbetreuung und Erwerbstätigkeit der Frau einerseits, und dem Wunsch der Menschen im Lande andererseits nach Familienzusammenhalt und mehr gemeinsamer Zeit füreinander besteht. Fazit: Man muss nach Kompromissen, nach einem fairen Dialog suchen. Doch was passiert? Wenn sich ganz offensichtlich die überwiegende Haltung der Menschen im Lande eindeutig für die Familie zeigt, gibt es plötzlich immer wieder andere Umfragen, die erstaunlicherweise überraschend ein völlig gegenteiliges Ergebnis erbringen können. Die Verwirrung ist dann groß, denn es erscheint geradezu grotesk, dass heute der überwiegende Teil der Bevölkerung gegen Krippen, morgen jedoch dafür sein soll.
So geschehen Anfang März 2007 durch, ja, durch wen? Durch eine Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach, jenes Unternehmens, das von Frau Noelle-Neumann gegründet und von jeher von Kennern als durchaus regierungsfreundlich eingeordnet wird. Hier ergab es sich nach all den genannten Umfragen, die sich positiv über Familie aussprachen, plötzlich, dass fast drei Viertel der Befragten sich nun dagegen und für den Ausbau von Kinderkrippen aussprachen. Fünf Tage zuvor hatte das Familiennetzwerk Deutschland eine ähnliche Umfrage beim renommierten IPSOS-Institut in Hamburg in Auftrag gegeben, mit dem Ergebnis, dass sich über 80 Prozent gegen Krippen aussprachen.
Jeder normal denkende Mensch fasst sich spätestens an dieser Stelle an den Kopf und fragt verzweifelt danach, wie ein ganzes Volk innerhalb weniger Tage seine Meinung derartig beeindruckend verändern kann. Die Antwort ist recht einfach: Es kommt bei Umfragen in erster Linie auf die Fragestellung und die Möglichkeiten, zu antworten, an. Hier liegt der Schlüssel für Wahrheit oder eventuelle Manipulation. Sieht man sich die Formulierung der Frage genauer an, mit der das überraschende Ergebnis vom März 2007, der Anfangsphase eines langen Entscheidungsweges der Bundesregierung zum Ausbau von 750.000 Krippenplätzen, zustande kam, kommt Licht ins Dunkel. Hier die Frage des Instituts Demoskopie Allensbach:
»Kürzlich ist vorgeschlagen worden, das Angebot an Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren in Deutschland deutlich zu erhöhen. Damit soll Müttern von kleinen Kindern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtert werden. Halten Sie das für einen guten oder keinen guten Vorschlag?«
In dieser Frage ist – wie leicht erkennbar wird – bereits eine manipulierende Hilfestellung enthalten, sich für eine bestimmte Richtung zu entscheiden. Wenn über ein Angebot abgestimmt wird, das Müttern eine Vereinbarkeit von Beruf und Familie erleichtern will, kann man dem eigentlich nur zustimmen. Wer von den Befragten also nicht ganz genau aufpasst und blitzschnell den wahren Sinn erfasst und reagiert, gibt vielleicht eine Antwort, die er am Ende gar nicht geben wollte. Es handelt sich hierbei um eine sogenannte Suggestiv-Frage, die einem die Antwort praktisch gleich mit in den Mund legt. Und auch die Möglichkeiten der Antwort spielen eine nicht unerhebliche Rolle. So erbringt eine Wahlmöglichkeit mehrerer Antworten immer ein objektiveres Ergebnis. In diesem Fall gab es jedoch lediglich die Möglichkeit, »Ja« oder »Nein« zu sagen. Das Institut veröffentlichte seine ermittelten Zahlen übrigens zusammen mit einer für die Medien ungewöhnlich präzise vorformulierten Textofferte:
»Der Vorschlag von Familienministerin Ursula von der Leyen, das Angebot an Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren deutlich zu erhöhen, hat in den Medien zu lautstarken Diskussionen geführt. In der Bevölkerung hat das jedoch nicht zu viel Uneinigkeit geführt. Im Gegenteil, es gibt wenige sozialpolitische Fragen, in denen soviel Zustimmung und Einigkeit in der Bevölkerung bestehen. 74 Prozent empfinden den Vorschlag der Familienministerin als gut. Nur eine Minderheit von 16 Prozent glaubt, es sei keine gute Idee, die Zahl der Betreuungsplätze für Kleinkinder stark zu erhöhen.« Wer will da noch widersprechen? Schaut man sich dagegen die IPSOS–Umfrage an, die fünf Tage zuvor veröffentlicht worden war, erkennt man die faire und sachliche Fragestellung mit immerhin zwei Antwortmöglichkeiten. Hier der Text:
»Wo glauben Sie, ist ein Kind in den ersten drei Jahren am besten aufgehoben: Zu Hause bei Vater und Mutter oder in der Kinderkrippe?« Die Antwort fiel deutlich aus: 81 Prozent aller Befragten entschieden sich für das Elternhaus, 16 Prozent für die Krippe. Noch einmal: Zwischen diesen beiden Umfragen lagen genau fünf Tage. Doch wird durch diese Veranschaulichung mehr als deutlich, wie leicht die Ergebnisse sogenannter offizieller Umfragen und Statistiken von namhaften Instituten zu lenken sind, auf die sich zum Beispiel ein Bundesministerium nachdrücklich berufen kann, um konkrete Regierungsvorhaben und eventuelle Gesetzesänderungen durchzusetzen. Und es offenbart, dass auch die Realitätswahrnehmung unserer Gesellschaft durch sorgfältig geplante und gezielte Manipulation spielend leicht verändert werden kann. Auf die Allensbach-Umfrage stützen sich das Ministerium und die Medien übrigens bis heute und verweisen hartnäckig auf die genannten, durch in Wirklichkeit manipulierende Fragen erzielten Zahlen. Diese werden bis heute von zahlreichen, durchaus »seriösen« Medien verbreitet, und niemand scheint sich je näher für die Frage interessiert zu haben, wie diese überraschend differierenden Ergebnisse zustande gekommen waren. Wer nun vielleicht noch glauben könnte, dass die Ursache für derartig abweichende Ergebnisse in den unterschiedlichen Mentalitäten der beiden Institute zu finden sein könnte, dem sollte die Information über eine ähnliche, etwas länger zurückliegende Umfrage im Jahr 2002 weiteren Aufschluss geben:
Dasselbe Institut »Demoskopie Allensbach«, bei dem im Jahr 2007 drei Viertel der Befragten sich gegen Krippenbetreuung aussprachen, erzielte im April 2002, zu einer Zeit also, in welcher der Ausbau von Kinderkrippen noch nicht offiziell und derart hartnäckig wie heute zum Regierungsprogramm gehörte, im Großraum Karlsruhe die beeindruckende Antwort, dass 89 Prozent aller Befragten für die häusliche Betreuung von Kleinstkindern durch die Mutter waren und ihr eindeutig den Vorrang vor einer außerhäuslichen Betreuung gaben.
Zwischen den genannten Beispielen und heute liegen nur wenige Jahre. Erkennbar ist, dass heutzutage inzwischen nahezu alle Leute im Land glauben, dass jede Frau arbeiten gehen und ihr Kind gern in die Krippe geben will. Die Gehirnwäsche hat in einem Zeitraum von drei, vier Jahren ihr Ziel erreicht. Jene Menschen, die in Wirklichkeit anders denken, befinden sich zwar in der überwältigenden Mehrheit, aber das wissen sie nicht! Und sie würden es auch nicht glauben! So funktioniert die Schweigespirale! Ein seit Jahren etabliertes Instrument der Einschüchterung und Manipulation, das freie Meinungsäußerung verhindert, indem Menschen verunsichert und falsch informiert werden. Aus Angst, sich zu isolieren, verzichten sie, häufig auch unbewusst, ihre Meinung zu sagen. Die Zeit ist gekommen, diese Schweigespirale endlich zu vernichten!
Dienstag, 30. März 2010
Montag, 29. März 2010
Eva Herman - Staatsfeind Nr. 1
Neues Buch von Eva Herman: Wie ich Staatsfeind Nr. 1 wurde
Gerhard Wisnewski
Wir schreiben das Jahr 2007. Eine Frau wird gejagt. Vor ihrem Haus lauern Reporter. Sie wagt sich nicht mehr auf die Straße. Sie traut sich keine Zeitung mehr aufzuschlagen. Ihr Job wird ihr gekündigt, ihre bisherige Existenz zerstört. Im Fernsehen finden Tribunale statt. Sie ist Staatsfeindin Nr. 1. Die Anklage: Sie hat eine eigene Meinung. Mütter sollen sich wieder um ihre Kinder kümmern können. Das Urteil: Berufliche und soziale Vernichtung. Ihr Name: Eva Herman. Heute, 2010, kennt sie die Wahrheit. Und den Preis, den man hierzulande dafür zahlen muss. Und so heißt denn auch ihr neues Buch: »Die Wahrheit und ihr Preis«.
Die Frau ist eine einzige Provokation: Sie ist blond. Sie ist schön. Sie heißt Eva. Und Herrmann*! Geht's noch schlimmer? Und ob: Sie hat eine eigene Meinung. Unerhört! Und welche? Ganz einfach: Sie will Mutter und Ehefrau sein und ihre Kinder zu Hause erziehen dürfen. Und auch andere Frauen dazu ermutigen. Schlimm genug. Aber das hat sie nicht nur gedacht, sondern auch gesagt. Und geschrieben. Zum Beispiel in ihren Büchern Das Eva Prinzip (2006) und Das Prinzip Arche Noah (2007). Und das ist ein Staatsverbrechen im Deutschland des 21. Jahrhunderts.
Auf Staatsverbrechen steht das Fallbeil. Und das heißt in diesem Fall: Nazi. Mit Nazi-Vorwürfen lässt sich ein deutscher Journalist am leichtesten mundtot machen. Da spielt es auch gar keine Rolle, dass sich Eva Herman schon x-mal von braunem Gedankengut distanziert und sich gegen Nazis engagiert hat. Denn darüber wird einfach nicht berichtet werden.
Man kann dieses »braune Fallbeil« allerdings nicht alleine schmieden, sondern die Klinge muss die Verurteilte selber liefern. Zumindest das Rohmaterial, also gewissermaßen den Stahl: Irgendetwas, woraus sich eine braune Gesinnung drechseln ließe. Man wartet also. Und man sucht und besucht, zum Beispiel Hermans öffentliche Auftritte. Man durchkämmt ihre Äußerungen nach dem begehrten Rohstoff. Man entscheidet sich für ein Zitat aus einer Pressekonferenz zu ihrem 2007 neu erschienenen Buch Das Arche-Noah-Prinzip:
»Wir müssen den Familien Entlastung und nicht Belastung zumuten und müssen auch ‘ne Gerechtigkeit schaffen zwischen kinderlosen und kinderreichen Familien. Und wir müssen vor allem das Bild der Mutter in Deutschland auch wieder wertschätzen lernen, das leider ja mit dem Nationalsozialismus und der darauffolgenden 68er-Bewegung abgeschafft wurde. Mit den 68ern wurde damals praktisch alles das – alles, was wir an Werten hatten –, es war ‘ne grausame Zeit, das war ein völlig durchgeknallter, hochgefährlicher Politiker, der das deutsche Volk ins Verderben geführt hat, das wissen wir alle –, aber es ist eben auch das, was gut war – und das sind Werte, das sind Kinder, das sind Mütter, das sind Familien, das ist Zusammenhalt – das wurde abgeschafft. Es durfte nichts mehr stehen bleiben.«
Aber ist er das wirklich, der begehrte Stahl, aus dem sich der Nazivorwurf – die braune Guillotine – schmieden lässt? Immerhin distanziert sich Eva in dem Zitat von der Nazizeit. Egal – die Zeit ist knapp, und Eva muss weg. Und zwar schnell. Also schmiedet man aus dieser Äußerung Hermans Folgendes:
»In diesem Zusammenhang machte die Autorin einen Schlenker zum Dritten Reich. Da sei vieles sehr schlecht gewesen, zum Beispiel Adolf Hitler, aber einiges eben auch sehr gut. Zum Beispiel die Wertschätzung der Mutter. Die hätten die 68er abgeschafft, und deshalb habe man nun den gesellschaftlichen Salat.«
Zugegeben: Das Rohmaterial, der Stahl, ist nicht echt, und es ist eine schlampig gemachte, eilig hingebogene Klinge. Und genau deshalb musste der Axel Springer Verlag später schlappe 25.000 Euro Entschädigung an Herman zahlen. Aber man hat nun mal nichts »Besseres«! Also schreitet man damit zum Richtplatz. Der Großinquisitor ist gleichzeitig der Henker: Johannes Baptist (»Der Getaufte«) Kerner. Der Gerichtshof ist die Johannes B. Kerner Show am 9. Oktober 2007 beim ZDF. Der Sohn eines Jesuitenlehrers und Absolvent eines Jesuiten-Gymnasiums ist hier am richtigen Platz. Ein Jesuitenschüler in vorderster Front, wie auch der Blödel-König Stefan Raab, der CDU-Sophist Heiner Geißler, der Innenminister Thomas de Maizière. In Kerners Büro steht noch heute eine Riesenausgabe der Bibel.
Am Ende schneidet die Guillotine ab – die Ehre, den Ruf, den Beruf. Mit aller Gewalt versuchen Kerner und die übrigen Gäste Herman weiter in die rechte Ecke zu stellen. Schließlich muss sie die Show wie eine Geteerte und Gefederte verlassen.
Aber das ist natürlich nur die arg vereinfachte Form dieses realen Krimis, den Eva Herman nun selber aufgeschrieben hat: Die Wahrheit und ihr Preis heißt ihr neues Buch, das im Kopp Verlag erschienen ist. In sehr persönlichen und ehrlichen Worten beschreibt Eva Herman eine Hetzjagd, die einem den Schweiß auf die Stirn treibt. Und die in Sätzen gipfelt wie: »Ihre Thesen sind so dumm, dass man an Ihre Bücher sofort mit dem Feuerzeug dran möchte. So ein bisschen anbrennen will.« Ohne dass sie es ausspricht, wird aus der Hetzjagd vor dem geistigen Auge des Lesers ein Verbrechen, das hier an einem Menschen verübt wurde, der nichts weiter wollte, als (stellvertretend für viele) seine Meinung zu sagen.
Ja, sogar das Thema Tod klingt in ihrem Buch an: »Ich kenne zum Glück nur wenige, die solche Situationen nicht ausgehalten haben und sich vorher freiwillig aus dem Leben verabschiedeten«, schreibt Herman über den Beginn der Hetzkampagne: »Besonders viel Verständnis konnte ich nie für sie hegen, denn der Mensch muss durchhalten, egal, welche Prüfung ihm auferlegt wird. Zum ersten Mal ahne ich, wie es sich wirklich anfühlt.« Und der Leser ahnt, was in Herman vorgegangen sein muss. Getreu dem Motto: Der Rufmord geht dem (Selbst-) Mord voraus. Denn soziales und physisches Leben gehören zusammen. Wird das eine vernichtet, steht das andere auf der Kippe.
