Verschleppen, vertuschen, verleugnen
Der Skandal um die Berner Gemeinderätin Edith Olibet erinnert fatal an das Debakel um Monika Stocker in Zürich: Statt aus Fehlern zu lernen, verstrickt sich die Sozialdirektorin in Vertuschungsmanövern.
Von Alex Baur
Mag sein, dass die Stadtberner Sozialdirektorin Edith Olibet (SP) im Sommer 2007 wirklich glaubte, der Fürsorgemissbrauch sei eine Erfindung ihrer politischen Gegner. Die Missbrauchsquote lag ihrer Meinung nach im Promillebereich. So beschloss Olibet, das lästige Thema, das nach skandalösen «Einzelfällen» immer wieder hochkochte, ein für alle Mal aus der Welt zu schaffen und gab dem Finanzinspektorat den Auftrag, die 4100 Fürsorgedossiers der Stadt Bern zu durchleuchten. Vielleicht rechnete sie auch nicht damit, dass Inspektor Beat Büschi den Auftrag derart ernst nehmen würde.
Büschi stellte bald fest, dass eine seriöse Prüfung aller Dossiers innert vernünftiger Frist nicht möglich war. Er beschränkte sich deshalb auf eine repräsentative Auswahl von 299 Fällen, die er mit Hilfe von externen Spezialisten auf Herz und Nieren überprüfen liess. Die Untersuchung war einzigartig und von nationaler Bedeutung. Im Gegensatz zu früheren Abklärungen, die stets zu gefälligen Resultaten geführt hatten, gingen hier erstmals nicht Sozialarbeiter ans Werk, sondern Finanzprofis. Diese durchleuchteten die Dossiers nach harten, buchhalterischen und juristischen Kriterien. Am 16. Juni lag ein 148-seitiger «Zwischenbericht» vor, der die schlimmsten Befürchtungen übertraf. Einige Beispiele:
Bei 70 Prozent der Fälle, in denen Zulagen für vermeintliche Arbeitsbemühungen ausbezahlt wurden, sind solche nicht belegbar.
Bei 83 Prozent der Fälle, in denen sogenannte Zielvereinbarungen nicht eingehalten wurden, blieben Sanktionen aus.
Bei 25 Prozent der Fälle, in denen zu Unrecht bezogene Leistungen hätten zurückbezahlt werden müssen, wurden diese nicht eingezogen.
Bei 67 Prozent der Fälle, in denen dies angezeigt gewesen wäre, wurde eine Überprüfung von Nebeneinnahmen unterlassen, bei 70 Prozent der Fälle wurden keine Bemühungen um eine Arbeitsstelle belegt.
In 32 Prozent aller Dossiers finden sich konkrete Hinweise auf Missbrauch; bei Ausländern beträgt die Quote gar 40 Prozent. Konkret: Aufgrund von objektiv falschen Angaben (9 Prozent aller Dossiers) oder Hinweisen auf undeklarierte Einkünfte (Reisen ins Ausland, teure Autos etc.) ist in diesen Fällen «zu vermuten», dass unrechtmässige Leistungen ausbezahlt wurden.
Im Sommer 2007 hatte die eben pensionierte Sozialdienst-Chefin Annemarie Lanker (SP) mit einem ungewohnt offenen Interview die Misswirtschaft bei der Fürsorge thematisiert. Lanker wurde faktisch aus ihrer Partei verstossen; die rot-grüne Berner Regierung unter Stadtpräsident Alexander Tschäppät (SP) stellte sich bedingungslos hinter Olibet.
Ein Jahr später, unter dem Licht des akribischen, ausgesprochen sachlich abgefassten Berichts Büschi erscheint Lankers Kritik geradezu verhalten. Im Herbst standen Wahlen an. Eine Katastrophe. Von einer Untersuchung der restlichen Dossiers, die sich nun aufdrängte, redete nun kein Mensch mehr.
Um den Bericht so lange wie möglich unter dem Deckel zu halten, entwickelte der Gemeinderat, wie die Regierung in Bern heisst, eine ungeahnte Kreativität. Büschis Expertise, so die originelle Begründung, müsse vorweg «plausibilisiert» werden. Dieses neue Vorgehen hatte man erfunden, wie Olibet später eingestehen musste, als Büschis Bericht bereits vorlag. Die Kontrollstelle KPMG attestierte dem Bericht im August 2008 «Plausibilität» und brachte nur wenig Zeitgewinn. Hilfreicher war die Amtsstatthalterin Regula Mader (SP), die als Nächste an der Reihe war. Sie lieferte ihre «Plausibilisierung» erst Mitte November, also kurz vor den Wahlen. Und sie enttäuschte ihre Genossin nicht.
Gefälligkeiten im roten Filz
Im Wesentlichen korrigierte Mader die von Büschi eruierte Missbrauchsquote nach unten auf «lediglich» 10 Prozent. Schaut man sich die 36 Seiten dünne Abhandlung genauer an, handelt es sich um ein rein politisches Elaborat, das die von Büschi erhobenen Daten lediglich anders interpretiert. Mader warnt vor einer «wenig heilsamen» Missbrauchsdebatte, die ein «Klima des Misstrauens» schaffe und Fürsorgebezüger unter Generalverdacht stelle. Auch sei schon vieles unternommen worden, so lobt sie den Gemeinderat präventiv, um die Missstände zu bekämpfen. Missbrauch sei ohnehin ein unklar definierter Begriff. Es sind die alten Argumente, mit denen die Sozialbranche bislang jede Kritik neutralisierte.
In der Sache setzt Mader lediglich die Latte für einen Missbrauchverdacht höher. Ausgedehnte Ferien im Ausland zum Beispiel sind nach ihrer Meinung unverdächtig; schliesslich sei bekannt, dass sich im Ausland oft billiger leben liesse als hierzulande. Ein Fall, den Büschi gemäss Mader zu Unrecht als verdächtig taxiert hatte, macht das Schreiben der Statthalterin zur Makulatur: Just gegen diesen vermeintlich unbedenklichen Fürsorgebezüger läuft mittlerweile ein Strafverfahren, weil er ein Vermögen von 38 000 Franken verheimlichte.
Sieben Monate lang hielt die Regierung Büschis «Zwischenbericht» im Giftschrank versteckt, bis sie diesen am 29. Januar 2009 diskret ins Internet stellte. Zugleich stellte Tschäppät vor der Presse den offiziellen «Schlussbericht» des Gemeinderates vor, in dem der katastrophale Befund des Finanzinspektorates bis zur Unkenntlichkeit verwedelt wird. Der Stadtpräsident versicherte, man habe die Lehren daraus gezogen. Dabei berief er sich auf ein Massnahmenpaket, das bereits im Februar 2008 geschnürt worden war – lange bevor der Bericht Büschi bekannt war, der immerhin eine Reihe von konstruktiven Empfehlungen enthält.
Bauernschlau hatte die Berner Regierung damit gerechnet, den «Zwischenbericht» Büschi mit ihrem «Schlussbericht» zu überdecken. Doch ausnahmsweise blieb der rot-grünen Mehrheit die mediale Komplizenschaft verwehrt, die bis anhin zuverlässig gespielt hatte. Namentlich die Journalisten Adrian Zurbriggen und Jürg Spori von der Berner Zeitung (BZ) liessen sich nicht mit offiziellen Verlautbarungen abspeisen und begannen zu recherchieren. Tschäppät und Olibet hatten den Bogen überspannt.
Die Vertuschungsmanöver, die die Journalisten ans Tageslicht brachten, sind ebenso abgründig wie das administrative Chaos in der Sozialdirektion. So wurde bekannt, dass Finanzinspektor Büschi in einer Sitzung mit dem Gemeinderat das Führungsversagen von Sozialdirektorin Olibet erfolglos thematisieren wollte. Büschi widerrief diese Behauptung öffentlich offenkundig unter Zwang und tatsachenwidrig, wie Protokolle belegen, welche die BZ umgehend veröffentlichte. Falsch ist offenbar auch Tschäppäts Behauptung, wonach der Finanzinspektor dem «Schlussbericht» zugestimmt habe – seine Unterschrift fehlte auf dem Dokument. Schliesslich wurde auch noch bekannt, dass die Sozialdirektion Büschis Untersuchung zu sabotieren versuchte und ihm Akten vorenthalten hatte.
Bereits Anfang Februar hatte eine Meldung in Bern für Empörung gesorgt, wonach Michael Hohn, der ehemalige Leiter des Berner Sozialamtes, für seinen ruhmlosen Abgang mit einem sechsstelligen Betrag aus der Staatskasse belohnt worden war. Der massgeblich für die Missstände im Amt verantwortliche Hohn hatte sich bereits im Frühling 2008 krank gemeldet. Im Sommer kehrte er zwar in sein Büro zurück, die Amtsleitung blieb aber bei seinem Stellvertreter, bis Hohn sich (auf Kosten der Steuerzahler) frühzeitig pensionieren liess.
Auch Amtsdirektorin Olibet meldete sich letzte Woche, als die Affäre hochkochte, umgehend krank. Die FDP hatte sie zu einem Departementswechsel aufgefordert, die SVP zum Rücktritt. Immerhin: Polizeidirektor Kurt Wasserfallen (FDP) wurde 2003 wegen ungleich geringerer Vorwürfe seiner Direktion enthoben. Am Montag meldete sich Olibet wieder zurück und wies Rücktrittsforderungen energisch zurück. SP-Präsident Christian Levrat persönlich hatte ihr übers Wochenende den Rücken gestärkt. Nach Ansicht der Genossen war nicht Olibet das Problem, sondern die «Medien» und die Indiskretionen.
Der Fall erinnert fatal an das Debakel um die gestrauchelte Zürcher Sozialvorsteherin Monika Stocker. Gehätschelt von kumpelhaften Journalisten und eingebettet in eine rot-grüne Mehrheit, die jede Kritik abschmetterte, wähnten sich die beiden Frauen immun. Beide haben versagt. Das hätte man ihnen verziehen, wenn sie die Lehren gezogen hätten. Unverzeihlich sind die Ablenkungsmanöver, mit denen sie ihr Versagen vertuschen wollten.
Erschienen in der Weltwoche Ausgabe 10/09
Donnerstag, 5. März 2009
Dienstag, 3. März 2009
Die Elite und ihre Agenda
Das negative Menschenbild der Eliten und die wissenschaftliche Verblödung der Sklaven
Samstag, 18. November 2006
NWOFighter
Editiert von Alexander Benesch
Sobald man das negative Menschenbild der Eliten einmal betrachtet, wird schnell klar weshalb auf die Schüler in den öffentlichen Schulen die Methoden der Verhaltenspsychologie angewandt werden.
Die Eliten gehen davon aus, dass jeder Mensch der nicht der Elite angehört,
- ein triebgesteuertes Tier, ein Teil einer dummen Herde sei, dessen animalische Instinkte von einer staatlichen Instanz in Zaum gehalten werden müssen,
- nur ein Teil der sichtbaren Materie sei -- Dinge wie der Besitz eines Innenlebens (Seele, Verstand, Kreativität, Gefühle, Moral, usw.) werden ihm abgesprochen.
- der Mensch und die herrschende Gesellschaftsordnung ein Zufallsprodukt der Evolution oder das Ergebnis von Naturgestzen sei; die Elite herrsche weil sie eben die überlegeneren Geschöpfe sind.
