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Samstag, 3. Juli 2010

Der Islam und die Linke

Zwei Seiten einer Medaille
Canada Free Press 3 Juli 2010

Von Daniel Greenfield

Islamisten und Linke haben dasselbe Ziel. Die absolute Macht. Islam wie Kommunismus sind ein Mittel um dieses Ziel zu erreichen.

Oberflächlich betrachtet scheinen sie nicht viel gemeinsam zu haben. Die Linke behauptet progressiv zu sein, sie widmet sich begeistert Schwulenbars, Feministinnen, Arbeiterrechten, Bürgerrechten, dem Multikulturalismus und öbszönen Slogans. Der Islamist sprüht Säure in die Gesichter von Frauen, hängt Schwule an jeder Straßenecke auf und unterdrückt Minderheiten und die freie Meinungsäußerung.

Dieser scheinbare Gegensatz verblüfft viele, die wissen wollen, wie z. Beispiel die Linke islamische Regimes verteidigen kann, die Todesstrafe wegen Homosexualität anordnen. Die Antwort ist ganz einfach. Die Menschen, die diese Fragen stellen halten die Fassade fälschlicherweise für die Realität.

Die Linke ist sozial progressiv, aber nur in ihrer revolutionären Phase. Die Sowjetunion, Kuba unter Castro und das kommunistische China hatten alle so ziemlich die selbe Ansicht gegenüber schwulen Menschen – das macht heute der Iran. Während schwule Schriftsteller in Amerika sich für die UDSSR oder Kuba eingesetzt haben, haben beide Regimes schwule Schriftsteller inhaftiert. Homosexualität war ein kriminelles Vergehen in der UDSSR bis zu ihrem endgültigen Niedergang. Nichts davon kümmerte die Liberalen im Westen, die glücklich darüber waren nach Moskau zu ziehen, die sowjetischen Führer zu treffen und die USA wegen des kalten Krieges anzuklagen. Und dann kamen sie nach Hause und sprachen darüber, wie intolerant die Vereinigten Staaten sind.

Die UDSSR war froh darüber, die Bürgerrechte der Afro-Amerikaner in den USA anzusprechen. Liberale haben sich aber nicht darum gekümmert, dass die meisten Afro-Amerikaner, die nach Russland kamen kurz nach der Revolution in Gulags geendet sind oder starben. Dies wurde dokumentiert in Büchern wie zum Beispiel Black on Red: My 44 Years Inside the Soviet Union [Schwarz auf Rot: Meine 44 Jahre in der Sowjetunion] von Robert Robinson einem afro-amerikanischen Ingenieur, der dorthin kam um eine Arbeit zu finden, aber dann vier Jahrzehnte lang nicht in der Lage war, wieder auszureisen, während er gleichzeitig in einer rassistischen Gesellschaft in beständiger Angst um sein Leben lebte.

Dann gab es das Kuba unter Castro, das inoffiziell eine Rassentrennung durchführte. Ja, das ist keine Sache, die man vorzugsweise in Dokumentationen von Michael Moore findet.

Jorge Luis García Pérez aus Kuba, ein pro demokratischer Aktivist, der erst kürzlich aus dem Gefängnis entlassen wurde, sagte: "Die Behörden meines Landes haben niemals toleriert, dass ein schwarzer Mensch sich gegen das Regime gestellt hat.“ Carlos Moore sagte: "Es gibt eine unausgesprochene Drohung. Schwarze in Kuba wissen, dass wann immer man die Rasse hervorhebt, man im Gefängnis landet. Deshalb ist der Kampf auf Kuba ein anderer. Es kann nicht um eine Bürgerrechtsbewegung gehen. Es würden auf einen Schlag 10.000 schwarze Menschen sterben.“ Glauben Sie, dass sich irgendein Liberaler aus Hollywood wie Spielberg oder Costner, die Castro loben, darum kümmert? Warum sollten sie.