Das Buch schildert exemplarisch, was einem Menschen im Deutschland des 21. Jahrhunderts geschieht, wenn er die Wahrheit sagen will. Zum Beispiel die Wahrheit über überforderte Frauen und Männer, vernachlässigte Kinder, unglückliche Familien und über sinkende Geburtenraten. Und wohin das führt:
»Die Beschäftigung der Frau in der Fabrik löst die Familie notwendig gänzlich auf, und diese Auflösung hat in dem heutigen Zustande der Gesellschaft, der auf der Familie beruht, die demoralisierendsten Folgen, sowohl für die Eheleute wie für die Kinder.«
Halt, das war ja nicht Eva Herman, sondern Friedrich Engels, der Mitstreiter von Karl Marx. Leider haben die »Marxisten« und vor allem die Leninisten nicht auf ihn gehört: »Unsere jetzige Aufgabe ist die Zerstörung der Familie und die Ablösung der Frau von der Erziehung ihrer Kinder«, hetzte vor fast 100 Jahren Anatoli Lunatscharski (1875–1933), unter Lenin Volkskommissar für das Bildungswesen: »Wenn wir in unseren Gemeinschaftshäusern gut vorbereitete Abteilungen für Kinder organisiert haben, ergibt es sich zweifellos, dass die Eltern ihre Kinder von allein dorthin senden werden, wo sie durch medizinisch und pädagogisch qualifiziertes Personal überwacht sind. Dadurch werden zweifellos Ausdrücke wie ›meine Eltern‹ oder ›unsere Kinder‹ immer weniger gebraucht werden …«
Genau da hetzt uns auch die ehemalige FDJ-Propagandasekretärin Merkel mit ihren angestrebten 750.000 Krippenplätzen hin. In den Leninismus – vielleicht auch in den Stalinismus? Und was Michail Gorbatschow, der Mann, dem sie ihre Freiheit verdankt, zu dem Thema zu sagen hatte, interessiert sie wahrscheinlich nicht die Bohne. Als er den Trümmerhaufen Sowjetunion zusammenkehren durfte, konstatierte er:
»Wir haben erkannt, dass viele unserer Probleme im Verhalten vieler Kinder und Jugendlicher … zum Teil durch die Lockerung familiärer Bindungen und die Vernachlässigung der familiären Verantwortung verursacht werden. Dies ist ein paradoxes Ergebnis unseres ernsthaften und politisch gerechtfertigten Wunsches, die Frau dem Mann in allen Bereichen gleichzustellen. Mit der Perestroika haben wir angefangen, auch diesen Fehler zu überwinden. Aus diesem Grund führen wir jetzt in der Presse, in öffentlichen Organisationen, bei der Arbeit und zu Hause hitzige Debatten über die Frage, was zu tun ist, um den Frauen zu ermöglichen, zu ihrer eigentlichen weiblichen Lebensaufgabe zurückzukehren.«
All dies und noch mehr findet sich in Eva Hermans neuem Buch. Es ist nicht nur die ergreifende und aufwühlende Geschichte eines gehetzten Wildes, sondern auch die Bestandsaufnahme der real existierenden deutschen Demokratie im 21. Jahrhundert – auf dem Weg in den Stalinismus.
P.S.: Ob Johannes Baptist Kerner wohl den Mumm hat, Eva Herman mit ihrem neuen Buch in seine Show einzuladen? Das würde vielleicht auch seiner inzwischen »niederschmetternden Quote« (SZ-Magazin) helfen – wenigstens noch einmal. Zu befürchten ist aber: Johannes Baptist hat keinen Mumm. Nur Vorurteile. Und vielleicht wirklich einen Auftrag – als Großinquisitor.
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* Erst später wurde daraus Herman.
Gerhard Wisnewski
Wir schreiben das Jahr 2007. Eine Frau wird gejagt. Vor ihrem Haus lauern Reporter. Sie wagt sich nicht mehr auf die Straße. Sie traut sich keine Zeitung mehr aufzuschlagen. Ihr Job wird ihr gekündigt, ihre bisherige Existenz zerstört. Im Fernsehen finden Tribunale statt. Sie ist Staatsfeindin Nr. 1. Die Anklage: Sie hat eine eigene Meinung. Mütter sollen sich wieder um ihre Kinder kümmern können. Das Urteil: Berufliche und soziale Vernichtung. Ihr Name: Eva Herman. Heute, 2010, kennt sie die Wahrheit. Und den Preis, den man hierzulande dafür zahlen muss. Und so heißt denn auch ihr neues Buch: »Die Wahrheit und ihr Preis«.
Die Frau ist eine einzige Provokation: Sie ist blond. Sie ist schön. Sie heißt Eva. Und Herrmann*! Geht's noch schlimmer? Und ob: Sie hat eine eigene Meinung. Unerhört! Und welche? Ganz einfach: Sie will Mutter und Ehefrau sein und ihre Kinder zu Hause erziehen dürfen. Und auch andere Frauen dazu ermutigen. Schlimm genug. Aber das hat sie nicht nur gedacht, sondern auch gesagt. Und geschrieben. Zum Beispiel in ihren Büchern Das Eva Prinzip (2006) und Das Prinzip Arche Noah (2007). Und das ist ein Staatsverbrechen im Deutschland des 21. Jahrhunderts.
Auf Staatsverbrechen steht das Fallbeil. Und das heißt in diesem Fall: Nazi. Mit Nazi-Vorwürfen lässt sich ein deutscher Journalist am leichtesten mundtot machen. Da spielt es auch gar keine Rolle, dass sich Eva Herman schon x-mal von braunem Gedankengut distanziert und sich gegen Nazis engagiert hat. Denn darüber wird einfach nicht berichtet werden.
Man kann dieses »braune Fallbeil« allerdings nicht alleine schmieden, sondern die Klinge muss die Verurteilte selber liefern. Zumindest das Rohmaterial, also gewissermaßen den Stahl: Irgendetwas, woraus sich eine braune Gesinnung drechseln ließe. Man wartet also. Und man sucht und besucht, zum Beispiel Hermans öffentliche Auftritte. Man durchkämmt ihre Äußerungen nach dem begehrten Rohstoff. Man entscheidet sich für ein Zitat aus einer Pressekonferenz zu ihrem 2007 neu erschienenen Buch Das Arche-Noah-Prinzip:
»Wir müssen den Familien Entlastung und nicht Belastung zumuten und müssen auch ‘ne Gerechtigkeit schaffen zwischen kinderlosen und kinderreichen Familien. Und wir müssen vor allem das Bild der Mutter in Deutschland auch wieder wertschätzen lernen, das leider ja mit dem Nationalsozialismus und der darauffolgenden 68er-Bewegung abgeschafft wurde. Mit den 68ern wurde damals praktisch alles das – alles, was wir an Werten hatten –, es war ‘ne grausame Zeit, das war ein völlig durchgeknallter, hochgefährlicher Politiker, der das deutsche Volk ins Verderben geführt hat, das wissen wir alle –, aber es ist eben auch das, was gut war – und das sind Werte, das sind Kinder, das sind Mütter, das sind Familien, das ist Zusammenhalt – das wurde abgeschafft. Es durfte nichts mehr stehen bleiben.«
Aber ist er das wirklich, der begehrte Stahl, aus dem sich der Nazivorwurf – die braune Guillotine – schmieden lässt? Immerhin distanziert sich Eva in dem Zitat von der Nazizeit. Egal – die Zeit ist knapp, und Eva muss weg. Und zwar schnell. Also schmiedet man aus dieser Äußerung Hermans Folgendes:
»In diesem Zusammenhang machte die Autorin einen Schlenker zum Dritten Reich. Da sei vieles sehr schlecht gewesen, zum Beispiel Adolf Hitler, aber einiges eben auch sehr gut. Zum Beispiel die Wertschätzung der Mutter. Die hätten die 68er abgeschafft, und deshalb habe man nun den gesellschaftlichen Salat.«
Zugegeben: Das Rohmaterial, der Stahl, ist nicht echt, und es ist eine schlampig gemachte, eilig hingebogene Klinge. Und genau deshalb musste der Axel Springer Verlag später schlappe 25.000 Euro Entschädigung an Herman zahlen. Aber man hat nun mal nichts »Besseres«! Also schreitet man damit zum Richtplatz. Der Großinquisitor ist gleichzeitig der Henker: Johannes Baptist (»Der Getaufte«) Kerner. Der Gerichtshof ist die Johannes B. Kerner Show am 9. Oktober 2007 beim ZDF. Der Sohn eines Jesuitenlehrers und Absolvent eines Jesuiten-Gymnasiums ist hier am richtigen Platz. Ein Jesuitenschüler in vorderster Front, wie auch der Blödel-König Stefan Raab, der CDU-Sophist Heiner Geißler, der Innenminister Thomas de Maizière. In Kerners Büro steht noch heute eine Riesenausgabe der Bibel.
Am Ende schneidet die Guillotine ab – die Ehre, den Ruf, den Beruf. Mit aller Gewalt versuchen Kerner und die übrigen Gäste Herman weiter in die rechte Ecke zu stellen. Schließlich muss sie die Show wie eine Geteerte und Gefederte verlassen.
Aber das ist natürlich nur die arg vereinfachte Form dieses realen Krimis, den Eva Herman nun selber aufgeschrieben hat: Die Wahrheit und ihr Preis heißt ihr neues Buch, das im Kopp Verlag erschienen ist. In sehr persönlichen und ehrlichen Worten beschreibt Eva Herman eine Hetzjagd, die einem den Schweiß auf die Stirn treibt. Und die in Sätzen gipfelt wie: »Ihre Thesen sind so dumm, dass man an Ihre Bücher sofort mit dem Feuerzeug dran möchte. So ein bisschen anbrennen will.« Ohne dass sie es ausspricht, wird aus der Hetzjagd vor dem geistigen Auge des Lesers ein Verbrechen, das hier an einem Menschen verübt wurde, der nichts weiter wollte, als (stellvertretend für viele) seine Meinung zu sagen.
Ja, sogar das Thema Tod klingt in ihrem Buch an: »Ich kenne zum Glück nur wenige, die solche Situationen nicht ausgehalten haben und sich vorher freiwillig aus dem Leben verabschiedeten«, schreibt Herman über den Beginn der Hetzkampagne: »Besonders viel Verständnis konnte ich nie für sie hegen, denn der Mensch muss durchhalten, egal, welche Prüfung ihm auferlegt wird. Zum ersten Mal ahne ich, wie es sich wirklich anfühlt.« Und der Leser ahnt, was in Herman vorgegangen sein muss. Getreu dem Motto: Der Rufmord geht dem (Selbst-) Mord voraus. Denn soziales und physisches Leben gehören zusammen. Wird das eine vernichtet, steht das andere auf der Kippe.
Das Buch schildert exemplarisch, was einem Menschen im Deutschland des 21. Jahrhunderts geschieht, wenn er die Wahrheit sagen will. Zum Beispiel die Wahrheit über überforderte Frauen und Männer, vernachlässigte Kinder, unglückliche Familien und über sinkende Geburtenraten. Und wohin das führt:
»Die Beschäftigung der Frau in der Fabrik löst die Familie notwendig gänzlich auf, und diese Auflösung hat in dem heutigen Zustande der Gesellschaft, der auf der Familie beruht, die demoralisierendsten Folgen, sowohl für die Eheleute wie für die Kinder.«
Halt, das war ja nicht Eva Herman, sondern Friedrich Engels, der Mitstreiter von Karl Marx. Leider haben die »Marxisten« und vor allem die Leninisten nicht auf ihn gehört: »Unsere jetzige Aufgabe ist die Zerstörung der Familie und die Ablösung der Frau von der Erziehung ihrer Kinder«, hetzte vor fast 100 Jahren Anatoli Lunatscharski (1875–1933), unter Lenin Volkskommissar für das Bildungswesen: »Wenn wir in unseren Gemeinschaftshäusern gut vorbereitete Abteilungen für Kinder organisiert haben, ergibt es sich zweifellos, dass die Eltern ihre Kinder von allein dorthin senden werden, wo sie durch medizinisch und pädagogisch qualifiziertes Personal überwacht sind. Dadurch werden zweifellos Ausdrücke wie ›meine Eltern‹ oder ›unsere Kinder‹ immer weniger gebraucht werden …«
Genau da hetzt uns auch die ehemalige FDJ-Propagandasekretärin Merkel mit ihren angestrebten 750.000 Krippenplätzen hin. In den Leninismus – vielleicht auch in den Stalinismus? Und was Michail Gorbatschow, der Mann, dem sie ihre Freiheit verdankt, zu dem Thema zu sagen hatte, interessiert sie wahrscheinlich nicht die Bohne. Als er den Trümmerhaufen Sowjetunion zusammenkehren durfte, konstatierte er:
»Wir haben erkannt, dass viele unserer Probleme im Verhalten vieler Kinder und Jugendlicher … zum Teil durch die Lockerung familiärer Bindungen und die Vernachlässigung der familiären Verantwortung verursacht werden. Dies ist ein paradoxes Ergebnis unseres ernsthaften und politisch gerechtfertigten Wunsches, die Frau dem Mann in allen Bereichen gleichzustellen. Mit der Perestroika haben wir angefangen, auch diesen Fehler zu überwinden. Aus diesem Grund führen wir jetzt in der Presse, in öffentlichen Organisationen, bei der Arbeit und zu Hause hitzige Debatten über die Frage, was zu tun ist, um den Frauen zu ermöglichen, zu ihrer eigentlichen weiblichen Lebensaufgabe zurückzukehren.«
All dies und noch mehr findet sich in Eva Hermans neuem Buch. Es ist nicht nur die ergreifende und aufwühlende Geschichte eines gehetzten Wildes, sondern auch die Bestandsaufnahme der real existierenden deutschen Demokratie im 21. Jahrhundert – auf dem Weg in den Stalinismus.
P.S.: Ob Johannes Baptist Kerner wohl den Mumm hat, Eva Herman mit ihrem neuen Buch in seine Show einzuladen? Das würde vielleicht auch seiner inzwischen »niederschmetternden Quote« (SZ-Magazin) helfen – wenigstens noch einmal. Zu befürchten ist aber: Johannes Baptist hat keinen Mumm. Nur Vorurteile. Und vielleicht wirklich einen Auftrag – als Großinquisitor.
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* Erst später wurde daraus Herman.
Donnerstag, 25. März 2010
Der Mobbing-Fall Eva H.
