Zwei Seiten einer Medaille
Canada Free Press 3 Juli 2010
Von Daniel Greenfield
Islamisten und Linke haben dasselbe Ziel. Die absolute Macht. Islam wie Kommunismus sind ein Mittel um dieses Ziel zu erreichen.
Oberflächlich betrachtet scheinen sie nicht viel gemeinsam zu haben. Die Linke behauptet progressiv zu sein, sie widmet sich begeistert Schwulenbars, Feministinnen, Arbeiterrechten, Bürgerrechten, dem Multikulturalismus und öbszönen Slogans. Der Islamist sprüht Säure in die Gesichter von Frauen, hängt Schwule an jeder Straßenecke auf und unterdrückt Minderheiten und die freie Meinungsäußerung.
Dieser scheinbare Gegensatz verblüfft viele, die wissen wollen, wie z. Beispiel die Linke islamische Regimes verteidigen kann, die Todesstrafe wegen Homosexualität anordnen. Die Antwort ist ganz einfach. Die Menschen, die diese Fragen stellen halten die Fassade fälschlicherweise für die Realität.
Die Linke ist sozial progressiv, aber nur in ihrer revolutionären Phase. Die Sowjetunion, Kuba unter Castro und das kommunistische China hatten alle so ziemlich die selbe Ansicht gegenüber schwulen Menschen – das macht heute der Iran. Während schwule Schriftsteller in Amerika sich für die UDSSR oder Kuba eingesetzt haben, haben beide Regimes schwule Schriftsteller inhaftiert. Homosexualität war ein kriminelles Vergehen in der UDSSR bis zu ihrem endgültigen Niedergang. Nichts davon kümmerte die Liberalen im Westen, die glücklich darüber waren nach Moskau zu ziehen, die sowjetischen Führer zu treffen und die USA wegen des kalten Krieges anzuklagen. Und dann kamen sie nach Hause und sprachen darüber, wie intolerant die Vereinigten Staaten sind.
Die UDSSR war froh darüber, die Bürgerrechte der Afro-Amerikaner in den USA anzusprechen. Liberale haben sich aber nicht darum gekümmert, dass die meisten Afro-Amerikaner, die nach Russland kamen kurz nach der Revolution in Gulags geendet sind oder starben. Dies wurde dokumentiert in Büchern wie zum Beispiel Black on Red: My 44 Years Inside the Soviet Union [Schwarz auf Rot: Meine 44 Jahre in der Sowjetunion] von Robert Robinson einem afro-amerikanischen Ingenieur, der dorthin kam um eine Arbeit zu finden, aber dann vier Jahrzehnte lang nicht in der Lage war, wieder auszureisen, während er gleichzeitig in einer rassistischen Gesellschaft in beständiger Angst um sein Leben lebte.
Dann gab es das Kuba unter Castro, das inoffiziell eine Rassentrennung durchführte. Ja, das ist keine Sache, die man vorzugsweise in Dokumentationen von Michael Moore findet.
Jorge Luis García Pérez aus Kuba, ein pro demokratischer Aktivist, der erst kürzlich aus dem Gefängnis entlassen wurde, sagte: "Die Behörden meines Landes haben niemals toleriert, dass ein schwarzer Mensch sich gegen das Regime gestellt hat.“ Carlos Moore sagte: "Es gibt eine unausgesprochene Drohung. Schwarze in Kuba wissen, dass wann immer man die Rasse hervorhebt, man im Gefängnis landet. Deshalb ist der Kampf auf Kuba ein anderer. Es kann nicht um eine Bürgerrechtsbewegung gehen. Es würden auf einen Schlag 10.000 schwarze Menschen sterben.“ Glauben Sie, dass sich irgendein Liberaler aus Hollywood wie Spielberg oder Costner, die Castro loben, darum kümmert? Warum sollten sie.
Sollen wir über die Rechte der Arbeiter sprechen? Im Westen unterstützten die Kommunisten die Gewerkschaften. In der UDSSR wurde Maschinengewehrfeuer auf streikende Arbeiter eröffnet. Im Jahr 1962 versuchten Arbeiter in der Stadt Novocherkassk zu streiken, wegen Lohnkürzungen. Sie wurden von sowjetischen Truppen auf der Straße vor dem Rathaus niedergeschossen. Dies geschah wohlgemerkt in den Tagen des relativ "moderaten“ kommunistischen Regimes unter Chruschtschow. Unabhängige Gewerkschaften waren dort illegal. Genauso wie sie in der UDSSR illegal waren.
Man könnte Bände über dieses Thema schreiben, aber wir wollen die Sache auf den Punkt bringen. Eine gegenwärtige linke Diktatur unterdrückt auf brutaler Art und Weise alles, für das sie behaupten zu kämpfen.
Während im Westen experimentelle Künstler die UDSSR beklatschten, wurde diese Art Kunst in der UDSSR als degeneriert angesehen, genauso wie es im damaligen Nazi Deutschland war. Gleiches galt für die Literatur. Die UDSSR förderte einen vorgetäuschten Feminismus und gelegentlich das Abtreibungsrecht, aber nicht weil sie daran glaubten, sondern weil sie ihrer Arbeiterschaft vergrößern wollten.
Auf der anderen Seite erreichte man nur schwer eine Scheidung, und Frauen, die sie erhielten, riskierten aus der Kommunistischen Partei ausgeschlossen zu werden. Alle Elemente der politischen Gleichheit und der Bürgerrechte, von denen die Linke behauptete, dass sie für diese kämpfe, gab es tatsächlich in kommunistischen Regimes nicht. Und das hat die Linke niemals gekümmert.
Der soziale Fortschritt der Linken ist nichts anderes gewesen als eine Lüge. Ein Werkzeug, das benutzt wurde um unkonventionelle Aktivisten zu finden, die an ihrer Seite kämpften, während man sich ihrer entledigte, sobald die Revolution erfolgreich verlaufen war. Die Linke versucht die Werte der Zielgesellschaft umzustürzen als Teil eines allumfassenden revolutionären Anschlags. Das bedeutet nicht, dass ihre gegenwärtigen Werte anders sind. Wenn die Linke einmal die absolute Macht erreicht hat, versucht sie ein statisches und unabänderliches System zu erschaffen. Die perfekte utopische Gesellschaft mit unverrückbaren Gesetzen ausgeführt von einer endlosen politischen Bürokratie.
In der richtigen Welt wird dies als eine unterdrückte Suche nach Stabilität angesehen. Was bedeutet, dass genau dieselben Dinge verboten sind, für die die Linke gekämpft hat. Und das erste was verboten wird, ist immer das Recht anderer Meinung zu sein. Ein Recht, auf das die Linke für sich selbst besteht, wenn sie nicht an der Macht ist, es aber anderen nicht gestattet, wenn sie an der Macht ist.
George Orwell beschrieb diesen geschlossenen Kreis am Ende von Animal Farm, indem die "neuen Herren“, die einst die Schweine waren, nun nicht mehr zu unterscheiden sind von den Bauern, den "alten Herren“. Die Schweine waren nicht daran interessiert gewesen einen Bauernhof zu führen. Was sie die ganze Zeit wollten war ihn zu übernehmen. Die Bauern zu werden. Für die Rechte der Tiere einzutreten, die frei sein wollten, war nur ein Mittel zum Zweck um das Endziel zu erreichen. Die absolute Macht.
Das bringt uns schließlich wieder zurück zum Islam. Es hat nie einen Widerspruch gegeben zwischen der Linken, die gemeinsame Sache mit den islamistischen Bewegungen machen und Regimes, die schwule Menschen ermorden. Denn wenn die Linke im Westen jemals die absolute Macht erreicht, dann würden sie diese auch töten. Aus diesem Grund werden 90 Prozent der Idioten, die an Anti-Kriegsdemonstrationen teilnehmen, vor einer feuernden Schwadron enden. Hört sich das für Sie zu weit hergeholt an? Stellen Sie sich vor, buchstäblich jedes kommunistische Regime hat dies zu seiner Zeit gemacht.
Wissen Sie welches der schlimmstmögliche Weg wäre eine kommunistische Machtübernahme zu überleben? Das wäre Mitglied einer rechten Organisation zu sein. Und wissen Sie was der zweitschlimmste Weg wäre? Mitglied einer linken Organisation zu sein. Und wissen Sie was der drittschlimmste Weg wäre?
Mitglied einer kommunistischen Partei zu sein, vor der Machtübernahme. Ja, die drittschlimmste Sache wäre, bei einer Machtübernahme der Kommunisten, einer der Ihren zu sein. Denn Sie werden nur so lange am Leben gelassen um mitzuhelfen die Mitglieder der rechten Organisationen und die Mitglieder der linken Organisationen auszulöschen, bevor Sie selbst an die Reihe kommen.
Das ist nicht nur die Regel bei Kommunisten, das ist das gemeinsame Grundmuster der Linken. Die französische Revolution degenerierte hin zu einem schrecklichen Massaker und zu endlosen Exekutionen auf genau dieselbe Art und Weise. Zuerst eliminieren die Radikalen "die Feinde des Staates“, dann eliminieren sie sich gegenseitig, dann werden sie selbst eliminiert um den Weg frei zu machen für ein stabiles System. Das Endresultat ist ein repressiver Staat, der jeden ausgelöscht hat, der Dinge verändern möchte. Was die ganze Zeit das Ziel gewesen ist.
Also ist der Gedanke, dass die Linke nur moralische Einwände hätte gegenüber Islamisten ganz einfach naiv. Tatsächlich sind sich die Linken und die Islamisten in essentiellen Kernpunkten einig, inklusive dem Teil, wenn die echten Kugeln benutzt werden und wen sie töten werden. Solange beide, die Linken und die islamistischen Führer betroffen sind, bestehen 90 Prozent ihrer Bewegung aus nichts weiter als nützlichen Idioten, zu nichts anderem nütze als Kanonenfutter.
Sie glauben mir nicht? Wann war das letzte Mal als ein Hamasführer einen seiner Söhne geschickt hat, um sich in die Luft zu jagen? Es ist noch nie passiert. Und es wird auch nicht passieren.
Die Islamisten und die Linken haben dasselbe Ziel. Absolute Macht. Der Islam ist wie der Kommunismus ein Mittel zu diesem Zweck. Das macht ihn so gefährlich. Ihr Ziel ist es die absolute Tyrannei zu errichten basierend auf ihren Ideologien, die eine bessere Welt versprechen. Diese Ideologie ist es, die sie an die Macht bringt, als nützliche Idioten töten und getötet werden, und dabei denken sie, dass sie für eine utopische Gesellschaft kämpfen, die nach den Richtlinien des Korans geführt wird (ein Buch, das möglicherweise von einem ungebildeten Händler einst diktiert wurde, der seine Behauptungen heilige Botschaften von einem Engel zu bekommen dazu nutzte, eine gesamte Region zu regieren) oder dem Marxismus (Schriften, die von Menschen geschrieben wurden, die niemals ihr Geld verdienen mussten, sondern unterstützt wurden durch die Profite einer Textilfabrik) der sie in eine neue Ära führen wird, in der jeder (außer den Menschen die sie getötet haben) glücklich sein wird.
Die Linke ist auf derselben Wellenlänge wie die Islamisten. Genau wie sie auf derselben Wellenlänge wie die Nazis waren. Genauso wie sie auf derselben Wellenlänge sind mit jedem totalitären Regime der Welt, außer jenen, von denen sie denken, dass sie sie umstürzen können, oder jene, die mit dem Großen Satan alliiert sind oder den imperialistischen kapitalistischen Mächten.
Die Linke erzählt ihren Anhängern, dass sie intelligenter seien und moralischer als gewöhnliche Menschen. In Wirklichkeit bedeutet dies, dass sie dümmer sind und mehr Interesse daran haben sich für ihre Ziele zu opfern. Die Islamisten erzählen ihren Anhängern, dass sie tapferer sind und religiöser als andere Menschen. Was sie wirklich meinen ist, dass ihre Anhänger selbstmörderisch dumm sind und dass man sie leicht an der Nase herumführen kann. Der gemeinsame Nenner ist nicht schwer zu erkennen. Die Linke ist der Islam des Westens. Und der Islam ist die Linke des Mittleren Ostens. Aber Etiketten wie dieses sind buchstäblich bedeutungslos. Beide sind einfach nur totalitäre Bewegungen, die gutgläubige Idioten benutzen und einer Ideologie folgen, die von bösen und habgierigen Männern ausdacht wurden um zur Macht zu gelangen. Das ist am Ende alles. Der Rest ist nur noch rein technischer Natur.
Die Linke hat kein Problem sich mit dem Islam zu verbünden. Auch der Islam hat kein Problem damit sich mit der Linken zu verbünden. Das geschieht weil beide hinsichtlich ihrer Feinde und deren Ziele übereinstimmen. Sie haben mehr Probleme damit sich mit Menschen zu verbünden, die eigentlich frei sein wollen, als mit denen, die Sklaven oder die Herren der Sklaven sind. Natürlich, wenn sie einmal an der Macht sind, dann muss man den anderen entweder absorbieren oder zerstören. So wie Kommunismus und Nationalsozialismus vereint das östliche Europa vereinnahmt haben, mit der unausweichlichen Konsequenz, dass dann, als die Arbeit getan war man den jeweils anderen zerstören musste. Hitler hatte erfolgreich Stalin an der Nase herum geführt und hätte beinahe mit seinem ersten Schlag die UDSSR zerstört. Der Islam wird wahrscheinlich dasselbe mit der Linken machen, so wie er es im Iran getan hat.
Die Rot-Grüne Allianz
Die Rot-Grüne Allianz funktioniert, weil es beides Variationen über dasselbe Thema sind. Das Thema ist die totalitäre Herrschaft. Es ist weder die Linke die den Islam angreift, noch greift der Islam die Linke an – sondern freie Gesellschaften und individuelle Freiheiten. Wenn solche Gesellschaften sich als erfolgreich erweisen wollen, dann bringen sie insbesondere jene zur Weißglut die darauf bestehen, dass sie durch ihre totalitäre Herrschaft ersetzt werden sollen. Dieser zweifache Impuls, die Angst eines Kontrollverlusts über ihre eigenen Gesellschaften und die Lust an der Macht, ist das was dem Dschihad des Islam Kraft gibt und der Revolution der Linken. Beide wollen eher Kontrolle als Freiheit.
