Dienstag, 11. Mai 2010

Politische Psychiatriesierung

von E2200 @ 2008-07-27 – 16:04:02

Diagnose 'Totalschaden' - doch bei wem?
Die Psychiatrie, die sich selbst als Teilbereich der Medizin bezeichnet, ist zwangsläufig eine Art außergesetzlicher sozialer Kontrolle und pseudomedizinischer staatlicher Macht, jenseits der Gesetze und mit Befugnissen, die das Recht und all seine Garantien für das Individuum übergehen, außer Kraft setzen und für null und nichtig erklären, sogar dem Gesetz widersprechen.
Der Zweck ist Machtgier und ein unglaubliches Maß an kurzsichtiger Dummheit. Gepart mit skrupelloser Menschenverachtung.

Nützliche Informationen über die Mentalpsychologie und Psychologie.
http://www.mentalpsychologie-netz.de/informationenzu/psychiatrie/schoeneneuewelt.php4

Teil 1 Schöne neue Welt
'Brave new world', Aldous Huxley ( 1894-1963),
'Brave new world', 1932 erschienen, hieß der bekannte Zukunftsroman des englischen Wissenschaftlers und Literaten Aldous Huxley ( 1894-1963),
sein prophetischer Alptraum einer übertechnisierten und entindividualisierten Welt, in der die Versklavung der Massen mit einem durch die Droge 'SOMA' garantierten und genormten Glück Hand in Hand gehen. 1959 veröffentlichte er 'Brave new world revisited' (deutsche Übersetzung: 'Wiedersehen mit der Schönen neuen Welt', späterer Titel: '30 Jahre danach'). Huxley maß seine Visionen der 30er Jahre an der Realtität der späten 50er und kam zu dem Schluß, daß ein Teil längst bittere Wirklichkeit geworden war.Hierzu zählte er die Manipulation des Menschen durch 'SOMA'. Wäre es Huxley vergönnt gewesen, noch '60 Jahre danach' zu schreiben, hätte er vermutlich den Boom an Tranquilizern für den Aufbruch in ein realisiertes modernes Soma-Zeitalter gehalten.

Wie die Medizin und insbesondere die Psychiatrie mit Kritikern umgeht:
Und wehe es ist jemand nicht so für diese schöne neue Psychiatrie- und Chemiewelt, sei er nun aus den eigenen Reihen oder aus einem anderen Fachgebiet. Der wird mit den übelsten Methoden sogleich niedergemacht. Denn nichts vertragen sie so schlecht, wie Kritik an ihrer Unfehlbarkeit, die selbst ernannten “Götter in Weiß”

Ein illustratives und gleichwohl beliebig austauschbares Beispiel eines vermutlich selbst schwer gestörten Experten bot der Facharzt für Psychotherapeutische Medizin (Name bekannt) aus Freiburg. Der Psychotherapie-Arzt, dessen Approbation es ihm per Gesetz erlaubt, über die psychische Gesundheit anderer zu befinden, offenbarte sein eigenes verzerrtes Weltbild in einem Leserbrief mit dem selbst gewählten Titel: 'Totalschaden' und der Forderung, die Redaktion der Zeitschrift 'Psychotherapie' in lebenslange Sicherungsverwahrung zu stecken: Die kritisch-sachbezogene und wissenschaftlich fundierte Aufklärung in 'Psychotherapie' attackierte der Arzt neben weiteren Verbalinjurien mit den Worten, 'Aufmachung und Inhalt scheinen [...] von Leuten verbrochen, die aufgrund eines ausgeprägten Dachschadens auf Dauer weggeschlossen gehören'.

Verständlich, dass es angesichts dieser Realität nicht immer leicht fällt zu beurteilen, wer tatsächlich verrückt ist, Klient oder Therapeut. 'Ein geschickter Therapeut hat keine Schwierigkeit, über mich ein Gutachten zu erstellen, das mich als therapiebedürftig qualifiziert', kritisierte Ellis Huber am 21. August 2001 im Interview mit PSYCHOTHERAPIE den regelhaften Missbrauch, den Psychotherapeuten und Psychiater in und mit ihrem Beruf betreiben.
Diagnose 'Totalschaden' - doch bei wem?

Ideologisches Fehlgeleitetsein, psychotische Wirklichkeitsverkennung oder Ignoranz infolge destruktiver Triebstruktur, das sind Etikettierungen, die viele Psychiater, die pharmazeutische Industrie und die von ihr mit teuren Anzeigen gesponserten Fachzeitschriften für die Warner vor unkalkulierbaren Risiken psychiatrischer Anwendungen parat haben, die sie für segensreich, einzigartig effektiv zu preisen keine Mühen und Kosten scheuen.

Psychiater sprechen in der Öffentlichkeit im wesentlichen von positiven Erfahrungen, Kritiker/Innen lassen sie in aller Regel nicht zu Wort kommen, nicht in ihren Einrichtungen, nicht in ihren Zeitschriften, nicht auf ihren Veranstaltungen. Sie sprechen von Elektroschocks, die keine Schäden anrichten, von Neuroleptika und Antidepressiva, die nicht abhängig machen, von geringen Risiken, die zudem erst nach langer Zeit der Verabreichung, unter hohen Dosen und vorwiegend bei vorgeschädigten älteren Menschen in Einzelfällen auftreten.
Eine Profession, die so wenig Kritik erträgt und - so viel soll vorweggenommen sein - Risiken und Schäden derart bagatellisiert, sollte sich nicht wundern, wenn davor gewarnt werden muß, ihr weiterhin Vertrauen entgegenzubringen.
B.R.[*11]
Anm.: Zu den Themen 'Warum Medizin keine Naturwissenschaft ist', 'Mythos Medizin' und 'Mythos Psychiatrie' habe ich umfangreiche Archive aufgebaut. Teilweise auch e-Publikationen dazu erstellt. Ebenso zu 'Krebswelt' , 'Pharmamafia' usw.
Wo man auch hinsieht in diesem Land: Machtkartelle über Machtkartelle....Die Wahrheit oder Redlichkeit bleibt dabei gewöhnlich auf der Strecke.

Teil 2 Politische Psychiatrie

Politik und Diagnose: Politische Psychiatrie 1-2

II Politik und Diagnose am Beispiel der Psychiatrie

In der Psychiatrie begegnen sich, wie es scheint, Extreme und zwar in einer Weise, die in der Medizin einzigartig ist. ... , andrerseits praktiziert sie in einer Bereitwilligkeit kaum Zumutbares an Staatsexekutive, das man an der regulären Exekutive selten beobachten dürfte, angefangen mit der sog. Euthanasie und der Durchsetzung des Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses bis in die Gegenwart, in der die sowjetische Psychiatrie weltweites Aufsehen erregt, weil sie, wie es scheint, bereit ist, politische Abweichung als antisoziale Einstellung und diese als geisteskrank zu werten, die Regimegegner in ihren Heilanstalten zu internieren und dort unter Verschluß zu halten oder sogar zu behandeln. [ Paul LÜTH: Medizin als Politik, 1976]

Diagnostische Etikettierung

Innerhalb des Rahmens der medizinischen Denkweise wird das diagnostische Etikettieren als wissenschaftlicher Vorgang des Einordnens angesehen.

....Bei dieser diagnostischen Etikettierung hat sich zwischen verschiedenen Psychiatern und Diagnostikern eine Übereinstimmung nur auf der allgemeinen Ebene abstrakter Kategorien wie Psychose oder organische Erkrankungen ergeben. Dieser Mangel an Übereinstimmung, zusammen mit der logischen Folgerung der Ungeeignetheit medizinischer Modellvorstellungen bei der geistigen Gesundheit, erweckt natürlich erhebliche Zweifel an dem Wert der medizinischen Einstellung sowie der wissenschaftlichen Gültigkeit solchen Etikettierens.

Auf dem Gebiet der geistigen Gesundheit wird das Etikettieren immer mehr in Frage gestellt, weil die Wahl der richtigen Pille oder der richtigen Behandlung im Sinne der Diagnose nur dann als angemessen gilt, wenn das Krankheitsmodell gültig ist.

Und doch bleibt die die Macht des Etikettierens auf dem Gebiete der geistigen Gesundheit bestehen, und die Praxis stellt sich äußerst langsam auf neue Einsichten um, weil sie aus dem festgefahrenen Beglaubigungswesen der Spezialisten auf diesem Gebiet nicht herauskommt.

Außer der 'Kunst' des Katalogisierens geistiger Krankheiten, die der Psychiater in seiner medizinischen Ausbildung lernt, muss man bei ihm auch mit der Möglichkeit rechnen, dass er in seiner Person auf Wertungen der Gesellschaft reagiert und den herrschenden gesellschaftlichen Strömungen folgt. So hat GOFFMAN erkannt, dass die Symptomatologie der sog. Geisteskrankheiten mehr mit der Struktur der gesellschaftlichen Ordnung als mit der Natur der 'Geisteskranken' zu tun hat.
In einer neueren Untersuchung sind am Adolf-Meyer-Center diagnostische Etiketten untersucht worden. Aus Vergleichen dieser Art geht hervor, dass die Praxis des Etikettierens von der Definition der Probleme und dem allgemeinen gesellschaftlichen Klima ebenso entscheidend abhängt wie von der wissenschaftlichen Krankheitslehre.

Da die Diagnostiker selbst vielleicht auf persönliche Wertvorstellungen, auf herrschende soziokulturelle Missstände und sogar auf gesellschaftspolitische Konflikte reagieren, wenn sie Geisteskrankheiten diagnostizieren, bleibt der Wert der Diagnose für die Heilung des Patienten fraglich.

