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Freitag, 12. März 2010

Erderwärmungspanikmache

Václav Klaus: Die Erderwärmungspanikmache ist eine massive Bedrohung unserer Freiheit

Václav Klaus auf der Club for Growth Economic Winterkonferenz 2010 in Palm Beach, Florida, 05.03.2010

Sehr geehrter Herr Vorsitzender, sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank, dass Sie mir die Möglichkeit geben mich an diese herausragende Zuhörerschaft zu wenden und dafür, dass sich mit baten über ein Thema zu sprechen, das ich als ein Thema von entscheidender Wichtigkeit erachte. Ich bin überzeugt, dass die Ideologie des Umweltschutzes – besonders in ihrer extremen Variante, der weltweiten Erderwärmungspanikmache und ihre weitverbreitete Akzeptanz unter Politikern, Journalisten und allen Arten linker Intellektueller – die Hauptbedrohung für Freiheit und Wohlstand ist, der wir heute entgegensehen.

Davon bin ich absolut überzeugt und warne fortwährend in Schriften und Reden davor – in meinem eigenen Land, der Tschechischen Republik, in Europa, in Amerika und an anderen Orten. Meine letzte Rede zu diesem Thema hielt ich in Kairo in Ägypten. Diese liegt weniger als einen Monat zurück. Vor drei Jahren habe ich meine Argumente in einem Buch mit dem Titel „Blauer Planet in grünen Fesseln“ dargestellt, welches mittlerweile in 15 Sprachen, wie Englisch, aber beispielsweise auch Arabisch oder Japanisch, erhältlich ist. Meine Erfahrung sagt mir, dass zahlreiche Reden, Vorlesungen, das Schreiben von Artikeln und Büchern, Durchführen von Interviews und die Teilnahme an Diskussionen in den Medien hilfreich, aber nicht ausreichend ist. Diese Bemühungen müssen durch politische Aktivität ergänzt werden und wenn ich die Ziele des Club of Growth und das der Konferenz richtig verstanden habe, handelt es sich hierbei um einen Versuch in diese Richtung. Das ist sehr lobenswert. Das ist auch der Grund, warum ich die Einladung annahm und den ganzen Weg aus Prag hierher nach Palm Beach kam. Eine weitere positive Begleiterscheinung ist, dass es hier ein viel wärmerer Ort ist, als gerade in Prag. Sie liegen in einer warmen Gegend und zurück in Prag werde ich bestätigen, dass sie ein derartig gefährliches warmes Klima ohne große Unbequemlichkeiten überlebt haben.

Den Umweltschutz zu kritisieren ist nichts Neues für mich, was ich plötzlich als modische oder trendige Aktivität für mich entdeckte hätte. Zu Beginn der 70er Jahre stieß ich auf die ersten Publikationen des berüchtigten Club of Rome, der versuchte uns einen Schrecken einzujagen, indem er ein unmittelbar bevorstehendes Ende der natürlichen Ressourcen vorhersagte und eine radikale Veränderung unseres Verhaltens verlangte. Ihre Unterstützer hatten bereits damals sehr dramatisch dafür argumentiert, dass wir unseren Verbrauch fossiler Kraftstoffe reduzieren sollten, jedoch – und das sollten wir nicht vergessen – aus anderen, als den heutigen Gründen. Als Ökonom wusste ich, dass es sich dabei um eine falsche Argumentation handelte und die anschließenden vier Jahrzehnte bewiesen dies überzeugend. Heute verfügen wir über mehr nachgewiesene Vorkommen grundlegender Rohstoffen und Energiequellen als vor 40 Jahren. Ich hatte schon damals das Gefühl, dass es sich dabei um eine arrogante, elitäre und dirigistische Doktrin handelte, mit der man versuchte das Wirtschaftswachstum, die allgemeine soziale Entwicklung und den menschlichen Fortschritt aufzuhalten.

Zu dieser Zeit lebte ich unter einem sehr repressiven, zerstörerischen, völlig irrationalen und deshalb unproduktiven kommunistischem Regime und es war mir nicht möglich mich an der Auseinandersetzung über diese Ansichten zu beteiligen. Menschen wie mir war es nicht erlaubt in den Westen zu reisen, geschweige denn davon zu träumen die Möglichkeit zu haben im Ausland Artikel zu veröffentlichen oder Reden zu halten. Dennoch war ich sehr frustriert und konnte nicht verstehen, wie es möglich war, dass eine derartig irrationale Doktrin in der freien westlichen Welt nicht einfach überzeugend widerlegt und verworfen wurde.

1989 brach der Kommunismus zusammen und wir waren endlich frei. Zu meiner großen Überraschung war die Umweltschutzdoktrin immer noch am Leben und florierte in ihrer neuen Verkörperung namens Erderwärmungsdoktrin sogar noch mehr. Im Jahre 1992 billigte man auf dem Rio Earth Summit die Doktrin der Erderwärmung und des Klimawandels als führende Ideologie unserer Zeit. Ich ging davon aus, dass die Ideologie der freien Welt auf Freiheit, parlamentarischer Demokratie und Marktwirtschaft beruhen würde – Konzepte, die für uns in den früheren kommunistischen Ländern im Moment unseres radikalen und revolutionären Wandels vom Kommunismus hin zu einer freien Gesellschaft von entscheidender Wichtigkeit waren. Das Leben unter dem Kommunismus machte uns extrem sensibel, wenn nicht überempfindlich gegenüber allen Anzeichen von Verletzungen und Zerstörung unserer Freiheit. Das ist der Grund, warum ich mich jetzt bedroht fühle. Der Untertitel meines vorgenannten Buches fragt: „Was ist bedroht: Klima oder Freiheit?“ Meine Antwort ist eindeutig: Das Klima ist in Ordnung, was bedroht wird, ist unsere Freiheit.

Der Grund dafür ist, dass der Umweltschutz und seine allerextremste Form, die Erderwärmungspanik, nach einer nahezu beispiellosen Ausdehnung staatlichen Eindringens und staatlicher Intervention in unsere Leben und die Regierungskontrolle über uns verlangen. Wir werden gezwungen Regeln zu akzeptieren, wie wir zu leben, was wir zu tun, wie wir uns zu verhalten, was zu konsumieren, was zu essen, wie wir zu reisen haben und viele andere Dinge. Einige von uns haben während der kommunistischen Ära ähnliche Beispiele derartiger Manipulation am eigenen Leibe erfahren und ich fühle mich verpflichtet alles zu tun um eine ähnliche Entwicklung in der Zukunft zu verhindern.

Es geht jedoch nicht nur um Freiheit. Der Umweltschutz will auch das wirtschaftliche Wachstum unterdrücken, den Wohlstand reduzieren und den menschlichen Fortschritt verhindern. Als ich kürzlich anlässlich des Verkaufsstarts meines Buchs in arabischer Sprache in Ägypten war, wurde mir klar, dass die Menschen sich dort mehr Sorgen um die Aufrechterhaltung ihrer wirtschaftlichen Entwicklung als um die Freiheit, so wie wir sie verstehen, machen. Einige von uns wissen, dass Freiheit und Wohlergehen nicht auseinanderdividiert werden können, aber es ist offensichtlich, dass der Umweltschutz – wie der jüngste Klimagipfel in Kopenhagen veranschaulichte – das wirtschaftliche Wohlergehen beschädigen und den menschlichen Fortschritt, besonders in den Entwicklungsländern, beenden will. Und das ist unakzeptabel.

Die Umweltschützer verlangen die substantielle Reduzierung von Kohlenstoffdioxidemissionen. Wenn das geschieht – mit unseren heutigen Technologien – wird das einen beträchtlichen Kostenanstieg für Energie für Jeden von uns bedeuten, weil es der Nutzung von Öl und Kohle Beschränkungen auferlegen würde, die unzweifelhaft billiger als alle anderen Energiequellen sind. Billige Energie ist die Quelle eines Großteils unseres Lebensstils und Wohlstands. Wenn die Energiepreise steigen, steigen auch die Kosten nahezu alle anderen Güter und Dienstleistungen. Alle Pläne zur Kohlenstoffdioxid-Steuer, dem CO2-Emissionshandel und die Solarstromsubventionen sind Schritte in die falsche Richtung und führen zu heftigem und langanhaltendem wirtschaftlichen Elend mit wenig oder gar keinen Vorteilen.

Meine lebenslange Erfahrung lehrt mich, dass ich damit beginnen muss sehr laut zu protestieren, wenn mir Jemand erklärt: „Vertraue nicht dem Markt, vertraue mir und uns.“ Das hatte ich 40 Jahre meines Lebens unter dem Kommunismus gehört und ich bin nicht bereit es jetzt zu akzeptieren. Der Glaube an die Möglichkeit das Weltklima durch die Reduktion von anthropogenen Kohlenstoffdioxidemissionen kontrollieren zu können – ich nenne es die Theorie der Klimakontrolle – ist genau so irrational, arrogant und anmaßend, wie die jahrelangen kommunistischen Planungen, dass Menschen wie ich Objekte seien.

Wie ich bereits sagte, wurden die Politiker beim Rio Earth Summit 1992 an diese Doktrin herangeführt, fingen an sich in sie zu verlieben und begannen einen ganzen Straus wirtschaftlich zerstörerischer und freiheitsgefährdender Maßnahmen zu organisieren. Sie kamen zu der Schlussfolgerung, dass das Erderwärmungspiel ein leichtes und politisch korrektes ist und aus Sicht möglicher Wahlgewinne eine sehr gute Karte sei, die man ausspielen kann (besonders, wenn es so offenkundig ist, dass sie die Kosten für die Maßnahmen, die sie einleiten, nicht selber zahlen werden und auch nicht für ihre Konsequenzen verantwortlich sind).

Es gibt zahlreiche Argumente die nahelegen, dass die wirkliche Bedrohung für die menschliche Gesellschaft nicht von der Erderwärmung selbst ausgeht. Die wirkliche Bedrohung ist dort, wo Politiker damit beginnen das Klima und uns alle zu manipulieren.

Meine Ansichten sind von den jüngsten Skandalen im Zusammenhang mit der Arbeit des IPCC und einiger ihrer führenden Experten unbeeinflusst. All das ist seit Jahren für Jeden, den es interessierte, bekannt gewesen. Dasselbe ist über all die relevanten Argumente wahr, die in der jetzigen Debatte verwendet werden. Sie sind frei verfügbar und es ist schwierig ihnen etwas fundamental Neues hinzuzufügen. Es ist notwendig weiterhin auf einige grundlegenden Tatsachen und Argumente hinzuweisen, die altbekannt sind, aber leider größtenteils ignoriert werden.

Erstens, ist der statistisch gut dokumentierte weltweite Temperaturanstieg bis zum jetzigen Zeitpunkt sehr gering gewesen und nicht größer als die Temperaturschwankungen der letzten Jahrhunderte und Jahrtausende auch. Durch das gesamte 20. Jahrhundert hindurch, mit all seinen problematischen Datensammlungen und Bereinigungen, betrug er gerade einmal 0,74 Grad Celsius. Ich bin – wegen der Macht der Propaganda der Umweltschützer – immer wieder aufs Neue überrascht, dass die Menschen glauben, er wäre viel höher gewesen.

Zweitens, ist es unbestritten, dass es innerhalb der letzten zwölf Jahre überhaupt keinen signifikanten Nettoanstieg der Erderwärmung gab. Ich weiß, dass dies kein Beweis für die Unmöglichkeit langfristiger Klimaveränderungen ist, aber es ist eine wichtige Information, die weder ignoriert noch heruntergespielt werden sollte. Jeden Tag gibt es neue Informationen und Theorien und einige von Ihnen legen die Wahrscheinlichkeit nicht der Erwärmung, sondern weiterer Abkühlung nahe.

Drittens, der wissenschaftliche Streit über die Ursachen anhaltender Klimaveränderungen ist nicht vorbei, er geht weiter. Trotz gegenteiliger Beteuerungen gibt es darüber keinen wissenschaftlichen Konsens. Was sich immer mehr und mehr abzeichnet, ist, dass CO2 seine Rolle als Hauptübeltäter verliert und die möglichen Auswirkungen von Kohlenstoffdioxid bereits mehr oder weniger „aufgebraucht“ worden sind. Einfache, monokausale Theorien von Funktionszusammenhängen zwischen CO2 und der Temperatur sind augenscheinlich unhaltbar. Es gibt wirklich keine Linearität zwischen CO2-Emissionen und der Temperatur.

Viertens, die Idee eines statischen, sich nicht verändernden Klimas hat zweifellos nichts mit der Historie der Erde gemein. Das Klima hat sich immer verändert und das wird es auch immer.

Ich bin überzeugt, dass die Auswirkungen kleinerer Klimaveränderungen – wie wir sie erlebt haben (und in der vorhersehbaren Zukunft erleben könnten) – durch den Menschen und durch alle Arten von ihm ausgehender Aktivitäten aufgrund ihrer Größe praktisch vernachlässigbar sind. Der IPCC weist in seinen Modellsimulationen darauf hin, dass das Weltbruttosozialprodukt – wegen höherer Temperaturen – im Jahr 2100 um 2,9% niedriger liegen wird, als ohne irgendeine Erwärmung. Ich wiederhole, nur 2,9%, wenn wir nichts tun und die Erwärmung – die vom IPCC prognostiziert wurde – ihren Lauf nehmen lassen. Dieselben Modelle legen nahe, dass das Bruttosozialprodukt in Industrieländern pro Kopf, im Gegensatz zu heute, um das Achtfache angestiegen sein wird und in den Entwicklungsländern um das Fünffache höher sein wird, als heute in diesen Ländern.

Diese Zahlen sind nicht von mir, diese Zahlen stammen von führenden Vertretern der Erderwärmungsdoktrin. Die Fragen muss daher gestellt werden: Sollen wir die heutigen CO2-Emissionen drastisch um 20%, 30%, 50% oder 80% senken und damit unseren Lebensstil zum Wohle ein solch minimalen Effekts aufgeben, wenn man dabei berücksichtigt, dass es künftige Generationen wesentlich besser haben werden, als wir heute? Meine Antwort ist, dass 2,9% des künftigen Bruttosozialprodukts ein geringer Verlust sind. Der Verlust, der durch den komplett sinnlosen Kampf gegen die Erderwärmung geschaffen wird, so wie er von den gegenwärtigen Erderwärmungspanikmachern geplant worden ist, wäre bei Weitem größer.