Wenn man Europa, Amerika, Israel, Australien, Kanada usw. zerstört, dann geht es nur um Macht. Absolute Macht. Und es geht darum das Licht auszulöschen welches Licht auch immer noch im Westen scheinen mag, aus Angst, dass es sich weiter verbreitet. Das Licht der Freiheit und der Zivilisation steht der Tyrannei im Weg. Und die Tyrannei ist das Endspiel von beiden, der Linken und dem Islam. Zwei Seiten einer Medaille. Janus mit einem Kopf, der zurückschaut auf die unmögliche Vergangenheit von Mohammed und mit dem anderen Kopf nach vorne schauend auf die sogar noch unmöglichere Zukunft des Kommunismus. Beide ignorieren gewaltsam die Gegenwart, in der die Menschen immer noch glücklich und frei leben können.
Daniel Greenfield ist ein in New York wohnhafter Schriftsteller und selbständiger Kommentator. "Daniel kommentiert die politischen Ereignisse mit einem speziellen Blickwinkel auf den Krieg gegen den Terror und der steigenden Bedrohung der westlichen Zivilisation. Er betreibt einen blog namens Sultanknish.blogspot.com
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Samstag, 3. Juli 2010
Mittwoch, 7. April 2010
Integrationspolitik im Kanton Basel-Stadt
Dieses Dauer-Schweigen kann gefährlich werden
Verdacht auf radikalislamische Gebete und Sprachdefizite relativiert die Basler Integrations-Erfolgsgeschichte
Von Beat Stauffer und Peter Knechtli
Dem Kanton Basel-Stadt widmete das Schweizer Fernsehen einen beträchtlichen Teil seiner DOK-Sendung "Hinter dem Schleier – Muslim-Report Schweiz". Nicht ohne Grund: Mit einem Ausländeranteil von über 31 Prozent (2006) sieht sich Basel-Stadt mit höchsten Integrationsanforderungen konfrontiert. Fast jeder zehnte Bewohner beziehungsweise Bewohnerin ist mittlerweile muslimischen Glaubens.
In ihrer Dokumentation zeigte Autorin Karin Bauer unter anderem Szenen aus dem Schweigemarsch im Anschluss an die Minarettverbots-Abstimmung, aus dem Umfeld von Moscheen und aus den Sprachkursen mit türkischen Migrantinnen. Der bleibende Eindruck des Reports deckt sich mit der Wahrnehmung einer wachsenden Zahl an Beobachtenden: So erfolgreich und so vorbildlich, wie es seit Jahres landesweit dargestellt wird, ist die Umsetzung des Basler Integrationsleitbildes und des "schärfsten Integrationsgesetzes der Schweiz" (so Regierungspräsident Guy Morin) nicht.
Der Film beschränkte sich akzentweise darauf, Schlaglichter auf einzelne muslimische Gemeinschaften und einige ihrer Exponenten zu werfen: Hier die fast vollständig verschleierte junge Türkin und ihr traditionell ausgerichteter Ehemann – dort die offen auftretende, in Discos tanzende muslimische Sachbearbeiterin einer Privatbank. Dies mag auf den ersten Blick irritieren, doch es scheint viel eher die Absicht des Films gewesen zu sein, einige authentische Ausschnitte aus dem muslimischen Leben in der Schweiz zu vermitteln. Dabei werden gewissermassen nur die beiden "extremen Pole" muslimischen Lebens gezeigt; das grosse Mittelfeld nicht oder nur sehr beschränkt praktizierender Muslime fällt dabei aus dem Blickfeld, was eine gewisse Verzerrung zur Folge hat.
Behörden kamen dabei nicht zu Wort. Nur einmal trat – unbeabsichtigt – eine offizielle Stimme auf, in eher unvorteilhaftem Zusammenhang: Als die Autorin am Schweigemarsch eine ältere muslimische Frau interviewte, die sich seit vierzig Jahren in der Schweiz aufhält, aber Deutsch weder spricht noch versteht, fuhr Lilo Roost Vischer, für Religionsfragen zuständig bei der Abteilung Integration und Gleichstellung, rigoros dazwischen und unterband abrupt die journalistische Arbeit.
"Das enge Islam-Verständnis
der Arrahma-Moschee ist seit Jahren bekannt."
Vor allem zwei Themen-Aspekte gaben zumindest ernsthafte Hinweise darauf, dass die Integrationspolitik in Basel weniger erfolgreich ist als offiziell verbreitet. Im Kleinbasel mit einem Ausländeranteil von 41 Prozent, davon 13 Prozent Türken, verlassen "viele Frauen mit Kopftuch die Häuser nur, um einzukaufen". Rund 40 Prozent der türkischen Frauen gelten, so der Report, als "schlecht integriert". Sprachkurse führen nicht in jedem Fall zur Integration. Muslimischen Frauen, bildungsmässig "mit 47 Jahren auf Kindergartenniveau", wird mühsam das Alphabet beigebracht. Daraus resultiert das Erfolgserlebnis, einen Buchstabentest bestanden zu haben. Eine bessere Integration ist damit allerdings kaum garantiert.
In einer weiteren Sequenz wird eine Szene vor der Arrahma-Moschee an der Elsässerstrasse dokumentiert, die mit einem umstrittenen Ausschnitt aus einem Freitagsgebet des tunesischen Imams unterlegt ist. Kernaussage: "Andersgläubige sind niedriger als Tiere." Daraus lässt sich die Vermutung ableiten, dass auch in Basler Moscheen Imame das Gedankengut des fundamentalistischen Islams verbreiten.
Die Arrahma-Moschee ist seit ihrer Gründung vor acht Jahren dafür bekannt, dass ihre Mitlieder einen sehr eng verstandenen, konservativen, rigiden Islam vertreten. Die Strömung, der sie nahe steht, ist zwar klar gegen die Anwendung von Gewalt zur Erreichung ihrer Ziele, zumindest in Europa. Vermutlich wird in dieser Moschee auch nicht zum "Dschihad" in Afghanistan oder in Palästina aufgerufen und es werden auch keine "Kämpfer" rekrutiert. In diesem Sinn sind sicherheitspolitische Bedenken und Ängste wohl unangebracht. Doch ihr enges Islam-Verständnis führt die dortigen Gläubigen tendenziell zu einer Haltung, die mit Abgrenzung, ja Segregation umschrieben werden kann.
Dass der Arrahma-Imam bei einer seiner Freitagpredigten die von der Fernsehjournalistin dokumentierten Aussagen gemacht hat, scheint unter diesen Umständen sehr wohl möglich zu sein. Zu ganz ähnlichen Aussagen haben sich auch Imame in anderen Schweizer Moscheen hinreissen lassen; dabei muss davon ausgegangen werden, dass immer nur einzelne Vorfälle nach aussen sickern und dass die intelligenteren Imame tunlichst Reizwörter wie "Scharia" oder "Dschihad" meiden, welche die Schweizer Öffentlichkeit aufschrecken könnten.
Der von SF dokumentierte Vorfall wirft aber auch Fragen grundsätzlicher Art auf. Noch vor wenigen Jahren erklärte Thomas Kessler, der damalige Basler Integrationsbeauftragte, sinngemäss, Hassprediger hätten in Basel keine Chance, weil sie von den Gläubigen der betreffenden Moscheen zurechtgewiesen würden, und weil diese anschliessend die Behörden über problematische Imame ins Bild setzten. Das schien schon damals eine eher gewagte Hypothese, besuchen doch Gläubige konservative Moscheevereine gerade wegen derer Ausrichtung und Grundhaltung. Die Frage muss heute diskutiert werden, welche Mittel die Behörden einsetzen können und dürfen, um solchen "Predigern" zu Leibe zu rücken und so zu verhindern, dass integrationsfeindliche Haltungen auf Basler Boden propagiert werden.
"Staatliche Integration muss immer wieder
erklärt und relativiert werden."
Die höchst problematischen Aussagen der beiden im SF-DOK-Film porträtierten Basler Muslime sind – wen wunderts? – eine Steilvorlage an die Basler SVP. Sie reicht denn auch gegen den betreffenden Imam und den fundamentalistischen Sekretär einer muslimischen Gemeinde, dessen Familie von der Sozialhilfe lebt, Strafanzeige ein. Pikant: Die SVP beruft sich nun ausgerechnet auf die Antirassismus-Strafnorm, deren Abschaffung sie unter Berufung auf die Meinungsäusserungfreiheit seit Jahren fordert. Anderseits schweigen die links-grünen Parteien zur Herabsetzung Andersgläubiger; genau die Parteien, die das Anti-Minarett-Plakat unter Hinweis auf den Antirassismus-Artikel verbieten wollten.
Aktiv wurden in diesen Tagen Politiker der SVP und der Liberalen. Auch prüft die Staatsanwaltschaft, ob der Tier-Vergleich – so er denn in diesem Wortlaut gefallen ist – gegen das Antirassismusgesetz verstösst. Aber das offizielle Basel gibt sich sehr zurückhaltend – genau zu jenem Zeitpunkt, in dem die Öffentlichkeit nun gern gewusst hätte, wie es die Behörden mit dem allfälligen Rassismus halten, der sich auf der "andern Seite" abspielt. Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb die Regierung und die Abteilung für Integration und Gleichstellung nicht sogleich mit einer Verlautbarung zur den behaupteten umstrittenen Äusserungen des Imams proaktiv Stellung nahmen.
Aber auch die links-grünen Parteien schweigen. Und Professor Georg Kreis, der Präsident der Eidgenössischen Antrassismus-Kommission, will sich, wie er OnlineReports beschied, "in diesem Fall an der von den Fernsehen und SVP betriebenen Medienaufmerksamkeit nicht beteiligen".
Doch so einfach ist es nicht: Wer jetzt schweigt und die Öffentlichkeit darüber im Unklaren lässt, wo die Grenzen des Tolerierbaren liegen und wo sie überschritten sind, fördert die Entstehung von Parallelgesellschaften und eine emotionale Distanz zu Migranten.
Im Gegensatz zur SVP halten wir die Antirassismus-Strafnorm für gerechtfertigt, so lange sie nicht zur Privat-Schnüffelei verkommt. Hochproblematisch ist aber die kommunikative Absenz der Behörden, wenn der Verdacht auftaucht, dass es an Respekt an der einheimischen Glaubensmehrheit mangelt. Die Mehrheitsgesellschaft hat dasselbe Recht auf Toleranz und Respekt wie die Angehörigen anderer Glaubensgemeinschaften. Aber dieses Dauer-Schweigen ist unverständlich – und gefährlich. Schon fordern sämtliche bürgerliche Parteien und die Grünliberalen, die in ihrer Gesamtheit eine parlamentarische Mehr stellen, mit massiv verschärften Einbürgerungen und Integrationsvereinbarungen eine "Richtungsänderung" der Basler Integrationspolitik.
Auch gehört die Basler Abteilung für Integration und Gleichstellung nicht abgeschafft, wie es Rechts-Parteien fordern. Vielmehr ist zu anerkennen, dass sie im Interesse der Integration wertvolle Arbeit leistet. Aber wenn sie sich der Kommunikation über Werte, Toleranz und ihre Grenzen weiterhin so beharrlich verschliesst wie bisher, fördert sie das Infragestellen ihrer Existenzberechtigung. Gefordert ist nicht die sofortige Anrufung des Richters, sondern eine fortlaufende ungeschminkte Darstellung der Möglichkeiten und Grenzen staatlich geförderter Integration.
Verdacht auf radikalislamische Gebete und Sprachdefizite relativiert die Basler Integrations-Erfolgsgeschichte
Von Beat Stauffer und Peter Knechtli
Dem Kanton Basel-Stadt widmete das Schweizer Fernsehen einen beträchtlichen Teil seiner DOK-Sendung "Hinter dem Schleier – Muslim-Report Schweiz". Nicht ohne Grund: Mit einem Ausländeranteil von über 31 Prozent (2006) sieht sich Basel-Stadt mit höchsten Integrationsanforderungen konfrontiert. Fast jeder zehnte Bewohner beziehungsweise Bewohnerin ist mittlerweile muslimischen Glaubens.
In ihrer Dokumentation zeigte Autorin Karin Bauer unter anderem Szenen aus dem Schweigemarsch im Anschluss an die Minarettverbots-Abstimmung, aus dem Umfeld von Moscheen und aus den Sprachkursen mit türkischen Migrantinnen. Der bleibende Eindruck des Reports deckt sich mit der Wahrnehmung einer wachsenden Zahl an Beobachtenden: So erfolgreich und so vorbildlich, wie es seit Jahres landesweit dargestellt wird, ist die Umsetzung des Basler Integrationsleitbildes und des "schärfsten Integrationsgesetzes der Schweiz" (so Regierungspräsident Guy Morin) nicht.
Der Film beschränkte sich akzentweise darauf, Schlaglichter auf einzelne muslimische Gemeinschaften und einige ihrer Exponenten zu werfen: Hier die fast vollständig verschleierte junge Türkin und ihr traditionell ausgerichteter Ehemann – dort die offen auftretende, in Discos tanzende muslimische Sachbearbeiterin einer Privatbank. Dies mag auf den ersten Blick irritieren, doch es scheint viel eher die Absicht des Films gewesen zu sein, einige authentische Ausschnitte aus dem muslimischen Leben in der Schweiz zu vermitteln. Dabei werden gewissermassen nur die beiden "extremen Pole" muslimischen Lebens gezeigt; das grosse Mittelfeld nicht oder nur sehr beschränkt praktizierender Muslime fällt dabei aus dem Blickfeld, was eine gewisse Verzerrung zur Folge hat.
Behörden kamen dabei nicht zu Wort. Nur einmal trat – unbeabsichtigt – eine offizielle Stimme auf, in eher unvorteilhaftem Zusammenhang: Als die Autorin am Schweigemarsch eine ältere muslimische Frau interviewte, die sich seit vierzig Jahren in der Schweiz aufhält, aber Deutsch weder spricht noch versteht, fuhr Lilo Roost Vischer, für Religionsfragen zuständig bei der Abteilung Integration und Gleichstellung, rigoros dazwischen und unterband abrupt die journalistische Arbeit.
"Das enge Islam-Verständnis
der Arrahma-Moschee ist seit Jahren bekannt."