Sollen wir über die Rechte der Arbeiter sprechen? Im Westen unterstützten die Kommunisten die Gewerkschaften. In der UDSSR wurde Maschinengewehrfeuer auf streikende Arbeiter eröffnet. Im Jahr 1962 versuchten Arbeiter in der Stadt Novocherkassk zu streiken, wegen Lohnkürzungen. Sie wurden von sowjetischen Truppen auf der Straße vor dem Rathaus niedergeschossen. Dies geschah wohlgemerkt in den Tagen des relativ "moderaten“ kommunistischen Regimes unter Chruschtschow. Unabhängige Gewerkschaften waren dort illegal. Genauso wie sie in der UDSSR illegal waren.

Man könnte Bände über dieses Thema schreiben, aber wir wollen die Sache auf den Punkt bringen. Eine gegenwärtige linke Diktatur unterdrückt auf brutaler Art und Weise alles, für das sie behaupten zu kämpfen.

Während im Westen experimentelle Künstler die UDSSR beklatschten, wurde diese Art Kunst in der UDSSR als degeneriert angesehen, genauso wie es im damaligen Nazi Deutschland war. Gleiches galt für die Literatur. Die UDSSR förderte einen vorgetäuschten Feminismus und gelegentlich das Abtreibungsrecht, aber nicht weil sie daran glaubten, sondern weil sie ihrer Arbeiterschaft vergrößern wollten.

Auf der anderen Seite erreichte man nur schwer eine Scheidung, und Frauen, die sie erhielten, riskierten aus der Kommunistischen Partei ausgeschlossen zu werden. Alle Elemente der politischen Gleichheit und der Bürgerrechte, von denen die Linke behauptete, dass sie für diese kämpfe, gab es tatsächlich in kommunistischen Regimes nicht. Und das hat die Linke niemals gekümmert.

Der soziale Fortschritt der Linken ist nichts anderes gewesen als eine Lüge. Ein Werkzeug, das benutzt wurde um unkonventionelle Aktivisten zu finden, die an ihrer Seite kämpften, während man sich ihrer entledigte, sobald die Revolution erfolgreich verlaufen war. Die Linke versucht die Werte der Zielgesellschaft umzustürzen als Teil eines allumfassenden revolutionären Anschlags. Das bedeutet nicht, dass ihre gegenwärtigen Werte anders sind. Wenn die Linke einmal die absolute Macht erreicht hat, versucht sie ein statisches und unabänderliches System zu erschaffen. Die perfekte utopische Gesellschaft mit unverrückbaren Gesetzen ausgeführt von einer endlosen politischen Bürokratie.

In der richtigen Welt wird dies als eine unterdrückte Suche nach Stabilität angesehen. Was bedeutet, dass genau dieselben Dinge verboten sind, für die die Linke gekämpft hat. Und das erste was verboten wird, ist immer das Recht anderer Meinung zu sein. Ein Recht, auf das die Linke für sich selbst besteht, wenn sie nicht an der Macht ist, es aber anderen nicht gestattet, wenn sie an der Macht ist.

George Orwell beschrieb diesen geschlossenen Kreis am Ende von Animal Farm, indem die "neuen Herren“, die einst die Schweine waren, nun nicht mehr zu unterscheiden sind von den Bauern, den "alten Herren“. Die Schweine waren nicht daran interessiert gewesen einen Bauernhof zu führen. Was sie die ganze Zeit wollten war ihn zu übernehmen. Die Bauern zu werden. Für die Rechte der Tiere einzutreten, die frei sein wollten, war nur ein Mittel zum Zweck um das Endziel zu erreichen. Die absolute Macht.

Das bringt uns schließlich wieder zurück zum Islam. Es hat nie einen Widerspruch gegeben zwischen der Linken, die gemeinsame Sache mit den islamistischen Bewegungen machen und Regimes, die schwule Menschen ermorden. Denn wenn die Linke im Westen jemals die absolute Macht erreicht, dann würden sie diese auch töten. Aus diesem Grund werden 90 Prozent der Idioten, die an Anti-Kriegsdemonstrationen teilnehmen, vor einer feuernden Schwadron enden. Hört sich das für Sie zu weit hergeholt an? Stellen Sie sich vor, buchstäblich jedes kommunistische Regime hat dies zu seiner Zeit gemacht.