Wobei schon genau genommen der Begriff 'Geisteskrankheit' ein Mythos ist.
1. Genau genommen können Krankheiten nur den Körper affizieren; daher kann es keine Geisteskrankheiten geben.
2. 'Geisteskrankheit' ist eine Metapher. Ein Geist kann nur in dem Sinne 'krank' sein wie Schwarzer Humor 'krank' ist oder die Wirtschaft 'krank' ist.
3. Psychiatrische Diagnosen sind stigmatisierende Etiketten; sie sollen an die medizinische Diagnosepraxis erinnern und werden Menschen angehängt, deren Verhalten andere ärgert oder verletzt.
4. Gewöhnlich werden Menschen, die unter ihrem eigenen Verhalten leiden und darüber klagen, als 'neurotisch' und jene, unter deren Verhalten andere leiden und über die sich andere beklagen, als 'psychotisch' bezeichnet.
5. 'Geisteskrankheit' ist nicht etwas, was eine Person hat, sondern etwas, was sie tut oder ist.

U.a. [Josef RATTNER (Hrsg): Wandlungen der Psychoanalyse][]

Die Beherrschung des 'Patientenguts' funktioniert im medizinischen Bereich reibungslos, wo Menschen willig und bereit sind, die Patientenrolle zu spielen, damit die Ärzte den Diagnostiker und Therapeuten spielen können. Das Autoritätsverhältnis zwischen beiden Seiten ähnelt dabei der Beziehung, die in der religiösen Welt des Mittelalters zwischen Priester und Gläubigen bestand.

Nichts hassen die modernen Mediziner dagegen so sehr wie Patienten, die sich weigern, brav die Patientenrolle zu spielen. [und unverschämterweise auch noch eine eigene abweichende Meinung von der 'Ihrigen'= 'Schulmedizindogmatismus' haben.]

Prototyp solcherart unwilliger Patienten ist für SZASZ in den sechziger Jahren die 'delinquente' Jugend. Studentenprotest wird von gar nicht wenigen Psychologen und Psychiatern als Ausdruck einer grundlegenden charakterlichen Deformation gewertet, an der die jungen Leute leiden. Für Szasz leiden aber weniger die unruhigen jungen Leute daran als vielmehr Schulleiter, Universitätsrektoren und Psychiater. Aus deren Sicht ist die Unwilligkeit der Jungen, sich in die Krankenrolle zu begeben und damit den Ärzten auszuliefern, ein gefährliches Zeichen. Die besorgten Warnungen lassen ahnen, wohin sie die Gesellschaft im ganzen ziehen möchten; den Individuen soll das unveräußerliche Recht auf Leiden verweigert werden, sich standardisierten Behandlungen zu unterziehen, die vom bürokratischen Staat im Namen von Freiheit und Gesund-heit verabreicht werden. [Szasz zit. nach http://userpage.fu-berlin.de/psy/FT/szasz.html][]

Genau in diese Denkweise paßt auch der damalige Fall des Dr. Wolfgang Huber.
”Fatal für die bundesdeutsche Justiz und Psychiatrie war auch das Vorgehen gegen den Gründer des sog. Sozialistischen Patienten-Kollektivs (SPK) in Heidelberg, Wolfgang Huber. Das Landgericht Karlsruhe richtete unterm 10.05.1972 an die Psychiatrische Abteilung des Vollzugskrankenhauses auf dem Hohenasperg folgende erstaunliche Anfrage:

'Unterstellt, jemand lehne die Rechts- und Wirtschaftsordnung der Bundesrepublik ab, stelle sich in bewussten Gegensatz zu ihren Wirtschaftsstrukturen und begehe Straftaten, um sie zu verändern: Könnte nach den anerkannten Regeln der Psychiatrie darin allein schon ein ausreichender Hinweis darauf gefunden werden, daß ein solcher Beschuldigter an einer Bewußtseinsstörung, krankhafter Störung der Geistestätigkeit oder an einer Geistesschwäche leidet?'
Vielleicht darf noch hinzugefügt werden, dass kein geringerer als der damalige Heidelberger Ordinarius für Psychiatrie, W.v. Baeyer, Mitverfasser übrigens einer 'Psychiatrie der Verfolgten' (1964), am 17.8.1971 vor der Polizei aussagte, der angeschuldigte Dr.med. W. Huber habe sich ihm gegenüber bei der Visite 'respektlos und vorwurfsvoll verhalten', Hubers Vorwürfe hätten sich aber 'hauptsächlich gegen die an der Klinik betriebene Psychiatrie' gerichtet. W.v. Baeyer kam zu dem Schluß: 'Hinsichtlich einer etwaigen psychischen Störung des Herrn Huber möchte ich nicht sagen, dass er geisteskrank im engeren Sinne ist, vielmehr dürfte seine Persönlichkeitsentwicklung abnorm verlaufen sein, etwa in der Entwicklung zu einem fanatischen Psychopathen.' [ Dr.med.Paul LÜTH: Medizin als Politik][]

Genauso die Praktiken der sowjetischen Psychiatrie. Bevorzugte Diagnosen weltweit der Psychiatrie in solchen Fällen: 'Schizophrenie', was immer darunter verstanden sein mag, 'Psychopathie' und 'abnorme Persönlichkeitsentwicklung'.

Das entspricht genau den Präzisierungen W.v.Baeyers, die übrigens auch in einer Aussage eines seiner Mitarbeiter vor dem Landeskriminalamt Baden-Württemberg vom 13.8.1971 erscheinen: 'Es handelt sich bei Dr. Huber sicher um eine zu paranoid-projektivem Verhalten neigende Persönlichkeit, die von unbewußten Affekten gesteuert wird... Allerdings kann man die politisch-ideologischen Zielsetzungen gerade auch im Bereich der Psychiatrie, die Dr. Huber vertritt, nicht per se als krankhaft bezeichnen, sie haben vielmehr, was zu seiner Person auch paßt, utopischen Charakter.' [wie 4][]
Diagnose als Urteil:
Nirgends wird so deutlich, dass Diagnose Urteil meint, soziales Urteil, wie in der Psychiatrie.
.... Und so stört die Justiz auch nicht, daß beispielsweise in der Aussage W.v. Baeyers überdeutlich klar wurde, daß W.v. Baeyer den Angeschuldigten vor allem deshalb für geistig nicht voll gesund hielt, weil dieser Kritik an seiner Klinik und seinen klinisch-psychiatrischen Methoden übte.

Die Verschränkung der Psychiatrie mit staatlicher Macht ist ebenso alt wie die Psychiatrie selbst. FOUCAULT, DÖRNER, CASTEL, SCHEFF und andere haben in der nötigen Ausführlichkeit klar machen können, dass die Psychiatrie, seit ihrer Geburt als 'medizinische Wissenschaft', nicht nur einen therapeutischen Auftrag übernahm, sondern darüber hinaus auch die ihr vom Staat zugewachsene Aufgabe der 'Ausgrenzung der Unvernunft.' In der Praxis kam sie dieser Aufgabe nach durch die Schaffung jeweils zeitgemäßer Institutionen sowohl der ärztlichen Behandlung als auch der sozialen Kontrolle usw., wissenschaftlich dadurch, dass sie ihre Krankheitsbegriffe an diese Praxis anpasste und diese so auch theoretisch abstützen konnte. In jüngster Zeit haben GÜSE und SCHMACKE die von Foucault und Dörner bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts vorgetriebene Analyse bis 1945 weitergeführt und dabei auch Praxis und Begriffsgerüst der gerichtlichen ('forensischen') Psychiatrie im deutschen Sprachraum untersucht. In allerneuester Zeit kann man u.a. auch Ernst KLEE mit seinen 'Psychiatriereports' dazu zählen.

Zieht man aus diesen wohl dokumentierten Arbeiten eine Quintessenz, so ist man versucht zu sagen, dass die Verwendung der Psychiatrie zu politischen Zwecken (genauer gesagt, psychiatrischer Zwangsmittel und des diese rechtfertigenden Begriffsapparates) für diese Wissenschaft bisher nichts Zufälliges, Beiläufiges, Äußerliches war, sondern ein wesentlicher Teil ihres gesellschaftlichen Auftrages, soweit dieser immer auch auf die Ausgrenzung und Unterdrückung dessen hinauslief, was der Staat und die durch diesen repräsentierten gesellschaftlichen Mächte als 'Unvernunft' definierten. Missbrauch und (Gebrauch der) Psychiatrie wären somit, zum Teil wenigstens deckungsgleich.

Montag, 10. Mai 2010

Der Weg in die Hyperinflation

Weimar 2: Kein Volk, kein Reich, kein Euro

Von: Dr.-Ing. Artur P. Schmidt,10. 05 2010

Die Beschlüsse von Brüssel sind weitreichend, öffnen diese doch den Weg, dass Europa endgültig dem Schulden-Nirwana der USA folgen kann. Argentinisierung Deutschlands eingeleitet.

Die Weltmacht spielt mit dem Euro

Mit dem Beschluss 750 Milliarden Euro für den Schutz des Euro einzusetzen, wird dieser nicht geschützt, sondern langfristig aufgeweicht. Einzig ein Ausschluss Griechenlands aus der Eurozone hätte zu einem Wiedererstarken des Euro führen können.

War der Crash an der Wall Street vom letzten Donnerstag ein absichtlich inszeniertes Ereignis, um Europa weichzuklopfen? Oder warum haben die Politiker nicht erkannt, dass nicht Griechenland, Portugal oder Spanien das eigentliche Problem sind, sondern dass es vielmehr um die schuldenmässige Vorbereitung der europäischen Währung auf eine neue Weltwährung geht.