Vor allem zwei Themen-Aspekte gaben zumindest ernsthafte Hinweise darauf, dass die Integrationspolitik in Basel weniger erfolgreich ist als offiziell verbreitet. Im Kleinbasel mit einem Ausländeranteil von 41 Prozent, davon 13 Prozent Türken, verlassen "viele Frauen mit Kopftuch die Häuser nur, um einzukaufen". Rund 40 Prozent der türkischen Frauen gelten, so der Report, als "schlecht integriert". Sprachkurse führen nicht in jedem Fall zur Integration. Muslimischen Frauen, bildungsmässig "mit 47 Jahren auf Kindergartenniveau", wird mühsam das Alphabet beigebracht. Daraus resultiert das Erfolgserlebnis, einen Buchstabentest bestanden zu haben. Eine bessere Integration ist damit allerdings kaum garantiert.
In einer weiteren Sequenz wird eine Szene vor der Arrahma-Moschee an der Elsässerstrasse dokumentiert, die mit einem umstrittenen Ausschnitt aus einem Freitagsgebet des tunesischen Imams unterlegt ist. Kernaussage: "Andersgläubige sind niedriger als Tiere." Daraus lässt sich die Vermutung ableiten, dass auch in Basler Moscheen Imame das Gedankengut des fundamentalistischen Islams verbreiten.
Die Arrahma-Moschee ist seit ihrer Gründung vor acht Jahren dafür bekannt, dass ihre Mitlieder einen sehr eng verstandenen, konservativen, rigiden Islam vertreten. Die Strömung, der sie nahe steht, ist zwar klar gegen die Anwendung von Gewalt zur Erreichung ihrer Ziele, zumindest in Europa. Vermutlich wird in dieser Moschee auch nicht zum "Dschihad" in Afghanistan oder in Palästina aufgerufen und es werden auch keine "Kämpfer" rekrutiert. In diesem Sinn sind sicherheitspolitische Bedenken und Ängste wohl unangebracht. Doch ihr enges Islam-Verständnis führt die dortigen Gläubigen tendenziell zu einer Haltung, die mit Abgrenzung, ja Segregation umschrieben werden kann.
Dass der Arrahma-Imam bei einer seiner Freitagpredigten die von der Fernsehjournalistin dokumentierten Aussagen gemacht hat, scheint unter diesen Umständen sehr wohl möglich zu sein. Zu ganz ähnlichen Aussagen haben sich auch Imame in anderen Schweizer Moscheen hinreissen lassen; dabei muss davon ausgegangen werden, dass immer nur einzelne Vorfälle nach aussen sickern und dass die intelligenteren Imame tunlichst Reizwörter wie "Scharia" oder "Dschihad" meiden, welche die Schweizer Öffentlichkeit aufschrecken könnten.
Der von SF dokumentierte Vorfall wirft aber auch Fragen grundsätzlicher Art auf. Noch vor wenigen Jahren erklärte Thomas Kessler, der damalige Basler Integrationsbeauftragte, sinngemäss, Hassprediger hätten in Basel keine Chance, weil sie von den Gläubigen der betreffenden Moscheen zurechtgewiesen würden, und weil diese anschliessend die Behörden über problematische Imame ins Bild setzten. Das schien schon damals eine eher gewagte Hypothese, besuchen doch Gläubige konservative Moscheevereine gerade wegen derer Ausrichtung und Grundhaltung. Die Frage muss heute diskutiert werden, welche Mittel die Behörden einsetzen können und dürfen, um solchen "Predigern" zu Leibe zu rücken und so zu verhindern, dass integrationsfeindliche Haltungen auf Basler Boden propagiert werden.
"Staatliche Integration muss immer wieder
erklärt und relativiert werden."
Die höchst problematischen Aussagen der beiden im SF-DOK-Film porträtierten Basler Muslime sind – wen wunderts? – eine Steilvorlage an die Basler SVP. Sie reicht denn auch gegen den betreffenden Imam und den fundamentalistischen Sekretär einer muslimischen Gemeinde, dessen Familie von der Sozialhilfe lebt, Strafanzeige ein. Pikant: Die SVP beruft sich nun ausgerechnet auf die Antirassismus-Strafnorm, deren Abschaffung sie unter Berufung auf die Meinungsäusserungfreiheit seit Jahren fordert. Anderseits schweigen die links-grünen Parteien zur Herabsetzung Andersgläubiger; genau die Parteien, die das Anti-Minarett-Plakat unter Hinweis auf den Antirassismus-Artikel verbieten wollten.
Aktiv wurden in diesen Tagen Politiker der SVP und der Liberalen. Auch prüft die Staatsanwaltschaft, ob der Tier-Vergleich – so er denn in diesem Wortlaut gefallen ist – gegen das Antirassismusgesetz verstösst. Aber das offizielle Basel gibt sich sehr zurückhaltend – genau zu jenem Zeitpunkt, in dem die Öffentlichkeit nun gern gewusst hätte, wie es die Behörden mit dem allfälligen Rassismus halten, der sich auf der "andern Seite" abspielt. Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb die Regierung und die Abteilung für Integration und Gleichstellung nicht sogleich mit einer Verlautbarung zur den behaupteten umstrittenen Äusserungen des Imams proaktiv Stellung nahmen.
Aber auch die links-grünen Parteien schweigen. Und Professor Georg Kreis, der Präsident der Eidgenössischen Antrassismus-Kommission, will sich, wie er OnlineReports beschied, "in diesem Fall an der von den Fernsehen und SVP betriebenen Medienaufmerksamkeit nicht beteiligen".
Doch so einfach ist es nicht: Wer jetzt schweigt und die Öffentlichkeit darüber im Unklaren lässt, wo die Grenzen des Tolerierbaren liegen und wo sie überschritten sind, fördert die Entstehung von Parallelgesellschaften und eine emotionale Distanz zu Migranten.
Im Gegensatz zur SVP halten wir die Antirassismus-Strafnorm für gerechtfertigt, so lange sie nicht zur Privat-Schnüffelei verkommt. Hochproblematisch ist aber die kommunikative Absenz der Behörden, wenn der Verdacht auftaucht, dass es an Respekt an der einheimischen Glaubensmehrheit mangelt. Die Mehrheitsgesellschaft hat dasselbe Recht auf Toleranz und Respekt wie die Angehörigen anderer Glaubensgemeinschaften. Aber dieses Dauer-Schweigen ist unverständlich – und gefährlich. Schon fordern sämtliche bürgerliche Parteien und die Grünliberalen, die in ihrer Gesamtheit eine parlamentarische Mehr stellen, mit massiv verschärften Einbürgerungen und Integrationsvereinbarungen eine "Richtungsänderung" der Basler Integrationspolitik.
Auch gehört die Basler Abteilung für Integration und Gleichstellung nicht abgeschafft, wie es Rechts-Parteien fordern. Vielmehr ist zu anerkennen, dass sie im Interesse der Integration wertvolle Arbeit leistet. Aber wenn sie sich der Kommunikation über Werte, Toleranz und ihre Grenzen weiterhin so beharrlich verschliesst wie bisher, fördert sie das Infragestellen ihrer Existenzberechtigung. Gefordert ist nicht die sofortige Anrufung des Richters, sondern eine fortlaufende ungeschminkte Darstellung der Möglichkeiten und Grenzen staatlich geförderter Integration.
Mittwoch, 10. März 2010
Multikulti - Die Islamisierung Europas
Dieses Blog hat bereits berichtet, wie britische und dänische Sozialdemokraten gesagt haben, sie wollen die alte Weltordnung mittels muslimischer Masseneinwanderung radikal umgestalten, welche sie daher sehr aktiv fördern. Nun hat der britische Labour-Umweltminister bedauert, diese Politik sei so weit gekommen, dass es den Muslimen gelungen sei, die Macht im Ost-Londoner Bezirk, Tower Hamlets, zu übernehmen. Sie leiten dort Steuergelder an Organisationen, die dem fundamentalistischen Islamic Forum Europas (IFE), das erklärt, Grossbritannien und Europa sollen ein islamischer Staat werden, sehr nahe stehen. Dafür haben sie die Finanzierung für nicht-muslimische Organisationen wegschnitten. Sie haben den weißen Gemeinde-Direktor aus seiner Stellung gemobbt. Inzwischen gibt es 73.000 Muslime in Tower Hamlets. Herzlichen Glückwunsch, Labour Party! Nach den niederländischen Kommunalwahlen übernehmen Einwanderer in grossem Umfang die Stadtratsplätze der Arbeiterpartei. Außerdem ist es nun bekannt, dass der Londoner Polizei-Direktor ein Einvernehmen mit dem Präsidenten des Muslim Safety Forum, das mit dem IFE eng verbunden ist, unterzeichnet hat. Die beiden haben regelmäßige Treffen vereinbart, wo die Polizei über bevorstehende Razzien auf muslimische Gemeinden aufzuklären hat - und nett fragen müsse, ob die Muslime glauben, dass belastende Informationen über muslimische Terroristen zu dünn seien, und welche Auswirkungen die Razzien auf die Haltung der Muslime gegenüber dem Rest der Gesellschaft haben werden. Die Polizei stimmt ferner mit dem Muslim Safety Forums darin überein, dass sie gemeinsam eine Grundlage für die Praxis und Gesetzgebung dafür festlegen sollen, wie die Polizei mit Muslims umzugehen haben. Der Verhandlungs-Leiter der Muslime lobt Terroristen.
Vor kurzem haben wir erlebt, wie der Chefredakteur der dänischen Zeitung, "Politiken", Töger Seidenfaden, sich dafür entschuldigte, dass durch dem Nachdrucken der Mohammed-Karikaturen sich einige Muslime gekränkt fühlten! Dies generierte erhebliche politische Wut unter seinen tapferen Dhimmi- Kolleginnen und Kollegen, den Politikern, die eine wachsende Anzahl von Muslimen ins Land pumpen. Dies scheint geradezu scheinheilig: Während Seidenfaden durch seine Mitgliedschaft des Bilderberg Clubs und der Trilateralen Kommission "Rockefeller "gute" multikulturelle Beratung gibt, setzen diese Politiker die Beratung in die Praxis um und versuchen dann, die Schuld anderen zuzuschieben, während sie die ganze Zeit schwere Straf-Gesetze gegen Islam-Kritik einführen. Diese berechnete Speichelleckerei - mit der Zahlung enormer Summen als Schutzgelder an die einwandernden Muslime gekoppelt - ist ein Jahrtausende altes Phänomen, wo der Islam seine Terror-Herrschaft verbreitet: Dhimmi-Wesen - als "politische Korrektheit" verkleidet.
Wie einige von Ihnen sich erinnern werden, berichtete dieses Blog am 3. November 2009, wie im Jahr 1975 ein dänisches Parlamentsmitglied und 2009 Tony Blairs Redenschreiber erzählten, die Sozialdemokraten wollen die alte Gesellschaft durch muslimische Masseneinwanderung umstürzen. Fast jeder von uns ist dafür manipuliert und von den Linken einer Gehirnwäsche unterzogen worden, und zwar durch die Mental-Hygiene/die 68er-Revolution, die unser Bollwerk gegen Ideologien: die Gebote Christi, entfernten und uns im Namen des Werkzeugs der Neuen Weltordnung, der politischen Korrektheit, zu guten Dhimmis gemacht haben. Dadurch wurde die Mehrheit von uns dem Islam und seiner Gewalt bedingungslos unterworfen, wobei Schutz-Tribut gezahlt wird, um zu versuchen, islamische Übergriffe zu vermeiden. Mit polizeilicher Hilfe rechnet kaum jemand mehr. Ich habe früher schon über das politische Dhimmi-Wesen im Westen und hier geschrieben.
Muslimische Armee (kaum zeitentsprechende Trachten) ausserhalb von Paris 730-32 - bevor Karl Martell sie 732 bei Poitiers stoppte. Die Muslims drangen immer wieder in Frankreich hinein und machten Räuberzüge in einem schwachen Europa, wo sie töteten, plünderten und viele Sklaven für ihre Armee und Harems zurückbrachten (Bat Ye´or, Eurabia 2005). Sie mussten auch von Karl dem Grossen und seinem Sohn, Ludwig dem Frommen, vom Leben gehalten werden werden.
Beim Schreiben über Dhimmi-Sklaven wollen wir die Speichelleckerei des ehemaligen britischen Premierministers, Tony Blair, 2006, nicht vergessen: "Das, was am meisten auffällt, wenn man den Koran liest - sofern er vom ursprünglichen Arabischen übersetzt werden kann - ist zu verstehen, wie fortschrittlich er ist.
Ich spreche als Mitglied eines anderen Glaubens mit grosser Sanftmut und Demut. Ich bin nicht befähigt irgendein Urteil zu machen. Aber als Aussenstehender schlägt mich der Koran als ein reformierendes Buch, das versucht, Judentum und Christentum zu ihren Ursprüngen zurückzuführen, eher wie es die Reformatoren Jahrhunderte später mit der christlichen Kirche versuchten. Er (der Koran) schliesst ein. Er erhebt Wissenschaft und Wissen in die Wolken und verabscheut Aberglauben. Er ist praktisch und hinsichtlich der Einstellung zur Regierungsführung und zu den Frauen und der Ehe seiner Zeit weit voraus."
Er fügte hinzu, unter der Anleitung des Korans wäre die Verbreitung des Islam und seine Herrschaft über frühere christliche Länder "atemberaubend".
"Über die Jahrhunderte gründete er ein Imperium, das die Welt in Entdeckung, Kunst und Kultur leitete. Wenn wir auf das Mittelalter zurückblicken, waren die Bannerträger der Toleranz in jener Zeit viel wahrscheinlicher in muslimischen als in christlichen Ländern zu finden."
Bat Yeór (Eurabia 2005) meint das Gegenteil!
I. The Telegraph 27 Febr. 2010 Der britische Labour-Umweltminister, Jim Fitzpatrick (links) sagt, dass radikale Muslime dabei seien, die britischen Parteien zu infiltrieren und ihre Leute an die Macht wählen lassen. "Sie sind völlig im Widerspruch zum Programm der Labour Party, mit unserer Unterstützung für den Säkularismus." Kommentar: Er und seine Partei haben die Muslime selbst hergeholt
Z. B. das machtvolle Islamische Forum in Europa (IFE), das die Scharia haben will und sagt, dass Europa und das Vereinigte Königreich zu einem muslimischen Staat gemacht werden solle, hat nun die Macht in Tower Hamlets inne und hat mehr als 10 Millionen Pfund an Steuergeldern erhalten. Lutfur Rahman ist der heutige Leiter des Rates in Tower Hamlets. Er mobbte den weißen Chef-Direktor des Rates aus. Das IFE organisierte Treffen mit Extremisten, darunter Taliban-Verbündeten, einem Mann, der von der US-Regierung als "nicht angeklagter Mitverschwörer" der Bombenlegung im World Trade Center 1993 bezeichnet wird, und einem Mann, gegen den das FBI wegen seiner Verbindungen zu den Anschlägen vom 11. September ermittelt.