Brisante Neuerscheinung: Eva Herman bricht ihr Schweigen
Eva Herman
Liebe Leserin, lieber Leser,
viele von Ihnen haben mir in der zurückliegenden Zeit sehr geholfen: Sie sprachen mir Mut zu, als ich öffentlich unter Druck geriet. Wegen haltloser Pressevorwürfe verlor ich meinen NDR-Job und wurde von zahlreichen Medien monatelang diskreditiert. Die meisten von Ihnen sagten: Lassen Sie sich nicht unterkriegen, halten Sie durch! Danke dafür! Denn die vielen Briefe und E-Mails, die ernst gemeinten und zum Teil liebevollen Ermunterungen halfen mir tatsächlich sehr, mich nicht nur über Wasser zu halten, sondern meinen eingeschlagenen Weg auch weiterzugehen. …
Nicht erst heute ist daher das Gefühl der Verzweiflung und das des einer gnadenlosen Medienwelt Ausgeliefertseins einer inneren Ruhe gewichen, die mir Kraft für meine Ziele gibt. Aber jetzt ist auch genügend Zeit vergangen, um mit dem nötigen Überblick, dem Wissen um die perfiden Details und Hintergründe und der Distanz zur Befangenheit der Situation dieses dunkle Kapitel meines Lebens aufzuarbeiten.
Heute erscheint mein neues Buch Die Wahrheit und ihr Preis – Meinung, Macht und Medien im Kopp Verlag. Hier schildere ich die wahrlich turbulenten Ereignisse der letzten drei Jahre. In der Ankündigung heißt es unter anderem:
»In der inzwischen schon beinahe legendären Johannes-B.-Kerner-Sendung kommt es vor laufenden Kameras und unter den Augen eines Millionenpublikums zu einer Art ›Inquisitionstribunal‹ gegen Eva Herman, das mit ihrem ›Hinauswurf‹ durch Kerner endet – und erneut ein vernichtendes Medienecho findet. Ihr berufliches Leben ist zerstört, als Mensch wird sie zur ›Persona non grata‹.«
In der Tat: Das, was ich in der Vergangenheit erlebte, ist nichts für schwache Nerven! Von den Medien als »braun und blöd« gejagt, wurde ich vom NDR gefeuert und erlebte die Fernseh-Hölle bei Kerner. In diesem Buch schildere ich Ursprung und Eskalation einer politisch unbequemen These, zu der ich zunächst buchstäblich »wie die Jungfrau zum Kinde« fand:
Als frisch gebackene Mutter mit Ende dreißig brachte ich es nicht fertig, mein kleines Kind in die Fremdbetreuung zu geben und weiter Karriere zu machen, als wäre nichts gewesen. Während die Erwerbstätigkeit der Frau seit Jahren zum festen Programm des Bundesfamilienministeriums und nahezu aller Leitmedien gehört, und auch die meisten der prominenten Kolleginnen-Mütter bis heute ohne Not und unbekümmert in diverse Fernsehkameras hinein versichern, dass sie mühelos Kinder und Karriere vereinbarten, wuchs schon damals ein tiefes Unbehagen in mir darüber, dass hier etwas nicht stimmte.
Es war ein ganz bestimmter Tag, an welchem ich beschloss: Nein! Ich mache da nicht mehr mit! Ich hatte ein Flugticket in der Hand und sollte in eine große Stadt reisen, weil dort eine mehrtägige Fernsehaufzeichnung auf mich wartete. Mein kleines Kind, betreut durch ein Au-pair-Mädchen, lag mit hohem Fieber im Bettchen, es weinte und sehnte sich nur nach Mama. Und ich sehnte mich nach ihm. Als ich schweren Herzens die Haustüre ins Schloss zog und mich der verzweifelte Ruf meines Kindes bis an die Gartentür verfolgte, war klar: Das passiert mir nie wieder!
Ich bin es gewohnt, meine Entschlüsse auch umzusetzen. Das würden meine Gegner auch später noch zu spüren bekommen. Doch zunächst reduzierte ich unter den argwöhnischen Augen meiner Kollegen nur konsequent mein Arbeitspensum, stieg ein Jahr bei der Tagesschau aus, die Großeltern des Kindes zogen in unser Haus. Ich begann mit ersten Recherchen zu den Ursprüngen der Mutter-Kind-Bindung, die ich weitgehend von zu Hause erledigen konnte. Wenn ich zu TV-Veranstaltungen oder auch zu wissenschaftlichen Kongressen über das Thema Bindungs-, Säuglings- und Hirnforschung reiste, nahm ich mein Kind und die Großeltern meist mit. Meine ersten Bücher erschienen, sie berichteten über die Notwendigkeit des Stillens, über das sanfte Schlafenlegen kleiner Kinder.
Ich wagte mich langsam in die Öffentlichkeit mit meinen Recherchen, die allesamt zeigten, dass die moderne Zeit, in der wir leben, kaum noch Rücksicht nimmt auf die Bedürfnisse kleiner Kinder nach Nähe und Liebe. Die dafür jedoch das Hohelied der emanzipierten, erwerbstätigen Frau immer lauter singt. Ich setzte dem die Interessen des Kindes und die mangelnde Anerkennung derer, die ihre Emanzipation nicht allein in der Erfüllung weiblicher Bestimmung in gleichberechtigter Berufstätigkeit sehen, entgegen. Was dann kam, war nicht mehr nur Meinungskampf.
Ich erfuhr am eigenen Leib, was es heißt, wenn man als prominente Person eine Meinung vertritt, die politisch nicht korrekt ist. Die Medien nahmen mich zunehmend unter Beschuss. Mein Arbeitgeber, der NDR, mahnte mich immer öfter, ich solle mit dem »Unfug« aufhören. Meine Co-Moderatorin Bettina Tietjen rückte von mir ab. Andere NDR-Mitarbeiter gingen ebenso auf Distanz.
Das beste Mittel, um jemanden von Anfang an nicht zu Wort kommen zu lassen, ist die Diskreditierung. Genau das geschah: Zunächst wurde ich öffentlich als Blondine abgestempelt, die im Begriff war, sich an einem gesellschaftspolitisch längst erledigten Thema gewaltig zu verheben. Allein die Nennung des Begriffs »Mutter« löste öffentlich immer wieder empörte Reaktionen von Politikern und Journalisten aus. Alice Schwarzer, Deutschlands Cheffeministin, organisierte eine heimliche Kampagne per E-Mail-Newsletter, in der sie ihre Emma-Abonnenten aufforderte, an die Tagesschau zu schreiben und meine Entlassung zu fordern.
Ich hätte niemals davon erfahren, wenn mir eine unbekannte Frau diesen Newsletter nicht geschickt hätte mit dem Hinweis, gut Acht zu geben. Dieser Schwarzersche Hetztext schien Eindruck auf meine NDR-Chefs zu machen: Wenn ich weiterhin meine verstaubten Thesen verträte, könnte ich nicht mehr als Tagesschau-Sprecherin arbeiten, hieß es.
Die nächste Entscheidung stand also an: Was sollte ich tun? Aufhören? Unmöglich! Ich entschied mich gegen meinen Job und für die Wahrheit. Denn inzwischen war mir klar, dass die wenigsten Mütter im Land bei ihren Kleinkindern zu Hause bleiben konnten, weil sie finanziell von eigenen Einkünften abhängig waren.
Von linksfeministischer Seite wurden meine Thesen plötzlich in direkten Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus gebracht. Alice Schwarzer siedelte im Spiegel meine Thesen »zwischen Steinzeitkeule und Mutterkreuz« an. Die taz schreckte nicht einmal davor zurück, aus meinem inzwischen erschienenen Buch Das Eva-Prinzip das »Eva-Braun-Prinzip« zu machen. Auch heute noch bin ich beim Niederschreiben aller Niedertrachten und öffentlicher Verunglimpfungen erstaunt, wie perfide da im Detail gegen mich gearbeitet wurde. Jetzt war ich nicht mehr nur blond und blöd, sondern auch noch braun! In den sogenannten Leitmedien interessierte sich kaum noch jemand dafür, dass ich selbst mich jahrelang aktiv bei der Organisation »Laut gegen Nazis« eingesetzt hatte.
Nachdem mir eine Journalistin des Hamburger Abendblatts durch ein verkürztes Zitat aus der wörtlichen Rede auf einer Pressekonferenz ein Nazilob unterstellt hatte, welches ich jedoch zu keiner Zeit geäußert hatte, griffen dies die Massenmedien ungeprüft auf.
Der Kollateralschaden: mein Job beim NDR. Ich wurde fristlos entlassen! Diese angebliche Journalistin wurde inzwischen in erster und zweiter Instanz rechtskräftig verurteilt, sie musste einen hohen Betrag an mich zahlen und darf nie wieder Derartiges behaupten.
Haben Sie über dieses Urteil in den Medien etwas gelesen? Nein? Auch nicht darüber, dass alle anderen Zeitungen, TV-Sender, Presseagenturen und Onlinedienste, darunter Deutschlands Leitmedien, die mir derartige Aussagen unterstellt hatten, weil sie bedenkenlos bei dem genannten Regionalblatt abschrieben, ebenso verurteilt wurden?
Nun, dann nehmen Sie dies als einen der guten Gründe, warum ich dieses neue Buch geschrieben habe.
Der Höhepunkt der konzertierten Medienaktion war am 9. Oktober 2007 erreicht, als der ZDF-Moderator Johannes B. Kerner mich in seine Talksendung einlud und sich in den Reigen derjenigen einreihte, die mich öffentlich mit ständigen Vorhaltungen angeblicher nationalsozialistischer Bezüge in meinen Äußerungen diskreditierte.
Man setzte mir prominente Gäste wie Margarethe Schreinemakers, Senta Berger und Mario Barth an die Seite, aber – wie sich zeigen sollte – eigentlich in Opposition. Viele Details, die unmittelbar vor der Sendung geschahen, hätten mich warnen müssen. Aber meine Vorstellungskraft reichte damals nicht aus, mir einen in der Fernsehgeschichte bislang nicht erreichten, öffentlichen Hinrichtungsprozess vorzustellen, der mit einem Eklat endete, als ich von »Bruder Johannes« vor laufenden Kameras aus der Sendung geworfen wurde.
Diese weitere Verunglimpfung ging vielen Zuschauern dann aber offensichtlich doch deutlich zu weit. Auch wenn die meisten Medien sich politisch korrekt hinter Kerner stellten, reagierten die Menschen im Lande jetzt empört. Hunderttausende beschwerten sich, Millionen haben inzwischen vor dem Fernseher oder im Internet die Kerner-Sendung angesehen und sind nach über zweieinhalb Jahren immer noch wütend. Fazit: Der mündige Bürger steht auf!
Es existiert ein gewaltiger Unterschied zwischen der öffentlichen und der veröffentlichten Meinung und ich möchte mit der gebotenen Distanz heute jedem Leser Gelegenheit geben, sich ein eigenes Bild zu machen. Diese Geschichte, die mein Leben nachhaltig veränderte, die mich jedoch lehrte, trotz aller Widerstände niemals einzuknicken und aufzugeben, erscheint nun in Buchform. Während des Schreibens musste ich mich noch einmal zurückbegeben in jene Zeit, die mich nicht selten an den Rand der Verzweiflung führte.
Es dürfte außer Frage stehen, dass den in meinem Buch erwähnten Medien die Veröffentlichungen über ihre gnadenlose Vorgehensweise nicht besonders gefallen werden. Denn eines ist klar: Während die sogenannten Journalisten, ohne mit der Wimper zu zucken, einerseits einen Menschen monatelang öffentlich jagen und hinrichten, plagt sie andererseits eine überraschende Sensibilität, wenn es um ihre eigenen Belange geht. Es würde mich daher nicht wundern, wenn hier die Gerichte bemüht werden, um die Verbreitung des Buches mit allen Mitteln zu verhindern. Ich hoffe sehr, dass so viele Menschen wie möglich meine vollständige Version der Geschehnisse lesen können, bevor sie unter juristischen Auseinandersetzungen begraben wird.
Mit herzlichen Grüßen
Eva Herman
Eva Herman
Liebe Leserin, lieber Leser,
viele von Ihnen haben mir in der zurückliegenden Zeit sehr geholfen: Sie sprachen mir Mut zu, als ich öffentlich unter Druck geriet. Wegen haltloser Pressevorwürfe verlor ich meinen NDR-Job und wurde von zahlreichen Medien monatelang diskreditiert. Die meisten von Ihnen sagten: Lassen Sie sich nicht unterkriegen, halten Sie durch! Danke dafür! Denn die vielen Briefe und E-Mails, die ernst gemeinten und zum Teil liebevollen Ermunterungen halfen mir tatsächlich sehr, mich nicht nur über Wasser zu halten, sondern meinen eingeschlagenen Weg auch weiterzugehen. …
Nicht erst heute ist daher das Gefühl der Verzweiflung und das des einer gnadenlosen Medienwelt Ausgeliefertseins einer inneren Ruhe gewichen, die mir Kraft für meine Ziele gibt. Aber jetzt ist auch genügend Zeit vergangen, um mit dem nötigen Überblick, dem Wissen um die perfiden Details und Hintergründe und der Distanz zur Befangenheit der Situation dieses dunkle Kapitel meines Lebens aufzuarbeiten.
Heute erscheint mein neues Buch Die Wahrheit und ihr Preis – Meinung, Macht und Medien im Kopp Verlag. Hier schildere ich die wahrlich turbulenten Ereignisse der letzten drei Jahre. In der Ankündigung heißt es unter anderem:
»In der inzwischen schon beinahe legendären Johannes-B.-Kerner-Sendung kommt es vor laufenden Kameras und unter den Augen eines Millionenpublikums zu einer Art ›Inquisitionstribunal‹ gegen Eva Herman, das mit ihrem ›Hinauswurf‹ durch Kerner endet – und erneut ein vernichtendes Medienecho findet. Ihr berufliches Leben ist zerstört, als Mensch wird sie zur ›Persona non grata‹.«
In der Tat: Das, was ich in der Vergangenheit erlebte, ist nichts für schwache Nerven! Von den Medien als »braun und blöd« gejagt, wurde ich vom NDR gefeuert und erlebte die Fernseh-Hölle bei Kerner. In diesem Buch schildere ich Ursprung und Eskalation einer politisch unbequemen These, zu der ich zunächst buchstäblich »wie die Jungfrau zum Kinde« fand:
Als frisch gebackene Mutter mit Ende dreißig brachte ich es nicht fertig, mein kleines Kind in die Fremdbetreuung zu geben und weiter Karriere zu machen, als wäre nichts gewesen. Während die Erwerbstätigkeit der Frau seit Jahren zum festen Programm des Bundesfamilienministeriums und nahezu aller Leitmedien gehört, und auch die meisten der prominenten Kolleginnen-Mütter bis heute ohne Not und unbekümmert in diverse Fernsehkameras hinein versichern, dass sie mühelos Kinder und Karriere vereinbarten, wuchs schon damals ein tiefes Unbehagen in mir darüber, dass hier etwas nicht stimmte.
Es war ein ganz bestimmter Tag, an welchem ich beschloss: Nein! Ich mache da nicht mehr mit! Ich hatte ein Flugticket in der Hand und sollte in eine große Stadt reisen, weil dort eine mehrtägige Fernsehaufzeichnung auf mich wartete. Mein kleines Kind, betreut durch ein Au-pair-Mädchen, lag mit hohem Fieber im Bettchen, es weinte und sehnte sich nur nach Mama. Und ich sehnte mich nach ihm. Als ich schweren Herzens die Haustüre ins Schloss zog und mich der verzweifelte Ruf meines Kindes bis an die Gartentür verfolgte, war klar: Das passiert mir nie wieder!
