740: In 740 A.D. in einem Land eingeschlossen zwischen dem Schwarzen und dem Kaspischen Meer, bekannt als Khazaria, einem Land das heute zumeist von Georgien besiedelt ist, aber auch nach Russland reicht sowie nach Polen, Litauen, Ungarn und Rumänien hinein, wurde die moderne jüdische Rasse geboren. Eine moderne jüdische Rasse, die gar nicht jüdisch ist!
Wie kann dies sein, fragen Sie? Zu der Zeit fühlten die Khazarier sich verwundbar, da Muslime auf der einen Seite und Christen auf der anderen Seite von ihnen lebten, und sie deshalb konstant Attacken von der einen oder anderen Seite fürchteten. Umso mehr, als die Khazarier keinen dieser Glauben hatten und anstatt dessen ihrer Idol-Verehrung folgten, welches sie reif für die Invasion seitens Leuten machte, die sie zu einem Glauben bekehren wollten.
Der khazarische König Bulan, entschied, dass es zum Vorteil der Khazarier wäre, zu einem dieser Glauben zu konvertieren, um sich gegen Attacken zu schützen. Aber zu welchem?
Wenn sie zum Islam konvertierten, dann würden sie Attacken seitens der Christen riskieren und wenn sie zum christlichen Glauben wechselten, wäre die Gefahr hoch von den Muslimen attackiert zu werden.
Er hatte eine Idee. Es gab noch eine andere Gruppierung, welche mit den Muslimen und Christen zu ihren beiden Seiten zurechtkamen, vornehmlich in Handelsgeschäften. Eine Gruppierung, welche in gleicher Weise ebenso mit den Khazariern handelte. Diese Gruppe waren die Juden. König Bulan entschied, dass, wenn er seine Leute anweisen würde, zum Judaismus zu wechseln, sowohl Muslime wie Christen glücklich wären, da sie zu dem Zeitpunkt schon bereitwillig mit den Juden Handel trieben, und so tat er es. König Bulan hatte Recht. Er würde in seinem Leben sein Land frei von Besatzung sehen, außerdem konvertierten seine Bürger freudig zum Judaismus und nahmen die Prinzipien des heiligsten jüdischen Buches, des Talmud, an. Es gibt viele Dinge, die der König jedoch nicht mehr sehen würde.
Er würde er nicht mehr erleben, zu sehen, wie sein Volk zu den Abkömmlingen eines Mannes wurde, der viel mächtiger sein würde als er, der runde 1000 Jahre später in Deutschland geboren wurde, ein Mann namens Bauer, der die Rothschild Dynastie gründen würde. Er würde nicht mehr leben, zu sehen, wie seine Dynastie den Reichtum der ganzen Welt durch Betrug und Intrigen aufsaugte, welches sie durch die großen Reichtümer finanzieren würden, die sie vornehmlich anhäuften, indem sie die Kontrolle über den Geldvorrat erreichten. Er würde nicht mehr sehen, wie seine Leute ein Heimatland in Palästina als ihr Geburtsrecht für sich beanspruchen, und sicherstellen, dass dort jeder Premierminister seit der Gründung 1948 ein Ashkenazi Jude ist, obwohl doch das wahre Heimatland der Ashkenazi-Juden, sein Königreich, 800 Meilen entfernt liegt.
Und er würde nicht mehr leben, um zu sehen, wie seine Leute die biblische Prophezeiung der „Synagoge Satans“ Wirklichkeit werden lassen. Oliver Cromwell 1649: Oliver Cromwell erhält Rückenstärkung vom Britischen Parlament für die Exekutierung von King Charles I nach Anklage wegen Staatsverrat. Anschliessend erlaubt Cromwell den Juden wieder, nach England zu kommen, hebt aber das Ausweisungs - Edikt nicht auf, das 1290 von König Edward I erlassen wurde, und alle Juden für immer aus England vertrieb sowie die Vorkehrung traf, dass jene, welche sich in England nach dem 1. November 1290 aufhielten, exekutiert werden. In seinem Buch „L’Antisemitisme son histoire et ses causes,” (Der Antisemitismus, seine Geschichte und seine Ursachen), 1894 veröffentlicht, bemerkt der respektierte jüdische Schriftsteller Bernard Lazare das folgende über die Verbannung der Juden: „Wenn diese Feindlichkeit, sogar Abneigung den Juden gegenüber nur zu einem Zeitpunkt oder in einem Land gezeigt worden wäre, wäre es einfach, die Gründe des Ärgers abzugrenzen und zu entwirren, aber diese Rasse ist im Gegensatz dazu Gegenstand des Hasses seitens aller Bevölkerungen, unter deren Mitte sie sich breitgemacht hat. Es folgert daraus, da die Feinde der Juden den verschiedensten Rassen angehörten, da sie in Ländern weit entfernt voneinander lebten, da sie unter verschiedenen Gesetzen lebten, die gegensätzlichen Prinzipien folgten, da sie weder dieselbe Moral noch Gebräuche ausführten, da sie unterschiedlichen Gesinnungen angehörten und über nichts in derselben Weise urteilten, dass der allgemeine Grund des Antisemitismus immer in Israel selbst gelegen hat und nicht in denen, die Israel bekämpften.“
Professor Jesse H. Holmes drückt in „The American Hebrew“ die folgende ähnliche Meinung aus: „Es kann kaum ein Zufall sein, dass der gegen die Juden gerichtete Antagonismus fast überall in der Welt zu finden ist, wo Juden und Nichtjuden assoziiert sind. Und da die Juden das gemeinsame Element der Situation sind, würde es wahrscheinlich erscheinen, dass die Gründe augenscheinlich doch mehr bei Ihnen gesucht werden sollten als in den weit variierenden Gruppen, die diesen Antagonismus fühlen.“
1688: A. N. Field erklärt in seinem Buch „All These Things”, veröffentlicht in 1931, die Situation in England in diesem Jahr als ein Ergebnis von Cromwells Entscheidung, das Gesetz zu ignorieren, das die Juden von England bannte, und Ihnen zu erlauben, in Nichtbeachtung des Gesetzes zurückzukommen, das nur 33 Jahre früher erlassen wurde, wie folgt:
„Dreiunddreißig Jahre nachdem Cromwell die Juden nach England hineingelassen hatte, erschien eine holländische Prinzessin von Amsterdam, umgeben von einem ganzen Schwarm an Juden aus diesem jüdischen Finanzzentrum. Seinen königlichen Schwiegervater aus dem Königreich vertreibend, nahm er den Thron großzügig an. Ein sehr natürliches Resultat, das auf jenes Ereignis folgte, war die Schaffung der staatlichen Schulden durch das Establishment sechs Jahre zuvor durch die Bank of England, zum Zweck des Geldleihens an die Krone.
England hatte bis dahin für alles bezahlt, wie es kam (ohne Schulden), bis diese Juden ankamen.“
Gründung der Bank of England
1694: Die täuschenderweise „Bank of England” genannte Bank wird gegründet. Die Bank ist täuschend genannt, da der Eindruck verschaffen wird, dass sie von der Regierung von England kontrolliert würde, obwohl sie in Realität eine Private Institution ist, die von den Juden gegründet wurde. In seinem Buch „The Breakdown of Money (Die Aufteilung der Finanzen), veröffentlicht 1934, erklärt Christopher Hollis die Gründung der Bank of England wie folgt: „In 1694 brauchte die Regierung von William III (der von Holland zusammen mit diesen Juden gekommen war) dringend Geld. Eine Gruppe reicher Männer unter der Führung von William Paterson bot William an, Ihm £ 1.200.000 bei 8 % Zinsen zu leihen unter der Bedingung dass „The Governor and Company of the Bank of England” (Der Gouverneur und die Firma der Bank von England), wie sie sich selbst nannten, das Recht haben sollte, Banknoten zum vollen Ausmaß ihres Kapitals zu drucken. Das soll heißen, die Bank bekam das Recht, £ 1.200.000 in Gold und Silber einzukassieren und es in £ 2.400.000 umzuwandeln (es zu verdoppeln), und davon £ 1.200.000 als Darlehen an die Regierung zu vergeben, und die anderen £ 1.200.000 in Banknoten, selbst zu benutzen. Paterson hatte ganz recht damit, dass dieses Vorrecht, welches der Bank gegeben wurde, das Privileg Geld zu machen war… In der Realität hielten Sie einen Geldvorrat von nicht mehr als zwei oder dreitausend Pfund. 1696 (also innerhalb von 2 Jahren) zirkulieren sie £1.750.000 an Banknoten gegen eine Bargeldreserve von £ 36.000.“ William Paterson: „Die Bank hat den Nutzen der Zinsen auf alle Gelder, welche es aus nichts kreiert“
Die Namen der jüdischen Kontrolleure der Bank of England werden nie preisgegeben, aber es ist ersichtlich, dass sie schon in diesem Jahr durch ihre Kontrolle der Bank of England Kontrolle über die Britische Familie ausüben. Während ihre Identität geschützt war, hätten sie vielleicht jedoch gewünscht, dass sie einen diskreteren Frontmann gewählt hätten, nachdem William Paterson erklärte:
„Die Bank hat den Nutzen der Zinsen auf alle Gelder, welche es aus nichts kreiert.“ Die Tatsache, dass Paterson bereit war, die Katze in dieser Art und Weise aus dem Sack zu lassen, mag erklären, wieso er als armer Mann, ausgestoßen von seinen Kollegen, starb; oder vielleicht hatte dieser „shabbey goy“ einfach in seiner Nutzbarkeit für die Juden hinter den Szenen ausgedient. (shabbey goy = schäbiges Menschlein, bzw. ein Nichtjude, der insgeheim die Interessen der Juden repräsentiert).
