Vereinte Nationen: Menschen sollen sich im Kampf gegen die Erderwärmung vegan ernähren
Die private Frontgruppe der Eugeniker, Ökofaschisten, Bilderberger und des RIIA – die Vereinten Nationen – treibt die Agenda des kommunitaristischen Öko-Gulags weiter voran.
Propagandafront.de, 10.06.2010
Am 04.06.2010 veröffentlichten die Vereinten Nationen einen Bericht in dem darauf hingewiesen wird, dass es zur Bekämpfung von Armut und den bedrohlichsten Auswirkungen der menschlich verursachten Erderwärmung nötig sei sich künftig vegan zu ernähren.
Laut der verbrecherischen Organisation UNEP, dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen, einer Organisation, die laut internen Planungspapieren allen ernstes verlangt, dass bis 2050 EUR 45 Billionen von den „reicheren“ Ländern in den Rest der Welt fließen um die „braune Wirtschaft“ in die „grüne Wirtschaft“ zu verwandeln, ist die westliche fleischreiche Ernährungsweise angesichts der Zunahme der Weltbevölkerung in den nächsten 40 Jahren, man rechnet bis 2050 mit bis zu 9 Milliarden Menschen, nicht nachhaltig und muss hin zum Veganismus transformiert werden.
Im Bericht von UNEP heißt es: „Es wird davon ausgegangen, dass die Auswirkungen auf die Landwirtschaft aufgrund des dem Bevölkerungswachstum geschuldeten zunehmenden Verbrauchs in bedeutendem Maße anwachsen werden. Im Gegensatz zu fossilen Rohstoffen, ist es hier schwierig Alternativen zu finden: Die Menschen müssen essen. Eine bedeutende Reduzierung der Auswirkungen würde nur mit einer weitreichenden weltweiten Änderung der Ernährungsweise möglich sein.“
Die Vereinten Nationen sind eine tyrannische Eugenik-Frontgruppe, welche in den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts vom angloamerikanischen Establishment ins Leben gerufen wurde um die Aufgaben von Geheimgesellschaften (wie den Erbauern der „Georgia Guidestones“) und Eugenik-Clubs wie dem Optimum Population Trust wahrzunehmen und sich als eine Art Weltregierung in jede kleine Angelegenheit der Menschen einzumischen.
Die Vereinten Nationen betreiben in diesem Zusammenhang auch die verbrecherische Klimaschwindel-Agenda, die von der Eugenik-Ökofaschisten Denkfabrik, dem Club of Rome, erfunden wurde um den Lebensstandard der Mittelschicht auf der ganzen Welt abzusenken und die Bevölkerungsreduzierung gemeinsam mit einem unglaublichen Vermögenstransfer und der Abschaffung der westlichen Industriegesellschaft zu rechtfertigen.
Professor Edgar Hertwich, der führende Autor des eingangs erwähnten Berichts, erklärte: „Tierische Produkte produzieren mehr Schaden als Baustoffe wie Sand oder Zement, Plastik oder Metall. Biomasse und Feldfrüchte sind genau so schädlich wie fossile Treibstoffe.“
Die Bundesregierung, welche seit der Ratifizierung des Diktats von Lissabon durch den internationalen Bankster und IWF-Aufständezüchter Horst Köhler zu einem Sklavenprotektorat der Europäischen Union verkommen ist, hat bereits weitreichende diktatorische Vereinbarungen mit den tyrannischen Vereinten Nationen abgeschlossen um sich in die Angelegenheiten der deutschen Bürger einzumischen und das Volk für plakative Themen wie die Agenda der Biodiversität, des Klimawandels und der vollständigen Transformierung der Gesellschaft „zu sensibilisieren“, womit gemeint ist weite Teile der Bevölkerung durch hochwissenschaftliche terroristische Propaganda zu indoktrinieren und umzuerziehen.
Bei der Abschaffung des Wohlstands und der modernen Zivilisation bedient sich die Elite hochkorrupter deutscher Psychopathen in politischen Entscheidungspositionen sowie der speichelleckenden und verbrecherischen Konzern- und Staatsmedien. So stehen den deutschen Staatsmedien beispielsweise jährlich weit über EUR 6 Milliarden zur Verfügung um die Masse in ständiger totaler Trance und perfekter Gehirnwäsche zu halten.
Auch verfügt Deutschland über ein Bildungs- und Kulturministerium und die menschenrechtsfeindliche Schulpflicht, die sicherstellt, dass jedes Jahr Legionen total gehirngewaschener Sklavenschafe die Schulbänke verlassen um ihre vornehmste Aufgabe in der Neuen Weltordnung zu erfüllen: Der Dienst als Produzent und Leibeigener für den Weltstaat.
Die UN-Agenda 21 plant, dass nur noch absolut notwendige Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs sind und die Menschen aus dem ländlichen Raum getrieben werden, damit die Biodiversitätszonen den Übermenschen, den supranationalistischen und psychopathischen Beamten- und Herrscherkasten vorbehalten bleiben. Am Ende stehen Entvölkerung und totale Kontrolle vergifteter Bürger in wenigen verbliebenen Großstädten und urbanen Regionen.
Immer wieder kommen die ökofaschistischen Menschenhasser und Eugenik-Traditionalisten an die Öffentlichkeit um die planvoll ausgearbeitete Agenda der Weltregierung und die Schaffung des Öko-Gulags weiter voranzutreiben. Letztes Jahr erklärten zum Beispiel „Lord“ Nicholas Stern, ein früherer Berater der britischen Labour-Regierung zu wirtschaftlichen Fragen des Klimawandels, und Dr. Rajendra Pachauri, der Vorsitzende der politischen Verbrecherorganisation UNIPCC, dem zwischenstaatlichen Ausschuss für Klimaänderungen der Vereinten Nationen, dessen Glaubwürdigkeit der politische Kohlenstoffdioxid-Agenda im jüngsten Klimagate-Skandal vollständig zerstört wurde, die Menschen sollten ihren Fleischkonsum einschränken um die CO2-Emissionen zu reduzieren.
Die wechselnden globalistischen Bundesregierungen, ihre Ministerialbeamten und Legionen an Bürokraten folgen dieser ökofaschistischen Agenda. Hunderte von regierungsseitig finanzierten „Wissenschaftlern“ beteuern, dass die Welt nur zu retten sei, wenn wir für unzählige, hunderte von Milliarden Euros das Wetter retten.
Die Deutschen sind nach fast 4 Jahrzehnten wissenschaftlich ausgeklügelter ökofaschistischer Propaganda der psychopathischen Neomaoisten mittlerweile so gehirngewaschen, dass zum Beispiel nahezu das gesamte Wissen zum Bau hochmoderner Kernreaktoren verloren ging und in diesem Bereich massive Denkblockaden bei den Sklavenschafen implementiert wurden.
Stattdessen wird den Steuersklaven erklärt, mit Windrädern, wie sie gerade unser Land verschandeln, und anderen sinnlosen Ökotechnologien könne ein moderner Industriestaat am Leben gehalten werden – ganz zu schweigen von der Versorgung und Wohlstandsvermehrung von 9 Milliarden Menschen. Kurz gesagt, die deutsche Bevölkerung wird von einem Haufen elitehörigen Eugnik-Abschaum unter Kontrolle gehalten.
In Deutschland gibt es auch einen Agenda 21 „Rat für nachhaltige Entwicklung“ mit so honorigen Experten wie dem Lakai der Vereinten Nationen und Bilderberger, Klaus Töpfer, und anderen „Experten“, welche sich für das „Wohl“ der Deutschen einsetzen. Es gibt auch eine extra „Anpassungsstrategie“ der Bundesregierung gegen den Klimawandel, worin die durchgehende gesundheitliche Überwachung der Bevölkerung und die Entwicklung von passenden Impfungen für die großen Herausforderungen, denen wir dank der Erderwärmung gegenüberstehen, als Ziele festgeschrieben werden, um mal zwei von unzähligen Beispielen zu nennen, mit welchen Aufgaben die globalistischen Bürokratien betraut werden um Sie, werter Leser, vor nachfolgenden Katastrophen zu bewahren, die von der deutschen Bundesregierung als große Bedrohung angesehen werden.
„Hitzewellen, Stürme, Überschwemmungen, Lawinen, Erdrutsche, vektorübertragene Krankheiten, Herz-Kreislauf-Probleme, Beeinträchtigung der Trinkwasserqualität, Hautkrebsrisiken, Hitzebelastungen durch schlechteres Innenraumklima, höhere mittlere Windgeschwindigkeit, häufigere Starkniederschläge, orkanartige Sturmereignisse, Schäden an der Bausubstanz, Schwankungen des Grundwasserspiegels, Faulprozesse in der Mischwasserkanalisation, Trockenphasen, steigende Hochwasserwahrscheinlichkeit im Winter, veränderter Grundwasserspiegel, beschleunigter Meeresspiegelanstieg, steigende Sturmwasserstände, Meeresüberflutungen, Küstenabbruch, Binnenhochwasser, Veränderungen im Jahresrythmus, Gefährdung der Artenvielfalt, abnehmende Ertragssicherheit, Pflanzenschutzprobleme, Hitze- bzw. Trockenstress in der Tierproduktion, nichtstandortgerechte Wälder, Sturmstress, Waldbrandgefahr, Druck durch Schädlinge, Bodenerosion, Humusverluste, Stoffausträge durch Bodenverlagerung, Mobilisierung von Schadstoffen, Gefahr für Staunässe, Beeinträchtigung der Kraftwerkskühlung, Versorgungsengpässe bei Rohstoffen durch Verkehrsbeeinträchtigungen, Sturmschäden an Windkraftanlagen, Gefährdung der Energie- und Trinkwasserversorung, Gefährdung des Gesundheitswesens und technologischer Versorungssysteme, Hangrutsche, Unterspülungen, Zerstörung der Infrastruktur durch Extremereignisse, erhöhte Unfallzahlen im Hitzestress, Quallen und toxische Algen, Abnahme der Schneesicherheit, Sturzfluten, Murgänge, Bergrutsche und Verstärkung des Stadtklimaeffekts“ erwarten uns, so der deutsche Bundestag.
Gleichzeitig wird die Bevölkerung auf den High-Tech-Öko-Gulag unter Kontrolle der Vereinten Nationen und weiterer ebenfalls privater demokratisch nicht legitimierter Organisationen wie dem verbrecherischen Internationalen Währungsfonds, der Trilateralen Kommission, den Bilderbergern, der EU-Diktatur, der G20 usw. vorbereitet. So sind weite Teile der Bevölkerung schon heute bereit sich Mikrochips implantieren zu lassen und seitens der Bundesregierung wird mit ihr eng kooperierenden faschistischen Konzernen die Einführung des intelligenten Jahrhunderts mit intelligenten Stromzählern, Elektroautos, intelligenten Stromnetzen und dem Internet der Dinge vorangetrieben, damit Sie auch ja nicht vergessen, wer der Herr im Hause Weltregierung ist.
Zurückkommend auf die Tatsache, dass die Eugenik-Eliten Sie jetzt auf ihre neue Ernährungsweise vorbereiten, erklärte der Elitist und Ökofaschist Achim Steiner, Direktor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen:
„Die Entkopplung des Wachstums von der Umweltzerstörung ist die größte Herausforderung, welcher die Regierungen in einer Welt mit einer anwachsenden Zahl von Menschen, anwachsendem Einkommen, anwachsender Verbrauchernachfrage und der fortwährenden Herausforderung bei der Armutsbekämpfung gegenüberstehen.“
Steiner wird von den kriecherischen Massenmedien immer wieder als „deutscher Spitzendiplomat“ bezeichnet. Wenn man darunter einen globalistischen Eine-Welt-Regierer versteht, der die weltweite Mittelschicht ausrauben und die souveränen Entscheidungen der Nationalstaaten aushebeln will, dann haben sie wohl recht. Steiner forderte bereits eine globale Steuer, die direkt am Bohrturm einsetzt, wohl weil die dummen Sklavenschafe dies dort am wenigstens merken würden:
“´Um es zu verdeutlichen, wenn man bei OECD-Ländern eine 5-jährige Abgabe von 5 USD auf einen Barrel Öl erhebt, dann würde man pro Jahr 100 Milliarden USD generieren. Das entspricht ungefähr 3 Cent pro Liter`…´Es würde für den Verbraucher fast, wenn nicht vollständig, unbemerkt sein` sagt er, besonders seitdem die Ölpreise von mehr als 140 USD in der Spitze Mitte 2008 auf rund 40 USD gefallen sind.” so Reuters am 19.03.2009.