- der Mensch lediglich ein kleines Rädchen im gesellschaftlichen oder im globalen Getriebe sei.
Dieses Menschenbild ist demjenigen der jüdisch-christlichen Religion sowie jedem Verständnis von Freiheit und Individualität diametral entgegen gesetzt. Die klassische jüdisch-christliche Glaubenslehre sowie das moderne Menschenbild postulieren, dass der Mensch sich fundamental vom Tier unterscheide, dem Tier sogar haushoch überlegen sei. Der menschliche Verstand, seine Fähigkeit zu Kreativität und Moral verleihen dem Menschen erst seine Menschlichkeit und Menschenwürde. DieseÜberzeugungen passen nicht in die "Neue Weltordnung" (NWO) der globalen Elite.
Zu den Vertretern des negativen Menschenbildes zählten ach-so-angesehene Personen wie Sigmund Freud (1856-1939), Freuds Neffe, Edward Bernays (1891-1995), Walter Lippman (1889-1974), Carl Gustav Jung(1875-1961), Wilhelm Wundt (1832-1920), dessen Großvater, Kirchenrat Karl Kasimir Wundt (der unter dem Decknamen "Rafael" ein Mitglied des Illuminatenordens war), Wundts Schüler Kurt Lewin (1890-1947) , Theodor Adorno (1903-1969) und die "Frankfurter Schule", Margaret Mead (1901-1978), Burrhus Fredric Skinner (1904-1990, John B. Watson (1878-1956), Edward Lee Thorndike (1874-1949), Iwan Petrowitsch Pawlow (1849-1936), John Dewey (1859-1952), Bruno Bettelheim (1903-1990), Eric Trist (1911-1993), Frederick Edmund Emery(1925-1997).
Burrhus Skinner
Natürlich sind diese Urgesteine inzwischen ausgestorben, doch gibt es unzählige Generationen von Schülern, die diese kulturpessimistischen, menschenverachtenden Denktraditionen bis heute fortsetzen. Es sollte jetzt klar geworden sein, dass diese Philosophen, Psychologen, Psychiater, Soziologen, Verhaltensforscher, usw. nicht ihr ganzes Leben in einem akademischen Elfenbeinturm in Wolkenkuckucksheim verbringen--betriebsblind, schrullig, senil, entrückt, realitätsfremd, aber harmlos und menschenfreundlich. Ganz im Gegenteil: Diese Wissenschaftler aus der NWO-Elite arbeite(te)n konkrete Strategien aus, um uns,die Bürger, zu dominieren. Die Eliten haben eine ganz "eigenwillige" Auffassung von Wissenschaft. Sie stellen nämlich eine Hypothese/Behauptung auf ("alle Mitglieder der Massenbevölkerung sind Tiere"), setzen dann alle Hebel in Bewegung und stellen die geeigneten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen her um ihre Hypothese zur Realität zu machen. Soviel zu den (Sozial-)Wissenschaften an den legendären, tonangebenden Elite-Unis wie Oxford, Cambridge, Yale, Stanford, etc.
Methoden der Volksverblödung
Mit welchen Methoden gehen die Eliten vor, um den Durchschnittsbürger in ihr kulturpessimistisches, negatives Menschenbild zu pressen?
Allmähliche Lahmlegung/Ausschaltung des menschlichen Denkapparats/Verstands durch Psychopharmaka und andere Drogen, Gifte in Impfstoffen und Nahrungsmitteln, schädliche und nährstoffarme Ernährung, stumpfsinnige Routinearbeiten, Propaganda, geistlose Unterhaltung, ein katastrophales Schul-/Universitätssystem, New-Age-Religionen. Inzwischen dürfte vielen Menschen bekannt sein dass beim Betrachten von typischen Fernsehprogrammen die "Stimme im Kopf", d.h. das aktive Denken einschläft und man in einen Zustand abdriftet der den Kriterien einer Hypnose entspricht. Wussten sie allerdings dass an der Universität von Texas in Versuchsreihen Affen in Stühle geschnallt werden um an ihnen die Auswirkungen von verschiedenen Bildschirm-Flickerraten auf das Gehirn zu testen?
Die Eliten setzen noch eins drauf, indem sie dreist behaupten dass sie nur das mediale Angebot liefern welches die Konsumenten bestellt haben. Mit dieser Lüge können sie wunderbar die Ursache (schlechte Schulsystem, niveauloses Unterhaltungsprogramm) und die Wirkung (Volksverblödung) vertauschen, wobei die Opfer gleichzeitig zu Tätern abgestempelt werden. Da hilft wirklich nur noch der Boykott. Wird dem Menschen das Recht auf einen eigenen Verstand, auf hohe moralische Wertmaßstäbe, auf ein inneres Bewusstsein erstmal aberkannt, liegt der nächste Schritt nah: Die wachsende Unterschicht von inzwischen mehreren Milliarden Sklaven auf der Welt wird als Gefahr für den Planeten deklariert und die Vernichtung dieses "Unkrauts", eine Reduzierung der Weltbevölkerung um rund 80 %, wird von der Elite und ihren Top-Akademikern immer lauter offen gefordert.
Menschenbild der Behavioristen
Dem Menschenbild der Behavioristen liegt ebenfalls die Ansicht zugrunde, dass der Mensch ein Tier sei und dass aus einem Menschen ein Roboter gemacht werden kann. Alle Reaktionen der Sklaven (sprich: Normalbürger) sind Antworten auf die Reize in seiner Umgebung. Er ist das Produkt seiner Reflexe. Schlußfolgerung: Der Mensch ist vollkommen kontrollierbar, solange sein Handlungsspielraum, sein Aktionsradius, seine Umwelt gesteuert werden kann. In einer stabilen Umgebung
kann der Mensch mit kühlem Kopf zum Erreichen von Gemeinwohl planen und handeln. Aus diesem Grund müssen die NWO-Strategen "Turbulenzen" oder "Spannungsfelder" (Wirtschaftskrise, Blitzkriege, Börsenkrach, Familiendrama, usw.) inszenieren. Nur so kann der Mensch in Schach gehalten werden. Es ist absehbar, wie der Mensch auf unerträgliche Stress-Situationen reagieren wird: Mit Flucht, und zwar in Form von Dissoziation, kognitive Dissonanz, Regression, Drogen.
Das Verhalten des Menschen wird in die gewünschte Richtung gelenkt bzw. er wird konditioniert, indem der NWO-Elite genehmes Verhalten belohnt und "falsches" Verhalten bestraft wird.
Die Agenda der Elite, Machtausweitung und letztendlich völlige Dominanz des gesamten Planeten, wird als politische "Lösung" der heimlich selbst geschaffenen Krisen angeboten.
Alle Schulkinder in den staatlichen Schulen werden von den elitären Wissenschaftlern und Forschern im Dienste der NWO als "Versuchstiere" angesehen, und deswegen müssen sie behavioristische Unterrichtsmethoden über sich ergehen lassen. Ziel ist die Überführung der Haltungen/Meinungen/Verhaltensweisen des Schülers vom Ist-Zustand in den gewünschten Soll-Zustand per Konditionierung. Der gewünschte Soll-Zustand ist durch ein Spektrum von vorher festgelegten, messbaren Richtlinien ("nationale Standards" oder "Ergebnisse") in Bezug auf das Denken, Fühlen und Verhalten gekennzeichnet und seine Erzielung wird mittels Einstellungstests festgestellt. Der Soll-Zustand tritt dann ein, wenn der Schüler folgende Lernziele erreicht hat: Schlechte Lese-und Schreibfähigkeit, mittelmäßig ausgeprägtes logisches und analytisches Denkvermögen, Beherrschung der "politisch korrekten" Ansichten zu Reizthemen, die je nach Situation auch variieren können (Situationsethik), hohe Grad an Konformität und Unterordnung, kein Traditionsbewusstsein, Weltbürgermentalität, usw.
In der Schule werden die Einstellungen/Meinungen des Schülers per Tests untersucht. Der erfolgreiche Abschluss einer Klassenstufe bedeutet also, dass der Schüler den Übergang vom jeweiligen Ist-Zustand zum Soll-Zustand (so wie ihn die Eliten haben wollen) gelungen ist. Lassen sie sich und ihre Kinder nicht zu Untermenschen degradieren, durchschauen sie die Agenda der Eliten und ihren Gehilfen aus Politik, dem Bildungssystem und den Massenmedien!Sie haben einen Verstand, sie haben Rechte; fordern sie ein was ihnen als Mensch zusteht!
Samstag, 18. November 2006
NWOFighter
Editiert von Alexander Benesch
Sobald man das negative Menschenbild der Eliten einmal betrachtet, wird schnell klar weshalb auf die Schüler in den öffentlichen Schulen die Methoden der Verhaltenspsychologie angewandt werden.
Die Eliten gehen davon aus, dass jeder Mensch der nicht der Elite angehört,
- ein triebgesteuertes Tier, ein Teil einer dummen Herde sei, dessen animalische Instinkte von einer staatlichen Instanz in Zaum gehalten werden müssen,
- nur ein Teil der sichtbaren Materie sei -- Dinge wie der Besitz eines Innenlebens (Seele, Verstand, Kreativität, Gefühle, Moral, usw.) werden ihm abgesprochen.
- der Mensch und die herrschende Gesellschaftsordnung ein Zufallsprodukt der Evolution oder das Ergebnis von Naturgestzen sei; die Elite herrsche weil sie eben die überlegeneren Geschöpfe sind.
- der Mensch lediglich ein kleines Rädchen im gesellschaftlichen oder im globalen Getriebe sei.
Dieses Menschenbild ist demjenigen der jüdisch-christlichen Religion sowie jedem Verständnis von Freiheit und Individualität diametral entgegen gesetzt. Die klassische jüdisch-christliche Glaubenslehre sowie das moderne Menschenbild postulieren, dass der Mensch sich fundamental vom Tier unterscheide, dem Tier sogar haushoch überlegen sei. Der menschliche Verstand, seine Fähigkeit zu Kreativität und Moral verleihen dem Menschen erst seine Menschlichkeit und Menschenwürde. DieseÜberzeugungen passen nicht in die "Neue Weltordnung" (NWO) der globalen Elite.
Zu den Vertretern des negativen Menschenbildes zählten ach-so-angesehene Personen wie Sigmund Freud (1856-1939), Freuds Neffe, Edward Bernays (1891-1995), Walter Lippman (1889-1974), Carl Gustav Jung(1875-1961), Wilhelm Wundt (1832-1920), dessen Großvater, Kirchenrat Karl Kasimir Wundt (der unter dem Decknamen "Rafael" ein Mitglied des Illuminatenordens war), Wundts Schüler Kurt Lewin (1890-1947) , Theodor Adorno (1903-1969) und die "Frankfurter Schule", Margaret Mead (1901-1978), Burrhus Fredric Skinner (1904-1990, John B. Watson (1878-1956), Edward Lee Thorndike (1874-1949), Iwan Petrowitsch Pawlow (1849-1936), John Dewey (1859-1952), Bruno Bettelheim (1903-1990), Eric Trist (1911-1993), Frederick Edmund Emery(1925-1997).