Wenn ein Händler in den USA angeblich die Taste M (Million) mit B (Billion) verwechselt hat, so stellt sich die Frage, was wohl passiert wäre, wenn er aus Versehen die Taste T (Trillion) gedrückt hätte. Doch dies war nicht nötig, die T-Taste (1 Trillion USD = 1 Billion Euro) wurde gestern in panikartiger Weise von Europa selbst gedrückt.

Es fehlt jetzt für die USA nur noch ein einziger Mosaikstein, um die Einführung einer von Amerika kontrollierten Weltwährung voranzubringen.

Ausgelöst werden kann ein globaler Vertrauensverlust durch eine massive Krise beim größten Exportland der Welt: China. Schaut man sich nämlich die Entwicklung des chinesischen Xinhua China 25 Index zum S&P 500 an, so sieht man Erstaunliches. Während der amerikanische Index im Zeitraum von 3 Monaten nur moderat einbrach, hat China bereits jetzt all seine Gewinne wieder abgegeben.

Der chinesische Index ist in den letzten Wochen am stärksten eingebrochen. Lauert in einem kommenden Chinacrash der finale Grund, damit die USA eine Weltwährung einführen können, bei der sie die Konditionen diktieren?

Argentinisierung Deutschlands eingeleitet

Das Ablenkungsmanöver der Amerikaner ist also geglückt, Deutschland hat den von den USA aus manipulierten Devisen- und Aktienmärkten nachgegeben und die Sanierung Europas zu Lasten der deutschen Steuerzahler kann Ihren Lauf nehmen.

Dümmlicher kann man die Stabilität einer Währung nicht aufgeben. Dass Amerika kein Interesse an einer gesunden Eurozone hat, dürfte klar sein, öffnet doch nur eine neue internationale Weichwährung das Lenkungspotential, welches man benötigt, um Deutschland nach Belieben an den globalen Finanzmärkten manipulieren zu können.

Und Grossbritanniens britisches Pfund wird in Bälde crashen und dem Beispiel des Euro folgen, so dass auch der Abschaffung der angelsächsischen Währung nichts mehr im Wege steht.

Man kann den Euro bejahen, man muss es auch, will man die europäische Integration voranbringen, aber das jetzt verabschiedete Paket wird, auch wenn es schwer fällt dies zu akzeptieren, das Ende des Euro einleiten.

Deutschland kann sich jetzt der Umklammerung der USA und der Aufdoktrinierung einer Weltwährung nur noch entziehen, wenn es schnellstmöglich die DM wieder einführt, denn eines ist sicher: ein Europa, dass sich wie ein Hampelmann von den USA manipulieren lässt, hat es nicht verdient, eine Großmacht zu sein.

Der Traum von einem Europa im Sinne Karls des Großen ist seit gestern ausgeträumt, stattdessen wird jetzt im finalen Showdown neben den USA auch Deutschland argentinisiert. Der Weg zur erneuten Hyperinflation, Weimar II, ist endgültig geebnet.

Freitag, 7. Mai 2010

BIZ - Der Turm von Basel

Wer ist die BIZ?
InvestorInsight: "Es ist die mächtigste Bank, von der Sie je gehört haben:"Die Förderung der Währungs– und Finanz-Stabilität ist ein zentrales Ziel der BIZ ". Die Bank sieht die Stabilisierung der internationalen Finanzmärkte als ihre primäre Aufgabe. Sie erreicht dies durch die Kontrolle von Währungen. Sie hält derzeit 7% der weltweit verfügbaren Devisen-Fonds, deren Rechnungseinheit im März 2003 von Schweizer Goldfranken auf Sonderziehungsrechte (SZR) umgestellt wurde, ein künstliches Fiat "Geld" mit einem Wert, der auf einem Korb von Basis-Währungen (44% US-Dollar, 34% Euro, 11% japanische Yen, 11% Pfund Sterling) beruht. Die Bank kontrolliert auch eine riesige Menge an Gold – laut ihrem Jahresbericht 2005 (dem Jüngsten) 712 Tonnen. Durch die Steuerung von Fremdwährungen und Gold kann die BIZ weitgehend die wirtschaftlichen Bedingungen in einem bestimmten Land festlegen - Zinserhöhungen, zB. Offensichtlich übt diese Bank eine Menge Macht aus. Jeder, der die Macht hat, ein Währungs-Debakel zu verhindern, kann auch eines veranlassen.
Die BIZ kann für die Regierungen Geld waschen. Z.B. können US-Steuer-Gelder über die BIZ an den IWF und dann überall weitergegeben werden. Dies ist es, was während der brasilianischen Panik von 1998 passierte. Reell war das Geld Subventionierung der großen amerikanischen Banken (Citigroup - Rothschild, und hier, JP Morgan (Rothschild) Chase und FleetBoston unter ihnen), die viele riskante Darlehen geleistet hatten und keine Lust hatten, für ihre Fehler zu büssen. Davon erfuhren die US Steuerzahler nichts.

BIZ-Mitglieds-Notenbanken am 30. Juni 2006: Algerien, Argentinien, Australien, Österreich, Belgien, Bosnien und Herzegowina, Brasilien, Bulgarien, Kanada, Chile, China, Kroatien, die Tschechische Republik, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich , Deutschland, Griechenland, Hong Kong SAR, Ungarn, Island, Indien, Indonesien, Irland, Israel, Italien, Japan, Korea, Lettland, Litauen, der Republik Mazedonien, Malaysia, Mexiko, den Niederlanden, Neuseeland, Norwegen, den Philippinen , Polen, Portugal, Rumänien, Russland, Saudi Arabien, Singapur, Slowakei, Slowenien, Südafrika, Spanien, Schweden, Schweiz, Thailand, der Türkei, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten sowie die Europäische Zentralbank

Alles an der BIZ, einschließlich ihrer zweimonatlichen Mitglieds- und Vorstandssitzungen, verhüllt sich in Geheimnistuerei. Die BIZ ist frei von öffentlicher Aufsicht. Außerdem genießen Führungskräfte und Mitarbeiter der BIZ "Immunität vor der Straf-und Verwaltungsgerichtsbarkeit." Schließlich können keine Ansprüche gegen die BIZ oder ihre Einlagen "ohne die vorherige Zustimmung der Bank" durchgesetzt werden. Mit anderen Worten, sie können ohne Folgen tun, was sie wollen. Die Bank war eine wichtige Akteurin zur Förderung der Einführung des Euro als gemeinsame europäische Währung. Es gibt Gerüchte, dass sein nächstes Projekt sei, die USA, Kanada und Mexiko einzureden, zu einem ähnlichen regionalen Geld zu wechseln, vielleicht mit dem Namen "Amero" und es ist logisch, anzunehmen, das Endziel der Bank ist eine einzige Weltwährung. Die würde wirklich Transaktionen vereinfachen und die Kontrolle der Bank mit der Wirtschaft des Planeten verfestigen .

Kommentar
So haben wir hier den Chef der Europäischen Zentralbank vor der "unsichtbaren" Regierung der USA, die Hillary Clinton ihre Aufträge gibt, der Möchtegern-Regierung der Welt, Rockefeller's Council on Foreign Relations, stehend. Unaufhörlich sagt Herr Trichet, dass wir das Weltregieren durch die G20 haben, insbesondere dass wir eine wirtschaftliche Weltregierung durch das GEM (dessen Vorsitz er führt) der Rothschild-Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, die so eng mit dem IWF und seinen SZR verwoben ist, haben. Sein Argument für deren Stärkung ist, dass das Ausmaß der Krise auf die Unzulänglichkeit der nationalen Wirtschafts-Aufsichtsbehörden zurückzuführen sei – wobei er praktisch Alan Greenspan´s FED-Verantwortung für die katastrophale Niedrigzinspolitik der US und die Rolle der Wall Street Banken und hier “vergisst”. Also verlangt er, bestehende globale Institutionen zu stärken - sowie das Aufkommen Neuer. Er will den den MAP, die Erfindung des Zwillingsbruders der BIZ, des IWF, die Volkswirtschaften der Nationalstaaten kontrollieren lassen. Eine lustige Sache ist, dass die "neuen" finanziellen Regulierungsbehörden der EU weitgehend dieselben sind, die der aktuellen Finanzkrise erlaubten, sich in die derzeitige Wirtschaftskrise zu entwickeln und uns Steuerzahler dann durch räuberische Rettungspakete die Zeche zahlen zu lassen. Es gehr dabei um Rothschilds Schergen - wie von Rothschilds European Financial Services Round Table unter der Leitung von Pehr Gyllenhammar vorgeschlagen. Wer ist die BIZ wirklich: Sie ist Rothschilds Bank - gegründet von den Rothschild-Agenten, Charles Dawes und Owen Young sowie Hitlers kommendem Reichsbank-Manager, Hjalmar Schacht.