Die professionelle Ausbeutung, totale Kontrolle und Reduzierung der Weltbevölkerung sind entscheidende Ziele der Schattenregierung, welche sich über die freiheitlich verfassten Republiken der Länder dieser Welt stellt. Wenn man mit den Menschen fertig ist, wird ihnen dann fleischarme Kost vorgesetzt, während sie für einfache Dinge, wie Strom, Wasser, Benzin und Ähnliches dank der terroristischen globalen CO2-Steuer und anderen „Öko“-Betrügereien Unsummen bezahlen müssen.
Der Bilderberg-Spürhund und Mitherausgeber von American Free Press, welcher die verbrecherische ultraperverse Mafia-Organisation der Bilderberger bereits seit über 30 Jahren aufspürt und ihre Agenda aufdeckt, hat über das diesjährige Treffen in der spanischen Stadt Sitges berichtet, dass die globalen Weltherrscher auf alle Fälle ihre Öko-Agenda aufrecht erhalten wollen.
Steiner ist hier natürlich, wie es sich für einen herausragenden „deutschen Spitzendiplomaten“ und Bürokraten der verbrecherischen Privatorganisation der Vereinten Nationen gehört, völlig auf Linie der erleuchteten Elitisten, Bessermenschen und Klimagläubigen. Bereits im Jahre 2007 berichtete Jim Tucker über das Treffen der Bilderberger:
„Diese Bürokraten hätten dann die Macht internationale Steuern einzuziehen, etwas, was Bilderberg schon seit vielen Jahren plant. Bilderberg würde lieber, wie Mitglieder es oftmals und über viele Jahre hinweg sagten, eine UN-Steuer auf Öl am Bohrturm. Beginnend mit vielleicht 10 Cents pro Barrel. Die Amerikaner wären sich nicht im Klaren darüber, dass sie direkt durch die UN besteuert würden, wenn sie Benzin kaufen. Aber ebenso wie bei der Einkommenssteuer, würde es zu wucherhaften Erhöhungen kommen. Aber der Grundsatz – dass eine Direktsteuer für die Menschen auf der Welt ein großer Schritt hin zur Weltregierung wäre – ist den Bilderbergern wichtig. Solche Steuern sind schon Jahre zuvor bei der UN angeregt worden, was die Massenmedien jedoch nicht berichteten.“
Sollten sich die Menschen nicht gegen diese Eugeniker und inhärenten Freibeuter zur Wehr setzen wird sich die Weltbevölkerung in 100 Jahren vielleicht noch auf 1 bis 3 Milliarden Menschen belaufen. In der westlichen Welt zerstört man die „Fruchtbarkeit“ der Menschen ein wenig subtiler unter Zuhilfenahme von Pharmaka, Impfungen, Giften in Pflegeprodukten und Nahrungsmitteln sowie der sozialpsychologisch straff geplanten Vernichtung des familiären Zusammenhalts, während man in den ärmsten Ländern aufgrund des geringeren Bildungsniveaus in der Regel zum Mittel des Aushungerns greift.
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Freitag, 11. Juni 2010
Freitag, 12. März 2010
Erderwärmungspanikmache
Václav Klaus: Die Erderwärmungspanikmache ist eine massive Bedrohung unserer Freiheit
Václav Klaus auf der Club for Growth Economic Winterkonferenz 2010 in Palm Beach, Florida, 05.03.2010
Sehr geehrter Herr Vorsitzender, sehr geehrte Damen und Herren,
vielen Dank, dass Sie mir die Möglichkeit geben mich an diese herausragende Zuhörerschaft zu wenden und dafür, dass sich mit baten über ein Thema zu sprechen, das ich als ein Thema von entscheidender Wichtigkeit erachte. Ich bin überzeugt, dass die Ideologie des Umweltschutzes – besonders in ihrer extremen Variante, der weltweiten Erderwärmungspanikmache und ihre weitverbreitete Akzeptanz unter Politikern, Journalisten und allen Arten linker Intellektueller – die Hauptbedrohung für Freiheit und Wohlstand ist, der wir heute entgegensehen.
Davon bin ich absolut überzeugt und warne fortwährend in Schriften und Reden davor – in meinem eigenen Land, der Tschechischen Republik, in Europa, in Amerika und an anderen Orten. Meine letzte Rede zu diesem Thema hielt ich in Kairo in Ägypten. Diese liegt weniger als einen Monat zurück. Vor drei Jahren habe ich meine Argumente in einem Buch mit dem Titel „Blauer Planet in grünen Fesseln“ dargestellt, welches mittlerweile in 15 Sprachen, wie Englisch, aber beispielsweise auch Arabisch oder Japanisch, erhältlich ist. Meine Erfahrung sagt mir, dass zahlreiche Reden, Vorlesungen, das Schreiben von Artikeln und Büchern, Durchführen von Interviews und die Teilnahme an Diskussionen in den Medien hilfreich, aber nicht ausreichend ist. Diese Bemühungen müssen durch politische Aktivität ergänzt werden und wenn ich die Ziele des Club of Growth und das der Konferenz richtig verstanden habe, handelt es sich hierbei um einen Versuch in diese Richtung. Das ist sehr lobenswert. Das ist auch der Grund, warum ich die Einladung annahm und den ganzen Weg aus Prag hierher nach Palm Beach kam. Eine weitere positive Begleiterscheinung ist, dass es hier ein viel wärmerer Ort ist, als gerade in Prag. Sie liegen in einer warmen Gegend und zurück in Prag werde ich bestätigen, dass sie ein derartig gefährliches warmes Klima ohne große Unbequemlichkeiten überlebt haben.
Den Umweltschutz zu kritisieren ist nichts Neues für mich, was ich plötzlich als modische oder trendige Aktivität für mich entdeckte hätte. Zu Beginn der 70er Jahre stieß ich auf die ersten Publikationen des berüchtigten Club of Rome, der versuchte uns einen Schrecken einzujagen, indem er ein unmittelbar bevorstehendes Ende der natürlichen Ressourcen vorhersagte und eine radikale Veränderung unseres Verhaltens verlangte. Ihre Unterstützer hatten bereits damals sehr dramatisch dafür argumentiert, dass wir unseren Verbrauch fossiler Kraftstoffe reduzieren sollten, jedoch – und das sollten wir nicht vergessen – aus anderen, als den heutigen Gründen. Als Ökonom wusste ich, dass es sich dabei um eine falsche Argumentation handelte und die anschließenden vier Jahrzehnte bewiesen dies überzeugend. Heute verfügen wir über mehr nachgewiesene Vorkommen grundlegender Rohstoffen und Energiequellen als vor 40 Jahren. Ich hatte schon damals das Gefühl, dass es sich dabei um eine arrogante, elitäre und dirigistische Doktrin handelte, mit der man versuchte das Wirtschaftswachstum, die allgemeine soziale Entwicklung und den menschlichen Fortschritt aufzuhalten.
Zu dieser Zeit lebte ich unter einem sehr repressiven, zerstörerischen, völlig irrationalen und deshalb unproduktiven kommunistischem Regime und es war mir nicht möglich mich an der Auseinandersetzung über diese Ansichten zu beteiligen. Menschen wie mir war es nicht erlaubt in den Westen zu reisen, geschweige denn davon zu träumen die Möglichkeit zu haben im Ausland Artikel zu veröffentlichen oder Reden zu halten. Dennoch war ich sehr frustriert und konnte nicht verstehen, wie es möglich war, dass eine derartig irrationale Doktrin in der freien westlichen Welt nicht einfach überzeugend widerlegt und verworfen wurde.
1989 brach der Kommunismus zusammen und wir waren endlich frei. Zu meiner großen Überraschung war die Umweltschutzdoktrin immer noch am Leben und florierte in ihrer neuen Verkörperung namens Erderwärmungsdoktrin sogar noch mehr. Im Jahre 1992 billigte man auf dem Rio Earth Summit die Doktrin der Erderwärmung und des Klimawandels als führende Ideologie unserer Zeit. Ich ging davon aus, dass die Ideologie der freien Welt auf Freiheit, parlamentarischer Demokratie und Marktwirtschaft beruhen würde – Konzepte, die für uns in den früheren kommunistischen Ländern im Moment unseres radikalen und revolutionären Wandels vom Kommunismus hin zu einer freien Gesellschaft von entscheidender Wichtigkeit waren. Das Leben unter dem Kommunismus machte uns extrem sensibel, wenn nicht überempfindlich gegenüber allen Anzeichen von Verletzungen und Zerstörung unserer Freiheit. Das ist der Grund, warum ich mich jetzt bedroht fühle. Der Untertitel meines vorgenannten Buches fragt: „Was ist bedroht: Klima oder Freiheit?“ Meine Antwort ist eindeutig: Das Klima ist in Ordnung, was bedroht wird, ist unsere Freiheit.
Der Grund dafür ist, dass der Umweltschutz und seine allerextremste Form, die Erderwärmungspanik, nach einer nahezu beispiellosen Ausdehnung staatlichen Eindringens und staatlicher Intervention in unsere Leben und die Regierungskontrolle über uns verlangen. Wir werden gezwungen Regeln zu akzeptieren, wie wir zu leben, was wir zu tun, wie wir uns zu verhalten, was zu konsumieren, was zu essen, wie wir zu reisen haben und viele andere Dinge. Einige von uns haben während der kommunistischen Ära ähnliche Beispiele derartiger Manipulation am eigenen Leibe erfahren und ich fühle mich verpflichtet alles zu tun um eine ähnliche Entwicklung in der Zukunft zu verhindern.
Es geht jedoch nicht nur um Freiheit. Der Umweltschutz will auch das wirtschaftliche Wachstum unterdrücken, den Wohlstand reduzieren und den menschlichen Fortschritt verhindern. Als ich kürzlich anlässlich des Verkaufsstarts meines Buchs in arabischer Sprache in Ägypten war, wurde mir klar, dass die Menschen sich dort mehr Sorgen um die Aufrechterhaltung ihrer wirtschaftlichen Entwicklung als um die Freiheit, so wie wir sie verstehen, machen. Einige von uns wissen, dass Freiheit und Wohlergehen nicht auseinanderdividiert werden können, aber es ist offensichtlich, dass der Umweltschutz – wie der jüngste Klimagipfel in Kopenhagen veranschaulichte – das wirtschaftliche Wohlergehen beschädigen und den menschlichen Fortschritt, besonders in den Entwicklungsländern, beenden will. Und das ist unakzeptabel.
Die Umweltschützer verlangen die substantielle Reduzierung von Kohlenstoffdioxidemissionen. Wenn das geschieht – mit unseren heutigen Technologien – wird das einen beträchtlichen Kostenanstieg für Energie für Jeden von uns bedeuten, weil es der Nutzung von Öl und Kohle Beschränkungen auferlegen würde, die unzweifelhaft billiger als alle anderen Energiequellen sind. Billige Energie ist die Quelle eines Großteils unseres Lebensstils und Wohlstands. Wenn die Energiepreise steigen, steigen auch die Kosten nahezu alle anderen Güter und Dienstleistungen. Alle Pläne zur Kohlenstoffdioxid-Steuer, dem CO2-Emissionshandel und die Solarstromsubventionen sind Schritte in die falsche Richtung und führen zu heftigem und langanhaltendem wirtschaftlichen Elend mit wenig oder gar keinen Vorteilen.