Burrhus Skinner
Natürlich sind diese Urgesteine inzwischen ausgestorben, doch gibt es unzählige Generationen von Schülern, die diese kulturpessimistischen, menschenverachtenden Denktraditionen bis heute fortsetzen. Es sollte jetzt klar geworden sein, dass diese Philosophen, Psychologen, Psychiater, Soziologen, Verhaltensforscher, usw. nicht ihr ganzes Leben in einem akademischen Elfenbeinturm in Wolkenkuckucksheim verbringen--betriebsblind, schrullig, senil, entrückt, realitätsfremd, aber harmlos und menschenfreundlich. Ganz im Gegenteil: Diese Wissenschaftler aus der NWO-Elite arbeite(te)n konkrete Strategien aus, um uns,die Bürger, zu dominieren. Die Eliten haben eine ganz "eigenwillige" Auffassung von Wissenschaft. Sie stellen nämlich eine Hypothese/Behauptung auf ("alle Mitglieder der Massenbevölkerung sind Tiere"), setzen dann alle Hebel in Bewegung und stellen die geeigneten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen her um ihre Hypothese zur Realität zu machen. Soviel zu den (Sozial-)Wissenschaften an den legendären, tonangebenden Elite-Unis wie Oxford, Cambridge, Yale, Stanford, etc.
Methoden der Volksverblödung
Mit welchen Methoden gehen die Eliten vor, um den Durchschnittsbürger in ihr kulturpessimistisches, negatives Menschenbild zu pressen?
Allmähliche Lahmlegung/Ausschaltung des menschlichen Denkapparats/Verstands durch Psychopharmaka und andere Drogen, Gifte in Impfstoffen und Nahrungsmitteln, schädliche und nährstoffarme Ernährung, stumpfsinnige Routinearbeiten, Propaganda, geistlose Unterhaltung, ein katastrophales Schul-/Universitätssystem, New-Age-Religionen. Inzwischen dürfte vielen Menschen bekannt sein dass beim Betrachten von typischen Fernsehprogrammen die "Stimme im Kopf", d.h. das aktive Denken einschläft und man in einen Zustand abdriftet der den Kriterien einer Hypnose entspricht. Wussten sie allerdings dass an der Universität von Texas in Versuchsreihen Affen in Stühle geschnallt werden um an ihnen die Auswirkungen von verschiedenen Bildschirm-Flickerraten auf das Gehirn zu testen?
Die Eliten setzen noch eins drauf, indem sie dreist behaupten dass sie nur das mediale Angebot liefern welches die Konsumenten bestellt haben. Mit dieser Lüge können sie wunderbar die Ursache (schlechte Schulsystem, niveauloses Unterhaltungsprogramm) und die Wirkung (Volksverblödung) vertauschen, wobei die Opfer gleichzeitig zu Tätern abgestempelt werden. Da hilft wirklich nur noch der Boykott. Wird dem Menschen das Recht auf einen eigenen Verstand, auf hohe moralische Wertmaßstäbe, auf ein inneres Bewusstsein erstmal aberkannt, liegt der nächste Schritt nah: Die wachsende Unterschicht von inzwischen mehreren Milliarden Sklaven auf der Welt wird als Gefahr für den Planeten deklariert und die Vernichtung dieses "Unkrauts", eine Reduzierung der Weltbevölkerung um rund 80 %, wird von der Elite und ihren Top-Akademikern immer lauter offen gefordert.
Menschenbild der Behavioristen
Dem Menschenbild der Behavioristen liegt ebenfalls die Ansicht zugrunde, dass der Mensch ein Tier sei und dass aus einem Menschen ein Roboter gemacht werden kann. Alle Reaktionen der Sklaven (sprich: Normalbürger) sind Antworten auf die Reize in seiner Umgebung. Er ist das Produkt seiner Reflexe. Schlußfolgerung: Der Mensch ist vollkommen kontrollierbar, solange sein Handlungsspielraum, sein Aktionsradius, seine Umwelt gesteuert werden kann. In einer stabilen Umgebung
kann der Mensch mit kühlem Kopf zum Erreichen von Gemeinwohl planen und handeln. Aus diesem Grund müssen die NWO-Strategen "Turbulenzen" oder "Spannungsfelder" (Wirtschaftskrise, Blitzkriege, Börsenkrach, Familiendrama, usw.) inszenieren. Nur so kann der Mensch in Schach gehalten werden. Es ist absehbar, wie der Mensch auf unerträgliche Stress-Situationen reagieren wird: Mit Flucht, und zwar in Form von Dissoziation, kognitive Dissonanz, Regression, Drogen.
Das Verhalten des Menschen wird in die gewünschte Richtung gelenkt bzw. er wird konditioniert, indem der NWO-Elite genehmes Verhalten belohnt und "falsches" Verhalten bestraft wird.
Die Agenda der Elite, Machtausweitung und letztendlich völlige Dominanz des gesamten Planeten, wird als politische "Lösung" der heimlich selbst geschaffenen Krisen angeboten.
Alle Schulkinder in den staatlichen Schulen werden von den elitären Wissenschaftlern und Forschern im Dienste der NWO als "Versuchstiere" angesehen, und deswegen müssen sie behavioristische Unterrichtsmethoden über sich ergehen lassen. Ziel ist die Überführung der Haltungen/Meinungen/Verhaltensweisen des Schülers vom Ist-Zustand in den gewünschten Soll-Zustand per Konditionierung. Der gewünschte Soll-Zustand ist durch ein Spektrum von vorher festgelegten, messbaren Richtlinien ("nationale Standards" oder "Ergebnisse") in Bezug auf das Denken, Fühlen und Verhalten gekennzeichnet und seine Erzielung wird mittels Einstellungstests festgestellt. Der Soll-Zustand tritt dann ein, wenn der Schüler folgende Lernziele erreicht hat: Schlechte Lese-und Schreibfähigkeit, mittelmäßig ausgeprägtes logisches und analytisches Denkvermögen, Beherrschung der "politisch korrekten" Ansichten zu Reizthemen, die je nach Situation auch variieren können (Situationsethik), hohe Grad an Konformität und Unterordnung, kein Traditionsbewusstsein, Weltbürgermentalität, usw.
In der Schule werden die Einstellungen/Meinungen des Schülers per Tests untersucht. Der erfolgreiche Abschluss einer Klassenstufe bedeutet also, dass der Schüler den Übergang vom jeweiligen Ist-Zustand zum Soll-Zustand (so wie ihn die Eliten haben wollen) gelungen ist. Lassen sie sich und ihre Kinder nicht zu Untermenschen degradieren, durchschauen sie die Agenda der Eliten und ihren Gehilfen aus Politik, dem Bildungssystem und den Massenmedien!Sie haben einen Verstand, sie haben Rechte; fordern sie ein was ihnen als Mensch zusteht!
Freitag, 27. Februar 2009
Zur Selbstverletzung einer jungen Brasilianerin
Schwamm drüber?
Ebenso eigenartig wie aufsehenerregend, wie die Dinge abliefen: Eine angeblich schwangere Brasilianerin behauptet, von Rechtsextremen vergewaltigt worden zu sein. Sie habe bei der Untat ihre ungeborenen Zwillinge verloren. Bauch und Beine zeigen, blutig eingeritzt, das SVP-Kürzel. Die Bilder – wer hat sie eigentlich aufgenommen? – gingen innert Stunden rund um die Welt. Unverzüglich war breiter Volkszorn mobilisiert. Die Schweiz wurde in – selbstverständlich gefilmten – «spontanen» Grossdemonstrationen als Hort von Rechtsextremen diffamiert. Und immer wurde das blutige SVP-Kürzel auf dem Bauch der Gemarterten gezeigt. Bis selbst der brasilianische Staatspräsident – eine Kultfigur der Linken – ans Mikrophon eilte.
Alles bloss eine Kette von Zufällen? Und bloss aus Zufall wurde bezüglich der behaupteten Täterschaft das Wörtchen «mutmasslich» so konsequent vergessen? Wehe, wenn Gleiches je einem Bürgerlichen gegen vermutete linke Täterschaft unterlaufen würde...
Doch dann findet eine zuverlässige, den Kopf in keiner Minute verlierende Polizei heraus, dass alles bloss Mache war: Die Vergewaltigung Lüge. Die angebliche Schwangerschaft unwahre Behauptung. Die eingeritzten SVP-Kürzel Selbstverstümmelung. Das ganze, fulminante Anklage-Szenario mit der SVP im Zentrum fiel in sich zusammen. Als Lug und Trug entlarvt.
Und wie reagieren die Medien? Sie postulieren «Schwamm drüber» (Tages Anzeiger, 14. Februar). Sobald die SVP nicht mehr brutalen rechten Tätern zugeordnet werden kann, wird der Öffentlichkeit Desinteresse verordnet. Ob gleich reagiert würde, wenn eine linke Partei in vergleichbarem Ausmass in ähnlich falschen Verdacht geraten wäre? Warum wollen die Medien ganz bewusst nicht erfahren, wie die Täterin zu ihrem Diffamierungsversuch gekommen ist? Wie erreicht wurde, dass der «Fall von Stettbach» innert Stunden zu einem Weltereignis aufgebläht werden konnte? Kam die Täterin wirklich spontan und selber auf die verhängnisvolle Idee? Oder gab es da Einflüsterer, Verführer, die eine naive Ausländerin zu unbedachtem Handeln bewegen konnten, die gleichzeitig über Mittel und Wissen verfügten, ein lokales Verbrechen zu einer weltumspannenden Kampagne aufzublasen? All das soll nur Kette unglücklicher Zufälle sein, über die jetzt zu schweigen sei? Warum darf die Öffentlichkeit über Hintergründe, über eventuelle Drahtzieher des zum Weltereignis aufgeblasenen «Falles Stettbach» nichts erfahren?
Alarmierend, dieser Medien-Versuch, Zusammenhänge, die ans Tageslicht gehören, gezielt zu unterdrücken.
Ulrich Schlüer
Ebenso eigenartig wie aufsehenerregend, wie die Dinge abliefen: Eine angeblich schwangere Brasilianerin behauptet, von Rechtsextremen vergewaltigt worden zu sein. Sie habe bei der Untat ihre ungeborenen Zwillinge verloren. Bauch und Beine zeigen, blutig eingeritzt, das SVP-Kürzel. Die Bilder – wer hat sie eigentlich aufgenommen? – gingen innert Stunden rund um die Welt. Unverzüglich war breiter Volkszorn mobilisiert. Die Schweiz wurde in – selbstverständlich gefilmten – «spontanen» Grossdemonstrationen als Hort von Rechtsextremen diffamiert. Und immer wurde das blutige SVP-Kürzel auf dem Bauch der Gemarterten gezeigt. Bis selbst der brasilianische Staatspräsident – eine Kultfigur der Linken – ans Mikrophon eilte.
Alles bloss eine Kette von Zufällen? Und bloss aus Zufall wurde bezüglich der behaupteten Täterschaft das Wörtchen «mutmasslich» so konsequent vergessen? Wehe, wenn Gleiches je einem Bürgerlichen gegen vermutete linke Täterschaft unterlaufen würde...
Doch dann findet eine zuverlässige, den Kopf in keiner Minute verlierende Polizei heraus, dass alles bloss Mache war: Die Vergewaltigung Lüge. Die angebliche Schwangerschaft unwahre Behauptung. Die eingeritzten SVP-Kürzel Selbstverstümmelung. Das ganze, fulminante Anklage-Szenario mit der SVP im Zentrum fiel in sich zusammen. Als Lug und Trug entlarvt.