Wissen Sie welches der schlimmstmögliche Weg wäre eine kommunistische Machtübernahme zu überleben? Das wäre Mitglied einer rechten Organisation zu sein. Und wissen Sie was der zweitschlimmste Weg wäre? Mitglied einer linken Organisation zu sein. Und wissen Sie was der drittschlimmste Weg wäre?

Mitglied einer kommunistischen Partei zu sein, vor der Machtübernahme. Ja, die drittschlimmste Sache wäre, bei einer Machtübernahme der Kommunisten, einer der Ihren zu sein. Denn Sie werden nur so lange am Leben gelassen um mitzuhelfen die Mitglieder der rechten Organisationen und die Mitglieder der linken Organisationen auszulöschen, bevor Sie selbst an die Reihe kommen.

Das ist nicht nur die Regel bei Kommunisten, das ist das gemeinsame Grundmuster der Linken. Die französische Revolution degenerierte hin zu einem schrecklichen Massaker und zu endlosen Exekutionen auf genau dieselbe Art und Weise. Zuerst eliminieren die Radikalen "die Feinde des Staates“, dann eliminieren sie sich gegenseitig, dann werden sie selbst eliminiert um den Weg frei zu machen für ein stabiles System. Das Endresultat ist ein repressiver Staat, der jeden ausgelöscht hat, der Dinge verändern möchte. Was die ganze Zeit das Ziel gewesen ist.

Also ist der Gedanke, dass die Linke nur moralische Einwände hätte gegenüber Islamisten ganz einfach naiv. Tatsächlich sind sich die Linken und die Islamisten in essentiellen Kernpunkten einig, inklusive dem Teil, wenn die echten Kugeln benutzt werden und wen sie töten werden. Solange beide, die Linken und die islamistischen Führer betroffen sind, bestehen 90 Prozent ihrer Bewegung aus nichts weiter als nützlichen Idioten, zu nichts anderem nütze als Kanonenfutter.

Sie glauben mir nicht? Wann war das letzte Mal als ein Hamasführer einen seiner Söhne geschickt hat, um sich in die Luft zu jagen? Es ist noch nie passiert. Und es wird auch nicht passieren.

Die Islamisten und die Linken haben dasselbe Ziel. Absolute Macht. Der Islam ist wie der Kommunismus ein Mittel zu diesem Zweck. Das macht ihn so gefährlich. Ihr Ziel ist es die absolute Tyrannei zu errichten basierend auf ihren Ideologien, die eine bessere Welt versprechen. Diese Ideologie ist es, die sie an die Macht bringt, als nützliche Idioten töten und getötet werden, und dabei denken sie, dass sie für eine utopische Gesellschaft kämpfen, die nach den Richtlinien des Korans geführt wird (ein Buch, das möglicherweise von einem ungebildeten Händler einst diktiert wurde, der seine Behauptungen heilige Botschaften von einem Engel zu bekommen dazu nutzte, eine gesamte Region zu regieren) oder dem Marxismus (Schriften, die von Menschen geschrieben wurden, die niemals ihr Geld verdienen mussten, sondern unterstützt wurden durch die Profite einer Textilfabrik) der sie in eine neue Ära führen wird, in der jeder (außer den Menschen die sie getötet haben) glücklich sein wird.

Die Linke ist auf derselben Wellenlänge wie die Islamisten. Genau wie sie auf derselben Wellenlänge wie die Nazis waren. Genauso wie sie auf derselben Wellenlänge sind mit jedem totalitären Regime der Welt, außer jenen, von denen sie denken, dass sie sie umstürzen können, oder jene, die mit dem Großen Satan alliiert sind oder den imperialistischen kapitalistischen Mächten.