Die Politiker, ihre Bürokraten und viele gutmeinende Personen, welche die Panik schürenden Ansichten des anthropogenen Klimawandels akzeptieren, hoffen vielleicht, dass sie mit einem derartigen Verhalten Intelligenz, Tugend und Altruismus zur Schau stellen. Einige von ihnen glauben sogar, dass sie die Erde retten. Wir sollten sie darüber informieren, dass sie lediglich passive Figuren in den Händen der Lobbyisten sind, der Produzenten der Ökotechnologien, der Landwirtschaftsunternehmen die Ethanol produzieren, der Handelsfirmen die mit CO2-Emissionsrechten Geschäfte machen usw., die hoffen auf unsere Kosten Milliarden zu machen. Da gibt es keinen Altruismus. Es handelt sich um eine kaltherzige politische und unternehmerische Kalkulation.

Bevor ich zum Schluss komme, muss ich meine Frage wiederholen: „Was ist bedroht?“ Meine Antwort ist: „Unsere Freiheit und unser Wohlstand.“

Einen letzten Kommentar. Sehr oft erlebe ich, dass die Menschen zwei Sachen durcheinanderbringen – einen notwendigen Schutz der Umwelt (notwendig, weil kein Zweifel darüber besteht, dass wir uns um Flüsse, Seen, Meere, Wälder und die Luft kümmern müssen) und einen irrationalen Versuch gegen den Klimawandel zu kämpfen und das Klima zu schützen. Ich begrüße rationale Bemühungen außerordentlich, wenn es um Umweltschutz geht, aber ich lehne jegliche Versuche das Klima zu verändern – oder wie ich oft höre – den Klimawandel zu bekämpfen mit Entschiedenheit ab.

Lesen Sie mehr über Václav Klaus: Die Erderwärmungspanikmache ist eine massive Bedrohung unserer Freiheit von www.propagandafront.de

Samstag, 27. Februar 2010

Die grüne Weltordnung

Grüne Weltordnung: Vereinte Nationen fordern USD 45 Billionen zur Finanzierung einer „Weltregierungsstruktur”

Enthüllte Dokumente der Vereinten Nationen offenbaren einen Plan für eine „Grüne Weltordnung“ bis 2012. Die Vereinten Nationen fordern eine massive Umverteilung in Höhe von USD 45 Billionen um die Schaffung einer „Weltregierungsstruktur“ zu finanzieren.

Paul Joseph Watson, Prisonplanet.com, 26.02.2010

Zutage getretene Strategiedokumente enthüllen, dass die Vereinten Nationen bis 2012 die Schaffung einer “Grünen Weltordnung” planen, welche durch die Struktur einer Weltregierung erzwungen und durch einen gigantischen Vermögenstransfer der reicheren Länder in Höhe von USD 45 Billionen finanziert werden soll. Damit wird wieder einmal aufs Neue der heimtückische Plan der Globalisten enthüllt die Macht zu zentralisieren und die Souveränität zu zerstören, während man gleichzeitig die Wirtschaft verwüstet.

Wie wir damals warnten, bedeutete das Scheitern des Gipfels in Kopenhagen im Dezember letzten Jahres nicht das Ende des Erderwärmungsraubzuges, sondern stellte lediglich ein Hindernis für die Agenda der Vereinten Nationen zur Schaffung einer Weltregierung dar, die durch Steuern finanziert werden soll, die Sie auf Grundlage genau jener Substanz bezahlen sollen die Sie ausatmen – Kohlenstoffdioxid.

Unter Nutzung des umfänglich widerlegten Betruges – Kohlenstoffdioxid wäre eine tödliche Bedrohung für den Planeten – als Rechtfertigung arbeiten die Vereinten Nationen gegenwärtig bereits an der Wiederauferstehung der Kopenhagener Vereinbarung. Dafür sind für die Monate April, Mai und Juni eine Reihe von Verhandlungen zum Fortgang der Kopenhagener Vereinbarungen anberaumt wurden.

Durchgesickerte Planungspapiere, an die Fox News gelangte, enthüllen die Pläne der Vereinten Nationen bis zu ihrem Weltgipfel zur nachhaltigen Entwicklung in Rio 2012 eine Struktur der Weltregierung einzuführen. Der Gipfel wird ein 20-jähriges Jubiläum markieren, da in derselben Stadt vor 18 Jahren der berüchtigte „Erdgipfel“ abgehalten wurde.

„Laut den Dokumenten der Vereinten Nationen, an die Fox News gelangte, wird der neue Gipfel in Rio mit einem ´gebündelten politischen Dokument` zu Ende gehen, welches voraussichtlich das Rahmenwerk und die internationalen Verpflichtungen für eine Grüne Weltordnung beschreiben wird.“ berichtet George Russell von Fox News und führt weiter aus: „Wie genau diese Umweltordnung aussehen wird und der Umfang der immensen finanziellen Verpflichtungen, die benötigt werden um diese ins Leben zu rufen, wird diese Woche auf Bali in Indonesien in einer Sondersitzung des sich aus 58 Ländern zusammensetzenden ´Regierungsausschusses/Globalen Ministerialen Umweltschutzforums` besprochen, das die Arbeiten von UNEP überwacht.“

Das Dokument beschreibt die Mission der Globalisten eine „radikale Transformation der Weltwirtschaft und der sozialen Ordnung“ herbeizuführen, indem man „für die Grüne Weltordnung einen neuen Vertrag als Schlussstein an den Platz“ setzt, so Russell.

Dieses System wird dann durch „eine zusätzliche Regierungsstruktur, die sich aus genau diesen Insidern zusammensetzt“ verwaltet, führt Russel weiter aus.

„Die Bewegung hin in Richtung einer grünen Wirtschaft würde auch eine Möglichkeit bieten nationale und weltweite Regierungsstrukturen erneut einer Überprüfung zu unterziehen und zu überdenken, ob es solche Strukturen der internationalen Gemeinschaft erlauben auf gegenwärtige und künftige Herausforderungen des Umweltschutzes und der Entwicklung zu reagieren und die sich entwickelnden Möglichkeiten nutzen.“ so das Planungspapier [Hervorhebung durch den Autor].

Das Aufzwingen derartiger „weltweiter Regierungsstrukturen“ wird mit Hilfe eines „riesigen Vermögenstransfers“ von reicheren Ländern (in Form von den Bürgern auferlegten Kohlenstoffdioxid-Steuern) an ärmere Länder erreicht werden, dessen Gesamtsumme sich auf nicht weniger als USD 45 Billionen beläuft. Das Dokument beschreibt auch die Notwendigkeit die „Verbrauchergewohnheiten“ der Menschen in reicheren Ländern zu verändern, was unzweifelhaft ein Euphemismus für die Absenkung des Lebensstandards ist.

In der Strategie wird auch vorgeschlagen, dass das alte Wirtschaftsmodell zugunsten einer neuen globalen grünen Wirtschaft, die sich um „grüne Arbeitsplätze“ herum konzentriert, entsorgt wird.

Wie wir zuvor betont haben, handelt es sich bei dem Versprechen – die Schaffung „grüner Arbeitsplätze“ könnte die unvermeidlichen Schäden der Wirtschaft ausgleichen, die durch eine 50%ige Reduzierung der Kohlenstoffdioxid-Emissionen verursacht werden – um einen völligen Trugschluss.

Die Einführung der sogenannten „grünen Arbeitsplätze“ in anderen Ländern hat deren Ökonomien verwüstet und Millionen von Menschen den Arbeitsplatz gekostet. Wie die Zeitung Seattle Times im Juni vorigen Jahres berichtete, war Spaniens atemberaubende Arbeitslosenquote von 18% zum Teil auf die massiven Arbeitsplatzverluste zurückzuführen, die aus den Versuchen resultierten die bestehende Industrie durch Windkraftanlagen und andere Formen der alternativen Energiegewinnung zu ersetzen.

In einer sogenannten grünen Wirtschaft, „verursacht jeder neue Arbeitsplatz den Verlust 2,2 anderer Arbeitsplätze, die entweder verloren gehen oder in anderen Wirtschaftsbereichen wegen der politischen Umverteilung – suboptimal in Sinne wirtschaftlicher Effizienz – des Kapitals nicht geschaffen werden.“ so der der Bericht.

Wie wir dokumentierten, würde in den Vereinigten Staaten eine Reduzierung der Kohlenstoffdioxid-Emissionen von 50% bis 80% eine neue Große Depression auslösen und das Bruttosozialprodukt um 6,9% absenken – eine mit dem Wirtschaftszusammenbruch von 1929 und 1930 vergleichbare Zahl.

Die Mission der Vereinten Nationen, einen rechtlich verbindlichen Vertrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen zu schaffen, läuft parallel zu Maßnahmen, die bereits auf Ebene der US-Bundesstaaten erzwungen werden und mit denen man die stockenden Bemühungen der Bundesbehörden umgeht den CO2-Handelsbetrug einzuführen.

Die Grundlage auf dem das Argument der Erderwärmung beruht, ist durch den Klimagate-Skandal vollständig vernichtet worden, der bewies, dass die IPCC Wissenschaftler der Vereinten Nationen die Daten zurechtbogen und übertrieben darstellten um „ den Rückgang [weltweiter Temperaturen] zu verstecken“, während sie gleichzeitig Hetzjagden veranstalteten um abweichende Meinungen auszumerzen und ihr Erscheinen in den Berichten des IPCC zu verhindern.

Trotz dieser Sachverhalte haben die Kontrollfreaks, die beabsichtigen das lebensspendende Gas Kohlenstoffdioxid zu besteuern, zu verstehen gegeben, dass sie sich nicht länger um die Wahrheit des menschlich verursachten Klimawandels scheren und beschlossen ihre totalitäre Agenda auf alle Fälle durchzuboxen. Die Leiterin der US-Umweltschutzbehörde, Lisa Jackson, erklärte Reportern diese Woche: „Die Wissenschaft bezüglich des Klimawandels abgeschlossen und menschliche Aktivität für die Erderwärmung verantwortlich ist.“ und das, obwohl sie dabei scheiterte die Tatsache zu widerlegen, dass es seit 1995 überhaupt keine Erderwärmung gegeben hat, wie vom CRU-Wissenschaftler, Professor Phil Jones, zugegeben wurde.

Donnerstag, 18. Februar 2010

Die Lehren aus Climategate

Was sind die Erkenntnisse nach der E-Mail-Affäre? Erstens: Die ehrwürdige Klimaforschung hat ihre Unschuld verloren. Zweitens: In der Blogosphäre entsteht eine neue wissenschaftliche Öffentlichkeit. Drittens: Es ist erfreulich, dass die Fehler der Klima-Missionare aufgedeckt wurden.

Von Jerome Ravetz

Climategate ist deshalb besonders wichtig, weil der Skandal nicht den üblichen bösartigen Einflüssen von ausserhalb der Wissenschaft angelastet werden kann, seien dies geldgierige Konzerne oder ein skrupelloser Staat. Der Skandal und die daraus resultierende Krise wurden durch Leute in der Wissenschaft erzeugt, von denen man annehmen kann, dass sie mit besten Absichten handelten. Sollten die Behauptungen der Klimaforscher über die Erderwärmung ernsthaft diskreditiert werden, würde sich die öffentliche Empörung direkt gegen die wissenschaftliche Gemeinschaft selber richten und (von innerhalb dieser Gemeinschaft) gegen deren Führer, die entweder unwissend oder als Komplizen mitschuldig waren, bis schliesslich der Skandal aufflog. Wenn wir Climategate verstehen und zu einer Wiederherstellung des Vertrauens kommen wollen, sollten wir die strukturellen Elemente anschauen, die derart schädliche Praktiken begünstigten und nährten. Ich glaube, dass die Gedanken über «postnormale Wissenschaft» (wie sie von Silvio Funtowicz und mir entwickelt worden sind) zum Verständnis beitragen können.

Im Umgang mit der Frage der Unsicherheit in der Wissenschaft gibt es tiefliegende Probleme, die nicht durch raffiniertere Quantifikation gelöst werden können. Zwischen Wissenschaft und Politik besteht eine Kluft; die beiden sind in ihrer jeweiligen Sprache, ihren Gepflogenheiten und deren Begleiterscheinungen miteinander nicht vergleichbar. Ein Wissenschaftler, der sich sozialer Verantwortung verpflichtet fühlt, benötigt Entschlossenheit und Geschick, um nicht zum «heimlichen Anwalt» zu werden. Wenn die Politik nicht gewillt oder fähig ist, offenkundige und dringliche Wahrheiten zu einem bestimmten Problem zu erkennen, dann werden für den Wissenschaftler die Widersprüche zwischen wissenschaftlicher Redlichkeit und aktivistischem Eifer akut. Dies ist ein stetes Problem für jede politisch relevante Wissenschaft, und im Fall der Klimawissenschaft scheint es ein besonders bedeutendes Ausmass erreicht zu haben. Der Umgang mit Unsicherheit und Qualität in derartigen immer häufiger auftretenden Situationen ist zu einer dringlichen Aufgabe für die Wissenschaftsführung geworden.

Wir können anfangen zu verstehen, was bei Climategate schieflief, wenn wir untersuchen, was die führenden Vertreter dieser «missionierenden Wissenschaft» (evangelical science) für die offenkundige und dringliche Wahrheit hielten. Für diese Wissenschaftler ging es nicht bloss darum, dass es Anzeichen einer auf menschlichen Einfluss zurückzuführenden aussergewöhnlichen Störung der Ökosphäre gab, und es ging auch nicht einmal darum, dass das Klima sich rascher verändern könnte, als es dies während langer Zeit tat. Sie erklärten klipp und klar, dass die anthropogene, auf Kohlenstoff basierende Erderwärmung eine bewiesene Tatsache sei. In dieser apodiktischen These gibt es wenig Spielraum für Unsicherheit. Um zu zeigen, dass alles die Schuld der Industrialisierung ist, braucht die These für alle Indikatoren der globalen Temperatur die «Hockeyschläger»-Kurve (die lange flach bleibt, bevor sie wie ein Hockeyschläger steil nach oben zeigt). Ihr ikonisches Bild ist die ständig steigende Grafikkurve der CO2-Konzentration während der letzten fünfzig Jahre am Mauna-Loa-Vulkan auf Hawaii (wobei stillschweigend angenommen wird, dass die CO2-Konzentration zuvor am oder unter dem Ausgangspunkt lag). Weil CO2 seit langem als Treibhausgas bekannt ist und weil wissenschaftliche Theorien dessen Auswirkungen quantifizieren, schien das wissenschaftliche Argument für diesen gefährlichen Trend überwältigend einfach, direkt und schlüssig zu sein.