Meine lebenslange Erfahrung lehrt mich, dass ich damit beginnen muss sehr laut zu protestieren, wenn mir Jemand erklärt: „Vertraue nicht dem Markt, vertraue mir und uns.“ Das hatte ich 40 Jahre meines Lebens unter dem Kommunismus gehört und ich bin nicht bereit es jetzt zu akzeptieren. Der Glaube an die Möglichkeit das Weltklima durch die Reduktion von anthropogenen Kohlenstoffdioxidemissionen kontrollieren zu können – ich nenne es die Theorie der Klimakontrolle – ist genau so irrational, arrogant und anmaßend, wie die jahrelangen kommunistischen Planungen, dass Menschen wie ich Objekte seien.
Wie ich bereits sagte, wurden die Politiker beim Rio Earth Summit 1992 an diese Doktrin herangeführt, fingen an sich in sie zu verlieben und begannen einen ganzen Straus wirtschaftlich zerstörerischer und freiheitsgefährdender Maßnahmen zu organisieren. Sie kamen zu der Schlussfolgerung, dass das Erderwärmungspiel ein leichtes und politisch korrektes ist und aus Sicht möglicher Wahlgewinne eine sehr gute Karte sei, die man ausspielen kann (besonders, wenn es so offenkundig ist, dass sie die Kosten für die Maßnahmen, die sie einleiten, nicht selber zahlen werden und auch nicht für ihre Konsequenzen verantwortlich sind).
Es gibt zahlreiche Argumente die nahelegen, dass die wirkliche Bedrohung für die menschliche Gesellschaft nicht von der Erderwärmung selbst ausgeht. Die wirkliche Bedrohung ist dort, wo Politiker damit beginnen das Klima und uns alle zu manipulieren.
Meine Ansichten sind von den jüngsten Skandalen im Zusammenhang mit der Arbeit des IPCC und einiger ihrer führenden Experten unbeeinflusst. All das ist seit Jahren für Jeden, den es interessierte, bekannt gewesen. Dasselbe ist über all die relevanten Argumente wahr, die in der jetzigen Debatte verwendet werden. Sie sind frei verfügbar und es ist schwierig ihnen etwas fundamental Neues hinzuzufügen. Es ist notwendig weiterhin auf einige grundlegenden Tatsachen und Argumente hinzuweisen, die altbekannt sind, aber leider größtenteils ignoriert werden.
Erstens, ist der statistisch gut dokumentierte weltweite Temperaturanstieg bis zum jetzigen Zeitpunkt sehr gering gewesen und nicht größer als die Temperaturschwankungen der letzten Jahrhunderte und Jahrtausende auch. Durch das gesamte 20. Jahrhundert hindurch, mit all seinen problematischen Datensammlungen und Bereinigungen, betrug er gerade einmal 0,74 Grad Celsius. Ich bin – wegen der Macht der Propaganda der Umweltschützer – immer wieder aufs Neue überrascht, dass die Menschen glauben, er wäre viel höher gewesen.
Zweitens, ist es unbestritten, dass es innerhalb der letzten zwölf Jahre überhaupt keinen signifikanten Nettoanstieg der Erderwärmung gab. Ich weiß, dass dies kein Beweis für die Unmöglichkeit langfristiger Klimaveränderungen ist, aber es ist eine wichtige Information, die weder ignoriert noch heruntergespielt werden sollte. Jeden Tag gibt es neue Informationen und Theorien und einige von Ihnen legen die Wahrscheinlichkeit nicht der Erwärmung, sondern weiterer Abkühlung nahe.
Drittens, der wissenschaftliche Streit über die Ursachen anhaltender Klimaveränderungen ist nicht vorbei, er geht weiter. Trotz gegenteiliger Beteuerungen gibt es darüber keinen wissenschaftlichen Konsens. Was sich immer mehr und mehr abzeichnet, ist, dass CO2 seine Rolle als Hauptübeltäter verliert und die möglichen Auswirkungen von Kohlenstoffdioxid bereits mehr oder weniger „aufgebraucht“ worden sind. Einfache, monokausale Theorien von Funktionszusammenhängen zwischen CO2 und der Temperatur sind augenscheinlich unhaltbar. Es gibt wirklich keine Linearität zwischen CO2-Emissionen und der Temperatur.
Viertens, die Idee eines statischen, sich nicht verändernden Klimas hat zweifellos nichts mit der Historie der Erde gemein. Das Klima hat sich immer verändert und das wird es auch immer.
Ich bin überzeugt, dass die Auswirkungen kleinerer Klimaveränderungen – wie wir sie erlebt haben (und in der vorhersehbaren Zukunft erleben könnten) – durch den Menschen und durch alle Arten von ihm ausgehender Aktivitäten aufgrund ihrer Größe praktisch vernachlässigbar sind. Der IPCC weist in seinen Modellsimulationen darauf hin, dass das Weltbruttosozialprodukt – wegen höherer Temperaturen – im Jahr 2100 um 2,9% niedriger liegen wird, als ohne irgendeine Erwärmung. Ich wiederhole, nur 2,9%, wenn wir nichts tun und die Erwärmung – die vom IPCC prognostiziert wurde – ihren Lauf nehmen lassen. Dieselben Modelle legen nahe, dass das Bruttosozialprodukt in Industrieländern pro Kopf, im Gegensatz zu heute, um das Achtfache angestiegen sein wird und in den Entwicklungsländern um das Fünffache höher sein wird, als heute in diesen Ländern.
Diese Zahlen sind nicht von mir, diese Zahlen stammen von führenden Vertretern der Erderwärmungsdoktrin. Die Fragen muss daher gestellt werden: Sollen wir die heutigen CO2-Emissionen drastisch um 20%, 30%, 50% oder 80% senken und damit unseren Lebensstil zum Wohle ein solch minimalen Effekts aufgeben, wenn man dabei berücksichtigt, dass es künftige Generationen wesentlich besser haben werden, als wir heute? Meine Antwort ist, dass 2,9% des künftigen Bruttosozialprodukts ein geringer Verlust sind. Der Verlust, der durch den komplett sinnlosen Kampf gegen die Erderwärmung geschaffen wird, so wie er von den gegenwärtigen Erderwärmungspanikmachern geplant worden ist, wäre bei Weitem größer.
Die Politiker, ihre Bürokraten und viele gutmeinende Personen, welche die Panik schürenden Ansichten des anthropogenen Klimawandels akzeptieren, hoffen vielleicht, dass sie mit einem derartigen Verhalten Intelligenz, Tugend und Altruismus zur Schau stellen. Einige von ihnen glauben sogar, dass sie die Erde retten. Wir sollten sie darüber informieren, dass sie lediglich passive Figuren in den Händen der Lobbyisten sind, der Produzenten der Ökotechnologien, der Landwirtschaftsunternehmen die Ethanol produzieren, der Handelsfirmen die mit CO2-Emissionsrechten Geschäfte machen usw., die hoffen auf unsere Kosten Milliarden zu machen. Da gibt es keinen Altruismus. Es handelt sich um eine kaltherzige politische und unternehmerische Kalkulation.
Bevor ich zum Schluss komme, muss ich meine Frage wiederholen: „Was ist bedroht?“ Meine Antwort ist: „Unsere Freiheit und unser Wohlstand.“
Einen letzten Kommentar. Sehr oft erlebe ich, dass die Menschen zwei Sachen durcheinanderbringen – einen notwendigen Schutz der Umwelt (notwendig, weil kein Zweifel darüber besteht, dass wir uns um Flüsse, Seen, Meere, Wälder und die Luft kümmern müssen) und einen irrationalen Versuch gegen den Klimawandel zu kämpfen und das Klima zu schützen. Ich begrüße rationale Bemühungen außerordentlich, wenn es um Umweltschutz geht, aber ich lehne jegliche Versuche das Klima zu verändern – oder wie ich oft höre – den Klimawandel zu bekämpfen mit Entschiedenheit ab.
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Václav Klaus auf der Club for Growth Economic Winterkonferenz 2010 in Palm Beach, Florida, 05.03.2010
Sehr geehrter Herr Vorsitzender, sehr geehrte Damen und Herren,
vielen Dank, dass Sie mir die Möglichkeit geben mich an diese herausragende Zuhörerschaft zu wenden und dafür, dass sich mit baten über ein Thema zu sprechen, das ich als ein Thema von entscheidender Wichtigkeit erachte. Ich bin überzeugt, dass die Ideologie des Umweltschutzes – besonders in ihrer extremen Variante, der weltweiten Erderwärmungspanikmache und ihre weitverbreitete Akzeptanz unter Politikern, Journalisten und allen Arten linker Intellektueller – die Hauptbedrohung für Freiheit und Wohlstand ist, der wir heute entgegensehen.
Davon bin ich absolut überzeugt und warne fortwährend in Schriften und Reden davor – in meinem eigenen Land, der Tschechischen Republik, in Europa, in Amerika und an anderen Orten. Meine letzte Rede zu diesem Thema hielt ich in Kairo in Ägypten. Diese liegt weniger als einen Monat zurück. Vor drei Jahren habe ich meine Argumente in einem Buch mit dem Titel „Blauer Planet in grünen Fesseln“ dargestellt, welches mittlerweile in 15 Sprachen, wie Englisch, aber beispielsweise auch Arabisch oder Japanisch, erhältlich ist. Meine Erfahrung sagt mir, dass zahlreiche Reden, Vorlesungen, das Schreiben von Artikeln und Büchern, Durchführen von Interviews und die Teilnahme an Diskussionen in den Medien hilfreich, aber nicht ausreichend ist. Diese Bemühungen müssen durch politische Aktivität ergänzt werden und wenn ich die Ziele des Club of Growth und das der Konferenz richtig verstanden habe, handelt es sich hierbei um einen Versuch in diese Richtung. Das ist sehr lobenswert. Das ist auch der Grund, warum ich die Einladung annahm und den ganzen Weg aus Prag hierher nach Palm Beach kam. Eine weitere positive Begleiterscheinung ist, dass es hier ein viel wärmerer Ort ist, als gerade in Prag. Sie liegen in einer warmen Gegend und zurück in Prag werde ich bestätigen, dass sie ein derartig gefährliches warmes Klima ohne große Unbequemlichkeiten überlebt haben.
Den Umweltschutz zu kritisieren ist nichts Neues für mich, was ich plötzlich als modische oder trendige Aktivität für mich entdeckte hätte. Zu Beginn der 70er Jahre stieß ich auf die ersten Publikationen des berüchtigten Club of Rome, der versuchte uns einen Schrecken einzujagen, indem er ein unmittelbar bevorstehendes Ende der natürlichen Ressourcen vorhersagte und eine radikale Veränderung unseres Verhaltens verlangte. Ihre Unterstützer hatten bereits damals sehr dramatisch dafür argumentiert, dass wir unseren Verbrauch fossiler Kraftstoffe reduzieren sollten, jedoch – und das sollten wir nicht vergessen – aus anderen, als den heutigen Gründen. Als Ökonom wusste ich, dass es sich dabei um eine falsche Argumentation handelte und die anschließenden vier Jahrzehnte bewiesen dies überzeugend. Heute verfügen wir über mehr nachgewiesene Vorkommen grundlegender Rohstoffen und Energiequellen als vor 40 Jahren. Ich hatte schon damals das Gefühl, dass es sich dabei um eine arrogante, elitäre und dirigistische Doktrin handelte, mit der man versuchte das Wirtschaftswachstum, die allgemeine soziale Entwicklung und den menschlichen Fortschritt aufzuhalten.