Moderate Muslime in London erzählen, wie das IFE und ihre Verbündeten ihre Hardliner-Ansichten über den Rest der Gemeinde durchsetzen und Verhaltensweisen, die sie für "un-islamisch" halten, bremsen. Die Besitzerin eines Partnervermittlungs-Büros erhielt eine drohende E-Mail von einem IFE-Aktivisten, mit einer Verwarnung, das Büro zu schliessen.
Seitdem Herr Rahman Führer ist, wurden mehr Rats-Zuschüsse an eine Reihe von Organisationen bewilligt, die, wie unsere Untersuchung ergab, mit dem IFE eng verbunden sind. Haushaltsmittel für andere, säkulare Gruppen wurden gekürzt oder weggeschnitten. 73.000 Muslims leben in Tower Hamlets/Ost-London.
In den Niederlanden steht nun das gleiche Erlebnis in u.a. Enschede und Helmond bevor: Die Arbeiterpartei wird nach den Kommunalwahlen die Einwandererpartei - indem geprobte einheimische sozialdemokratische Politiker ihre Plätze in grossem Umfang an Einwanderer verloren! Allerdings war der große Gewinner Geert Wilders, der möglicherweise eines Tages Ministerpräsident der Niederlande wird. Laut dem "Spiegel" macht dies deutschen Zeitungen wie der Süddeutschen Zeitung und "Die Welt" grosse Sorgen, weil sie befürchten, dass dieser "Populist" (das schlimmste Schimpfwort, das deutsche Dhimmi-Medien kennen, weil die Gefühle des Volkes zu unterdrücken sind) auch Deutschland bald anstecken könnte. Denn Wilders steht für den Willen der einheimischen europäischen Bevölkerungen, die sehen, wie die Entwicklung in der falschen Richtung geht. Diese Zeitungen erwarten daher künftig schwere Zeiten für Deutschland und Europa.
II. The Telegraph 1 March 2010: Der Aktivist, Azad Ali wurde von der Londoner Polizei als vertrauenswürdiger Gesprächspartner akzeptiert. Das Korps, vereinbarte auch , ihm Informationen über kommende Anti-Terror-Razzien zu geben!! Herr Ali unterzeichnete als der damalige Vorsitzende des Muslim Safety Forum - einer Einrichtung, die mit dem fundamentalistischen Islamic Forum of Europe (IFE) eng verbunden ist - den Vertrag, von dem eine Kopie von der "Daily Telegraph" gesehen wurde.
Es wurde von der Polizei als legitime Institution akzeptiert. Die Vereinbarung vom Dezember 2006 und persönlich von Herrn Ali und Sir Ian Blair, dem Kommissar der Londoner Polizei zu der Zeit, unterzeichnet, erklärt: "Der Kommissar wird das MSF als das wichtigste Gremium in Bezug auf die muslimische Gemeinschaft, Sicherheit und Geborgenheit anerkennen." Sir Ian oder sein Stellvertreter verpflichtete sich, Herrn Ali und das MSF mindestens zweimal im Jahr zu treffen, sowie monatliche Sitzungen mit dem MSF “wann auch immer möglich” im New Scotland Yard oder in anderen geeigneten Räumlichkeiten zu halten. Chefs der Londoner Polizei, einschließlich des Anti-Terror-Kommandanten, verpflichteten sich auch dazu, MSFs eigenen Sitzungen "wenn möglich" beizuwohnen. Sowohl der derzeitige Leiter des Anti-Terror-Korps, Commander Shaun Sawyer, als auch sein Vorgänger, Commander Bob Quick, den das MSF als einen "engen Partner" beschrieb, trafen sich regelmäßig mit dem MSF. Die Vereinbarung besagt, dass die Londoner Polizei und das MSF "das MSF als Beratungsgremium nutzen wollen, um Politik oder Praxis zu formulieren."
Der Arbeitsgang enthielt Terrorismusbekämpfung und "Islamophobie". Herr Ali war der MSF-Leiter für Bekämpfung des Terrorismus. Im Zuge der Kontroverse über die gescheiterten Terroristen-Festnahmen in Forest Gate im Sommer 2006, vereinbarte die Londoner Polizei auch, ein vier-köpfiges Gremium mit dem MSF einzurichten, um der muslimischen Gemeinschaft eine Möglichkeit anzubieten, die Informationen zu kommentieren, die die Polizei über einen Verdächtigen hat, ob sie zu dünn seien, sowie über die Folgen einer Razzia für die Beziehungen zur Öffentlichkeit auszusagen. Herr Ali war Mitglied der Kratos Prüfgruppe, die die Reaktion der Londoner Polizei auf Selbstmordattentate prüfen sollte.
Allerdings hat Herr Ali, der auch ein hoher Beamter des IFE ist, ein starkes Führungszeugnis des Extremismus. Im vergangenen Jahr, als er MSF-Schatzmeister geworden war, wurde er seines Jobs als Beamten enthoben, nachdem er Abdullah Azzam, Osama bin Ladens wichtigsten Mentor, lobte. In seinem Blog auf der Website des IFE, beschrieb er Azzam als einen der "wenigen Muslime, die das Verständnis des Begriffs des Dschihad in seiner umfassenden Herrlichkeit fördert, und zwar als eine Doktrin der "Selbstreinigung" und des "Krieges”. Er zitierte daraufhin den Sohn Azzams anerkennend wegen der Aussage: "Wenn ich einen US-amerikanischen oder britischen Mann in der Uniform eines Soldaten im Irak sehe, würde ich ihn töten, denn das ist meine Pflicht … Ich respektiere dies als Haupt-Anweisung meiner Religion für den Dschihad."
III. Politiken 26. Febr. 2010: Als die erste Zeitung hat "Politiken" (DK) einen Vergleich über die Verletzung, die Muslimen im Jahr 2008 aufgrund des Nachdrucks der Zeitung der Mohammed-Karikaturen zugefügt wurde, gemacht. Die Schlichtung wurde zwischen "Politiken" und acht Organisationen der 94.923 Nachkommen des Propheten Muhammad erreicht und sei laut "Politikens Chef-Redakteur, Töger Seidenfaden, ein Beispiel dafür, dass der Dialog nützlich sei: "Die Schlichtung schaut nach vorn und drückt sehr vernünftige Ansichten aus. Sie kann dazu beitragen, einige der Spannungen, die sich als sehr zäh erwiesen haben, zu reduzieren.” Er äußerte die Hoffnung, dass die Beziehungen Dänemarks - und nicht zuletzt, die der dänischen Medien - zu der muslimischen Welt verbessert werden können. In der Schlichtung, schließt "Politiken" das Recht nicht aus, die Karikaturen nochmals zu bringen und entschuldigt sich nicht dafür, die Karikaturen gebracht zu haben, sondern für die Verletzung, die von einigen Muslimen empfunden wird.
"Es ist verrückt. Es gibt jeden Tag Verstöße in den Medien. So ist es es mit der freien Meinungsäußerung", sagte die Vorsitzende der Sozialdemokraten, Helle Thorning-Schmidt, unterstützt vom Vorsitzenden der Sozialistischen Volkspartei, Sövndal, der damit einverstanden ist, dass man "die Freiheit der Meinungsäußerung nicht verhandeln kann". Die Führerin der dänischen Volkspartei, Pia Kjaersgaard, 'findet keine Worte" dafür, wie absurd die Situation sei.
Es genügt, glaubt der saudische Anwalt der acht Organisationen. Seidenfaden links im Bild. Seine eigenen Journalisten greifen ihn nun wegen seines Kniefalls vor dem Islam an.
Kommentar
Man kann wegen der politischen Empörung über Seidenfaden's Kniefall vor dem Islam nur den Kopf schütteln : Effekthascherei! Die Politiker haben die verantwortungslose muslimische Masseneinwanderung aktiv erlaubt, gefördert und gewollt, die es den Muslimen ermöglicht, die Europäer zur Unterwerfung einzuschüchtern. Sie haben zur Rassismus-Gesetzgebung in scheusslichem Maße beigetragen- zB. zur Gesetzgebung des EU-Rahmenplans gegen Rassismus und Fremdenfurcht, der Gert Wilders mit der Aussicht auf 3 Jahre Gefängnis vors Gericht gebracht hat - weil er auf Film (Fitna) gezeigt hat, was Mohammed im Koran sagte – also nicht des Zeigens des Inhalts, sondern des Zeigens der unbequemen Wahrheit halber! Sie haben die EUMC, jetzt durch die FRA ersetzt, um unsere Abneigungen zu bespitzeln - sowie den Europäischen Haftbefehl erstellt, damit die Türkei unsere islamophoben Konten begleichen kann, wenn ihr erlaubt wird, der EU beizutreten. Diejenigen, die den großen bösen Wolf, in ministerialem Schafspelz verkleidet, durchschaut haben, sind zu wenig und ohne ehrliche politische Unterstützung, um den Wahnsinn stoppen zu können. Also, wer ist nun mehr zu verachten: Der Dhimmi, Töger Seidenfaden, der durch die Trilaterale Kommission und den Bilderberger Club Rockefeller "gute" multikulturelle Ratschläge gibt - oder "unsere" verräterischen Politiker, die dieselbe Beratung so geheim wie möglich ausführen und uns ihren Verrat nicht zu verraten wagen: den Euromediterranen Prozess und das Islamisierungs-Programm des dänischen Auswärtigen Amtes für Dänemark und Europa? Ebenso wenig, wie sie wagen, uns zu sagen, dass mit ihrer Zustimmung die EU dabei ist, 56 Mio. Muslime aus Afrika zzgl. ihrer Familien bis 2050 in die EU zu holen- trotz wiederholter Anfrage. Nun verstärkt die EU ihre Bemühungen, um gegen die Islamophobie im Internet vorzugehen.
Es ist alles ein großes Theater der Heuchelei, wobei sie den schwarzen Peter anderen zuschieben, um ihre eigene Gemeinheit zu vertuschen. Mein Vorschlag: Verschwenden Sie nicht Ihre Energie mit dem Islam. Nur diejenigen, die die Wahrheit über den Islam nicht wissen wollen, kennen sie nach der Mohammed-Karikaturen-Farce nicht - und der Islam kann nicht im Geringsten geändert werden. Verwenden Sie Ihre Energie auf das Enthüllen der Verräter, die die den Islam in unsere Länder hereinpumpen, sich aber hinter der Maske der Menschlichkeit im Namen der politischen Korrektheit - gegen uns Biester – verbergen!
Vor kurzem haben wir erlebt, wie der Chefredakteur der dänischen Zeitung, "Politiken", Töger Seidenfaden, sich dafür entschuldigte, dass durch dem Nachdrucken der Mohammed-Karikaturen sich einige Muslime gekränkt fühlten! Dies generierte erhebliche politische Wut unter seinen tapferen Dhimmi- Kolleginnen und Kollegen, den Politikern, die eine wachsende Anzahl von Muslimen ins Land pumpen. Dies scheint geradezu scheinheilig: Während Seidenfaden durch seine Mitgliedschaft des Bilderberg Clubs und der Trilateralen Kommission "Rockefeller "gute" multikulturelle Beratung gibt, setzen diese Politiker die Beratung in die Praxis um und versuchen dann, die Schuld anderen zuzuschieben, während sie die ganze Zeit schwere Straf-Gesetze gegen Islam-Kritik einführen. Diese berechnete Speichelleckerei - mit der Zahlung enormer Summen als Schutzgelder an die einwandernden Muslime gekoppelt - ist ein Jahrtausende altes Phänomen, wo der Islam seine Terror-Herrschaft verbreitet: Dhimmi-Wesen - als "politische Korrektheit" verkleidet.
Wie einige von Ihnen sich erinnern werden, berichtete dieses Blog am 3. November 2009, wie im Jahr 1975 ein dänisches Parlamentsmitglied und 2009 Tony Blairs Redenschreiber erzählten, die Sozialdemokraten wollen die alte Gesellschaft durch muslimische Masseneinwanderung umstürzen. Fast jeder von uns ist dafür manipuliert und von den Linken einer Gehirnwäsche unterzogen worden, und zwar durch die Mental-Hygiene/die 68er-Revolution, die unser Bollwerk gegen Ideologien: die Gebote Christi, entfernten und uns im Namen des Werkzeugs der Neuen Weltordnung, der politischen Korrektheit, zu guten Dhimmis gemacht haben. Dadurch wurde die Mehrheit von uns dem Islam und seiner Gewalt bedingungslos unterworfen, wobei Schutz-Tribut gezahlt wird, um zu versuchen, islamische Übergriffe zu vermeiden. Mit polizeilicher Hilfe rechnet kaum jemand mehr. Ich habe früher schon über das politische Dhimmi-Wesen im Westen und hier geschrieben.
Muslimische Armee (kaum zeitentsprechende Trachten) ausserhalb von Paris 730-32 - bevor Karl Martell sie 732 bei Poitiers stoppte. Die Muslims drangen immer wieder in Frankreich hinein und machten Räuberzüge in einem schwachen Europa, wo sie töteten, plünderten und viele Sklaven für ihre Armee und Harems zurückbrachten (Bat Ye´or, Eurabia 2005). Sie mussten auch von Karl dem Grossen und seinem Sohn, Ludwig dem Frommen, vom Leben gehalten werden werden.
Beim Schreiben über Dhimmi-Sklaven wollen wir die Speichelleckerei des ehemaligen britischen Premierministers, Tony Blair, 2006, nicht vergessen: "Das, was am meisten auffällt, wenn man den Koran liest - sofern er vom ursprünglichen Arabischen übersetzt werden kann - ist zu verstehen, wie fortschrittlich er ist.
Ich spreche als Mitglied eines anderen Glaubens mit grosser Sanftmut und Demut. Ich bin nicht befähigt irgendein Urteil zu machen. Aber als Aussenstehender schlägt mich der Koran als ein reformierendes Buch, das versucht, Judentum und Christentum zu ihren Ursprüngen zurückzuführen, eher wie es die Reformatoren Jahrhunderte später mit der christlichen Kirche versuchten. Er (der Koran) schliesst ein. Er erhebt Wissenschaft und Wissen in die Wolken und verabscheut Aberglauben. Er ist praktisch und hinsichtlich der Einstellung zur Regierungsführung und zu den Frauen und der Ehe seiner Zeit weit voraus."