Und wie reagieren die Medien? Sie postulieren «Schwamm drüber» (Tages Anzeiger, 14. Februar). Sobald die SVP nicht mehr brutalen rechten Tätern zugeordnet werden kann, wird der Öffentlichkeit Desinteresse verordnet. Ob gleich reagiert würde, wenn eine linke Partei in vergleichbarem Ausmass in ähnlich falschen Verdacht geraten wäre? Warum wollen die Medien ganz bewusst nicht erfahren, wie die Täterin zu ihrem Diffamierungsversuch gekommen ist? Wie erreicht wurde, dass der «Fall von Stettbach» innert Stunden zu einem Weltereignis aufgebläht werden konnte? Kam die Täterin wirklich spontan und selber auf die verhängnisvolle Idee? Oder gab es da Einflüsterer, Verführer, die eine naive Ausländerin zu unbedachtem Handeln bewegen konnten, die gleichzeitig über Mittel und Wissen verfügten, ein lokales Verbrechen zu einer weltumspannenden Kampagne aufzublasen? All das soll nur Kette unglücklicher Zufälle sein, über die jetzt zu schweigen sei? Warum darf die Öffentlichkeit über Hintergründe, über eventuelle Drahtzieher des zum Weltereignis aufgeblasenen «Falles Stettbach» nichts erfahren?
Alarmierend, dieser Medien-Versuch, Zusammenhänge, die ans Tageslicht gehören, gezielt zu unterdrücken.
Ulrich Schlüer
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Verleumdung
Donnerstag, 26. Februar 2009
Ein Insider der Pharmabranche packt aus
"Ich habe Menschen bestochen"
John Rengen hat über dreißig Jahre für die "Globalplayer" in der Pharmabranche gearbeitet. Jetzt packt er aus und gibt einen Einblick in die schmutzige Trickkiste der Pharmaindustrie. Korruption, Bestechung und das Verschwindenlassen von unerwünschten Studienergebnissen gehören zum Geschäft.
INTERVIEW ELKE BRÜSER
taz: Haben Sie früher auch schlecht geträumt?
John Rengen: Nein. Ich habe gut gelebt.
Woher kommen jetzt die Albträume?
Ich war über dreißig Jahre korrupt, habe Menschen bestochen und die Manipulation von Daten gedeckt.
Da sind Sie nicht der Einzige.
Klar. Aber es geht hier um kranke Menschen beziehungsweise um Menschen, die durch diese Präparate erst richtig krank werden oder sich umbringen oder andere gefährden.
Wie meinen Sie das?
Es ist kein Geheimnis, dass Arzneimittelstudien, die schlecht ausgehen, oft nicht veröffentlich werden. Sie werden auch nicht den Behörden vorgelegt, die etwa über die Zulassung eines Medikaments entscheiden. Sie verschwinden einfach in den Schubladen der Firmen.
Fluoxetin kann nicht nur Angst, Nervosität und Schlaflosigkeit herbeiführen, es besteht auch das Risiko von aggressivem Verhalten und konkreten Suizidgedanken, weil depressive Patienten durch den selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer aktiviert werden. Wussten Sie das schon damals?
Ja, solche negative Effekte waren bekannt.
Und die alarmierenden Daten wurden unterdrückt?
Ja. Sie wurden jedenfalls nicht weiter verfolgt, um die Zulassung nicht zu gefährden.
Kürzlich hat der medizinische Informationsdienst "arznei-telegramm" geschrieben, dass eine Pharmafirma acht Studien auf den Weg bringen muss, damit sie zwei positive erhält. Die braucht sie, um die Zulassungsbehörden vom Nutzen ihres neuen Mittels zu überzeugen. Stimmt das?
Im Prinzip ja. Nur dass jedes Land sein eigenes Süppchen kocht. Auch innerhalb der EU werden in den einzelnen Staaten unterschiedliche Kriterien angelegt - trotz einer europäischen Arzneimittelbehörde. Und dennoch schielt die eine Zulassungsbehörde auf die andere.
Was heißt das?
Ich war in Schweden acht Jahre lang Geschäftsführer von Eli Lilly und sollte dafür sorgen, dass Fluoxetin dort auf den Markt kommt. Das war wichtig für die Firma, denn damals war das Mittel nur in Belgien zugelassen. Schweden ist schon wegen des Nobelpreises ein renommiertes Land und die Psychiatrie genoss hohes Ansehen. In Deutschland hatte die zuständige Behörde, damals das Bundesgesundheitsamt, Einwände gegen die Zulassung von Fluoxetin. Gar nicht gut für die Firma.
Was war Ihr Job?
Ich kümmerte mich darum, dass es positiv ausgehende Studien gab. In Schweden reichte es nicht, dass irgendwo auf der Welt solche Studien gemacht worden waren, das nationale Zulassungsprozedere verlangte auch lokale Studien. Welche aus Schweden.
Und was lässt Sie heute schlecht schlafen?
Die Methoden, die ich anwandte. Sie waren damals jedenfalls in Schweden neu. Es war schlicht Bestechung. Ich schloss so etwas wie Freundschaft mit sogenannten Meinungsbildnern oder solchen, die es werden wollten. Und ich brachte sie dazu, Nebenwirkungen in ihren Beiträgen zu unterdrücken und ein positives Votum abzugeben.
Ein leichter Job?
Nicht unbedingt. Aber ich habe Pharmakologie und Medizin studiert. War in jungen Jahren Popsänger und meine Lehrjahre bei Lilly hatten mich zum Genießer gemacht. Ich habe die Fachleute, die wir brauchten, geprofiled: Hobbys, Kinder, Vorlieben der Frau. Das ließ sich alles bedienen. Ich arrangierte Gourmetessen in Nobelrestaurants, am Nebentisch die schwedische Königin, exquisite Weinproben, Symposien in den Tropen. Schweden mögen das. Der Winter ist lang und dunkel. Ich fand die richtigen Jazzkeller, sang auch mal selbst und bezahlte die Prostituierten.
Floss auch Geld?
Ja, auch. Aber in Schweden war die Vermögenssteuer extrem hoch. Da muss man sich auch andere Sachen einfallen lassen. Eine Studie mit guten Resultaten, die hat uns damals etwa 10.000 Dollar gekostet. Das war vor mehr als zwanzig Jahren eine Menge Geld. Und eigentlich nur das Taschengeld, denn der Herr Professor bekam von Lilly auch noch die Zusage für eine Langzeitstudie. Das bringt Geld in die Klinik und nützt dem Renommee.
Kennen Sie das Ergebnis der Studie?
Nein, ich gehe davon aus, dass es keine gibt.
Wurde Fluoxetin in Schweden zugelassen?
Nie.
Dann waren Sie also erfolglos?
Nein, denn ich habe für einen guten Preis gesorgt. Der war dann maßgeblich für andere Länder. Das läuft in Schweden nämlich so: Bereits vor der endgültigen Zulassung verhandelt die Pharmafirma mit der Wirtschaftsbehörde über den zukünftigen Preis des Präparats. Mit 1,20 US-Dollar pro Tagesdosis von 20 Milligramm in der Achtzigerjahren, fiel der ansehnlich aus. Eine gute Verhandlungsbasis für den Konzern auf dem Weltmarkt.
Es hat aber lange gedauert, bis sich Ihr schlechtes Gewissen gemeldet hat.
Leider, sage ich heute. Allerdings habe ich schon früher einiges versucht.
Oder wollen Sie sich rächen, weil Lilly Sie gefeuert hat. Ohne Anerkennung Ihrer Dienste, ohne Rentenansprüche?
Nein, das ist nicht der Grund, obwohl sie mich gelinkt haben. Ich wurde nach Puerto Rico befördert und einen Monat später fristlos entlassen. Das hätte man in Schweden nicht so machen können. Es hätte die Firma sehr viel Geld gekostet.
Warum prangern Sie erst jetzt die Pharmaindustrie an. Sie wussten doch schon früher, dass Gesetze umgangen und gebrochen werden. Auf Kosten von Patienten.
Ich steckte mein halbes Leben in diesem Betrieb. Ich habe auch für Novo Nordisk gearbeitet und von Florida aus europäische Arzneimittelfirmen vertreten. Ich war skrupellos und egozentrisch. Es ging mir nur um meinen Erfolg.
Und jetzt packen Sie aus.
Ich habe angefangen.
Warum?
Mein kleiner Sohn. Ich sehe ihn aufwachsen und sehe die Welt mit anderen Augen.
Also späte Reue? Durch die Unschuld eines Kindes? Oder eine Beichte am Lebensende? Sie haben einen Herzschrittmacher, haben Diabetes und Ihr Sohn könnte Ihr Enkel sein.
Wissen Sie, mir geht es nicht mehr um die Vergangenheit. Ich bin auch kein Nestbeschmutzer. Mir geht es um die Gegenwart und die Zukunft.
Wie das?
Kürzlich stieß ich auf diese Werbung von Lilly in Eltern. Lilly vermarktet auch ein sogenanntes ADHS-Medikament. Gedacht für Kinder, die überaktiv sind und extrem unaufmerksam. Aber so wie Lilly die Anzeigen macht, da werden Eltern erst auf die Idee gebracht, dass ihr Kind - zappelig in der Schule, nicht so erfolgreich wie erwartet, mit den Gedanken oft woanders - ADHS hat. Eli Lilly rückt mit einer Art Fragebogen Verhaltensauffälligkeiten in die Nähe einer Krankheit, für die die Firma eine Pille hat - eine Krankheit, die ich übrigens für eine Erfindung halte. Direkt werben darf sie in Deutschland nicht für ihr Präparat. Das ist hier zum Glück verboten, da das Mittel verschreibungspflichtig ist.
Worauf wollen Sie hinaus?
Da ich weiß, wie Studien zu Psychopharmaka zustande kommen, kann ich nur sagen Vorsicht. Geht mit euren Kindern Fußball spielen oder Schlittschuh laufen, lasst den Fernseher aus und macht bitte nicht den Taxifahrer für sie. Etwa morgens direkt vor der Schule absetzen.
Gibt es Studien, die zeigen, dass sogenannte ADHS-Kinder dann besser klar kommen?
Schön wär's. Aber wer soll die bezahlen? Pharmafirmen?
John Rengen hat über dreißig Jahre für die "Globalplayer" in der Pharmabranche gearbeitet. Jetzt packt er aus und gibt einen Einblick in die schmutzige Trickkiste der Pharmaindustrie. Korruption, Bestechung und das Verschwindenlassen von unerwünschten Studienergebnissen gehören zum Geschäft.
INTERVIEW ELKE BRÜSER
taz: Haben Sie früher auch schlecht geträumt?
John Rengen: Nein. Ich habe gut gelebt.
Woher kommen jetzt die Albträume?
Ich war über dreißig Jahre korrupt, habe Menschen bestochen und die Manipulation von Daten gedeckt.
Da sind Sie nicht der Einzige.
Klar. Aber es geht hier um kranke Menschen beziehungsweise um Menschen, die durch diese Präparate erst richtig krank werden oder sich umbringen oder andere gefährden.
Wie meinen Sie das?
Es ist kein Geheimnis, dass Arzneimittelstudien, die schlecht ausgehen, oft nicht veröffentlich werden. Sie werden auch nicht den Behörden vorgelegt, die etwa über die Zulassung eines Medikaments entscheiden. Sie verschwinden einfach in den Schubladen der Firmen.