Andrew Hitchcock zitiert Bill Clintons Mentor, prof. Carroll Quigley, dem erlaubt wurde, die CFR-Archiven zu studieren: "Die Mächte des Finanzkapitalismus hatten einen weit reichenden Plan, nichts weniger als ein Weltsystem der finanziellen Kontrolle in privater Hand in der Lage, das politische System der einzelnen Länder und die Wirtschaft der Welt als Ganzes zu beherrschen. Dieses System sollte in feudalistischer Weise von den Zentralbanken der Welt im vereinbarten Einvernehmen kontrolliert werden. Die Spitze des Systems sollte die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel, Schweiz, sein." Hitchcock (siehe das Jahr 1930) nennt die BIZ Rothschilds erste Weltbank. Hier ist, wie Nathan Rothschild die Macht über die Bank of England im Jahre 1815 übernahm (Video 59–1.04 min). Im Jahre 1818 übernahm Rothschild die französische Geldversorgung- und 1830 die Geldversorgung des Vatikans. Hier ist, wie Rothschilds Schergen, Paul Warburg, JP Morgan und die Rockefeller-Familie (Nelson Aldrich) die US-Notenbank gründeten - und wie sie sie seitdem missbräuchlich ausgenutzt haben. Hier ist, wie sie arbeiten. Der FSB, der von Trichet erwähnt wurde, ist ein Flügel der BIZ Rothschilds. Die Bankenaufsichts-Institutionen, die Trichet erwähnte, sind Geisteskinder des früheren IWF-Chefs, Jacques de Larosière. Das Direktorium der EZB hat 3 BIZ Vorstandsmitglieder neben Trichet . Wer hat die aktuelle Krise ausgelöst? Die CNBC hat einen Vorschlag: "Die Illuminaten"! In der Tat, sie waren, und sie sind es.

Nachtrag - So viel zum Wert der Finanzaufsichten
Interview mit dem führenden Experten für Wirtschaftskriminalität und Betrügerei-Kontrolle, dem Wirtschafter, William K. Black: MMNews 21 April 2010

A: Goldman Sachs´Chefdirektor, Hank Paulson (später US-Finanzminister), kaufte Collateralized Debt Obligations der schlimmsten Subprime-Hypotheken, durch betrügerische Lügner-Darlehen gesichert, liess einige von ihnen durch seinen Partner, John Paulson, verkaufen, der aber den Kunden erzählte, dass die Papiere zu den Sichersten auf dem Markt gehörten. Dann wettete John heimlich, dass die CDOs scheitern würden, was bestimmt auch geschah, da Hank Paulson einen erfolgreichen Krieg gegen Wertpapiere ins Leben gerufen hatte - jetzt als US-Finanzminister! Dies brachte John Paulson einen enormen Gewinn. Dann sicherte Paulson als US-Finanzminister Goldman Sachs ein riesiges Rettungs-Paket mit Geld der Steuerzahler, um Hank Paulson's giftige CDOs zu sanieren. Zuvor hatte die US-Regierung sogar dem Congress angedroht, das Kriegsrecht einzuführen, sofern man Paulsons Rettungspaket-Legislatur nicht verabschiedete! Nun steht Goldman wegen Betrugs vor Gericht!
B: Als Al Gore Vizepräsident war, war seine Priorität, "Regierung wieder zu erfinden". Die Prämisse waren, dass sie grundsätzlich einer grösseren Ähnlichkeit mit einem privaten Konzern bedürfe, sowie mit privaten Firmen Partner zu werden (Mussolinis Definition des Faschismus). Den Finanz-Aufsichten wurde angewiesen, die Banken und S&Ls, die sie angeblich zu regeln hätten, als ihre "Kunden" zu bezeichnen. Die Botschaft, die sie senden, ist, dass die Industrie-/Anti-Aufsicht Partnerschaft zusammenarbeiten solle, um die Finanz-Aufsicht zu zerstören. Es ist keine Überraschung, dass die staatlich regulierten (sic) Finanzinstitute, welche den schlimmsten Betrug (oder zumindest den Schlimmsten, den wir bisher kennen) produzierten, S & Ls waren.

C: Ben Bernanke der Fed ist ein gescheiterter Aufsichtsrat, der jede Warnung ignorierte und aus ideologischen Gründen ablehnte, unter der HOEPA zu handeln, um die Betrugs-Epidemie zu stoppen .

D: Der UN-Chef für Drogen, Antonio Maria Costa, erklärte, "Investitionen flüssigen Kapitals", das aus dem Drogenhandel herrührt, haben dem Finanzsystem 2008 verholfen, auf den Beinen zu bleiben. Er sagte: "In der zweiten Hälfte des Jahres 2008, wurde die Liquidität des Bankensystems Hauptproblem und damit flüssiges Kapital zu einem wichtigen Faktor … Inter-Bank-Darlehen wurden aus Geld, das aus dem Drogenhandel und anderen illegalen Aktivitäten stammte, finanziert … Es gebe Anzeichen, dass einige Banken auf diese Weise gerettet wurden."

Dienstag, 4. Mai 2010

Ahmadinedschad in den USA

»Schatten der Angst« – Eklat auf der UN-Konferenz

Wolfgang Effenberger

Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad bezichtigte am 3. Mai 2010 in New York auf der UN-Konferenz zum Atomwaffensperrvertrag die USA der Aggressivität, des Vertrauensbruchs und der Lüge. Wie ein Jahr zuvor auf der UN-Rassismuskonferenz hatten die Vertreter der USA und ihre engsten Bündnispartner – so auch der Botschafter der Bundesrepublik – den großen Plenarsaal der Vereinten Nationen vor der Schelte verlassen. Unisono berichteten die Nachrichtensprecher, das Ahmadinedschad die USA der Lüge zeihen und den Konflikt schüren würde. Die Entrüstung in den Medien über diesen Eklat des iranischen Präsidenten war spürbar.
In dieser Erregung blieb leider kein Raum, um auf die Inhalte der Rede einzugehen. Ahmadinedschad erinnerte daran, dass die Vereinigten Staaten die Bombe erstmals eingesetzt haben und nun damit auch andere Länder, darunter den Iran, bedrohen. (1)

Im Gegensatz zu Indien, Pakistan, Israel und Nordkorea hat der Iran den Atomwaffensperrvertrag unterzeichnet, doch dieser Vertrag sei »schwach« und »ungerecht«, weil er einigen Ländern den Besitz von Atomwaffen erlaube. Ahmadinedschad schlug vor, sämtliche Atomwaffen und ihre Produktionsanlagen zu zerstören. »Wir sagen: Atomkraft für alle, Atomwaffen für niemanden.« (2)
Mit ihrer Politik würden die USA »Schatten der Angst« über die Welt legen. »Die USA haben versprochen, die Atombombe nicht gegen Länder ohne Atomwaffen einzusetzen. Aber die USA haben ihre Versprechen nie gehalten. Welches Land soll den USA noch vertrauen?«
In der Tat ist die kriegerische Bilanz der USA nach Ende des Kalten Krieges erschreckend. Millionen Menschen starben auf dem Balkan, im Irak und in Afghanistan. Abermillionen wurden entwurzelt und manche Region langfristig durch die eingesetzte »Atom-Munition« verseucht. Und vor Beginn all dieser Kriege stand die Lüge. Hier sollen noch einmal die seit Ende des Kalten Krieges provozierten und manipulierten Kriegeseintritte der USA/NATO in Erinnerung gerufen werden.

Mit einer bezahlten PR-Aktion in den zweiten Golfkrieg

Im zweiten Golfkrieg drehte eine bezahlte PR-Aktion die Stimmung in der Bevölkerung. Am 10. Oktober 1990 berichtete das damals fünfzehnjähriges kuwaitische Mädchen »Nayirah« unter Tränen vor dem Menschenrechtsausschuss des amerikanischen Repräsentantenhauses, wie Irakis in das kuwaitische Krankenhaus, in dem sie seinerzeit einen freiwilligen Dienst absolvierte, einfielen und Babies aus ihren Brutkästen holten, um sie auf dem kalten Fußboden liegend sterben zu lassen. Der damalige US-Präsident George Henry Walker Bush berichtete am 15. Oktober 1990 dem Emir von Kuwait darüber. Insgesamt tischte Bush diese Story in den folgenden Wochen insgesamt 5 mal auf. Somit ging diese Geschichte um die Welt und brannte sich in die Gehirne ein. Selbst Amnesty International fiel auf diese Propaganda herein. (3)

Am 27. November 1990 wiederholte »Nayirah« ihre Geschichte sogar vor dem UN-Sicherheitsrat – diesmal in Begleitung eines weiteren Augenzeugen, dem »Chirurg Dr. Behbehani«, der die Vorfälle bestätigte und sogar vorgab, an der Beerdigung von 40 Babies teilgenommen zu haben, die auf diese Weise starben! (4)
Nun gaben Senat mit 52 zu 47 und das Repräsentantenhaus mit 250 zu 183 Stimmen ihre Zustimmung für den Krieg gegen den Irak.

Mit einem geheimen Anhang B in den Krieg gegen Serbien

Von jugoslawischer Seite waren die Inhalte des Rambouillet-Papiers durchaus akzeptiert worden. Danach sollte der Kosovo innerhalb von Serbien eine umfassende Autonomie erhalten, aber unter serbischer Hoheit bleiben, die UÇK entwaffnet und NATO-Truppen im Kosovo stationiert werden. Abgelehnt wurde nur der geheime militärische Teil im Anhang B dieses »Vertrages«.