Zu dieser Zeit lebte ich unter einem sehr repressiven, zerstörerischen, völlig irrationalen und deshalb unproduktiven kommunistischem Regime und es war mir nicht möglich mich an der Auseinandersetzung über diese Ansichten zu beteiligen. Menschen wie mir war es nicht erlaubt in den Westen zu reisen, geschweige denn davon zu träumen die Möglichkeit zu haben im Ausland Artikel zu veröffentlichen oder Reden zu halten. Dennoch war ich sehr frustriert und konnte nicht verstehen, wie es möglich war, dass eine derartig irrationale Doktrin in der freien westlichen Welt nicht einfach überzeugend widerlegt und verworfen wurde.
1989 brach der Kommunismus zusammen und wir waren endlich frei. Zu meiner großen Überraschung war die Umweltschutzdoktrin immer noch am Leben und florierte in ihrer neuen Verkörperung namens Erderwärmungsdoktrin sogar noch mehr. Im Jahre 1992 billigte man auf dem Rio Earth Summit die Doktrin der Erderwärmung und des Klimawandels als führende Ideologie unserer Zeit. Ich ging davon aus, dass die Ideologie der freien Welt auf Freiheit, parlamentarischer Demokratie und Marktwirtschaft beruhen würde – Konzepte, die für uns in den früheren kommunistischen Ländern im Moment unseres radikalen und revolutionären Wandels vom Kommunismus hin zu einer freien Gesellschaft von entscheidender Wichtigkeit waren. Das Leben unter dem Kommunismus machte uns extrem sensibel, wenn nicht überempfindlich gegenüber allen Anzeichen von Verletzungen und Zerstörung unserer Freiheit. Das ist der Grund, warum ich mich jetzt bedroht fühle. Der Untertitel meines vorgenannten Buches fragt: „Was ist bedroht: Klima oder Freiheit?“ Meine Antwort ist eindeutig: Das Klima ist in Ordnung, was bedroht wird, ist unsere Freiheit.
Der Grund dafür ist, dass der Umweltschutz und seine allerextremste Form, die Erderwärmungspanik, nach einer nahezu beispiellosen Ausdehnung staatlichen Eindringens und staatlicher Intervention in unsere Leben und die Regierungskontrolle über uns verlangen. Wir werden gezwungen Regeln zu akzeptieren, wie wir zu leben, was wir zu tun, wie wir uns zu verhalten, was zu konsumieren, was zu essen, wie wir zu reisen haben und viele andere Dinge. Einige von uns haben während der kommunistischen Ära ähnliche Beispiele derartiger Manipulation am eigenen Leibe erfahren und ich fühle mich verpflichtet alles zu tun um eine ähnliche Entwicklung in der Zukunft zu verhindern.
Es geht jedoch nicht nur um Freiheit. Der Umweltschutz will auch das wirtschaftliche Wachstum unterdrücken, den Wohlstand reduzieren und den menschlichen Fortschritt verhindern. Als ich kürzlich anlässlich des Verkaufsstarts meines Buchs in arabischer Sprache in Ägypten war, wurde mir klar, dass die Menschen sich dort mehr Sorgen um die Aufrechterhaltung ihrer wirtschaftlichen Entwicklung als um die Freiheit, so wie wir sie verstehen, machen. Einige von uns wissen, dass Freiheit und Wohlergehen nicht auseinanderdividiert werden können, aber es ist offensichtlich, dass der Umweltschutz – wie der jüngste Klimagipfel in Kopenhagen veranschaulichte – das wirtschaftliche Wohlergehen beschädigen und den menschlichen Fortschritt, besonders in den Entwicklungsländern, beenden will. Und das ist unakzeptabel.
Die Umweltschützer verlangen die substantielle Reduzierung von Kohlenstoffdioxidemissionen. Wenn das geschieht – mit unseren heutigen Technologien – wird das einen beträchtlichen Kostenanstieg für Energie für Jeden von uns bedeuten, weil es der Nutzung von Öl und Kohle Beschränkungen auferlegen würde, die unzweifelhaft billiger als alle anderen Energiequellen sind. Billige Energie ist die Quelle eines Großteils unseres Lebensstils und Wohlstands. Wenn die Energiepreise steigen, steigen auch die Kosten nahezu alle anderen Güter und Dienstleistungen. Alle Pläne zur Kohlenstoffdioxid-Steuer, dem CO2-Emissionshandel und die Solarstromsubventionen sind Schritte in die falsche Richtung und führen zu heftigem und langanhaltendem wirtschaftlichen Elend mit wenig oder gar keinen Vorteilen.
Meine lebenslange Erfahrung lehrt mich, dass ich damit beginnen muss sehr laut zu protestieren, wenn mir Jemand erklärt: „Vertraue nicht dem Markt, vertraue mir und uns.“ Das hatte ich 40 Jahre meines Lebens unter dem Kommunismus gehört und ich bin nicht bereit es jetzt zu akzeptieren. Der Glaube an die Möglichkeit das Weltklima durch die Reduktion von anthropogenen Kohlenstoffdioxidemissionen kontrollieren zu können – ich nenne es die Theorie der Klimakontrolle – ist genau so irrational, arrogant und anmaßend, wie die jahrelangen kommunistischen Planungen, dass Menschen wie ich Objekte seien.
Wie ich bereits sagte, wurden die Politiker beim Rio Earth Summit 1992 an diese Doktrin herangeführt, fingen an sich in sie zu verlieben und begannen einen ganzen Straus wirtschaftlich zerstörerischer und freiheitsgefährdender Maßnahmen zu organisieren. Sie kamen zu der Schlussfolgerung, dass das Erderwärmungspiel ein leichtes und politisch korrektes ist und aus Sicht möglicher Wahlgewinne eine sehr gute Karte sei, die man ausspielen kann (besonders, wenn es so offenkundig ist, dass sie die Kosten für die Maßnahmen, die sie einleiten, nicht selber zahlen werden und auch nicht für ihre Konsequenzen verantwortlich sind).
Es gibt zahlreiche Argumente die nahelegen, dass die wirkliche Bedrohung für die menschliche Gesellschaft nicht von der Erderwärmung selbst ausgeht. Die wirkliche Bedrohung ist dort, wo Politiker damit beginnen das Klima und uns alle zu manipulieren.
Meine Ansichten sind von den jüngsten Skandalen im Zusammenhang mit der Arbeit des IPCC und einiger ihrer führenden Experten unbeeinflusst. All das ist seit Jahren für Jeden, den es interessierte, bekannt gewesen. Dasselbe ist über all die relevanten Argumente wahr, die in der jetzigen Debatte verwendet werden. Sie sind frei verfügbar und es ist schwierig ihnen etwas fundamental Neues hinzuzufügen. Es ist notwendig weiterhin auf einige grundlegenden Tatsachen und Argumente hinzuweisen, die altbekannt sind, aber leider größtenteils ignoriert werden.
Erstens, ist der statistisch gut dokumentierte weltweite Temperaturanstieg bis zum jetzigen Zeitpunkt sehr gering gewesen und nicht größer als die Temperaturschwankungen der letzten Jahrhunderte und Jahrtausende auch. Durch das gesamte 20. Jahrhundert hindurch, mit all seinen problematischen Datensammlungen und Bereinigungen, betrug er gerade einmal 0,74 Grad Celsius. Ich bin – wegen der Macht der Propaganda der Umweltschützer – immer wieder aufs Neue überrascht, dass die Menschen glauben, er wäre viel höher gewesen.
Zweitens, ist es unbestritten, dass es innerhalb der letzten zwölf Jahre überhaupt keinen signifikanten Nettoanstieg der Erderwärmung gab. Ich weiß, dass dies kein Beweis für die Unmöglichkeit langfristiger Klimaveränderungen ist, aber es ist eine wichtige Information, die weder ignoriert noch heruntergespielt werden sollte. Jeden Tag gibt es neue Informationen und Theorien und einige von Ihnen legen die Wahrscheinlichkeit nicht der Erwärmung, sondern weiterer Abkühlung nahe.
Drittens, der wissenschaftliche Streit über die Ursachen anhaltender Klimaveränderungen ist nicht vorbei, er geht weiter. Trotz gegenteiliger Beteuerungen gibt es darüber keinen wissenschaftlichen Konsens. Was sich immer mehr und mehr abzeichnet, ist, dass CO2 seine Rolle als Hauptübeltäter verliert und die möglichen Auswirkungen von Kohlenstoffdioxid bereits mehr oder weniger „aufgebraucht“ worden sind. Einfache, monokausale Theorien von Funktionszusammenhängen zwischen CO2 und der Temperatur sind augenscheinlich unhaltbar. Es gibt wirklich keine Linearität zwischen CO2-Emissionen und der Temperatur.
Viertens, die Idee eines statischen, sich nicht verändernden Klimas hat zweifellos nichts mit der Historie der Erde gemein. Das Klima hat sich immer verändert und das wird es auch immer.
Ich bin überzeugt, dass die Auswirkungen kleinerer Klimaveränderungen – wie wir sie erlebt haben (und in der vorhersehbaren Zukunft erleben könnten) – durch den Menschen und durch alle Arten von ihm ausgehender Aktivitäten aufgrund ihrer Größe praktisch vernachlässigbar sind. Der IPCC weist in seinen Modellsimulationen darauf hin, dass das Weltbruttosozialprodukt – wegen höherer Temperaturen – im Jahr 2100 um 2,9% niedriger liegen wird, als ohne irgendeine Erwärmung. Ich wiederhole, nur 2,9%, wenn wir nichts tun und die Erwärmung – die vom IPCC prognostiziert wurde – ihren Lauf nehmen lassen. Dieselben Modelle legen nahe, dass das Bruttosozialprodukt in Industrieländern pro Kopf, im Gegensatz zu heute, um das Achtfache angestiegen sein wird und in den Entwicklungsländern um das Fünffache höher sein wird, als heute in diesen Ländern.
Diese Zahlen sind nicht von mir, diese Zahlen stammen von führenden Vertretern der Erderwärmungsdoktrin. Die Fragen muss daher gestellt werden: Sollen wir die heutigen CO2-Emissionen drastisch um 20%, 30%, 50% oder 80% senken und damit unseren Lebensstil zum Wohle ein solch minimalen Effekts aufgeben, wenn man dabei berücksichtigt, dass es künftige Generationen wesentlich besser haben werden, als wir heute? Meine Antwort ist, dass 2,9% des künftigen Bruttosozialprodukts ein geringer Verlust sind. Der Verlust, der durch den komplett sinnlosen Kampf gegen die Erderwärmung geschaffen wird, so wie er von den gegenwärtigen Erderwärmungspanikmachern geplant worden ist, wäre bei Weitem größer.
Die Politiker, ihre Bürokraten und viele gutmeinende Personen, welche die Panik schürenden Ansichten des anthropogenen Klimawandels akzeptieren, hoffen vielleicht, dass sie mit einem derartigen Verhalten Intelligenz, Tugend und Altruismus zur Schau stellen. Einige von ihnen glauben sogar, dass sie die Erde retten. Wir sollten sie darüber informieren, dass sie lediglich passive Figuren in den Händen der Lobbyisten sind, der Produzenten der Ökotechnologien, der Landwirtschaftsunternehmen die Ethanol produzieren, der Handelsfirmen die mit CO2-Emissionsrechten Geschäfte machen usw., die hoffen auf unsere Kosten Milliarden zu machen. Da gibt es keinen Altruismus. Es handelt sich um eine kaltherzige politische und unternehmerische Kalkulation.
Bevor ich zum Schluss komme, muss ich meine Frage wiederholen: „Was ist bedroht?“ Meine Antwort ist: „Unsere Freiheit und unser Wohlstand.“
Einen letzten Kommentar. Sehr oft erlebe ich, dass die Menschen zwei Sachen durcheinanderbringen – einen notwendigen Schutz der Umwelt (notwendig, weil kein Zweifel darüber besteht, dass wir uns um Flüsse, Seen, Meere, Wälder und die Luft kümmern müssen) und einen irrationalen Versuch gegen den Klimawandel zu kämpfen und das Klima zu schützen. Ich begrüße rationale Bemühungen außerordentlich, wenn es um Umweltschutz geht, aber ich lehne jegliche Versuche das Klima zu verändern – oder wie ich oft höre – den Klimawandel zu bekämpfen mit Entschiedenheit ab.