1698: Schon nach 4 Jahren der Führung der Bank of England ist die Kontrolle dieser Juden über die britische Geldversorgung sprunghaft angestiegen. Sie hatten das Land mit so viel Geld überflutet, dass die Schulden der Regierung an die Bank von den anfänglichen £ 1.250.000, auf £ 16.000.000 anstieg, und das innerhalb von nur 4 Jahren, was einer Steigerung von 1280 % entspricht. Wieso tun Sie das? Ganz einfach, wenn Summe des Geldes, das sich in einem Land im Umlauf befindet, £ 5,000,000 beträgt, und eine Zentralbank etabliert wird und weitere £ 15,000,000 druckt, was Phase 1 des Plans ist, und dieses Geld in die Wirtschaft durch Darlehen etc. schickt, dann wird dies natürlicherweise den Wert der anfänglichen £ 5,000,000 verringern, welche sich in Umlauf befanden, bevor die Bank gebildet wurde. Der Grund dafür ist, dass die anfänglichen £ 5,000,000, die 100 % der Wirtschaft repräsentierten, nun nur noch 25 % der Wirtschaft repräsentieren.
Dies gibt der Bank nun Kontrolle über 75 % des Geldes in Umlauf mit den £ 15,000,000, welche an das Land ausgegeben wurde.
Dies verursacht Inflation, die einfach eine Reduktion des Wertes des Geldes, das durch den gewöhnlichen Bürger geschaffen wird, darstellt, da die Wirtschaft mit Geld überflutet wurde, wofür die Zentralbank verantwortlich ist. Da nun das Geld des gemeinen Bürgers weniger wert ist, muss er zur Bank gehen, um für ein Darlehen zu bitten, dass er sein Geschäft führen kann etc., und wenn die Zentralbank zufrieden ist, dass es genügend Bürger da draußen mit Schulden gibt, dann wird die Bank den Geldzufluss verringern, indem sie keine Darlehen offeriert. Das ist Phase 2 des Plans.
Phase 3 besteht darin, sich zurück zu sitzen und zu warten, bis die verschuldeten Leute bankrott gehen, was wiederum der Bank erlaubt, von Ihnen wirkliche Werte, Geschäfte und Wohneigentum etc., für Pfennige zu beschlagnahmen. Inflation betrifft nie eine Zentralbank, in der Tat sind sie die einzige Gruppe, die von ihr profitieren können, da sie, wenn sie nicht über genügend Geld verfügen, einfach mehr drucken können.
Eröffnung des Bankhauses Rothschild
1744: Am 23. Februar wird Mayer Amschel Bauer, ein Ashkenazi-Jude, in Frankfurt geboren, das vierte Kind von Moses Amschel Bauer, einem Geldleiher und Eigentümer des Bankhauses. Moses Amschel Bauer platziert ein rotes Schild über der Eingangstür zu seinem Bankhaus.
Dieses Zeichen ist ein rotes Hexagramm (das geometrisch und numerisch die Nummer 666 ergibt), welches sich unter Rothschild Anweisung 200 Jahre später auf der Israelischen Flagge finden wird.
1753: Gutle Schnaper, eine Ashkenazi-Jüdin (zukünftige Ehefrau von Mayer Amschel Bauer), wird als Tochter von Wolf Salomon Schnaper, einem respektierten Händler, geboren.
1760: Während dieser Zeit arbeitet Mayer Amschel Bauer für ein Bankgeschäft, das den Oppenheimer in Hannover gehört. Er ist sehr erfolgreich und wird Juniorpartner. Während er an der Bank arbeitet, macht er die Bekanntschaft von General von Estorff. Nach dem Tod seines Vaters kehrt M. A. Bauer nach Frankfurt zurück, um die Geschäfte seines Vaters zu übernehmen. Bauer erkennt die Wichtigkeit des Roten Hexagramms und ändert seinen Namen von Bauer zu Rothschild, nach dem roten Hexagramm oder Zeichen über der Eingangstür. Zusammenarbeit mit königlichen Häusern, Darlehensverträge für Kriegstruppen, „Friedenstruppen“ genannt. Unter seiner neuen Identität als Mayer Amschel Rothschild entdeckt er, dass General von Estorff jetzt dem Hof des Prinzen Wilhelm IX von Hessen-Hanau, einem der reichsten königlichen Häuser in Europa verbunden ist, welches ihren Reichtum durch die Verleihung von Hessischen Soldaten an fremde Länder für große Profite ausübt (eine Praxis, die auch heute noch ausgeführt wird durch den Export von „Friedenstruppen“ über die ganze Welt).
Er macht deshalb die Wiederbekanntschaft des Generals unter dem Vorwand, ihm wertvolle Münzen und billige Schmuckstücke zu heruntergesetzten Preisen anzubieten. Wie geplant wird Rothschild daraufhin Prinz Wilhelm selbst vorgeführt, der mehr als erfreut ist über die niedrigen Preise, die er für jene raren Münzen und Schmucksachen verlangt, und Rothschild offeriert ihm einen Bonus für jegliches weitere Geschäft, das der Prinz in seine Richtung lenken kann. Rothschild wird daraufhin zum engen Bekannten des Prinzen Wilhelm, und schließt Geschäfte mit ihm und anderen Mitgliedern des Hofes ab. Bald entdeckt er, dass die Darlehensvergabe an Regierungen und Königshäuser profitabler ist als die Verleihung an Individuen, da die Darlehen größer sind und durch die Steuern einer Nation gedeckt sind. M.A. Rothschild wird „Hoflieferant Seiner Erlauchten Hoheit, Erbprinz Wilhelm von Hessen, Graf von Hanau“ 1769: Mayer Amschel Rothschild wird zum Hofagenten für Prinz Wilhelm IX von Hessen-Kassel; der Enkel von George II; Neffe des Königs von Dänemark; und Schwiegerbruder des Königs von Schweden. Es wird ihm daraufhin Erlaubnis durch Prinz William gegeben, eine Plakette mit dem Wappen von Hessen-Hanau vor seinem Geschäft anzubringen, das ihn als „M. A. Rothschild, Hoflieferant Seiner Erlauchten Hoheit, Erbprinz Wilhelm von Hessen, Graf von Hanau" ausweist.
Geburtstsunde der Illuminaten
1770: Mayer Amschel Rothschild entwirft einen Plan für die Schaffung der Illuminaten und betraut Ashkenazi-Juden Adam Weishaupt, einen Krypto-Juden (ein Jude der behauptet nichtjüdisch zu sein), der sich nach außen als römischkatholisch gibt, mit ihrer Organisation und Entwicklung. Die „Illuminaten“ sollen auf der Lehre des Talmud basieren, welche wiederum eine Lehre rabbinischer Juden ist. Sie sollen „Illuminaten“ genannt werden, ein luziferanischer Begriff, der „Hüter des Lichts“ bedeutet. Mayer Amschel Rothschild heiratet die erst 17-jährige Gutle Schnaper am 29. August.
1771: Am 20. August kommt Schönche Jeanette Rothschild auf die Welt, die erste von Amschel Rothschilds 5 Töchtern. Sie wird später Benedikt Moses Worms heiraten. 1773: Am 12. Juni kommt Amschel Mayer Rothschild auf die Welt, der erste von Amschel Rothschilds’ 5 Söhnen. Er, wie alle seine Brüder, die ihm folgen, wird in das Familiengeschäft im Alter von 12 Jahren eintreten.
