Freitag, 17. Dezember 2010
Anschlag auf die Demokratie
Voltaire hat einmal gesagt: «Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.» Das ist die lupenreinste demokratische Gesinnung auf den Punkt gebracht.
Man darf die eigene Auffassung vehement vertreten, man darf andere Meinungen hinterfragen und kritisieren, aber man darf niemandem den Mund verbieten. Denn jeder Demokrat weiss, eine Demokratie kann nur funktionieren, wenn zwei Voraussetzungen erfüllt sind:
Erstens müssen die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit haben, sich eine Meinung zu bilden. Zweitens müssen Volksentscheide bedingungslos akzeptiert und umgesetzt werden.
Freie Meinungsbildung
Das ist das kleine Einmaleins der Demokratie. In der Schweiz sollte das eigentlich jedem geläufig sein. Ich sage bewusst «sollte». Denn ich mache mir Sorgen um unsere demokratischen Grundwerte.
Es gibt Kräfte in unserem Land, die sind gegen den freien Wettbewerb – sie wollen den freien Wettbewerb von Produkten und Dienstleistungen abschaffen. Das zielt auf unseren Wohlstand. Aber es gibt offenbar auch Kräfte, die wollen sogar den freien Wettbewerb der Ideen und Meinungen abschaffen. Und das zielt direkt auf unsere Demokratie.
Denn eine Meinung bilden kann sich nur, wer die Möglichkeit hat, sich verschiedene Meinungen anzuhören.
Die Demokratie ist der Markt der Ideen. Das geht zurück auf die Antike. Auf dem Marktplatz wurden Waren gehandelt und Meinungen ausgetauscht. Daraus entwickelte sich die politische Diskussion und die Selbstbestimmung der Bürgerschaft.
Jeder darf auf dem Ideenmarkt Angebote vorbringen: Meinungen, Gedanken, Lösungen. Und jeder darf die Angebote prüfen, auf Vor-und Nachteile hinterfragen. Jeder darf abwägen und sich für das entscheiden, was ihn am meisten überzeugt. Und die Idee, die dann die grösste Unterstützung findet; die Idee, der eine Mehrheit zustimmen kann, die setzt sich dann durch.
In unserem Land ist es Tradition, dass die Bürger offen diskutieren und sich eine freie Meinung bilden können. Das war schon an den alten Landsgemeinden so. Und das wurde auch in der ersten Bundesverfassung von 1848 garantiert: Pressefreiheit, Vereinsfreiheit und Petitionsrecht schützen die offene Debatte.
Seither ist es geltendes Recht: Meinungsfreiheit. Versammlungsfreiheit. Das steht auch in der aktuellen Verfassung. Nur sieht die Wirklichkeit leider anders aus.
Kein Einzelfall
Krawallanten bekämpfen die freie Meinungsäusserung und die offene politische Diskussion mit Drohungen und Gewalt. Wir haben offenbar Behörden, die Mühe haben, die verfassungsmässige Ordnung durchzusetzen – an unserer Kundgebung 2007, beim Angriff auf unser Generalsekretariat in Bern am 28. November.2010 sowie anlässlich der Verbotsattacken auf unsere Delegiertenversammlung in Lausanne.
Das Vorgehen gegen die SVP ist kein Einzelfall. Die selbsternannten «Toleranten» werden schnell intolerant, wenn jemand ein anderes Verständnis von Toleranz hat. Abweichler werden umgehend ins Visier genommen.
Die Sendung «Arena» zum Beispiel bekommt einen neuen Moderator, weil dem bisherigen Sympathien für die SVP vorgeworfen wurden. Die Nähe zur SVP ist natürlich erfunden, aber offenbar ist es bereits ein Verstoss gegen die politische Korrektheit, wenn einer im Interesse einer spannenden, kontroversen Diskussion hin und wieder auch die wählerstärkste Partei berücksichtigt.
Schauen wir nach Basel: Eine Zeitung hat einen Journalisten, der ab und zu nicht im grossen Chor mitsingt. Die Medien blasen sofort zum Angriff. Im Namen der Weltoffenheit und der Toleranz wird ihm der Prozess als Ketzer gemacht.
Diese Entwicklung beunruhigt mich: Wenn kritischen Stimmen nicht mit Argumenten begegnet wird, sondern mit Drohungen, mit Gewalt, mit Mobbing, dann spielt der freie Wettbewerb der Ideen nicht mehr. Und das ist nichts anderes als ein Anschlag auf die Demokratie.
Volksentscheide umsetzen
Auch die zweite Voraussetzung einer funktionierenden Demokratie, die Umsetzung der Volksentscheide, müsste in unserem Land mit seiner langen, erfolgreichen demokratischen Tradition eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein.
Die Realität sieht heute leider auch da anders aus. Es stimmt bedenklich, wie Volksentscheide abwertend kommentiert werden, wenn sie nicht so ausfallen, wie das gewisse Kreise wünschen.
Wer die realen Probleme der Bürgerinnen und Bürger als diffuse Ängste abtut, unterstellt ihnen, sie seien irrational oder paranoid und damit unfähig zu einem vernünftigen Entscheid. Das ist schlicht arrogant. Und schnell ist dann der Schritt gemacht, ganz grundsätzlich an der Mündigkeit des Volkes zu zweifeln.
Da schreibt sogar die «NZZ», die sich als das Blatt des Liberalismus versteht, das Volk sei selber schuld, wenn jetzt nach dem Entscheid zur Ausschaffungsinitiative die Diskussion um die Begrenzung des Initiativrechts neue Nahrung erhalte – mit andern Worten heisst das: Du Volk, Du darfst stimmen gehen, solange Du so stimmst, wie wir das wollen. Wenn Du anders entscheidest, entziehen wir Dir Deine demokratischen Rechte.
Lebendige Demokratie
Ich wünschte mir, das demokratische Verständnis wäre bei dem Teil der Gesellschaft, der sich selbst als die Elite dieses Landes versteht, besser verankert.
Ich appelliere an das demokratische Gewissen all jener, die – kaum ist ausgezählt – nach allen erdenklichen Gründen suchen, den Volkswillen zu ignorieren: Passen Sie auf, Sie setzen den Zusammenhalt unserer Gesellschaft aufs Spiel! Passen Sie auf, Sie gefährden die Grundlage unserer Freiheit und unseres Wohlstandes!