Der Erfolg vereinfachter Thesen
Rückblickend können wir uns fragen, wieso diese spezielle, in Wirklichkeit recht extreme Sicht der Zukunftsaussicht zur offiziellen Lehre wurde. Es scheint, dass verschiedene Ursachen mitwirkten. Erstens war die anfängliche Opposition gegen Behauptungen, wonach sich das Klima erwärme, nur teilweise wissenschaftlich. Die Taktiken der Leute und Interessenvertreter, welche die Klimaerwärmung abstritten, verleiteten die Anhänger der These der menschengemachten globalen Erwärmung dazu, eine einfache, kraftvoll vertretene Haltung einzunehmen. Nachdem sie diese Haltung einmal eingenommen hatten, wurden sie persönlich und institutionell von dieser Haltung in Beschlag genommen. Und ich vermute, dass es für diese Wissenschaftler bequemer war, eine vereinfachte, sogar vereinfachende These zu vertreten als eine These, die einräumte, dass die Angelegenheit komplex und unsicher sei. Es war nicht bloss so, dass Politiker und Öffentlichkeit eine einfache, unzweideutige Botschaft benötigten. Das Problem lag tiefer: «Normale Wissenschaft», wie der Methodologe Thomas Kuhn sie beschrieben hat (die, wie er sagt, von beinahe allen Wissenschaftlern ständig betrieben wird), besteht im Lösen von Problemen in einem Rahmen, der nicht in Frage gestellt wird, einem «Paradigma». In einer «normalen» wissenschaftlichen Ausbildung spielen Themen wie Unsicherheit und Qualität keine besonders grosse Rolle, weshalb Wissenschaftler Mühe haben, sie zu erkennen und mit ihnen umzugehen.

Diese «normale» Wissenschaft war (wie Kuhn erkannte) enorm erfolgreich. Sie machte es uns möglich, die Welt um uns herum auf noch nie da gewesene Weise zu verstehen und zu kontrollieren. Aber Kuhns Analyse bezog sich auf die Wissenschaften des Labors und – in weiterem Sinn – auf Technologien, die stabile und kontrollierbare äussere Bedingungen reproduzieren konnten. Wenn allerdings die zu erforschenden Systeme kompliziert und schwerverständlich sind, wird diese «Lehrbuch»-Methode der Forschung weniger erfolgreich, manchmal sehr viel weniger erfolgreich. Der Beinahe-Crash des Weltfinanzsystems kann zum Teil einer naiv reduktionistischen Nationalökonomie und falsch angewandten, vereinfachenden Statistiken zugeschrieben werden.

Für «normale» Wissenschaftler besteht die Versuchung, so zu arbeiten, als sei ihr Material so einfach wie im Labor. Es ist dies der einfachste Weg zu einem ständigen Strom wissenschaftlicher Publikationen, wovon ja heute eine wissenschaftliche Karriere entscheidend abhängt. Die naheliegendste Auswirkung derartigen Vorgehens ist das Wuchern von Computersimulationen, die den Anschein hinterlassen, ein Problem sei gelöst, obschon weder die Daten noch die Theorie dafür bürgen, dass die zahlenmässigen Ergebnisse stimmen. Unter solchen Umständen wird ein verfeinertes Verständnis für die Unsicherheit der Ergebnisse blockiert und kann auch das Bewusstsein für Qualitätsarbeit verkümmern.

Im Laufe der Entwicklung der Klimawandel-Wissenschaft blieben alle Arten von offenen Fragen unbeantwortet oder unbehandelt. Sogar der grundsätzlichste aller quantitativen Parameter, der «Forcing-Faktor», der den Anstieg der Durchschnittstemperatur mit einer Verdoppelung des CO2 verknüpft, liegt irgendwo zwischen 1 und 3 Grad Celsius und ist somit unsicher bis zu einem Faktor 3. Die Genauigkeit (bei ungefähr 2 Prozent) der Bestimmung der «sicheren Grenzen» der CO2-Konzentration, die auf Berechnungen mit diesem Faktor beruhen, lässt sich nicht leicht rechtfertigen. Auch hat sich gezeigt, dass die Verlässlichkeit der globalen Temperaturmodelle mehr von der story line abhängt als von sonst irgendetwas, wobei der vorausgesagte Temperaturanstieg bis zum Ende des Jahrhunderts sich auf einer Bandbreite zwischen bescheidenem 1 Grad Celsius und katastrophalen 6 Grad bewegt. Und das «Hockeyschläger»-Bild der Vergangenheit, das für die präzise Version der Klimawandelgeschichte so entscheidend ist, stösst auf zunehmend schwere Probleme. Beispielsweise stützte sich die «Hockeyschläger»-Grafik auf eine kleine Reihe von zutiefst unsicheren Baumjahresring-Daten, um die historischen Indizien für eine mittelalterliche Warmzeit zu widerlegen. Für die letzten Jahrzehnte allerdings musste das «Hockeyschläger»-Bild die Baumringdaten weglassen, weil sie nach 1960 eine plötzliche Abkühlung zeigten! In der Publikation wurden jüngste Daten aus anderen Quellen geschickt beigemischt, so dass die Abänderung nicht sofort erkennbar war. Dies war der notorische «Nature trick», von dem in den E-Mails der CRU (Climatic Research Unit) der Universität East Anglia die Rede ist.

Schlimmer noch: Damit die These der Erwärmung politisch wirksam werden konnte, reichte ein blosser durchschnittlicher Temperaturanstieg nicht aus. Damit die Leute die Gefahren würdigen konnten, brauchte es Voraussagen für das zukünftige Klima – oder sogar für das Wetter – in den verschiedenen Welt- gegenden. Angesichts der groben Unsicherheiten selbst in den aggregierten Modellen sprengen regionale Voraussagen die Grenzen der Wissenschaft. Trotzdem wurden sie geliefert, mit unterschiedlichen Stufen der Genauigkeit. Die regionalen Voraussagen, die vom IPCC angekündigt wurden, haben sich als die brisantesten erwiesen.

Kumpanei und Vertuschung
Als all diese Abnormalitäten und ungelösten Fragen ans Tageslicht kamen, wurde das zuvor so saubere und überzeugende Bild trüb und sogar konfus. In Kuhns Analyse wäre dies der Anfang einer «prärevolutionären» Phase in der normalen Wissenschaft. Nun war aber die Causa von mächtigen politischen Verfechtern wie Al Gore aufgegriffen worden. Wir befanden uns in einem weiteren kreuzzugartigen «Krieg», wie jene gegen (nichtalkoholische) Drogen und den «Terror». Dieser neue Krieg, der Krieg gegen den Kohlenstoff, war ebenso simplifizierend und ebenso anfällig für Korruption und Versagen. Die Klimaerwärmungswissenschaft wurde zum Kernelement einer grossangelegten, weltweiten Kampagne zur Rettung des Planeten. Jede Schwächung der wissenschaftlichen Argumente war gleichbedeutend mit dem Verrat an einer guten Sache und der Störung der wachsenden Forschungsanstrengungen. Kritiker der Erwärmungsthese, selbst solche, die Vollmitglieder der wissenschaftlichen Expertengemeinschaft waren, wurden verlacht und als irrelevant abgetan. Wie aus den CRU-E-Mails ersichtlich ist, hielt man die Kritiker für unwürdig, an den normalen Höflichkeiten des gemeinsamen Austauschs und der Debatte teilzuhaben. Gesuche um Informationen wurden verzögert, und, wie ein geistreicher Blogger meinte, «peer review» – die Begutachtung durch ausgewiesene Sachverständige – wurde durch «pal review» – die Begutachtung durch Kumpane – ersetzt.

Der Katalog unwissenschaftlicher Praktiken, die von den etablierten Medien enthüllt wurden, ist mager im Vergleich zu dem, was in der Blogosphäre abrufbar ist. Beispiele von schlampiger Wissenschaft und schmutzigen Tricks sind im Überfluss vorhanden. Schliesslich gestanden sich die Mitglieder des inneren verschworenen Kerns gegenseitig ein, dass die globalen Temperaturen sanken, aber es war zu spät, um den Kurs zu ändern. Die letzte Phase der Korruption, die Vertuschung, hatte eingesetzt. Die Wissenschaftler des engen Kerns und die Führer der diversen wissenschaftlichen Gemeinschaften, wie auch beinahe alle Medien, erklärten die Debatte für gelaufen: Wer den Klimawandel abstritt, den traf das gleiche Stigma wie einen Holocaust-Leugner. Und dann kamen die E-Mails.

Wir können Climategate als einen Fall von Wissenschaftlern verstehen, die in einer postnormalen Situation normale Wissenschaft betreiben müssen. Aber Klimawandel war nie eine «normale» Wissenschaft, weil die politischen Auswirkungen immer vorhanden und stark, sogar überwältigend waren. Wenn wir die Definition von «postnormaler Wissenschaft» anschauen, dann sehen wir, wie gut sie passt: unsichere Fakten, umstrittene Werte, hoher Einsatz und dringliche Entscheide. Weil sie den Planeten Erde wie eine Lehrbuchübung behandeln mussten, sahen sich die Klimawissenschaftler gezwungen, die Regeln wissenschaftlicher Etikette und Ethik zu brechen und auf eine Weise wissenschaftliche Machtpolitik zu treiben, die unweigerlich zu Korruption führen musste. Die Verknüpfung von nichtkritischer «normaler Wissenschaft» mit antikritischer «missionierender Wissenschaft» war tödlich. Wie in anderen sogenannten Gate-Skandalen diente ein einzelnes Ereignis dazu, einen Faden aus dem Gewebe schützender Wahrscheinlichkeiten herauszuziehen, was schliesslich zu einer vollständigen Auflösung dieses Gewebes führte. Die E-Mails können so interpretiert werden, dass bedrängte Wissenschaftler sich bösartiger Einmischung zu entledigen suchten. Aber das Material, das in der Blogosphäre bereitlag und wartete, führte dazu, dass ein kleiner Skandal sich in eine Katastrophe verwandelte.

Verlorene Ehre der Klimaforschung
Die Klimawissenschaftler waren angesehen, sie publizierten in führenden peer-reviewed wissenschaftlichen Zeitschriften. Die von ihnen vertretene Sache war plausibel und löblich. Individuelle Kritik an ihrer Arbeit war, was die Öffentlichkeit und vielleicht sogar die weitere wissenschaftliche Gemeinschaft anbelangte, isoliert. Deshalb drang sie nicht durch, blieb ohne systematische Bedeutung. Und wer hätte sich vorstellen können, dass ein so grosser Teil der Wissenschaft in seinem Kern morsch war? Die Glaubwürdigkeit der ganzen Übung beruhte auf einem sich selbst erzeugenden Kreislauf. Ich selber wurde erst auf die Schwäche der Argumentation aufmerksam, nachdem ich die Vorbehalte in Sir David Kings Buch «The Hot Topic» zur Kenntnis genommen hatte. Und ich hatte von der «Hockeyschläger»-Affäre gehört.

Ein Teil der historischen Bedeutung von Climategate liegt darin, dass der Skandal so wirkungsvoll und rasch aufgedeckt wurde. Bloss zwei Monate nachdem die ersten Berichte in den Mainstreammedien erschienen waren, waren die Schlüsselwissenschaftler der Universität East Anglia und der Weltklimarat IPCC diskreditiert. Auch wenn bloss ein Bruchteil ihrer Behauptungen widerlegt worden war, ihre Glaubwürdigkeit war dahin. Um zu erklären, warum alles so schnell und bestimmt geschah, müssen wir den Zusammenfluss von zwei Entwicklungen, die eine gesellschaftlich, die andere technisch, in Betracht ziehen. Was die Erstere betrifft, lässt sich aus der «postnormalen» Wissenschaft die Lehre der «erweiterten Expertengemeinschaft» (extended peer community) ziehen. In der traditionellen, «normalen» Wissenschaft, ist es die Expertengemeinschaft (peer community), welche für Qualitätssicherung sorgt. Sie übt auch die Führungsrolle aus – auf die Forscher beschränkt, die sich in das Paradigma teilen.

Wir sind der Auffassung, dass in der «postnormalen» Wissenschaft die erweiterte Expertengemeinschaft, einschliesslich aller von der umgesetzten Politik Betroffenen, vollständig miteinbezogen werden muss. Ihr besonderer Beitrag wird von der Art des wissenschaftlichen Kernproblems abhängen, aber auch von der Phase, in der sich die Forschungsarbeit befindet. Detaillierte technische Arbeit ist eine Aufgabe für eigentliche Fachexperten, aber die Qualitätskontrolle kann von Leuten geleistet werden, die ein viel breiteres Sachwissen besitzen. Wenn es um die Definition des Problems an sich, die Auswahl des Personals und, ganz entscheidend, um die Hoheit über die Forschungsergebnisse geht, hat die erweiterte Expertengemeinschaft volles Anrecht auf Teilnahme. Dieses Prinzip ist in vielen Kompetenzbereichen und für viele politikbezogene Probleme bereits anerkannt.

Die Aufgabe der Schaffung und des Einbezugs der erweiterten Expertengemeinschaft (allgemein bekannt als «Mitbestimmung») hat sich als schwierig erwiesen und hat ihre eigenen Widersprüche und Fallgruben. Sie ist zufällig gewachsen, mit isolierten Erfolgen und Misserfolgen. Bisher sind die Kritiker in wissenschaftlichen Angelegenheiten in eine Art Samisdat-Welt verbannt worden; sie haben private Briefe ausgetauscht oder Bücher geschrieben, die (als nicht peer-reviewed) vom herrschenden Establishment leicht ignoriert werden konnten. Dies war bisher das Los selbst der hervorragendsten und verantwortungsvollsten Kritiker der Theorie des Klimawandels. Jeroen van der Sluijs, ein bekannter Sachverständiger im Umgang mit Ungewissheit, hat die «übertriebene Anpreisung (overselling) der Gewissheit» verurteilt und den bevorstehenden Vertrauensverlust vorausgesagt. Ein prominenter Klimawissenschaftler, Mike Hulme, liefert eine tiefsinnige Analyse in Bezug auf Komplexität und Ungewissheit in «Why We Disagree About Climate Change». Weil jedoch legitime Meinungsverschiedenheiten als nicht existent galten, beachtete man auch ihn nicht.