1774: Am 9. September kommt Salomon Mayer Rothschild auf die Welt. 1776: Adam Weishaupt vollendet die Bildung der Illuminaten am 1. Mai 1776. Die Aufgabe der Illuminaten besteht darin, die Goyim (traditionell übersetzt: Nichtjuden) durch politische, ökonomische, soziale und religiöse Mittel zu dividieren. Der Plan besteht darin, die gegensätzlichen Seiten der Goyim zu bewaffnen, während ihnen „Ereignisse“ angeliefert werden, sodass sie anfangen können: zwischen sich zu kämpfen; nationale Regierungen zu zerstören; religiöse Institutionen zu zerstören; und letztendlich einander zu zerstören. Weishaupt infiltriert daraufhin bald den Kontinentalen Orden der Freimaurer mit der Doktrin der Illuminaten und etabliert die Logen des Grossen Orients als ihr geheimes Hauptquartier. Dies geschieht alles unter den Anweisungen und der Finanz des Mayer Amschel Rothschild, und das Konzept verbreitet sich bald weltweit in die Freimaurerlogen hinein bis zum heutigen Tag.
Weishaupt heuert auch 2.000 bezahlte Befürworter an, insbesondere die intelligentesten Männer aus den Gebieten der Künste und Literatur, Bildung, Wissenschaft, Finanz und Industrie. Sie werden angewiesen, folgende Methoden zu benutzen, um das Volk zu kontrollieren.
1. Gebrauche Geld- und Sexerpressungen, um Kontrolle über Männer zu erlangen, die bereits in hohen Stellen in verschiedenen Ebenen in der Regierung und in anderen Beschäftigungsfeldern stehen. Wenn einflussreiche Personen erst einmal auf die Lügen hereingefallen sind, auf die Täuschungen und die Versuchungen der Illuminaten, dann sollen sie in Fesseln gehalten werden durch die Anwendung politischer und anderer Formen von Erpressung, Drohungen des finanziellen Ruins, öffentliche Bloßstellung, und finanziellen Schaden, sogar Tod zu Ihnen selbst und Mitgliedern ihrer Familie.
2. Die Fakultäten der Colleges und Universitäten sollen Studenten kultivieren, die über außerordentliche mentale Fähigkeiten verfügen und außerdem wohlerzogenen Familien mit internationaler Anlehnung angehören. Sie sollen diese Studenten für spezielles Training in Internationalismus empfehlen und zu der Ansicht erziehen, dass nur eine Eine-Welt-Regierung den wiederkehrenden Kriegen und Streifzügen ein Ende bereiten kann. Solches Training soll gegeben werden durch die Vergabe von Stipendien an diejenigen, die von den Illuminaten ausgewählt werden.
3. Alle einflussreichen Leute, die unter die Kontrolle der Illuminaten geraten sind, sowie die Studenten, die speziell erzogen und trainiert wurden, sollen als Agenten genutzt, und als Experten und Spezialisten hinter den Szenen aller Regierungen platziert werden. Dies soll sicherstellen, dass sie den Führungskräften zu politischen Richtlinien raten, die über einen längeren Zeitraum den geheimen Plänen der Illuminaten dienlich sind. Diese geheimen Pläne sind eine Eine-Welt- Regierung sowie die Zerstörung der Regierung und der Religionen, zu deren Unterstützung sie gewählt oder bestimmt wurden.
4. Es soll absolute Kontrolle über die Presse erreicht werden, welche zu jener Zeit das einzige Massenkommunikationsmittel ist, das Informationen an die Öffentlichkeit verbreitet, sodass alle Nachrichten und Informationen geschönt werden können, um die Massen glauben zu lassen, dass eine Eine-Welt-Regierung die einzige Lösung zu den vielen verschiedentlichen Problemen in der Welt ist.
1777: Am 16. September wird Nathan Mayer Rothschild geboren.
1781: Am 2. Juli wird Isabella Rothschild geboren.
1784: Am 29. August wird Babette Rothschild geboren.
Die Französische Revolution
Adam Weishaupt gibt seine Anordnungen für die Französische Revolution, die von Maximilien Robespierre angefangen werden soll, in Buchform. Dieses Buch ist von einem von Weishaupts Geschäftspartnern, Xavier Zwack, geschrieben worden und wurde mit Kurier von Frankfurt nach Paris geschickt. Jedoch auf dem Weg dorthin wird der Kurier vom Blitz getroffen, und das Buch, das den Plan detailliert, wird von der Polizei entdeckt und den bayrischen Autoritäten übergeben.
Es ist offensichtlich, dass die bayrische Autoritäten davon überzeugt sind, dass das Buch, das entdeckt wurde, eine wirkliche Bedrohung seitens einer privaten einflussreichen Gruppe darstellt, die den Gebrauch von Kriegen und Revolutionen plant, um politische Ziele zu erreichen.
1785: Als Konsequenz verbietet die bayrische Regierung die „Illuminaten” und schließt alle bayrischen Logen des Grossen Orients, indem sie die Polizei anweist, die Häuser Weishaupts und seiner einflussreichsten Partner zu räumen. Mayer Amschel Rothschild verlegt seinen Familiensitz daraufhin in ein 5-stöckiges Gebäude in Frankfurt, das er mit der Schiff-Familie teilt, die später auch eine große geschichtliche Rolle spielen sollte.
1786: Die bayrische Regierung veröffentlicht die Details des Illuminaten Plots in einem Dokument mit dem Titel „The Original Writings of The Order and Sect of The Illuminati. (Die originalen Schriften der Order und Sekte der Illuminaten).“ Dann senden sie ihre Dokumente an alle Köpfe der Kirchen und Staaten in ganz Europa, die traurigerweise die Warnung ignorieren.
1788: Am 24. April wird Kalmann (Carl) Mayer Rothschild geboren.
1789: Durch die europäische Ignorierung der Warnung der bayrischen Regierung hat der Plan der Illuminaten für eine Französische Revolution von diesem Jahr an bis zum Ende in 1793 Erfolg. Diese Revolution ist der Traum eines jeden Zentralbankers, da eine neue Konstitution festgesetzt sowie Gesetze erlassen werden, welche die Erhebung von Steuern seitens der römischen katholischen Kirchen verbieten und ebenso die Befreiung der Kirche von der Steuer beseitigen. Mayer Amschel Rothschild sagt 1790: „Lass mich das Geld einer Nation drucken und kontrollieren und ich mache mir nichts daraus, wer die Gesetze schreibt".
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Dienstag, 1. Dezember 2009
Donnerstag, 8. Oktober 2009
Vom Heiligen Römischen Reich zur "schönen neuen Weltordnung"
von Jürgen Elsässer*
In Abwandlung eines Bonmots könnte man sagen: Die Schweizer sind von der Venus, und die Resteuropäer sind vom Mars. Venus, der Planet der Liebe. Das bringt mich zu der Anekdote einer Schweizer Juristin, die sagte, wir in der Schweiz, wir haben auch Konflikte. Und dann erinnerte sie an den letzten grossen Konflikt, nämlich den Sonderbundskrieg achtzehnhundertirgendetwas mit hundert Toten. Ja also, denkt ein Resteuropäer wie ich, was ist das für eine schöne Welt, diese Schweiz! Auf diesen Stern möchte man gerne übersiedeln.