Und da sehe ich auch die Verantwortung der SVP für die Schweiz: Unser Land braucht eine politische Kraft, die für die Vielfalt in der Diskussion sorgt und die Volksrechte verteidigt. Unser Land braucht eine politische Kraft, die für eine lebendige Demokratie sorgt!
Ueli Maurer
Ansprache zum Parteitag der SVP am 4. Dezember 2010 auf offenem Feld bei Gland (VD)
Mittwoch, 10. März 2010
Multikulti - Die Islamisierung Europas
Vor kurzem haben wir erlebt, wie der Chefredakteur der dänischen Zeitung, "Politiken", Töger Seidenfaden, sich dafür entschuldigte, dass durch dem Nachdrucken der Mohammed-Karikaturen sich einige Muslime gekränkt fühlten! Dies generierte erhebliche politische Wut unter seinen tapferen Dhimmi- Kolleginnen und Kollegen, den Politikern, die eine wachsende Anzahl von Muslimen ins Land pumpen. Dies scheint geradezu scheinheilig: Während Seidenfaden durch seine Mitgliedschaft des Bilderberg Clubs und der Trilateralen Kommission "Rockefeller "gute" multikulturelle Beratung gibt, setzen diese Politiker die Beratung in die Praxis um und versuchen dann, die Schuld anderen zuzuschieben, während sie die ganze Zeit schwere Straf-Gesetze gegen Islam-Kritik einführen. Diese berechnete Speichelleckerei - mit der Zahlung enormer Summen als Schutzgelder an die einwandernden Muslime gekoppelt - ist ein Jahrtausende altes Phänomen, wo der Islam seine Terror-Herrschaft verbreitet: Dhimmi-Wesen - als "politische Korrektheit" verkleidet.
Wie einige von Ihnen sich erinnern werden, berichtete dieses Blog am 3. November 2009, wie im Jahr 1975 ein dänisches Parlamentsmitglied und 2009 Tony Blairs Redenschreiber erzählten, die Sozialdemokraten wollen die alte Gesellschaft durch muslimische Masseneinwanderung umstürzen. Fast jeder von uns ist dafür manipuliert und von den Linken einer Gehirnwäsche unterzogen worden, und zwar durch die Mental-Hygiene/die 68er-Revolution, die unser Bollwerk gegen Ideologien: die Gebote Christi, entfernten und uns im Namen des Werkzeugs der Neuen Weltordnung, der politischen Korrektheit, zu guten Dhimmis gemacht haben. Dadurch wurde die Mehrheit von uns dem Islam und seiner Gewalt bedingungslos unterworfen, wobei Schutz-Tribut gezahlt wird, um zu versuchen, islamische Übergriffe zu vermeiden. Mit polizeilicher Hilfe rechnet kaum jemand mehr. Ich habe früher schon über das politische Dhimmi-Wesen im Westen und hier geschrieben.
Muslimische Armee (kaum zeitentsprechende Trachten) ausserhalb von Paris 730-32 - bevor Karl Martell sie 732 bei Poitiers stoppte. Die Muslims drangen immer wieder in Frankreich hinein und machten Räuberzüge in einem schwachen Europa, wo sie töteten, plünderten und viele Sklaven für ihre Armee und Harems zurückbrachten (Bat Ye´or, Eurabia 2005). Sie mussten auch von Karl dem Grossen und seinem Sohn, Ludwig dem Frommen, vom Leben gehalten werden werden.
Beim Schreiben über Dhimmi-Sklaven wollen wir die Speichelleckerei des ehemaligen britischen Premierministers, Tony Blair, 2006, nicht vergessen: "Das, was am meisten auffällt, wenn man den Koran liest - sofern er vom ursprünglichen Arabischen übersetzt werden kann - ist zu verstehen, wie fortschrittlich er ist.
Ich spreche als Mitglied eines anderen Glaubens mit grosser Sanftmut und Demut. Ich bin nicht befähigt irgendein Urteil zu machen. Aber als Aussenstehender schlägt mich der Koran als ein reformierendes Buch, das versucht, Judentum und Christentum zu ihren Ursprüngen zurückzuführen, eher wie es die Reformatoren Jahrhunderte später mit der christlichen Kirche versuchten. Er (der Koran) schliesst ein. Er erhebt Wissenschaft und Wissen in die Wolken und verabscheut Aberglauben. Er ist praktisch und hinsichtlich der Einstellung zur Regierungsführung und zu den Frauen und der Ehe seiner Zeit weit voraus."
Er fügte hinzu, unter der Anleitung des Korans wäre die Verbreitung des Islam und seine Herrschaft über frühere christliche Länder "atemberaubend".
"Über die Jahrhunderte gründete er ein Imperium, das die Welt in Entdeckung, Kunst und Kultur leitete. Wenn wir auf das Mittelalter zurückblicken, waren die Bannerträger der Toleranz in jener Zeit viel wahrscheinlicher in muslimischen als in christlichen Ländern zu finden."
Bat Yeór (Eurabia 2005) meint das Gegenteil!
I. The Telegraph 27 Febr. 2010 Der britische Labour-Umweltminister, Jim Fitzpatrick (links) sagt, dass radikale Muslime dabei seien, die britischen Parteien zu infiltrieren und ihre Leute an die Macht wählen lassen. "Sie sind völlig im Widerspruch zum Programm der Labour Party, mit unserer Unterstützung für den Säkularismus." Kommentar: Er und seine Partei haben die Muslime selbst hergeholt
Z. B. das machtvolle Islamische Forum in Europa (IFE), das die Scharia haben will und sagt, dass Europa und das Vereinigte Königreich zu einem muslimischen Staat gemacht werden solle, hat nun die Macht in Tower Hamlets inne und hat mehr als 10 Millionen Pfund an Steuergeldern erhalten. Lutfur Rahman ist der heutige Leiter des Rates in Tower Hamlets. Er mobbte den weißen Chef-Direktor des Rates aus. Das IFE organisierte Treffen mit Extremisten, darunter Taliban-Verbündeten, einem Mann, der von der US-Regierung als "nicht angeklagter Mitverschwörer" der Bombenlegung im World Trade Center 1993 bezeichnet wird, und einem Mann, gegen den das FBI wegen seiner Verbindungen zu den Anschlägen vom 11. September ermittelt.