Ich bin es gewohnt, meine Entschlüsse auch umzusetzen. Das würden meine Gegner auch später noch zu spüren bekommen. Doch zunächst reduzierte ich unter den argwöhnischen Augen meiner Kollegen nur konsequent mein Arbeitspensum, stieg ein Jahr bei der Tagesschau aus, die Großeltern des Kindes zogen in unser Haus. Ich begann mit ersten Recherchen zu den Ursprüngen der Mutter-Kind-Bindung, die ich weitgehend von zu Hause erledigen konnte. Wenn ich zu TV-Veranstaltungen oder auch zu wissenschaftlichen Kongressen über das Thema Bindungs-, Säuglings- und Hirnforschung reiste, nahm ich mein Kind und die Großeltern meist mit. Meine ersten Bücher erschienen, sie berichteten über die Notwendigkeit des Stillens, über das sanfte Schlafenlegen kleiner Kinder.
Ich wagte mich langsam in die Öffentlichkeit mit meinen Recherchen, die allesamt zeigten, dass die moderne Zeit, in der wir leben, kaum noch Rücksicht nimmt auf die Bedürfnisse kleiner Kinder nach Nähe und Liebe. Die dafür jedoch das Hohelied der emanzipierten, erwerbstätigen Frau immer lauter singt. Ich setzte dem die Interessen des Kindes und die mangelnde Anerkennung derer, die ihre Emanzipation nicht allein in der Erfüllung weiblicher Bestimmung in gleichberechtigter Berufstätigkeit sehen, entgegen. Was dann kam, war nicht mehr nur Meinungskampf.
Ich erfuhr am eigenen Leib, was es heißt, wenn man als prominente Person eine Meinung vertritt, die politisch nicht korrekt ist. Die Medien nahmen mich zunehmend unter Beschuss. Mein Arbeitgeber, der NDR, mahnte mich immer öfter, ich solle mit dem »Unfug« aufhören. Meine Co-Moderatorin Bettina Tietjen rückte von mir ab. Andere NDR-Mitarbeiter gingen ebenso auf Distanz.
Das beste Mittel, um jemanden von Anfang an nicht zu Wort kommen zu lassen, ist die Diskreditierung. Genau das geschah: Zunächst wurde ich öffentlich als Blondine abgestempelt, die im Begriff war, sich an einem gesellschaftspolitisch längst erledigten Thema gewaltig zu verheben. Allein die Nennung des Begriffs »Mutter« löste öffentlich immer wieder empörte Reaktionen von Politikern und Journalisten aus. Alice Schwarzer, Deutschlands Cheffeministin, organisierte eine heimliche Kampagne per E-Mail-Newsletter, in der sie ihre Emma-Abonnenten aufforderte, an die Tagesschau zu schreiben und meine Entlassung zu fordern.
Ich hätte niemals davon erfahren, wenn mir eine unbekannte Frau diesen Newsletter nicht geschickt hätte mit dem Hinweis, gut Acht zu geben. Dieser Schwarzersche Hetztext schien Eindruck auf meine NDR-Chefs zu machen: Wenn ich weiterhin meine verstaubten Thesen verträte, könnte ich nicht mehr als Tagesschau-Sprecherin arbeiten, hieß es.
Die nächste Entscheidung stand also an: Was sollte ich tun? Aufhören? Unmöglich! Ich entschied mich gegen meinen Job und für die Wahrheit. Denn inzwischen war mir klar, dass die wenigsten Mütter im Land bei ihren Kleinkindern zu Hause bleiben konnten, weil sie finanziell von eigenen Einkünften abhängig waren.
Von linksfeministischer Seite wurden meine Thesen plötzlich in direkten Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus gebracht. Alice Schwarzer siedelte im Spiegel meine Thesen »zwischen Steinzeitkeule und Mutterkreuz« an. Die taz schreckte nicht einmal davor zurück, aus meinem inzwischen erschienenen Buch Das Eva-Prinzip das »Eva-Braun-Prinzip« zu machen. Auch heute noch bin ich beim Niederschreiben aller Niedertrachten und öffentlicher Verunglimpfungen erstaunt, wie perfide da im Detail gegen mich gearbeitet wurde. Jetzt war ich nicht mehr nur blond und blöd, sondern auch noch braun! In den sogenannten Leitmedien interessierte sich kaum noch jemand dafür, dass ich selbst mich jahrelang aktiv bei der Organisation »Laut gegen Nazis« eingesetzt hatte.
Nachdem mir eine Journalistin des Hamburger Abendblatts durch ein verkürztes Zitat aus der wörtlichen Rede auf einer Pressekonferenz ein Nazilob unterstellt hatte, welches ich jedoch zu keiner Zeit geäußert hatte, griffen dies die Massenmedien ungeprüft auf.
Der Kollateralschaden: mein Job beim NDR. Ich wurde fristlos entlassen! Diese angebliche Journalistin wurde inzwischen in erster und zweiter Instanz rechtskräftig verurteilt, sie musste einen hohen Betrag an mich zahlen und darf nie wieder Derartiges behaupten.
Haben Sie über dieses Urteil in den Medien etwas gelesen? Nein? Auch nicht darüber, dass alle anderen Zeitungen, TV-Sender, Presseagenturen und Onlinedienste, darunter Deutschlands Leitmedien, die mir derartige Aussagen unterstellt hatten, weil sie bedenkenlos bei dem genannten Regionalblatt abschrieben, ebenso verurteilt wurden?
Nun, dann nehmen Sie dies als einen der guten Gründe, warum ich dieses neue Buch geschrieben habe.
Der Höhepunkt der konzertierten Medienaktion war am 9. Oktober 2007 erreicht, als der ZDF-Moderator Johannes B. Kerner mich in seine Talksendung einlud und sich in den Reigen derjenigen einreihte, die mich öffentlich mit ständigen Vorhaltungen angeblicher nationalsozialistischer Bezüge in meinen Äußerungen diskreditierte.
Man setzte mir prominente Gäste wie Margarethe Schreinemakers, Senta Berger und Mario Barth an die Seite, aber – wie sich zeigen sollte – eigentlich in Opposition. Viele Details, die unmittelbar vor der Sendung geschahen, hätten mich warnen müssen. Aber meine Vorstellungskraft reichte damals nicht aus, mir einen in der Fernsehgeschichte bislang nicht erreichten, öffentlichen Hinrichtungsprozess vorzustellen, der mit einem Eklat endete, als ich von »Bruder Johannes« vor laufenden Kameras aus der Sendung geworfen wurde.
Diese weitere Verunglimpfung ging vielen Zuschauern dann aber offensichtlich doch deutlich zu weit. Auch wenn die meisten Medien sich politisch korrekt hinter Kerner stellten, reagierten die Menschen im Lande jetzt empört. Hunderttausende beschwerten sich, Millionen haben inzwischen vor dem Fernseher oder im Internet die Kerner-Sendung angesehen und sind nach über zweieinhalb Jahren immer noch wütend. Fazit: Der mündige Bürger steht auf!
Es existiert ein gewaltiger Unterschied zwischen der öffentlichen und der veröffentlichten Meinung und ich möchte mit der gebotenen Distanz heute jedem Leser Gelegenheit geben, sich ein eigenes Bild zu machen. Diese Geschichte, die mein Leben nachhaltig veränderte, die mich jedoch lehrte, trotz aller Widerstände niemals einzuknicken und aufzugeben, erscheint nun in Buchform. Während des Schreibens musste ich mich noch einmal zurückbegeben in jene Zeit, die mich nicht selten an den Rand der Verzweiflung führte.
Es dürfte außer Frage stehen, dass den in meinem Buch erwähnten Medien die Veröffentlichungen über ihre gnadenlose Vorgehensweise nicht besonders gefallen werden. Denn eines ist klar: Während die sogenannten Journalisten, ohne mit der Wimper zu zucken, einerseits einen Menschen monatelang öffentlich jagen und hinrichten, plagt sie andererseits eine überraschende Sensibilität, wenn es um ihre eigenen Belange geht. Es würde mich daher nicht wundern, wenn hier die Gerichte bemüht werden, um die Verbreitung des Buches mit allen Mitteln zu verhindern. Ich hoffe sehr, dass so viele Menschen wie möglich meine vollständige Version der Geschehnisse lesen können, bevor sie unter juristischen Auseinandersetzungen begraben wird.
Mit herzlichen Grüßen
Eva Herman
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Dienstag, 23. März 2010
Gender - der systematische staatliche Wahnsinn
Gender: »Elterliche Vorurteile legen kindliche Geschlechtsidentität fest, nicht die Organe«!
Eva Herman
Man geht bei den neuesten Gender-Forschungen allen Ernstes davon aus, dass mit der Geburt des Menschen sein Geschlecht noch längst nicht festgelegt sei, nur weil sie oder er etwa eine Vagina oder einen Penis habe. Vielmehr seien diese Merkmale eine Gefahr für die »richtige« Festlegung: Denn durch die unterschiedliche Behandlung des Säuglings durch Vater und Mutter aufgrund des Sexualorgans würden bestimmte Rollenbilder vermittelt, welche das Kind erst zu einem Jungen oder Mädchen machten, in seiner Gender-Entwicklung »nur einseitig« prägen und ihm damit die Vielfalt der Geschlechter vorenthalten könnte.
Diese »Einsicht« hat zur Folge, dass in der Säuglingsbetreuung künftig entschieden häufiger Männer eingesetzt werden sollen, damit auch die Mädchen den männlichen Einfluss erleben können, um eventuell doch noch zum Jungen zu mutieren, während der Junge aufgrund einseitiger, mütterlicher Ausrichtung, die ihn angeblich meist zum Tyrannen verzieht, wie es heißt, »zu viel Machopotential vermittelt zu bekommt«.
Und so liest man in der umfassenden Dissertationsarbeit der Uni Tübingen zum Thema Gender-Maßnahmen in Kitas unter anderem: »Unbewusste Phantasien der Betreuungspersonen wirken sich auf das Aufwachsen von Kindern aus, sie gehen in das Selbstbild des Kindes ein und werden durch die Reaktionen des Säuglings wiederum beeinflusst. Wenn Mütter ihr Kind, weil es ein Junge ist, anders behandeln als dies bei einem Mädchen der Fall wäre, so hat dies natürlich auch auf den Geschlechtsaspekt Einfluss.«
Das heißt wieder einmal nichts anderes, als dass Gender-»Experten« das natürliche Geschlecht des Menschen, welches spätestens bei der Geburt deutlich zutage tritt, in Abrede stellen und stattdessen die soziale Erziehung hierfür verantwortlich machen. Ein normal denkender Mensch mag sich wieder und wieder an den Kopf fassen, wenn er bislang der Ansicht war, dass mit Penis oder Vagina bei der Geburt eines Menschen grundsätzlich feststand, ob ein Junge oder ein Mädchen das Licht der Welt erblickt hatte. (Die berühmten Ausnahmen bestätigen natürlich auch hier die Regel.)
Ein weiterer, kaum zu glaubender, jedoch höchst gefährlicher Aspekt wird den inzwischen verbindlich geltenden Gender-Regeln beigefügt: Der Mensch bekomme seine Identität ausschließlich durch sein Geschlecht zugewiesen. Wörtlich: »Geschlechtsidentität ist demnach die Grundlage aller Identitätsentwicklung. Der Mensch kann erst dann zu einer, wie auch immer gearteten, Identität gelangen, wenn er sich als Frau oder Mann ›begreift‹.«
Doch es kommt noch besser: Nun wird erläutert, dass der Mensch, wenn denn nun endlich das Geschlecht festgestellt bzw. festgelegt wurde, aufgrund der schnelllebigen Zeit jedoch keinesfalls für ewig darauf festgelegt bleiben müsse. Im Gegenteil, durch die unterschiedlichsten Anforderungen verändere sich der Mensch, und damit auch sein Gender. »Veränderungen in der Gesellschaft machen eine Veränderung der geschlechtsbezogenen Selbstkonzepte unter Umständen mehrmals im Leben nötig.« Feste männliche und besonders weibliche Identitäten seien demzufolge immer weniger möglich, und eine permanente bewusste Entwicklung in Auseinandersetzung mit sich verändernden Lebenssituationen und gesellschaftlichem Wandel zwinge die Individuen dazu, ihr Leben stärker als bisher selbst zu gestalten. »Dies kann nur dadurch geschehen, dass das Handlungspotential, auch in Bezug des Geschlechtsaspekts erweitert wird.«
Wie bitte? Was bedeutet das für die Zukunft der Menschheit? Was geschieht unter dem Aspekt, dass man nach Gender sein Geschlecht ständig auswechseln kann? Tauscht man damit jeweils auch seine Identität aus? Ganz offensichtlich! Das würde neben anderen grausigen Begleiterscheinungen bedeuten, dass die Gesellschaft völlig neue Wissenschaften und psychologische und psychosoziale Betreuungseinrichtungen entwickeln müsste für Millionen von Grenzpersönlichkeiten, die man durch politisch verordnete Genderprogramme »heranzüchten« will. Albtraumvorstellungen, deren gewaltige Ausmaße jeglichen Rahmen sprengen würden, denn damit wäre das Land schlagartig mit verbogenen, verdrehten Persönlichkeiten angefüllt, mit Horrorwesen, die Geschlecht und Identität wechseln könnten wie das allmorgendliche Hemd.