George Kenney (5) erkannte wie viele andere Kritiker in dem »heuchlerischen Rambouillet-Plan« einen Vorwand für die Bombardierung: »Der Vertrag verlangte in seinem militärischen Anhang B etwas, was der bedingungslosen Kapitulation von Jugoslawien entsprochen hätte.« (6) Nach Art. 6a des Annex B hieß es: »Die NATO genießt Immunität vor allen rechtlichen Verfahren, ob zivil-, verwaltungs- oder strafrechtlich.« (7) James Rubin, ein Berater der US-Außenministerin Albright, bestätigt, dass zielgerichtet für den Luftkrieg die nötige Vorarbeit geleitet wurde: »Wir machten uns keine Illusionen darüber, dass die Serben schnell unseren Forderungen nachgeben und alles in Rambouillet lösen würden. Es war unsere höchste Priorität, die Europäer dazu zu bringen, sich vereint hinter die Luftschläge zu stellen, indem wir den Aggressor und das Opfer klar definierten.« (8)
Die Inhalte des Anhanges B wurden vom Außenminister Fischer dem Kanzler, Kabinett und Parlament vorenthalten, und Lafontaine erfuhr davon erst später aus der Presse, (9) ebenso wie die verteidigungspolitische Sprecherin der Grünen, Angelika Beer, (10) die dann äußerte: »Hätte ich das gewusst, hätte ich dem Kriegseinsatz nicht zugestimmt.« Ihr SPD-Kollege Hermann Scheer fand es »unrichtig von der Bundesregierung, zu glauben und dem Parlament und der Öffentlichkeit zu suggerieren, dieser Vertrag hätte von Belgrad jemals unterschrieben werden können; selbst ein gemäßigter serbischer Politiker an der Stelle von Milosevic hätte diesen Text niemals unterzeichnet.« (11) Und Völkerrechtler Christian Tomuschat befand: »Auf Bedingungen wie den völlig überzogenen Artikel 8 (12) des Annex B zum Rambouillet-Abkommen braucht sich indes keine Regierung einzulassen.« (13). Und Rudolf Augstein urteilte: »Die USA hatten in Rambouillet militärische Bedingungen gestellt, die kein Serbe mit Schulbildung hätte unterschreiben können.« (14)
Den Anhang B lässt Bill Clinton in seinen Memoiren unerwähnt und hebt als Kriegsgrund hervor: »Die Serben wollten sich nicht mit einer Friedenstruppe unter der NATO abfinden.« (15)

Mit getürkten Beweisen in den Krieg gegen den Irak

Nach seiner Pensionierung gab der langjährige deutsche UN-Botschafter Gunter Pleuger der Süddeutschen Zeitung ein Interview. Auf die Frage "Gab es während der Irak-Krise einen Moment im Sicherheitsrat, den Sie nie vergessen werden?," antwortete der ehemalige Botschafter: "Ja, der 5. Februar 2003, als US-Außenminister Colin Powell mit einer Diashow belegen wollte, dass der Irak Massenvernichtungswaffen besaß. Es war gespenstisch. Jeder im Saal wusste, dass seine Fakten falsch waren. (...)"(16)

Warum haben hier nicht "verantwortungsvolle" Botschafter den Saal verlassen?
Auf der Basis vorgetäuschter "Beweise" für die Existenz irakischer Massenvernichtungswaffen wurde 2003 der Irak-Krieg gestartet. Bis heute gab es über eine Million Tote, mehrere Millionen Flüchtlinge und weite Landstriche, die durch den Einsatz atomarer Munition verseucht sind.
Wenn "jeder im Saal wusste", dass Powell lügt, wussten es Hunderte von Diplomaten und Politikern und sehr schnell somit auch alle Nachrichtenagenturen. Dennoch schafften es erst Monate/Jahre später erste Zweifel an dieser Darstellung von Powell in die Weltpresse, als der Irak-Krieg längst geführt und der Regimewechsel vollzogen war.

Diese Erkenntnis betrübt! Die Politik und die Diplomatie können im Verbund mit der Mainstream-Presse "Schaustücke" für die Öffentlichkeit spielen, so dass nicht einmal derart skandalöse und folgenreiche Lügen rechtzeitig aufgedeckt werden. Parallel dazu werden die künftigen Kriegsgegner – wie im Fall Slobodan Miloševic und Saddam Hussein – dämonisiert und ihnen die Fratze Hitlers aufgesetzt. Große Teile der Presse scheinen als "Kontroll-Macht" ausgedient zu haben! So wird es kein Problem sein, kommende Kriege gegen Syrien oder den Iran aus dem gleichen Propaganda-Arsenal zu bedienen. Und die Welt wird wieder glauben!

Der Eklat auf der UN-Konferenz ist nicht Ahmadinedschad, sondern es sind vielmehr die Politiker der westlichen Führungselite. Sie scheinen als Demokraten unfähig zu sein, sich einem schwierigen Dialog zu stellen. Oder fehlen ihnen einfach die Argumente gegen Ahmadinedschad? Das voreilige Verlassen des Plenarsaales zeugt von Engstirnigkeit und der Unfähigkeit, sich realitätsbezogen auseinander zu setzen. Im Gegensatz zu den USA hat der Iran seit Menschengedenken kein anderes Land überfallen. Vergessen ist auch, dass im ersten Golfkrieg (1980 bis 1988) die USA Saddam Hussein zu diesem Krieg gegen den Iran ermuntert hatten.



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Anmerkungen

(1) Die erste Atombombe wurde am 6. August 1945 von den USA gegen Japan eingesetzt
(2) UN-Konferenz Ahmadinedschad sorgt für Eklat, unter http://www.focus.de/politik/ausland/un-konferenz-ahmadinedschad-sorgt-fuer-eklat_aid_504618.html vom 03.05.2010, 19:53
(3) Siehe 84-seitiger Bericht über irakische Menschenrechtsverletzungen in Kuwait, AI vom 19. Dezember 1990
(4) Im Januar 1992 wurde die Identität der jungen Zeugin enthüllt - es handelte sich um die Tochter von Saud Nasir al-Sabah, dem kuwaitischen Botschafter in den USA. Das Mädchen war von Hill & Knowlton professionell als Zeugin aufgebaut worden. Präsident der PR-Agentur war Craig Fuller, Bush-Anhänger und dessen ehemaliger Stabschef
(5) George Kenney war 1992 von seinem Amt im US-Außenministerium aus Protest gegen die Balkanpolitik der Bush-Regierung zurückgetreten.
(6) George Kenney: Rolling Thunder. The Rerun, The Nation, 14. Juni 1999
(7) Interim Agreement for Peace and Self-Government In Kosovo.Rambouillet, France - February 23, 1999, Appendix B: Status of Multi-National Military Implementation Force unter http://jurist.law.pitt.edu/ramb.htm vom 21. Juli 2008,
(8) Rubin, James P.: Countdown to a Very Personal War. Financial Times. September 30/October 1, 2000. Weekend Page 1.
(9) Lafontaine, Oskar: Das Herz schlägt links. München 1999, S. 242 und 243
(10) Ebenda, S. 243
(11) Hermann SCHEER, SPD (zit. in taz 6.4.99; vgl. auch SZ 27.4.99)
(12) Art. 8) des Annex B: »Das NATO-Personal soll sich mitsamt seiner Fahrzeuge, Flugzeuge und Ausrüstung innerhalb der gesamten Bundesrepublik Jugoslawien inklusive ihres Luftraums und ihrer Territorialgewässer frei und ungehindert sowie ohne Zugangsbeschränkungen bewegen können.« Interim Agreement for Peace and Self-Government In Kosovo.Rambouillet, France - February 23, 1999, Appendix B: Status of Multi-National Military Implementation Force unter http://jurist.law.pitt.edu/ramb.htm vom 21. Juli 2008
(13) Prof. Christian Tomuschat in der WELT v. 14.4.99
(14) Ebenda
(15) Clinton, Bill: Mein Leben. Berlin 2004 , S. 1288
(16) Zitiert aus SZ vom 12. August 2006