Partyhauptstadt Berlin
Ich kann jetzt nicht aus der Schweiz berichten, sondern ich berichte aus dem Imperium. Vielleicht nicht gerade aus dem Herzen der Bestie, wie Che Guevara gesagt hat, sondern eher aus dem Enddarm des Imperiums, nämlich aus Berlin, der Partyhauptstadt Europas, wie unser regierender Bürgermeister sagt, der für die Stadt gerne wirbt mit dem Slogan «arm, aber sexy». Dieses Berlin ist tatsächlich eines der grossen Laboratorien der neuen Weltordnung, wo das hergestellt wird, was man mit Mühe als den neuen Menschen bezeichnen könnte. Denn was in Berlin live zu besichtigen ist, ist das Kollabieren der Gesellschaft und der Verlust von Menschlichkeit in der Gesellschaft. Demgegenüber ist die Schweiz eine intakte Gesellschaft mit gegenseitigem Respekt und mit Gefühlen und mit Begegnungen auf Augenhöhe. Berlin aber ist ein Sumpf, in dem die Menschlichkeit versinkt. Dass sich das in Berlin so entwickelte, hat auch historische Ursachen. Berlin ist als Stadt viel zu schnell gewachsen. Andere Hauptstädte in Europa haben Jahrhunderte zum Wachsen gehabt. Berlin wurde von der Bismarckzeit in das imperialistische Zeitalter geschleudert, und ist dann in kürzester Zeit zur Hauptstadt des nazistischen Schreckens geworden, und all das hat natürlich eine bestimmte Mentalität ausgebildet, schon lange vor Beginn der neuen Weltordnung. Sie kennen vielleicht den Witz, er stammt noch aus diesen früheren Zeiten: ein Berliner in Wien. Ein Berliner in Wien sucht das Riesenrad und fragt auf der Strasse einen Einheimischen ziemlich barsch und ohne Anrede: «Wo ist denn hier der Prater?» Der Wiener entgegnet: «Geh schauns’, könnens’ net a bisserl höflicher sein?» Und der Berliner sagt: «Lieber verloof ick mir!» Also das ist die Berliner Mentalität, schon von alters her. Die freundlichsten, höflichsten Leute in Berlin sind die Türken, vielleicht nicht alle, aber zumindest wenn man in türkische Geschäfte geht. Aber der normale Berliner, die typische Berliner Schnauze macht einfach alles nieder, im Mund ist ein Maschinengewehr. Und diese vorgefundene ruppige Mentalität, die schon immer da war, kommt jetzt in den massenpsychologischen Sog der neuen Weltordnung. Und dieser Sog ist die Hyper-Individualisierung. Partyhauptstadt des Kontinents. In Berlin wird ja nicht mehr gearbeitet. In Berlin gibt’s keine Industrie mehr. Die Haupteinnahmequelle von Berlin ist die Partyindustrie. Das heisst, über Easy-Jet und ähnliche Vereinigungen fliegt die vergnügungssüchtige Jugend aus Spanien oder auch aus Griechenland für eine Nacht oder ein Wochenende nach Berlin ein und feiert durch die Clubs durch und hinterlässt eine Spur der Verwüstung in der Stadt. Das ist eine der Haupteinnahmequellen von Berlin. Die ganze Ideologie, die die Stadt prägt, ist die Fetischisierung des entfesselten Individuums. Dagegen wird jede Form von Kollektivität oder Mitmenschlichkeit der Verachtung preisgegeben. Es beginnt bei der Familie. Familie ist eine Zwangsanstalt, Familie ist «out». Familie ist die Keimzelle des Faschismus. Es geht weiter über die Vereine, die Schützenvereine, da wird der Amoklauf ausgebrütet. Stammtische sind sowieso faschistoide Männerbündeleien. Die Kirche und die Religion: ganz schlimm, natürlich Hexenverfolgung, Inquisition, das weiss man ja. Und Nation oder Volk? Da gilt: Nation, Nationalismus, Faschismus, das ist eine Gleichung, die kann auch der Pisa-Gebildete in Berlin schnell aufzählen. Alle diese Formen von Kollektivität werden verächtlich gemacht oder unter Faschismusverdacht gestellt. Auf dieser Folie erstrahlt dann das Individuum, das sich in jeder Form selbst verwirklichen muss. Der Fluchtpunkt dieser Entwicklung ist, dass der Einzelne als Atom isoliert dem totalen Markt gegenübersteht. Weil alle Formen von Vergesellschaftung oder von Vergemeinschaftung kaputt sind. Und als Partner des isolierten Individuums bleibt nur noch der Computer, das Internet. Von dort beziehst du Unterhaltung, von dort beziehst du Sexualität, von dort beziehst du Information. Und auf der andern Seite des Bildschirms ist Big Brother und gibt dir alles, was du brauchst.
Huxleys «Schöne neue Welt»
Diese Entwicklung hat ganz gut dargestellt, schon vor siebzig oder achtzig Jahren, glaube ich, Aldous Huxley in dem Buch «Schöne neue Welt». Und das habe ich wiederum in meinem eigenen Buch «Nationalstaat und Globalisierung» verwendet und eingeordnet. Darin schrieb ich über Huxleys «Schöne neue Welt»: «Die neue Ordnung brachte den Frieden. Abschaffung des Parlamentarismus und der Demokratie, Einführung der genetischen Menschenzucht, Triebnormierung durch Schlafhypnose, Luxus und Wohlstand für die herrschenden Alphas und Betas, Vollbeschäftigung und Zufriedenheit für die schuftenden Deltas und Epsilons, freie Sexualität, gefühlsechte Filme und tröstendes Soma-Ecstasy für alle. Wer alt wird, stirbt den sanften Tod durch Euthanasie.» Huxley wörtlich: «Die Welt ist jetzt im Gleichgewicht. Die Menschen sind glücklich. Sie kriegen, was sie begehren, und begehren nichts, was sie nicht kriegen können. Es geht ihnen gut. Sie sind geborgen, immer gesund, haben keine Angst vor dem Tod. Leidenschaft und Alter sind diesen Glücklichen unbekannt. Sie sind nicht mehr mit Müttern und Vätern behaftet, haben weder Weib noch Kind noch Geliebte, für die sie die heftigen Gefühle hegen könnten. Und ihre ganze Normung ist so, dass sie sich kaum anders benehmen können, als sie sollen.»Soweit die «Schöne neue Welt» in der Vorausschau von Aldous Huxley. Wie es dazu kam, zu dieser «Schönen neuen Welt»? Die Welt wurde vorher durch eine heftige Weltwirtschaftskrise erschüttert, mit Terroranschlägen durch Milzbranderreger und einem nachfolgenden neunjährigen Krieg. Huxley schreibt: «Der Neunjährige Krieg, der grosse Wirtschaftszusammenbruch, es gab nur die Wahl zwischen Weltaufsicht und Vernichtung. Der Liberalismus war durch Milzbrandterror umgebracht.» Das heisst: In Huxleys Anti-Utopie ist die Weltaufsicht, also die Weltregierung, die Vorstufe zu dieser allgemeinen Menschennormierung. Und diese Weltaufsicht, diese Weltregierung bedeutet natürlich die vorherige Zerstörung der Nationalstaaten und Republiken. Das ist ein ganz wichtiger Punkt, wenn wir über die Zerstörung von Mitmenschlichkeit, von Formen der Gemeinschaftlichkeit oder Vergesellschaftung reden: Hauptangriffspunkt der Protagonisten der neuen Weltordnung ist der Nationalstaat, weil der Nationalstaat den institutionellen Rahmen für die kleineren Formen von Mitmenschlichkeit bietet. Der Nationalstaat schützt die Familie, fördert die Ehe und die Familie. Der Nationalstaat sorgt dafür, dass es Volksbildung gibt, dass die Schüler aus allen Klassen und Schichten gemeinsam wenigstens einige Jahre unterrichtet werden, dass die Sprache gepflegt wird, dass eine bestimmte Form von Sexualität gefördert wird. So fördert der Nationalstaat eine Entwicklung, in der der Mensch nicht allein ist, sondern wo wir uns im Austausch, und nur so entstehen ja menschliche Fähigkeiten und menschliche Emotionen, entwickeln können. Aber dieser Nationalstaat ist gefährdet auf der ganzen Welt, vor allem seit dem 11. September 2001, seit ein Terroranschlag wie bei Huxley – nicht durch Milzbrand, aber durch andere terroristische Mittel – die Welt erschüttert hat. Und wir haben jetzt die Weltwirtschaftskrise, und wir haben jetzt die Diskussion, ob man nicht diese ganzen kleinen Republiken mit ihren ganzen Nationalismen und Atavismen abschaffen müsste, abschaffen zugunsten einer Beaufsichtigung, die die Grossen in «Good Gouvernance» anstelle von uns Bürgern ausüben.