Auch die Gefühle und Erwartungen der eigenen Eltern gegenüber ihren neugeborenen Kindern seien aus Sicht der Gender-Experten schuld daran, dass bereits den Säuglingen schon ein unzeitgemäßes und falsches Geschlechterbild übergestülpt werde: »Man muss davon ausgehen, dass unbewusste Ängste oder Erwartungen der Eltern, vorwiegend aber der Mutter, die Einstellung bereits zum ungeborenen Kind beeinflussen und sie diese dem Kind vermittelt. Die Enttäuschung oder die Freude über eine bestimmte Geschlechtszugehörigkeit des zu erwartenden Kindes kann demnach das Selbsterleben des Ungeborenen (aus psychoanalytischer Sicht) beeinflussen. Fest steht, dass Eltern ihren Babys schon am ersten Tag nach der Geburt eine ›Geschlechtsrolle‹ zuschreiben. So ließ man Eltern ihre Kinder beschreiben. Mädchen wurden durchweg als klein, hübsch, niedlich, schwach, zart und den Müttern ähnlich beschrieben, Jungen dagegen als robust, koordiniert, kräftiger und widerstandsfähig. Diese Einschätzung deckte sich jedoch keinesfalls mit der medizinischen Sichtweise. Auch ein durchgeführtes Experiment, in dem ein Säugling einer Gruppe von Personen als weiblich, einer anderen Gruppe von Personen als männlich vorgestellt wurde, erbrachte diese Ergebnisse. So muss davon ausgegangen werden, dass bestimmte Vorurteile oder Erwartungen die Sichtweise und damit auch den Umgang mit dem Neugeborenen bedingen. Der Geschlechtszuweisung bei der Geburt wird ebenfalls eine zentrale Rolle der Weiblichkeits- und Männlichkeitsvorstellungen und dem damit verbundenen Rollenlernen zugewiesen. Viele Anzeichen sprechen dafür, dass die Tatsache, dass die erste Bezugsperson meist weiblich ist, einen entscheidenden Einfluss auf die Geschlechtsidentität von Jungen und Mädchen hat. Man geht deshalb davon aus, dass Jungen bezüglich ihrer weiblichen Identifikationen mit ihrem Primär-Objekt Mutter hierbei einen krisenreicheren Weg durchlaufen, weil die Etablierung einer männlichen Geschlechtsidentität eine partielle Zurücknahme der früheren Identifikationen erforderlich zu machen scheint.«
Die amerikanische Soziologin Nancy Chodorow wird zitiert: »Da Kinder sich immer zunächst mit der Mutter identifizieren, hat der Knabe schwierigere Veränderungen seiner Identifikation vorzunehmen, um die von ihm erwartete soziale Geschlechts-Identifikation und soziale Geschlechtsrolle auszubilden.«
Die Körperwahrnehmung geschehe, so die Gender-»Experten«, im ersten Lebensjahr über den Mund und die Erforschung der Körperteile mit den Händen. Die spielerische Entdeckung des Penis wollen die Forscher bei Jungen zwischen dem achten und zehnten Lebensmonat ausgemacht haben. Für Jungen würde der Penis, »den man sehen, anfassen und mit dem man spielen kann, eine größere Rolle spielen als die weiblichen Geschlechtsorgane für das Mädchen«. Ein Junge könne demnach »sein Jungensein also sehr früh an einem Körperteil ›festmachen‹, wobei ihm dieser Unterschied dennoch relativ spät bewusst wird und vermutlich das männliche Rollenlernen nicht oder nur wenig beeinflusst.« Mit der Geburt eines Kindes würden bei den Eltern unbewusste Fantasien und das mehr oder weniger konflikthafte Erleben der eigenen elterlichen Geschlechtsidentität aktualisiert. Diese wirkten auf das Verhalten gegenüber dem Kind ein, heißt es in der erwähnten Dissertation.
Zum Verständnis: Während die Gender-Vertreter behaupten, die Körperwahrnehmung des Menschen beginne im ersten Lebensjahr, sind sich nahezu alle konventionellen Psychiater, Psychologen und Psychoanalytiker darüber einig, dass dieser Prozess im Alter zwischen drei und vier Jahren stattfindet, nämlich dann, wenn das persönliche Ich des Menschen gebildet wird. Sofern sich ein kleines Kind im Spiegel gegenüber zu erkennen beginnt, bildet sich die Wahrnehmung für die eigene Identität. Was noch lange nicht bedeutet, dass damit die sexuelle Identifikation begonnen hätte. Diese stellt sich, nach gängiger wissenschaftlicher Meinung, je nach Entwicklungsstand des Kindes, erst im Alter zwischen fünf bis sieben Jahren ein.
Dass man dennoch schon Säuglinge und Kleinkinder sexuell reizen kann, steht außer Frage. Viele Millionen Kinderseelen wurden im Laufe der Zeit schon nachhaltig beschädigt oder zerstört durch gedankenlose oder sexuell motivierte Penetrierungen vonseiten der Eltern, Verwandten oder anderer Betreuungspersonen von Kleinkindern. Es handelt sich bei derartigen (höchstgefährlichen) Reizungen, die schon bei den Kleinsten durchaus körperliche Reaktionen zeigen, jedoch um eine rein körperliche, triebmotivierte Rückwirkung, die mit dem geistigen Entwicklungsprozess des Menschen nichts zu tun hat, die jedoch nicht selten als Auslöser für weiteren sexuellen Missbrauch oder gar Gewalt vonseiten der Erwachsenen gelten, frei nach dem Motto: Dem Kind gefällt es doch auch! Es sei wiederholt: Durch derartige tiefgreifende Eingriffe in das Seelenleben eines sich entwickelnden, schutzbedürftigen kleinen Menschen kann es zu schwersten seelischen Verletzungen kommen, unter denen ein Mensch meist bis zum Lebensende zu leiden hat.
In diesem Zusammenhang sei noch einmal auf die Gender-gesteuerte Broschüre hingewiesen, die die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) im Auftrag des Bundesfamilienministeriums herausgegeben hatte, die ebenso in der Schweiz und in Österreich herausgegeben wurden, und die nach über sechs Jahren massiver Verbreitung auch über das Internet aufgrund wütender Proteste vom Markt genommen werden musste. Der Ratgeber für Eltern zur kindlichen Sexualerziehung vom 1. bis zum 3. Lebensjahr forderte Mütter und Väter dazu auf, »das Notwendige mit dem Angenehmen zu verbinden, indem das Kind beim Saubermachen gekitzelt, gestreichelt, liebkost, an den verschiedensten Stellen geküsst wird«. »Scheide und vor allem Klitoris erfahren kaum Beachtung durch Benennung und zärtliche Berührung (weder seitens des Vaters noch der Mutter) und erschweren es damit für das Mädchen, Stolz auf seine Geschlechtlichkeit zu entwickeln (…)« Kindliche Erkundungen der Genitalien Erwachsener können »manchmal Erregungsgefühle bei den Erwachsenen auslösen. (…) Es ist ein Zeichen der gesunden Entwicklung Ihres Kindes, wenn es die Möglichkeit, sich selbst Lust und Befriedigung zu verschaffen, ausgiebig nutzt (…)« Wenn Mädchen (1 bis 3 Jahre!) »dabei eher Gegenstände zur Hilfe nehmen«, dann sollte man das nicht »als Vorwand benutzen, um die Masturbation zu verhindern«. Der Ratgeber fände es »erfreulich, wenn auch Väter, Großmütter, Onkel oder Kinderfrauen einen Blick in diese Informationsschrift werfen würden und sich anregen ließen – fühlen Sie sich bitte alle angesprochen!«
Diese Ausführungen, welche klare Aufforderungen zum Kindesmissbrauch und zu sexueller Gewalt an Kindern darstellen, mussten von der damaligen Familienministerin von der Leyen wieder vom Markt genommen werden. Doch war dies nicht etwa aufgrund einer freien Entscheidung der Politikerin geschehen, sondern fand auf massiven Druck von Journalisten und Kinderpsychologen statt.
Noch einmal: Sowohl die genannten Auszüge aus Gender-Programmen für Kitas als eben auch die Inhalte der inzwischen zurückgenommenen Broschüren sind die Grundpfeiler zahlreicher derzeitiger Programme, die für eine neue Geschlechteridentität von Kindern im Vorschulalter erarbeitet werden. Sowohl das Bundesfamilienministerium sowie nahezu alle Einrichtungen auf Länder- und kommunaler Ebene sind angehalten, die Gender-Mainstreaming-Maßnahmen umzusetzen. Man muss sich die Frage stellen, ob die Politiker, die Journalisten und Feministinnen wirklich alle darüber informiert sind, dass sie mit der Unterstützung der Gender-Maßnahmen nichts anderes unterstützen als die totale Zwangsveränderung der Menschheit, die einzig und alleine auf dem Boden sexueller Freiheit, Entfesselung und des Alles-muss-möglich-seins wächst. Doch ob sie es wissen oder nicht: Sie tragen die schwere Verantwortung dafür. Und Unwissenheit schützt vor Strafe nicht!
Eva Herman
Man geht bei den neuesten Gender-Forschungen allen Ernstes davon aus, dass mit der Geburt des Menschen sein Geschlecht noch längst nicht festgelegt sei, nur weil sie oder er etwa eine Vagina oder einen Penis habe. Vielmehr seien diese Merkmale eine Gefahr für die »richtige« Festlegung: Denn durch die unterschiedliche Behandlung des Säuglings durch Vater und Mutter aufgrund des Sexualorgans würden bestimmte Rollenbilder vermittelt, welche das Kind erst zu einem Jungen oder Mädchen machten, in seiner Gender-Entwicklung »nur einseitig« prägen und ihm damit die Vielfalt der Geschlechter vorenthalten könnte.
Diese »Einsicht« hat zur Folge, dass in der Säuglingsbetreuung künftig entschieden häufiger Männer eingesetzt werden sollen, damit auch die Mädchen den männlichen Einfluss erleben können, um eventuell doch noch zum Jungen zu mutieren, während der Junge aufgrund einseitiger, mütterlicher Ausrichtung, die ihn angeblich meist zum Tyrannen verzieht, wie es heißt, »zu viel Machopotential vermittelt zu bekommt«.
Und so liest man in der umfassenden Dissertationsarbeit der Uni Tübingen zum Thema Gender-Maßnahmen in Kitas unter anderem: »Unbewusste Phantasien der Betreuungspersonen wirken sich auf das Aufwachsen von Kindern aus, sie gehen in das Selbstbild des Kindes ein und werden durch die Reaktionen des Säuglings wiederum beeinflusst. Wenn Mütter ihr Kind, weil es ein Junge ist, anders behandeln als dies bei einem Mädchen der Fall wäre, so hat dies natürlich auch auf den Geschlechtsaspekt Einfluss.«
Das heißt wieder einmal nichts anderes, als dass Gender-»Experten« das natürliche Geschlecht des Menschen, welches spätestens bei der Geburt deutlich zutage tritt, in Abrede stellen und stattdessen die soziale Erziehung hierfür verantwortlich machen. Ein normal denkender Mensch mag sich wieder und wieder an den Kopf fassen, wenn er bislang der Ansicht war, dass mit Penis oder Vagina bei der Geburt eines Menschen grundsätzlich feststand, ob ein Junge oder ein Mädchen das Licht der Welt erblickt hatte. (Die berühmten Ausnahmen bestätigen natürlich auch hier die Regel.)
Ein weiterer, kaum zu glaubender, jedoch höchst gefährlicher Aspekt wird den inzwischen verbindlich geltenden Gender-Regeln beigefügt: Der Mensch bekomme seine Identität ausschließlich durch sein Geschlecht zugewiesen. Wörtlich: »Geschlechtsidentität ist demnach die Grundlage aller Identitätsentwicklung. Der Mensch kann erst dann zu einer, wie auch immer gearteten, Identität gelangen, wenn er sich als Frau oder Mann ›begreift‹.«
Doch es kommt noch besser: Nun wird erläutert, dass der Mensch, wenn denn nun endlich das Geschlecht festgestellt bzw. festgelegt wurde, aufgrund der schnelllebigen Zeit jedoch keinesfalls für ewig darauf festgelegt bleiben müsse. Im Gegenteil, durch die unterschiedlichsten Anforderungen verändere sich der Mensch, und damit auch sein Gender. »Veränderungen in der Gesellschaft machen eine Veränderung der geschlechtsbezogenen Selbstkonzepte unter Umständen mehrmals im Leben nötig.« Feste männliche und besonders weibliche Identitäten seien demzufolge immer weniger möglich, und eine permanente bewusste Entwicklung in Auseinandersetzung mit sich verändernden Lebenssituationen und gesellschaftlichem Wandel zwinge die Individuen dazu, ihr Leben stärker als bisher selbst zu gestalten. »Dies kann nur dadurch geschehen, dass das Handlungspotential, auch in Bezug des Geschlechtsaspekts erweitert wird.«
Wie bitte? Was bedeutet das für die Zukunft der Menschheit? Was geschieht unter dem Aspekt, dass man nach Gender sein Geschlecht ständig auswechseln kann? Tauscht man damit jeweils auch seine Identität aus? Ganz offensichtlich! Das würde neben anderen grausigen Begleiterscheinungen bedeuten, dass die Gesellschaft völlig neue Wissenschaften und psychologische und psychosoziale Betreuungseinrichtungen entwickeln müsste für Millionen von Grenzpersönlichkeiten, die man durch politisch verordnete Genderprogramme »heranzüchten« will. Albtraumvorstellungen, deren gewaltige Ausmaße jeglichen Rahmen sprengen würden, denn damit wäre das Land schlagartig mit verbogenen, verdrehten Persönlichkeiten angefüllt, mit Horrorwesen, die Geschlecht und Identität wechseln könnten wie das allmorgendliche Hemd.
Auch die Gefühle und Erwartungen der eigenen Eltern gegenüber ihren neugeborenen Kindern seien aus Sicht der Gender-Experten schuld daran, dass bereits den Säuglingen schon ein unzeitgemäßes und falsches Geschlechterbild übergestülpt werde: »Man muss davon ausgehen, dass unbewusste Ängste oder Erwartungen der Eltern, vorwiegend aber der Mutter, die Einstellung bereits zum ungeborenen Kind beeinflussen und sie diese dem Kind vermittelt. Die Enttäuschung oder die Freude über eine bestimmte Geschlechtszugehörigkeit des zu erwartenden Kindes kann demnach das Selbsterleben des Ungeborenen (aus psychoanalytischer Sicht) beeinflussen. Fest steht, dass Eltern ihren Babys schon am ersten Tag nach der Geburt eine ›Geschlechtsrolle‹ zuschreiben. So ließ man Eltern ihre Kinder beschreiben. Mädchen wurden durchweg als klein, hübsch, niedlich, schwach, zart und den Müttern ähnlich beschrieben, Jungen dagegen als robust, koordiniert, kräftiger und widerstandsfähig. Diese Einschätzung deckte sich jedoch keinesfalls mit der medizinischen Sichtweise. Auch ein durchgeführtes Experiment, in dem ein Säugling einer Gruppe von Personen als weiblich, einer anderen Gruppe von Personen als männlich vorgestellt wurde, erbrachte diese Ergebnisse. So muss davon ausgegangen werden, dass bestimmte Vorurteile oder Erwartungen die Sichtweise und damit auch den Umgang mit dem Neugeborenen bedingen. Der Geschlechtszuweisung bei der Geburt wird ebenfalls eine zentrale Rolle der Weiblichkeits- und Männlichkeitsvorstellungen und dem damit verbundenen Rollenlernen zugewiesen. Viele Anzeichen sprechen dafür, dass die Tatsache, dass die erste Bezugsperson meist weiblich ist, einen entscheidenden Einfluss auf die Geschlechtsidentität von Jungen und Mädchen hat. Man geht deshalb davon aus, dass Jungen bezüglich ihrer weiblichen Identifikationen mit ihrem Primär-Objekt Mutter hierbei einen krisenreicheren Weg durchlaufen, weil die Etablierung einer männlichen Geschlechtsidentität eine partielle Zurücknahme der früheren Identifikationen erforderlich zu machen scheint.«
Die amerikanische Soziologin Nancy Chodorow wird zitiert: »Da Kinder sich immer zunächst mit der Mutter identifizieren, hat der Knabe schwierigere Veränderungen seiner Identifikation vorzunehmen, um die von ihm erwartete soziale Geschlechts-Identifikation und soziale Geschlechtsrolle auszubilden.«
Die Körperwahrnehmung geschehe, so die Gender-»Experten«, im ersten Lebensjahr über den Mund und die Erforschung der Körperteile mit den Händen. Die spielerische Entdeckung des Penis wollen die Forscher bei Jungen zwischen dem achten und zehnten Lebensmonat ausgemacht haben. Für Jungen würde der Penis, »den man sehen, anfassen und mit dem man spielen kann, eine größere Rolle spielen als die weiblichen Geschlechtsorgane für das Mädchen«. Ein Junge könne demnach »sein Jungensein also sehr früh an einem Körperteil ›festmachen‹, wobei ihm dieser Unterschied dennoch relativ spät bewusst wird und vermutlich das männliche Rollenlernen nicht oder nur wenig beeinflusst.« Mit der Geburt eines Kindes würden bei den Eltern unbewusste Fantasien und das mehr oder weniger konflikthafte Erleben der eigenen elterlichen Geschlechtsidentität aktualisiert. Diese wirkten auf das Verhalten gegenüber dem Kind ein, heißt es in der erwähnten Dissertation.