Moderate Muslime in London erzählen, wie das IFE und ihre Verbündeten ihre Hardliner-Ansichten über den Rest der Gemeinde durchsetzen und Verhaltensweisen, die sie für "un-islamisch" halten, bremsen. Die Besitzerin eines Partnervermittlungs-Büros erhielt eine drohende E-Mail von einem IFE-Aktivisten, mit einer Verwarnung, das Büro zu schliessen.
Seitdem Herr Rahman Führer ist, wurden mehr Rats-Zuschüsse an eine Reihe von Organisationen bewilligt, die, wie unsere Untersuchung ergab, mit dem IFE eng verbunden sind. Haushaltsmittel für andere, säkulare Gruppen wurden gekürzt oder weggeschnitten. 73.000 Muslims leben in Tower Hamlets/Ost-London.
In den Niederlanden steht nun das gleiche Erlebnis in u.a. Enschede und Helmond bevor: Die Arbeiterpartei wird nach den Kommunalwahlen die Einwandererpartei - indem geprobte einheimische sozialdemokratische Politiker ihre Plätze in grossem Umfang an Einwanderer verloren! Allerdings war der große Gewinner Geert Wilders, der möglicherweise eines Tages Ministerpräsident der Niederlande wird. Laut dem "Spiegel" macht dies deutschen Zeitungen wie der Süddeutschen Zeitung und "Die Welt" grosse Sorgen, weil sie befürchten, dass dieser "Populist" (das schlimmste Schimpfwort, das deutsche Dhimmi-Medien kennen, weil die Gefühle des Volkes zu unterdrücken sind) auch Deutschland bald anstecken könnte. Denn Wilders steht für den Willen der einheimischen europäischen Bevölkerungen, die sehen, wie die Entwicklung in der falschen Richtung geht. Diese Zeitungen erwarten daher künftig schwere Zeiten für Deutschland und Europa.
II. The Telegraph 1 March 2010: Der Aktivist, Azad Ali wurde von der Londoner Polizei als vertrauenswürdiger Gesprächspartner akzeptiert. Das Korps, vereinbarte auch , ihm Informationen über kommende Anti-Terror-Razzien zu geben!! Herr Ali unterzeichnete als der damalige Vorsitzende des Muslim Safety Forum - einer Einrichtung, die mit dem fundamentalistischen Islamic Forum of Europe (IFE) eng verbunden ist - den Vertrag, von dem eine Kopie von der "Daily Telegraph" gesehen wurde.
Es wurde von der Polizei als legitime Institution akzeptiert. Die Vereinbarung vom Dezember 2006 und persönlich von Herrn Ali und Sir Ian Blair, dem Kommissar der Londoner Polizei zu der Zeit, unterzeichnet, erklärt: "Der Kommissar wird das MSF als das wichtigste Gremium in Bezug auf die muslimische Gemeinschaft, Sicherheit und Geborgenheit anerkennen." Sir Ian oder sein Stellvertreter verpflichtete sich, Herrn Ali und das MSF mindestens zweimal im Jahr zu treffen, sowie monatliche Sitzungen mit dem MSF “wann auch immer möglich” im New Scotland Yard oder in anderen geeigneten Räumlichkeiten zu halten. Chefs der Londoner Polizei, einschließlich des Anti-Terror-Kommandanten, verpflichteten sich auch dazu, MSFs eigenen Sitzungen "wenn möglich" beizuwohnen. Sowohl der derzeitige Leiter des Anti-Terror-Korps, Commander Shaun Sawyer, als auch sein Vorgänger, Commander Bob Quick, den das MSF als einen "engen Partner" beschrieb, trafen sich regelmäßig mit dem MSF. Die Vereinbarung besagt, dass die Londoner Polizei und das MSF "das MSF als Beratungsgremium nutzen wollen, um Politik oder Praxis zu formulieren."
Der Arbeitsgang enthielt Terrorismusbekämpfung und "Islamophobie". Herr Ali war der MSF-Leiter für Bekämpfung des Terrorismus. Im Zuge der Kontroverse über die gescheiterten Terroristen-Festnahmen in Forest Gate im Sommer 2006, vereinbarte die Londoner Polizei auch, ein vier-köpfiges Gremium mit dem MSF einzurichten, um der muslimischen Gemeinschaft eine Möglichkeit anzubieten, die Informationen zu kommentieren, die die Polizei über einen Verdächtigen hat, ob sie zu dünn seien, sowie über die Folgen einer Razzia für die Beziehungen zur Öffentlichkeit auszusagen. Herr Ali war Mitglied der Kratos Prüfgruppe, die die Reaktion der Londoner Polizei auf Selbstmordattentate prüfen sollte.
Allerdings hat Herr Ali, der auch ein hoher Beamter des IFE ist, ein starkes Führungszeugnis des Extremismus. Im vergangenen Jahr, als er MSF-Schatzmeister geworden war, wurde er seines Jobs als Beamten enthoben, nachdem er Abdullah Azzam, Osama bin Ladens wichtigsten Mentor, lobte. In seinem Blog auf der Website des IFE, beschrieb er Azzam als einen der "wenigen Muslime, die das Verständnis des Begriffs des Dschihad in seiner umfassenden Herrlichkeit fördert, und zwar als eine Doktrin der "Selbstreinigung" und des "Krieges”. Er zitierte daraufhin den Sohn Azzams anerkennend wegen der Aussage: "Wenn ich einen US-amerikanischen oder britischen Mann in der Uniform eines Soldaten im Irak sehe, würde ich ihn töten, denn das ist meine Pflicht … Ich respektiere dies als Haupt-Anweisung meiner Religion für den Dschihad."
III. Politiken 26. Febr. 2010: Als die erste Zeitung hat "Politiken" (DK) einen Vergleich über die Verletzung, die Muslimen im Jahr 2008 aufgrund des Nachdrucks der Zeitung der Mohammed-Karikaturen zugefügt wurde, gemacht. Die Schlichtung wurde zwischen "Politiken" und acht Organisationen der 94.923 Nachkommen des Propheten Muhammad erreicht und sei laut "Politikens Chef-Redakteur, Töger Seidenfaden, ein Beispiel dafür, dass der Dialog nützlich sei: "Die Schlichtung schaut nach vorn und drückt sehr vernünftige Ansichten aus. Sie kann dazu beitragen, einige der Spannungen, die sich als sehr zäh erwiesen haben, zu reduzieren.” Er äußerte die Hoffnung, dass die Beziehungen Dänemarks - und nicht zuletzt, die der dänischen Medien - zu der muslimischen Welt verbessert werden können. In der Schlichtung, schließt "Politiken" das Recht nicht aus, die Karikaturen nochmals zu bringen und entschuldigt sich nicht dafür, die Karikaturen gebracht zu haben, sondern für die Verletzung, die von einigen Muslimen empfunden wird.