Fugger, Tod und Teufel
Der Motor dieser Entwicklung ist das internationale Finanzkapital. Wenn ich heute mit Leuten diskutiere, und wenn ich sage, ich befürchte, dass sich in der Europäischen Union eine Art «viertes Reich» herausbildet, und die Leute schütteln ungläubig den Kopf und sagen: «Du denkst doch nicht, dass so etwas wie das ‹Dritte Reich› wiederkommt»? – Dann antworte ich: «Ich denke bei diesem Begriff ‹viertes Reich› gar nicht an das ‹dritte Reich›, sondern an das erste, das mittelalterliche Deutsche Reich. »Was wir im Augenblick erleben, ist ein Rückfall ins Mittelalter. Das ursprüngliche deutsche Reich, das sogenannte «Heilige Römische Reich», war nicht wie bei den Nazis eine gleichgeschaltete zentralisierte Macht, innerhalb derer vom Atlantik bis zum Ural die SS geherrscht hat. So war es im «Dritten Reich». Im Unterschied dazu war das erste Reich, das «Heilige Römische Reich», ein ganz amorphes Gebilde, es reichte von der Ostsee bis runter nach Sizilien, in seinen Hochphasen jedenfalls, war aber keineswegs vereinheitlicht, es gab keine gemeinsame Hauptstadt. Man kann auch nicht von einem Reich «Deutscher Nation» sprechen, denn eigentlich war es ein Vielvölkerstaat, es war im Grunde zerrissen zwischen verschiedenen Stämmen, die verschiedene Sprachen gesprochen haben, verschiedene Dynastien, und im Innern haben die Machtverhältnisse und die Frontverläufe ständig fluktuiert. Das erste Reich hat am Anfang nicht so schlecht funktioniert. Also zehntes, elftes, zwölftes, vielleicht noch dreizehntes Jahrhundert gab es eine gewisse Fortentwicklung, und man spricht sogar vom goldenen Mittelalter. Aber diese Struktur kommt in die Krise etwa fünfzehntes, sechzehntes Jahrhundert mit dem Aufkommen des Finanzkapitals. Da gerät alles ausser Kontrolle. Das Finanzkapital im «Heiligen Römischen Reich» zentriert sich rund um den Konzern der Fugger. Die Fugger, ursprünglich aus Augsburg, ursprünglich Textilmanufaktur, Textilhändler, Textilproduzenten, schaffen es mit Hilfe der Handelsgrossmacht Venedig und mit guten Beziehungen zum Vatikan, zu einem Finanztrust aufzusteigen. Der erste Schritt war die Kolonisierung Tirols, die Okkupation der Tiroler Bodenschätze, Edelmetalle, und dann geht’s weiter Richtung Ungarn. Und diese Bodenschätze werden von den Fuggern genützt, um ein Münzmonopol zu errichten und um Währungspolitik zu machen und um auf dieser Grundlage die deutschen Kaiser zu kreditieren. Die Kaiser in dieser Zeit, vor allem Maximilian I. und Karl V., kamen ins Amt ausschliesslich durch die milliardenschwere Unterstützung aus dem Hause Fugger. Die Fugger haben sich die Kaiser gekauft. Und dann beginnt die Expansion des Deutschen Reiches, das damals von den Habsburgern regiert wird, Richtung Spanien. Und es entsteht über Heiratspolitik die Linie Habsburg–Spanien. Und der Kreditbedarf oder der Rückzahlungsbedarf der Kredite an die Fugger zwingt die Kaiser dazu, auf den andern Kontinent zu gehen, nach Südamerika. Das ist dann der Moment, in dem der deutsche Kaiser sagt: «In meinem Reich wird die Sonne niemals untergehen.» In der Folge beginnt eines der schrecklichsten Kapitel der Menschheit, nämlich die Ausplünderung Lateinamerikas. Verantwortlich für die Blutsäuferei sind die Spanier, hören wir immer. Aber dahinter stehen die Fugger. Denn die Spanier müssen das Geld besorgen für die habsburgischen Kaiser, damit die habsburgischen Kaiser die Fugger auszahlen können. Das heisst, die Triebfeder dieser Expansion ist die Machtergreifung des Finanzkapitals im damaligen Römischen Reich.
Piraten und Eidgenossen
Letzten Endes gehen auch die Glaubensspaltung und die Glaubenskriege auf diese Entwicklung zurück. Denn was löst denn die Glaubensspaltung aus, was ist denn der Impuls für Luther? Es gab vorher schon andere Reformatoren, die weniger Erfolg hatten. Aber was Luther die Anhänger in Scharen zugetrieben hat, war die Empörung der kleinen Leute über die Ablasspraxis: Der vom Papst gesandte Tetzel zog durch die Städte und verkaufte Ablassbriefe, durch die die Leute sich von ihren Sünden sozusagen für die Ewigkeit freikaufen konnten, indem sie Geld gaben für den Papst. Aber wer hat es organisiert? Das war die Investment-Bank Fugger. Das war die geniale Geschäftsidee der Fugger. Und diese Geschäftsidee hat das Land, das Reich in Aufruhr versetzt. Und hat zu den Religionskriegen mit beigetragen. Zurück zur Ausplünderung Südamerikas, zum Abschlachten der Inkas und Azteken: Das erbeutete Gold wurde nach Spanien gebracht. Dann greift aber ein neuer Rivale in das Spiel ein, die aufsteigende Seemacht England. Die Engländer überfallen nämlich die spanischen Corvetten voller Gold. Wir sehen heute in den Kinos Filme wie «Piraten der Karibik» mit Johnny Depp und denken, das sind Abenteuergeschichten mit wilden Gesellen. Diese Piraten waren jedoch keine Kleinkriminellen, sondern es waren Instrumente englischer Grossmachtpolitik. Sir Francis Drake, der Pirat Ihrer Majestät, hat im Auftrag der Krone und ohne Wissen des britischen Parlaments spanische Schiffe überfallen. Das Gold, das eigentlich die Fugger haben wollten, landete auf diese Weise schliesslich in England, in London. In diesem Prozess bricht das spanische Weltreich zusammen, und es bricht das Imperium der Fugger zusammen, und es beginnt der Aufstieg der neuen Weltmacht England, später Grossbritannien. Das erste, was diese neue Macht macht, mit ihrem Kapital, ihrem gekaperten Gold, ist eine Ausdehnung des Geschäftsbereichs: Es werden mehr Schiffe ausgerüstet, und dann wird das Business auf eine neue Grundlage gestellt, nicht mehr so primitiv wie bei den Spaniern, vielmehr wird eingestiegen in den Sklavenhandel. Sklaven in grosser Zahl werden in Afrika eingekauft, auf Schiffe verschleppt und nach Südamerika gebracht in die Kolonien – zum Wohle Englands und mit riesigen Profiten. Und in dieser Zeit, da wir den Widerspruch haben, einerseits die Habsburger plus die Spanier plus den Vatikan, die katholischen Mächte, und andererseits die neue aufsteigende Macht England beziehungsweise Grossbritannien, in dieser Zeit finden die schrecklichsten Kriege in Europa statt, nämlich die Religionskriege. Der 30jährige Krieg in Deutschland, der ein Drittel der Bevölkerung auslöscht; die Kriege, die in England die anglikanischen Könige gegen die katholischen Schotten und Iren führen; die ewigen Feldzüge in Frankreich. Das alles waren, nur oberflächlich betrachtet, Religionskriege, dahinter steckten jedoch die rivalisierenden Kräfte des Finanzkapitals. In dieser blutigen Zeit, da aus dem goldenen Mittelalter das schwarze Mittelalter wird, in dieser Zeit erkämpft die Eidgenossenschaft ihre Selbständigkeit und begründet eine demokratische Republik. Das ist ein historischer Schritt. Und was wir im Augenblick erleben, ist der Versuch, diesen historischen Schritt rückgängig zu machen. Ein Rückfall ins Mittelalter, um den ganzen Kontinent wieder der Macht des Finanzkapitals, das imperial strukturiert ist, zu unterwerfen. Das Besondere an der damaligen Zeit besteht darin, dass das deutsche Reich insgesamt auseinanderfällt, denn die Schweiz ist nicht die einzige Sezession, auch die Niederlande, die unter spanisch-habsburgischer Herrschaft stehen, werden selbständig. Aber die spanischen Niederlande werden selbständig und stürzen sich dann gleich selbst in den Imperialismus. Nur der Schweiz gelingt es, den Feudalismus abzuschütteln, ohne gleich selbst kolonialistisch oder imperialistisch zu werden. Das ist eine so einzigartige Entwicklung, dass sie noch viel stärker gewürdigt werden müsste.