Die Linke erzählt ihren Anhängern, dass sie intelligenter seien und moralischer als gewöhnliche Menschen. In Wirklichkeit bedeutet dies, dass sie dümmer sind und mehr Interesse daran haben sich für ihre Ziele zu opfern. Die Islamisten erzählen ihren Anhängern, dass sie tapferer sind und religiöser als andere Menschen. Was sie wirklich meinen ist, dass ihre Anhänger selbstmörderisch dumm sind und dass man sie leicht an der Nase herumführen kann. Der gemeinsame Nenner ist nicht schwer zu erkennen. Die Linke ist der Islam des Westens. Und der Islam ist die Linke des Mittleren Ostens. Aber Etiketten wie dieses sind buchstäblich bedeutungslos. Beide sind einfach nur totalitäre Bewegungen, die gutgläubige Idioten benutzen und einer Ideologie folgen, die von bösen und habgierigen Männern ausdacht wurden um zur Macht zu gelangen. Das ist am Ende alles. Der Rest ist nur noch rein technischer Natur.

Die Linke hat kein Problem sich mit dem Islam zu verbünden. Auch der Islam hat kein Problem damit sich mit der Linken zu verbünden. Das geschieht weil beide hinsichtlich ihrer Feinde und deren Ziele übereinstimmen. Sie haben mehr Probleme damit sich mit Menschen zu verbünden, die eigentlich frei sein wollen, als mit denen, die Sklaven oder die Herren der Sklaven sind. Natürlich, wenn sie einmal an der Macht sind, dann muss man den anderen entweder absorbieren oder zerstören. So wie Kommunismus und Nationalsozialismus vereint das östliche Europa vereinnahmt haben, mit der unausweichlichen Konsequenz, dass dann, als die Arbeit getan war man den jeweils anderen zerstören musste. Hitler hatte erfolgreich Stalin an der Nase herum geführt und hätte beinahe mit seinem ersten Schlag die UDSSR zerstört. Der Islam wird wahrscheinlich dasselbe mit der Linken machen, so wie er es im Iran getan hat.

Die Rot-Grüne Allianz

Die Rot-Grüne Allianz funktioniert, weil es beides Variationen über dasselbe Thema sind. Das Thema ist die totalitäre Herrschaft. Es ist weder die Linke die den Islam angreift, noch greift der Islam die Linke an – sondern freie Gesellschaften und individuelle Freiheiten. Wenn solche Gesellschaften sich als erfolgreich erweisen wollen, dann bringen sie insbesondere jene zur Weißglut die darauf bestehen, dass sie durch ihre totalitäre Herrschaft ersetzt werden sollen. Dieser zweifache Impuls, die Angst eines Kontrollverlusts über ihre eigenen Gesellschaften und die Lust an der Macht, ist das was dem Dschihad des Islam Kraft gibt und der Revolution der Linken. Beide wollen eher Kontrolle als Freiheit.

Wenn man Europa, Amerika, Israel, Australien, Kanada usw. zerstört, dann geht es nur um Macht. Absolute Macht. Und es geht darum das Licht auszulöschen welches Licht auch immer noch im Westen scheinen mag, aus Angst, dass es sich weiter verbreitet. Das Licht der Freiheit und der Zivilisation steht der Tyrannei im Weg. Und die Tyrannei ist das Endspiel von beiden, der Linken und dem Islam. Zwei Seiten einer Medaille. Janus mit einem Kopf, der zurückschaut auf die unmögliche Vergangenheit von Mohammed und mit dem anderen Kopf nach vorne schauend auf die sogar noch unmöglichere Zukunft des Kommunismus. Beide ignorieren gewaltsam die Gegenwart, in der die Menschen immer noch glücklich und frei leben können.

Daniel Greenfield ist ein in New York wohnhafter Schriftsteller und selbständiger Kommentator. "Daniel kommentiert die politischen Ereignisse mit einem speziellen Blickwinkel auf den Krieg gegen den Terror und der steigenden Bedrohung der westlichen Zivilisation. Er betreibt einen blog namens Sultanknish.blogspot.com

Donnerstag, 5. Februar 2009

Basler Grossrat fordert flächendeckenden DNA-Test!