"Es ist verrückt. Es gibt jeden Tag Verstöße in den Medien. So ist es es mit der freien Meinungsäußerung", sagte die Vorsitzende der Sozialdemokraten, Helle Thorning-Schmidt, unterstützt vom Vorsitzenden der Sozialistischen Volkspartei, Sövndal, der damit einverstanden ist, dass man "die Freiheit der Meinungsäußerung nicht verhandeln kann". Die Führerin der dänischen Volkspartei, Pia Kjaersgaard, 'findet keine Worte" dafür, wie absurd die Situation sei.
Es genügt, glaubt der saudische Anwalt der acht Organisationen. Seidenfaden links im Bild. Seine eigenen Journalisten greifen ihn nun wegen seines Kniefalls vor dem Islam an.
Kommentar
Man kann wegen der politischen Empörung über Seidenfaden's Kniefall vor dem Islam nur den Kopf schütteln : Effekthascherei! Die Politiker haben die verantwortungslose muslimische Masseneinwanderung aktiv erlaubt, gefördert und gewollt, die es den Muslimen ermöglicht, die Europäer zur Unterwerfung einzuschüchtern. Sie haben zur Rassismus-Gesetzgebung in scheusslichem Maße beigetragen- zB. zur Gesetzgebung des EU-Rahmenplans gegen Rassismus und Fremdenfurcht, der Gert Wilders mit der Aussicht auf 3 Jahre Gefängnis vors Gericht gebracht hat - weil er auf Film (Fitna) gezeigt hat, was Mohammed im Koran sagte – also nicht des Zeigens des Inhalts, sondern des Zeigens der unbequemen Wahrheit halber! Sie haben die EUMC, jetzt durch die FRA ersetzt, um unsere Abneigungen zu bespitzeln - sowie den Europäischen Haftbefehl erstellt, damit die Türkei unsere islamophoben Konten begleichen kann, wenn ihr erlaubt wird, der EU beizutreten. Diejenigen, die den großen bösen Wolf, in ministerialem Schafspelz verkleidet, durchschaut haben, sind zu wenig und ohne ehrliche politische Unterstützung, um den Wahnsinn stoppen zu können. Also, wer ist nun mehr zu verachten: Der Dhimmi, Töger Seidenfaden, der durch die Trilaterale Kommission und den Bilderberger Club Rockefeller "gute" multikulturelle Ratschläge gibt - oder "unsere" verräterischen Politiker, die dieselbe Beratung so geheim wie möglich ausführen und uns ihren Verrat nicht zu verraten wagen: den Euromediterranen Prozess und das Islamisierungs-Programm des dänischen Auswärtigen Amtes für Dänemark und Europa? Ebenso wenig, wie sie wagen, uns zu sagen, dass mit ihrer Zustimmung die EU dabei ist, 56 Mio. Muslime aus Afrika zzgl. ihrer Familien bis 2050 in die EU zu holen- trotz wiederholter Anfrage. Nun verstärkt die EU ihre Bemühungen, um gegen die Islamophobie im Internet vorzugehen.
Es ist alles ein großes Theater der Heuchelei, wobei sie den schwarzen Peter anderen zuschieben, um ihre eigene Gemeinheit zu vertuschen. Mein Vorschlag: Verschwenden Sie nicht Ihre Energie mit dem Islam. Nur diejenigen, die die Wahrheit über den Islam nicht wissen wollen, kennen sie nach der Mohammed-Karikaturen-Farce nicht - und der Islam kann nicht im Geringsten geändert werden. Verwenden Sie Ihre Energie auf das Enthüllen der Verräter, die die den Islam in unsere Länder hereinpumpen, sich aber hinter der Maske der Menschlichkeit im Namen der politischen Korrektheit - gegen uns Biester – verbergen!
Montag, 22. Februar 2010
Politische Korrektheit - semantische Verbotstafeln
von Peter Stiegnitz
Es ist lange her. Wir schrieben damals das Jahr 1958, als mein Freund und ich nach Westberlin zu einer Studententagung flogen. Wir mussten fliegen, weil ich als frischgebackener ungarischer Flüchtling nicht über die DDR fahren konnte. An die Tagung selber kann ich mich nicht mehr erinnern; vielmehr an eine kleine Begegnung am Abend; wir besuchten einen „Nightclub“. Harmlos, wie damals alles noch war, wurde ein Orangenwettessen unter den Gästen, allesamt Tagungsteilnehmer, veranstaltet. Während alle anderen Teilnehmer fein-artig, meist mit einem Taschenmesser ihre Orangen schälten, riss unser Freund aus Israel in Sekundenschnelle die Schale von der Frucht und genauso schnell war er mit dem Obst fertig. Das Markanteste an diesem Abend, und damit nähere ich mich meinem heutigen Thema, war nicht der „Blitzkrieg“ unseres israelischen Genossen mit der Orange, sondern eine kleine Szene anschließend. Vom Nachbartisch gratulierte ein unterlegener Orangenesser dem Sieger: „Glückwünsche, Jude …!“ Ich wollte ob dieser offensichtlichen Beleidigung aufspringen, als mich der Israeli mit den Worten zurückhielt: „Was willst du, er hat recht; ich bin Jude. Na und.“
Heute, ein halbes Jahrhundert später wäre so eine Szene in Deutschland oder in Österreich undenkbar. Und das, obwohl Juden „Juden“ geblieben sind. im Schatten der verlogenen „Politischen Korrektheit“ würde man solch einem Rufer mit dem Paragraphen des „Wiederbetätigungsgesetzes“ drohen.
Weshalb ich die aufgezwungene Art und Weise der „Politischen Korrektheit“ für verlogen halte, möchte ich in einer Zeichnung beweisen. Vorher allerdings ein Wort zur soziologischen Grundlage: In den Ländern der „Ersten Welt“, dazu zähle ich nach wie vor die ehemaligen kommunistischen Staaten nicht, widerspricht den trotz Finanzkrisen immer noch stabilen politischen und wirtschaftlichen Tatsachen das vor allem durch die Medien gesteuerte verunsicherte Selbstbild der Bevölkerung. Da wir im Gegensatz zu den islamischen Ländern erbarmungslos unsere abendländische Tradition auf dem progressiven Altar des Zeitgeistes opferten, fallen wir – ohne kulturellen Halt – immer tiefer in eine pessimistische Generalstimmung.