Montag, 3. Mai 2010

Dritter Opiumkrieg

von Volker Bräutigam

Der verbrecherische Krieg in Afghanistan sei zwar aussichtslos, schütze jedoch den Mohnanbau am Hindukusch, lautet ein oft gehörtes, sarkastisches Argument der Kritiker. Es fasst die Drogenherstellung nur als eine Kriegsfolge auf, obwohl sie, durchaus erkennbar, einer der US-Kriegszwecke ist.
93% des weltweit produzierten Opiums, Rohstoff für Morphium und Heroin, kommen aus Afghanistan. Anno 2007 waren es 8200 Tonnen, im Jahr darauf 8300; das Ergebnis des vorigen Jahres fällt wegen einer schlechteren Mohnernte etwas geringer aus, exakte Zahlen gibt es noch nicht.
95% des afghanischen Opiums werden weiterverarbeitet und ergeben 80 Tonnen hochreines Heroin, berichten die Vereinten Nationen. Fast die Hälfte, mehr als 35 Tonnen, wurden 2009 nach Russland geschmuggelt (übereinstimmende Quellen: UN und russische Drogenpolizei). Man darf vermuten – konkrete Daten sind nicht verfügbar –, dass erhebliche Anteile davon weiterverschoben wurden, vor allem in die urbanen Zentren der Volksrepublik China.
Allein nach Russland gelangt demnach fast dreimal soviel Heroin wie in die USA, nach Kanada und Westeuropa zusammen. Victor Ivanov, Leiter des Föderalen Dienstes für Drogenkontrolle (russisch: FSKN), erklärte beim Nato-Russland-Rat am 23. März in Brüssel, der Drogenzustrom aus Afghanistan sprenge alle Vorstellungen. Eine Million Menschen seien seit 2001 (dem Jahr des Kriegsbeginns und der Besetzung Afghanistans durch US- und Nato-Truppen) schon an den Opiaten vom Hindukusch gestorben. Ivanov: «Fast jede Familie ist inzwischen direkt oder indirekt davon betroffen.» 21% des weltweit verschobenen Heroins aus Afghanistan seien 2008 auf Russlands Schwarzmarkt abgesetzt worden, trotz aller Abwehrmassnahmen Moskaus sei die Tendenz steigend.
Legte man diesen 21% die konkreten Angaben der UN zugrunde (Weltproduktion 86 Tonnen Heroin), so hätten russische Konsumenten Suchtmittel aus 18 Tonnen Heroin aufgenommen – und weitere 17 Tonnen des nach Russland geschleusten reinen Heroins wären von dort nach China weitergeschmuggelt worden. Das erhellt, warum Moskau und Peking vor drei Jahren enge grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Kampf gegen die Drogenflut verabredeten. Der Heroinhandel bedroht die Volksgesundheit, die wirtschaftliche und die innenpolitische Stabilität ihrer beiden Staaten.
Der Leiter des russischen Gesundheitsdienstes, Dr. Gennadij Onischtschenko, hatte Mitte März in Moskau mitgeteilt, an Über­dosen Heroin stürben jährlich zwischen 30 000 und 40 000 junge Russen. Hinzu kämen weitere 70 000 Tote auf Grund von Begleitkrankheiten des Drogenmissbrauchs (Aids, Sepsis usw.). 2 bis 2,5 Millionen Angehörige der jungen Generation im Alter zwischen 18 und 39 Jahren seien drogenabhängig. 550 000 davon offiziell registriert. Jahr für Jahr würden 75 000 weitere junge Menschen süchtig, überproportional viele Studenten und Jungakademiker.
Kann man bereits von einer Enthauptung der intellektuellen Elite Russlands sprechen? Suchtkranke Russen geben jährlich umgerechnet 17 Milliarden US-Dollar für Heroinbeschaffung aus, berichtet die Nachrichtenagentur RIA Novosti. Die Polizei habe allein im März dieses Jahres mehr als 200 Drogenküchen ausgehoben, in denen Heroin für den Strassenverkauf verschnitten wurde.
Wie den Russen ergeht es den ebenfalls durch Drogen sabotierten innerasiatischen Republiken und Pakistan. Auch dort geht der Drogenschmuggel mit der HIV-Ausbreitung einher, wie schon seit Jahrzehnten in Iran.
Das für den russischen Markt bestimmte Heroin aus Afghanistan wird über Tadschikistan bzw. Usbekistan (beide Länder stehen unter US-Einfluss) nach Russland geschmuggelt. Der Verdacht liegt nahe, dass US-amerikanische Geheimdienste das subversive Geschehen organisieren. Ivanov hatte dem Nato-Russland-Rat in Brüssel zwar vorgeschlagen, mindestens 25% der afghanischen Mohnanbaufläche zerstören zu lassen. Die Nato, US-dominiert, lehnte jedoch ab. James Appathurai, Nato-Sprecher, äusserte vor Journalisten zynisch: «Wir können nicht die einzige Einkommensquelle für Menschen versiegeln, die im zweitärmsten Land der Welt leben, obwohl wir ihnen keine Alternative zu bieten haben.»
Menschenverachtende Lüge. Die USA und ihre Vasallen führen nicht nur «Krieg gegen den Terrorismus» am Hindukusch (im geostrategischen sowie Rohstoff- und Energietransfer-Interesse), sondern sie schützen absichtlich die Einkommensbasis der afghanischen Mohnbauern.
Vor dem Krieg, unter dem Taliban-Regime, war Mohnanbau in Afghanistan streng kontrolliert, Mohn war nur als Lebensmittel erlaubt. Auf Drogenherstellung und -vertrieb stand die Todesstrafe. Der afghanische Heroin-Anteil am Weltmarkt betrug nicht einmal 5 Prozent. Die afghanischen Bauern waren dennoch nicht ärmer als heute. Auch zuvor, während der sowjetischen Intervention und der kommunistischen Regierung Afghanistans, gab es dort nur geringe Drogenproduktion. Sie gedieh erst nach der US-amerikanischen Subversion (Ausrüstung und Unterstützung der Volksmujaheddin, aus denen später die Taliban hervorgingen).
Der afghanische Markt schlug voriges Jahr Mohn für 3,4 Milliarden US-Dollar um. (Quelle: J. Mercille, Universität Dublin). Nur 21% verblieben den Bauern. 75% strichen die korrupten Verbündeten der USA und der Nato ein: Regierungsbeamte, lokale ­Polizei, regionale Händler und Spediteure. 4% fielen wie üblich für die Taliban ab, geduldet von der Nato. Denn der Gegner muss erhalten werden – im Interesse ständiger US-Präsenz. Mache sich jeder seinen Reim drauf.
Russland beruft sich vergeblich auf die UN-Beschlüsse, die alle Mitgliedsstaaten verpflichten, gegen den Drogenschwarzmarkt vorzugehen. Man versteht deshalb, dass Ivanov mit Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen in Brüssel zusammenkrachte, als die Nato sich schlankweg weigerte, etwas gegen den afghanischen Mohnanbau zu unternehmen.
Wir haben es mit der modernen (US-amerikanischen) Variante eines «Opiumkriegs» zu tun, der mit der gleichen Zielsetzung geführt wird, welche die Briten im Ersten und im Zweiten Opiumkrieg (1839–1842 sowie 1856–1860) gegen das Kaiserreich China der Qing-Dynastie verfolgten. Das dem Reich der Mitte aufgezwungene Opium bewirkte bekanntlich die völlige Zersetzung der chinesischen Gesellschaft und jene innenpolitische Instabilität, die schliesslich 1900 den sogenannten Boxer-Aufstand auslöste – den erwünschten Vorwand zum europäischen Einmarsch.
Nun könnten die Vereinten Nationen ihr Isaf-Mandat, mit dem sie erst nachträglich den Nato-«Einsatz» in Afghanistan legitimierten, um den Kampf gegen den Mohnanbau erweitern und in echter Wiederaufbauhilfe alternative Anpflanzungen fördern. Dann stünden die US- und die Nato-Besetzer in der Pflicht, die Opiumproduktion abzustellen. Ein solcher UN-Beschluss kam bisher nicht zustande. Auch darauf mache sich jeder seinen Vers.
Opium bzw. Heroin schädigt den Menschen bis in seine genetischen Grundlagen – wie damals im chinesischen Kaiserreich so heute in Russland, in der Volksrepublik China und in ihren Nachbarländern. Gegen Moskau und Peking, die beiden Hauptkonkurrenten, richten Washington und die Nato die bewährte Giftwaffe der Drogen. Das ist ein wesentlicher Kampf im Afghanistan-Krieg, in seiner Dimension öffentlich kaum diskutiert.

Sonntag, 2. Mai 2010

Basel - die Drehscheibe des Internationalen Kapitals

EZB-Präsident Jean-Claude Trichet: Bank für Internationalen Zahlungsausgleich soll Weltregierung steuern

Europäischer Zentralbankchef fordert während einer Rede vorm Council on Foreign Relations, dass die korrupte Bank für Internationalen Zahlungsausgleich die Weltregierung anführt

Paul Joseph Watson, Prisonplanet.com, 29.04.2010

Zu Beginn dieser Woche forderte der Präsident der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, bei einer Rede vor dem Council on Foreign Relations in New York die Einführung einer Weltregierung [„global governance“ im Folgenden ausschließlich „Weltregierung“], die von G20 und der korrupten Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) im Namen der Rettung der Wirtschaft angeführt werden soll.

In einer Rede mit dem Titel „Weltregierung heute“ behauptet Trichet, dass die Elite „ein Regelwerk, Institutionen, informelle Gruppen und Mechanismen der Zusammenarbeit, die wir ´Weltregierung` nennen“, einführen müsse.

Im Laufe der Rede benutzte Trichet den Begriff „Weltregierung“ mehr als ein Dutzend Mal um darzulegen, von welcher „Bedeutung die Weltregierung“ ist um eine weitere Finanzkrise zu verhindern.

Ein Abschnitt von Trichets Rede trägt die Überschrift „Warum wir die Weltregierung brauchen“. Ab diesem Teil der Rede führt er fortwährend den wirtschaftlichen Abschwung als Rechtfertigung ins Feld geheime, undemokratische und korrupte globale Institutionen zu ermächtigen über die Welt zu herrschen.

Eine vollständige Niederschrift der Rede wird auch seitens der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich zur Verfügung gestellt, einer internationalen Organisation, die aus Zentralbanken besteht und fortwährend für eine zentralisierte Weltwährung Partei ergriff um die Währungen der Nationalstaaten zu ersetzen. Trichet lobte die BIZ während seiner Rede als eine Organisation, die im Umgang mit der Krise „der Zeit voraus“ ist.

Die oberste Einrichtung, welche laut Trichet die Institutionen der Weltregierung steuern wird, ist das Global Economy Meeting (GEM), das regelmäßig im Hauptsitz der BIZ in Basel stattfindet. Laut Trichet ist diese Gruppe zur „obersten Gruppe der Weltregierung unter den Zentralbanken“ geworden. Beim GEM handelt es sich im Grunde genommen um einen Lenkungsausschuss unter der Schirmherrschaft der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich.

Die BIZ ist ein Abzweig der internationalen Bretton-Woods Finanzarchitektur und aufs engste mit der Bilderberg-Gruppe verbunden. Sie wird durch eine innere Elite kontrolliert, die alle bedeutenden Zentralbanken der Welt repräsentiert. John Maynard Keynes, vielleicht der einflussreichste Ökonom aller Zeiten, forderte, dass sie geschlossen wird, da sie während des Zweiten Weltkriegs zur Geldwäsche für die Nazis benutzt wurde.

Die Finanzinternetseite Investors Insight beschreibt die BIZ als „die mächtigste Bank, von der Sie noch nie gehört haben“ und betitelte sie als „die mächtigste Finanzinstitution auf dem Planeten“.

Durch ihre Kontrolle über riesige Mengen weltweit konvertierbarer Devisen hält die Bank die Macht in ihren Händen. Die BIZ kontrolliert nicht weniger als 7% der weltweit verfügbaren Währungsfonds und besitzt 712 Tonnen physisches Gold.