Lesen Sie mehr über Václav Klaus: Die Erderwärmungspanikmache ist eine massive Bedrohung unserer Freiheit von www.propagandafront.de
Donnerstag, 21. Januar 2010
Climategate - Die Wahrheit kommt ans Licht
Die Stunde der Zweifler
Wissenschaft und Politik glauben, dass ein menschenverursachter Klimawandel den Planeten gefährdet und Abhilfe nottut. Haben sie recht, oder sind sie einem Irrtum erlegen? Neue Erkenntnisse verändern jetzt die Debatte. Teil 1.
Von Hanspeter Born
Wie kann ich, durchschnittlich intelligenter Normalbürger mit schwacher Erinnerung an das, was man mir einst in Physik- und Chemiestunden einzutrichtern versuchte, zu einem vernünftigen Urteil über den Klimawandel und dessen Folgen gelangen? Ich tue, was die meisten tun, und ziehe die unter Fachleuten gängige Meinung zu Rate. Und stelle fest: Wenn es um die Frage der globalen Erwärmung und ihre menschengemachte Verursachung geht, ist der Konsens der Wissenschaftler erdrückend.
Im 4. Sachstandsbericht des IPCC – des Intergovernmental Panel on Climate Change oder Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen lesen wir: «Die Erwärmung des Klimasystems ist eindeutig, wie dies nun aufgrund der Beobachtungen des Anstiegs der mittleren globalen Luft- und Meerestemperaturen, des ausgedehnten Abschmelzens von Schnee und Eis und des Anstiegs des mittleren globalen Meeresspiegels offensichtlich ist.» Zu den Ursachen dieser Erwärmung heisst es: «Der grösste Teil des beobachteten Anstiegs der mittleren globalen Temperatur seit Mitte des 20. Jahrhunderts ist sehr wahrscheinlich durch den beobachteten Anstieg der anthropogenen Treibhausgaskonzentrationen verursacht.» Zum Ausmass und zu den Auswirkungen der menschengemachten Klimaerwärmung: «Die Bandbreite der möglichen daraus folgenden Temperaturerhöhung bis Ende des 21. Jahrhunderts liegt bei 1,1 bis 6,4 Grad Celsius. Die möglichen Folgen umfassen unter anderem zunehmende Wetterextreme wie Hitzetage, Hitzewellen und Starkregen.
Tropische Stürme werden heftiger; in hohen Breiten nimmt die Niederschlagsmenge zu, in niedrigen Breiten ab. Semiaride Gebiete werden unter zunehmendem Wassermangel leiden. Besonders betroffen werden Afrika (schwere Beeinträchtigungen der Landwirtschaft in vielen Ländern) und Asien (Überflutungen in den bevölkerungsreichen Grossdeltas) sein.»
Dieser alarmierende Bericht, seit 1990 der vierte seiner Art, ist das Ergebnis einer sechsjährigen Arbeit von 450 Leitautoren, 800 mitwirkenden Autoren und 2500 wissenschaftlichen Rezensenten – alles Fachleute auf ihren Gebieten. Wie kam es zu diesen grossangelegten, auf zahlreiche aufwendige Forschungsprojekte gestützten Studien, die jetzt die Grundlage für politisches Handeln und den Abschluss internationaler Verträge darstellen?
Schlimmes menschliches Treiben
Man vergisst gerne, dass die Befunde über die Klimaerwärmung relativ jung sind. Der Treibhauseffekt war zwar bereits im 19. Jahrhundert erkannt worden, aber erst in den 1950er Jahren begann eine Handvoll Wissenschaftler, die Konzentration von Treibhausgasen, besonders von CO2, in der Atmosphäre zu berechnen. In der Folge wurden Modelle des möglichen künftigen Temperaturanstieg entwickelt. Die siebziger und achtziger Jahre brachten das Wachsen des Umweltschutzbewusstseins und der Umweltschutzbewegung. Eine weitere Öffentlichkeit wurde hellhörig für die möglichen schlimmen Auswirkungen menschlichen Treibens auf unserem Planeten. Der einflussreiche Club of Rome sagte voraus, dass wegen des zu erwartenden Versiegens vieler Rohstoffquellen die Menschheit nach der Jahrtausendwende an die Grenzen des Wachstums stossen und die Nahrungs- und Industrieproduktion zusammenbrechen werde. In der Schweiz und in Deutschland befürchtete man das unaufhaltsame Sterben der Wälder.
Der Treibhauseffekt und die globale Erwärmung wurden als nächstes ernsthaftes Problem wahrgenommen. Anders als bei den Prognosen über das Versiegen des Erdöls und das Verschwinden der Wälder beruhten die Warnungen vor der globalen Erwärmung auf fundierten, breiten Nachforschungen, Messungen und Modellen erstrangiger Institute und Naturwissenschaftler, denen die Politiker die für ihre Arbeit nötigen Mittel zur Verfügung stellten. Entscheidend beteiligt an der 1988 erfolgten Gründung des IPCC 1 waren dessen erster Präsident, der schwedische Meteorologe Bert Bolin, der Astrophysiker James Hansen, der bei einer Anhörung den amerikanischen Kongress überzeugen konnte, und nicht zuletzt die britische Premierministerin Margaret Thatcher, welche die Bedeutung der globalen Erwärmung für die Energiepolitik erkannt hatte und sich vehement für die solide wissenschaftliche Erforschung der Klimaproblematik einsetzte.
In ihren Memoiren zeigt sich Lady Thatcher erstaunt, dass das Fernsehen nicht einmal zugegen war, als sie vor der Royal Society ihre Umweltrede hielt. Es galt die Welt aufzurütteln. Die Vertreter der These einer gefährlichen menschen verursachten Klimaerwärmung wussten eine weitere Öffentlichkeit von der Dringlichkeit eines wirkungsvollen Klimaschutzes zu überzeugen. Stephen Schneider, Professor für Umweltbiologie an der Universität Stanford, formulierte das Dilemma des Gelehrten, der ethisch der Suche nach der Wahrheit verpflichtet ist und deshalb alle «Zweifel, Vorbehalte, Wenn und Aber» in Betracht ziehen muss: «Auf der anderen Seite sind wir nicht bloss Wissenschaftler, sondern auch menschliche Wesen. Und wie die meisten Leute wünschen wir, dass die Erde ein besserer Ort wird, was in diesem Zusammenhang bedeutet, dass wir darauf hinarbeiten, das Risiko eines potenziell verheerenden Klimawandels zu verhindern. Um dies zu erreichen, müssen wir breite Unterstützung finden und die Fantasie der Öffentlichkeit beflügeln. Dies zieht natürlich nach sich, dass man eine Menge von Medienberichterstattung erhält.
Deshalb müssen wir beängstigende Szenarien anbieten, vereinfachte dramatische Erklärungen abgeben und allfällige Zweifel, die wir haben könnten, kaum erwähnen.»
Übertreibungen und Unwahrheiten
Entscheidend für die Verbreitung der These von der gefährlichen Erderwärmung wurden Umweltschutzorganisationen wie Greenpeace, der World Wide Fund for Nature oder der Sierra Club. Eine ebenso wichtige Rolle spielten prominente Persönlichkeiten wie der ehemalige amerikanische Vizepräsident Al Gore. Gore, der sich schon als Kongressmitglied mit Umweltproblemen befasst hatte, wurde nach seiner verlorenen Präsidentschaftskampagne von 2000 zum weltweit bekanntesten Sprecher für den Klimaschutz. Mit seinen dramatischen Vorträgen, Schriften und dem Oscar-gekrönten Film «An Inconvenient Truth» («Eine unbequeme Wahrheit») rüttelte er die Weltöffentlichkeit auf. Obschon sein Film zahlreiche Übertreibungen und Unwahrheiten enthält, erhielt Gore für seine Bemühungen um die Bewusstmachung der Klimakrise zusammen mit dem IPCC 2007 den Friedensnobelpreis. In der Würdigung heisst es: «Er ist wahrscheinlich das einzelne Individuum, das am meisten getan hat, um ein weltweites Verständnis für die Massnahmen zu schaffen, die getroffen werden müssen.»
Die Öffentlichkeitsarbeit von Umweltschutzadvokaten wie Gore sowie die Ergebnisse der nun seit zwei Jahrzehnten betriebenen Forschungen haben Politiker, Medien und Öffentlichkeit auf der ganzen Welt davon überzeugen können, dass die globale Erwärmung real, menschengemacht und gefährlich ist.
Die Einsicht, dass Handeln nottat, setzte sich durch. Am «Erdgipfel» in Rio de Janeiro wurde 1992 eine Klimarahmenkonvention unterzeichnet, die 1997 zum (von den USA und andern nicht ratifizierten) Kioto-Protokoll führte, das verbindliche Zielwerte für den Ausstoss von Treibhausgasen festlegte. Nächster Schritt war Kopenhagen mit dem bekannten bescheidenen Ergebnis. Im November soll in Mexiko ein internationales Abkommen mit verbindlichen Emissionszielwerten unterzeichnungsreif sein.
Eine einheitliche Weltmeinung gab es allerdings nie. Der Widerstand gegen den geforderten Umstieg von fossilen auf CO2-arme Energieträger kam anfänglich von der Öl- und Kohle-Industrie und deren Lobbyisten. James Inhofe, einflussreicher Senator aus dem Ölstaat Oklahoma, vom Spiegel als «Kopf der Betonfraktion Washingtons» betitelt, hält die These von einer katastrophalen globalen Erwärmung seit Jahren für einen «Schwindel» und hat jüngst in Kopenhagen wieder erklärt: «Die USA werden kein Emissionshandelssystem beschliessen. Die Chance ist gleich null.» Nur eine verschwindend kleine Zahl von meist von der Energieindustrie finanzierten Wissenschaftlern widersetzten sich schon früh dem allgemeinen Konsens, so etwa der 1924 in Wien geborene amerikanische Atmosphärenphysiker Fred Singer, der die Ansicht vertritt, dass «die menschenverursachte Klimaerwärmung, obschon sie gemäss Treibhauseffekttheorie erwartet wird, schwer aufzuzeigen ist und wahrscheinlich im Vergleich zu natürlichen Klimavariationen unbedeutend bleibt.»
Die «Klimaleugner», wie man die Skeptiker bald nannte, blieben aber unter den Naturwissenschaftlern in der Minderheit. 2007 stellten Peter Doran, Professor für Umweltwissenschaft an der Universität Illinois, und seine Mitarbeiterin M. Kendall Zimmerman über 10 000 Erdwissenschaftlern per E-Mail die Frage: «War menschliche Aktivität ein massgeblicher Faktor in der Veränderung der globalen Durchschnittstemperaturen?» Etwa ein Drittel antworteten. 82 Prozent bejahten die Frage. Unter aktiven, durch wissenschaftliche Publikationen in Erscheinung getretenen Klimatologen lag die Zustimmungsrate bei 97 Prozent. Am skeptischsten zeigten sich Erdölgeologen und Meteorologen, von denen bloss 47 respektive 64 Prozent die Frage nach einem massgeblichen anthropogenen Einfluss auf die Klimaerwärmung bejahten.
2004 hatte sich Naomi Oreskes 928 Kurzzusammenfassungen von in «peer-reviewed» Fachzeitschriften erschienenen Artikeln über Klimawandel angeschaut und herausgefunden, dass 75 Prozent den IPCC-Konsens guthiessen, 25 Prozent keine Stellung zur Frage der anthropogenen Erwärmung bezogen und keine einzige dieser Abhandlungen den Konsens in Frage stellte.