Die großen Profiteure dieser kollektiven Verunsicherung und des individuellen Pessimismus sind die Bewahrer des Zeitgeistes, die eifrig am abendländischen Ast, auf dem wir alle sitzen, sägen. Diese Bewahrer, die unsere geistige Welt von der Wiege (als Geburtshelfer für Totgeburten) bis zur Bahre (als Totengräber unseres Sicherheitsbedürfnisses) begleiten, sind – wie schon gesagt – die lukrativen Nutznießer der von ihnen erzeugten pessimistischen Darstellungen. Oder anders formuliert. Sie sind in Personalunion Produzenten und Verkäufer des grassierenden Kulturpessimismus.
Warum halte ich die Politische Korrektheit für verlogen und reihe diese in die unrühmliche Gruppe der Kollektivlügen ein? Weil alles, was den psychologischen Grundbedürfnissen der Menschen widerspricht und diese sogar leugnet, als Lüge bezeichnet werden kann. Hiezu ein Zitat als konkretes Beispiel: „Ich bin der Meinung, dass das deutsche Volk jetzt endlich und besser und mehr als bisher ein selbstverständliches, ruhiges, ausgeglichenes, aber unerschütterliches nationales Selbstbewusstsein braucht, seinetwegen, aber auch der Völker Europas wegen. „Wer diesen Satz im heutigen Deutschland, dessen kollektive Uniform immer noch das Büßerhemd ist, hört, der ist davon überzeugt, dass hier ein Neonazi sein Unwesen treibt. Weit gefehlt. Der Autor dieses Satzes war der erste Nachkriegsvorsitzende der SPD, Dr. Kurt Schumacher. Zitiert habe ich es aus seiner Broschüre „Deutschlands Forderung: Gleiches Risiko, gleiches Opfer, gleiche Chancen!“ aus dem Jahre 1946.
Während die politisch korrekte historische Analyse für die NS-Machtergreifung 1933 in Deutschland überwiegend die Konservativen und das Großkapital in die Verantwortung nahm, war Schuhmacher ganz anderer Meinung: „… ohne die Haltung der Kommunisten wäre das Versagen des deutschen Parlamentarismus und damit die Möglichkeit für die Nazi, an die Regierung zu kommen, nicht gegeben gewesen.
Die Geschichte der Politischen Korrektheit ist uralt, sie erreichte uns aus den Vereinigten Staaten und war ursprünglich religiös begründet. Im Jahre 1793 legte der Oberste Gerichtshof (im Fall eines Bürgers namens Chisholm gegen den Staat Georgia), unter anderem fest, dass ein Eid nicht auf den Staat, sondern auf das Volk abzulegen sei, da der Staat „zwar das edelste Werk des Menschen, der Mensch selbst jedoch das edelste Werk Gottes sei.“
Dann gab es, zumindest an der Front, lange Zeit Ruhe, bis Ende der 50-er und Anfang der 60-er Jahre des vorigen Jahrhunderts die amerikanische Bürgerrechtsbewegung den Schlachtruf „politically correct“ erfand. Im Kampf gegen echte, aber auch angebliche Diskriminierung von Minderheiten, haben Linke, Schwarze und Feministinnen eine Veränderung der Sprache vehement verlangt.
Wie in nahezu allen revolutionären Bewegungen, so war auch der Anfang der PC-Bewegungen nicht unbegründet. Die unmenschliche Rassentrennung, die Benachteiligung der Frauen in der Wirtschaft, Politik und Wissenschaft, passte nicht mehr in die liberale Nachkriegszeit der amerikanischen Gesellschaft. Daher war eine Änderung durchaus sinnvoll und auch angebracht.
Siegreiche Revolutionen, wie das in Paris und in Petersburg der Fall war, stürzen zwar die vorhergehende Herrschaft, doch zerstören sie diese nicht, sondern sie setzen sich selber in die bequemen Stühle der Tyrannen und „fressen“ sich gegenseitig auf; denken wir dabei nur an Robespierre und Trotzki. So war es auch im historischen Ablauf der PC. Anfang 1980 haben Studenten der Universität von Kalifornien, diese geistigen Väter und Mütter der europäischen 68-er Unruhen verlangt, dass die „Werke von toten, weißen europäischen Männern“ nicht mehr unterrichtet werden. Ironischerweise waren damit die großen Philosophen der deutschen und französischen Aufklärung gemeint. Statt Kant und Voltaire wollten die Studenten „weibliche und außereuropäische Autoren“ hören.
Gegen diesen Missbrauch einst durchaus berechtigter Forderungen nach Gleichheit und Gerechtigkeit wandten sich seit Anfang der 90-er Jahre auch namhafte amerikanische Journalisten; so zum Beispiel Richard Bernstein, Sohn europäischer Migranten, der am 27. Oktober 1990 in der New York Times die sinnlosen Auswüchse der Politischen Korrektheit mit „Orthodoxie“, „Faschismus“, „Fundamentalismus“ und sogar mit „Tyrannei“ gleichsetzte.
Bernstein qualifizierte die „Bildungsinhalte der amerikanischen Reformbewegungen seit den sechziger Jahren eindeutig als negativ.
Auch in liberalen Medien, wie in der Münchner „Süddeutschen Zeitung“ wurden Auswüchse der Politischen Korrektheit kritisiert. So schrieb Christine Brink am 3. November 1991 über „Multi-kultureller Joghurt“ und meint: „In amerikanischen Universitäten greift ein neuer Sprach-Terror um sich.“ Der Spiegel-Reporter Matthias Matussek sieht 1993 in einer New Yorker Ausstellung der Fotografin Nan Goldin einen „Schauprozess“ und schreibt: „Ein Kampfbegriff der Black-Power-Bewegung aus den sechziger Jahren macht erneut Karriere: political correctness“. Der Spiegel entdeckte damals an amerikanischen Universitäten eine „Sprach- und Denkpolizei radikaler Minderheiten, die Vorlesungsverzeichnisse … kontrollieren.“ Selbst der linksliberalen Hamburger Wochenzeitung „Die Zeit“ bleibt ein ehrlicher Artikel von Dieter E. Zimmer („PC oder: Da hört die Gemütlichkeit auf“) nicht erspart. Für alle Fälle schickte die Redaktion diesem Artikel die Bemerkung voraus, dass diese „Thesen“ auch für die Zeitung „sehr umstritten seien“. – Eine feige Verbeugung vor dem Zeitgeist.