Er fügte hinzu, unter der Anleitung des Korans wäre die Verbreitung des Islam und seine Herrschaft über frühere christliche Länder "atemberaubend".
"Über die Jahrhunderte gründete er ein Imperium, das die Welt in Entdeckung, Kunst und Kultur leitete. Wenn wir auf das Mittelalter zurückblicken, waren die Bannerträger der Toleranz in jener Zeit viel wahrscheinlicher in muslimischen als in christlichen Ländern zu finden."
Bat Yeór (Eurabia 2005) meint das Gegenteil!
I. The Telegraph 27 Febr. 2010 Der britische Labour-Umweltminister, Jim Fitzpatrick (links) sagt, dass radikale Muslime dabei seien, die britischen Parteien zu infiltrieren und ihre Leute an die Macht wählen lassen. "Sie sind völlig im Widerspruch zum Programm der Labour Party, mit unserer Unterstützung für den Säkularismus." Kommentar: Er und seine Partei haben die Muslime selbst hergeholt
Z. B. das machtvolle Islamische Forum in Europa (IFE), das die Scharia haben will und sagt, dass Europa und das Vereinigte Königreich zu einem muslimischen Staat gemacht werden solle, hat nun die Macht in Tower Hamlets inne und hat mehr als 10 Millionen Pfund an Steuergeldern erhalten. Lutfur Rahman ist der heutige Leiter des Rates in Tower Hamlets. Er mobbte den weißen Chef-Direktor des Rates aus. Das IFE organisierte Treffen mit Extremisten, darunter Taliban-Verbündeten, einem Mann, der von der US-Regierung als "nicht angeklagter Mitverschwörer" der Bombenlegung im World Trade Center 1993 bezeichnet wird, und einem Mann, gegen den das FBI wegen seiner Verbindungen zu den Anschlägen vom 11. September ermittelt.
Moderate Muslime in London erzählen, wie das IFE und ihre Verbündeten ihre Hardliner-Ansichten über den Rest der Gemeinde durchsetzen und Verhaltensweisen, die sie für "un-islamisch" halten, bremsen. Die Besitzerin eines Partnervermittlungs-Büros erhielt eine drohende E-Mail von einem IFE-Aktivisten, mit einer Verwarnung, das Büro zu schliessen.
Seitdem Herr Rahman Führer ist, wurden mehr Rats-Zuschüsse an eine Reihe von Organisationen bewilligt, die, wie unsere Untersuchung ergab, mit dem IFE eng verbunden sind. Haushaltsmittel für andere, säkulare Gruppen wurden gekürzt oder weggeschnitten. 73.000 Muslims leben in Tower Hamlets/Ost-London.
In den Niederlanden steht nun das gleiche Erlebnis in u.a. Enschede und Helmond bevor: Die Arbeiterpartei wird nach den Kommunalwahlen die Einwandererpartei - indem geprobte einheimische sozialdemokratische Politiker ihre Plätze in grossem Umfang an Einwanderer verloren! Allerdings war der große Gewinner Geert Wilders, der möglicherweise eines Tages Ministerpräsident der Niederlande wird. Laut dem "Spiegel" macht dies deutschen Zeitungen wie der Süddeutschen Zeitung und "Die Welt" grosse Sorgen, weil sie befürchten, dass dieser "Populist" (das schlimmste Schimpfwort, das deutsche Dhimmi-Medien kennen, weil die Gefühle des Volkes zu unterdrücken sind) auch Deutschland bald anstecken könnte. Denn Wilders steht für den Willen der einheimischen europäischen Bevölkerungen, die sehen, wie die Entwicklung in der falschen Richtung geht. Diese Zeitungen erwarten daher künftig schwere Zeiten für Deutschland und Europa.
II. The Telegraph 1 March 2010: Der Aktivist, Azad Ali wurde von der Londoner Polizei als vertrauenswürdiger Gesprächspartner akzeptiert. Das Korps, vereinbarte auch , ihm Informationen über kommende Anti-Terror-Razzien zu geben!! Herr Ali unterzeichnete als der damalige Vorsitzende des Muslim Safety Forum - einer Einrichtung, die mit dem fundamentalistischen Islamic Forum of Europe (IFE) eng verbunden ist - den Vertrag, von dem eine Kopie von der "Daily Telegraph" gesehen wurde.
Es wurde von der Polizei als legitime Institution akzeptiert. Die Vereinbarung vom Dezember 2006 und persönlich von Herrn Ali und Sir Ian Blair, dem Kommissar der Londoner Polizei zu der Zeit, unterzeichnet, erklärt: "Der Kommissar wird das MSF als das wichtigste Gremium in Bezug auf die muslimische Gemeinschaft, Sicherheit und Geborgenheit anerkennen." Sir Ian oder sein Stellvertreter verpflichtete sich, Herrn Ali und das MSF mindestens zweimal im Jahr zu treffen, sowie monatliche Sitzungen mit dem MSF “wann auch immer möglich” im New Scotland Yard oder in anderen geeigneten Räumlichkeiten zu halten. Chefs der Londoner Polizei, einschließlich des Anti-Terror-Kommandanten, verpflichteten sich auch dazu, MSFs eigenen Sitzungen "wenn möglich" beizuwohnen. Sowohl der derzeitige Leiter des Anti-Terror-Korps, Commander Shaun Sawyer, als auch sein Vorgänger, Commander Bob Quick, den das MSF als einen "engen Partner" beschrieb, trafen sich regelmäßig mit dem MSF. Die Vereinbarung besagt, dass die Londoner Polizei und das MSF "das MSF als Beratungsgremium nutzen wollen, um Politik oder Praxis zu formulieren."
Der Arbeitsgang enthielt Terrorismusbekämpfung und "Islamophobie". Herr Ali war der MSF-Leiter für Bekämpfung des Terrorismus. Im Zuge der Kontroverse über die gescheiterten Terroristen-Festnahmen in Forest Gate im Sommer 2006, vereinbarte die Londoner Polizei auch, ein vier-köpfiges Gremium mit dem MSF einzurichten, um der muslimischen Gemeinschaft eine Möglichkeit anzubieten, die Informationen zu kommentieren, die die Polizei über einen Verdächtigen hat, ob sie zu dünn seien, sowie über die Folgen einer Razzia für die Beziehungen zur Öffentlichkeit auszusagen. Herr Ali war Mitglied der Kratos Prüfgruppe, die die Reaktion der Londoner Polizei auf Selbstmordattentate prüfen sollte.
Allerdings hat Herr Ali, der auch ein hoher Beamter des IFE ist, ein starkes Führungszeugnis des Extremismus. Im vergangenen Jahr, als er MSF-Schatzmeister geworden war, wurde er seines Jobs als Beamten enthoben, nachdem er Abdullah Azzam, Osama bin Ladens wichtigsten Mentor, lobte. In seinem Blog auf der Website des IFE, beschrieb er Azzam als einen der "wenigen Muslime, die das Verständnis des Begriffs des Dschihad in seiner umfassenden Herrlichkeit fördert, und zwar als eine Doktrin der "Selbstreinigung" und des "Krieges”. Er zitierte daraufhin den Sohn Azzams anerkennend wegen der Aussage: "Wenn ich einen US-amerikanischen oder britischen Mann in der Uniform eines Soldaten im Irak sehe, würde ich ihn töten, denn das ist meine Pflicht … Ich respektiere dies als Haupt-Anweisung meiner Religion für den Dschihad."
III. Politiken 26. Febr. 2010: Als die erste Zeitung hat "Politiken" (DK) einen Vergleich über die Verletzung, die Muslimen im Jahr 2008 aufgrund des Nachdrucks der Zeitung der Mohammed-Karikaturen zugefügt wurde, gemacht. Die Schlichtung wurde zwischen "Politiken" und acht Organisationen der 94.923 Nachkommen des Propheten Muhammad erreicht und sei laut "Politikens Chef-Redakteur, Töger Seidenfaden, ein Beispiel dafür, dass der Dialog nützlich sei: "Die Schlichtung schaut nach vorn und drückt sehr vernünftige Ansichten aus. Sie kann dazu beitragen, einige der Spannungen, die sich als sehr zäh erwiesen haben, zu reduzieren.” Er äußerte die Hoffnung, dass die Beziehungen Dänemarks - und nicht zuletzt, die der dänischen Medien - zu der muslimischen Welt verbessert werden können. In der Schlichtung, schließt "Politiken" das Recht nicht aus, die Karikaturen nochmals zu bringen und entschuldigt sich nicht dafür, die Karikaturen gebracht zu haben, sondern für die Verletzung, die von einigen Muslimen empfunden wird.
"Es ist verrückt. Es gibt jeden Tag Verstöße in den Medien. So ist es es mit der freien Meinungsäußerung", sagte die Vorsitzende der Sozialdemokraten, Helle Thorning-Schmidt, unterstützt vom Vorsitzenden der Sozialistischen Volkspartei, Sövndal, der damit einverstanden ist, dass man "die Freiheit der Meinungsäußerung nicht verhandeln kann". Die Führerin der dänischen Volkspartei, Pia Kjaersgaard, 'findet keine Worte" dafür, wie absurd die Situation sei.
Es genügt, glaubt der saudische Anwalt der acht Organisationen. Seidenfaden links im Bild. Seine eigenen Journalisten greifen ihn nun wegen seines Kniefalls vor dem Islam an.
Kommentar
Man kann wegen der politischen Empörung über Seidenfaden's Kniefall vor dem Islam nur den Kopf schütteln : Effekthascherei! Die Politiker haben die verantwortungslose muslimische Masseneinwanderung aktiv erlaubt, gefördert und gewollt, die es den Muslimen ermöglicht, die Europäer zur Unterwerfung einzuschüchtern. Sie haben zur Rassismus-Gesetzgebung in scheusslichem Maße beigetragen- zB. zur Gesetzgebung des EU-Rahmenplans gegen Rassismus und Fremdenfurcht, der Gert Wilders mit der Aussicht auf 3 Jahre Gefängnis vors Gericht gebracht hat - weil er auf Film (Fitna) gezeigt hat, was Mohammed im Koran sagte – also nicht des Zeigens des Inhalts, sondern des Zeigens der unbequemen Wahrheit halber! Sie haben die EUMC, jetzt durch die FRA ersetzt, um unsere Abneigungen zu bespitzeln - sowie den Europäischen Haftbefehl erstellt, damit die Türkei unsere islamophoben Konten begleichen kann, wenn ihr erlaubt wird, der EU beizutreten. Diejenigen, die den großen bösen Wolf, in ministerialem Schafspelz verkleidet, durchschaut haben, sind zu wenig und ohne ehrliche politische Unterstützung, um den Wahnsinn stoppen zu können. Also, wer ist nun mehr zu verachten: Der Dhimmi, Töger Seidenfaden, der durch die Trilaterale Kommission und den Bilderberger Club Rockefeller "gute" multikulturelle Ratschläge gibt - oder "unsere" verräterischen Politiker, die dieselbe Beratung so geheim wie möglich ausführen und uns ihren Verrat nicht zu verraten wagen: den Euromediterranen Prozess und das Islamisierungs-Programm des dänischen Auswärtigen Amtes für Dänemark und Europa? Ebenso wenig, wie sie wagen, uns zu sagen, dass mit ihrer Zustimmung die EU dabei ist, 56 Mio. Muslime aus Afrika zzgl. ihrer Familien bis 2050 in die EU zu holen- trotz wiederholter Anfrage. Nun verstärkt die EU ihre Bemühungen, um gegen die Islamophobie im Internet vorzugehen.
Es ist alles ein großes Theater der Heuchelei, wobei sie den schwarzen Peter anderen zuschieben, um ihre eigene Gemeinheit zu vertuschen. Mein Vorschlag: Verschwenden Sie nicht Ihre Energie mit dem Islam. Nur diejenigen, die die Wahrheit über den Islam nicht wissen wollen, kennen sie nach der Mohammed-Karikaturen-Farce nicht - und der Islam kann nicht im Geringsten geändert werden. Verwenden Sie Ihre Energie auf das Enthüllen der Verräter, die die den Islam in unsere Länder hereinpumpen, sich aber hinter der Maske der Menschlichkeit im Namen der politischen Korrektheit - gegen uns Biester – verbergen!
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Dschihad,
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Freitag, 13. Juni 2008
Meuterei gegen al-Quaida
Lawrence Wright
Meuterei gegen al-Qaida
Von Urs Gehriger
Immer mehr Muslime wenden sich gegen al-Qaidas Terrorstrategie. Nicht der Westen, sondern muslimische Zivilisten seien Leidtragende der Gewalt. Die Sympathien für Bin Laden sinken. Pulitzerpreisträger Lawrence Wright sieht eine Rebellion von innen.
Grösste Zerreissprobe in der Geschichte von al-Qaida: Dr. Fadl, Ayman al-Zawahiri, Osama Bin Laden (von unten). Illustration: James Majowski
Am 2. Juni explodierte eine Bombe vor der dänischen Botschaft in Islamabad, mindestens ein halbes Dutzend Pakistaner starben. Am selben Tag ereignete sich ein Anschlag auf ein Polizeihauptquartier in Mosul, Nordirak. Kurz darauf ein Doppelanschlag in Algerien. Ein gewöhnlicher Anfang eines gewöhnlichen Monats im 21. Jahrhundert, könnte man meinen. Ausser dass der jüngsten Terrorserie eine ungewöhnliche Feststellung von CIA-Direktor Michael Hayden vorausging, der in einem seiner seltenen Interviews konstatierte, dass der Kampf gegen den Terror «ziemlich gut» verlaufe. Die Ideologie von al-Qaida habe gravierende Rückschläge erlitten. «Niemand mag al-Qaidas Zukunftsvision», so Haydens Kommentar, der unter Politikern und Journalisten sofort ungläubiges Kopfschütteln auslöste.