Die Blogs waren entscheidend
Die Bedeutung der neuen Kommunikationsmittel in der Massenpolitik, wie beispielsweise in den diversen «Regenbogenrevolutionen», ist gut erforscht und nachgewiesen. Um zu verstehen, wie sich die Machtverhältnisse im Falle von Climategate verändert haben, können wir auf das Buch «Here Comes Everybody» von Clay Shirky zurückgreifen. In der römisch-katholischen Diözese von Boston in den USA gab es zwei Fälle, wo pädophile Priester von Kirchgemeinde zu Kirchgemeinde herumgeschoben wurden. Das erste Mal führte dies zu einer Strafverfolgung und einer vollständigen Aufdeckung in der Presse, worauf dann allerdings nichts mehr geschah. Im zweiten Fall griffen die empörten Eltern zu ihren Mobiltelefonen und organisierten sich; schliesslich musste Kardinal-Erzbischof Bernard Francis Law (der seine Karriere als couragierter Priester in den sechziger Jahren begann) mit Schimpf und Schande nach Rom abziehen. Die Climategate-Affäre zeigt die Bedeutung der neuen Informationstechnologie für die Wissenschaft, indem sie zur Stärkung der erweiterten Expertengemeinschaft führt.

Das wohlbekannte Prinzip «Wissen ist Macht» hat sein Gegenstück in «Unwissen ist Ohnmacht». Unwissenheit wird aufrechterhalten oder schliesslich überwunden durch eine Vielfalt gesellschaftlich-technischer Mittel. Mit der Erfindung des billigen Drucks auf Papier konnte die Bibel weitherum gelesen werden. Ketzer wurden zu Reformern. Die gesellschaftliche Rolle der Wissenschaft erweiterte sich und wuchs durch das Zeitalter des Drucks. Wissen war allerdings nie ganz frei. Während Jahrhunderten blieb die Machtpolitik wissenschaftlicher Legitimität ziemlich stabil. Die Ausübung der Wissenschaft blieb der gesellschaftlichen Elite und Einzelnen, die von ihr beigezogen wurden, vorbehalten, weil sie eine vorausgegangene akademische Ausbildung sowie genügend verfügbare Zeit und genügend materielle Mittel erforderte. Mit der neuen Informationstechnologie änderte sich all dies sehr schnell. Wie wir aus der «Open-Source-Bewegung» ersehen können, spielen viele Leute bei der technologischen Entwicklung eine aktive Rolle, in ihrer Freizeit oder soweit dies ihr Arbeitsplatz erlaubt oder sie gar ermutigt. In dieser neuen Wissensindustrie sind die Arbeiter manchmal so kompetent wie die Techniker und die Chefs. Die neuen Informationstechnologien machen die Verbreitung wissenschaftlicher Kompetenz und den gemeinsamen Austausch inoffizieller Informationen möglich und verleihen damit Einfluss und Macht an Expertengemeinschaften, die weit über die Doktoren der Philosophie in den jeweiligen Fachgebieten hinausgehen. Die pointiertesten und wirkungsvollsten Kritiker der «Hockeyschläger»-Statistik waren ein an einer Universität tätiger Nationalökonom und ein Computerexperte.

Wie jede andere Technologie ist die Informationstechnologie vielfältig. Sie kann leicht falsch angewendet oder missbraucht werden. Ein grosser Teil der Blogosphäre ist banal oder schlimmer. Es ist bekannt, dass viele Klimaskeptiker, ihre Blogger und ihre Hintermänner politisch eine rechtslastige Agenda vertreten. Wer jedoch ihre Herkunft oder ihre Motivation als Ausrede benutzt, um ihre Argumente zu ignorieren, verrät die Wissenschaft. Die Blogosphäre steht in einer Wechselwirkung mit anderen Kommunikationsmedien im öffentlichen und im wissenschaftlichen Bereich. Einige ihrer Teile liegen im Mainstream, andere nicht. Die Climategate-Blogosphäre ist so vielfältig in ihrer Qualität wie jede andere. Einige führende Forscher wie Roger Pielke Jr. betreiben schon seit langer Zeit einen Blog. Einige Blogs werden sorgfältig beobachtet, haben eine grosse Leserschaft und werden von den etablierten Medien angeschaut (wie beispielsweise Wattsupwiththat.com, auf dem dieser Beitrag in seiner Originalfassung erschien). Andere nehmen es weniger genau, aber dieselbe Mannigfaltigkeit findet sich auch in der nominell peer-reviewed wissenschaftlichen Literatur. Wenn man sich in der Blogosphäre auf dem Laufenden halten will, erfordert dies andere Fähigkeiten, als wenn man in der traditionellen Literatur à jour bleiben will. Am nützlichsten ist es, wenn man einen Blog findet, der zusammenfasst und auf die eigenen speziellen Interessen passt.

Blogs verbessern die Wissenschaft
Einige Mainstreampublikationen sagen jetzt nette Dinge über die Blogosphäre. Wären solche Ansichten schon früher ausgedrückt worden, dann hätten die kritischen Stimmen vielleicht öffentliches Gehör gefunden. Der Climategate-Skandal wäre aufgeflogen, bevor er derart unheilvoll Wurzeln schlug. Die kritische Blogosphäre braucht nicht bevormundet zu werden. Wie jede Ausdehnung der Macht – gehe es um das Recht auf Glauben, auf Erziehung, auf Protest, das Stimmrecht oder das Recht, Gewerkschaften zu bilden – kann sie zu Instabilitäten und Missbräuchen führen. Die erweiterte Expertengemeinschaft hat jedenfalls jetzt eine technologische Basis, und die Machtverhältnisse in der Wissenschaft werden künftig anders sein. Ich kann nicht voraussagen, wie die künftige Machtpolitik funktionieren wird, aber wir können zuversichtlich sein, dass auf selbsterzeugende Kreisläufe gebaute Verfälschungen in Zukunft weniger wahrscheinlich sein werden.

Climategate hat auch eine wichtige philosophische Dimension: die Frage des Verhältnisses zwischen persönlicher wissenschaftlicher Ethik und objektiven wissenschaftlichen Fakten. Das Problem entsteht durch das traditionelle Bild der Wissenschaft als «wertfrei», wie es in der wissenschaftlichen Ausbildung vermittelt wird. Die persönliche Verpflichtung zur Integrität, die zur Aufrechterhaltung wissenschaftlicher Qualität nötig ist, hat in der dominanten Wissenschaftsphilosophie keinen Platz. Für Idealisten (wie Karl Popper) war Kuhns desillusioniertes Bild der Wissenschaft derart störend, weil in seiner «normalen» Wissenschaft Kritik kaum eine Rolle spielte. Kuhn lehnte selbst Mertons Prinzipien über das ethische Verhalten in der Wissenschaft als irrelevant ab. War diese Situation wirklich «normal», das heisst entweder durchschnittlich oder (schlimmer noch) angemessen? Die Beispiele schlampiger Wissenschaft, die von Climategate aufgedeckt wurden, hinterlassen einen beunruhigenden Eindruck. Was sich ereignet hat, weist darauf hin, dass Kritik und ein Sinn für Redlichkeit durch eine erweiterte Expertengemeinschaft, die hauptsächlich von der externen Blogosphäre kommen wird, in das System eingespritzt werden müssen.

Die totale Gewissheit der etablierten Wissenschaftler, wonach sie selber im Recht sind und ihre Kritiker intellektuelle und moralische Mängel haben, kann im Rückblick als Arroganz angesehen werden. Wenn ihre Sprecher weiterhin den der wissenschaftlichen Sache zugefügten Schaden herunterspielen und die ethische Dimension von Climategate ignorieren, riskieren sie, dass sich die Öffentlichkeit über ihre unverbesserliche Arroganz empört. Hält der Strom von immer detaillierteren Enthüllungen an und gelangt aus der Blogosphäre zu einem breiteren Publikum, dann wird die Glaubwürdigkeit der etablierten wissenschaftlichen Autoritäten weiter ausgehöhlt. Stehen wir vor der Aussicht, dass die IPCC-Berichte als fragwürdige Dossiers von der Hand gewiesen werden und dass bisher vertrauenswürdige Wissenschaftler wegen Nachlässigkeit oder Schlimmerem angeklagt werden?

Und wie verhält es sich mit dem Thema überhaupt? Erleben wir tatsächlich eine menschenverursachte, kohlenstoffbasiererte globale Erwärmung? Wenn die Öffentlichkeit den Glauben an diese Behauptung verliert, dann wird die Lage der Wissenschaft in unserer Gesellschaft sich verschlechtern. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass irgendein entscheidendes Ereignis die Behauptung entweder bestätigt oder widerlegt. Die postnormale Situation ist zu komplex. Der künftige Konsens wird wohl davon abhängen, wie viel Vertrauen wir noch in die Wissenschaft setzen können. Das ganze riesige Gebäude politischer Verpflichtungen zur CO2-Reduktion – mit seinen zahlreichen Vorschriften und seinen ziemlich totalitären moralischen Ermahnungen – läuft Gefahr, von der Öffentlichkeit abgelehnt zu werden. Welche Art Chaos würde daraus resultieren? Die Folgen für die Wissenschaft in unserer Zivilisation wären ausserordentlich.

Insofern ein verbesserter Umgang mit Unsicherheit und Unwissenheit die Lage verbessern kann, besitzen wir einige nützliche Instrumente. In den Niederlanden haben Gelehrte und Wissenschaftler Methoden der «Wissensqualitätsprüfung» entwickelt, mit denen Unsicherheit auf Wegen beschrieben werden kann, die den Reichtum des Phänomens wiedergeben und gleichzeitig als robuste Werkzeuge der Analyse und der Kommunikation funktionieren. Anderswo erkunden Gelehrte Methoden zum Umgang mit Meinungsverschiedenheiten unter Wissenschaftlern, die vermeiden können, dass derart postnormale Themen wie Klimawandel katastrophal polarisieren. Die angesehene Gelehrte Sheila Jasanoff plädiert für eine Kultur der Bescheidenheit unter den Wissenschaftlern, was an sich bereits ein Schritt zur Vision einer gewaltlosen Wissenschaft wäre.

Wissenschaftler, die gezwungen waren, in der Blogosphäre zu arbeiten, wissen, was es heisst, ausgeschlossen zu sein und unterdrückt zu werden. Diese wertvolle Erfahrung könnte ihnen die Einsicht erleichtern, dass etwas ernsthaft schiefgelaufen ist, und sie ermuntern, das herausfordernde moralische Abenteuer einzugehen, das darin besteht, dass man sich mit Unsicherheit und Unwissenheit befasst. Die neuen Kommunikationstechnologien haben Wissen und Machtverhältnisse auf vielen Gebieten revolutioniert. Die erweiterte Wissenschafts-Expertengemeinschaft in der Blogosphäre wird in dem Prozess ihre Rolle spielen. Lasst den Dialog beginnen!

Donnerstag, 11. Februar 2010

Neues von den Klima-Verschwörern

Mängel, Behauptungen, Schlampereien

Schmelzen die Gletscher? Versiegen die Ernten? Steigen die Ozeane? Nicht alle Prognosen des IPCC stimmen. Gerade die These von dramatisch ansteigenden Meeresspiegeln lässt sich bei genauem Hinsehen nicht halten.

Von Hanspeter Born

Die These von der anthropogenen Erderwärmung wird auch von unseren Medien, staatlichen und nichtstaatlichen, weiterhin für erwiesen gehalten und deshalb nicht diskutiert. Die sogenannte Climategate-Affäre, der Skandal um die unerlaubt an die Öffentlichkeit gelangte E-Mail-Korrespondenz zwischen führenden Klimaforschern, die ein wenig schmeichelhaftes Licht auf die Entstehungsgeschichte der IPCC-Sachstandberichte wirft, scheint in der Schweiz ebenfalls kaum zu interessieren. Ganz anders in Grossbritannien, wo kein Tag vergeht, ohne dass die Zeitungen mit neuen Enthüllungen über fahrlässige Arbeit von IPCC-Autoren aufwarten.

Die Sunday Times, welche schon die vom IPCC übernommene Fantasiethese vom Verschwinden der Himalajagletscher bis zum Jahr 2035 entlarvt hatte, machte am letzten Sonntag auf eine andere auf keinen Fakten beruhende Übertreibung im 4. IPCC-Sachstandbericht aufmerksam. In der «Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger» von 2007 können die politischen Entscheidungsträger Folgendes lesen: «Durch Klimaschwankungen und -änderungen werden für viele Länder und Regionen Afrikas schwerwiegende Beeinträchtigungen der landwirtschaftlichen Produktion – einschliesslich des Zugangs zu Nahrungsmitteln – projiziert . . . In einigen Ländern könnten sich die Erträge aus der vom Regen abhängigen Landwirtschaft bis 2020 um bis zu 50 Prozent reduzieren.» Die beängstigende Behauptung vom möglichen Rückgang der Ernteerträge um 50 Prozent innerhalb der nächsten zehn Jahre «in vielen afrikanischen Ländern» wurde später sowohl vom IPCC-Vorsitzenden Rajendra Pachauri wie von Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon in Reden wiederholt. Worauf stützt sich dieser schwerwiegende Befund? Auf «Agoumi 2003». «Agoumi 2003» ist ein von der kanadischen Unweltschutzorganisation International Institute for Sustainable Development herausgegebenes, nicht von Experten begutachtetes (peer-reviewed) und auf keinen eigenen Forschungen beruhendes Exposé des marokkanischen Beamten Ali Agoumi. Dieser stützt sich auf einen Bericht der marokkanischen Regierung, in dem bis 2020 von einem erwarteten «Rückgang der Getreideerträge um 50 Prozent in trockenen und 10 Prozent in normalen Jahren» die Rede ist. Ein gleichzeitig von der algerischen Regierung veröffentlichter Bericht rechnet für 2020 jedoch nicht mit einem Rückgang, sondern mit einer Verdoppelung der landwirtschaftlichen Produktion, räumt jedoch ein, dass wegen der erwarteten Klimaerwärmung der Getreideertrag pro Hektare zwischen 5,5 und 6,8 Prozent weniger betragen könnte. Ein dritter, von Agoumi konsultierter Regierungsbericht, ein tunesischer, gibt keine Zahlen für mögliche Ernteertragsverluste.