Zum Verständnis: Während die Gender-Vertreter behaupten, die Körperwahrnehmung des Menschen beginne im ersten Lebensjahr, sind sich nahezu alle konventionellen Psychiater, Psychologen und Psychoanalytiker darüber einig, dass dieser Prozess im Alter zwischen drei und vier Jahren stattfindet, nämlich dann, wenn das persönliche Ich des Menschen gebildet wird. Sofern sich ein kleines Kind im Spiegel gegenüber zu erkennen beginnt, bildet sich die Wahrnehmung für die eigene Identität. Was noch lange nicht bedeutet, dass damit die sexuelle Identifikation begonnen hätte. Diese stellt sich, nach gängiger wissenschaftlicher Meinung, je nach Entwicklungsstand des Kindes, erst im Alter zwischen fünf bis sieben Jahren ein.
Dass man dennoch schon Säuglinge und Kleinkinder sexuell reizen kann, steht außer Frage. Viele Millionen Kinderseelen wurden im Laufe der Zeit schon nachhaltig beschädigt oder zerstört durch gedankenlose oder sexuell motivierte Penetrierungen vonseiten der Eltern, Verwandten oder anderer Betreuungspersonen von Kleinkindern. Es handelt sich bei derartigen (höchstgefährlichen) Reizungen, die schon bei den Kleinsten durchaus körperliche Reaktionen zeigen, jedoch um eine rein körperliche, triebmotivierte Rückwirkung, die mit dem geistigen Entwicklungsprozess des Menschen nichts zu tun hat, die jedoch nicht selten als Auslöser für weiteren sexuellen Missbrauch oder gar Gewalt vonseiten der Erwachsenen gelten, frei nach dem Motto: Dem Kind gefällt es doch auch! Es sei wiederholt: Durch derartige tiefgreifende Eingriffe in das Seelenleben eines sich entwickelnden, schutzbedürftigen kleinen Menschen kann es zu schwersten seelischen Verletzungen kommen, unter denen ein Mensch meist bis zum Lebensende zu leiden hat.
In diesem Zusammenhang sei noch einmal auf die Gender-gesteuerte Broschüre hingewiesen, die die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) im Auftrag des Bundesfamilienministeriums herausgegeben hatte, die ebenso in der Schweiz und in Österreich herausgegeben wurden, und die nach über sechs Jahren massiver Verbreitung auch über das Internet aufgrund wütender Proteste vom Markt genommen werden musste. Der Ratgeber für Eltern zur kindlichen Sexualerziehung vom 1. bis zum 3. Lebensjahr forderte Mütter und Väter dazu auf, »das Notwendige mit dem Angenehmen zu verbinden, indem das Kind beim Saubermachen gekitzelt, gestreichelt, liebkost, an den verschiedensten Stellen geküsst wird«. »Scheide und vor allem Klitoris erfahren kaum Beachtung durch Benennung und zärtliche Berührung (weder seitens des Vaters noch der Mutter) und erschweren es damit für das Mädchen, Stolz auf seine Geschlechtlichkeit zu entwickeln (…)« Kindliche Erkundungen der Genitalien Erwachsener können »manchmal Erregungsgefühle bei den Erwachsenen auslösen. (…) Es ist ein Zeichen der gesunden Entwicklung Ihres Kindes, wenn es die Möglichkeit, sich selbst Lust und Befriedigung zu verschaffen, ausgiebig nutzt (…)« Wenn Mädchen (1 bis 3 Jahre!) »dabei eher Gegenstände zur Hilfe nehmen«, dann sollte man das nicht »als Vorwand benutzen, um die Masturbation zu verhindern«. Der Ratgeber fände es »erfreulich, wenn auch Väter, Großmütter, Onkel oder Kinderfrauen einen Blick in diese Informationsschrift werfen würden und sich anregen ließen – fühlen Sie sich bitte alle angesprochen!«
Diese Ausführungen, welche klare Aufforderungen zum Kindesmissbrauch und zu sexueller Gewalt an Kindern darstellen, mussten von der damaligen Familienministerin von der Leyen wieder vom Markt genommen werden. Doch war dies nicht etwa aufgrund einer freien Entscheidung der Politikerin geschehen, sondern fand auf massiven Druck von Journalisten und Kinderpsychologen statt.
Noch einmal: Sowohl die genannten Auszüge aus Gender-Programmen für Kitas als eben auch die Inhalte der inzwischen zurückgenommenen Broschüren sind die Grundpfeiler zahlreicher derzeitiger Programme, die für eine neue Geschlechteridentität von Kindern im Vorschulalter erarbeitet werden. Sowohl das Bundesfamilienministerium sowie nahezu alle Einrichtungen auf Länder- und kommunaler Ebene sind angehalten, die Gender-Mainstreaming-Maßnahmen umzusetzen. Man muss sich die Frage stellen, ob die Politiker, die Journalisten und Feministinnen wirklich alle darüber informiert sind, dass sie mit der Unterstützung der Gender-Maßnahmen nichts anderes unterstützen als die totale Zwangsveränderung der Menschheit, die einzig und alleine auf dem Boden sexueller Freiheit, Entfesselung und des Alles-muss-möglich-seins wächst. Doch ob sie es wissen oder nicht: Sie tragen die schwere Verantwortung dafür. Und Unwissenheit schützt vor Strafe nicht!
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Sonntag, 21. März 2010
Gender - staatliche Gehirnwäsche
Gender in der Kita! Wie Kleinkinder umprogrammiert werden
Eva Herman
Die Sexualisierung bei Kindern treibt seit einigen Jahren aufgrund des Gender Mainstreaming grausige, eine ganze Gesellschaft verändernde Blüten. Kindern werden inzwischen an zahlreichen Schulen im »Gender«-Unterricht – ein neues Fach – die verschiedenen Möglichkeiten der Geschlechterausübung nahegebracht. Sie sollen von dem bisher herrschenden »stereotypen« Bild des Mannes und der Frau weggelenkt werden, vielmehr lernen sie nun, dass es weder ein festes männliches, noch ein festes weibliches Geschlecht gibt, sondern dass dazwischen noch viele Möglichkeiten wie Bi-, Homo- oder Transsexualität herrschen, die durchaus normal seien. Auch dass die jeweiligen Neigungen wechseln können, lernen die Schüler im Unterricht, und dass dies alles ebenso ganz normal sei.
Inzwischen schreckt man nicht mehr davor zurück, die Geschlechterabschaffung bereits in Kindertagesstätten, Kindergärten und Schulen umzusetzen, frei nach dem sozialistischen Kampfkonzept: Je früher das Gehirn gewaschen wird, desto leichter funktioniert auch später das Umerziehungsprogramm! Ein bereits früh gegendertes Kind wird wie selbstverständlich einmal davon ausgehen, dass es Mann und Frau nicht gibt! Sondern dass die Angebotspalette bunt und viel größer ist!
Die Vermittlung der Freizügigkeit in der Geschlechterwahl gilt derzeit für deutsche wie europäische Kindergärten. Im Online-Handbuch für Kindergarten-Pädagogik heißt es unter anderem:
»Im Kindergarten müssen wir sowohl unsere eigene Geschlechtssozialisation bedenken als auch überlegen, welche Bedürfnisse Jungen und Mädchen äußern (auch nonverbal!) und dann auf diese Bedürfnisse eingehen. Dies beginnt mit der Reflexion über die eigene Sozialisation, macht sich an Personen fest, die hier mit Jungen und Mädchen arbeiten, und hört nicht zuletzt bei der Raumgestaltung auf, die darauf hin abgestimmt werden muss, welche Bedürfnisse Jungen und Mädchen in Bezug auf Spielräume haben. Der klassische Kindergarten mit Bauecke und Puppenecke in jedem Gruppenraum sollte überprüft werden. Funktionsräume sind für die individuellen Bedürfnisse von Kindern besser geeignet, vor allem auch in Bezug auf die Gender-Thematik. Dort hat man festgestellt, dass Jungen und Mädchen Räume nicht geschlechtsspezifisch, sondern interessenbezogen nutzen.«
Was heißt das im Klartext? Ganz einfach: Dass es das typische Verhalten eines Mädchens oder eines Jungen eben auch nicht mehr geben soll. Dass Mädchen lieber mit Puppen und Jungs bevorzugt mit Autos spielen, scheint heute grundsätzlich nicht mehr ohne weiteres geduldet zu werden, wenn man auf Gender in der Kinderbetreuung Wert legt. Und das geschieht zunehmend häufiger. So heißt es ausdrücklich auf der Website des »fun&care-Kindergarten« in Wien, der nach neuesten Gender-Richtlinien verfährt: »Kinder lernen von Geburt an, ihrer Geschlechterrolle zu entsprechen. Daher sind wir bestrebt, bei Buben und Mädchen zu beobachten, inwiefern sie bereits in Hinblick auf gesellschaftliche Rollenvorstellungen sozialisiert sind.« Ein Mädchen soll nun Verhaltensweisen des Jungen übernehmen und umgekehrt, um die »Handlungsspielräume der Mädchen und Buben erweitern und dadurch wirkliche Chancengleichheit schaffen (in Hinblick auf Fähigkeiten und Fertigkeiten, Berufswahl, PartnerInnenschaft, Kindererziehung …). Wenn Kinder bestimmte geschlechtsuntypische Vorkenntnisse nicht schon früh spielerisch sammeln, ist es für sie als Erwachsene oft schwierig, Alternativen zu einer vorgegebenen Rolle zu finden, selbst, wenn sie dies wollen. (…) Dies bedeutet vor allem, dass wir versuchen Einschränkungen des Denkens oder des Handelns, die rein das Geschlecht des Kindes betreffen, zu vermeiden.«
Auch das Kindergarten-Personal agiert nach klaren Gender-Regeln: »Wichtig ist auch, dass Kinder erleben, dass auch Männer für Kindererziehung und hauswirtschaftliche Tätigkeiten gerne zuständig sind und so positive Vorbilder in diesen Bereichen sein können.« Hier wird früh eingeleitet, was eine Wahrnehmung formen soll, die mit derzeitigen Gendergesetzen kompatibel ineinander wirkt: Nach EU-Plänen zum Beispiel sollen Frauen in der TV-Werbung nicht mehr vor dem Herd oder der Waschmaschine gezeigt werden, dies sei sexistisch und diskriminiere die Frauen. Stattdessen soll der weibliche Mann in den heimischen Fokus gerückt werden.
Die Geschlechter von Junge und Mädchen werden in den Kitas zunehmend und systematisch aufgeweicht, um schließlich gänzlich abgeschafft zu werden. Die kleinen Mädchen werden im Gender-Kindergarten aufgefordert, »Fußball zu spielen, sich zu wehren, sie erhalten besondere Förderung in den Bereichen Technik, Werken, Computer. Buben hingegen sollen eine positive Körperwahrnehmung erlernen, dazu gehören: Massage, Kosmetikkorb, den eigenen Körper pflegen und achten, schön sein, Anbieten von männlichem und weiblichem Verkleidungsmaterial – in andere Rollen schlüpfen, fürsorgliche und behutsame Interaktion mit anderen Kindern aufnehmen, positive Besetzung von Schlüpfen in ›weibliche‹ Rollen (Prinzessinnenkleid, Nägel lackieren …), Erlernen von Umgang mit Puppen (positiver Begriff: Puppenvater), Erlernen von hauswirtschaftlichen Tätigkeiten (positiver Begriff: Hausmann).«
Die Jungs lernen hier ebenso früh, sich nicht mehr wie Jungs aufzuführen, sondern weicher, weiblicher zu werden. So heißt es bei dem Lernprogramm der Buben, dass diese Frustrationen ertragen lernen müssten: »Verlieren, beim Warten und Zurückstecken eigener Bedürfnisse, Hilfsbedürftigkeit zugeben können, Umgehen damit, dass Mädchen Paroli bieten!«
In einer umfassenden Dissertationsarbeit der Uni Tübingen heißt es zu Gender- maßnahmen in Kitas unter anderem: »Bei der Genderperspektive muss daher der Blick von der geschlechtstypischen Betrachtung weg zur Vielfalt der Ausprägungen von Begabungen, Interessen und eigenen Selbstverständnissen gelenkt werden, um das eigene Verständnis seines Selbst und seiner Selbste zu ermöglichen. Geschlechtliche Identität kann deshalb nur in einer Pluralität und einem sich wandelbarem Verständnis von ›Gender‹ gesehen werden.« – »Individuum, Identität, das Verhältnis von Leib/Körper und Person oder Seele, die neuere Ineinssetzung von Psychischem und Gehirn, all das steht zur Debatte, es kann nicht weiter so gedacht werden wie bisher.«
Das Geschlecht ist auch hiernach mit der Geburt eines Menschen nicht längst festgelegt, sondern angeblich jederzeit veränderbar, was bereits in der Kleinkinder-Beeinflussungsstätte klargemacht und umgesetzt werden soll. Und zwar mit allen Mitteln. So heißt es weiter: »Wenn von der Identität eines Menschen die Rede ist, so handelt es sich in der Regel um die Beschreibung eines Erwachsenen. Kinder, die sich noch in der Entwicklung befinden, befinden sich auch noch in einer Entwicklungsphase der Identität. Aber auch Erwachsene müssen die eigene Identität immer wieder hinterfragen und werden durch verschiedene Lebensumstände gefordert, sie zu verändern. So ist Identität immer etwas Fließendes, etwas Veränderbares.«
Identität ist etwas Fließendes, etwas Veränderbares? Genau! Wer sich heute noch als Mann fühlt, darf morgen Frau sein. Wer glaubt, heterosexuell zu sein, kann morgen schon sagen: Ein bisschen bi schadet nie! Das ist, nach Gender, nicht nur geduldet, sondern ausdrücklich gewollt! Aufwachen, Leute! Gender in der Kita bedeutet Alarmstufe Rot!
Wer zudem die derzeitigen politischen Bemühungen beobachtet, dass nämlich Kinderrechte von fast allen übrigen Parteien partout und unbedingt in der Verfassung festgeschrieben werden sollen, damit u.a. das Recht eines Kindes auf »frühkindliche Bildung« gewährleistet wird, muss erkennen, dass in Wahrheit damit nur ein einziges Ziel verfolgt und somit auch erreicht wäre: Der gesetzlich vorgeschriebene Krippenaufenthalt! Krippenpflicht! Und das bedeutet Zwangs-Genderisierung für ALLE Kleinkinder! Kinderrechte sind durch die Menschenrechte automatisch und längst im Grundgesetz verankert! Allerdings nur unter dem Aspekt, dass man Kinder auch als Menschen betrachtet!