Längst sind die Zeiten vorbei, als man CIA-Befunden viel Beachtung schenkte. Doch Haydens Kommentare decken sich mit neusten Recherchen unabhängiger Terrorspezialisten in führenden US-Magazinen, die von einem Schisma unter den Gotteskämpfern sprechen. In der New Republic berichten Peter Bergen und Paul Cruickshank von einer «Dschihadisten-Revolte gegen Osama Bin Laden». Und im New Yorker konstatiert Pulitzerpreisträger Lawrence Wright in einer ausführlichen Analyse, der radikale Islam werde von einer «Rebellion von innen» erschüttert. Wright gilt als akribischer Rechercheur. Für sein preisgekröntes Standardwerk «Der Tod wird euch finden» war er fünf Jahre durch die halbe Welt gereist, hat 600 Interviews geführt, sprach mit Terroristen, Richtern und Geheimagenten. Eben ist er von einer neuen Recherche-Reise zurückgekehrt und berichtet im Gespräch mit der Weltwoche von einer «einmaligen Trendwende» unter den führenden Islamisten.
Lawrence Wright, was tut sich im Führungszirkel von al-Qaida?
Wir beobachten einen bislang einzigartigen Ideologiestreit. Einzigartig, weil sich die Debatte in der höchsten Etage der geistigen Führerschaft von al-Qaida abspielt. Das Führungsduo Osama Bin Laden und Ayman al-Zawahiri wird vom ideologischen Vordenker der Organisation herausgefordert, vom Ägypter Dr. Fadl.
Dr. Fadl werden ausserordentliche Fähigkeiten attestiert. Wer ist der ominöse Doktor?
Bei Dr. Fadl handelt es sich um einen Nom de Guerre. Dahinter versteckt sich Sayyid Imam al-Scharif, der erste Führer der ägyptischen Terrorgruppe al-Dschihad. Er gehörte zum Gründungsquartett von al-Qaida. Zusammen mit Bin Laden, Zawahiri und Abdullah Azzam rief er 1988 im nordwestpakistanischen Peschawar die Terrororganisation ins Leben und war danach Mitglied des Schura-Rats, der Führungszentrale von al-Qaida. Er ist Autor verschiedener Standardwerke, allen voran der «Grundlagen für die Bereitschaft zum Dschihad», die später zur eigentlichen «Verfassung» der al-Qaida wurde. Sie enthalten die Ideologie, die Ziele und die Mittel des bewaffneten Heiligen Krieges. Nach 9/11 wurde Dr. Fadl in Jemen verhaftet, später an Ägypten ausgeliefert, und danach ist er für Jahre in der Versenkung verschwunden.
Scheinbar aus dem Nichts wendet er sich plötzlich fundamental gegen seine Zöglinge. Das kommt einem vor, als ob Marx aus dem Grab gestiegen wäre, um Lenin den ideologischen Teppich unter den Füssen wegzuziehen.
So ist es. Seine Rolle als Pate des Islamismus kann nicht genug hoch eingeschätzt werden. Seine Schrift diente zur Indoktrinaion von Rekruten und zur Legitimierung ihrer Terrorstrategie. Zudem ist er ein Nachfahre des Propheten. Sein Angriff auf Bin Laden und Zawahiri ist verheerend.
Begonnen hat die Revolte mit einem Fax aus einem ägyptischen Gefängnis. Was stand darin?
Im Mai 2007 traf im Londoner Büro der arabischen Tageszeitung Asharq al-Awsat ein Fax ein, in dem Dr. Fadl sich fundamental gegen die Gewalt von al-Qaida wandte. Seine neue Position ist radikal: «Gott verbietet uns, Gewalt anzuwenden, sogar wenn die Feinde des Islam das auch tun», schrieb er wörtlich. Damit erteilte er der Gewaltstrategie al-Qaidas eine rigorose Absage. Nie in der zwanzigjährigen Geschichte der Terrororganisation ist sie vor einer derartigen internen Zerreissprobe gestanden wie jetzt.
Im vergangenen Dezember folgte der zweite Schlag. Dr. Fadl gab eine Streitschrift heraus und konfrontierte die Al-Qaida-Zentrale mit der delikaten Frage: «Was hat der Dschihad weltweit erreicht?»
Damit entblösste Dr. Fadl al-Qaida in ihrem Kern. Ihr erklärtes Hauptziel war es, die ausländischen Mächte aus dem Nahen Osten zu vertreiben. Das Gegenteil ist eingetroffen. Die USA sind in zwei muslimische
Staaten einmarschiert. Für die Muslime seien die Anschläge vom 11. September eine Katastrophe gewesen, konstatiert Dr. Fadl und fragt: «Was bringt es, wenn man ein Haus des Feindes zerstört und er dann ein islamisches Land zerstört?» Auch ihr zweites Ziel, die Tyrannenregierungen in der Region zu stürzten, hat al-Qaida nicht erreicht. Viele von ihnen sind im Gegenteil repressiver geworden und haben die Bewegung in die Defensive gedrängt. Kurz: Gemessen an den selbstgesetzten Zielen, ist al-Qaidas Strategie ein herber Misserfolg.
Welches ist der giftigste Pfeil, den Dr. Fadl auf das Al-Qaida-Führungsduo abschiesst?
Er stellt ihre theologische Autorität und Redlichkeit fundamental in Frage. Bin Laden und Zawahiri wirft er vor, die von ihm formulierte Ideologie für eigene Zwecke missbraucht zu haben. Wichtiger noch: Er formuliert die Regeln für den Dschihad neu und legt sie extrem eng aus. Nichts im Islam erlaube, sagt Dr. Fadl, dass das Ziel die Mittel heilige. Weder Christen noch Juden dürften umgebracht werden, ausser wenn sie Muslime aktiv angriffen. Ausserdem sei es unehrenhaft, wenn Muslime, die in nichtislamischen Staaten leben, ihre Gastgeber betrügen und attackieren. In dieser Hinsicht hätten die Attentäter von 9/11 ein verwerfliches Spiel getrieben.
Klerus kritisiert Bin Ladens Blutstrategie
Die Risse innerhalb von al-Qaida haben sich seit einiger Zeit abgezeichnet. In der letzten Ausgabe von The New Republic schildern die Terrorexperten Peter Bergen und Paul Cruickshank den Fall von Noman Benotman, einem ehemaligen Führer der Libyan Islamic Fighting Group. Er war einer der Ersten, die sich gegen den antiamerikanischen Dschihad ausgesprochen hatten. Im Jahr 2000 reiste er nach Afghanistan und mahnte Bin Laden, die Anschläge gegen die USA einzustellen. «Eine Operation habe ich noch, danach werde ich aufhören», beruhigte ihn Bin Laden in Referenz auf 9/11, wie sich später herausstellte. «Diese kann ich nicht abblasen, sonst werde ich die ganze Organisation demoralisieren.» Letzten Herbst rief Benotman seine alten Weggefährten in einem offenen Brief auf, dem Weg des Blutrauschs abzuschwören. «Wenn al-Qaida so weitermacht», warnte er, «wird sie in fünf Jahren total isoliert sein.» In den letzten Jahren regte sich der Widerstand zunehmend. 2004 geisselte Scheich Abu Muhammad al-Maqdisi die bestialische Köpfungsserie seines Zöglings Abu Mussab al-Sarkawi im Irak. Er wandte sich explizit gegen Selbstmordattentate und gab damit anderen religiösen Führern den Anlass, die Terrortaktiken neu zu prüfen. Die Grössen des islamischen Klerus standen eine nach der andern auf und kritisierten Bin Ladens Blutstrategie. Letztes Jahr stellte Scheich Salman al-Oadah, ein früherer Weggefährte Bin Ladens, den Al-Qaida-Chef vor laufender Fernsehkamera bloss. «Bruder Osama, wie viel Blut wurde vergossen? Wie viele unschuldige Kinder, Frauen und Alte wurden getötet, gemeuchelt und aus ihren Häusern vertrieben, und dies alles im Namen von al-Qaida?» Schliesslich verabschiedete der Grossmufti von Saudi-Arabien letzten Oktober eine Fatwa, die es der saudischen Jugend verbot, auf die Schlachtfelder des Dschihad zu reisen.
Zum Waterloo für al-Qaida hat sich der Irak entwickelt. Ende 2006 erhoben sich die Stammesführer gegen die sinnlose Gewalt, die fast ausschliesslich irakische Zivilisten traf. Mehr als 10 000 Iraker sind ihrem Blutrausch zum Opfer gefallen. Ende letzten Jahres hatten sich die meisten Sunniten, die einst mit al-Qaida paktierten, von den Gotteskämpfern Bin Ladens abgewandt. Rund 80 000 ehemalige Aufständische verbündeten sich sogar mit dem Erzfeind USA. Doch auch jenseits des Irak sind die Sympathien für al-Qaida im Sinkflug begriffen. Jüngste Umfragen zeigen massive Einbussen überall dort, wo ihr Terror die Türschwelle der Bevölkerung erreicht hat. In Saudi-Arabien, einst Hochburg der Al-Qaida-Anhänger, ist die Zustimmungsrate auf 10 Prozent geschrumpft. Im Nordwesten Pakistans, einem traditionellen Biotop für die Terrororganisation, ist die Anhängerschaft von 70 auf 4 Prozent gefallen. Auch unter den Muslimen in «Londonistan» ist die Unterstützung für Gewaltakte gegen Zivilisten nach dem Bombenanschlag in der britischen Hauptstadt 2005 dramatisch gefallen.
Was setzt die Al-Qaida-Zentrale den massiert auflaufenden Kritikern entgegen?
Sie wurde kalt erwischt. Für eine ideologische Debatte ist das Führungsduo Bin Laden/Zawahiri schlecht gerüstet. Mit
einer Serie von Video- und Audiobotschaften versuchen sie, den Imageschaden einzudämmen. Zawahiri verfasste gar eine 200-seitige Replik, in der er Dr. Fadl als Abtrünnigen diffamiert. Doch er hat ein Problem: Dr. Fadl ist die Autorität. Er hat das geistige Fundament von al-Qaida gesetzt. Er hat ein ausserordentlich gutes Gedächtnis und eine exzellente Kenntnis von Koran und Hadith. Als Gelehrter ist er Zawahiri um Welten überlegen.
Welche Argumente führt das Führungsduo gegen Dr. Fadl ins Feld?
Zawahiri versucht von eigenen Fehlern abzulenken, indem er auf die Fehler anderer verweist. Er wirft seinen Kritikern vor, mit zweierlei Ellen zu messen. «Schaut doch die Hamas an, die töten auch Zivilisten mit ihren Raketenangriffen auf Israel. Warum kritisiert ihr die nicht?» Diese Argumentation klingt weinerlich und verzweifelt, zudem ist sie riskant, denn sie entblösst seine ideologische Schwäche. Selbst jene, die sie bisher nicht erkannt haben, werden nun darauf aufmerksam. Auf einer Dschihad-Website hat Zawahiri eine Art «Dorfversammlung» initiiert, bei der er online Fragen aus dem Volk beantwortet. Was er dort von Anhängern zu hören bekommt, ist ernüchternd. «Entschuldigen Sie mich, Herr Zawahiri, aber wer ist es, der mit Ihrem Segen getötet wird?», meldete sich ein Al-Qaida-Mitglied im April zu Wort. «Die Unschuldigen in Bagdad, Marokko und Algerien? Das soll Dschihad sein?»
Auch Bin Laden meldete sich jüngst via Audiobotschaft zu Wort. Er scheint plötzlich das Schicksal der Palästinenser für sich entdeckt zu haben. Welche Taktik verfolgt er damit?
Für Bin Laden war Israel lange bloss der kleinere Teil der Juden-Kreuzfahrer-Allianz. Keinen einzigen Anschlag hat er je gegen den jüdischen Staat lanciert. Nun, da seine Organisation im Irak ums Überleben kämpft, fordert er seine Kämpfer auf, nach Palästina weiterzuziehen. Die meisten Palästinenser haben al-Qaida jedoch von Beginn weg abgelehnt. Die meisten wissen, dass Bin Laden ihr Schicksal für eigene Zwecke missbraucht. Sie möchten nie Teil einer von al-Qaida beherrschten Entität sein. In Wahrheit will Bin Laden gar nicht, dass der palästinensisch-israelische Konflikt gelöst wird. Er ist für ihn eine grosse Rekrutierungsquelle. Wenn der Konflikt morgen gelöst würde, bräche Bin Laden vor Zorn in Tränen aus.
Ist al-Qaida bald am Ende?
Sie steckt in einer philosophischen Debatte, auf die sie schlecht vorbereitet ist. Das heisst nicht, dass al-Qaida tot ist oder auf dem Totenbett liegt. Doch die Revolte stürzt al-Qaida in eine extrem kritische Lage. Es ist schwierig, sie weiterhin als religiöse Bewegung zu bezeichnen. Sie finanziert sich durch Drogengelder, Kidnappings, durch Öldiebstahl. Diese Aktivitäten sind jenen des Mobs ähnlich. Es ist einzig Bin Laden, der mit seinem mythischen Charisma die wahre Verfassung seiner Organisation noch etwas zu verschleiern vermag.
Kaum Kontakt zur Zentrale
Über die Bedeutung der Meuterei gegen die Al-Qaida-Zentrale und ihre Folgen für den Westen gehen die Einschätzungen westlicher Experten auseinander. Bruce Hoffman, Professor für Sicherheitsstudien an der Georgetown University, sieht in der von Dr. Fadl entfachten Ideologiedebatte einen Sturm, der nicht über die Zentrale hinausgeht. Er warnt: «Aus der Wurmperspektive des einfachen Islamisten entlang der afghanisch-pakistanischen Grenze laufen die Dinge so gut wie schon lange nicht mehr.» Die pakistanische Regierung sei bloss ein halbherziger Gegner. Die Zahl der Selbstmordattentate nehme zu, was von einem nichtversiegenden Reservoir an Todeskriegern zeuge. Sogar im Irak reisse die Terrorwelle nicht wirklich ab.
Viele al-Qaida-inspirierte Gruppen, die kaum in Kontakt mit der Zentrale stünden, seien neu aus dem Boden geschossen, sagt Walid Phares, Analyst an der Foundation for Defense of Democracies. Zwar habe man al-Qaida auf den grossen Schlachtfeldern eingedämmt. Von Pakistan durch das Subsahara-Plateau bis nach Europa und Amerika seien jedoch Zellen imstande zuzuschlagen. «Gegen die westliche Militärmaschinerie haben sie keine Chance, aber die Organisation ist noch am Leben, wichtiger noch, sie zeugt immer neue Babys.» Und Phares gibt zu bedenken, dass die namhaften Dissidenten trotz ihrer heftigen Kritik an der Zentrale noch längst keine Freunde des Westens seien. «Ihr Weltbild sei ein islamistisches, ihre Feinde sind wir.» Selbst wenn Bin Laden an Flughöhe verliere, heisse dies nicht, dass die liberalen Demokratien den Krieg der Ideen gewinnen werden.