Aus den drei Berichten pflückt Agoumi eine einzige besonders alarmierende Voraussage heraus – «Rückgang der Getreideerträge um 50 Prozent in trockenen Jahren» in Marokko. Die Leitautoren der IPCC-Zusammenfassung übernehmen diese Voraussage ungeprüft und machen aus einem Land (Marokko) einige Länder. Pachauris Vorgänger als Vorsitzender des IPCC (von 1997 bis 2002) Robert Watson, heute Chefwissenschafter im britischen Umweltschutzministerium, meinte zum Befund über den Ernterückgang in afrikanischen Ländern: «Jede solche Prognose sollte auf peer-reviewed-Literatur gestützt sein, die sich auf Computermodelle bezieht, die zeigen, wie landwirtschaftliche Erträge auf Klimawandel reagieren. Ich sehe keine solchen Daten, die den IPCC-Bericht stützen.» Watson fordert das IPCC auf, sich mit solchen Fehlleistungen auseinanderzusetzen, wenn es nicht alle Glaubwürdigkeit verlieren wolle.

Behauptungen aus Pressecommuniqués
In den letzten Tagen sind eine Reihe weiterer Schnitzer im 4. IPCC-Sachstandbericht an den Tag gekommen. Am Freitag verlangte die holländische Regierung vom IPCC Auskunft darüber, woher der Bericht die Information habe, wonach 55 Prozent der Landfläche der Niederlande unter dem Meeresspiegel lägen. Gemäss offizieller holländischer Statistik sind es 26 Prozent. Ein Artikel des Sunday Telegraph zeigt, dass der IPCC-Bericht verschiedene Behauptungen über verhängnisvolle Auswirkungen der Klimaerwärmung enthält, die sich auf Dissertationen, Pressecommuniqués und Berichte von Umweltschutzorganisationen stützen. Die Behauptung, dass das Ansteigen des Meeresspiegels die Menschen im Nildelta und andern afrikanischen Küstengebieten gefährden könne, stammt aus der nicht publizierten Dissertation eines Studenten der Al-Azhar-Universität von Kairo. Laut Sunday Telegraph benutzte das IPCC einen Bericht der Umweltschutzorganisation Defenders of Wildlife, um die Behauptung zu untermauern, wonach Lachse in amerikanischen Flüssen durch steigende Temperaturen betroffen seien.

Ein weiteres von der Zeitung erwähntes Beispiel für eine IPCC-Schlamperei ist eine Grafik, die das Potenzial von Wellenkraft zur Energieerzeugung zeigen soll und die zahlreiche Fehler enthält. Als Quelle gibt der IPCC-Bericht die Website der britischen Firma Wavegen an, deren Grafik allerdings «dramatisch unterschiedliche Zahlen für das Energiepotenzial in den Meeren vor Britannien, Alaska und der Beringsee gibt».

Die neu aufgedeckten Mängel sind weniger schwerwiegend als die wilden Behauptungen über das baldige Schmelzen der Himalajagletscher und die Halbierung der Ernten in afrikanischen Ländern, aber sie lassen doch den Verdacht aufkommen, dass man es beim IPCC mit den Tatsachen nicht immer genau nimmt.

Unbequeme Fakten ignoriert
Informationen, die dem IPCC in den Kram passen, werden übernommen, ohne genau hinzuschauen. Unbequeme Fakten hingegen werden ignoriert und die Überbringer unliebsamer Nachrichten ausgegrenzt. Der schwedische Geologe und Physiker Nils-Axel Mörner kann davon ein Lied singen. Mörner, von 1999 bis 2003 Präsident der INQUA-internen Internationalen Kommission für Meeresspiegelveränderungen und Küstenentwicklung, erforscht seit vier Jahrzehnten die Küsten in allen Weltgegenden. Beim IPCC ist er persona non grata, weil er nicht an das Ansteigen des Meeresspiegels glaubt. Das IPCC hat zwar im 4. Sachstandbericht seine Prognose über den zu erwartenden Meeresspiegelanstieg von maximal 88 Zentimetern auf maximal 58 Zentimeter bis zum Jahr 2100 zurückgenommen. Allerdings sieht es immer noch gravierende Auswirkungen: «Aufgrund des Anstiegs des Meeresspiegels wird projiziert, dass bis zu den 2080er Jahren viele Millionen Menschen mehr pro Jahr von Überschwemmungen betroffen sein werden. Für dichtbesiedelte Standorte sowie tiefliegende Gebiete, in denen die Anpassungskapazität relativ gering ist und die bereits durch andere Gefahren wie etwa Tropenstürme und örtliche Absenkung der Küsten bedroht sind, ist das Risiko besonders hoch.»

Gemäss Mörner steigt nun aber der Meeresspiegel nicht oder nur ganz minim. Am Telefon fragte ich Mörner, woher er diese Überzeugung habe, während beispielsweise Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) in einer neuen Studie von einem möglichen Anstieg des Meeresspiegels bis zur Jahrhundertwende von 75 Zentimetern bis 1,9 Meter spreche? Mörner: «Rahmstorfs Prognose ist kompletter Unsinn. Als ich Präsident der INQUA-Kommission wurde, unternahmen wir ein Forschungsprojekt zu Meeresspiegelveränderungen und Küstenentwicklung und stellten dieses an fünf internationalen Treffen zur Diskussion. Alle wahren Meeresspiegelspezialisten waren sich einig, dass wir in hundert Jahren einen Anstieg von 10 Zentimetern mit einem Unsicherheitsfaktor von plus oder minus 10 Zentimetern haben könnten – dies ist nicht sehr viel. Es gibt absolut keinen Trend.»

Wie erklärt sich Mörner den Unterschied zwischen seinen Voraussagen und denjenigen der IPCC-Klimaforscher: «Ich stütze mich auf Forschungen im Feld, während die anderen in ihren Büros vor den Computern sitzen und in Modellen Gezeitenmessungen auswerten. Gezeitenmessungen sind eine komplizierte Angelegenheit, und man muss die Geologie in Betracht ziehen, wenn man sie auswertet. Die Leute vom IPCC haben sich für Hongkong entschieden, das sechs Gezeitenpegel hat, und sie haben die Messungen desjenigen Pegels ausgewählt, der einen jährlichen Anstieg des Meeresspiegels um 2,3 Millimeter anzeigt. Jeder Geologe weiss, dass Hongkong ein sinkendes Gebiet ist. Der Boden sinkt wegen der Kompression der Sedimente. Deshalb ist in diesem Fall die Gezeitenmessung genau das Mittel, das man nicht brauchen sollte.»

Politik statt Wissenschaft
Mörner wirkte für die beiden letzten IPCC-Berichte als sachverständiger Gutachter und fand zu seinem Erstaunen, dass «nicht einer der 22 mitwirkenden Autoren ein Meeresspiegelspezialist war nicht einer. Man gab ihnen diese Aufgabe, weil sie versprachen, die richtigen Antworten zu liefern.» Er hat auch erlebt, wie einer seiner wissenschaftlichen Artikel von einer wissenschaftlichen Zeitschrift zurückgewiesen wurde, weil ein IPCC-Mitglied von der Publikation abriet.

Wie politische Erwägungen stärker wiegen können als wissenschaftliche Erkenntnisse, erlebte Mörner auf den Malediven. Eine von ihm geleitete Expertengruppe unternahm ein Forschungsprojekt auf den Inseln und kam nach sorgfältigen Abklärungen zum Schluss, dass der Meeresspiegel dort nicht ansteigt. Er tat dies in privaten Briefen an den Präsidenten des Landes kund und anerbot sich, der Bevölkerung in einem Film zu zeigen, dass sie sich keine Sorgen um eine Überflutung ihrer Heimstätten machen müsse. Der Präsident beantwortete die Briefe nicht, und die Regierung untersagte die Vorführung des Films. Die Republik Malediven, bestehend aus 1200 Koralleninseln mit gegen 400 000 Einwohnern, ist stark von Entwicklungshilfe aus dem Ausland abhängig. Ihre Regierung hat ein Interesse daran, der Welt zu zeigen, dass der Fortbestand der Inseln und die Existenz der Bevölkerung durch die Klimaerwärmung gefährdet ist. Im letzten Oktober hielt Präsident Nasheed eine Kabinettssitzung sechs Meter unter Wasser ab. Die Minister trugen Taucherausrüstung und liessen sich filmen. Zweck der Übung in den Worten von Präsident Nasheed: «Wir wollen, dass die Leute realisieren, dass die Malediven ein Fronstaat sind. Dies ist nicht nur ein Thema für die Malediven, sondern für die ganze Welt.»
Und so wird wohl die Welt weiter in die Tasche greifen, auch wenn laut Professor Mörner keine Gefahr besteht, dass ein steigendes Meer die Inselrepublik überflutet.

Montag, 25. Januar 2010

Neues vom Klimaschwindel

Neue Skandale in Bezug auf die IPCC-Klimamafia

F. William Engdahl

Kurz nach dem gescheiterten Weltklimagipfel in Kopenhagen gibt es schon wieder einen neuen Skandal über Fehler und mangelnde wissenschaftliche Sorgfalt im 2007 veröffentlichten Bericht des UN-Klimarats IPCC. Nachdem bereits Ende 2009 umfangreiche Datenmanipulationen durch das UN-nahe Forschungszentrum an der britischen »East Anglia University« aufgedeckt worden waren, ergibt sich nun das Bild eines der schlimmsten Fälle wissenschaftlichen Betrugs in der neueren Geschichte.
Hochrangige Mitglieder des UN-Klimarats, offiziell Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderung (IPCC) genannt, waren gezwungen, einen schweren Fehler in dem IPCC-Bericht von 2007 einräumen. Dieser besagte Bericht hatte den Anstoß zu der weltweiten Kampagne zur Reduzierung »vom Menschen verursachter« CO2-Emissionen gegeben. In dem IPCC-Bericht von 2007 war zu lesen: »… die Gletscher in der Himalaya-Region schmelzen schneller ab als in allen anderen Regionen der Welt«. Da es sich um das höchste Gebirge der Welt handelt und ein Abschmelzen der Gletscher in Indien, China und ganz Asien zu massiven Überschwemmungen führen würde, wurde diese Prognose zum wichtigsten »Verkaufsargument« für die Pläne des IPCC. In dem IPCC-Bericht finden sich weitere schwerwiegende Fehler wie beispielsweise die Aussage, die »gesamte Gletscherfläche wird voraussichtlich bis zum Jahr 2035 von heute 500.000 auf 100.000 Quadratkilometer schrumpfen«. Tatsächlich bedecken die Himalaya-Gletscher aber nur eine Fläche von 33.000 Quadratkilometern. In dem Bericht findet sich eine Tabelle, wonach der Pindari-Gletscher von 1845 bis 1965 um 2.840 Meter zurückgegangen sei. Dann folgt ein Rechenfehler: Es heißt, das sei ein jährlicher Rückgang um 135,2 Meter, in Wirklichkeit sind es aber nur 23,5 Meter. Jetzt empören sich Wissenschaftler aus aller Welt gegen den IPCC-Bericht, der auch in anderen Bereichen wissenschaftliche Genauigkeit vermissen lasse.

Wie sich nun herausstellt, beruhte die Erklärung über die Gletscherschmelze im IPCC-Report nicht auf exakten Daten einer wissenschaftlichen Studie, sondern bezog sich auf einen vom WWF zitierten Zeitungsbericht. Der WWF zählt zu den aktivsten Verfechtern der Idee des Klimawandels.

Wie sich nun zeigt, fand sich die ursprüngliche Quelle für die IPCC-Erklärung in einem Bericht der britischen Zeitschrift New Scientist aus dem Jahr 1999, den der WWF beiläufig erwähnt hatte. Fred Pierce, der Autor des Beitrags in New Scientist, hatte damals geschrieben: »Dass diese Erklärung in den Bericht aufgenommen worden ist, hat viele Gletscherforscher empört. Sie hielten es für ungerechtfertigt. Der führende indische Glaziologe Vijay Raina schrieb im vergangenen November in einem von der indischen Regierung veröffentlichten Papier, es gebe keine Anzeichen für ein ›abnormes‹ Abschmelzen der Himalaya-Gletscher. Der indische Umweltminister Jairam Ramesh wirft dem IPCC ›Aktionismus‹ vor. Rajendra Pachauri schlägt zurück und bezeichnet den Bericht der indischen Regierung seinerseits als ›Voodoo-Wissenschaft‹, der ohne Begutachtung durch Experten veröffentlicht worden sei. Er fügt noch hinzu, sie hätten über „eine sehr klare Vorstellung davon, was im Himalaya passiert.« (1)

Derselbe Pachauri, der gemeinsam mit Al Gore den Nobelpreis erhalten hatte, war kürzlich schon einmal wegen erheblicher Interessenkonflikte im Zusammenhang mit seiner geschäftlichen Tätigkeit, bei der er von dem CO2-Klimawandel-Propaganda profitiert, in die Schusslinie geraten. (2)

Wie Pierce schreibt, hat der indische Glaziologe Syed Hasnain seine 1999 in einer an den Journalisten gerichtet E-Mail-Nachricht erstmals geäußerte Voraussage, alle Gletscher im zentralen und östlichen Himalaya würden bis 2035 verschwunden sein, in keinem einzigen von Experten begutachteten Artikel in einer wissenschaftlichen Zeitschrift wiederholt; er bezeichne die damalige Aussage heute als »spekulativ«.

Obwohl die vor zehn Jahren aufgestellte Behauptung nie wissenschaftlich bestätigt worden ist, wurde sie in den 2007 veröffentlichen Vierten Sachstandsbericht des IPCC aufgenommen. Dabei war sogar die Rede von allen Himalaya-Gletschern.