Brandstifter: Ganz Basel zum DNA-Test?

Von Andrea Müller.

Die Basler Regierung soll die gesamte Bevölkerung der Region Basel dazu auffordern, sich freiwillig einem DNA-Test zu stellen. Dies will der Basler Grossrat Heinrich Ueberwasser mit einer Interpellation erreichen.

Eine Schnapsidee, ein PR-Gag? Der EVP-Grossrat Heinrich Ueberwasser aus Riehen weist die Kritik von baz.online zurück: «Wenn die Behörden eine weniger schnapsmässige Idee haben, um den Täter zu finden, bin ich dankbar.»

Der zuständige Basler Regierungsrat, Sicherheitsdirektor Hanspeter Gass, meint, er könne einem Grossrat nicht verbieten, eine solche Interpellation einzureichen, es stelle sich aber doch die Frage der Verhältnismässigkeit und auch der Praktikabilität.

Gesundheitsdirektor Carlo Conti nennt einen solchen Massen-DNA-Test gegenüber baz.online «ein nicht-praktikables und überrissenes Vorgehen». Damit werde die gesamte Bevölkerung unter einen Generalverdacht gestellt.

Aufgerufen zum Speichel-Test in der Region Basel wären - inklusiv Landkreis Lörrach, das angrenzende Elsass und das Baselbiet - rund 680'000 Menschen.

Auch dem Juristen, Heinrich Ueberwasser ist klar, dass es keine rechtliche Grundlage für eine Verpflichtung gebe, deshalb der Aufruf zum freiwilligen Test. Unumwunden gibt Ueberwasser zu, dass sein Vorstoss - der auf 20 Minuten Online publik wurde - auch eine Provokation sei, um die Regierung und die Behörden unter Druck zu setzen. Es müsse jetzt eine Lösung gefunden werden, die Bevölkerung Riehens sei wirklich verunsichert.

Der Riehener Gemeindepräsident Willi Fischer, nennt Ueberwassers Idee «Verhältnisblödsinn» und «Publizitätshascherei». Auch er mache sich Sorgen, schlafe häufig schlecht und hoffe auf eine rasche Aufklärung. Aber solche unpraktikabeln Extremvorschläge würden nicht zur Lösung beitragen.
(bazonline.ch/Newsnetz)

Erstellt: 05.02.2009, 11:37 Uhr

10 KOMMENTARE

Rolf Rychener
13:13 Uhr Die Basler Regierung soll die gesamte Bevölkerung der Region Basel dazu auffordern, sich freiwillig einem DNA-Test zu stellen Vielleicht glaubt Herr Überwasser der Täter kommt nicht nur freiwillig, sondern als einer der Ersten ...!! Dann bräuchte es nicht so viele Tests, ansonsten haben die zuständigen Labors auf Monate genug Arbeit. Na ja ...


Michael Schweizer
12:59 Uhr Dann, wenn unsere Herren Richter endlich in der Lage sind, die Ueberführten auch konsequent zu bestrafen, dann können wir uns vielleicht auch wieder damit befassen, wie wir Täter besser überführen können. Was nützt es, einen Täter zu fassen, wenn vor Gericht die Strafen am Ende bedingt verhängt werden? Lächerlich.


Jauslin Daniel
12:43 Uhr ich find diese brandstifterei ja auch völlig daneben und kriminell. allerdings gibt es schwerere verbrechen .... sollen dann wieder alle antanzen? der vorschlag müsste wenn schon heissen, dass alle bewohner flächendeckend dna-registriert werden. ob das wünschenswert ist?


Simon Wüest
12:19 Uhr Man kann Herrn Überwasser nicht verbieten, derartige Vorstösse einzureichen, aber man könnte ihn das nächste Mal nicht wieder als Grossrat wählen! Schade, dass es ein Advokat(!) nötig hat, sich wiederholt mit derart unverhältnismässigen und schlicht nicht durchführbaren Ideen zu profilieren, man denke da nur an den offenen Brief an Frau Oeri betreffend die FCB-Fans aus der Muttenzerkurve.