Fluoxetin kann nicht nur Angst, Nervosität und Schlaflosigkeit herbeiführen, es besteht auch das Risiko von aggressivem Verhalten und konkreten Suizidgedanken, weil depressive Patienten durch den selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer aktiviert werden. Wussten Sie das schon damals?
Ja, solche negative Effekte waren bekannt.
Und die alarmierenden Daten wurden unterdrückt?
Ja. Sie wurden jedenfalls nicht weiter verfolgt, um die Zulassung nicht zu gefährden.
Kürzlich hat der medizinische Informationsdienst "arznei-telegramm" geschrieben, dass eine Pharmafirma acht Studien auf den Weg bringen muss, damit sie zwei positive erhält. Die braucht sie, um die Zulassungsbehörden vom Nutzen ihres neuen Mittels zu überzeugen. Stimmt das?
Im Prinzip ja. Nur dass jedes Land sein eigenes Süppchen kocht. Auch innerhalb der EU werden in den einzelnen Staaten unterschiedliche Kriterien angelegt - trotz einer europäischen Arzneimittelbehörde. Und dennoch schielt die eine Zulassungsbehörde auf die andere.
Was heißt das?
Ich war in Schweden acht Jahre lang Geschäftsführer von Eli Lilly und sollte dafür sorgen, dass Fluoxetin dort auf den Markt kommt. Das war wichtig für die Firma, denn damals war das Mittel nur in Belgien zugelassen. Schweden ist schon wegen des Nobelpreises ein renommiertes Land und die Psychiatrie genoss hohes Ansehen. In Deutschland hatte die zuständige Behörde, damals das Bundesgesundheitsamt, Einwände gegen die Zulassung von Fluoxetin. Gar nicht gut für die Firma.
Was war Ihr Job?
Ich kümmerte mich darum, dass es positiv ausgehende Studien gab. In Schweden reichte es nicht, dass irgendwo auf der Welt solche Studien gemacht worden waren, das nationale Zulassungsprozedere verlangte auch lokale Studien. Welche aus Schweden.
Und was lässt Sie heute schlecht schlafen?
Die Methoden, die ich anwandte. Sie waren damals jedenfalls in Schweden neu. Es war schlicht Bestechung. Ich schloss so etwas wie Freundschaft mit sogenannten Meinungsbildnern oder solchen, die es werden wollten. Und ich brachte sie dazu, Nebenwirkungen in ihren Beiträgen zu unterdrücken und ein positives Votum abzugeben.
Ein leichter Job?
Nicht unbedingt. Aber ich habe Pharmakologie und Medizin studiert. War in jungen Jahren Popsänger und meine Lehrjahre bei Lilly hatten mich zum Genießer gemacht. Ich habe die Fachleute, die wir brauchten, geprofiled: Hobbys, Kinder, Vorlieben der Frau. Das ließ sich alles bedienen. Ich arrangierte Gourmetessen in Nobelrestaurants, am Nebentisch die schwedische Königin, exquisite Weinproben, Symposien in den Tropen. Schweden mögen das. Der Winter ist lang und dunkel. Ich fand die richtigen Jazzkeller, sang auch mal selbst und bezahlte die Prostituierten.
Floss auch Geld?
Ja, auch. Aber in Schweden war die Vermögenssteuer extrem hoch. Da muss man sich auch andere Sachen einfallen lassen. Eine Studie mit guten Resultaten, die hat uns damals etwa 10.000 Dollar gekostet. Das war vor mehr als zwanzig Jahren eine Menge Geld. Und eigentlich nur das Taschengeld, denn der Herr Professor bekam von Lilly auch noch die Zusage für eine Langzeitstudie. Das bringt Geld in die Klinik und nützt dem Renommee.
Kennen Sie das Ergebnis der Studie?
Nein, ich gehe davon aus, dass es keine gibt.
Wurde Fluoxetin in Schweden zugelassen?
Nie.
Dann waren Sie also erfolglos?
Nein, denn ich habe für einen guten Preis gesorgt. Der war dann maßgeblich für andere Länder. Das läuft in Schweden nämlich so: Bereits vor der endgültigen Zulassung verhandelt die Pharmafirma mit der Wirtschaftsbehörde über den zukünftigen Preis des Präparats. Mit 1,20 US-Dollar pro Tagesdosis von 20 Milligramm in der Achtzigerjahren, fiel der ansehnlich aus. Eine gute Verhandlungsbasis für den Konzern auf dem Weltmarkt.
Es hat aber lange gedauert, bis sich Ihr schlechtes Gewissen gemeldet hat.
Leider, sage ich heute. Allerdings habe ich schon früher einiges versucht.
Oder wollen Sie sich rächen, weil Lilly Sie gefeuert hat. Ohne Anerkennung Ihrer Dienste, ohne Rentenansprüche?
Nein, das ist nicht der Grund, obwohl sie mich gelinkt haben. Ich wurde nach Puerto Rico befördert und einen Monat später fristlos entlassen. Das hätte man in Schweden nicht so machen können. Es hätte die Firma sehr viel Geld gekostet.
Warum prangern Sie erst jetzt die Pharmaindustrie an. Sie wussten doch schon früher, dass Gesetze umgangen und gebrochen werden. Auf Kosten von Patienten.
Ich steckte mein halbes Leben in diesem Betrieb. Ich habe auch für Novo Nordisk gearbeitet und von Florida aus europäische Arzneimittelfirmen vertreten. Ich war skrupellos und egozentrisch. Es ging mir nur um meinen Erfolg.
Und jetzt packen Sie aus.
Ich habe angefangen.
Warum?
Mein kleiner Sohn. Ich sehe ihn aufwachsen und sehe die Welt mit anderen Augen.
Also späte Reue? Durch die Unschuld eines Kindes? Oder eine Beichte am Lebensende? Sie haben einen Herzschrittmacher, haben Diabetes und Ihr Sohn könnte Ihr Enkel sein.
Wissen Sie, mir geht es nicht mehr um die Vergangenheit. Ich bin auch kein Nestbeschmutzer. Mir geht es um die Gegenwart und die Zukunft.
Wie das?
Kürzlich stieß ich auf diese Werbung von Lilly in Eltern. Lilly vermarktet auch ein sogenanntes ADHS-Medikament. Gedacht für Kinder, die überaktiv sind und extrem unaufmerksam. Aber so wie Lilly die Anzeigen macht, da werden Eltern erst auf die Idee gebracht, dass ihr Kind - zappelig in der Schule, nicht so erfolgreich wie erwartet, mit den Gedanken oft woanders - ADHS hat. Eli Lilly rückt mit einer Art Fragebogen Verhaltensauffälligkeiten in die Nähe einer Krankheit, für die die Firma eine Pille hat - eine Krankheit, die ich übrigens für eine Erfindung halte. Direkt werben darf sie in Deutschland nicht für ihr Präparat. Das ist hier zum Glück verboten, da das Mittel verschreibungspflichtig ist.
Worauf wollen Sie hinaus?
Da ich weiß, wie Studien zu Psychopharmaka zustande kommen, kann ich nur sagen Vorsicht. Geht mit euren Kindern Fußball spielen oder Schlittschuh laufen, lasst den Fernseher aus und macht bitte nicht den Taxifahrer für sie. Etwa morgens direkt vor der Schule absetzen.
Gibt es Studien, die zeigen, dass sogenannte ADHS-Kinder dann besser klar kommen?
Schön wär's. Aber wer soll die bezahlen? Pharmafirmen?
US-Aussenpolitik weiterhin im Sinne der Neocons
Ein Interview mit dem republikanischen Kongressabgeordneten Ron Paul über den bevorstehenden US-Bankrott und den drohenden Iran-Krieg
von Jihan Hafiz
Bis heute ist aus westlichen Wirtschafts- und Regierungskreisen wenig an grundlegendem Nachdenken über die aktuelle Wirtschaftskrise zu vernehmen. Etwas mehr Ethik, etwas mehr Verantwortungsgefühl, etwas weniger Liberalisierung, etwas mehr Kontrolle – aber im Grunde noch immer in derselben Richtung.
Die Krise fiel nicht vom Himmel, sie wurde seit einigen Jahren vorausgesagt – nichts geschah. Sie hat begonnen – statt grundsätzlicher Überlegungen werden die Kosten den Steuerzahlern der Länder überbürdet, und die Verursacher kassieren noch, ehe das Ganze völlig zusammenbricht.
Solange die Anbindung an die Strippenzieher des desaströsen Finanzsystems nicht gekappt wird, zappelt die Wirtschaft der Völker an deren Gängelband. Oder – und das zeichnet sich an verschiedenen Orten ab – sie lassen dieses System zentralistischer Heilslehren links liegen und beginnen, eigene Alternativen zu entwickeln.
Einer, der schon früh den Warnfinger hob, ist der US-Kongressabgeordnete Ron Paul.Er benennt die ganze Betrugsgrundlage dessen, was sich «Weltfinanzsystem» nennt, das gleichzeitig Ursache der verheerenden Ungerechtigkeiten und katastrophalen Kriege ist. Sein Vorschlag zur Auflösung der Federal-Reserve-Bank (Fed) käme einem Befreiungsschlag gleich und böte einen Ansatz dafür, was für eine neue Finanz- und Wirtschaftsordnung anzudenken wäre.
Nachfolgend drucken wir das Interview des US-amerikanischen Fernsehsenders Press TV mit Ron Paul ab. Obschon bereits am 27. Dezember 2008 ausgestrahlt, hat es nichts an Aktualität eingebüsst. Press TV stellt Paul einleitend vor als «einen konservativen Politiker, der die US-Militärpräsenz in fremden Ländern beenden will, einen Ausstieg der Vereinigten Staaten aus der Uno, der Nato und dem North American Free Trade Agreement Nafta (das Nordamerikanische Freihandelsabkommen zwischen den USA, Kanada und Mexiko) fordert und sich dem Internal Revenue Service IRS (der Bundessteuerbehörde der USA) widersetzt. Ron Paul, der für den 14. Distrikt von Texas im Repräsentantenhaus sitzt, glaubt, dass die US-Aussenpolitik reformiert werden muss, um Konflikte in aller Welt zu vermeiden.»
Press TV: Dr. Paul, wir freuen uns, dass Sie uns ein Interview geben. Lassen Sie uns mit der Aussenpolitik beginnen. Wie glauben Sie, wird die neue Regierung mit dem Krieg im Irak umgehen?