Nach der Veröffentlichung im New Scientist sah sich der IPCC zu der folgenden Erklärung genötigt, der Abschnitt bezöge sich »auf wenig fundierte Schätzungen der Geschwindigkeit der Schmelze und der Zeitangabe des völligen Verschwindens der Himalaya-Gletscher. Bei der Abfassung des besagten Abschnitts sind die eindeutige formulierten und etablierten Standards wissenschaftlicher Stichhaltigkeit, die das IPCC für die Aufnahme in einen Bericht gesetzt hat, außer Acht gelassen worden.«

Das IPCC fügt hinzu: »Das IPCC bedauert, dass in diesen Fall die eindeutig festgelegten Verfahren vernachlässigt worden sind.« Doch in der Erklärung wird lediglich gefordert, die Standards der Qualitätskontrolle bei IPCC-Veröffentlichungen einzuhalten. »Wir bekräftigen unsere feste Absicht, diese Qualitätsstandards einzuhalten«, heißt es in der Erklärung. (3)

Ein Anzeichen dafür, wie defensiv die Stimmung beim IPCC derzeit ist, liefert eine Erklärung des stellvertretenden IPCC-Vorsitzenden Jean-Pascal van Ypersele: der Fehler ändere nichts an den überwältigen Beweisen für die Klimaerwärmung, für die hauptsächlich der Mensch verantwortlich zu machen sei. Gegenüber BBC News erklärte er: »Ich glaube nicht, dass ein einziger Fehler in einem mehr als 3.000 Seiten langen Bericht dessen Glaubwürdigkeit erschüttern kann.«

Ernsthafte Wissenschaftler sind da allerdings anderer Ansicht. Georg Kaser, Gletscherforscher von der Universität Innsbruck, der selbst führend für das IPCC tätig ist, hat den jüngsten Skandal, der allerdings die Glaubwürdigkeit des IPCC erheblich erschüttert, mit scharfen Worten verurteilt. Kaser erklärt, er habe bereits 2006, Monate vor Drucklegung des Berichts, vor der Zeitangabe von 2035 gewarnt. »Dieses [Datum] ist nicht nur ein bisschen falsch, sondern um Größenordnungen. Alle Verantwortlichen sind sich dieser Schwäche im Vierten Sachstandsbericht bewusst, alle wissen, dass hier Fehler gemacht worden sind. Hätte es nicht so viel Aufmerksamkeit darüber gegeben, hätten wir einfach gesagt: ›Beim nächsten Mal machen wir’s besser.‹ Es ist offensichtlich, dass die Arbeitsgruppe II neu besetzt werden muss.« (4)

Der IPCC-Vorsitzende Rajendra Pachauri hat sich persönlich nicht zu der Frage der Gletscher geäußert. Er scheint nach der Welle von Skandalen in der letzten Zeit angeschlagen. Bei einer Energiekonferenz in Dubai betonte er vor Kurzem: »Sie können die Wissenschaft nicht angreifen, also nehmen sie sich den Vorsitzenden vor. Aber sie können mir nichts anhaben. Ich bin die unsinkbare Molly Brown (!). Ich werde sogar noch viel höher schwimmen«, prahlte er im Guardian. Seine Worte klingen eher nach dem »Geist von Woodstock« von 1969, als nach einer Aussage eines weltweit führenden Klimaforschers.



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Anmerkungen:

(1) Fred Pearce, »Debate heats up over IPCC melting glaciers claim«, 11. Januar 2010, unter: http://www.newscientist.com/article/dn18363-debate-heats-up-over-ipcc-melting-glaciers-claim.html?DCMP=OTC-rss&nsref=online-news.

2 F. William Engdahl, »Interessenkonflikt beim Chef des UN-Klimarats IPCC«, in Kopp Exklusiv vom 27. Dezember 2009.

3 Seth Borenstein, »UN climate report riddled with errors on glaciers«, AP, 20. Januar 2010.

4 Ebenda.

Donnerstag, 21. Januar 2010

Climategate - Die Wahrheit kommt ans Licht

Die Stunde der Zweifler

Wissenschaft und Politik glauben, dass ein menschenverursachter Klimawandel den Planeten gefährdet und Abhilfe nottut. Haben sie recht, oder sind sie einem Irrtum erlegen? Neue Erkenntnisse verändern jetzt die Debatte. Teil 1.

Von Hanspeter Born

Wie kann ich, durchschnittlich intelligenter Normalbürger mit schwacher Erinnerung an das, was man mir einst in Physik- und Chemiestunden einzutrichtern versuchte, zu einem vernünftigen Urteil über den Klimawandel und dessen Folgen gelangen? Ich tue, was die meisten tun, und ziehe die unter Fachleuten gängige Meinung zu Rate. Und stelle fest: Wenn es um die Frage der globalen Erwärmung und ihre menschengemachte Verursachung geht, ist der Konsens der Wissenschaftler erdrückend.

Im 4. Sachstandsbericht des IPCC – des Intergovernmental Panel on Climate Change oder Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen lesen wir: «Die Erwärmung des Klimasystems ist eindeutig, wie dies nun aufgrund der Beobachtungen des Anstiegs der mittleren globalen Luft- und Meerestemperaturen, des ausgedehnten Abschmelzens von Schnee und Eis und des Anstiegs des mittleren globalen Meeresspiegels offensichtlich ist.» Zu den Ursachen dieser Erwärmung heisst es: «Der grösste Teil des beobachteten Anstiegs der mittleren globalen Temperatur seit Mitte des 20. Jahrhunderts ist sehr wahrscheinlich durch den beobachteten Anstieg der anthropogenen Treibhausgaskonzentrationen verursacht.» Zum Ausmass und zu den Auswirkungen der menschengemachten Klimaerwärmung: «Die Bandbreite der möglichen daraus folgenden Temperaturerhöhung bis Ende des 21. Jahrhunderts liegt bei 1,1 bis 6,4 Grad Celsius. Die möglichen Folgen umfassen unter anderem zunehmende Wetterextreme wie Hitzetage, Hitzewellen und Starkregen.

Tropische Stürme werden heftiger; in hohen Breiten nimmt die Niederschlagsmenge zu, in niedrigen Breiten ab. Semiaride Gebiete werden unter zunehmendem Wassermangel leiden. Besonders betroffen werden Afrika (schwere Beeinträchtigungen der Landwirtschaft in vielen Ländern) und Asien (Überflutungen in den bevölkerungsreichen Grossdeltas) sein.»
Dieser alarmierende Bericht, seit 1990 der vierte seiner Art, ist das Ergebnis einer sechsjährigen Arbeit von 450 Leitautoren, 800 mitwirkenden Autoren und 2500 wissenschaftlichen Rezensenten – alles Fachleute auf ihren Gebieten. Wie kam es zu diesen grossangelegten, auf zahlreiche aufwendige Forschungsprojekte gestützten Studien, die jetzt die Grundlage für politisches Handeln und den Abschluss internationaler Verträge darstellen?

Schlimmes menschliches Treiben
Man vergisst gerne, dass die Befunde über die Klimaerwärmung relativ jung sind. Der Treibhauseffekt war zwar bereits im 19. Jahrhundert erkannt worden, aber erst in den 1950er Jahren begann eine Handvoll Wissenschaftler, die Konzentration von Treibhausgasen, besonders von CO2, in der Atmosphäre zu berechnen. In der Folge wurden Modelle des möglichen künftigen Temperaturanstieg entwickelt. Die siebziger und achtziger Jahre brachten das Wachsen des Umweltschutzbewusstseins und der Umweltschutzbewegung. Eine weitere Öffentlichkeit wurde hellhörig für die möglichen schlimmen Auswirkungen menschlichen Treibens auf unserem Planeten. Der einflussreiche Club of Rome sagte voraus, dass wegen des zu erwartenden Versiegens vieler Rohstoffquellen die Menschheit nach der Jahrtausendwende an die Grenzen des Wachstums stossen und die Nahrungs- und Industrieproduktion zusammenbrechen werde. In der Schweiz und in Deutschland befürchtete man das unaufhaltsame Sterben der Wälder.

Der Treibhauseffekt und die globale Erwärmung wurden als nächstes ernsthaftes Problem wahrgenommen. Anders als bei den Prognosen über das Versiegen des Erdöls und das Verschwinden der Wälder beruhten die Warnungen vor der globalen Erwärmung auf fundierten, breiten Nachforschungen, Messungen und Modellen erstrangiger Institute und Naturwissenschaftler, denen die Politiker die für ihre Arbeit nötigen Mittel zur Verfügung stellten. Entscheidend beteiligt an der 1988 erfolgten Gründung des IPCC 1 waren dessen erster Präsident, der schwedische Meteorologe Bert Bolin, der Astrophysiker James Hansen, der bei einer Anhörung den amerikanischen Kongress überzeugen konnte, und nicht zuletzt die britische Premierministerin Margaret Thatcher, welche die Bedeutung der globalen Erwärmung für die Energiepolitik erkannt hatte und sich vehement für die solide wissenschaftliche Erforschung der Klimaproblematik einsetzte.

In ihren Memoiren zeigt sich Lady Thatcher erstaunt, dass das Fernsehen nicht einmal zugegen war, als sie vor der Royal Society ihre Umweltrede hielt. Es galt die Welt aufzurütteln. Die Vertreter der These einer gefährlichen menschen verursachten Klimaerwärmung wussten eine weitere Öffentlichkeit von der Dringlichkeit eines wirkungsvollen Klimaschutzes zu überzeugen. Stephen Schneider, Professor für Umweltbiologie an der Universität Stanford, formulierte das Dilemma des Gelehrten, der ethisch der Suche nach der Wahrheit verpflichtet ist und deshalb alle «Zweifel, Vorbehalte, Wenn und Aber» in Betracht ziehen muss: «Auf der anderen Seite sind wir nicht bloss Wissenschaftler, sondern auch menschliche Wesen. Und wie die meisten Leute wünschen wir, dass die Erde ein besserer Ort wird, was in diesem Zusammenhang bedeutet, dass wir darauf hinarbeiten, das Risiko eines potenziell verheerenden Klimawandels zu verhindern. Um dies zu erreichen, müssen wir breite Unterstützung finden und die Fantasie der Öffentlichkeit beflügeln. Dies zieht natürlich nach sich, dass man eine Menge von Medienberichterstattung erhält.

Deshalb müssen wir beängstigende Szenarien anbieten, vereinfachte dramatische Erklärungen abgeben und allfällige Zweifel, die wir haben könnten, kaum erwähnen.»

Übertreibungen und Unwahrheiten
Entscheidend für die Verbreitung der These von der gefährlichen Erderwärmung wurden Umweltschutzorganisationen wie Greenpeace, der World Wide Fund for Nature oder der Sierra Club. Eine ebenso wichtige Rolle spielten prominente Persönlichkeiten wie der ehemalige amerikanische Vizepräsident Al Gore. Gore, der sich schon als Kongressmitglied mit Umweltproblemen befasst hatte, wurde nach seiner verlorenen Präsidentschaftskampagne von 2000 zum weltweit bekanntesten Sprecher für den Klimaschutz. Mit seinen dramatischen Vorträgen, Schriften und dem Oscar-gekrönten Film «An Inconvenient Truth» («Eine unbequeme Wahrheit») rüttelte er die Weltöffentlichkeit auf. Obschon sein Film zahlreiche Übertreibungen und Unwahrheiten enthält, erhielt Gore für seine Bemühungen um die Bewusstmachung der Klimakrise zusammen mit dem IPCC 2007 den Friedensnobelpreis. In der Würdigung heisst es: «Er ist wahrscheinlich das einzelne Individuum, das am meisten getan hat, um ein weltweites Verständnis für die Massnahmen zu schaffen, die getroffen werden müssen.»

Die Öffentlichkeitsarbeit von Umweltschutzadvokaten wie Gore sowie die Ergebnisse der nun seit zwei Jahrzehnten betriebenen Forschungen haben Politiker, Medien und Öffentlichkeit auf der ganzen Welt davon überzeugen können, dass die globale Erwärmung real, menschengemacht und gefährlich ist.

Die Einsicht, dass Handeln nottat, setzte sich durch. Am «Erdgipfel» in Rio de Janeiro wurde 1992 eine Klimarahmenkonvention unterzeichnet, die 1997 zum (von den USA und andern nicht ratifizierten) Kioto-Protokoll führte, das verbindliche Zielwerte für den Ausstoss von Treibhausgasen festlegte. Nächster Schritt war Kopenhagen mit dem bekannten bescheidenen Ergebnis. Im November soll in Mexiko ein internationales Abkommen mit verbindlichen Emissionszielwerten unterzeichnungsreif sein.

Eine einheitliche Weltmeinung gab es allerdings nie. Der Widerstand gegen den geforderten Umstieg von fossilen auf CO2-arme Energieträger kam anfänglich von der Öl- und Kohle-Industrie und deren Lobbyisten. James Inhofe, einflussreicher Senator aus dem Ölstaat Oklahoma, vom Spiegel als «Kopf der Betonfraktion Washingtons» betitelt, hält die These von einer katastrophalen globalen Erwärmung seit Jahren für einen «Schwindel» und hat jüngst in Kopenhagen wieder erklärt: «Die USA werden kein Emissionshandelssystem beschliessen. Die Chance ist gleich null.» Nur eine verschwindend kleine Zahl von meist von der Energieindustrie finanzierten Wissenschaftlern widersetzten sich schon früh dem allgemeinen Konsens, so etwa der 1924 in Wien geborene amerikanische Atmosphärenphysiker Fred Singer, der die Ansicht vertritt, dass «die menschenverursachte Klimaerwärmung, obschon sie gemäss Treibhauseffekttheorie erwartet wird, schwer aufzuzeigen ist und wahrscheinlich im Vergleich zu natürlichen Klimavariationen unbedeutend bleibt.»
Die «Klimaleugner», wie man die Skeptiker bald nannte, blieben aber unter den Naturwissenschaftlern in der Minderheit. 2007 stellten Peter Doran, Professor für Umweltwissenschaft an der Universität Illinois, und seine Mitarbeiterin M. Kendall Zimmerman über 10 000 Erdwissenschaftlern per E-Mail die Frage: «War menschliche Aktivität ein massgeblicher Faktor in der Veränderung der globalen Durchschnittstemperaturen?» Etwa ein Drittel antworteten. 82 Prozent bejahten die Frage. Unter aktiven, durch wissenschaftliche Publikationen in Erscheinung getretenen Klimatologen lag die Zustimmungsrate bei 97 Prozent. Am skeptischsten zeigten sich Erdölgeologen und Meteorologen, von denen bloss 47 respektive 64 Prozent die Frage nach einem massgeblichen anthropogenen Einfluss auf die Klimaerwärmung bejahten.