Zu den dümmlichen Auswüchsen als Zeichen einer missverstandenen Emanzipation wird in immer mehr Medien das so genannte „Binnen-I“ verwendet. Ob man von „Arbeitnehmern“ und „Arbeitnehmerinnen“ oder von „ArbeitnehmerInnen“ schreibt, das beeinflusst den Arbeitsmarkt nicht. Diese Schreibform ist genauso sinnlos wie alle anderen Vorschriften der so genannten „positiven Diskriminierung“. Ich frage mich was daran „positiv“ ist, wenn das Geschlecht und nicht die Fähigkeiten bei der Besetzung verschiedener Posten in Politik und Verwaltung entscheiden. Ist das nicht „Rassismus – neu“? Feministische Vertreterinnen der Politischen Korrektheit üben sich gerne in Kollektivlügen; die weiblichen Sprachformen wenden sie nur bei positiven Inhalten an. So meiden sie beispielsweise ängstlich das Wort „TerroristInnen“. Sie sprechen und schreiben nur von „Terroristen“ – und das ganz ohne das Binnen-I. Bei gemischt-geschlechtlichen Opfergruppen werden in ORF-Nachrichten Frauen oft hervorgehoben; in Tätergruppen allerdings nie.
Auch die häufige Neuschaffung politisch korrekter Bezeichnungen, wie die positive Diskriminierung oder das Verschweigen weiblicher Übeltäter beseitigt keinen Rassismus, hebt keine Ungleichheit auf. Oft ganz im Gegenteil: Die Empörung über die verlogene und diktatorische Realitätsverweigerung stärkt rassistische, diskriminierende Einstellungen. Jeder neue PC-Begriff diskriminiert die eigene, vorhergehende Bezeichnung einer bestimmten Volksgruppe. Statt diese zu schützen, wie es PC-Verfechter unermüdlich betonen, erzeugen sie gegenteilige Gefühle.
Die Verfechter der Politischen Korrektheit wollen die von ihrer Meinung abweichende Sprache und andere Meinungen verbieten. Einem „Gottesurteil“ ähnlich hört man auch bei uns immer wieder: „Das darf man heute nicht mehr sagen …!“
Sicherlich: hinter dem abwertenden Wort „Nigger“ versteckt sich purer Rassismus. Gut, also nicht „Nigger“ und auch nicht „Negro“, obwohl letzteres ein spanischen Lehnwort und keine Diskriminierung ist. Dann dufte man „black“ sagen, wenn auch nicht lange. Anderen nicht. Dann durfte man nur mehr „afro-american“ sagen. Dass es sich dabei durchaus um wenn auch nur ungewollten Rassismus handelt – Menschen nach ihrer Herkunft zu bezeichnen – das fiel den PC-Vorbetern nicht auf. Also: „afro-american“ in den USA, „Euro-Afrikaner“ in Europa und vielleicht „Afro-Afrikaner“ in der alten Heimat, um damit die Minderheit der letzten überlebenden Weißen ab- und auszugrenzen.
Was darf man heutzutage alles nicht sagen: Beginnen wir mit den „Zigeunern“. So darf man sie nur mehr „Roma und Sinti“ nennen. Und das, obwohl es unzählige andere Stämme, wie beispielsweise die Lovara gibt. Wie viel ehrlicher benimmt sich die offizielle Vertretung der immerhin über 100.000 ungarischen Zigeuner, die sich auch offiziell „Zigeuner Selbstverwaltung“ nennt und ihre Vertreter unter diesem Namen auch in den gesetzgebenden Körperschaften sitzen. Da in Mittel- und Westeuropa eher wenige Eskimos leben, stört es hierzulande nicht sonderlich, dass man sie nur mehr „Inuit“ nennen darf. und so weiter, und so fort.
Mit der Keule der Politischen Korrektheit werden nicht nur ethnische Minderheiten geschützt. So ist es beispielsweise in der progressiven Pädagogik verboten, von „schwer erziehbaren Kindern“ zu sprechen. Zuerst durfte man die lieben Jugendlichen, die andere halbtot prügeln, „verhaltensauffällig“ nennen. Jetzt darf man auch nicht mehr von „Verhaltensauffälligen“ sprechen. Wie skurill der PC-Erfindergeist ist, verweist die Tatsache, dass man solche Jugendlichen nur mehr „verhaltensoriginell“ nennen darf. Wirklich originell.
Umberto Eco hat es auf den Punkt gebracht; ich darf sinngemäß zitieren. Die Politische Korrektheit ist überhaupt dazu da, das zugrunde liegende Problem, weil es ungelöst ist, sprachlich zu kaschieren.
Eco hat Recht. Die Politische Korrektheit fragt nicht, ob man „Neger“ liebt oder nicht, ob man „Zigeuner“ akzeptiert oder nicht, ob man „Eskimos“ für Rohfleischesser hält oder nicht, sondern begnügt sich mit einer oberflächlichen, sprachlichen Kosmetik. und das, genau das ist verlogen.
Jeder von uns ist davon überzeugt, dass man Rassismus nicht bejahen darf. Wer Menschen nach seiner Herkunft, Religion oder Hautfarbe beurteilt, wer Minderheiten den jedem Menschen gebührenden Respekt verweigert, der sollte eines Besseren belehrt werden. Allerdings nicht mit semantischen Verbotstafeln, die genauso sinnlos sind wie die zweisprachigen in Kärnten, sondern mit der Bejahung der eigenen historischen, philosophischen und religiösen Tradition. Wer die durchaus berechtigten Begriffe wie „Volk“ und „Heimat“ nur deshalb leugnet, weil diese einst missbraucht wurden, wer die eigene Identifikation verbietet und diese nur Minderheiten und Migranten zugesteht, der sollte sich nicht wundern, wenn alte Vorurteile, wenn auch im neuen Gewand, weiter bestehen.