Ausserdem, so der Tenor der mahnenden Stimmen, habe die Al-Qaida-Zentrale ein einfaches Rezept gegen die wachsende Kritik. Sie müsse einfach weniger Muslime und mehr Christen und Juden umbringen. Dafür brauche es nicht Millionen von Anhängern. Eine kleine Zahl von frustrierten und verlorenen Seelen genüge, warnt der Bin-Laden-Spezialist Peter Bergen. Dennoch glaubt er, dass der Aufstand innerhalb von al-Qaida den Westen sicherer macht. Er vergleicht die aktuelle Situation mit der Lage nach der Schlacht von El Alamein 1942, die Churchill als Wendepunkt im Zweiten Weltkrieg bezeichnete: «Dies ist nicht das Ende», so der britische Premier damals. «Es ist nicht einmal der Anfang vom Ende. Aber es ist, vielleicht, das Ende des Anfangs.»
Lawrence Wright, die Terrorserie reisst nicht ab, die Kommandozentrale al-Qaidas ist nach wie vor intakt, die Islamisten verfügen über genügend Rückzugsgebiete. Könnte sich die Revolte gegen Bin Laden als Sturm im Wasserglas erweisen?
Al-Qaida wird ihren Terror fortsetzen, kein Zweifel, doch niemand kann ihre Philosophie mehr ernst nehmen. Die Organisation hat nichts vorzuweisen ausser Blut und Elend. Ihre Ideologie wurde aus verrotteten intellektuellen Fragmenten – falsche Interpretationen von Religion und Geschichte – zusammengezimmert. Dr. Fadls Manifest hat dies schonungslos entlarvt. Vor einigen Wochen war ich in Alexandria zu Besuch bei Karam Zuhdi, einem ehemaligen Islamistenführer. «Nur was den Leuten Fortschritt bringt, bleibt bestehen», zitierte er den Propheten Mohammed. «Gewalt anzuwenden, ist sehr einfach. Frieden zu bauen, dagegen eine wahre Herausforderung.»
Hat der Ideologiestreit in der Zentrale überhaupt einen Einfluss auf das Al-Qaida-Fussvolk?
Die Menschen strömen al-Qaida aus verschiedenen Gründen zu. Es gibt Nihilisten, die aus Abenteuerlust, Rachegelüsten, Langeweile dabei sind, sie werden sich von der ideologischen Richtungsdebatte nicht beeinflussen lassen. Aber es gibt viele, die sich aus tief religiösen Gefühlen dem Terror verschrieben haben. Unter ihnen sorgt die Richtungsdebatte für Verunsicherung. Gewissheit, ideologisch auf dem richtigen Weg zu sein, ist zwingend für viele Extremisten. Die Debatte wird möglicherweise potenzielle radikale Akteure von Taten abhalten.
Wie wichtig ist die Eindämmung von al-Qaida im Irak?
Entscheidend. Sollte al-Qaida das Blatt erneut wenden und wieder an Boden gewinnen, wäre dies fatal. Ich persönlich befinde mich in einer unangenehmen Lage. Ich war gegen den Krieg. Mit dem Einmarsch im Irak haben die USA den Kampf gegen al-Qaida verlängert. Im November/Dezember 2001 war al-Qaida tödlich geschwächt. In internen Memoranda konstatierte die Organisation, achtzig Prozent ihrer Mitglieder seien gefangen oder getötet worden. Der Rest war in zahlreichen Ländern verstreut und nicht mehr imstande, miteinander zu kommunizieren. Al-Qaidas Schicksal war beinahe besiegelt, dann wurde Bin Ladens Truppe durch den Krieg im Irak zu neuem Leben erweckt. Doch jetzt müssen wir im Irak den Antiguerillakampf fortsetzen, bis sich die irakischen Sicherheitstruppen stark genug fühlen, das Land zu kontrollieren. Ziehen die USA zu früh ab und hinterlassen ein Chaos, entspräche dies exakt dem, was al-Qaida sich wünscht.
Der Zwist innerhalb von al-Qaida scheint dem Westen eine Chance zu eröffnen, seine Strategie zu überdenken. Was empfehlen Sie?
Das ist nun die zentrale Frage. Man kann nicht mit al-Qaida diskutieren, dafür sind ihre Positionen zu radikal. Ich glaube, die pakistanische Regierung macht einen strategischen Fehler, wenn sie versucht, mit den Islamisten einen Waffenstillstand auszuhandeln. Al-Qaida und die Taliban werden sich nicht in religiös-politische Parteien verwandeln. Aber es ist eine gute Zeit für den Westen, Freundschaftsgesten gegenüber der muslimischen Welt zu machen. Es war beispielsweise ein Fehler, dass eine Reihe von dänischen Zeitungen die Mohammed-Karikaturen jüngst erneut abgedruckt haben. Ich hatte den Erstabdruck unterstützt. Ich bin ein Reporter, meine Arbeit basiert auf dem Prinzip der Pressefreiheit. Sie ist elementar für die Gesundheit der Gesellschaft. Aber ein Zweitabdruck war unnötig und unweise.
Was können die liberalen Demokratien tun?
Es gibt nicht viel, was wir beitragen können, um die muslimische Welt zu ändern. Sie muss sich selbst von innen heraus reformieren. Das Beste, was wir seit 9/11 geleistet haben, ist der grossartige Wahlkampf der letzten Monate. Auf meiner Reise durch muslimische Länder war ich fasziniert, wie gebannt die Leute die Debatten zwischen Clinton, Obama und McCain verfolgten. Sie sind ein Exempel für etwas, das den Muslimen vorenthalten wird: die Möglichkeit, ihre Regierungen auszuwechseln und ihre Länder zu reformieren. Amerika zeigt sich hier von seiner besten Seite. Wir sprechen in offenem Wettbewerb darüber, wer wir sind und wohin wir wollen. Dies ist die konstruktivste Antwort, die wir den Fanatikern geben können.
Lawrence Wright, 61, ist Schriftsteller und Journalist. 2007 gewann der Amerikaner den Pulitzer-Preis für sein Sachbuch über 9/11 «Der Tod wird euch finden» (Spiegel-Verlag).
Meuterei gegen al-Qaida
Von Urs Gehriger
Immer mehr Muslime wenden sich gegen al-Qaidas Terrorstrategie. Nicht der Westen, sondern muslimische Zivilisten seien Leidtragende der Gewalt. Die Sympathien für Bin Laden sinken. Pulitzerpreisträger Lawrence Wright sieht eine Rebellion von innen.
Grösste Zerreissprobe in der Geschichte von al-Qaida: Dr. Fadl, Ayman al-Zawahiri, Osama Bin Laden (von unten). Illustration: James Majowski
Am 2. Juni explodierte eine Bombe vor der dänischen Botschaft in Islamabad, mindestens ein halbes Dutzend Pakistaner starben. Am selben Tag ereignete sich ein Anschlag auf ein Polizeihauptquartier in Mosul, Nordirak. Kurz darauf ein Doppelanschlag in Algerien. Ein gewöhnlicher Anfang eines gewöhnlichen Monats im 21. Jahrhundert, könnte man meinen. Ausser dass der jüngsten Terrorserie eine ungewöhnliche Feststellung von CIA-Direktor Michael Hayden vorausging, der in einem seiner seltenen Interviews konstatierte, dass der Kampf gegen den Terror «ziemlich gut» verlaufe. Die Ideologie von al-Qaida habe gravierende Rückschläge erlitten. «Niemand mag al-Qaidas Zukunftsvision», so Haydens Kommentar, der unter Politikern und Journalisten sofort ungläubiges Kopfschütteln auslöste.
Längst sind die Zeiten vorbei, als man CIA-Befunden viel Beachtung schenkte. Doch Haydens Kommentare decken sich mit neusten Recherchen unabhängiger Terrorspezialisten in führenden US-Magazinen, die von einem Schisma unter den Gotteskämpfern sprechen. In der New Republic berichten Peter Bergen und Paul Cruickshank von einer «Dschihadisten-Revolte gegen Osama Bin Laden». Und im New Yorker konstatiert Pulitzerpreisträger Lawrence Wright in einer ausführlichen Analyse, der radikale Islam werde von einer «Rebellion von innen» erschüttert. Wright gilt als akribischer Rechercheur. Für sein preisgekröntes Standardwerk «Der Tod wird euch finden» war er fünf Jahre durch die halbe Welt gereist, hat 600 Interviews geführt, sprach mit Terroristen, Richtern und Geheimagenten. Eben ist er von einer neuen Recherche-Reise zurückgekehrt und berichtet im Gespräch mit der Weltwoche von einer «einmaligen Trendwende» unter den führenden Islamisten.
Lawrence Wright, was tut sich im Führungszirkel von al-Qaida?
Wir beobachten einen bislang einzigartigen Ideologiestreit. Einzigartig, weil sich die Debatte in der höchsten Etage der geistigen Führerschaft von al-Qaida abspielt. Das Führungsduo Osama Bin Laden und Ayman al-Zawahiri wird vom ideologischen Vordenker der Organisation herausgefordert, vom Ägypter Dr. Fadl.
Dr. Fadl werden ausserordentliche Fähigkeiten attestiert. Wer ist der ominöse Doktor?
Bei Dr. Fadl handelt es sich um einen Nom de Guerre. Dahinter versteckt sich Sayyid Imam al-Scharif, der erste Führer der ägyptischen Terrorgruppe al-Dschihad. Er gehörte zum Gründungsquartett von al-Qaida. Zusammen mit Bin Laden, Zawahiri und Abdullah Azzam rief er 1988 im nordwestpakistanischen Peschawar die Terrororganisation ins Leben und war danach Mitglied des Schura-Rats, der Führungszentrale von al-Qaida. Er ist Autor verschiedener Standardwerke, allen voran der «Grundlagen für die Bereitschaft zum Dschihad», die später zur eigentlichen «Verfassung» der al-Qaida wurde. Sie enthalten die Ideologie, die Ziele und die Mittel des bewaffneten Heiligen Krieges. Nach 9/11 wurde Dr. Fadl in Jemen verhaftet, später an Ägypten ausgeliefert, und danach ist er für Jahre in der Versenkung verschwunden.
Scheinbar aus dem Nichts wendet er sich plötzlich fundamental gegen seine Zöglinge. Das kommt einem vor, als ob Marx aus dem Grab gestiegen wäre, um Lenin den ideologischen Teppich unter den Füssen wegzuziehen.
So ist es. Seine Rolle als Pate des Islamismus kann nicht genug hoch eingeschätzt werden. Seine Schrift diente zur Indoktrinaion von Rekruten und zur Legitimierung ihrer Terrorstrategie. Zudem ist er ein Nachfahre des Propheten. Sein Angriff auf Bin Laden und Zawahiri ist verheerend.
Begonnen hat die Revolte mit einem Fax aus einem ägyptischen Gefängnis. Was stand darin?
Im Mai 2007 traf im Londoner Büro der arabischen Tageszeitung Asharq al-Awsat ein Fax ein, in dem Dr. Fadl sich fundamental gegen die Gewalt von al-Qaida wandte. Seine neue Position ist radikal: «Gott verbietet uns, Gewalt anzuwenden, sogar wenn die Feinde des Islam das auch tun», schrieb er wörtlich. Damit erteilte er der Gewaltstrategie al-Qaidas eine rigorose Absage. Nie in der zwanzigjährigen Geschichte der Terrororganisation ist sie vor einer derartigen internen Zerreissprobe gestanden wie jetzt.
Im vergangenen Dezember folgte der zweite Schlag. Dr. Fadl gab eine Streitschrift heraus und konfrontierte die Al-Qaida-Zentrale mit der delikaten Frage: «Was hat der Dschihad weltweit erreicht?»
Damit entblösste Dr. Fadl al-Qaida in ihrem Kern. Ihr erklärtes Hauptziel war es, die ausländischen Mächte aus dem Nahen Osten zu vertreiben. Das Gegenteil ist eingetroffen. Die USA sind in zwei muslimische
Staaten einmarschiert. Für die Muslime seien die Anschläge vom 11. September eine Katastrophe gewesen, konstatiert Dr. Fadl und fragt: «Was bringt es, wenn man ein Haus des Feindes zerstört und er dann ein islamisches Land zerstört?» Auch ihr zweites Ziel, die Tyrannenregierungen in der Region zu stürzten, hat al-Qaida nicht erreicht. Viele von ihnen sind im Gegenteil repressiver geworden und haben die Bewegung in die Defensive gedrängt. Kurz: Gemessen an den selbstgesetzten Zielen, ist al-Qaidas Strategie ein herber Misserfolg.
Welches ist der giftigste Pfeil, den Dr. Fadl auf das Al-Qaida-Führungsduo abschiesst?
Er stellt ihre theologische Autorität und Redlichkeit fundamental in Frage. Bin Laden und Zawahiri wirft er vor, die von ihm formulierte Ideologie für eigene Zwecke missbraucht zu haben. Wichtiger noch: Er formuliert die Regeln für den Dschihad neu und legt sie extrem eng aus. Nichts im Islam erlaube, sagt Dr. Fadl, dass das Ziel die Mittel heilige. Weder Christen noch Juden dürften umgebracht werden, ausser wenn sie Muslime aktiv angriffen. Ausserdem sei es unehrenhaft, wenn Muslime, die in nichtislamischen Staaten leben, ihre Gastgeber betrügen und attackieren. In dieser Hinsicht hätten die Attentäter von 9/11 ein verwerfliches Spiel getrieben.