«Eine Art Religion»
Widerstand gegen die Auffassung, dass dringliche Massnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels nötig seien, regte sich vor allem unter liberalen Nationalökonomen. Im britischen Oberhaus stellte Lord Lawson, als Nigel Lawson einst Schatzkanzler und enger Mitarbeiter von Margaret Thatcher, die Objektivität des IPCC in Frage. Der Weltwoche (22.2.07) sagte er in einem Interview: «Nach gängiger Auffassung ist über die Hälfte des Anstiegs von einem halben Grad Celsius in den letzten 25 Jahren wahrscheinlich Treibhausgasemissionen zuzuschreiben. Die Temperatur kann noch weiter ansteigen, obschon wir dies nicht sicher voraussagen können. Aber es gibt keinen Grund zur Hysterie. Die Fakten, wie sie vorliegen, sind nicht alarmierend. Der Mensch ist ausserordentlich einfallsreich und anpassungsfähig. Wenn die Erwärmung des Klimas stufenweise fortschreitet, bringt dies Vor- und Nachteile. Die Vorteile können wir ernten und durch intelligente Anpassung und technische Fortschritte die Nachteile erheblich mildern.» Lawson sagte weiter: «Die Angst vor dem Klimawandel scheint mir vergleichbar mit dem ‹Da Vinci Code›, einem weltweiten Bestseller, der ein kleines Quäntchen Wahrheit enthält, aber im Grossen und Ganzen Mumpitz ist.» Für Lawson ist die Furcht vor der Erwärmung «eine Art Religion geworden. Jeder, der nicht einverstanden ist, wird beinahe als Gotteslästerer betrachtet.»
In die gleiche Kerbe wie Lawson hieb auch ein anderer gelernter Nationalökonom, der tschechische Staatspräsdient Václav Klaus. «Sind 2,5 Grad Celsius Erwärmung und 30 Zentimeter Erhöhung des Meeresspiegels wirklich das Problem? Wird dies die Menschheit wirklich bedrohen? Braucht man die Menschheit wirklich vor diesen Folgen zu retten? Darauf würde ich antworten: Nein. Die Menschheit ist anpassungsfähig. In der Vergangenheit ist die Menschheit mehrmals mit solchen Veränderungen fertig geworden.» Klaus wies auch darauf hin, dass der Konsens nicht so klar ist, wie immer angegeben wird, und dass von den 2500 an den IPCC-Berichten beteiligten Wissenschaftlern «nur 80 . . . wirkliche Klimatologen» sind.
David Henderson, ehemaliger Direktor der statistischen und ökonomischen Abteilung der OECD, hoher Beamter des britischen Schatzamts und Professor am University College London, ging der Frage nach, wieso in allen demokratischen Staaten sich über die Parteien hinweg die Ansicht durchgesetzt hat, dass die menschengemachte Erderwärmung ein Problem darstelle und internationales Handeln nötig mache. Dieser Konsens stützt sich gemäss Henderson auf den Glauben, dass die «wissenschaftliche Forschung zunehmend gefestigtes und mittlerweile unantastbares Beweismaterial für die Realität und die Gefahr der globalen Erwärmung geliefert hat». Schliesslich hätten ja hochangesehene nicht beteiligte Wissenschaftler und wissenschaftliche Gesellschaften in vielen Ländern der Arbeit des IPCC ihr Gütesiegel gegeben.
Im Gegensatz zu der gängigen Meinung hält nun aber Henderson das ganze Berichts- und Beratungsverfahren des IPCC für äusserst fragwürdig: Die Berichte zeigten Schwächen in der Behandlung ökonomischer Themen; sie verliessen sich übermässig auf den Peer-Review-Prozess, der keine Qualitätsgarantie darstelle; es seien beim Umgang mit Daten keine ausgewiesenen Statistiker beigezogen worden; man habe eine ungenügende Bandbreite von Ansichten und Fachwissen berücksichtigt und bei der Vorbereitung der Sachstandsberichte Kritiken nicht gebührend beachtet.
Henderson erklärt sich diesen Tatbestand mit der Voreingenommenheit der Leute und Organisationen, die im IPCC das Berichts- und Beratungsverfahren leiten und kontrollieren. Sie seien als Mitglieder des Umweltpolitikmilieus von vornherein von der Dringlichkeit der Klimasache überzeugt gewesen. Gleichermassen seien auch viele Wissenschaftler befangen und in der Klimaangelegenheit weder objektiv noch neutral gewesen. Dies habe sich auch daran gezeigt, dass Dissidenten vorgeworfen wurde, sie untergrüben die Wissenschaft und seien Mitglieder einer aktiven und wohlfinanzierten «Leugnerlobby». Man habe Andersdenkende (um einen Orwell-Ausdruck zu benutzen) als «thought criminals», Denkkriminelle, behandelt.
Wenn nun aber das Klima wirklich an einem tipping point ist, wenn wir tatsächlich, wie Jim Hansen, einer der Gründerväter der Klimaforschung, meint, vor «explosiven Veränderungen mit irreversiblen Auswirkungen» stehen, müssen wir nicht den Ausstoss von Fossilbrennstoffgasen dringend bremsen? Vor einem Jahr schrieb Hansen: «Während das arktische Meereis schmilzt, absorbiert der dunklere Ozean mehr Sonnenlicht und beschleunigt das Schmelzen. Während die Tundra schmilzt, wird Methan, ein starkes Treibhausgas, freigesetzt und verursacht weiteres Schmelzen. Während durch die Verschiebung der Klimazonen Arten ausgerottet werden, können Ökosysteme zusammenbrechen und weitere Arten zerstören. Die durch Wetterschwankungen und wirtschaftliche Wirren hin- und hergeworfene Öffentlichkeit hat wenig Zeit, auf Jahrzehnte bezogene Veränderungen zu analysieren. Wie kann man von Leuten erwarten, dass sie die Ratschläge beurteilen und filtrieren können, die von jenen stammen, die Sonderinteressen vorantreiben? Wie können Leute erstrangige Wissenschaft von Pseudowissenschaft unterscheiden?»
Zunehmende Bedenken
Die Frage der Trennung der Spreu vom Weizen, der soliden Wissenschaft von der Pseudowissenschaft, ist die Grundfrage in der Klimadiskussion. Nun melden immer mehr ernsthafte Naturwissenschaftler ihre Bedenken gegenüber dem von Hansen vertretenen Konsens an. «Unser Planet ist in Gefahr», sagt Hansen, «wenn wir nicht den Kurs ändern, übergeben wir unseren Kindern eine Situation, die ausser ihrer Kontrolle ist.» Dem widerspricht William Harper, Physikprofessor an der Universität Princeton, der vor dem Umweltsausschuss des Senats erklärte: «Ich glaube, dass die Zunahme von CO2 keine Ursache zur Beunruhigung darstellt, sondern für die Menschheit gut ist.» Künftige Historiker, sagte Harper, würden die heutige Debatte über den Klimawandel mit der gutgemeinten amerikanischen Verfassungsänderung von 1917 vergleichen, welche Herstellung, Verkauf und Transport von alkoholischen Getränken verbot: «Zutiefst ehrliche Menschen glaubten, sie retteten die Menschheit vor den Übeln des Alkohols, genauso wie viele Leute heute aufrichtig glauben, sie würden die Menschheit von den Übeln des CO2 retten. Die Prohibition war ein Fehler, und unser Land hat sich wahrscheinlich bis heute nicht von dem durch sie zugefügten Schaden erholt. Das organisierte Verbrechen nahm in jener Ära seinen Anfang. Drastische Beschränkungen von CO2 laufen Gefahr, unserem Land auf ähnliche Weise zu schaden.»
In einer für Laien verständlichen Sprache erklärte Harper dem Senat, dass die unbestreitbare gegenwärtige Erwärmung des Klimas nicht von der ebenfalls unbestreitbaren Zunahme der CO2-Konzentration in der Atmosphäre verursacht wird: «Die gegenwärtige Wärmeperiode begann ungefähr 1800, am Ende der Kleinen Eiszeit, lange vor einer spürbaren Zunahme des CO2. Es hat in den 10 000 Jahren seit dem Ende der letzten Eiszeit mehrere Male ähnliche und sogar grössere Erwärmungen gegeben. Diese früheren Erwärmungen hatten eindeutig nichts mit der Verbrennung von Fossiltreibstoffen zu tun. Die gegenwärtige Erwärmung scheint hauptsächlich auf natürliche Ursachen zurückzuführen zu sein, nicht auf die zunehmende CO2-Konzentration. In den letzten zehn Jahren hat es keine globale Erwärmung gegeben, sondern tatsächlich eine leichte Abkühlung.»
Harper wies auch darauf hin, dass die Voraussagen der Computermodelle, die das Verhalten der Erde im Zusammenhang mit dem CO2-Ausstoss nachzuahmen versuchen, sich als nicht sehr zuverlässig erwiesen haben und beispielsweise das Ausbleiben einer weiteren Erwärmung in den letzten zehn Jahren nicht vorausgesagt haben. Was den Konsens über die katastrophalen Auswirkungen des Klimawandels anbetrifft, erinnerte Harper daran, dass historisch gesehen der wissenschaftliche Konsens oft falsch war: «Was in der Wissenschaft korrekt ist, wird nicht durch den Konsens bestimmt, sondern durch Experimente und Beobachtungen.»
«Hundert Autoren gegen Einstein»
In der Wissenschaft zählt nicht, wie viele Gelehrte eine Theorie unterstützen, sondern ob die Theorie den Bemühungen, sie zu falsifizieren, standhält. Als 1931 eine Schrift «Hundert Autoren gegen Einstein» die Relativitätstheorie angriff, soll Einstein gesagt haben: «Wieso hundert Autoren? Wenn ich unrecht hätte, würde einer genügen.»
Umfrage der Woche: Was ist Ihre Meinung zur Klimadebatte?
Dass die vom IPCC vertretene Theorie einer menschenverursachten gefährlichen Klimaveränderung einer rigorosen Prüfung nicht standhält, hat Richard Lindzen, Professor für Meteorologie am Massachusetts Institute of Technology, mit Argumenten begründet, die auch einem Laien einleuchten: Die Computermodelle, auf die sich das IPCC stützt, gehen davon aus, dass der CO2-Treibhauseffekt durch die von Wasserdampf und Wolken verursachte Rückkoppelung fünf Mal verstärkt wird, was bis zum Jahrhundertende «nach besten Schätzungen» zu einem Temperaturanstieg von 1,8 bis 4 Grad Celsius führen würde. Lindzen vergleicht nun die Rechnermodelle mit effektiven Satellitentemperaturmessungen seit 1979 und zieht daraus den Schluss, dass der Wärmungstrend bei 0,5 Grad Celsius eng begrenzt bleibt: «Dies besagt, dass die Natur, wie jeder vernünftige Mensch annehmen würde, durch stabilisierende negative Rückkoppelungen und nicht durch destabilisierende positive Rückkoppelungen bestimmt wird.»
Für Lindzen sind Klimaschwankungen normal und braucht die seit Ende der Kleinen Eiszeit registrierte Erderwärmung braucht nicht durch den Treibhauseffekt erklärt zu werden: «Die unstetigen und sogar turbulenten Bewegungen des Ozeans und der Atmosphäre bewegen ständig Hitze von einem Ort zum andern, und dies in Zeitspannen, die von Tagen bis zu Jahrhunderten reichen. Dadurch bringen sie das System aus dem Gleichgewicht mit der Sonne, was zu Schwankungen in der Temperatur führt. Die Idee, dass solche Schwankungen spezifische Ursachen haben müssen, ist absurd – beinahe so absurd, als wollte man spezifische Ursachen für jeden Wirbel in einem sprudelnden Bach abklären.»
In einem Vortrag vom letzten März sagte Lindzen: «Wir werden schliesslich gegen die menschgemachte Erwärmungshysterie gewinnen, aus dem einfachen Grund, weil wir recht haben und sie unrecht.»