Eva Herman
Die Sexualisierung bei Kindern treibt seit einigen Jahren aufgrund des Gender Mainstreaming grausige, eine ganze Gesellschaft verändernde Blüten. Kindern werden inzwischen an zahlreichen Schulen im »Gender«-Unterricht – ein neues Fach – die verschiedenen Möglichkeiten der Geschlechterausübung nahegebracht. Sie sollen von dem bisher herrschenden »stereotypen« Bild des Mannes und der Frau weggelenkt werden, vielmehr lernen sie nun, dass es weder ein festes männliches, noch ein festes weibliches Geschlecht gibt, sondern dass dazwischen noch viele Möglichkeiten wie Bi-, Homo- oder Transsexualität herrschen, die durchaus normal seien. Auch dass die jeweiligen Neigungen wechseln können, lernen die Schüler im Unterricht, und dass dies alles ebenso ganz normal sei.
Inzwischen schreckt man nicht mehr davor zurück, die Geschlechterabschaffung bereits in Kindertagesstätten, Kindergärten und Schulen umzusetzen, frei nach dem sozialistischen Kampfkonzept: Je früher das Gehirn gewaschen wird, desto leichter funktioniert auch später das Umerziehungsprogramm! Ein bereits früh gegendertes Kind wird wie selbstverständlich einmal davon ausgehen, dass es Mann und Frau nicht gibt! Sondern dass die Angebotspalette bunt und viel größer ist!
Die Vermittlung der Freizügigkeit in der Geschlechterwahl gilt derzeit für deutsche wie europäische Kindergärten. Im Online-Handbuch für Kindergarten-Pädagogik heißt es unter anderem:
»Im Kindergarten müssen wir sowohl unsere eigene Geschlechtssozialisation bedenken als auch überlegen, welche Bedürfnisse Jungen und Mädchen äußern (auch nonverbal!) und dann auf diese Bedürfnisse eingehen. Dies beginnt mit der Reflexion über die eigene Sozialisation, macht sich an Personen fest, die hier mit Jungen und Mädchen arbeiten, und hört nicht zuletzt bei der Raumgestaltung auf, die darauf hin abgestimmt werden muss, welche Bedürfnisse Jungen und Mädchen in Bezug auf Spielräume haben. Der klassische Kindergarten mit Bauecke und Puppenecke in jedem Gruppenraum sollte überprüft werden. Funktionsräume sind für die individuellen Bedürfnisse von Kindern besser geeignet, vor allem auch in Bezug auf die Gender-Thematik. Dort hat man festgestellt, dass Jungen und Mädchen Räume nicht geschlechtsspezifisch, sondern interessenbezogen nutzen.«
Was heißt das im Klartext? Ganz einfach: Dass es das typische Verhalten eines Mädchens oder eines Jungen eben auch nicht mehr geben soll. Dass Mädchen lieber mit Puppen und Jungs bevorzugt mit Autos spielen, scheint heute grundsätzlich nicht mehr ohne weiteres geduldet zu werden, wenn man auf Gender in der Kinderbetreuung Wert legt. Und das geschieht zunehmend häufiger. So heißt es ausdrücklich auf der Website des »fun&care-Kindergarten« in Wien, der nach neuesten Gender-Richtlinien verfährt: »Kinder lernen von Geburt an, ihrer Geschlechterrolle zu entsprechen. Daher sind wir bestrebt, bei Buben und Mädchen zu beobachten, inwiefern sie bereits in Hinblick auf gesellschaftliche Rollenvorstellungen sozialisiert sind.« Ein Mädchen soll nun Verhaltensweisen des Jungen übernehmen und umgekehrt, um die »Handlungsspielräume der Mädchen und Buben erweitern und dadurch wirkliche Chancengleichheit schaffen (in Hinblick auf Fähigkeiten und Fertigkeiten, Berufswahl, PartnerInnenschaft, Kindererziehung …). Wenn Kinder bestimmte geschlechtsuntypische Vorkenntnisse nicht schon früh spielerisch sammeln, ist es für sie als Erwachsene oft schwierig, Alternativen zu einer vorgegebenen Rolle zu finden, selbst, wenn sie dies wollen. (…) Dies bedeutet vor allem, dass wir versuchen Einschränkungen des Denkens oder des Handelns, die rein das Geschlecht des Kindes betreffen, zu vermeiden.«
Auch das Kindergarten-Personal agiert nach klaren Gender-Regeln: »Wichtig ist auch, dass Kinder erleben, dass auch Männer für Kindererziehung und hauswirtschaftliche Tätigkeiten gerne zuständig sind und so positive Vorbilder in diesen Bereichen sein können.« Hier wird früh eingeleitet, was eine Wahrnehmung formen soll, die mit derzeitigen Gendergesetzen kompatibel ineinander wirkt: Nach EU-Plänen zum Beispiel sollen Frauen in der TV-Werbung nicht mehr vor dem Herd oder der Waschmaschine gezeigt werden, dies sei sexistisch und diskriminiere die Frauen. Stattdessen soll der weibliche Mann in den heimischen Fokus gerückt werden.
Die Geschlechter von Junge und Mädchen werden in den Kitas zunehmend und systematisch aufgeweicht, um schließlich gänzlich abgeschafft zu werden. Die kleinen Mädchen werden im Gender-Kindergarten aufgefordert, »Fußball zu spielen, sich zu wehren, sie erhalten besondere Förderung in den Bereichen Technik, Werken, Computer. Buben hingegen sollen eine positive Körperwahrnehmung erlernen, dazu gehören: Massage, Kosmetikkorb, den eigenen Körper pflegen und achten, schön sein, Anbieten von männlichem und weiblichem Verkleidungsmaterial – in andere Rollen schlüpfen, fürsorgliche und behutsame Interaktion mit anderen Kindern aufnehmen, positive Besetzung von Schlüpfen in ›weibliche‹ Rollen (Prinzessinnenkleid, Nägel lackieren …), Erlernen von Umgang mit Puppen (positiver Begriff: Puppenvater), Erlernen von hauswirtschaftlichen Tätigkeiten (positiver Begriff: Hausmann).«
Die Jungs lernen hier ebenso früh, sich nicht mehr wie Jungs aufzuführen, sondern weicher, weiblicher zu werden. So heißt es bei dem Lernprogramm der Buben, dass diese Frustrationen ertragen lernen müssten: »Verlieren, beim Warten und Zurückstecken eigener Bedürfnisse, Hilfsbedürftigkeit zugeben können, Umgehen damit, dass Mädchen Paroli bieten!«
In einer umfassenden Dissertationsarbeit der Uni Tübingen heißt es zu Gender- maßnahmen in Kitas unter anderem: »Bei der Genderperspektive muss daher der Blick von der geschlechtstypischen Betrachtung weg zur Vielfalt der Ausprägungen von Begabungen, Interessen und eigenen Selbstverständnissen gelenkt werden, um das eigene Verständnis seines Selbst und seiner Selbste zu ermöglichen. Geschlechtliche Identität kann deshalb nur in einer Pluralität und einem sich wandelbarem Verständnis von ›Gender‹ gesehen werden.« – »Individuum, Identität, das Verhältnis von Leib/Körper und Person oder Seele, die neuere Ineinssetzung von Psychischem und Gehirn, all das steht zur Debatte, es kann nicht weiter so gedacht werden wie bisher.«
Das Geschlecht ist auch hiernach mit der Geburt eines Menschen nicht längst festgelegt, sondern angeblich jederzeit veränderbar, was bereits in der Kleinkinder-Beeinflussungsstätte klargemacht und umgesetzt werden soll. Und zwar mit allen Mitteln. So heißt es weiter: »Wenn von der Identität eines Menschen die Rede ist, so handelt es sich in der Regel um die Beschreibung eines Erwachsenen. Kinder, die sich noch in der Entwicklung befinden, befinden sich auch noch in einer Entwicklungsphase der Identität. Aber auch Erwachsene müssen die eigene Identität immer wieder hinterfragen und werden durch verschiedene Lebensumstände gefordert, sie zu verändern. So ist Identität immer etwas Fließendes, etwas Veränderbares.«
Identität ist etwas Fließendes, etwas Veränderbares? Genau! Wer sich heute noch als Mann fühlt, darf morgen Frau sein. Wer glaubt, heterosexuell zu sein, kann morgen schon sagen: Ein bisschen bi schadet nie! Das ist, nach Gender, nicht nur geduldet, sondern ausdrücklich gewollt! Aufwachen, Leute! Gender in der Kita bedeutet Alarmstufe Rot!
Wer zudem die derzeitigen politischen Bemühungen beobachtet, dass nämlich Kinderrechte von fast allen übrigen Parteien partout und unbedingt in der Verfassung festgeschrieben werden sollen, damit u.a. das Recht eines Kindes auf »frühkindliche Bildung« gewährleistet wird, muss erkennen, dass in Wahrheit damit nur ein einziges Ziel verfolgt und somit auch erreicht wäre: Der gesetzlich vorgeschriebene Krippenaufenthalt! Krippenpflicht! Und das bedeutet Zwangs-Genderisierung für ALLE Kleinkinder! Kinderrechte sind durch die Menschenrechte automatisch und längst im Grundgesetz verankert! Allerdings nur unter dem Aspekt, dass man Kinder auch als Menschen betrachtet!
Donnerstag, 18. März 2010
Angriff auf den Iran unter Falscher Flagge?
Rechnen Sie damit, dass dem Angriff auf den Iran ein Falsche Flagge Terroranschlag vorausgeht
Paul Craig Roberts, Infowars.com, 18.03.2010
Laut Nachrichtenberichten verschifft das US-Militär gerade “Bunker-Buster”-Bomben auf die US-Luftwaffenbasis Diego Garcia im Indischen Ozean. Die Zeitung Herald Scotland berichtet, dass die Experten der Meinung sind, die Bomben würden für einen Angriff auf die Nuklearanlagen des Iran zusammengetragen.
In der Zeitung wird Dan Piesch, Direktor des Centre for International Studies and Diplomacy an der University of London, zitiert: „Sie bereiten sich vollständig auf die Zerstörung des Iran vor.“
Der nächste Schritt wird ein inszenierter „Falsche Flagge Anschlag“ sein, eine „Falsche Flagge“ Operation wie Operation Northwoods, die man dann den Iranern anlasten wird. Da der Iran und seine Führung bereits dämonisiert worden sind, wird der „Falsche Flagge“ Anschlag ausreichen um in den USA und Europa die öffentliche Zustimmung für die Bombardierung des Iran zu erhalten. Die Bombardements werden mehr umfassen als lediglich Nuklearanlagen und sie werden solange anhalten, bis die Iraner einem Regimewechsel und der Installation einer Marionettenregierung zustimmen. Die korrupten amerikanischen Medien werden diese neuen Marionetten dann als „Freiheit und Demokratie“ präsentieren.
Wenn die Vergangenheit als Wegweiser dienen kann, werden die Amerikaner der Täuschung erliegen. In der Februar-Ausgabe des American Behavorial Scientist, einer Fachzeitschrift, schreibt Professor Lance DeHaven-Smith, dass Regierungsverbrechen gegen die Demokratie (SCAD) Regierungsbeamte mit einbeziehen und oftmals in Kombination mit Privatinteressen einhergehen, die sich in verdeckten Anstrengungen um die Einführung einer Agenda bemühen. Zu den Beispielen gehören der McCarthyismus oder die Erfindung von Beweisen kommunistischer Unterwanderung, die Golf von Tonkin Resolution, die auf falschen Behauptungen von Präsident Johnson und dem Chef des Pentagons, McNamara, beruhte, Nordvietnam habe ein US-Marineschiff angegriffen, dem Einbruch in das Büro von Daniel Ellsbergs Psychiater um Ellsberg (die Pentagon Papiere) als „gestört“ zu diskreditieren und die gefälschten „geheimdienstlichen Erkenntnisse“, der Irak besitze Massenvernichtungswaffen, als Begründung für die US-Invasion im Irak.
Es gibt zahlreiche andere Beispiele. Für mich war der Bombenanschlag auf das Murrah Bürogebäude der Bundesbehörden in Oklahoma City 1995 immer ein SCAD gewesen. Angeblich benutzte ein verstörter Tim Mc Veigh eine aus Düngemittel gefertigte Bombe, die in einem Truck außerhalb des Gebäudes geparkt wurde. Wahrscheinlicher ist es, dass Mc Veigh ein Sündenbock war und dessen Düngemittelbombe als Tarnung für im Gebäude befindliche Sprengladungen diente.
Eine Reihe von Experten verwarf die Möglichkeit, dass Mc Veighs Bombe solch einen Schaden an der Bausubstanz hätte anrichten können. Zu diesen Experten zählt beispielsweise General Benton K. Partin, der bei der US-Luftwaffe für die Entwicklung und die Tests von Munition verantwortlich zeichnete. Er erstellte einen dicken Bericht über den Bombenanschlag auf das Murrah Gebäude, worin er zu der Schlussfolgerung gelangte, dass das Gebäude von innen heraus gesprengt wurde.
General Partin folgerte, dass„das Schadensmuster ohne ergänzende Sprengladungen an einigen betonverstärkten Fundamenten innerhalb des Gebäudes, einer Standard Abrisstechnik, technisch nicht möglich gewesen wäre. Dass eine einfache Sprengbombe auf einem Laster, der berichteten Größe und Zusammensetzung, in der Lage ist über 20 Metern hinauszureichen und verstärkte Trägerfundamente mit der Trägerstärke A7 zum Einsturz zu bringen, übersteigt jegliche Gutgläubigkeit.“
General Partin verwarf den offiziellen Bericht als „massive Vertuschung immensen Ausmaßes“.
Natürlich hatte die unbestreitbare Expertise des Generals keinen Einfluss auf den Ausgang. Ein Grund dafür ist, dass seine und die Stimme anderer Experten von den Medien abgewürgt wurden, indem sie die offizielle Geschichte aufblähten. Ein weiterer Grund ist, dass der Glaube der Öffentlichkeit in einer Demokratie Verdächtigungen der Regierung als wirkender terroristischer Kraft zuwiderläuft. Professor Laurie Manwell von der University of Guelph sagt, dass „Falsche Flagge“ Operationen gegenüber der Wahrheit im Vorteil sind: „Forschungsergebnisse zeigen, dass die Menschen weit weniger gewillt sind Informationen zu überprüfen, die ihren Ansichten widersprechen, als jene, welche diese bestätigen.“
Professor Steven Hoffman stimmt dem zu: „Unsere Daten stützen die kognitive Theorie, die unter dem Namen ´motivierte Argumentation` bekannt ist, deutlich und legen nahe, dass die Menschen, anstatt rational nach Informationen zu suchen, die eine bestimmte Ansicht bestätigen oder als unrichtig verwerfen, in Wirklichkeit nach Informationen suchen, die ihre bereits bestehenden Ansichten bestätigen. Tatsache ist, dass der überwiegende Teil der Menschen konträre Informationen vollständig ignoriert.“
Selbst wenn harte Beweise vorgebracht werden, kann es als „Verschwörungstheorie“ diskreditiert werden.