Die Monsterbanken
Das Resultat dieser Geschichte – Fugger, Karl V., Südamerikas Gold, Sir Francis Drake – ist: Das Gold der Inkas und Azteken ist in London, und auf der Grundlage dieses Goldes gründet sich in London die Bank of England. Dies ist der Prototyp eines sehr gefährlichen Bankentyps, den es noch heute gibt, nämlich einer Nationalbank, die Privatleuten gehört, die aber als Staatsbank fungiert und dem Staat Geld leiht. Das heisst, der Staat muss immer zu dieser Bank of England, zu dieser Privatbank, gehen und sich Geld leihen und steht dann immer in der Kreide bei diesen Privatleuten, die diese Privatbank mit dem schönen Namen Bank of England besitzen. Genau nach demselben Muster – nominell Nationalbank, faktisch aber Privatbank – wurde am Vorabend des Ersten Weltkrieges die US-Notenbank Federal Reserve gegründet. Und diese beiden, Bank of England und Fed, sind bis heute die Institutionen, die sich eines ganzen monetären Systems bemächtigt haben und auf dieser Grundlage in der Lage sind, Geld ohne Kontrolle zu erzeugen und zu verleihen. Ich könnte jetzt stundenlang einen Vortrag halten über die Entwicklung des Finanzkapitals. Aber man schreibt ja auch Bücher.** Deswegen will ich nur das Ende der Geschichte erzählen. Das Ende der Geschichte sehen wir nach dem 11. September 2001, als die Federal Reserve dazu übergegangen ist, die Geldmenge ins Gigantische aufzublähen. Sie hat in den USA nach dem 11. September 2001 bis zum Jahr 2005 mehr zusätzliche Dollars in Umlauf gebracht, als während der gesamten amerikanischen Wirtschaftsgeschichte in den 200 Jahren zuvor. Nur bis zum Jahr 2005 – dann wurde die Veröffentlichung der Geldmengenentwicklung durch die Bush-Regierung gestoppt. In den letzten 15 Monaten, so nicht offizielle Berechnungen, stiegen in den USA die Schulden von Privathaushalten, Firmen, Privatbanken plus Staat – also die Gesamtschulden aller Wirtschaftszweige – von ungefähr 50 Billionen auf 60 Billionen US-Dollar. Und wenn ich Billionen sage, meine ich nicht «billions», sondern ich meine Billionen in unserem Sprachgebrauch. Also, wir haben eine amerikanische Gesamtverschuldung von 60 Billionen Dollar, davon sind allein 10 Billionen Dollar in den letzten 15 Monaten dazugekommen. 60 Billionen Dollar sind 60 000 Milliarden Dollar. Diese Schulden wurden beglichen mit Papiergeld oder elektronischem Geld ohne jedes stoffliche Äquivalent, geschaffen von diesen Privatbanken-Monstern. Eigentlich ist die Geldvermehrung so inflationär, dass man sich wundern muss, dass dieses Geld, der Dollar, überhaupt noch von irgend jemand als Zahlungsmittel akzeptiert wird. Was verrückt scheint, hat einen plausiblen Grund: Die US-Regierung kann, anders als die Regierung jedes anderen Schuldnerstaates, den Dollar-Anlegern versprechen, jedermann jederzeit und an jedem Ort mit militärischer Gewalt zu zwingen, die an sich wertlosen Dollar-nominierten Papierschnipsel in Waren einzutauschen. Dass sie ein Land wie Irak, wo die zweitgrössten Ölvorkommen weltweit vermutet werden, unter ihre Kontrolle bekam, verschaffte ihr an den internationalen Kreditmärkten Bonität. Je instabiler umgekehrt die Lage in Bagdad wird, um so nervöser reagieren die Dollar-Gläubiger. Je tiefer die USA in die roten Zahlen versinken und je offensichtlicher der Papiergeld-Schwindel wird, um so verzweifelter müssen die USA versuchen, ihre ökonomischen Nachteile durch militärische Erfolge wettzumachen. Und um so mehr wächst die Tendenz, die Nationalstaaten, die es noch gibt und die intakt sind, wie etwa die Schweiz, aufzubrechen, um dort die letzten Ressourcen herauszusaugen und in diesen Schuldenkreislauf zu schleudern, um dort die Löcher zu stopfen. Das heisst, je defizitärer dieser Kreislauf wird, je gieriger das Finanzkapital agiert, desto stärker wird die Tendenz zum Krieg und um so mehr müssen wir einen Rückfall ins Mittelalter befürchten.
•* Vortrag, gehalten am Kongress «Mut zur Ethik» mit dem Thema «Volkssouveränität oder Imperialmismus – Was ist wahre Demokratie?», 4.−6. September 2009 in Feldkirch/Vorarlberg** Der Vortrag ist durch die aktuellen Bücher des Referenten inspiriert: Jürgen Elsässer (Hrsg.), «Gegen Finanzdiktatur. Die Volksinitiative − Grundsätze, Konzepte, Ziele» (Verlag Kai Homilius, Juli 2009)
Jürgen Elsässer, «Nationalstaat und Globalisierung» (Verlag Manuscriptum, April 2009)
In Abwandlung eines Bonmots könnte man sagen: Die Schweizer sind von der Venus, und die Resteuropäer sind vom Mars. Venus, der Planet der Liebe. Das bringt mich zu der Anekdote einer Schweizer Juristin, die sagte, wir in der Schweiz, wir haben auch Konflikte. Und dann erinnerte sie an den letzten grossen Konflikt, nämlich den Sonderbundskrieg achtzehnhundertirgendetwas mit hundert Toten. Ja also, denkt ein Resteuropäer wie ich, was ist das für eine schöne Welt, diese Schweiz! Auf diesen Stern möchte man gerne übersiedeln.
Partyhauptstadt Berlin
Ich kann jetzt nicht aus der Schweiz berichten, sondern ich berichte aus dem Imperium. Vielleicht nicht gerade aus dem Herzen der Bestie, wie Che Guevara gesagt hat, sondern eher aus dem Enddarm des Imperiums, nämlich aus Berlin, der Partyhauptstadt Europas, wie unser regierender Bürgermeister sagt, der für die Stadt gerne wirbt mit dem Slogan «arm, aber sexy». Dieses Berlin ist tatsächlich eines der grossen Laboratorien der neuen Weltordnung, wo das hergestellt wird, was man mit Mühe als den neuen Menschen bezeichnen könnte. Denn was in Berlin live zu besichtigen ist, ist das Kollabieren der Gesellschaft und der Verlust von Menschlichkeit in der Gesellschaft. Demgegenüber ist die Schweiz eine intakte Gesellschaft mit gegenseitigem Respekt und mit Gefühlen und mit Begegnungen auf Augenhöhe. Berlin aber ist ein Sumpf, in dem die Menschlichkeit versinkt. Dass sich das in Berlin so entwickelte, hat auch historische Ursachen. Berlin ist als Stadt viel zu schnell gewachsen. Andere Hauptstädte in Europa haben Jahrhunderte zum Wachsen gehabt. Berlin wurde von der Bismarckzeit in das imperialistische Zeitalter geschleudert, und ist dann in kürzester Zeit zur Hauptstadt des nazistischen Schreckens geworden, und all das hat natürlich eine bestimmte Mentalität ausgebildet, schon lange vor Beginn der neuen Weltordnung. Sie kennen vielleicht den Witz, er stammt noch aus diesen früheren Zeiten: ein Berliner in Wien. Ein Berliner in Wien sucht das Riesenrad und fragt auf der Strasse einen Einheimischen ziemlich barsch und ohne Anrede: «Wo ist denn hier der Prater?» Der Wiener entgegnet: «Geh schauns’, könnens’ net a bisserl höflicher sein?» Und der Berliner sagt: «Lieber verloof ick mir!» Also das ist die Berliner Mentalität, schon von alters her. Die freundlichsten, höflichsten Leute in Berlin sind die Türken, vielleicht nicht alle, aber zumindest wenn man in türkische Geschäfte geht. Aber der normale Berliner, die typische Berliner Schnauze macht einfach alles nieder, im Mund ist ein Maschinengewehr. Und diese vorgefundene ruppige Mentalität, die schon immer da war, kommt jetzt in den massenpsychologischen Sog der neuen Weltordnung. Und dieser Sog ist die Hyper-Individualisierung. Partyhauptstadt des Kontinents. In Berlin wird ja nicht mehr gearbeitet. In Berlin gibt’s keine Industrie mehr. Die Haupteinnahmequelle von Berlin ist die Partyindustrie. Das heisst, über Easy-Jet und ähnliche Vereinigungen fliegt die vergnügungssüchtige Jugend aus Spanien oder auch aus Griechenland für eine Nacht oder ein Wochenende nach Berlin ein und feiert durch die Clubs durch und hinterlässt eine Spur der Verwüstung in der Stadt. Das ist eine der Haupteinnahmequellen von Berlin. Die ganze Ideologie, die die Stadt prägt, ist die Fetischisierung des entfesselten Individuums. Dagegen wird jede Form von Kollektivität oder Mitmenschlichkeit der Verachtung preisgegeben. Es beginnt bei der Familie. Familie ist eine Zwangsanstalt, Familie ist «out». Familie ist die Keimzelle des Faschismus. Es geht weiter über die Vereine, die Schützenvereine, da wird der Amoklauf ausgebrütet. Stammtische sind sowieso faschistoide Männerbündeleien. Die Kirche und die Religion: ganz schlimm, natürlich Hexenverfolgung, Inquisition, das weiss man ja. Und Nation oder Volk? Da gilt: Nation, Nationalismus, Faschismus, das ist eine Gleichung, die kann auch der Pisa-Gebildete in Berlin schnell aufzählen. Alle diese Formen von Kollektivität werden verächtlich gemacht oder unter Faschismusverdacht gestellt. Auf dieser Folie erstrahlt dann das Individuum, das sich in jeder Form selbst verwirklichen muss. Der Fluchtpunkt dieser Entwicklung ist, dass der Einzelne als Atom isoliert dem totalen Markt gegenübersteht. Weil alle Formen von Vergesellschaftung oder von Vergemeinschaftung kaputt sind. Und als Partner des isolierten Individuums bleibt nur noch der Computer, das Internet. Von dort beziehst du Unterhaltung, von dort beziehst du Sexualität, von dort beziehst du Information. Und auf der andern Seite des Bildschirms ist Big Brother und gibt dir alles, was du brauchst.