Pierre A. Sobol
12:19 Uhr Wann sind die nächsten Wahlen im Kanton? Korrekturen scheinen angesagt.


Roland Rawyler
12:12 Uhr Wenn jemandem die Ideen ausgehen, dann kommt eben das heraus, leider wissen wir nicht, wen wir wählen, diese Herrschaften entpuppen sich erst später, es lebe, ( lebte ) die " Deutsche Demokratische Republik " !!!


Ronnie König
12:11 Uhr Schnapsidee absolut! Kann man nicht von zukünftigen Ratsmitgliedern ein IQ-Test verlangen? Zudem dauert so eine Auswertung von DNA-Tests. Und was wenn nichts rauskommt? Was passiert mit den Proben? Unseren Behörden kann man leider nicht trauen!!! Toll diese Hilflosigkeit! Kaum ist ein Fall etwas schwieriger ist man bei uns am Ende mit dem Latein.


Stefan Stoessli
11:54 Uhr Auch eine Art die Wirtschaft anzukurbeln (ganz abgesehen wer das bezahlen soll): 680'000 Personen x CHF 350.- = CHF 238'000'000.- (mehr als eine Viertel Milliarde!!!) ...und dann noch freiwillig! ...denken unsere Politiker auch bevor sie reden?


Gerold Stamm
11:52 Uhr Da gibt's doch Ueberwachungssatelliten, die Ihre Bahnen über unseren Köpfen ziehen. Die Aufnahmen werden gespeichert und ausgewertet . Warum nicht einen "Rechtshilfeantrag" an die USA (NASA, CIA oder wer immer) die Aufnahmen der Tatnächte freizugeben?


Hansjackob Keller
11:49 Uhr Immer wieder frage ich mich, wer solche Politiker wählt? Immerhin: Wenn sich 500'000 zum Test melden (wer soll das bezahlen...), wissen die Strafverfolgungsbehörden zumindest, wer es NICHT war! Politiker-Profilierung zu JEDEM Preis?

Donnerstag, 17. Januar 2008

Die Angst der Journalisten vor den Bloggern

Zwischen Kontrollwahn und Verlustängsten
Wie Journalisten und Blogger aneinander vorbeireden

Es ist schon ein schwer zu greifender Gegenstand, dieses Internet. Das wurde gestern bei einer Diskussionsrunde mit Journalisten, Bloggern und Medienpolitikern in der Berliner Friedrich-Ebert-Stiftung einmal mehr deutlich. Dort redeten Blogger und Journalisten eifrig aneinander vorbei. Die Blogger sprachen von Chancen auf Freiheit und Meinungsvielfalt. Die Journalisten zweifelten an den Fähigkeiten der Blogger, warnten vor den Gefahren des "unkontrollierten Informationsflusses" und forderten mehr Regulierung. Insbesondere sollten für Onlinemedien Qualitätsstandards eingeführt werden. Dabei zeigte sich, dass politische Forderungen und Realität bei manchem auseinander klaffen.

Regeln für das Internet

So malte der Intendant der Deutschen Welle, Erik Bettermann, das Szenario an die Wand, dass die Information durch Blogs "außer Kontrolle" geraten könnte. Gleichzeitig sagte er, dass seine Journalisten gerade Weblogs aus Krisengebieten wie Burma nutzen würden, um sich über die dortige Lage zu informieren. Selbst wenn nicht geprüft werden könne, ob die Autoren dieser Blogs die tatsächliche Lage in dem Land beschreiben würden.