Klerus kritisiert Bin Ladens Blutstrategie
Die Risse innerhalb von al-Qaida haben sich seit einiger Zeit abgezeichnet. In der letzten Ausgabe von The New Republic schildern die Terrorexperten Peter Bergen und Paul Cruickshank den Fall von Noman Benotman, einem ehemaligen Führer der Libyan Islamic Fighting Group. Er war einer der Ersten, die sich gegen den antiamerikanischen Dschihad ausgesprochen hatten. Im Jahr 2000 reiste er nach Afghanistan und mahnte Bin Laden, die Anschläge gegen die USA einzustellen. «Eine Operation habe ich noch, danach werde ich aufhören», beruhigte ihn Bin Laden in Referenz auf 9/11, wie sich später herausstellte. «Diese kann ich nicht abblasen, sonst werde ich die ganze Organisation demoralisieren.» Letzten Herbst rief Benotman seine alten Weggefährten in einem offenen Brief auf, dem Weg des Blutrauschs abzuschwören. «Wenn al-Qaida so weitermacht», warnte er, «wird sie in fünf Jahren total isoliert sein.» In den letzten Jahren regte sich der Widerstand zunehmend. 2004 geisselte Scheich Abu Muhammad al-Maqdisi die bestialische Köpfungsserie seines Zöglings Abu Mussab al-Sarkawi im Irak. Er wandte sich explizit gegen Selbstmordattentate und gab damit anderen religiösen Führern den Anlass, die Terrortaktiken neu zu prüfen. Die Grössen des islamischen Klerus standen eine nach der andern auf und kritisierten Bin Ladens Blutstrategie. Letztes Jahr stellte Scheich Salman al-Oadah, ein früherer Weggefährte Bin Ladens, den Al-Qaida-Chef vor laufender Fernsehkamera bloss. «Bruder Osama, wie viel Blut wurde vergossen? Wie viele unschuldige Kinder, Frauen und Alte wurden getötet, gemeuchelt und aus ihren Häusern vertrieben, und dies alles im Namen von al-Qaida?» Schliesslich verabschiedete der Grossmufti von Saudi-Arabien letzten Oktober eine Fatwa, die es der saudischen Jugend verbot, auf die Schlachtfelder des Dschihad zu reisen.
Zum Waterloo für al-Qaida hat sich der Irak entwickelt. Ende 2006 erhoben sich die Stammesführer gegen die sinnlose Gewalt, die fast ausschliesslich irakische Zivilisten traf. Mehr als 10 000 Iraker sind ihrem Blutrausch zum Opfer gefallen. Ende letzten Jahres hatten sich die meisten Sunniten, die einst mit al-Qaida paktierten, von den Gotteskämpfern Bin Ladens abgewandt. Rund 80 000 ehemalige Aufständische verbündeten sich sogar mit dem Erzfeind USA. Doch auch jenseits des Irak sind die Sympathien für al-Qaida im Sinkflug begriffen. Jüngste Umfragen zeigen massive Einbussen überall dort, wo ihr Terror die Türschwelle der Bevölkerung erreicht hat. In Saudi-Arabien, einst Hochburg der Al-Qaida-Anhänger, ist die Zustimmungsrate auf 10 Prozent geschrumpft. Im Nordwesten Pakistans, einem traditionellen Biotop für die Terrororganisation, ist die Anhängerschaft von 70 auf 4 Prozent gefallen. Auch unter den Muslimen in «Londonistan» ist die Unterstützung für Gewaltakte gegen Zivilisten nach dem Bombenanschlag in der britischen Hauptstadt 2005 dramatisch gefallen.
Was setzt die Al-Qaida-Zentrale den massiert auflaufenden Kritikern entgegen?
Sie wurde kalt erwischt. Für eine ideologische Debatte ist das Führungsduo Bin Laden/Zawahiri schlecht gerüstet. Mit
einer Serie von Video- und Audiobotschaften versuchen sie, den Imageschaden einzudämmen. Zawahiri verfasste gar eine 200-seitige Replik, in der er Dr. Fadl als Abtrünnigen diffamiert. Doch er hat ein Problem: Dr. Fadl ist die Autorität. Er hat das geistige Fundament von al-Qaida gesetzt. Er hat ein ausserordentlich gutes Gedächtnis und eine exzellente Kenntnis von Koran und Hadith. Als Gelehrter ist er Zawahiri um Welten überlegen.
Welche Argumente führt das Führungsduo gegen Dr. Fadl ins Feld?
Zawahiri versucht von eigenen Fehlern abzulenken, indem er auf die Fehler anderer verweist. Er wirft seinen Kritikern vor, mit zweierlei Ellen zu messen. «Schaut doch die Hamas an, die töten auch Zivilisten mit ihren Raketenangriffen auf Israel. Warum kritisiert ihr die nicht?» Diese Argumentation klingt weinerlich und verzweifelt, zudem ist sie riskant, denn sie entblösst seine ideologische Schwäche. Selbst jene, die sie bisher nicht erkannt haben, werden nun darauf aufmerksam. Auf einer Dschihad-Website hat Zawahiri eine Art «Dorfversammlung» initiiert, bei der er online Fragen aus dem Volk beantwortet. Was er dort von Anhängern zu hören bekommt, ist ernüchternd. «Entschuldigen Sie mich, Herr Zawahiri, aber wer ist es, der mit Ihrem Segen getötet wird?», meldete sich ein Al-Qaida-Mitglied im April zu Wort. «Die Unschuldigen in Bagdad, Marokko und Algerien? Das soll Dschihad sein?»
Auch Bin Laden meldete sich jüngst via Audiobotschaft zu Wort. Er scheint plötzlich das Schicksal der Palästinenser für sich entdeckt zu haben. Welche Taktik verfolgt er damit?
Für Bin Laden war Israel lange bloss der kleinere Teil der Juden-Kreuzfahrer-Allianz. Keinen einzigen Anschlag hat er je gegen den jüdischen Staat lanciert. Nun, da seine Organisation im Irak ums Überleben kämpft, fordert er seine Kämpfer auf, nach Palästina weiterzuziehen. Die meisten Palästinenser haben al-Qaida jedoch von Beginn weg abgelehnt. Die meisten wissen, dass Bin Laden ihr Schicksal für eigene Zwecke missbraucht. Sie möchten nie Teil einer von al-Qaida beherrschten Entität sein. In Wahrheit will Bin Laden gar nicht, dass der palästinensisch-israelische Konflikt gelöst wird. Er ist für ihn eine grosse Rekrutierungsquelle. Wenn der Konflikt morgen gelöst würde, bräche Bin Laden vor Zorn in Tränen aus.
Ist al-Qaida bald am Ende?
Sie steckt in einer philosophischen Debatte, auf die sie schlecht vorbereitet ist. Das heisst nicht, dass al-Qaida tot ist oder auf dem Totenbett liegt. Doch die Revolte stürzt al-Qaida in eine extrem kritische Lage. Es ist schwierig, sie weiterhin als religiöse Bewegung zu bezeichnen. Sie finanziert sich durch Drogengelder, Kidnappings, durch Öldiebstahl. Diese Aktivitäten sind jenen des Mobs ähnlich. Es ist einzig Bin Laden, der mit seinem mythischen Charisma die wahre Verfassung seiner Organisation noch etwas zu verschleiern vermag.
Kaum Kontakt zur Zentrale
Über die Bedeutung der Meuterei gegen die Al-Qaida-Zentrale und ihre Folgen für den Westen gehen die Einschätzungen westlicher Experten auseinander. Bruce Hoffman, Professor für Sicherheitsstudien an der Georgetown University, sieht in der von Dr. Fadl entfachten Ideologiedebatte einen Sturm, der nicht über die Zentrale hinausgeht. Er warnt: «Aus der Wurmperspektive des einfachen Islamisten entlang der afghanisch-pakistanischen Grenze laufen die Dinge so gut wie schon lange nicht mehr.» Die pakistanische Regierung sei bloss ein halbherziger Gegner. Die Zahl der Selbstmordattentate nehme zu, was von einem nichtversiegenden Reservoir an Todeskriegern zeuge. Sogar im Irak reisse die Terrorwelle nicht wirklich ab.
Viele al-Qaida-inspirierte Gruppen, die kaum in Kontakt mit der Zentrale stünden, seien neu aus dem Boden geschossen, sagt Walid Phares, Analyst an der Foundation for Defense of Democracies. Zwar habe man al-Qaida auf den grossen Schlachtfeldern eingedämmt. Von Pakistan durch das Subsahara-Plateau bis nach Europa und Amerika seien jedoch Zellen imstande zuzuschlagen. «Gegen die westliche Militärmaschinerie haben sie keine Chance, aber die Organisation ist noch am Leben, wichtiger noch, sie zeugt immer neue Babys.» Und Phares gibt zu bedenken, dass die namhaften Dissidenten trotz ihrer heftigen Kritik an der Zentrale noch längst keine Freunde des Westens seien. «Ihr Weltbild sei ein islamistisches, ihre Feinde sind wir.» Selbst wenn Bin Laden an Flughöhe verliere, heisse dies nicht, dass die liberalen Demokratien den Krieg der Ideen gewinnen werden.
Ausserdem, so der Tenor der mahnenden Stimmen, habe die Al-Qaida-Zentrale ein einfaches Rezept gegen die wachsende Kritik. Sie müsse einfach weniger Muslime und mehr Christen und Juden umbringen. Dafür brauche es nicht Millionen von Anhängern. Eine kleine Zahl von frustrierten und verlorenen Seelen genüge, warnt der Bin-Laden-Spezialist Peter Bergen. Dennoch glaubt er, dass der Aufstand innerhalb von al-Qaida den Westen sicherer macht. Er vergleicht die aktuelle Situation mit der Lage nach der Schlacht von El Alamein 1942, die Churchill als Wendepunkt im Zweiten Weltkrieg bezeichnete: «Dies ist nicht das Ende», so der britische Premier damals. «Es ist nicht einmal der Anfang vom Ende. Aber es ist, vielleicht, das Ende des Anfangs.»
Lawrence Wright, die Terrorserie reisst nicht ab, die Kommandozentrale al-Qaidas ist nach wie vor intakt, die Islamisten verfügen über genügend Rückzugsgebiete. Könnte sich die Revolte gegen Bin Laden als Sturm im Wasserglas erweisen?
Al-Qaida wird ihren Terror fortsetzen, kein Zweifel, doch niemand kann ihre Philosophie mehr ernst nehmen. Die Organisation hat nichts vorzuweisen ausser Blut und Elend. Ihre Ideologie wurde aus verrotteten intellektuellen Fragmenten – falsche Interpretationen von Religion und Geschichte – zusammengezimmert. Dr. Fadls Manifest hat dies schonungslos entlarvt. Vor einigen Wochen war ich in Alexandria zu Besuch bei Karam Zuhdi, einem ehemaligen Islamistenführer. «Nur was den Leuten Fortschritt bringt, bleibt bestehen», zitierte er den Propheten Mohammed. «Gewalt anzuwenden, ist sehr einfach. Frieden zu bauen, dagegen eine wahre Herausforderung.»
Hat der Ideologiestreit in der Zentrale überhaupt einen Einfluss auf das Al-Qaida-Fussvolk?
Die Menschen strömen al-Qaida aus verschiedenen Gründen zu. Es gibt Nihilisten, die aus Abenteuerlust, Rachegelüsten, Langeweile dabei sind, sie werden sich von der ideologischen Richtungsdebatte nicht beeinflussen lassen. Aber es gibt viele, die sich aus tief religiösen Gefühlen dem Terror verschrieben haben. Unter ihnen sorgt die Richtungsdebatte für Verunsicherung. Gewissheit, ideologisch auf dem richtigen Weg zu sein, ist zwingend für viele Extremisten. Die Debatte wird möglicherweise potenzielle radikale Akteure von Taten abhalten.
Wie wichtig ist die Eindämmung von al-Qaida im Irak?
Entscheidend. Sollte al-Qaida das Blatt erneut wenden und wieder an Boden gewinnen, wäre dies fatal. Ich persönlich befinde mich in einer unangenehmen Lage. Ich war gegen den Krieg. Mit dem Einmarsch im Irak haben die USA den Kampf gegen al-Qaida verlängert. Im November/Dezember 2001 war al-Qaida tödlich geschwächt. In internen Memoranda konstatierte die Organisation, achtzig Prozent ihrer Mitglieder seien gefangen oder getötet worden. Der Rest war in zahlreichen Ländern verstreut und nicht mehr imstande, miteinander zu kommunizieren. Al-Qaidas Schicksal war beinahe besiegelt, dann wurde Bin Ladens Truppe durch den Krieg im Irak zu neuem Leben erweckt. Doch jetzt müssen wir im Irak den Antiguerillakampf fortsetzen, bis sich die irakischen Sicherheitstruppen stark genug fühlen, das Land zu kontrollieren. Ziehen die USA zu früh ab und hinterlassen ein Chaos, entspräche dies exakt dem, was al-Qaida sich wünscht.
Der Zwist innerhalb von al-Qaida scheint dem Westen eine Chance zu eröffnen, seine Strategie zu überdenken. Was empfehlen Sie?
Das ist nun die zentrale Frage. Man kann nicht mit al-Qaida diskutieren, dafür sind ihre Positionen zu radikal. Ich glaube, die pakistanische Regierung macht einen strategischen Fehler, wenn sie versucht, mit den Islamisten einen Waffenstillstand auszuhandeln. Al-Qaida und die Taliban werden sich nicht in religiös-politische Parteien verwandeln. Aber es ist eine gute Zeit für den Westen, Freundschaftsgesten gegenüber der muslimischen Welt zu machen. Es war beispielsweise ein Fehler, dass eine Reihe von dänischen Zeitungen die Mohammed-Karikaturen jüngst erneut abgedruckt haben. Ich hatte den Erstabdruck unterstützt. Ich bin ein Reporter, meine Arbeit basiert auf dem Prinzip der Pressefreiheit. Sie ist elementar für die Gesundheit der Gesellschaft. Aber ein Zweitabdruck war unnötig und unweise.
Was können die liberalen Demokratien tun?
Es gibt nicht viel, was wir beitragen können, um die muslimische Welt zu ändern. Sie muss sich selbst von innen heraus reformieren. Das Beste, was wir seit 9/11 geleistet haben, ist der grossartige Wahlkampf der letzten Monate. Auf meiner Reise durch muslimische Länder war ich fasziniert, wie gebannt die Leute die Debatten zwischen Clinton, Obama und McCain verfolgten. Sie sind ein Exempel für etwas, das den Muslimen vorenthalten wird: die Möglichkeit, ihre Regierungen auszuwechseln und ihre Länder zu reformieren. Amerika zeigt sich hier von seiner besten Seite. Wir sprechen in offenem Wettbewerb darüber, wer wir sind und wohin wir wollen. Dies ist die konstruktivste Antwort, die wir den Fanatikern geben können.
Lawrence Wright, 61, ist Schriftsteller und Journalist. 2007 gewann der Amerikaner den Pulitzer-Preis für sein Sachbuch über 9/11 «Der Tod wird euch finden» (Spiegel-Verlag).
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