Huxleys «Schöne neue Welt»
Diese Entwicklung hat ganz gut dargestellt, schon vor siebzig oder achtzig Jahren, glaube ich, Aldous Huxley in dem Buch «Schöne neue Welt». Und das habe ich wiederum in meinem eigenen Buch «Nationalstaat und Globalisierung» verwendet und eingeordnet. Darin schrieb ich über Huxleys «Schöne neue Welt»: «Die neue Ordnung brachte den Frieden. Abschaffung des Parlamentarismus und der Demokratie, Einführung der genetischen Menschenzucht, Triebnormierung durch Schlafhypnose, Luxus und Wohlstand für die herrschenden Alphas und Betas, Vollbeschäftigung und Zufriedenheit für die schuftenden Deltas und Epsilons, freie Sexualität, gefühlsechte Filme und tröstendes Soma-Ecstasy für alle. Wer alt wird, stirbt den sanften Tod durch Euthanasie.» Huxley wörtlich: «Die Welt ist jetzt im Gleichgewicht. Die Menschen sind glücklich. Sie kriegen, was sie begehren, und begehren nichts, was sie nicht kriegen können. Es geht ihnen gut. Sie sind geborgen, immer gesund, haben keine Angst vor dem Tod. Leidenschaft und Alter sind diesen Glücklichen unbekannt. Sie sind nicht mehr mit Müttern und Vätern behaftet, haben weder Weib noch Kind noch Geliebte, für die sie die heftigen Gefühle hegen könnten. Und ihre ganze Normung ist so, dass sie sich kaum anders benehmen können, als sie sollen.»Soweit die «Schöne neue Welt» in der Vorausschau von Aldous Huxley. Wie es dazu kam, zu dieser «Schönen neuen Welt»? Die Welt wurde vorher durch eine heftige Weltwirtschaftskrise erschüttert, mit Terroranschlägen durch Milzbranderreger und einem nachfolgenden neunjährigen Krieg. Huxley schreibt: «Der Neunjährige Krieg, der grosse Wirtschaftszusammenbruch, es gab nur die Wahl zwischen Weltaufsicht und Vernichtung. Der Liberalismus war durch Milzbrandterror umgebracht.» Das heisst: In Huxleys Anti-Utopie ist die Weltaufsicht, also die Weltregierung, die Vorstufe zu dieser allgemeinen Menschennormierung. Und diese Weltaufsicht, diese Weltregierung bedeutet natürlich die vorherige Zerstörung der Nationalstaaten und Republiken. Das ist ein ganz wichtiger Punkt, wenn wir über die Zerstörung von Mitmenschlichkeit, von Formen der Gemeinschaftlichkeit oder Vergesellschaftung reden: Hauptangriffspunkt der Protagonisten der neuen Weltordnung ist der Nationalstaat, weil der Nationalstaat den institutionellen Rahmen für die kleineren Formen von Mitmenschlichkeit bietet. Der Nationalstaat schützt die Familie, fördert die Ehe und die Familie. Der Nationalstaat sorgt dafür, dass es Volksbildung gibt, dass die Schüler aus allen Klassen und Schichten gemeinsam wenigstens einige Jahre unterrichtet werden, dass die Sprache gepflegt wird, dass eine bestimmte Form von Sexualität gefördert wird. So fördert der Nationalstaat eine Entwicklung, in der der Mensch nicht allein ist, sondern wo wir uns im Austausch, und nur so entstehen ja menschliche Fähigkeiten und menschliche Emotionen, entwickeln können. Aber dieser Nationalstaat ist gefährdet auf der ganzen Welt, vor allem seit dem 11. September 2001, seit ein Terroranschlag wie bei Huxley – nicht durch Milzbrand, aber durch andere terroristische Mittel – die Welt erschüttert hat. Und wir haben jetzt die Weltwirtschaftskrise, und wir haben jetzt die Diskussion, ob man nicht diese ganzen kleinen Republiken mit ihren ganzen Nationalismen und Atavismen abschaffen müsste, abschaffen zugunsten einer Beaufsichtigung, die die Grossen in «Good Gouvernance» anstelle von uns Bürgern ausüben.
Fugger, Tod und Teufel
Der Motor dieser Entwicklung ist das internationale Finanzkapital. Wenn ich heute mit Leuten diskutiere, und wenn ich sage, ich befürchte, dass sich in der Europäischen Union eine Art «viertes Reich» herausbildet, und die Leute schütteln ungläubig den Kopf und sagen: «Du denkst doch nicht, dass so etwas wie das ‹Dritte Reich› wiederkommt»? – Dann antworte ich: «Ich denke bei diesem Begriff ‹viertes Reich› gar nicht an das ‹dritte Reich›, sondern an das erste, das mittelalterliche Deutsche Reich. »Was wir im Augenblick erleben, ist ein Rückfall ins Mittelalter. Das ursprüngliche deutsche Reich, das sogenannte «Heilige Römische Reich», war nicht wie bei den Nazis eine gleichgeschaltete zentralisierte Macht, innerhalb derer vom Atlantik bis zum Ural die SS geherrscht hat. So war es im «Dritten Reich». Im Unterschied dazu war das erste Reich, das «Heilige Römische Reich», ein ganz amorphes Gebilde, es reichte von der Ostsee bis runter nach Sizilien, in seinen Hochphasen jedenfalls, war aber keineswegs vereinheitlicht, es gab keine gemeinsame Hauptstadt. Man kann auch nicht von einem Reich «Deutscher Nation» sprechen, denn eigentlich war es ein Vielvölkerstaat, es war im Grunde zerrissen zwischen verschiedenen Stämmen, die verschiedene Sprachen gesprochen haben, verschiedene Dynastien, und im Innern haben die Machtverhältnisse und die Frontverläufe ständig fluktuiert. Das erste Reich hat am Anfang nicht so schlecht funktioniert. Also zehntes, elftes, zwölftes, vielleicht noch dreizehntes Jahrhundert gab es eine gewisse Fortentwicklung, und man spricht sogar vom goldenen Mittelalter. Aber diese Struktur kommt in die Krise etwa fünfzehntes, sechzehntes Jahrhundert mit dem Aufkommen des Finanzkapitals. Da gerät alles ausser Kontrolle. Das Finanzkapital im «Heiligen Römischen Reich» zentriert sich rund um den Konzern der Fugger. Die Fugger, ursprünglich aus Augsburg, ursprünglich Textilmanufaktur, Textilhändler, Textilproduzenten, schaffen es mit Hilfe der Handelsgrossmacht Venedig und mit guten Beziehungen zum Vatikan, zu einem Finanztrust aufzusteigen. Der erste Schritt war die Kolonisierung Tirols, die Okkupation der Tiroler Bodenschätze, Edelmetalle, und dann geht’s weiter Richtung Ungarn. Und diese Bodenschätze werden von den Fuggern genützt, um ein Münzmonopol zu errichten und um Währungspolitik zu machen und um auf dieser Grundlage die deutschen Kaiser zu kreditieren. Die Kaiser in dieser Zeit, vor allem Maximilian I. und Karl V., kamen ins Amt ausschliesslich durch die milliardenschwere Unterstützung aus dem Hause Fugger. Die Fugger haben sich die Kaiser gekauft. Und dann beginnt die Expansion des Deutschen Reiches, das damals von den Habsburgern regiert wird, Richtung Spanien. Und es entsteht über Heiratspolitik die Linie Habsburg–Spanien. Und der Kreditbedarf oder der Rückzahlungsbedarf der Kredite an die Fugger zwingt die Kaiser dazu, auf den andern Kontinent zu gehen, nach Südamerika. Das ist dann der Moment, in dem der deutsche Kaiser sagt: «In meinem Reich wird die Sonne niemals untergehen.» In der Folge beginnt eines der schrecklichsten Kapitel der Menschheit, nämlich die Ausplünderung Lateinamerikas. Verantwortlich für die Blutsäuferei sind die Spanier, hören wir immer. Aber dahinter stehen die Fugger. Denn die Spanier müssen das Geld besorgen für die habsburgischen Kaiser, damit die habsburgischen Kaiser die Fugger auszahlen können. Das heisst, die Triebfeder dieser Expansion ist die Machtergreifung des Finanzkapitals im damaligen Römischen Reich.