Auch der Medienwissenschaftler Marcel Machill von der Universität Leipzig stellte die inhaltliche Relevanz von Blogs in Frage. Blog-Suchmaschinen selektierten Blogs nicht nach inhaltlichen, sondern nach technischen Kriterien. Er forderte für das Internet genauso Regeln aufzustellen, wie dies für analoge Medien getan worden sei. "Das Internet kann kein illegaler Raum sein", sagte Machill. Der Vorsitzende der Medienkommission der SPD, Marc Jan Eumann, forderte, die Medienkompetenz der Menschen zu stärken. "Das ist in einer Mediengesellschaft eine Schlüsselqualifikation, damit Menschen Informationen korrekt einordnen und abschätzen können, welche Wirkungen sie mit der Veröffentlichung von Informationen auslösen", sagte er. Der Programmdirektor der Deutschen Welle, Christian Gramsch, betonte, dass Journalisten in Zukunft weiter eine wichtige Rolle spielen werden. Sie seien die Profis, die am besten richtige und falsche Informationen einordnen und kommentieren könnten.

Eindringlich vor einer Regulierung des Internets warnte der Blog-autor Alex Au Weipang aus Singapur. Mit der Begründung, einen "verantwortungsvollen Umgang" mit dem Internet zu fördern, habe die Regierung in seinem Land 1996 faktisch die Zensur eingeführt. "Ich breche seit zwölf Jahren das Gesetz, und nur weil es nicht rigide durchgesetzt wird, sitze ich noch nicht im Gefängnis", sagte Weipang. Er ist einer der wenigen Regierungskritiker in dem Stadtstaat. "Wenn der Tag kommt, an dem die Blogger in der Lage sind, die öffentliche Meinung gegen den Willen der Regierung zu drehen, wird es spannend, ob diese Gesetze eine strengere Anwendung finden", sagte Weipang.

Mehr Zeit

Mehrere Blogger forderten die Politik auf, den Web-Autoren Zeit zu lassen. Schon jetzt würden sich langsam Qualitätsstandards etablieren. "Ich werde immer mehr zum Journalisten, der Fakten checkt und sogar ein Recht auf Gegendarstellung einräumt", sagte Weipang. "Heute denke ich oft darüber nach, vieles was ich vor sechs Jahren geschrieben habe, zu löschen, weil es einfach schlecht ist."

Berliner Zeitung, 16.01.2008

Dienstag, 1. Januar 2008

"Die Matrix" - Teil 4


Das neue offizielle Bild des Bundesrates soll insinuieren, dass der Bundesrat die Nähe des Volkes suche. Das Gegenteil ist der Fall. Die Bundesräte und Bundesrätinnen haben auf dem Bild keinen Augenkontakt zum Volk. Sie schauen direkt in die Kamera, die von oben das Volk kontrolliert. Das Volk merkt nicht, dass es überwacht wird. Nur die Mitglieder der Regierung wissen, wie das Kontrollsystem funktioniert, sie dürfen aber nichts darüber verraten, weil sie dem sog. Amtsgeheimnis unterstellt sind. Die "Wirklichkeit" wird von den Massenmedien erzeugt. Die Systemwächter manipulieren das Volk und verkünden in eine Art Dauergehirnwäsche den Menschen, was die "Wahrheit" sein soll. Politologen, Soziologen, Staatsrechtler, Bundesrichter, Psychologen, Psychiater, Mediatoren, Juristen, Heilpädagogen, Supervisoren und Journalisten geben den Nichteingeweihten vor, was diese zu denken haben. "Poltical correctness" heisst das Programm, mit dem die Menschen in das System der "Matrix" eingepasst werden sollen. Wer nicht kooperiert, wird zwangspsychiatrisiert oder mit Rufmord durch die Medien gesellschaftlich erledigt. Das System funktioniert auf der ganzen Welt. Der Film "Matrix" ist eine Allegorie zu dieser Thematik.