Alles, was für die Regierung für den Erfolg einer „Falsche Flagge-“ oder „verdeckten“ Operation notwendig ist, ist, dass sie eine fertige Geschichte vorweisen und sich auf bewährte und fügsame Medien verlassen kann. Ist die offizielle Geschichte erst einmal an ihrem Platz, sind Überlegungen und Untersuchungen unmöglich. Jede formelle Untersuchung die ordentlich einberufen wird, dient als Stützfeiler der bereits gelieferten Erklärung.
Eine bereits vorliegende Erklärung ist meist die Gratisbeigabe, dass es sich bei einem Vorfall um eine „verdeckte“ Operation handelt. Bedenken Sie, wie schnell die US-Regierung, die angeblich so umfassend von Al-Qaida getäuscht wurde, eine Erklärung für 9/11 lieferte. Als Präsident Kennedy ermordet wurde, präsentierte die Regierung den Schuldigen umgehend. Der mutmaßliche Täter wurde dann, bevor man ihn befragen konnte, bequemerweise im Gefängnis durch einen Zivilisten erschossen. Aber die offizielle Geschichte war parat und sie hielt.
Professor Manwells und Professor Hoffmans Forschungen finden bei mir großen Anklang. Ich erinnere mich, während meines Studiums gelesen zu haben, dass die zaristische Geheimpolizei Bombenanschläge durchführte um dadurch Rechtfertigungen für die Festnahme ihrer Zielpersonen zu schaffen. Meine Neigung bestand darin diese Ausführungen als antizaristische Propaganda prokommunistischer Historiker zu verwerfen. Erst später, als Robert Conquest mir gegenüber bestätigte, dass es sich hierbei tatsächlich um eine Praxis der zaristischen Geheimpolizei handelte, fiel es mir wie Schuppen von den Augen.
Der frühere CIA-Beamte Philip Giraldi macht in seinem Artikel „Der Schurkenstaat“ deutlich, dass die US-Regierung eine hegemoniale Agenda hat, die sie ohne Wissen des Kongresses oder der Öffentlichkeit verfolgt. Die Agenda entfaltet sich fragmentarisch als Reaktion auf den „Terrorismus“ und wird von der Öffentlichkeit und dem größten Teil der Kongressabgeordneten nicht verstanden. Giraldi protestiert, dass diese Agenda unter US-Recht und internationalem Recht illegal ist, jedoch stellt diese Unrechtmäßigkeit der Agenda kein Hindernis dar. Nur ein Naivling könnte annehmen, dass eine solche Regierung keine „Falsche Flagge“ Operationen einsetzen würde um ihre Agenda voranzutreiben.
Es scheint, als würde sich die US-Bevölkerung aus Naivlingen zusammensetzen, deren Mangel an Auffassungsgabe Verderben über andere Länder bringt.
Lesen Sie mehr über Rechnen Sie damit, dass dem Angriff auf den Iran ein Falsche Flagge Terroranschlag vorausgeht von www.propagandafront.de
Paul Craig Roberts, Infowars.com, 18.03.2010
Laut Nachrichtenberichten verschifft das US-Militär gerade “Bunker-Buster”-Bomben auf die US-Luftwaffenbasis Diego Garcia im Indischen Ozean. Die Zeitung Herald Scotland berichtet, dass die Experten der Meinung sind, die Bomben würden für einen Angriff auf die Nuklearanlagen des Iran zusammengetragen.
In der Zeitung wird Dan Piesch, Direktor des Centre for International Studies and Diplomacy an der University of London, zitiert: „Sie bereiten sich vollständig auf die Zerstörung des Iran vor.“
Der nächste Schritt wird ein inszenierter „Falsche Flagge Anschlag“ sein, eine „Falsche Flagge“ Operation wie Operation Northwoods, die man dann den Iranern anlasten wird. Da der Iran und seine Führung bereits dämonisiert worden sind, wird der „Falsche Flagge“ Anschlag ausreichen um in den USA und Europa die öffentliche Zustimmung für die Bombardierung des Iran zu erhalten. Die Bombardements werden mehr umfassen als lediglich Nuklearanlagen und sie werden solange anhalten, bis die Iraner einem Regimewechsel und der Installation einer Marionettenregierung zustimmen. Die korrupten amerikanischen Medien werden diese neuen Marionetten dann als „Freiheit und Demokratie“ präsentieren.
Wenn die Vergangenheit als Wegweiser dienen kann, werden die Amerikaner der Täuschung erliegen. In der Februar-Ausgabe des American Behavorial Scientist, einer Fachzeitschrift, schreibt Professor Lance DeHaven-Smith, dass Regierungsverbrechen gegen die Demokratie (SCAD) Regierungsbeamte mit einbeziehen und oftmals in Kombination mit Privatinteressen einhergehen, die sich in verdeckten Anstrengungen um die Einführung einer Agenda bemühen. Zu den Beispielen gehören der McCarthyismus oder die Erfindung von Beweisen kommunistischer Unterwanderung, die Golf von Tonkin Resolution, die auf falschen Behauptungen von Präsident Johnson und dem Chef des Pentagons, McNamara, beruhte, Nordvietnam habe ein US-Marineschiff angegriffen, dem Einbruch in das Büro von Daniel Ellsbergs Psychiater um Ellsberg (die Pentagon Papiere) als „gestört“ zu diskreditieren und die gefälschten „geheimdienstlichen Erkenntnisse“, der Irak besitze Massenvernichtungswaffen, als Begründung für die US-Invasion im Irak.
Es gibt zahlreiche andere Beispiele. Für mich war der Bombenanschlag auf das Murrah Bürogebäude der Bundesbehörden in Oklahoma City 1995 immer ein SCAD gewesen. Angeblich benutzte ein verstörter Tim Mc Veigh eine aus Düngemittel gefertigte Bombe, die in einem Truck außerhalb des Gebäudes geparkt wurde. Wahrscheinlicher ist es, dass Mc Veigh ein Sündenbock war und dessen Düngemittelbombe als Tarnung für im Gebäude befindliche Sprengladungen diente.
Eine Reihe von Experten verwarf die Möglichkeit, dass Mc Veighs Bombe solch einen Schaden an der Bausubstanz hätte anrichten können. Zu diesen Experten zählt beispielsweise General Benton K. Partin, der bei der US-Luftwaffe für die Entwicklung und die Tests von Munition verantwortlich zeichnete. Er erstellte einen dicken Bericht über den Bombenanschlag auf das Murrah Gebäude, worin er zu der Schlussfolgerung gelangte, dass das Gebäude von innen heraus gesprengt wurde.
General Partin folgerte, dass„das Schadensmuster ohne ergänzende Sprengladungen an einigen betonverstärkten Fundamenten innerhalb des Gebäudes, einer Standard Abrisstechnik, technisch nicht möglich gewesen wäre. Dass eine einfache Sprengbombe auf einem Laster, der berichteten Größe und Zusammensetzung, in der Lage ist über 20 Metern hinauszureichen und verstärkte Trägerfundamente mit der Trägerstärke A7 zum Einsturz zu bringen, übersteigt jegliche Gutgläubigkeit.“
General Partin verwarf den offiziellen Bericht als „massive Vertuschung immensen Ausmaßes“.
Natürlich hatte die unbestreitbare Expertise des Generals keinen Einfluss auf den Ausgang. Ein Grund dafür ist, dass seine und die Stimme anderer Experten von den Medien abgewürgt wurden, indem sie die offizielle Geschichte aufblähten. Ein weiterer Grund ist, dass der Glaube der Öffentlichkeit in einer Demokratie Verdächtigungen der Regierung als wirkender terroristischer Kraft zuwiderläuft. Professor Laurie Manwell von der University of Guelph sagt, dass „Falsche Flagge“ Operationen gegenüber der Wahrheit im Vorteil sind: „Forschungsergebnisse zeigen, dass die Menschen weit weniger gewillt sind Informationen zu überprüfen, die ihren Ansichten widersprechen, als jene, welche diese bestätigen.“
Professor Steven Hoffman stimmt dem zu: „Unsere Daten stützen die kognitive Theorie, die unter dem Namen ´motivierte Argumentation` bekannt ist, deutlich und legen nahe, dass die Menschen, anstatt rational nach Informationen zu suchen, die eine bestimmte Ansicht bestätigen oder als unrichtig verwerfen, in Wirklichkeit nach Informationen suchen, die ihre bereits bestehenden Ansichten bestätigen. Tatsache ist, dass der überwiegende Teil der Menschen konträre Informationen vollständig ignoriert.“
Selbst wenn harte Beweise vorgebracht werden, kann es als „Verschwörungstheorie“ diskreditiert werden.
Alles, was für die Regierung für den Erfolg einer „Falsche Flagge-“ oder „verdeckten“ Operation notwendig ist, ist, dass sie eine fertige Geschichte vorweisen und sich auf bewährte und fügsame Medien verlassen kann. Ist die offizielle Geschichte erst einmal an ihrem Platz, sind Überlegungen und Untersuchungen unmöglich. Jede formelle Untersuchung die ordentlich einberufen wird, dient als Stützfeiler der bereits gelieferten Erklärung.
Eine bereits vorliegende Erklärung ist meist die Gratisbeigabe, dass es sich bei einem Vorfall um eine „verdeckte“ Operation handelt. Bedenken Sie, wie schnell die US-Regierung, die angeblich so umfassend von Al-Qaida getäuscht wurde, eine Erklärung für 9/11 lieferte. Als Präsident Kennedy ermordet wurde, präsentierte die Regierung den Schuldigen umgehend. Der mutmaßliche Täter wurde dann, bevor man ihn befragen konnte, bequemerweise im Gefängnis durch einen Zivilisten erschossen. Aber die offizielle Geschichte war parat und sie hielt.
Professor Manwells und Professor Hoffmans Forschungen finden bei mir großen Anklang. Ich erinnere mich, während meines Studiums gelesen zu haben, dass die zaristische Geheimpolizei Bombenanschläge durchführte um dadurch Rechtfertigungen für die Festnahme ihrer Zielpersonen zu schaffen. Meine Neigung bestand darin diese Ausführungen als antizaristische Propaganda prokommunistischer Historiker zu verwerfen. Erst später, als Robert Conquest mir gegenüber bestätigte, dass es sich hierbei tatsächlich um eine Praxis der zaristischen Geheimpolizei handelte, fiel es mir wie Schuppen von den Augen.
Der frühere CIA-Beamte Philip Giraldi macht in seinem Artikel „Der Schurkenstaat“ deutlich, dass die US-Regierung eine hegemoniale Agenda hat, die sie ohne Wissen des Kongresses oder der Öffentlichkeit verfolgt. Die Agenda entfaltet sich fragmentarisch als Reaktion auf den „Terrorismus“ und wird von der Öffentlichkeit und dem größten Teil der Kongressabgeordneten nicht verstanden. Giraldi protestiert, dass diese Agenda unter US-Recht und internationalem Recht illegal ist, jedoch stellt diese Unrechtmäßigkeit der Agenda kein Hindernis dar. Nur ein Naivling könnte annehmen, dass eine solche Regierung keine „Falsche Flagge“ Operationen einsetzen würde um ihre Agenda voranzutreiben.
Es scheint, als würde sich die US-Bevölkerung aus Naivlingen zusammensetzen, deren Mangel an Auffassungsgabe Verderben über andere Länder bringt.
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Montag, 15. März 2010
HAARP und das Haiti-Erdbeben
1997 enthüllte US-Verteidigungsminister, William Cohen, "es gibt diejenigen, die sogar eine Öko-Art von Terrorismus betreiben, wobei sie das Klima ändern und Erdbeben sowie Vulkanausbrüche durch Fernbedienung mittels elektromagnetischer Wellen auslösen können." Was sich dahinter verbirgt, sind militärische Anlagen in Alaska, Norwegen, Russland, Peru, Puerto Rico, als HAARP-Einrichtungen bekannt. Durch extrem niederfrequente elektromagnetische Wellen, die in in die Ionosphäre geschossen werden, wird diese "gekocht", so dass sie sich in die Höhe verschiebt und Raketen zerstören kann. Die Wellen können auch durch die Ionosphäre abgebogen werden und auf einen bestimmten Bereich fokussiert werden, so dass sie tief in den Boden eindringen - und können Erdbeben auslösen. Andernfalls werden die Wellen verwendet, um feindliche Kommunikation zu zerstören, um das Wetter zu verändern sowie für die Suche nach Öl, Mineralien und unterirdischen militärischen Anlagen. Sie können auch menschliche Gehirn-Aktivität verändern, so dass die menschen kampfunfähig werden. Dies hatte zB. Brzezinski im Sinn, als er über die Technetronische Ära schrieb, wo die Elite alle kontrolliert. Nach dem Erdbeben in Haiti und der de facto militärischen Besetzung des verarmten Landes durch die USA erheben sich Stimmen, dass dies ein HAARP-ausgelöstes Beben sein könnte, um den USA die Möglichkeit zu geben, die riesigen Öl-Reserven Haitis, die 20-mal größer als die von Venezuela sein könnten, zu übernehmen. Dafür könnte sprechen, dass die US Southern Command in Miami eben am Tag vor dem Beben mit einer groß angelegten Übung mit humanitärer Hilfe für Haiti im Anschluss an einen hypothetischen Hurrikan beschäftigt war - was in New Orleans nicht für so notwendig gehalten wurde (Katarina)! Mehr bizarre Dinge werden auch gezeigt: Die US-Regierung verfügt über 140 riesige Welt-Untergangs-Bunker - 14 Stockwerke unter der Erde angeordnet. Sie können Heizung bis zu 1200 Grad C und großen Tsunami-Überschwemmungen standhalten. Einer von ihnen ist auf Video dem ehemaligen Gouverneur von Minnesota, Jesse Ventura gezeigt worden. Der Architekt sagt ihm, dass die Bunker für eine erwartete Apokalypse am 21. Dezember 2012, wo der Maya-Kalender endet, vorgesehen seien. Dieser Aberglaube ist weit verbreitet und wird von einem Hollywood-Film - "2012", der im November 2009 Premiere hatte- verstärkt, könnte aber tatsächlich geplant sein, mittels des HAARP stattzufinden. Nach dem Wettlauf der Nationen, um zu zeigen, wie gut sie seien, gibt es wieder Schweigen in Bezug auf Haiti, wo die Menschen seit langem wegen der steigenden Nahrungsmittelpreise infolge der Erzeugung von Biokraftstoffen aus Getreide als Teil der zynischen Betrugs-Politik der CO2-Emissionen-Reduktion an Hunger sterben - ohne dass jemand sich deswegen Gedanken machte. Wird eine US-Besetzung mehr zu essen bringen?
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