2004 hatte sich Naomi Oreskes 928 Kurzzusammenfassungen von in «peer-reviewed» Fachzeitschriften erschienenen Artikeln über Klimawandel angeschaut und herausgefunden, dass 75 Prozent den IPCC-Konsens guthiessen, 25 Prozent keine Stellung zur Frage der anthropogenen Erwärmung bezogen und keine einzige dieser Abhandlungen den Konsens in Frage stellte.

«Eine Art Religion»
Widerstand gegen die Auffassung, dass dringliche Massnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels nötig seien, regte sich vor allem unter liberalen Nationalökonomen. Im britischen Oberhaus stellte Lord Lawson, als Nigel Lawson einst Schatzkanzler und enger Mitarbeiter von Margaret Thatcher, die Objektivität des IPCC in Frage. Der Weltwoche (22.2.07) sagte er in einem Interview: «Nach gängiger Auffassung ist über die Hälfte des Anstiegs von einem halben Grad Celsius in den letzten 25 Jahren wahrscheinlich Treibhausgasemissionen zuzuschreiben. Die Temperatur kann noch weiter ansteigen, obschon wir dies nicht sicher voraussagen können. Aber es gibt keinen Grund zur Hysterie. Die Fakten, wie sie vorliegen, sind nicht alarmierend. Der Mensch ist ausserordentlich einfallsreich und anpassungsfähig. Wenn die Erwärmung des Klimas stufenweise fortschreitet, bringt dies Vor- und Nachteile. Die Vorteile können wir ernten und durch intelligente Anpassung und technische Fortschritte die Nachteile erheblich mildern.» Lawson sagte weiter: «Die Angst vor dem Klimawandel scheint mir vergleichbar mit dem ‹Da Vinci Code›, einem weltweiten Bestseller, der ein kleines Quäntchen Wahrheit enthält, aber im Grossen und Ganzen Mumpitz ist.» Für Lawson ist die Furcht vor der Erwärmung «eine Art Religion geworden. Jeder, der nicht einverstanden ist, wird beinahe als Gotteslästerer betrachtet.»

In die gleiche Kerbe wie Lawson hieb auch ein anderer gelernter Nationalökonom, der tschechische Staatspräsdient Václav Klaus. «Sind 2,5 Grad Celsius Erwärmung und 30 Zentimeter Erhöhung des Meeresspiegels wirklich das Problem? Wird dies die Menschheit wirklich bedrohen? Braucht man die Menschheit wirklich vor diesen Folgen zu retten? Darauf würde ich antworten: Nein. Die Menschheit ist anpassungsfähig. In der Vergangenheit ist die Menschheit mehrmals mit solchen Veränderungen fertig geworden.» Klaus wies auch darauf hin, dass der Konsens nicht so klar ist, wie immer angegeben wird, und dass von den 2500 an den IPCC-Berichten beteiligten Wissenschaftlern «nur 80 . . . wirkliche Klimatologen» sind.

David Henderson, ehemaliger Direktor der statistischen und ökonomischen Abteilung der OECD, hoher Beamter des britischen Schatzamts und Professor am University College London, ging der Frage nach, wieso in allen demokratischen Staaten sich über die Parteien hinweg die Ansicht durchgesetzt hat, dass die menschengemachte Erderwärmung ein Problem darstelle und internationales Handeln nötig mache. Dieser Konsens stützt sich gemäss Henderson auf den Glauben, dass die «wissenschaftliche Forschung zunehmend gefestigtes und mittlerweile unantastbares Beweismaterial für die Realität und die Gefahr der globalen Erwärmung geliefert hat». Schliesslich hätten ja hochangesehene nicht beteiligte Wissenschaftler und wissenschaftliche Gesellschaften in vielen Ländern der Arbeit des IPCC ihr Gütesiegel gegeben.

Im Gegensatz zu der gängigen Meinung hält nun aber Henderson das ganze Berichts- und Beratungsverfahren des IPCC für äusserst fragwürdig: Die Berichte zeigten Schwächen in der Behandlung ökonomischer Themen; sie verliessen sich übermässig auf den Peer-Review-Prozess, der keine Qualitätsgarantie darstelle; es seien beim Umgang mit Daten keine ausgewiesenen Statistiker beigezogen worden; man habe eine ungenügende Bandbreite von Ansichten und Fachwissen berücksichtigt und bei der Vorbereitung der Sachstandsberichte Kritiken nicht gebührend beachtet.

Henderson erklärt sich diesen Tatbestand mit der Voreingenommenheit der Leute und Organisationen, die im IPCC das Berichts- und Beratungsverfahren leiten und kontrollieren. Sie seien als Mitglieder des Umweltpolitikmilieus von vornherein von der Dringlichkeit der Klimasache überzeugt gewesen. Gleichermassen seien auch viele Wissenschaftler befangen und in der Klimaangelegenheit weder objektiv noch neutral gewesen. Dies habe sich auch daran gezeigt, dass Dissidenten vorgeworfen wurde, sie untergrüben die Wissenschaft und seien Mitglieder einer aktiven und wohlfinanzierten «Leugnerlobby». Man habe Andersdenkende (um einen Orwell-Ausdruck zu benutzen) als «thought criminals», Denkkriminelle, behandelt.

Wenn nun aber das Klima wirklich an einem tipping point ist, wenn wir tatsächlich, wie Jim Hansen, einer der Gründerväter der Klimaforschung, meint, vor «explosiven Veränderungen mit irreversiblen Auswirkungen» stehen, müssen wir nicht den Ausstoss von Fossilbrennstoffgasen dringend bremsen? Vor einem Jahr schrieb Hansen: «Während das arktische Meereis schmilzt, absorbiert der dunklere Ozean mehr Sonnenlicht und beschleunigt das Schmelzen. Während die Tundra schmilzt, wird Methan, ein starkes Treibhausgas, freigesetzt und verursacht weiteres Schmelzen. Während durch die Verschiebung der Klimazonen Arten ausgerottet werden, können Ökosysteme zusammenbrechen und weitere Arten zerstören. Die durch Wetterschwankungen und wirtschaftliche Wirren hin- und hergeworfene Öffentlichkeit hat wenig Zeit, auf Jahrzehnte bezogene Veränderungen zu analysieren. Wie kann man von Leuten erwarten, dass sie die Ratschläge beurteilen und filtrieren können, die von jenen stammen, die Sonderinteressen vorantreiben? Wie können Leute erstrangige Wissenschaft von Pseudowissenschaft unterscheiden?»

Zunehmende Bedenken
Die Frage der Trennung der Spreu vom Weizen, der soliden Wissenschaft von der Pseudowissenschaft, ist die Grundfrage in der Klimadiskussion. Nun melden immer mehr ernsthafte Naturwissenschaftler ihre Bedenken gegenüber dem von Hansen vertretenen Konsens an. «Unser Planet ist in Gefahr», sagt Hansen, «wenn wir nicht den Kurs ändern, übergeben wir unseren Kindern eine Situation, die ausser ihrer Kontrolle ist.» Dem widerspricht William Harper, Physikprofessor an der Universität Princeton, der vor dem Umweltsausschuss des Senats erklärte: «Ich glaube, dass die Zunahme von CO2 keine Ursache zur Beunruhigung darstellt, sondern für die Menschheit gut ist.» Künftige Historiker, sagte Harper, würden die heutige Debatte über den Klimawandel mit der gutgemeinten amerikanischen Verfassungsänderung von 1917 vergleichen, welche Herstellung, Verkauf und Transport von alkoholischen Getränken verbot: «Zutiefst ehrliche Menschen glaubten, sie retteten die Menschheit vor den Übeln des Alkohols, genauso wie viele Leute heute aufrichtig glauben, sie würden die Menschheit von den Übeln des CO2 retten. Die Prohibition war ein Fehler, und unser Land hat sich wahrscheinlich bis heute nicht von dem durch sie zugefügten Schaden erholt. Das organisierte Verbrechen nahm in jener Ära seinen Anfang. Drastische Beschränkungen von CO2 laufen Gefahr, unserem Land auf ähnliche Weise zu schaden.»

In einer für Laien verständlichen Sprache erklärte Harper dem Senat, dass die unbestreitbare gegenwärtige Erwärmung des Klimas nicht von der ebenfalls unbestreitbaren Zunahme der CO2-Konzentration in der Atmosphäre verursacht wird: «Die gegenwärtige Wärmeperiode begann ungefähr 1800, am Ende der Kleinen Eiszeit, lange vor einer spürbaren Zunahme des CO2. Es hat in den 10 000 Jahren seit dem Ende der letzten Eiszeit mehrere Male ähnliche und sogar grössere Erwärmungen gegeben. Diese früheren Erwärmungen hatten eindeutig nichts mit der Verbrennung von Fossiltreibstoffen zu tun. Die gegenwärtige Erwärmung scheint hauptsächlich auf natürliche Ursachen zurückzuführen zu sein, nicht auf die zunehmende CO2-Konzentration. In den letzten zehn Jahren hat es keine globale Erwärmung gegeben, sondern tatsächlich eine leichte Abkühlung.»

Harper wies auch darauf hin, dass die Voraussagen der Computermodelle, die das Verhalten der Erde im Zusammenhang mit dem CO2-Ausstoss nachzuahmen versuchen, sich als nicht sehr zuverlässig erwiesen haben und beispielsweise das Ausbleiben einer weiteren Erwärmung in den letzten zehn Jahren nicht vorausgesagt haben. Was den Konsens über die katastrophalen Auswirkungen des Klimawandels anbetrifft, erinnerte Harper daran, dass historisch gesehen der wissenschaftliche Konsens oft falsch war: «Was in der Wissenschaft korrekt ist, wird nicht durch den Konsens bestimmt, sondern durch Experimente und Beobachtungen.»

«Hundert Autoren gegen Einstein»
In der Wissenschaft zählt nicht, wie viele Gelehrte eine Theorie unterstützen, sondern ob die Theorie den Bemühungen, sie zu falsifizieren, standhält. Als 1931 eine Schrift «Hundert Autoren gegen Einstein» die Relativitätstheorie angriff, soll Einstein gesagt haben: «Wieso hundert Autoren? Wenn ich unrecht hätte, würde einer genügen.»

Umfrage der Woche: Was ist Ihre Meinung zur Klimadebatte?

Dass die vom IPCC vertretene Theorie einer menschenverursachten gefährlichen Klimaveränderung einer rigorosen Prüfung nicht standhält, hat Richard Lindzen, Professor für Meteorologie am Massachusetts Institute of Technology, mit Argumenten begründet, die auch einem Laien einleuchten: Die Computermodelle, auf die sich das IPCC stützt, gehen davon aus, dass der CO2-Treibhauseffekt durch die von Wasserdampf und Wolken verursachte Rückkoppelung fünf Mal verstärkt wird, was bis zum Jahrhundertende «nach besten Schätzungen» zu einem Temperaturanstieg von 1,8 bis 4 Grad Celsius führen würde. Lindzen vergleicht nun die Rechnermodelle mit effektiven Satellitentemperaturmessungen seit 1979 und zieht daraus den Schluss, dass der Wärmungstrend bei 0,5 Grad Celsius eng begrenzt bleibt: «Dies besagt, dass die Natur, wie jeder vernünftige Mensch annehmen würde, durch stabilisierende negative Rückkoppelungen und nicht durch destabilisierende positive Rückkoppelungen bestimmt wird.»

Für Lindzen sind Klimaschwankungen normal und braucht die seit Ende der Kleinen Eiszeit registrierte Erderwärmung braucht nicht durch den Treibhauseffekt erklärt zu werden: «Die unstetigen und sogar turbulenten Bewegungen des Ozeans und der Atmosphäre bewegen ständig Hitze von einem Ort zum andern, und dies in Zeitspannen, die von Tagen bis zu Jahrhunderten reichen. Dadurch bringen sie das System aus dem Gleichgewicht mit der Sonne, was zu Schwankungen in der Temperatur führt. Die Idee, dass solche Schwankungen spezifische Ursachen haben müssen, ist absurd – beinahe so absurd, als wollte man spezifische Ursachen für jeden Wirbel in einem sprudelnden Bach abklären.»

In einem Vortrag vom letzten März sagte Lindzen: «Wir werden schliesslich gegen die menschgemachte Erwärmungshysterie gewinnen, aus dem einfachen Grund, weil wir recht haben und sie unrecht.»
Damals gehörte Lindzen noch zu den Rufern in der Wüste. Seit im vergangenen November ein riesiger Wust von zwischen führenden Klimaforschern ausgetauschten E-Mails und Dateien an die Öffentlichkeit gelangte, hat sich die Lage radikal geändert.

Donnerstag, 31. Dezember 2009

Klimakatastrophe - Die Lüge des Jahrhunderts

Das Geschäft mit der Klimakatastrophe
Gefälschte Weltklima-Berichte
Von Hartmut Bachmann, Hamburg

Hacker publizieren den E-Mail Verkehr der vier bekanntesten Klima-Wissenschaftler und ihre Methodik, das Zahlenmaterial für die Weltklimaberichte zu fälschen und den US-Kongress zu belügen.

Am 11. August 1986 berichtete das Deutsche Wochenmagazin «Der Spiegel» in einem mehrseitigen Artikel, mit Schockern bepflastert, über eine fiktive Klimakatastrophe. Der eigentliche Aufmacher war das Front-Cover, welches den Untergang des Kölner Doms im Nordseewasser zeigte. Dieses Bild – nebst einem Angst erzeugenden Artikel – wanderte über die Erde. In den USA liess es sich nieder.

Es dauerte nicht lange, da sassen Geschäftemacher in den USA zusammen und beschlossen, das aus Deutschland kommende Wort «Klimakatastrophe» zu kommerzialisieren, um ein «gigantic, long lasting, world wide business» anzuschieben.

Erzeugung von Angst

Zum Anschieben des geplanten gigantischen Geschäfts wurden Hilfsmittel benötigt. Jedes System, das funktionsfähig gestaltet werden soll, benötigt eine entsprechende Organisation.

Funktionieren würde diese Organisation unter Ausnutzung der bekannten Tatsache, dass man mittels der Erzeugung von Angst und unter Drohungen alles erreichen kann, wozu Menschen fähig sind. Vor Gründung des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) wurde in den USA festgelegt, dass das IPCC keine wissenschaftlichen Aufgaben zu übernehmen habe, sondern ein rein politisches Instrument werden solle. Weiter: Die USA würden keinem internationalen Abkommen zum Klimaschutz beitreten, sich aber an den Geschäften beteiligen, die der fiktive Klimaschutz zwangsläufig entwickeln würde.