Piraten und Eidgenossen
Letzten Endes gehen auch die Glaubensspaltung und die Glaubenskriege auf diese Entwicklung zurück. Denn was löst denn die Glaubensspaltung aus, was ist denn der Impuls für Luther? Es gab vorher schon andere Reformatoren, die weniger Erfolg hatten. Aber was Luther die Anhänger in Scharen zugetrieben hat, war die Empörung der kleinen Leute über die Ablasspraxis: Der vom Papst gesandte Tetzel zog durch die Städte und verkaufte Ablassbriefe, durch die die Leute sich von ihren Sünden sozusagen für die Ewigkeit freikaufen konnten, indem sie Geld gaben für den Papst. Aber wer hat es organisiert? Das war die Investment-Bank Fugger. Das war die geniale Geschäftsidee der Fugger. Und diese Geschäftsidee hat das Land, das Reich in Aufruhr versetzt. Und hat zu den Religionskriegen mit beigetragen. Zurück zur Ausplünderung Südamerikas, zum Abschlachten der Inkas und Azteken: Das erbeutete Gold wurde nach Spanien gebracht. Dann greift aber ein neuer Rivale in das Spiel ein, die aufsteigende Seemacht England. Die Engländer überfallen nämlich die spanischen Corvetten voller Gold. Wir sehen heute in den Kinos Filme wie «Piraten der Karibik» mit Johnny Depp und denken, das sind Abenteuergeschichten mit wilden Gesellen. Diese Piraten waren jedoch keine Kleinkriminellen, sondern es waren Instrumente englischer Grossmachtpolitik. Sir Francis Drake, der Pirat Ihrer Majestät, hat im Auftrag der Krone und ohne Wissen des britischen Parlaments spanische Schiffe überfallen. Das Gold, das eigentlich die Fugger haben wollten, landete auf diese Weise schliesslich in England, in London. In diesem Prozess bricht das spanische Weltreich zusammen, und es bricht das Imperium der Fugger zusammen, und es beginnt der Aufstieg der neuen Weltmacht England, später Grossbritannien. Das erste, was diese neue Macht macht, mit ihrem Kapital, ihrem gekaperten Gold, ist eine Ausdehnung des Geschäftsbereichs: Es werden mehr Schiffe ausgerüstet, und dann wird das Business auf eine neue Grundlage gestellt, nicht mehr so primitiv wie bei den Spaniern, vielmehr wird eingestiegen in den Sklavenhandel. Sklaven in grosser Zahl werden in Afrika eingekauft, auf Schiffe verschleppt und nach Südamerika gebracht in die Kolonien – zum Wohle Englands und mit riesigen Profiten. Und in dieser Zeit, da wir den Widerspruch haben, einerseits die Habsburger plus die Spanier plus den Vatikan, die katholischen Mächte, und andererseits die neue aufsteigende Macht England beziehungsweise Grossbritannien, in dieser Zeit finden die schrecklichsten Kriege in Europa statt, nämlich die Religionskriege. Der 30jährige Krieg in Deutschland, der ein Drittel der Bevölkerung auslöscht; die Kriege, die in England die anglikanischen Könige gegen die katholischen Schotten und Iren führen; die ewigen Feldzüge in Frankreich. Das alles waren, nur oberflächlich betrachtet, Religionskriege, dahinter steckten jedoch die rivalisierenden Kräfte des Finanzkapitals. In dieser blutigen Zeit, da aus dem goldenen Mittelalter das schwarze Mittelalter wird, in dieser Zeit erkämpft die Eidgenossenschaft ihre Selbständigkeit und begründet eine demokratische Republik. Das ist ein historischer Schritt. Und was wir im Augenblick erleben, ist der Versuch, diesen historischen Schritt rückgängig zu machen. Ein Rückfall ins Mittelalter, um den ganzen Kontinent wieder der Macht des Finanzkapitals, das imperial strukturiert ist, zu unterwerfen. Das Besondere an der damaligen Zeit besteht darin, dass das deutsche Reich insgesamt auseinanderfällt, denn die Schweiz ist nicht die einzige Sezession, auch die Niederlande, die unter spanisch-habsburgischer Herrschaft stehen, werden selbständig. Aber die spanischen Niederlande werden selbständig und stürzen sich dann gleich selbst in den Imperialismus. Nur der Schweiz gelingt es, den Feudalismus abzuschütteln, ohne gleich selbst kolonialistisch oder imperialistisch zu werden. Das ist eine so einzigartige Entwicklung, dass sie noch viel stärker gewürdigt werden müsste.
Die Monsterbanken
Das Resultat dieser Geschichte – Fugger, Karl V., Südamerikas Gold, Sir Francis Drake – ist: Das Gold der Inkas und Azteken ist in London, und auf der Grundlage dieses Goldes gründet sich in London die Bank of England. Dies ist der Prototyp eines sehr gefährlichen Bankentyps, den es noch heute gibt, nämlich einer Nationalbank, die Privatleuten gehört, die aber als Staatsbank fungiert und dem Staat Geld leiht. Das heisst, der Staat muss immer zu dieser Bank of England, zu dieser Privatbank, gehen und sich Geld leihen und steht dann immer in der Kreide bei diesen Privatleuten, die diese Privatbank mit dem schönen Namen Bank of England besitzen. Genau nach demselben Muster – nominell Nationalbank, faktisch aber Privatbank – wurde am Vorabend des Ersten Weltkrieges die US-Notenbank Federal Reserve gegründet. Und diese beiden, Bank of England und Fed, sind bis heute die Institutionen, die sich eines ganzen monetären Systems bemächtigt haben und auf dieser Grundlage in der Lage sind, Geld ohne Kontrolle zu erzeugen und zu verleihen. Ich könnte jetzt stundenlang einen Vortrag halten über die Entwicklung des Finanzkapitals. Aber man schreibt ja auch Bücher.** Deswegen will ich nur das Ende der Geschichte erzählen. Das Ende der Geschichte sehen wir nach dem 11. September 2001, als die Federal Reserve dazu übergegangen ist, die Geldmenge ins Gigantische aufzublähen. Sie hat in den USA nach dem 11. September 2001 bis zum Jahr 2005 mehr zusätzliche Dollars in Umlauf gebracht, als während der gesamten amerikanischen Wirtschaftsgeschichte in den 200 Jahren zuvor. Nur bis zum Jahr 2005 – dann wurde die Veröffentlichung der Geldmengenentwicklung durch die Bush-Regierung gestoppt. In den letzten 15 Monaten, so nicht offizielle Berechnungen, stiegen in den USA die Schulden von Privathaushalten, Firmen, Privatbanken plus Staat – also die Gesamtschulden aller Wirtschaftszweige – von ungefähr 50 Billionen auf 60 Billionen US-Dollar. Und wenn ich Billionen sage, meine ich nicht «billions», sondern ich meine Billionen in unserem Sprachgebrauch. Also, wir haben eine amerikanische Gesamtverschuldung von 60 Billionen Dollar, davon sind allein 10 Billionen Dollar in den letzten 15 Monaten dazugekommen. 60 Billionen Dollar sind 60 000 Milliarden Dollar. Diese Schulden wurden beglichen mit Papiergeld oder elektronischem Geld ohne jedes stoffliche Äquivalent, geschaffen von diesen Privatbanken-Monstern. Eigentlich ist die Geldvermehrung so inflationär, dass man sich wundern muss, dass dieses Geld, der Dollar, überhaupt noch von irgend jemand als Zahlungsmittel akzeptiert wird. Was verrückt scheint, hat einen plausiblen Grund: Die US-Regierung kann, anders als die Regierung jedes anderen Schuldnerstaates, den Dollar-Anlegern versprechen, jedermann jederzeit und an jedem Ort mit militärischer Gewalt zu zwingen, die an sich wertlosen Dollar-nominierten Papierschnipsel in Waren einzutauschen. Dass sie ein Land wie Irak, wo die zweitgrössten Ölvorkommen weltweit vermutet werden, unter ihre Kontrolle bekam, verschaffte ihr an den internationalen Kreditmärkten Bonität. Je instabiler umgekehrt die Lage in Bagdad wird, um so nervöser reagieren die Dollar-Gläubiger. Je tiefer die USA in die roten Zahlen versinken und je offensichtlicher der Papiergeld-Schwindel wird, um so verzweifelter müssen die USA versuchen, ihre ökonomischen Nachteile durch militärische Erfolge wettzumachen. Und um so mehr wächst die Tendenz, die Nationalstaaten, die es noch gibt und die intakt sind, wie etwa die Schweiz, aufzubrechen, um dort die letzten Ressourcen herauszusaugen und in diesen Schuldenkreislauf zu schleudern, um dort die Löcher zu stopfen. Das heisst, je defizitärer dieser Kreislauf wird, je gieriger das Finanzkapital agiert, desto stärker wird die Tendenz zum Krieg und um so mehr müssen wir einen Rückfall ins Mittelalter befürchten.
•* Vortrag, gehalten am Kongress «Mut zur Ethik» mit dem Thema «Volkssouveränität oder Imperialmismus – Was ist wahre Demokratie?», 4.−6. September 2009 in Feldkirch/Vorarlberg** Der Vortrag ist durch die aktuellen Bücher des Referenten inspiriert: Jürgen Elsässer (Hrsg.), «Gegen Finanzdiktatur. Die Volksinitiative − Grundsätze, Konzepte, Ziele» (Verlag Kai Homilius, Juli 2009)
Jürgen Elsässer, «Nationalstaat und Globalisierung» (Verlag Manuscriptum, April 2009)
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