Freitag, 18. Dezember 2009
Widerstand statt Anpassung
von Aurel Schmidt
In jüngster Zeit frage ich mich immer häufiger, woher es kommt, dass ich nicht mehr so denke wie vor zehn, zwanzig Jahren. Was hat sich geändert, was ist geschehen? Manchmal muss man seinen alten Ideen unbedingt treu bleiben, um nicht als Lump dazustehen, aber manchmal muss man sie aufgeben, wenn man sich nicht dem Vorwurf der Borniertheit aussetzen will.
Wer also zur Erkenntnis kommt, dass es nicht mehr so weitergehen kann wie bisher, muss seine Orientierungen überdenken und neu definieren. Elementary, my dear Watson.
Wenn die Bevölkerung in der Schweiz wie in jüngster Vergangenheit jährlich um 120'000 bis 130'000 Menschen zunimmt, zu einem grossen Teil durch Einwanderung, dann ist es nicht erstaunlich, wenn der Punkt kommt, wo der Druck ein kritisches Mass annimmt. Es nützt dann nicht viel, sich auf die weltoffene Schweiz zu berufen. Das ist ein Begriff aus einer beschaulichen Zeit, die heute vorbei ist. Es geht jetzt auch um die Enge der Raumverhältnisse.
Aus Gründen der politischen Korrektheit wurden viele Probleme bisher schöngeredet und unangenehme und kritische Fragen umgangen. Jetzt kommen wir nicht mehr darum herum, Klartext zu reden. Zum Glück ist das seit Kurzem einfacher geworden. Toleranz war in der Vergangenheit ein hoher Wert. Heute unterliegt sie, wie der Schriftsteller Lars Gustafsson gezeigt hat, einer reversiblen Logik, die darin besteht, dass sie sich am Ende in ihr Gegenteil verwandelt. Toleranz wird immer häufiger zu einer Forderung und als Rechtsanspruch erhoben.
Minderheiten müssen und sollen respektiert werden, aber es gibt auch "einen regelrechten Despotismus von Minderheiten" (Pascal Bruckner, www.perlentaucher.de/artikel/3594.html), der die Mehrheitsgesellschaft lahmlegen kann. Die islamische Bevölkerung in der Schweiz bildet eine hermetische Gesellschaft, und Integration scheint zu heissen, dass Schweizer und Schweizerinnen sie gewähren lassen und sich an sie anpassen sollen – verkehrte Welt! Was die Lektion von Theokraten über Religionsfreiheit betrifft, kann sie kaum objektiv ausfallen. Aber lassen wir die Religion aus dem Spiel. Auch ohne Gott können die Menschen herausfinden, wie sie leben wollen. Die sozialen Differenzen sind schon problematisch genug.
Für die Dominanz von Minderheiten gibt es noch ganz andere Beispiele, etwa die Frau, die an der Sendung "Die Simpsons" im Schweizer Fernsehens Einwände zu machen hatte. Seither wird die weitere Ausstrahlung mit einem Warnhinweis begleitet. Jemand wird sich immer finden lassen, der etwas auszusetzen hat. Dann muss die halbe Schweiz Rücksicht nehmen. Man sucht Schuldige. Und findet sie meistens auch. So wäscht man sich selbst rein.
Zu den Mantras unserer Zeit gehört auch die Rede von der multikulturellen Gesellschaft. Sie ist das Ergebnis eines Glaubensbekenntnisses. Dabei ist der Multikulturalismus eine Degeneration der Begriffe und Distinktionen. Es gibt heute eine positive Diskriminierung, zum Beispiel, wenn die Aufklärung als Fundamentalismus verdammt wird und für Zwangsheiraten und Ehrenmorde im Namen des Kulturrelativismus Verständnis aufgebracht wird. Am Ende siegt der Obskurantismus über die Vernunft.
Natürlich gibt es so etwas wie eine Leitkultur. Hoffentlich ist das so. Gehen Sie mal nach Ägypten, China oder in den Iran, dort ist das keine Frage. Die Welt wird schon genug von Starbucks, Nokia, Google uniformiert und von der WTO in einen Supermarkt verwandelt. In Frankreich hat Staatspräsident Sarkozy eine Debatte über die nationale Identität ausgelöst. Was gibt es dagegen einzuwenden? Was Frankreich ist, ist eine berechtigte Frage. Und was ist die Schweiz, was bedeutet sie? Nur das nicht! Wer so fragt, macht sich verdächtig.
Die Widersprüche sind in der komplexen Welt von heute enorm, aber so zu tun, als gäbe es keine, ist ein gravierender Fehler. Eine anständige Meinung reicht nicht. Naivität ist gefährlich. Wir dürfen nicht so tun wie Herr Biedermann im Theaterstück von Max Frisch, der nicht sehen will, was um ihn herum geschieht, die Augen schliesst und meint, dass alles in Ordnung sei, weil er es nicht zur Kenntnis nimmt.
Es gibt viel nachzuholen und zu tun. Wir müssen die Aufgaben kreativ, selbstbewusst und lustvoll anpacken. Vor allem müssen wir Fragende, Skeptiker und Ungläubige werden und lernen, ohne Anleitung eines fremden Verstands oder einer übergeordneten Instanz zu denken. Nur dann kommen wir auf neue Ideen. Das schliesst die Kritik an den eigenen Missständen wie zum Beispiel den mit Staatsgeldern gestützten sogenannten freien Markt, die Kommerzialisierung aller Lebensbereiche oder den triumphalen Schwachsinn der Spass-, Sport- und Spektakelgesellschaft garantiert mit ein.