"The matrix has you"

Ich glaube, dass der Film noch eine weitere Sinn-Ebene hat, die ihn zu einem subersiven Meisterstück der SF macht und ihn in seiner radikalen Gesellschaftskritik in eine Reihe stellt mit John Carpenters "Sie leben !" (1988) und John Boormans "Zardoz" (1973). Als reinen SF-Film betrachtet, hat er seine konzeptionellen Probleme. Er funktioniert viel überzeugender als Allegorie auf das Stadium des High-Tech-Kapitalismus im Zeitalter seiner Globalisierung. Niemand kann der "Matrix", dem System der Macht, das die Gesellschaft durchzieht und sich in vielfältigen Netzen verzweigt, entkommen.

"Politisch" ist der Film auf der Oberfläche, indem er einen Befreiungskampf zeigt. Er gibt seinen Figuren einen melancholischen Anstrich und vermittelt ein Gefühl der Entfremdung. Morpheus spricht von dieser Ahnung, dass irgendetwas mit der Welt nicht stimme. Die Partisanentruppe lebt im Untergrund und führt einen schwierigen Kampf gegen einen übermächtigen Gegner. Die Erschütterung des Bewußtseins angesichts der Wahrheit wird als menschlicher Konflikt beschrieben, den Cypher nicht länger auszuhalten vermag.

Ich will die Beziehung der Allegorie nicht überstrapazieren, aber ich finde es bemerkenswert, wie in dem Film über "Kontrolle" und "System" geredet wird, so dass sich der Sinn unmöglich in einer SF-Handlung erschöpfen kann. In einer Schlüsselszene erklärt Morpheus Neo, dass die Matrix überall um sie herum sei, dass man sie sehen könne, im Fernsehen, dass man sie fühlen könne, wenn man zur Arbeit oder in die Kirche geht oder wenn man seine Steuern zahlt. Die Matrix sei eine "Scheinwelt", die die Leute davon abhalte, die Dinge so zu sehen, wie sie wirklich sind. In der Matrix seien alle von einem unsichtbaren Gefängnis umgeben, einem "Gefängnis für den Verstand". In einer früheren Drehbuchversion, die auf dem Internet kursiert, sollte zu Beginn des Films offenbar eine Hackerdiskussion auf Neos Bildschirm zu sehen sein, die in der jetzigen Filmfassung nicht mehr vorkommt. Ein Hacker meint da, dass die Matrix ein Euphemismus für die Regierung sei, ein anderer, daß sie das System sei, das unser Leben kontrolliere. "Unser Feind ist das System", wie Morpheus an einer Stelle meint. "Die Matrix hat dich", muß Neo im Film auf seinem Monitor lesen.

Insofern ist der Film auch nicht nur etwas für die Leser von Baudrillard, der in der früheren Fassung namentlich auftaucht, sondern auch für die von Michel Foucault, der in seinen Arbeiten die "großen geheimen Mechanismen" der Macht analysiert hat. Das globale System der kapitalistischen Macht wird über ein sich bis auf die Mikroebene wirkendes "institutionelles Informationsnetz" aufrechterhalten und erfaßt das Bewußtsein samt dem Körper. Die Kontrolle kann verschiedene Formen annehmen: vom repressiven Apparat bis hin zu Konsumzwängen. Die Menschen werden über die Verhältnisse normalisiert, das heißt, an die ideologische "Matrix" gekoppelt und in ihren Verhaltensweisen geprägt. Eine Wirkung, die im Film angesprochen wird, ist, dass sie zu angepaßt seien, als dass sie etwas von ihren Positionen aufgeben wollten.

Am Ende, wenn Neo sich befreit, sieht er die Matrix als Code, er gewinnt also eine "strukturelle Sicht" auf die Macht. Der Film läßt offen, was im Zuge dieser "Revolution" passieren wird, die Neo auslöst. Neo spricht von einer "Welt ohne Gesetze, ohne Kontrollen, ohne Grenzen", in der alles möglich sei. Die Autoren wenden hier die Matrix in einen utopischen Raum, der umgestaltet werden kann. Neben seinen tricktechnischen Schauwerten und seinem Spiel mit Medienerfahrungen sind es möglicherweise diese Sinnsplitter, die "The Matrix" zu einem nachhaltigen Eindruck bei den Zuschauern verhelfen.