Damals gehörte Lindzen noch zu den Rufern in der Wüste. Seit im vergangenen November ein riesiger Wust von zwischen führenden Klimaforschern ausgetauschten E-Mails und Dateien an die Öffentlichkeit gelangte, hat sich die Lage radikal geändert.
Wissenschaft und Politik glauben, dass ein menschenverursachter Klimawandel den Planeten gefährdet und Abhilfe nottut. Haben sie recht, oder sind sie einem Irrtum erlegen? Neue Erkenntnisse verändern jetzt die Debatte. Teil 1.
Von Hanspeter Born
Wie kann ich, durchschnittlich intelligenter Normalbürger mit schwacher Erinnerung an das, was man mir einst in Physik- und Chemiestunden einzutrichtern versuchte, zu einem vernünftigen Urteil über den Klimawandel und dessen Folgen gelangen? Ich tue, was die meisten tun, und ziehe die unter Fachleuten gängige Meinung zu Rate. Und stelle fest: Wenn es um die Frage der globalen Erwärmung und ihre menschengemachte Verursachung geht, ist der Konsens der Wissenschaftler erdrückend.
Im 4. Sachstandsbericht des IPCC – des Intergovernmental Panel on Climate Change oder Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen lesen wir: «Die Erwärmung des Klimasystems ist eindeutig, wie dies nun aufgrund der Beobachtungen des Anstiegs der mittleren globalen Luft- und Meerestemperaturen, des ausgedehnten Abschmelzens von Schnee und Eis und des Anstiegs des mittleren globalen Meeresspiegels offensichtlich ist.» Zu den Ursachen dieser Erwärmung heisst es: «Der grösste Teil des beobachteten Anstiegs der mittleren globalen Temperatur seit Mitte des 20. Jahrhunderts ist sehr wahrscheinlich durch den beobachteten Anstieg der anthropogenen Treibhausgaskonzentrationen verursacht.» Zum Ausmass und zu den Auswirkungen der menschengemachten Klimaerwärmung: «Die Bandbreite der möglichen daraus folgenden Temperaturerhöhung bis Ende des 21. Jahrhunderts liegt bei 1,1 bis 6,4 Grad Celsius. Die möglichen Folgen umfassen unter anderem zunehmende Wetterextreme wie Hitzetage, Hitzewellen und Starkregen.
Tropische Stürme werden heftiger; in hohen Breiten nimmt die Niederschlagsmenge zu, in niedrigen Breiten ab. Semiaride Gebiete werden unter zunehmendem Wassermangel leiden. Besonders betroffen werden Afrika (schwere Beeinträchtigungen der Landwirtschaft in vielen Ländern) und Asien (Überflutungen in den bevölkerungsreichen Grossdeltas) sein.»
Dieser alarmierende Bericht, seit 1990 der vierte seiner Art, ist das Ergebnis einer sechsjährigen Arbeit von 450 Leitautoren, 800 mitwirkenden Autoren und 2500 wissenschaftlichen Rezensenten – alles Fachleute auf ihren Gebieten. Wie kam es zu diesen grossangelegten, auf zahlreiche aufwendige Forschungsprojekte gestützten Studien, die jetzt die Grundlage für politisches Handeln und den Abschluss internationaler Verträge darstellen?
Schlimmes menschliches Treiben
Man vergisst gerne, dass die Befunde über die Klimaerwärmung relativ jung sind. Der Treibhauseffekt war zwar bereits im 19. Jahrhundert erkannt worden, aber erst in den 1950er Jahren begann eine Handvoll Wissenschaftler, die Konzentration von Treibhausgasen, besonders von CO2, in der Atmosphäre zu berechnen. In der Folge wurden Modelle des möglichen künftigen Temperaturanstieg entwickelt. Die siebziger und achtziger Jahre brachten das Wachsen des Umweltschutzbewusstseins und der Umweltschutzbewegung. Eine weitere Öffentlichkeit wurde hellhörig für die möglichen schlimmen Auswirkungen menschlichen Treibens auf unserem Planeten. Der einflussreiche Club of Rome sagte voraus, dass wegen des zu erwartenden Versiegens vieler Rohstoffquellen die Menschheit nach der Jahrtausendwende an die Grenzen des Wachstums stossen und die Nahrungs- und Industrieproduktion zusammenbrechen werde. In der Schweiz und in Deutschland befürchtete man das unaufhaltsame Sterben der Wälder.
Der Treibhauseffekt und die globale Erwärmung wurden als nächstes ernsthaftes Problem wahrgenommen. Anders als bei den Prognosen über das Versiegen des Erdöls und das Verschwinden der Wälder beruhten die Warnungen vor der globalen Erwärmung auf fundierten, breiten Nachforschungen, Messungen und Modellen erstrangiger Institute und Naturwissenschaftler, denen die Politiker die für ihre Arbeit nötigen Mittel zur Verfügung stellten. Entscheidend beteiligt an der 1988 erfolgten Gründung des IPCC 1 waren dessen erster Präsident, der schwedische Meteorologe Bert Bolin, der Astrophysiker James Hansen, der bei einer Anhörung den amerikanischen Kongress überzeugen konnte, und nicht zuletzt die britische Premierministerin Margaret Thatcher, welche die Bedeutung der globalen Erwärmung für die Energiepolitik erkannt hatte und sich vehement für die solide wissenschaftliche Erforschung der Klimaproblematik einsetzte.
In ihren Memoiren zeigt sich Lady Thatcher erstaunt, dass das Fernsehen nicht einmal zugegen war, als sie vor der Royal Society ihre Umweltrede hielt. Es galt die Welt aufzurütteln. Die Vertreter der These einer gefährlichen menschen verursachten Klimaerwärmung wussten eine weitere Öffentlichkeit von der Dringlichkeit eines wirkungsvollen Klimaschutzes zu überzeugen. Stephen Schneider, Professor für Umweltbiologie an der Universität Stanford, formulierte das Dilemma des Gelehrten, der ethisch der Suche nach der Wahrheit verpflichtet ist und deshalb alle «Zweifel, Vorbehalte, Wenn und Aber» in Betracht ziehen muss: «Auf der anderen Seite sind wir nicht bloss Wissenschaftler, sondern auch menschliche Wesen. Und wie die meisten Leute wünschen wir, dass die Erde ein besserer Ort wird, was in diesem Zusammenhang bedeutet, dass wir darauf hinarbeiten, das Risiko eines potenziell verheerenden Klimawandels zu verhindern. Um dies zu erreichen, müssen wir breite Unterstützung finden und die Fantasie der Öffentlichkeit beflügeln. Dies zieht natürlich nach sich, dass man eine Menge von Medienberichterstattung erhält.
Deshalb müssen wir beängstigende Szenarien anbieten, vereinfachte dramatische Erklärungen abgeben und allfällige Zweifel, die wir haben könnten, kaum erwähnen.»
Übertreibungen und Unwahrheiten
Entscheidend für die Verbreitung der These von der gefährlichen Erderwärmung wurden Umweltschutzorganisationen wie Greenpeace, der World Wide Fund for Nature oder der Sierra Club. Eine ebenso wichtige Rolle spielten prominente Persönlichkeiten wie der ehemalige amerikanische Vizepräsident Al Gore. Gore, der sich schon als Kongressmitglied mit Umweltproblemen befasst hatte, wurde nach seiner verlorenen Präsidentschaftskampagne von 2000 zum weltweit bekanntesten Sprecher für den Klimaschutz. Mit seinen dramatischen Vorträgen, Schriften und dem Oscar-gekrönten Film «An Inconvenient Truth» («Eine unbequeme Wahrheit») rüttelte er die Weltöffentlichkeit auf. Obschon sein Film zahlreiche Übertreibungen und Unwahrheiten enthält, erhielt Gore für seine Bemühungen um die Bewusstmachung der Klimakrise zusammen mit dem IPCC 2007 den Friedensnobelpreis. In der Würdigung heisst es: «Er ist wahrscheinlich das einzelne Individuum, das am meisten getan hat, um ein weltweites Verständnis für die Massnahmen zu schaffen, die getroffen werden müssen.»
Die Öffentlichkeitsarbeit von Umweltschutzadvokaten wie Gore sowie die Ergebnisse der nun seit zwei Jahrzehnten betriebenen Forschungen haben Politiker, Medien und Öffentlichkeit auf der ganzen Welt davon überzeugen können, dass die globale Erwärmung real, menschengemacht und gefährlich ist.
Die Einsicht, dass Handeln nottat, setzte sich durch. Am «Erdgipfel» in Rio de Janeiro wurde 1992 eine Klimarahmenkonvention unterzeichnet, die 1997 zum (von den USA und andern nicht ratifizierten) Kioto-Protokoll führte, das verbindliche Zielwerte für den Ausstoss von Treibhausgasen festlegte. Nächster Schritt war Kopenhagen mit dem bekannten bescheidenen Ergebnis. Im November soll in Mexiko ein internationales Abkommen mit verbindlichen Emissionszielwerten unterzeichnungsreif sein.
Eine einheitliche Weltmeinung gab es allerdings nie. Der Widerstand gegen den geforderten Umstieg von fossilen auf CO2-arme Energieträger kam anfänglich von der Öl- und Kohle-Industrie und deren Lobbyisten. James Inhofe, einflussreicher Senator aus dem Ölstaat Oklahoma, vom Spiegel als «Kopf der Betonfraktion Washingtons» betitelt, hält die These von einer katastrophalen globalen Erwärmung seit Jahren für einen «Schwindel» und hat jüngst in Kopenhagen wieder erklärt: «Die USA werden kein Emissionshandelssystem beschliessen. Die Chance ist gleich null.» Nur eine verschwindend kleine Zahl von meist von der Energieindustrie finanzierten Wissenschaftlern widersetzten sich schon früh dem allgemeinen Konsens, so etwa der 1924 in Wien geborene amerikanische Atmosphärenphysiker Fred Singer, der die Ansicht vertritt, dass «die menschenverursachte Klimaerwärmung, obschon sie gemäss Treibhauseffekttheorie erwartet wird, schwer aufzuzeigen ist und wahrscheinlich im Vergleich zu natürlichen Klimavariationen unbedeutend bleibt.»
Die «Klimaleugner», wie man die Skeptiker bald nannte, blieben aber unter den Naturwissenschaftlern in der Minderheit. 2007 stellten Peter Doran, Professor für Umweltwissenschaft an der Universität Illinois, und seine Mitarbeiterin M. Kendall Zimmerman über 10 000 Erdwissenschaftlern per E-Mail die Frage: «War menschliche Aktivität ein massgeblicher Faktor in der Veränderung der globalen Durchschnittstemperaturen?» Etwa ein Drittel antworteten. 82 Prozent bejahten die Frage. Unter aktiven, durch wissenschaftliche Publikationen in Erscheinung getretenen Klimatologen lag die Zustimmungsrate bei 97 Prozent. Am skeptischsten zeigten sich Erdölgeologen und Meteorologen, von denen bloss 47 respektive 64 Prozent die Frage nach einem massgeblichen anthropogenen Einfluss auf die Klimaerwärmung bejahten.
2004 hatte sich Naomi Oreskes 928 Kurzzusammenfassungen von in «peer-reviewed» Fachzeitschriften erschienenen Artikeln über Klimawandel angeschaut und herausgefunden, dass 75 Prozent den IPCC-Konsens guthiessen, 25 Prozent keine Stellung zur Frage der anthropogenen Erwärmung bezogen und keine einzige dieser Abhandlungen den Konsens in Frage stellte.