„Durch die Kontrolle über ausländische Devisen und das Gold, hat die BIZ einen langen Atem um die wirtschaftlichen Bedingungen eines jeden Landes zu bestimmen.“ schreibt Doug Casey. „Denken Sie das nächste Mal daran, wenn Ben Bernanke oder der Präsident der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, einen Anstieg der Zinssätze verkünden. Sie können darauf wetten, dass dies nicht ohne Mitwirkung des BIZ-Vorstands geschehen ist.“

Bei der BIZ handelt es sich im Grunde um eine riesige Schwarzgeldkasse für die Weltregierung, durch die geheime Transfers des Vermögens der Bürger verstohlen an den Internationalen Währungsfonds weitergereicht werden.

„Zum Beispiel können die Gelder der US-Steuerzahler über die BIZ an den IWF weitergereicht werden und von dort aus überall hingehen. Im Wesentlichen wäscht die BIZ das Geld, da es keine speziellen Angaben darüber gibt, wo die einzelnen Einlagen herkamen und wo sie hingehen.“ schreibt Casey.

„Die Bank war ein bedeutender Akteur beim Vorantreiben der Einführung des Euro als gemeinsame Währung Europas. Es gibt Gerüchte, dass sie als nächstes plant die USA, Kanada und Mexiko zu überzeugen zu einer ähnlichen regionalen Währung überzugehen, vielleicht ´Amero` genannt und es ist logisch anzunehmen, dass das schlussendliche Ziel der Bank eine einzige Weltwährung ist. Dies würde die Transaktionen vereinfachen und die Kontrolle der Bank über die Weltwirtschaft wirklich festigen.“ fügt Casey hinzu.

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich ist keiner nationalen Regierung gegenüber auf irgendeine Art verantwortlich. Trichets Bekenntnis, dass ein Zweig der korrupten BIZ den Hauptmotor der Weltregierung steuern wird, ist eine erstaunliche Enthüllung und betont einmal mehr, dass die Weltregierung von Natur aus undemokratisch und diktatorisch ist.

Die Tatsache, dass Trichet diesen neuen Ansatz des Fortschreitens in Richtung Weltregierung vor der Zuhörerschaft der CFR-Insider enthüllte, passt ganz und gar.

Der Council on Foreign Relations setzt sich aus einflussreichen Eliten und Mächtigen aller Bereiche der Regierung, Wirtschaft, des akademischen Lebens und der Medien zusammen. Es ist das öffentliche Gesicht der geheimeren Bilderberg-Gruppe. Der CFR wirbt ausschließlich Mitglieder an, die seiner Agenda für eine Weltregierung und der Zerstörung der Souveränität der USA positiv gegenüberstehen.

Der Umfang der Aufgabe des CFR wurde am besten vom früheren stellvertretenden Außenminister unter Clinton, der CFR-Leuchtgestalt Strobe Talbott, gefasst, der im Juli 1992 gegenüber dem Time Magazine erklärte:

„Im nächsten Jahrhundert werden Nationen, so wie wir sie kennen, überflüssig sein; alle Staaten werden eine einzige, globale Autorität anerkennen. Nationale Souveränität war alles in allem eine nicht so tolle Idee.“

Wie wir hinwiesen, hat die globale Elite die Geburtsstunde der Weltregierung und wer diese steuern wird, bereits verkündet. Menschen sind von der Erwartung abgelenkt worden, dass die Vereinten Nationen die Mütze aufhaben würden, während man der G20 und der BIZ die Werkzeuge an die Hand gab, durch welche die Weltregierung koordiniert wird.

In seiner Rede räumt Trichet ein, dass die G20 die Finanzkrise dazu benutzt den Entwicklungsländern „die vollständige Integration in die Institutionen der Weltregierung“ aufzuerlegen.

„Die G20 ist effektiv dabei gewesen die weltweite Krise anzugehen. Wir befinden uns nun in einer Phase, wo dieses Forum den Übergang vom Handeln in einem Krisenlösungsmodus hin zur Mitwirkung an der Krisenvorsorge vollzieht.“ so Trichet.

Mit anderen Worten beutet die Elite die Finanzkrise aus, damit es der G20 erlaubt wird als Retter zu posieren und sich anschließend selbst zu ermächtigen den Nationalstaaten im Namen der Verhinderung einer weiteren Wirtschaftskrise Regularien der Weltregierung aufzuzwingen.

Genauso, wie EU-Präsident Herman Van Rompuy während seiner Brüsseler Rede sagte, markierte 2009 das erste offizielle Jahr der Weltregierungsmächte, welche direkte Kontrolle auf die Wirtschaften der Nationalstaaten ausüben.

„2009 ist auch das erste Jahr der Weltregierung, mit der Schaffung der G20 in der Mitte der Finanzkrise. Der Klimagipfel in Kopenhagen ist ein weiterer Schritt in Richtung der globalen Verwaltung unseres Planeten.“ sagte Van Rompuy.


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Dr. Norman Finkelstein - ein mutiger Jude

Dr. Norman Finkelstein hat mehrere Bücher zum Themenfeld Israel/Palästina/Holocaust geschrieben und zählt zu den scharfsinnigsten Analysten unserer Zeit. Ähnlich wie Professor Ilan Pappe äußert er sich sehr kritisch zur Vergangenheit und Gegenwart des Staates Israel und beide argumentieren sehr rational und haben gut recherchiert. Besonders nach den Massenmorden in Jenin und in Gaza melden sich diese beiden und viele andere Juden, auch in Deutschland, zu Wort, weil sie nicht von einem Staat für Gewaltzwecke vereinnahmt werden wollen, der sich anmaßt, im Namen aller Juden zu sprechen und zu handeln.

Wie nun bekannt wurde, haben sowohl die Heinrich-Böll-Stiftung als auch die Rosa-Luxemburg-Stiftung bereits geplante Vorträge Finkelsteins in Berlin abgesagt. Während sich die Grünen-nahe Stiftung gar nicht erst auf eine Erklärung ihres Verhaltens eingelassen hat, begründet der Vorstand der Linkspartei-nahen Stiftung seinen Rückzieher in einer Medieninformation mit der Null-Aussage, dass ein solcher Vortrag "brisant" sei. Was ist da los, fragt man sich. Ruft Finkelstein vielleicht zur Gewalt auf? Stehen seine Ansichten außerhalb des Rechts, missachtet er die Menschenrechte? Nichts von alledem. Im Gegenteil.
Der Grund für das Redeverbot liegt im Einspruch von Gruppen, die Kritik an Israel verhindern möchten und dies mit einem Antisemitismusvorwurf verbinden.

Dies ist ein alter Hut und nicht besonders interessant. Interessant ist vielmehr, dass sich die deutsche Öffentlichkeit auf diesen Unsinn einlässt und einem Mann, der seine Familie in deutschen Konzentrationslagern verloren hat, auf deutschem Boden den Mund verbietet und es zulässt, dass er ein Antisemit genannt wird, weil er die Gewalt in Israel thematisiert. Dasselbe ist übrigens vor wenigen Monaten auch dem israelischen Historiker Ilan Pappe in München passiert, als der dortige Oberbürgermeister dessen geplanten Vortrag absagte. Pappe schrieb damals in einem offenen Brief, dass sein Vater "auf ähnliche Weise als deutscher Jude in den dreißiger Jahren mundtot gemacht wurde".

Das deutsche Selbstverständnis
Betrachten wir also das deutsche Selbstverständnis und wenden wir uns dann kurz dem historischen Hintergrund zu, um zu verstehen, wovor man in Deutschland eigentlich solch eine Angst hat. Als kürzlich der israelische Politiker Schimon Peres zum Holocaust-Gedenktag im Bundestag sprach, erntete er stehende Ovationen. Die wenigen, die sich nicht erheben wollten, weil sie die Gewaltpolitik Peres' und Israels ablehnen, wurden dafür öffentlich angegriffen.
So kursierte etwa das Zitat eines Bundestagsabgeordneten: "Die Nazi-Verbrechen, die Shoa und der Vernichtungskrieg sind das originäre Menschheitsverbrechen. (...) Den jüdischen Opfern des Nationalsozialismus wird am 27. Januar in der Gedenkstunde im Bundestag gedacht. Nur um sie und die Mahnung des 'Nie wieder!' darf es aus diesem Anlass gehen. Alles andere bedeutet in dem Zusammenhang eine Relativierung der Nazi-Verbrechen."

Es ist ein für Deutschland typisches Zitat und es zeigt die deutsche Angst ebenso wie die große Gefahr, die darin steckt.

Der Genozid an den Juden wird in diesem Zitat aus jedem historischen Kontext genommen und als einzigartiges Ereignis verklärt.

Erstens zeigt das einen "Wir (Wir!) sind die Größten"-Narzissmus.
Zweitens zeigt es einen pro-jüdischen Rassismus, so als ob ein Rassismus für einen anderen aufkommen könnte. Nicht die Opfer sind wichtig, nein, die jüdischen Opfer sind es.
Als die Nazis Sinti und Roma umgebracht haben, war das also irgendwie OK.
Und wie sehr wird dann erst das Töten von Palästinensern OK sein, wenn es von Juden ausgeführt wird.
Allgemeiner gesagt: Wenn der Genozid an den Juden "das originäre Menschheitsverbrechen" genannt wird, der einzigartige und unvergleichliche Akt, dann wird jedes andere Verbrechen relativiert und damit nicht so wichtig.
Finkelstein und Pappe passen hier nicht hinein, sie stören die Feierlichkeiten, indem sie den historischen Rahmen benennen.
Dies ist um so unangenehmer, als sie Juden sind, mit Familien, die Naziopfer waren. Sie zu ächten zeigt, dass es letztlich nicht jüdische Naziopfer sind, für die der ganze Zirkus veranstaltet wird, trotz aller pathetischer Schwüre und feierlicher Deklarationen.