Sonntag, 15. Juni 2008
Wladimir Bukowski und die politische Korrektheit
Dienstag, 6. November 2007
Die politische Korrektheit
Das System, mit dem Medienschaffende politisch Einfluss nehmen und Druck ausüben, kann mit dem modernen Ausdruck „Politische Korrektheit“ (aus dem Englischen; „political correctness“) beschrieben werden. Wer sich politisch „korrekt“ verhält, wird hochgejubelt, die „Unkorrekten“, die nicht ins Schema passen, müssen weichen und werden eliminiert. Zitiert sei aus der Publikation Herrschaft durch Sprache (1996) von Paul Ehinger, Chefredaktor des Zofinger Tagblatts: „Das Problem liegt darin, dass sich die Medien zur Instanz aufspielen, die definiert, wer sich „politisch korrekt“ verhält und wer nicht. Es wird nicht mehr beurteilt, ob eine Politikerin oder ein Politiker mit den Forderungen recht hat oder nicht. Vielmehr wird beurteilt, ob er „anständig“ ist oder nicht. (...) Verlangt wird das „richtige Denken“. (...) Es geht nicht mehr um Objektivität, sondern der Betroffene muss sich ideologischen Vorgaben beugen (...). Political Correctness ist ein wirkungsvolles Instrument zur Überwachung und Lenkung der öffentlichen Meinung, stets mit dem moralischen Anspruch, das „Gute“ zu vertreten und diesem gegen das „Böse“ zum Durchbruch zu verhelfen. (...) Noch deutlicher wird Klaus J. Groth: „Die Diktatur hat einen neuen Namen: Political Correctness“. (...) Die politisch Korrekten predigen permanent die Toleranz. Sobald aber ihres Erachtens verdächtige Gedankengänge auftauchen, dann ist es mit der Toleranz zu Ende. Dann greift eine geifernde, hysterische Intoleranz um sich, die in Hass umschlägt. (...) In letzter Konsequenz gipfelt Political Correctness fast immer im Faschismus-Vorwurf“.
Das gezielte Eliminieren von Andersdenkenden
Die wohl zentralste Forderung unter dem Deckmantel der „politischer Korrektheit“ ist die Abschaffung der Nationalstaaten respektive die Eliminierung sämtlicher Grenzen. Wer die totale Grenzöffnung ablehnt, verhält sich „nicht korrekt“ und wird ausgegrenzt. Diese Methodik ist ebenso plump wie effizient. Man lese als Musterbeispiel die Bücher des Journalisten Jürg Frischknecht (Schweiz wir kommen, Die unheimlichen Patrioten, Rechte Seilschaften; verfasst mit Mitautoren): Mit fundamentalistischem Eifer wird jeder kurzerhand als Fremdenhasser abqualifiziert, der sich über die Einwanderung Gedanken macht. Fremdenhasser sind rassistisch. Rassismus wird mit Nationalsozialismus gleichgesetzt. Wer auch nur dem Verdacht ausgesetzt wird, er habe etwas mit Nationalsozialismus zu tun, ist politisch erledigt. Die Bevölkerung, die diese Vorwürfe hört, wagt es gar nicht mehr, sich in der Öffentlichkeit hinter solche Politiker zu stellen. Die Politiker schweigen, weil sie begreifen: „Anpassen sichert das Überleben“. Durch die Unterbindung jeder sachlichen Diskussion ist der Wissensstand bei Themen wie der Einwanderung erschreckend schlecht.
Zumindest bei Leuten wie Frischknecht weist die hysterische Jagd nach den „politisch Unkorrekten“ eine offensichtliche Parallele zu intoleranten Sekten, ja sogar zum Mittelalter auf. Während es damals genügte, jemanden als „Ungläubigen“ oder „Ketzer“ zu bezeichnen, um ihn zu erledigen, genügt es heute, den politischen Gegner der „rassistischen“ oder „braunen“ Gesinnung zu bezichtigen. Die Medien übernehmen dabei mehr und mehr die damalige Rolle kirchlicher Obrigkeit und staatlicher Moralshüter und sorgen dafür, dass sich das Individuum wieder ideologischen Vorgaben zu beugen hat. Wer abweichende Meinungen vertritt oder auch nur eine andere Ausdrucksweise wählt, wird geächtet (man beachte die Reaktionen, wenn „Zigeuner“ statt - wie politisch korrekt - „Sinti“ oder „Roma“ verwendet wird).
Wie naheliegend der Vergleich mit intoleranten
Glaubensgemeinschaften ist, formulierte der Publizist und Professor Eduard Stäuble in seinem Aufsatz im Badener Tagblatt vom 22. Juni 1996 anschaulich (bezugnehmend auf den oft zu Kontroversen Anlass gebenden Verein zur Förderung Psychologischer Menschenkenntnisse; VPM): „Wenn Sie gewisse Ansichten vertreten, die zufälligerweise auch beim VPM vorkommen, kann man Ihnen leicht den VPM-Stempel aufdrücken. Und dann sind Sie ein für allemal „klassifiziert“, verurteilt und abgeschrieben; denn der VPM gilt als eine (...) unheimliche, staatsgefährdende „Sekte“. Und wenn Sie einmal in den Verdacht geraten sind, dazuzugehören, haftet Ihnen das an wie ein Kainsmal. Viele Leute werden Sie von da an meiden, als hätten Sie die Lepra. Es ist zu einer üblen Gewohnheit geworden, einen Andersdenkenden gleich mit der VPM-Keule mundtot zu schlagen. Ebenso macht man in anderen Fällen Leute fertig, indem man sie einfach als „faschistisch“ oder „faschistoid“ oder als „rechtsextremistisch“ verketzert. Man diskutiert gar nicht mehr über ihre Ansichten, man hängt Ihnen nur noch irgendeine Etikette an, und dann sind sie für gewisse Leute nicht mehr gesprächstauglich. Das ist ein - man kann es nicht drastisch genug sagen - hundsgemeines Verfahren, vor dem nicht genug gewarnt werden kann; denn es bedeutet den Tod für jede politische Kultur.(...). Ist das nicht ein Gesinnungsterror der widerlichsten Art?“
Betitelungen wie „National-Pöbel“, „faschistoid“, „politisches Lumpengesindel“, „Krebsgeschwür“ und „Unkraut“ sind im politischen Alltag leider wieder salonfähig geworden. Man muss sich deshalb fragen, was wir in den letzten 200 Jahren gelernt haben. 1789 war das Jahr der französischen Revolution, die einen ersten Durchbruch von Presse- und Meinungsäusserungsfreiheit brachte. Von Voltaire (1699 bis 1778) heisst es, er habe die damalige Zeit mitgeprägt mit dem sinngemässen Ausspruch gegenüber einem politischen Gegner: „Ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür geben, dass Sie Ihre Meinung frei äussern können.“ George Orwell hat denselben Gedanken moderner formuliert: „Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann das, den Leuten sagen zu können, was sie nicht hören wollen“. Wie weit sind wir doch heute von solch tolerantem Denken entfernt!
Sind paradoxerweise ausgerechnet die Medien zur grössten Gefahr für Toleranz, Pressefreiheit und freie Meinungsäusserung geworden, die in der westlichen Welt gesichert schienen?
Luzi Stamm