Ron Paul: Sie wird das weitermachen, was die alte Regierung begonnen hat. Ich erwarte keine grossen Veränderungen, obwohl der gewählte Präsident Obama versprochen hat, die Truppen im Zeitraum von 16 Monaten nach Hause zu holen, rückt er jetzt wegen des sogenannten Abkommens (mit dem Irak) davon ab. Ich glaube auch nicht, dass er jemals vorhatte, die Aussenpolitik zu ändern. Die Aussenpolitik dieses Landes bleibt immer gleich, ganz egal, ob die Republikaner oder die Demokraten sie machen. Schauen Sie sich an, wie hart George W. Bush im Jahr 2000 Clintons Aussenpolitik wegen zu viel «Nation Building» (Staatengründungen) oder wegen der vielen Interventionen auf der ganzen Welt kritisiert hat, weil die Menschen in den USA das hören wollten. Wenn sie dann gewählt sind, machen sie so weiter wie ihre Vorgänger. Deshalb erwarte ich auch keinen Wandel im Irak. Ausserdem gibt Obama noch nicht einmal vor, dass er zu Afghanistan eine andere Meinung hat. Es kommt auch weniger auf seine Absichten in einzelnen Ländern an, er befürwortet auf jeden Fall weitere Interventionen. Wer etwas bewegen will, muss sich die richtigen Leute dafür aussuchen. Obama hat die gleichen Leute ausgewählt, die auch McCain gefallen hätten. Die Neokonservativen sind begeistert von der aussenpolitischen Arbeitsgruppe, die er sich zusammengestellt hat. Deshalb ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich die demokratische Basis, die keinen der Bush/McCain-Politik wollte, darüber gewaltig aufregen wird – wahrscheinlich wird das schon sehr bald geschehen.
Wie schätzen Sie die Situation in Afghanistan ein?
Die Kämpfe werden weitergehen, auch weil es in dieser Woche den schweren Fehler mit dem getöteten afghanischen Polizisten gegeben hat. Aber genauso fatal sind die Übergriffe auf Pakistan, bei denen viele unschuldige Menschen umgebracht werden – wobei man vorgibt, das sei keine grosse Sache. Aber es ist eine schlimme Sache, weil dadurch die Randgebiete (Afghanistans) ebenfalls radikalisiert werden. Ich glaube nicht, dass die pakistanische Regierung so dumm sein wird, sich auf einen Krieg mit Indien einzulassen. Aber es ist gleichgültig, um welche Gesellschaft und um welches Land es sich handelt, es gibt immer eine Gruppe, die radikalisiert werden kann, wenn sie entsprechend motiviert wird. Dabei werden immer mehr unschuldige Zivilisten getötet – unter dem Vorwand, das seien ja Terroristen, die wir haufenweise umbringen. Wie will man das wissen? Wurden sie vorher festgenommen und verhört? Deshalb glaube ich, dass diese ganze Entwicklung sehr schlimm ist, und ich verurteile sie auch aus unserem eigenen Interesse, weil sie nach meiner Meinung vor allem schlecht für Amerika ist. Wenn wir so weitermachen, wird das nur immer mehr Geld und Leben kosten. Ausserdem wird es nur wahrscheinlicher, dass es auch bei uns zu Hause eines Tages einen terroristischen Anschlag geben wird. Wir bieten zwar dort drüben leicht angreifbare Ziele. Aber sie können auch hier zuschlagen. Wir sollten nicht glauben, Terroristen seien nicht dazu motiviert; wir sollten uns aber auch fragen, warum sie dazu motiviert sind.
Rechnen Sie mit mehr Luftangriffen auf Gebiete im souveränen Pakistan?
Da ist kein Ende abzusehen. Ich glaube, dass auch Obama damit fortfährt, weil meiner Meinung nach Aussenpolitik über die Köpfe der politischen Parteien hinweg gemacht wird. Unsere politischen Parteien haben da nicht viel mitzureden. Deshalb erwarte ich, dass die Angriffe weitergehen werden. Bedauerlicherweise wird Obama auch knallhart mit Iran umspringen. Er hat zwar angekündigt, er werde zunächst einige Gespräche mit den Iranern führen, aber das heisst nicht, dass es nicht zu einer Blockade Irans kommen wird. Nach Obamas Auffassung haben die USA die moralische Verpflichtung, Iran zu stoppen, wenn auch nur die entfernteste Möglichkeit besteht, dass es sich (Atom-)Waffen verschafft. Nun, haben wir Pakistan gestoppt? Haben wir Indien gestoppt? Haben wir Israel daran gehindert, eine (Atom-)Waffe zu bauen? Warum ist das (bei Iran) so eine grosse Sache? Aber Obama hat sich festgelegt, als er über Aussenpolitik vor den Internationalisten geredet hat – vor den Hintermännern der Demokratischen Partei und der Republikanischen Partei.
Das gleiche Lügenstrickmuster wie damals beim Irak
Erst vor einem Jahr wurden in der National Intelligence Estimate NIE (in der gemeinsamen Einschätzung aller US-Geheimdienste) die Behauptungen zurückgewiesen, Iran sei dabei, eine Atomwaffe herzustellen. Und jetzt gibt es trotzdem in Washington wieder viel Gerede über einen Krieg (gegen Iran). Warum ist das so?
Nun ich denke, dafür gibt es eine Menge Gründe. Öl ist sicher ein wichtiger Grund. Dazu gehört auch die Einstellung der Neokonservativen, wir sind die Guten und sagen den anderen, was sie zu tun und zu lassen haben. Und Israel steckt sicher auch dahinter. Einige Leute sind ehrlich davon überzeugt, «dass die Iraner böse Menschen sind, die uns bombardieren wollen». Es ist also ein ganzes Bündel von Gründen wie damals, als es gegen die Iraker losging. Mit einer Menge Falschinformationen versucht man Emotionen zu schüren. Das amerikanische Volk will das aber alles nicht mehr. Deshalb hat ja auch der Kandidat gewonnen, der viel vom Frieden geredet hat. Obama war eigentlich der (erhoffte) Friedenskandidat. Er hat den Eindruck erweckt, er wolle weniger Interventionen, aber das zählt jetzt nicht mehr. Wenn es um konkrete Politik geht, bleibt immer alles beim alten. Aber der Bankrott unseres Landes könnte die Rettung sein. Wir werden uns das (diese Kriege) kaum noch leisten können. Auch die Sowjets mussten damals Afghanistan aufgeben, weil ihnen das Geld ausging und ihr System scheiterte. Wenn auch unser System scheitert, könnte das unser Glück im Unglück sein.
Erwarten Sie, dass die kommende Regierung ihre Politik im israelisch-palästinensischen Konflikt ändern wird? Denken Sie, dass (ein Eingehen auf) die Hamas ein Teil der Lösung sein könnte?
Hier erwarte ich keine nennenswerten Änderungen. Obama wird auch nicht mehr Verständnis für die Palästinenser haben. Vielleicht legt er einige Lippenbekenntnisse ab, aber wenn Israel etwas nicht passt, wird das auch nicht passieren.
Die Fed auflösen
Lassen Sie uns über die Wirtschaft reden. Warum haben Sie ihren Antrag zur Auflösung der Federal-Reserve-Bank (der US-Notenbank) eingebracht?
Weil die Federal Reserve eine Zentralbank ist, die nach unserer Verfassung illegal, nicht autorisiert und deshalb wertlos für uns ist. Sie fügt uns nur Schaden zu, weil sie Geld aus nichts als heisser Luft macht. Sie betreibt nur legalisierte Falschmünzerei. Ich möchte diese Einrichtung abschaffen, weil ich es als Mensch, der die persönliche Freiheit schätzt, einfach ablehne, dass sie Regierungen Handlungsspielräume eröffnet, für die diese keine Verantwortung übernehmen müssen. In einer freien Gesellschaft mit gesundem Geld müssen Ausgaben (der Regierung) über Steuern finanziert werden, und jeder weiss, was läuft. Wenn aber eine Bank insgeheim Geld aus heisser Luft macht, kann die Regierung das Volk und den Kongress umgehen und jederzeit Kriege anzetteln, ohne dafür haftbar gemacht werden zu können.
Sehen Sie, wenn alles, was wir im Ausland anrichten, mit den Steuergeldern der Amerikaner bezahlt werden müsste, wäre der Spuk in einigen Wochen vorbei, weil wir das Geld dafür einfach nicht haben. Wenn man aber jederzeit die Geldmenge aufblähen kann, bleibt man immer zahlungsfähig, obwohl die Preise steigen. Wir hatten das Glück, dass der Dollar bisher die Leitwährung war und haben deshalb nicht besonders unter der Inflation gelitten. Die Federal Reserve unterstützt die Willkür der Regierung, ist ausserdem illegal und moralisch verwerflich. Einzelpersonen ist das Geldfälschen verboten. Warum erlauben wir einer Bank, insgeheim Falschgeld zu produzieren? Es gibt viele Gründe, eine Zentralbank abzuschaffen, die uns so viel Schaden zufügt. Anfangs verspricht der Kreislauf, den die Regierung durch die Inflationierung der Währung in Gang setzt, einige Vorteile, weil die Leute glauben, sie würden ständig reicher, aber dieser Eindruck entsteht nur vorübergehend. Weil jetzt der Markt zusammenbricht, erkennen wir, dass es keine besonders gute Idee war. Es war nur eine Blase. Jetzt beginnen die Blasen der Federal Reserve zu platzen, und die grösste Blase, die nicht mehr am Platzen zu hindern ist, wird die Dollar-Blase sein. Wir sind jetzt auf der ganzen Welt mit Billionen Dollars verschuldet, und der Dollar wird das nicht mehr lange durchstehen, weil die Welt bald keine Dollars mehr annehmen wird. Wir selbst werden höhere Zinsen und höhere Preise zahlen müssen, und unser Land wird sehr viel ärmer sein.
«Ich halte mich an die Verfassung»
Warum werden Sie immer als hartnäckiger Verfechter unserer Verfassung angesehen?
Weil ich das bin, ich halte mich an die Verfassung. Und es ist eine bewährte Einstellung, sie wörtlich zu nehmen. In Artikel 1 Abschnitt A steht, was erlaubt ist (die Aufgaben der gesetzgebenden Gewalt), und in den Zusätzen 9 und 10 wird gesagt, dass alles, was (der Bundesregierung) nicht ausdrücklich erlaubt ist, auch nicht getan werden darf. Die Regierungsgewalt sollte primär von lokalen Gremien ausgehen, und obwohl wir uns in den letzten hundert Jahren sehr weit von diesem Grundsatz entfernt haben, glaube ich, dass das eine gute Idee war. Die Gründerväter haben in der Verfassung wichtige Grundsätze festgelegt; sie wollten die Regierungsgewalt auf die einzelnen Staaten aufteilen und nur wenige Dinge zentral regeln, wie zum Beispiel eine stabile Währung und den freien Handel. Ich glaube, das war eine grossartige Idee. Darauf haben wir alle einen Eid geleistet, aber fast alle anderen ignorieren sie. Ich habe nicht geglaubt, dass sich noch viele Menschen in diesem Land dafür interessieren. Zu meiner Überraschung habe ich aber während des Wahlkampfs festgestellt, dass dies nicht der Fall ist. Als die Menschen mir sagten, sie hielten das dezentrale Regieren für eine gute Idee und hätten schon lange darauf gewartet, dass jemand darüber spricht, hat mich das sehr ermutigt. •
Quelle: Press TV vom 27.12.08; www.presstv.com/detail.aspx?id=79644§ionid=3510302; deutsch bei: Luftpost – Friedenspolitische Mitteilungen aus der US-Militärregion Kaiserslautern/Ramstein, LP 002/09 – 2.1.2009
Antrag zur Abschaffung des Board of Governors des Federal-Reserve-Systems und der Federal-Reserve-Banken
HR 833 IH
111th Congress
1. Sitzungsperiode
H. R. 833
Abschaffung des Board of Governors des Federal-Reserve-Systems und der Federal-Reserve-Banken, Aufhebung des Federal-Reserve-Gesetzes und für weitere Vorhaben.