Hier die politischen Aufgaben des IPCC:

a Feststellung, dass die Welt einer Klimakatastrophe entgegengeht.
b Feststellung, dass der Mensch diese Katastrophe produziert.

Das weltweite Geschäft mit der Angst vor einer «Klimakatastrophe» wurde gestartet mit einer unbewiesenen Behauptung, einer Fiktion. Sie besagt, dass der CO2-Gehalt der Luft sich in sechs Kilometern Höhe sammelt und eine Schicht in der Erdatmosphäre bildet, die dazu führt, dass es auf Erden immer wärmer wird, sofern das CO2 nicht reduziert wird.

Weltklimarat

1988 wird das IPCC (Intergovernmental Panel on Climate change) gegründet. Es bezeichnet sich später als Weltklimarat. Von dort lässt man Wetteraufzeichnungen bestimmter hierfür ausgesuchter Institute aus aller Welt sammeln und daraus per Computer Klima-Zukunftsmodelle errechnen. Die «frisierten» Ergebnisse sagen seit vielen Jahren eine kommende Klimakatastrophe für die Erde voraus. Wie und wozu dies geschieht, dazu äusserten sich Direktoren des IPCC.

John Houghton, Vize-Präsident des IPCC schrieb 1994:

«Solange wir keine Katastrophen ankündigen, wird niemand zuhören.»

Maurice Strong, erster UNEP-Direktor, (Uno-Entwicklungsprogramm äusserte und 1992 in Rio:

«Besteht nicht die einzige Hoffnung für diesen Planeten in dem Zusammenbruch der industriellen Zivilisation? Liegt es nicht in unserer Verantwortung, dafür zu sorgen, dass dieser Zusammenbruch eintritt?»

Prof. Dr. H. Stephen Schneider, Lead Author in Working Group II of the IPCC (sagte 1989):

«Deshalb müssen wir Schrecken einjagende Szenarien ankündigen, vereinfachende, dramatische Statements machen und wenig Erwähnung irgendwelcher Zweifel, die wir haben mögen, entlassen. Um Aufmerksamkeit zu erregen, brauchen wir dramatische Statements und keine Zweifel am Gesagten. Jeder von uns Forschern muss entscheiden, wie weit er eher ehrlich oder eher effektiv sein will.»

Es bedarf keiner Fantasie, Schneiders Aussage so zu interpretieren, wie sie der Formulierung entsprechend gedacht war, nämlich als Aufforderung an Mitarbeiter und Lieferanten von Daten, diese so zu «frisieren», wie sie entsprechend der politischen Aufgaben des IPCC gebraucht wurden. Beachtlich ist die Tatsache, dass hier ein hoher Beamter seinen ihm zuarbeitenden Lieferanten das Angebot macht, Urkundenfälschung zu betreiben, um ein Ziel zu erreichen.

Seit Geburt des Weltklimarates vor 25 Jahren wird eine Weltklimakatastrophe unter beachtlichem optischen und akustischen Getöse in kurzen Abständen verbreitet, ohne dass der Frage durch neugierige Journalisten je nachgegangen wäre: «Wer gab wann und wem und wo für wen die Order, das IPCC, den späteren Weltklimarat zu installieren?»

Wem nützt es?

Offensichtlich sollte dieses nicht publiziert werden. Die uralte Frage steht im Raum: Cui bono? Die Antwort liegt auf der Hand: Den Medien. Denn der Volksmund sagt: Schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten. Niemand lässt sich sein Geschäft kaputt machen und das «long lasting business» sollte ja möglichst lange anhalten.

Da die Berichterstatter der dominanten Medien dieser Zeit sich nicht bereit fanden, der Frage nachzugehen, wer IPCC eigentlich ist, nahm ich die Aufgabe vor ca. zwei Jahren wahr, einen Teil meiner Erinnerungen aufzuschreiben, bevor die Fakten verloren gehen würden. Sie sind fixiert in dem Buch «Die Lüge der Klimakatastrophe – Der Auftrag des Weltklimarates».

Der Feind des Klimas

Möglicherweise gibt es eine Klimaänderung, wie seit Jahrmillionen. Eine sich nähernde Katastrophe gibt es nicht. Es ist eine Behauptung, ähnlich wie vor fünfhundert Jahren, als die Wissenschaft behauptete, die Erde sei eine Scheibe. Als das IPCC fertig konstruiert war, wurden alle «entwickelten Staaten» zu einem «Klima-Meeting» durch die Uno nach Kyoto eingeladen. Weshalb wurden sie eingeladen? Weil sie alle – ohne Ausnahme – total verschuldet waren und noch sind. Dort in Kyoto wurde den anwesenden Delegationen die menschgemachte «Weltklimakatastrophe» verkündet. Dann wurden die anwesenden Nationen animiert, das Sitzungsprotokoll zu unterzeichnen und sich zu verpflichten, das für Pflanzen und Lebewesen notwendige Lebenselixier CO2 zu bekämpfen. Dieses wurde vorher als Feind des Klimas identifiziert. Alle mit der Bekämpfung von CO2 notwendigen gesetzlich vorgeschriebenen Ausgaben setzten ein gewaltiges weltweites Geschäft in Gange. Von jedem hierfür unnötig ausgegebenen Euro erhält z. B. der Bundesfinanzminister in Deutschland neunzehn Prozent Umsatzsteuer. Nun stellen Sie bitte nochmals die Frage: Cui bono?

Gigantische Geschäfte

Dies alles war bis hierher relativ einfach, denn die Konstrukteure der Klimakatastrophe brauchten nur einen langen Atem für die Vorbereitung der kommenden gigantischen Geschäfte, wie auch die ewige Wiederholung der vor der Haustür stehenden Klimakatastrophen durch die Medien.

Es ist Allgemeinwissen: Der einfache Mensch wird stets die einfache Lüge als Wahrheit akzeptieren, hingegen die komplizierte Wahrheit nicht glauben wollen. Eine Lüge muss nur oft genug wiederholt werden, dann wird sie geglaubt.

Fast alle Klima-Institute der Welt, sind staatliche Institute. Die dort arbeitenden Angestellten sind Staatsdiener; Beamte des Staates. Staatsdiener liefern die Ergebnisse ab, die der Staat von ihnen erwartet. Die derzeitige «political correctness» erwartet die Bejahung der angeblichen Klimakatastrophe, wie die Uno sie via IPCC verkündet. Diese angeblichen Wissenschaftler sind absolut in der Minorität. Aber sie sitzen an der Macht. Wir haben also international das Faktum, dass eine Minorität – wie so oft in der Geschichte der Menschheit – eine Majorität terrorisiert. Wenn morgen die Wahrheit zum Klima publiziert würde, wären tausende angebliche Wissenschafter ohne Arbeit und die Medien weltweit eines ihrer ertragreichsten Themen los. Bei solchen gigantischen Ereignissen müssen immer wieder fragen: Cui bono?

Grossbritannien erwacht

Am 19. November 2009 wurden durch Internet-Hacker offensichtlich 1072 E-mails und 72 (oder mehr) andere Dokumente des Büros von Prof. Phil Jones vom englischen Hadley CRU Zentrum, (einem der wichtigsten Datenlieferanten des IPCC) via Internet, auf einen Server in Russland verbracht und sie sind in der Tat Beweise eines Skandals, der die meisten der prominentesten Wissenschaftler involviert, welche die mensch-gemachte Klima-Erwärmungstheorie vorantrieben. Ein Skandal, welcher einer der grössten innerhalb der modernen Wissenschaft ist. Das CRU ist eines von weltweit nur vier Instituten, die dem «Weltklimarat» IPCC «offizielle» Temperaturdaten liefern.

Auszug aus einem Mail

Phil Jones an Ray Bradley:

Lieber Ray, Mike und Malcolm,

sobald Tim ein (Temperatur) Diagramm hier hat, werden wir es entweder heute später oder als erste Sache morgen früh schicken. Ich habe gerade Mike’s «Natur-Trick» des Hinzufügens in die wirklichen Temperaturen zu jeder Serie der letzten zwanzig Jahre (von 1981 aufwärts) und von 1961 an für die von Keith vollendet, um die Abnahme (der Temperaturen) zu verheimlichen. Mikes Serien…» Hurrah Phil

Bei dieser Geschichte handelt es sich um den eigentlichen und Ur-Beweis des IPCC, dass es der Mensch ist, der eine Klimakatastrophe hervorruft. Mittels einer Korrelation zwischen CO2-Anstieg und Temperaturanstieg in der Atmosphäre sollte bewiesen werden, dass das CO2 Schuld daran ist, dass die Welttemperatur zunimmt. Damit konnte wiederum dem Menschen die Schuld für eine kommende Klimakatastrophe angeklebt werden, weil er (wenn auch nur mit minimalen Mengen) CO2 durch Verbrennen von Kohle, Gas und Öl produziert. Die oben geschilderten Fälschungen der beauftragten Forscher führten dazu, dass dem IPCC eine gefälschte, die so genannte berühmte «hockey-stick»-Temperaturkurve geliefert wurde, mittels derer der Weltklimabericht im 3. IPCC-Report von 2001 ausstaffiert wurde, um den Menschen an den Galgen zu bringen, das geplante gigantische, lang anhaltende Geschäft mit dem Kampf gegen die Klimaerwärmung zu entwickeln und somit den Drahtziehern und «Erfindern» der Welt-Klimakatastrophe ihr ROI (return on investment) auf ihre Konten fliessen zu lassen.

Ehemalige Mitarbeiter an der Zusammenstellung der Jahresberichte des IPCC zur Weltklimakatastrophe, wie z.B. Dr. Vincent Gray, Experten-Gutachter des IPCC seit 1990, äusserten sich seit langem äusserst abfällig über die Arbeit des IPCC. Gray sagte:

«Die ganze IPCC-Betätigung wurde in Gang gebracht, um «Beweise» dafür zusammenzutragen, dass die Erde wegen der Zunahme an Kohlendioxid und anderen Treibhausgasen in der Atmosphäre eine «globale Erwärmung» erlebt. Es bestand niemals irgendeine Absicht, eine ausgeglichene oder unvoreingenommene, wissenschaftliche Abschätzung der Klimawissenschaft vorzulegen. Das IPCC ist fundamental korrupt, es spinnt sich das Klima zurecht. Die einzige ‹Reform›, die ich mir vorstellen könnte, wäre seine Abschaffung.»

Ohne CO2 ist kein Leben auf Erden möglich; weder pflanzliches, noch tierisches oder gar menschliches. Ohne CO2 ist die Erde biologisch tot. Die Pflanzen benötigen es, um mittels der komplizierten Photosynthese u.a. das CO2 umzuwandeln in Sauerstoff, den die Lebewesen wiederum zum Atmen benötigen. Es gab auf Erden Zeiten, da der CO2-Gehalt der Luft deutlich höher war, als heute. Nichts belegt, dass Tier- oder Pflanzenwelt daran gelitten hätten. Je höher das CO2-Angebot an die Pflanzen, desto höher und schneller ihr Wachstum. CO2 ist kein Feind des Menschen. Die Behauptung, dass CO2 eine Klimakatastrophe auf Erden verursacht, ist ein Fabrikat des Finanzklüngels dieser Erde. Dies sind die Menschen, die bestimmen, wann und in welchem Land in Afrika der nächste Aufstand unter den Eingeborenen stattfindet, wer nächster Präsident der USA wird und wie hoch die Energiepreise steigen müssen, damit ihre finanziellen Wünsche wahr werden. Es ist genau die Kamarilla derjenigen, die über Krieg und Frieden bestimmt und darüber entscheidet, wann der Stöpsel aus der Wanne zu ziehen ist, damit während der Bankenkatastrophe das Geld dorthin abfliessen kann, wo es denjenigen zukommt, die die Macht haben, dieses zu bestimmen. Eine Lüge muss nur oft genug wiederholt werden, dann wird sie geglaubt.

Alle Katastrophen verschwinden von allein, wenn die Absichten der Katastrophen-Trompeter erfüllt wurden. Beispiele: Waldsterben, Versauerung der Seen, Ozonschicht, Vogelgrippe usw. Die Mächtigen dieser Erde ermöglichten die Hexenjagd im Mittelalter. Militante «Grüne» und «Sensationsjournalisten» setzen bewusst Chaos und Katastrophe als Waffen ein, mit denen man die Gesellschaft in penetranter Weise zu einer Verhaltensänderung zwingen will.

Die Hacker von Norwich/England werden in die Geschichte der Klimawissenschaft eingehen. Und zwar als diejenigen, die dem Weltklima auf die Beine halfen, indem sie die Wahrheit um die Manipulationen der vier Institute entdeckten und veröffentlichten, die den Weltklimarat, das IPCC, jahrelang mit gefälschten Graphiken und Tabellen fütterten. Diese Fälschungen geschahen, um der anglo-amerikanischen Geldclique zu dienen, die die Institution des IPCC für notwendig befahl und eine willige Hofkamarilla benötigte, um ihren Plänen der Bestands- und Gewinnmaximierung zu dienen. Für sie selber, den Dienern mit hohen akademischen Titeln, fielen nicht die Brosamen von des Herren Tische ab, sondern sie wurden in der Welt rumgereicht, mit Ehren überhäuft, herrschaftlich entlohnt und mit erstklassigen Forschungsinstituten ausstaffiert, die diesen Herrn Professoren, so genannten Wissenschaftlern, zu Diensten ihrer verbalen Macht verhalfen.

Grösster Betrug

Selbstverständlich waren die jetzt entdeckten Dossiers und E-mail Konversationen die Basis für Kyoto und die IPCC-Reporte, aber von nun an wissen wir, dass sie nur auf komplett gefälschten und manipulierten Daten basierten. Dies ist nicht länger nur eine Vermutung. Möglicherweise und hoffentlich ist dies der Todesstoss für das CRU, das IPCC, Kyoto, Kopenhagen und vor allem für die CO2-Zertifikate, an denen ja noch der allseits bekannte und mit dem Nobelpreis geehrte Al Gore so prächtig verdiente, dass er möglicherweise schon zum Klub der Milliardäre zählt. Das, was sich dieser Tage um eine relativ junge Wissenschaft ereignet, ist die Entdeckung des grössten Betrugs in der Geschichte der Menschheit.

Hartmut Bachmann