«Eine Art Religion»
Widerstand gegen die Auffassung, dass dringliche Massnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels nötig seien, regte sich vor allem unter liberalen Nationalökonomen. Im britischen Oberhaus stellte Lord Lawson, als Nigel Lawson einst Schatzkanzler und enger Mitarbeiter von Margaret Thatcher, die Objektivität des IPCC in Frage. Der Weltwoche (22.2.07) sagte er in einem Interview: «Nach gängiger Auffassung ist über die Hälfte des Anstiegs von einem halben Grad Celsius in den letzten 25 Jahren wahrscheinlich Treibhausgasemissionen zuzuschreiben. Die Temperatur kann noch weiter ansteigen, obschon wir dies nicht sicher voraussagen können. Aber es gibt keinen Grund zur Hysterie. Die Fakten, wie sie vorliegen, sind nicht alarmierend. Der Mensch ist ausserordentlich einfallsreich und anpassungsfähig. Wenn die Erwärmung des Klimas stufenweise fortschreitet, bringt dies Vor- und Nachteile. Die Vorteile können wir ernten und durch intelligente Anpassung und technische Fortschritte die Nachteile erheblich mildern.» Lawson sagte weiter: «Die Angst vor dem Klimawandel scheint mir vergleichbar mit dem ‹Da Vinci Code›, einem weltweiten Bestseller, der ein kleines Quäntchen Wahrheit enthält, aber im Grossen und Ganzen Mumpitz ist.» Für Lawson ist die Furcht vor der Erwärmung «eine Art Religion geworden. Jeder, der nicht einverstanden ist, wird beinahe als Gotteslästerer betrachtet.»
In die gleiche Kerbe wie Lawson hieb auch ein anderer gelernter Nationalökonom, der tschechische Staatspräsdient Václav Klaus. «Sind 2,5 Grad Celsius Erwärmung und 30 Zentimeter Erhöhung des Meeresspiegels wirklich das Problem? Wird dies die Menschheit wirklich bedrohen? Braucht man die Menschheit wirklich vor diesen Folgen zu retten? Darauf würde ich antworten: Nein. Die Menschheit ist anpassungsfähig. In der Vergangenheit ist die Menschheit mehrmals mit solchen Veränderungen fertig geworden.» Klaus wies auch darauf hin, dass der Konsens nicht so klar ist, wie immer angegeben wird, und dass von den 2500 an den IPCC-Berichten beteiligten Wissenschaftlern «nur 80 . . . wirkliche Klimatologen» sind.
David Henderson, ehemaliger Direktor der statistischen und ökonomischen Abteilung der OECD, hoher Beamter des britischen Schatzamts und Professor am University College London, ging der Frage nach, wieso in allen demokratischen Staaten sich über die Parteien hinweg die Ansicht durchgesetzt hat, dass die menschengemachte Erderwärmung ein Problem darstelle und internationales Handeln nötig mache. Dieser Konsens stützt sich gemäss Henderson auf den Glauben, dass die «wissenschaftliche Forschung zunehmend gefestigtes und mittlerweile unantastbares Beweismaterial für die Realität und die Gefahr der globalen Erwärmung geliefert hat». Schliesslich hätten ja hochangesehene nicht beteiligte Wissenschaftler und wissenschaftliche Gesellschaften in vielen Ländern der Arbeit des IPCC ihr Gütesiegel gegeben.
Im Gegensatz zu der gängigen Meinung hält nun aber Henderson das ganze Berichts- und Beratungsverfahren des IPCC für äusserst fragwürdig: Die Berichte zeigten Schwächen in der Behandlung ökonomischer Themen; sie verliessen sich übermässig auf den Peer-Review-Prozess, der keine Qualitätsgarantie darstelle; es seien beim Umgang mit Daten keine ausgewiesenen Statistiker beigezogen worden; man habe eine ungenügende Bandbreite von Ansichten und Fachwissen berücksichtigt und bei der Vorbereitung der Sachstandsberichte Kritiken nicht gebührend beachtet.
Henderson erklärt sich diesen Tatbestand mit der Voreingenommenheit der Leute und Organisationen, die im IPCC das Berichts- und Beratungsverfahren leiten und kontrollieren. Sie seien als Mitglieder des Umweltpolitikmilieus von vornherein von der Dringlichkeit der Klimasache überzeugt gewesen. Gleichermassen seien auch viele Wissenschaftler befangen und in der Klimaangelegenheit weder objektiv noch neutral gewesen. Dies habe sich auch daran gezeigt, dass Dissidenten vorgeworfen wurde, sie untergrüben die Wissenschaft und seien Mitglieder einer aktiven und wohlfinanzierten «Leugnerlobby». Man habe Andersdenkende (um einen Orwell-Ausdruck zu benutzen) als «thought criminals», Denkkriminelle, behandelt.
Wenn nun aber das Klima wirklich an einem tipping point ist, wenn wir tatsächlich, wie Jim Hansen, einer der Gründerväter der Klimaforschung, meint, vor «explosiven Veränderungen mit irreversiblen Auswirkungen» stehen, müssen wir nicht den Ausstoss von Fossilbrennstoffgasen dringend bremsen? Vor einem Jahr schrieb Hansen: «Während das arktische Meereis schmilzt, absorbiert der dunklere Ozean mehr Sonnenlicht und beschleunigt das Schmelzen. Während die Tundra schmilzt, wird Methan, ein starkes Treibhausgas, freigesetzt und verursacht weiteres Schmelzen. Während durch die Verschiebung der Klimazonen Arten ausgerottet werden, können Ökosysteme zusammenbrechen und weitere Arten zerstören. Die durch Wetterschwankungen und wirtschaftliche Wirren hin- und hergeworfene Öffentlichkeit hat wenig Zeit, auf Jahrzehnte bezogene Veränderungen zu analysieren. Wie kann man von Leuten erwarten, dass sie die Ratschläge beurteilen und filtrieren können, die von jenen stammen, die Sonderinteressen vorantreiben? Wie können Leute erstrangige Wissenschaft von Pseudowissenschaft unterscheiden?»
Zunehmende Bedenken
Die Frage der Trennung der Spreu vom Weizen, der soliden Wissenschaft von der Pseudowissenschaft, ist die Grundfrage in der Klimadiskussion. Nun melden immer mehr ernsthafte Naturwissenschaftler ihre Bedenken gegenüber dem von Hansen vertretenen Konsens an. «Unser Planet ist in Gefahr», sagt Hansen, «wenn wir nicht den Kurs ändern, übergeben wir unseren Kindern eine Situation, die ausser ihrer Kontrolle ist.» Dem widerspricht William Harper, Physikprofessor an der Universität Princeton, der vor dem Umweltsausschuss des Senats erklärte: «Ich glaube, dass die Zunahme von CO2 keine Ursache zur Beunruhigung darstellt, sondern für die Menschheit gut ist.» Künftige Historiker, sagte Harper, würden die heutige Debatte über den Klimawandel mit der gutgemeinten amerikanischen Verfassungsänderung von 1917 vergleichen, welche Herstellung, Verkauf und Transport von alkoholischen Getränken verbot: «Zutiefst ehrliche Menschen glaubten, sie retteten die Menschheit vor den Übeln des Alkohols, genauso wie viele Leute heute aufrichtig glauben, sie würden die Menschheit von den Übeln des CO2 retten. Die Prohibition war ein Fehler, und unser Land hat sich wahrscheinlich bis heute nicht von dem durch sie zugefügten Schaden erholt. Das organisierte Verbrechen nahm in jener Ära seinen Anfang. Drastische Beschränkungen von CO2 laufen Gefahr, unserem Land auf ähnliche Weise zu schaden.»
In einer für Laien verständlichen Sprache erklärte Harper dem Senat, dass die unbestreitbare gegenwärtige Erwärmung des Klimas nicht von der ebenfalls unbestreitbaren Zunahme der CO2-Konzentration in der Atmosphäre verursacht wird: «Die gegenwärtige Wärmeperiode begann ungefähr 1800, am Ende der Kleinen Eiszeit, lange vor einer spürbaren Zunahme des CO2. Es hat in den 10 000 Jahren seit dem Ende der letzten Eiszeit mehrere Male ähnliche und sogar grössere Erwärmungen gegeben. Diese früheren Erwärmungen hatten eindeutig nichts mit der Verbrennung von Fossiltreibstoffen zu tun. Die gegenwärtige Erwärmung scheint hauptsächlich auf natürliche Ursachen zurückzuführen zu sein, nicht auf die zunehmende CO2-Konzentration. In den letzten zehn Jahren hat es keine globale Erwärmung gegeben, sondern tatsächlich eine leichte Abkühlung.»
Harper wies auch darauf hin, dass die Voraussagen der Computermodelle, die das Verhalten der Erde im Zusammenhang mit dem CO2-Ausstoss nachzuahmen versuchen, sich als nicht sehr zuverlässig erwiesen haben und beispielsweise das Ausbleiben einer weiteren Erwärmung in den letzten zehn Jahren nicht vorausgesagt haben. Was den Konsens über die katastrophalen Auswirkungen des Klimawandels anbetrifft, erinnerte Harper daran, dass historisch gesehen der wissenschaftliche Konsens oft falsch war: «Was in der Wissenschaft korrekt ist, wird nicht durch den Konsens bestimmt, sondern durch Experimente und Beobachtungen.»
«Hundert Autoren gegen Einstein»
In der Wissenschaft zählt nicht, wie viele Gelehrte eine Theorie unterstützen, sondern ob die Theorie den Bemühungen, sie zu falsifizieren, standhält. Als 1931 eine Schrift «Hundert Autoren gegen Einstein» die Relativitätstheorie angriff, soll Einstein gesagt haben: «Wieso hundert Autoren? Wenn ich unrecht hätte, würde einer genügen.»
Umfrage der Woche: Was ist Ihre Meinung zur Klimadebatte?
Dass die vom IPCC vertretene Theorie einer menschenverursachten gefährlichen Klimaveränderung einer rigorosen Prüfung nicht standhält, hat Richard Lindzen, Professor für Meteorologie am Massachusetts Institute of Technology, mit Argumenten begründet, die auch einem Laien einleuchten: Die Computermodelle, auf die sich das IPCC stützt, gehen davon aus, dass der CO2-Treibhauseffekt durch die von Wasserdampf und Wolken verursachte Rückkoppelung fünf Mal verstärkt wird, was bis zum Jahrhundertende «nach besten Schätzungen» zu einem Temperaturanstieg von 1,8 bis 4 Grad Celsius führen würde. Lindzen vergleicht nun die Rechnermodelle mit effektiven Satellitentemperaturmessungen seit 1979 und zieht daraus den Schluss, dass der Wärmungstrend bei 0,5 Grad Celsius eng begrenzt bleibt: «Dies besagt, dass die Natur, wie jeder vernünftige Mensch annehmen würde, durch stabilisierende negative Rückkoppelungen und nicht durch destabilisierende positive Rückkoppelungen bestimmt wird.»
Für Lindzen sind Klimaschwankungen normal und braucht die seit Ende der Kleinen Eiszeit registrierte Erderwärmung braucht nicht durch den Treibhauseffekt erklärt zu werden: «Die unstetigen und sogar turbulenten Bewegungen des Ozeans und der Atmosphäre bewegen ständig Hitze von einem Ort zum andern, und dies in Zeitspannen, die von Tagen bis zu Jahrhunderten reichen. Dadurch bringen sie das System aus dem Gleichgewicht mit der Sonne, was zu Schwankungen in der Temperatur führt. Die Idee, dass solche Schwankungen spezifische Ursachen haben müssen, ist absurd – beinahe so absurd, als wollte man spezifische Ursachen für jeden Wirbel in einem sprudelnden Bach abklären.»
In einem Vortrag vom letzten März sagte Lindzen: «Wir werden schliesslich gegen die menschgemachte Erwärmungshysterie gewinnen, aus dem einfachen Grund, weil wir recht haben und sie unrecht.»
Damals gehörte Lindzen noch zu den Rufern in der Wüste. Seit im vergangenen November ein riesiger Wust von zwischen führenden Klimaforschern ausgetauschten E-Mails und Dateien an die Öffentlichkeit gelangte, hat sich die Lage radikal geändert.
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