Im Repräsentantenhaus
3. Februar 2009
Herr Paul hat den nachfolgenden Gesetzentwurf eingebracht, auf den das Committee on Financial Services Bezug genommen hat.
Gesetzentwurf
zur Abschaffung des Board of Governors des Federal-Reserve-Systems und der Federal-Reserve-Banken, Aufhebung des Federal-Reserve-Gesetzes und für weitere Vorhaben.
Der Senat und das Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten von Amerika, versammelt im Kongress, mögen folgendes Gesetz erlassen:
Teil 1. Kurzbezeichnung.
Dieses Gesetz soll als «Gesetz zur Abschaffung des Federal Reserve Board» bezeichnet werden.
Teil 2. Abschaffung des Federal Reserve Board.
(a) Allgemeines – Mit Wirkung ab dem Ende eines Jahres nach dem Inkrafttreten dieses Gesetzes sind das Federal-Reserve-System und alle Federal-Reserve-Banken hiermit abgeschafft.
(b) Aufhebung des Federal-Reserve-Gesetzes – Mit Wirkung ab dem Ende eines Jahres nach dem Inkrafttreten dieses Gesetzes wird das Federal-Reserve-Gesetz hiermit aufgehoben.
(c) Abwicklung –
(1) Management während der Auflösungsperiode – In dem Jahr, das in dem Unterabschnitt (a) erwähnt ist, erledigt der Vorsitzende des Board of Governors des Federal-Reserve-Systems folgende Aufgaben:
(A) Er wird, einzig zum Zweck der abschliessenden Abwicklung der Geschäfte des Federal-Reserve-Systems und der Federal-Reserve-Banken –
(i) die Angestellten des Board und aller Federal-Reserve-Banken führen, die Auszahlung der Kompensationszahlungen und Vergünstigungen dieser Angestellten, die fällig werden, bevor die Stelle des jeweiligen Angestellten wegfällt, sicherstellen und
(ii) die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Board und der Federal-Reserve-Banken verwalten, bis diese Vermögenswerte und Verbindlichkeiten liquidiert oder von dem Finanzministerium in Übereinstimmung mit diesem Unterabschnitt übernommen sind, und
(B) er kann alles weitere unternehmen, was notwendig ist, um die Angelegenheiten des Board und der Federal-Reserve-Banken abschliessend zu regeln, dies allerdings nur mit Zustimmung des Finanzministers.
(2) Liquidation der Vermögenswerte –
(A) Allgemeines – Der Direktor des Office of Management and Budget wird alle Vermögenswerte des Board und der Federal-Reserve-Banken so schnell wie möglich ordentlich so liquidieren, dass dem Finanzministerium ein grösstmöglicher Erlös zufliesst.
(B) Übertragung auf das Finanzministerium – Nach Erfüllung aller gegen das Board und die Federal-Reserve-Banken bestehenden Forderungen, die der Direktor des Office of Management and Budget akzeptiert, und nach dem Rückkauf der Aktien der Federal-Reserve-Banken von den Aktionären wird der Nettoerlös aus der Liquidation gemäss Unterabsatz (A) auf das Finanzministerium übertragen und den allgemeinen Haushaltsmitteln zugeschlagen.
(3) Übernahme von Verbindlichkeiten – Alle zum Zeitpunkt der Abschaffung dieser Institutionen noch offenen Verbindlichkeiten des Board of Governors des Federal-Reserve-Systems und der Federal-Reserve-Banken, einschliesslich der Verbindlichkeiten für Ruhestandsgelder und andere Vergünstigungen früherer leitender und einfacher Angestellter des Board oder der Federal-Reserve-Banken nach den Renten- und Vergünstigungsregelungen des Board und dieser Banken, werden zu Verbindlichkeiten des Finanzministeriums und werden aus den Beträgen gezahlt, die entsprechend dem vorstehenden Unterabsatz (2) in die allgemeinen Haushaltsmittel eingestellt worden sind. Diese Mittel werden hiermit für diesen Zweck freigegeben, bis alle vorgenannten Verbindlichkeiten erfüllt sind.
(d) Bericht – 18 Monate nach dem Inkrafttreten dieses Gesetzes müssen der Finanzminister und der Direktor des Office of Management and Budget dem Kongress gemeinsam Bericht erstatten. Der Bericht muss eine detaillierte Beschreibung der Massnahmen beinhalten, die zur Umsetzung dieses Gesetzes ergriffen wurden, sowie der zum Zeitpunkt der Erstattung des Berichts noch nicht erledigten Massnahmen und ungelösten Fragen, die mit dieser Umsetzung zusammenhängen.
Der revolutionäre Plan, die amerikanische Gesellschaft für die Wall Street arbeiten zu lassen
Wie kam es zum F.D.R.-System?
«Die Elite der Finanzwelt hatte sich (im November 1910) auf eine 800 Meilen lange Reise begeben, die sie […] schliesslich in die kleine Stadt Brunswick in Georgia (führte). […] Eine dieser (Sealand-)Inseln, gleich vor der Küste des Städtchens Brunswick gelegen, war erst kürzlich von J.P. Morgan und einigen seiner Geschäftspartnern erworben worden […]. Diese Insel hiess Jekyll Island.» (S. 23)
«Die sieben Männer, die an dem geheimen Treffen auf Jekyll Island teilnahmen, wo das Federal-Reserve-System entworfen wurde, repräsentierten etwa ein Viertel des Reichtums der gesamten Welt.» (S. 42) «Hier waren die Vertreter der weltweit führenden Banken-Konsortien versammelt: Morgan, Rockefeller, Rothschild, Warburg und Kuhn-Loeb.» (S. 28)
«Ihnen allen war bekannt, dass die Lösung dieser Probleme (Konkurrenz unter den Banken und Geldreserve) in einem Kartell-Mechanismus zu finden war, der in Europa ersonnen und bereits in ähnlichen Situationen ausprobiert worden war. Wie bei allen Kartellen, musste dieses Vorhaben von der Gesetzgebung vorgegeben und durch die Kraft der Regierung unter dem Vorwand, die Bürger schützen zu wollen, erhalten werden. Also war die wichtigste Aufgabe […]: Wie konnte man den Kongress überzeugen, dass das Vorhaben (die Gründung eines Bankenkartells) ein Mittel zum Schutz der Öffentlichkeit war?» (S. 33)
«Die Teilnehmer des Treffens vertraten finanzielle Institutionen der Wall Street und indirekt auch solche Europas. Der Grund der Geheimhaltung war recht einfach. Wäre durchgesickert, dass rivalisierende Fraktionen eines Bankwesens dabei waren, sich zusammenzutun, wäre die Öffentlichkeit von der drohenden Einschränkung des freien Wettbewerbs aufgeschreckt worden. […] Was schliesslich dabei herauskam, war ein Kartellabkommen mit fünf Zielen: die wachsende Konkurrenz der neuen Banken in Schach zu halten; die Konzession zu erlangen, Geld praktisch aus dem Nichts heraus für Darlehen zu drucken; die Kontrolle über die Reserven aller Banken zu erlangen, so dass die leichtsinnigeren Banken nicht der Gefahr von Währungsabflüssen und Bankenstürmen ausgesetzt wären; den Steuerzahler für die unvermeidlichen Verluste des Kartells heranzuziehen; und schliesslich den Kongress davon zu überzeugen, dies alles diene nur der Öffentlichkeit.» (S. 41)
«Warburgs revolutionärer Plan, die amerikanische Gesellschaft für die Wall Street arbeiten zu lassen, war verblüffend einfach. […] Das Federal-Reserve-System ist ein legalisiertes privates Monopol des Geldvorrates zum Wohle einiger weniger unter dem Vorwand, das öffentliche Interesse zu fördern und zu schützen.» (S. 40; Zitat im Zitat; zitiert wird aus Sutton, Antony, «Wall Street and F.D.R.», S. 94)
Und so arbeitet das F.D.R.-System
«Nur eine geringe Summe dieses Geldes (das der Staat für Projekte bereitstellt) stammt aus Steuern. Der grösste Teil wird aus dem Federal-Reserve-System generiert. Sobald die neugeschaffene Geldmenge zu den Banken zurückkehrt, fliesst sie rasch zurück in die Wirtschaft, wo sie sich mit dem im Umlauf befindlichen Geld vermischt und dessen Wert verwässert. Das Ergebnis sind steigende Preise, die jedoch nichts anderes bedeuten als eine Senkung des Werts des Dollars.» S. 51
Und dies sind (u.a.) seine Wirkungen
«Seit seiner (des Federal-Reserve-Systems) Gründung hat es die Zusammenbrüche von 1921 und 1929 mit ansehen müssen, ebenso die grossen Depressionen von 1929 und 1939, die Rezessionen von 1953, 1957, 1969, 1975 und 1981, den ‹Schwarzen Montag› der Börse 1987 und eine Inflation von insgesamt 1000 Prozent, die 90 Prozent der Kaufkraft des Dollars vernichtete. […] 1990 benötigte jemand ein jährliches Einkommen von 10 000 Dollar, um sich das leisten zu können, was 1914 nicht mehr als 1000 Dollar gekostet hätte. Dieser unglaubliche Wertverlust wurde stillschweigend auf die Bundesregierung transferiert in Form von versteckten Steuern, und das Federal-Reserve-System diente als Mechanismus, mit dem dies bewerkstelligt wurde.» (S. 37–38)
alle Zitate aus Griffin, G. Edward, «Die Kreatur von Jekyll Island – Die US-Notenbank Federal Reserve – Das schrecklichste Ungeheuer, das die internationale Hochfinanz je schuf», Jochen Kopp Verlag, deutschsprachige Ausgabe von 2006, 1. Auflage
von Jihan Hafiz
Bis heute ist aus westlichen Wirtschafts- und Regierungskreisen wenig an grundlegendem Nachdenken über die aktuelle Wirtschaftskrise zu vernehmen. Etwas mehr Ethik, etwas mehr Verantwortungsgefühl, etwas weniger Liberalisierung, etwas mehr Kontrolle – aber im Grunde noch immer in derselben Richtung.
Die Krise fiel nicht vom Himmel, sie wurde seit einigen Jahren vorausgesagt – nichts geschah. Sie hat begonnen – statt grundsätzlicher Überlegungen werden die Kosten den Steuerzahlern der Länder überbürdet, und die Verursacher kassieren noch, ehe das Ganze völlig zusammenbricht.
Solange die Anbindung an die Strippenzieher des desaströsen Finanzsystems nicht gekappt wird, zappelt die Wirtschaft der Völker an deren Gängelband. Oder – und das zeichnet sich an verschiedenen Orten ab – sie lassen dieses System zentralistischer Heilslehren links liegen und beginnen, eigene Alternativen zu entwickeln.
Einer, der schon früh den Warnfinger hob, ist der US-Kongressabgeordnete Ron Paul.Er benennt die ganze Betrugsgrundlage dessen, was sich «Weltfinanzsystem» nennt, das gleichzeitig Ursache der verheerenden Ungerechtigkeiten und katastrophalen Kriege ist. Sein Vorschlag zur Auflösung der Federal-Reserve-Bank (Fed) käme einem Befreiungsschlag gleich und böte einen Ansatz dafür, was für eine neue Finanz- und Wirtschaftsordnung anzudenken wäre.