Dies fürchtet Deutschland, dass nämlich die Menschen merken, dass die öffentliche "Holocaust-Erinnerung" ein Schwindel ist und dass Finkelstein und Pappe eloquent und kraftvoll genug sind, um diese Pharce zu demaskieren.
Deutschland hat sich darauf festgelegt, die Naziverbrechen am Staat Israel zu büßen. Wenn es Solidarität mit dem zionistischen Staat übt, dann erfülle Deutschland seine historische Verantwortung. Hinterfragt wird dieses Dogma nie, obwohl es jenseits jeder Logik steht, ausgerechnet den Zionismus zu unterstützen, um Buße zu tun.
Jenseits der Logik nicht einmal in erster Linie deshalb, weil es fruchtbare Kooperationen zwischen Nazis und Zionisten gegeben hat. (Es lag ja im Interesse beider Ideologien, Juden aus Deutschland fortzuschaffen.)

Was viel schlimmer ist: Gewalt wird nicht als das Problem erkannt.
Insofern hat Hitler gewonnen, denn die Gewalt, die diesen Verbrecher in erster Linie zu einem Verbrecher gemacht hat, die hört nicht auf.
Im Gegenteil:
Mit dem notorischen "Nie wieder!" wird Gewalt und Töten noch gerechtfertigt.
Das geht nur, weil der Genozid an den Juden aus seinem historischen Kontext gelöst wurde und nun frei im Raum schwebt.

Das israelische Selbstverständnis
Finkelstein und Pappe schreiben beide über den fehlenden historischen Kontext und davor herrscht große Angst, weil beide sowohl brillant, ja zwingend argumentieren als auch selbst Betroffene sind.

Analog zu Goldstone, Chomsky und einigen anderen ziehen die beiden Akademiker den Hass und die Ablehnung des herrschenden Zionismus und seiner rührigen Freunde auf sich.Finkelstein lebt in den USA, wo der Zionismus bekanntlich noch stärker ist als in Israel und er hat kein leichtes Leben.Pappe musste ins Exil nach England gehen, weil es für ihn in Israel unerträglich wurde. Er hat das Buch "Die ethnische Säuberung Palästinas" geschrieben, in dem er deutlich zeigt, dass der israelische Staat auf schwere Gewalt gegründet ist. Wenn man sieht, dass die beiden Autoren in Deutschland Redeverbot bekommen, wundert es nicht mehr, wenn man auch von den Geschehnissen um 1948 nicht viel anderes hört als flache Stereotype.

Nach dem israelischen Selbstverständnis ist der zionistische Staat aus einem "Unabhängigkeitskrieg" hervorgegangen.Demnach haben sich die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus zum Schutz einen Staat gebaut und wurden dann sofort von den bösen arabischen Nachbarn angegriffen. Diese Darstellung ist unantastbar und wird mit großer Hysterie verteidigt, sei es in Israel oder Deutschland, weil sie einer sachlichen Analyse nicht standhält.

Als nämlich Israel im Mai 1948 gegründet wurde, war die ethnische Säuberung Palästinas bereits ein halbes Jahr im Gange. "Plan Dalet/Plan D" hieß das und man kann es nachlesen. Zu Hunderten wurden die einheimischen Palästinenser umgebracht und zu Hunderttausenden von zionistischen Milizen aus ihren Dörfern vertrieben.
Nach israelischem Selbstverständnis sind viele Palästinenser damals freiwillig fortgegangen, als würde irgendjemand freiwillig seine Heimat und seinen Besitz einfach so aufgeben.
Auf internationalen Druck hatte die UNO in ihrem Teilungsplan etwas mehr als die Hälfte Palästinas den Einheimischen abgesprochen und den Zionisten zugesprochen. Damit gaben sich die Zionisten aber nicht zufrieden. Sie hatten Waffen bekommen und nahmen sich mit Gewalt mehr von dem Land. Als sie dann den Staat darauf gründeten, taten sie das nicht in Absprache mit irgendjemandem, sondern unilateral und überraschend.
Es wurde dann das Dogma vom "Existenzrecht" erfunden, damit über diese Vorfälle nicht mehr gesprochen wird.
Hier liegt nämlich die Saat der Probleme, mit denen wir bis heute konfrontiert sind. Man kann früher beginnen, mit dem Sykes-Picot-Abkommen oder den ersten ausländischen Siedlern, die sich zum größten Teil nicht integriert haben, sondern aggressiv aufgetreten sind, man kann über die Engländer sprechen und den zionistischen sowie den arabischen Terrorismus, von Jabotinsky und anderen Vorläufern. Aber anhand der Staatsgründung und dem Plan D sieht man am deutlichsten, warum die Geschichte bis heute eskaliert.

Das Massaker von Deir Yassin geschah im Rahmen dieses Plans, es ging durch die Weltpresse.
Niemand wurde jemals für diese Blutorgie zur Rechenschaft gezogen und so entstand ein Präzedenzfall, der bis heute nachwirkt. Auch für den Massenmord in Gaza wurde niemand zur Rechenschaft gezogen oder für die anderen Massaker, die Israel gewohnheitsmäßig verübt. Der Landraub von Plan D ist ein ebensolcher Präzedenzfall, denn bis heute wird das israelische Gebiet immer größer, während das palästinensische kleiner wird. Dies alles steckt im verschleiernden Begriff des "Existenzrechts", auch die Rassengesetze von 1950, die allen Juden in der Welt ein "Rückkehrrecht" nach Israel garantieren, während die vertriebenen Einheimischen draußen bleiben mussten (ein einmaliger Vorfall in der langen Geschichte des Landes) und ihr Land und Besitz von den neuen Herren konfisziert wurde, die sich ihrer Blut-und-Boden-Ideologie verschrieben.
Vieles davon erinnert an die Nazis, was auch nicht verwundert, wenn man etwas über Täter/Opfer-Dynamiken weiß. Dass Opfer wegen ihrer Traumas zu Tätern werden können, ist bekannt und so offensichtlich, dass es großer Anstrengungen bedarf, diesen Diskurs zu unterbinden. Er wird unterbunden, im militarisierten Israel ebenso wie in Deutschland, es ist tabu. Deshalb ist auch eine rechtsextreme Regierung in Israel kein Problem. Rechtsextremismus ist nicht gleich Rechtsextremismus, wenn es um Israel geht.

Die Spitze des Eisbergs
Das Redeverbot für Finkelstein ist nur die Spitze eines großen Eisbergs.
Während diese Zeilen geschrieben werden, werden palästinensische Häuser in Barta'a Ash-Sharqiya zerstört und in Sheikh Jarrah/Jerusalem werden neue Landnahmen beschlossen. Ein großer historischer arabischer Friedhof soll einem "Museum der Toleranz" weichen und in Bil'in geht der gewaltlose Widerstand gegen die Mauer ins sechste Jahr. Regelmäßig werden die Demonstranten von der Armee verletzt, auch getötet.
Von den Helden des gewaltlosen Widerstands berichtet die Weltpresse so gut wie nicht, weil es nicht ins Bild passt. Russische Juden in Be'er Sheva im Negev haben gerade einen Beduinenjungen getötet und einen weiteren schwer verletzt, während eine Gruppe fundamentalistischer Siedler ein palästinensisches Kind in Hebron verletzte. Etwa 11.000 Palästinenser sind derzeit in israelischen Gefängnissen. Die "Checkpoints" nach Nablus wurden kürzlich geschlossen, so dass niemand hineinkommt. Die Fischer von Gaza werden von der israelischen Marine beschossen und Gaza ist immer noch unter Belagerung.
Dubais Polizeichef sagte aus, dass nach Polizeierkenntnissen sehr wahrscheinlich der Mossad hinter dem Mord an einem Hamas-Politiker in den Emiraten steckt.
Jeden Tag kann man auf www.theheadlines.org lesen, was im Land passiert und dass sich seit 1948 nichts an der Routine geändert hat. In Deutschland berichtet zum Beispiel das Palästina-Portal darüber.

Wir bekommen das meiste davon nicht mit, aus Sorge vor aufkommendem "Antisemitismus" lassen unsere Medien das meiste aus. Deshalb sollen wir ja auch Finkelstein und Pappe nicht hören, denn die bestätigen die grauenhaften Vorfälle und die oben angeführte historische Entwicklung. Stattdessen werden wir mit "Informationen" über "Terrorismus" gefüttert. Dass Israels Politik nur zur Selbstzerstörung des Staates Israels führen kann, ist einigen führenden Politikern und Meinungsmachern wohl bewusst. Eine Kultur des Todes könnte man das nennen. Es ist vielleicht auch Selbsthass im Spiel, also das, was man Menschenrechtlern wie Finkelstein und Pappe ebenfalls gern nachsagt. Doch selbst nach unseren Mainstream-Dogmen liegt hier ein großes Problem vor, denn diese Entwicklung schadet auch den Juden, den Zionisten ebenso wie den Anti-Zionisten.

Update am 20.02.2010: Nachdem auch die beiden Veranstaltungen in München (am 24.02. im Amerikahaus, am 25.02 im Kulturhaus Milbertshofen) abgesagt wurden, hat Norman Finkelstein beschlossen, nicht nach Deutschland zu kommen. In Berlin hatte er inzwischen eine Einladung der jungen Welt bekommen, die am 26.02. einen Vortrag über Gaza ausrichten wollte. Finkelstein möchte nicht, dass mit den Auseinandersetzungen um seine Auftritte die Situation der Palästinenser, um die es in seinen Vorträgen gehen sollte, in den Hintergrund tritt.