Nachfolgend drucken wir das Interview des US-amerikanischen Fernsehsenders Press TV mit Ron Paul ab. Obschon bereits am 27. Dezember 2008 ausgestrahlt, hat es nichts an Aktualität eingebüsst. Press TV stellt Paul einleitend vor als «einen konservativen Politiker, der die US-Militärpräsenz in fremden Ländern beenden will, einen Ausstieg der Vereinigten Staaten aus der Uno, der Nato und dem North American Free Trade Agreement Nafta (das Nordamerikanische Freihandelsabkommen zwischen den USA, Kanada und Mexiko) fordert und sich dem Internal Revenue Service IRS (der Bundessteuerbehörde der USA) widersetzt. Ron Paul, der für den 14. Distrikt von Texas im Repräsentantenhaus sitzt, glaubt, dass die US-Aussenpolitik reformiert werden muss, um Konflikte in aller Welt zu vermeiden.»
Press TV: Dr. Paul, wir freuen uns, dass Sie uns ein Interview geben. Lassen Sie uns mit der Aussenpolitik beginnen. Wie glauben Sie, wird die neue Regierung mit dem Krieg im Irak umgehen?
Ron Paul: Sie wird das weitermachen, was die alte Regierung begonnen hat. Ich erwarte keine grossen Veränderungen, obwohl der gewählte Präsident Obama versprochen hat, die Truppen im Zeitraum von 16 Monaten nach Hause zu holen, rückt er jetzt wegen des sogenannten Abkommens (mit dem Irak) davon ab. Ich glaube auch nicht, dass er jemals vorhatte, die Aussenpolitik zu ändern. Die Aussenpolitik dieses Landes bleibt immer gleich, ganz egal, ob die Republikaner oder die Demokraten sie machen. Schauen Sie sich an, wie hart George W. Bush im Jahr 2000 Clintons Aussenpolitik wegen zu viel «Nation Building» (Staatengründungen) oder wegen der vielen Interventionen auf der ganzen Welt kritisiert hat, weil die Menschen in den USA das hören wollten. Wenn sie dann gewählt sind, machen sie so weiter wie ihre Vorgänger. Deshalb erwarte ich auch keinen Wandel im Irak. Ausserdem gibt Obama noch nicht einmal vor, dass er zu Afghanistan eine andere Meinung hat. Es kommt auch weniger auf seine Absichten in einzelnen Ländern an, er befürwortet auf jeden Fall weitere Interventionen. Wer etwas bewegen will, muss sich die richtigen Leute dafür aussuchen. Obama hat die gleichen Leute ausgewählt, die auch McCain gefallen hätten. Die Neokonservativen sind begeistert von der aussenpolitischen Arbeitsgruppe, die er sich zusammengestellt hat. Deshalb ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich die demokratische Basis, die keinen der Bush/McCain-Politik wollte, darüber gewaltig aufregen wird – wahrscheinlich wird das schon sehr bald geschehen.
Wie schätzen Sie die Situation in Afghanistan ein?
Die Kämpfe werden weitergehen, auch weil es in dieser Woche den schweren Fehler mit dem getöteten afghanischen Polizisten gegeben hat. Aber genauso fatal sind die Übergriffe auf Pakistan, bei denen viele unschuldige Menschen umgebracht werden – wobei man vorgibt, das sei keine grosse Sache. Aber es ist eine schlimme Sache, weil dadurch die Randgebiete (Afghanistans) ebenfalls radikalisiert werden. Ich glaube nicht, dass die pakistanische Regierung so dumm sein wird, sich auf einen Krieg mit Indien einzulassen. Aber es ist gleichgültig, um welche Gesellschaft und um welches Land es sich handelt, es gibt immer eine Gruppe, die radikalisiert werden kann, wenn sie entsprechend motiviert wird. Dabei werden immer mehr unschuldige Zivilisten getötet – unter dem Vorwand, das seien ja Terroristen, die wir haufenweise umbringen. Wie will man das wissen? Wurden sie vorher festgenommen und verhört? Deshalb glaube ich, dass diese ganze Entwicklung sehr schlimm ist, und ich verurteile sie auch aus unserem eigenen Interesse, weil sie nach meiner Meinung vor allem schlecht für Amerika ist. Wenn wir so weitermachen, wird das nur immer mehr Geld und Leben kosten. Ausserdem wird es nur wahrscheinlicher, dass es auch bei uns zu Hause eines Tages einen terroristischen Anschlag geben wird. Wir bieten zwar dort drüben leicht angreifbare Ziele. Aber sie können auch hier zuschlagen. Wir sollten nicht glauben, Terroristen seien nicht dazu motiviert; wir sollten uns aber auch fragen, warum sie dazu motiviert sind.
Rechnen Sie mit mehr Luftangriffen auf Gebiete im souveränen Pakistan?
Da ist kein Ende abzusehen. Ich glaube, dass auch Obama damit fortfährt, weil meiner Meinung nach Aussenpolitik über die Köpfe der politischen Parteien hinweg gemacht wird. Unsere politischen Parteien haben da nicht viel mitzureden. Deshalb erwarte ich, dass die Angriffe weitergehen werden. Bedauerlicherweise wird Obama auch knallhart mit Iran umspringen. Er hat zwar angekündigt, er werde zunächst einige Gespräche mit den Iranern führen, aber das heisst nicht, dass es nicht zu einer Blockade Irans kommen wird. Nach Obamas Auffassung haben die USA die moralische Verpflichtung, Iran zu stoppen, wenn auch nur die entfernteste Möglichkeit besteht, dass es sich (Atom-)Waffen verschafft. Nun, haben wir Pakistan gestoppt? Haben wir Indien gestoppt? Haben wir Israel daran gehindert, eine (Atom-)Waffe zu bauen? Warum ist das (bei Iran) so eine grosse Sache? Aber Obama hat sich festgelegt, als er über Aussenpolitik vor den Internationalisten geredet hat – vor den Hintermännern der Demokratischen Partei und der Republikanischen Partei.
Das gleiche Lügenstrickmuster wie damals beim Irak
Erst vor einem Jahr wurden in der National Intelligence Estimate NIE (in der gemeinsamen Einschätzung aller US-Geheimdienste) die Behauptungen zurückgewiesen, Iran sei dabei, eine Atomwaffe herzustellen. Und jetzt gibt es trotzdem in Washington wieder viel Gerede über einen Krieg (gegen Iran). Warum ist das so?
Nun ich denke, dafür gibt es eine Menge Gründe. Öl ist sicher ein wichtiger Grund. Dazu gehört auch die Einstellung der Neokonservativen, wir sind die Guten und sagen den anderen, was sie zu tun und zu lassen haben. Und Israel steckt sicher auch dahinter. Einige Leute sind ehrlich davon überzeugt, «dass die Iraner böse Menschen sind, die uns bombardieren wollen». Es ist also ein ganzes Bündel von Gründen wie damals, als es gegen die Iraker losging. Mit einer Menge Falschinformationen versucht man Emotionen zu schüren. Das amerikanische Volk will das aber alles nicht mehr. Deshalb hat ja auch der Kandidat gewonnen, der viel vom Frieden geredet hat. Obama war eigentlich der (erhoffte) Friedenskandidat. Er hat den Eindruck erweckt, er wolle weniger Interventionen, aber das zählt jetzt nicht mehr. Wenn es um konkrete Politik geht, bleibt immer alles beim alten. Aber der Bankrott unseres Landes könnte die Rettung sein. Wir werden uns das (diese Kriege) kaum noch leisten können. Auch die Sowjets mussten damals Afghanistan aufgeben, weil ihnen das Geld ausging und ihr System scheiterte. Wenn auch unser System scheitert, könnte das unser Glück im Unglück sein.
Erwarten Sie, dass die kommende Regierung ihre Politik im israelisch-palästinensischen Konflikt ändern wird? Denken Sie, dass (ein Eingehen auf) die Hamas ein Teil der Lösung sein könnte?
Hier erwarte ich keine nennenswerten Änderungen. Obama wird auch nicht mehr Verständnis für die Palästinenser haben. Vielleicht legt er einige Lippenbekenntnisse ab, aber wenn Israel etwas nicht passt, wird das auch nicht passieren.
Die Fed auflösen
Lassen Sie uns über die Wirtschaft reden. Warum haben Sie ihren Antrag zur Auflösung der Federal-Reserve-Bank (der US-Notenbank) eingebracht?
Weil die Federal Reserve eine Zentralbank ist, die nach unserer Verfassung illegal, nicht autorisiert und deshalb wertlos für uns ist. Sie fügt uns nur Schaden zu, weil sie Geld aus nichts als heisser Luft macht. Sie betreibt nur legalisierte Falschmünzerei. Ich möchte diese Einrichtung abschaffen, weil ich es als Mensch, der die persönliche Freiheit schätzt, einfach ablehne, dass sie Regierungen Handlungsspielräume eröffnet, für die diese keine Verantwortung übernehmen müssen. In einer freien Gesellschaft mit gesundem Geld müssen Ausgaben (der Regierung) über Steuern finanziert werden, und jeder weiss, was läuft. Wenn aber eine Bank insgeheim Geld aus heisser Luft macht, kann die Regierung das Volk und den Kongress umgehen und jederzeit Kriege anzetteln, ohne dafür haftbar gemacht werden zu können.
Sehen Sie, wenn alles, was wir im Ausland anrichten, mit den Steuergeldern der Amerikaner bezahlt werden müsste, wäre der Spuk in einigen Wochen vorbei, weil wir das Geld dafür einfach nicht haben. Wenn man aber jederzeit die Geldmenge aufblähen kann, bleibt man immer zahlungsfähig, obwohl die Preise steigen. Wir hatten das Glück, dass der Dollar bisher die Leitwährung war und haben deshalb nicht besonders unter der Inflation gelitten. Die Federal Reserve unterstützt die Willkür der Regierung, ist ausserdem illegal und moralisch verwerflich. Einzelpersonen ist das Geldfälschen verboten. Warum erlauben wir einer Bank, insgeheim Falschgeld zu produzieren? Es gibt viele Gründe, eine Zentralbank abzuschaffen, die uns so viel Schaden zufügt. Anfangs verspricht der Kreislauf, den die Regierung durch die Inflationierung der Währung in Gang setzt, einige Vorteile, weil die Leute glauben, sie würden ständig reicher, aber dieser Eindruck entsteht nur vorübergehend. Weil jetzt der Markt zusammenbricht, erkennen wir, dass es keine besonders gute Idee war. Es war nur eine Blase. Jetzt beginnen die Blasen der Federal Reserve zu platzen, und die grösste Blase, die nicht mehr am Platzen zu hindern ist, wird die Dollar-Blase sein. Wir sind jetzt auf der ganzen Welt mit Billionen Dollars verschuldet, und der Dollar wird das nicht mehr lange durchstehen, weil die Welt bald keine Dollars mehr annehmen wird. Wir selbst werden höhere Zinsen und höhere Preise zahlen müssen, und unser Land wird sehr viel ärmer sein.
«Ich halte mich an die Verfassung»
Warum werden Sie immer als hartnäckiger Verfechter unserer Verfassung angesehen?
Weil ich das bin, ich halte mich an die Verfassung. Und es ist eine bewährte Einstellung, sie wörtlich zu nehmen. In Artikel 1 Abschnitt A steht, was erlaubt ist (die Aufgaben der gesetzgebenden Gewalt), und in den Zusätzen 9 und 10 wird gesagt, dass alles, was (der Bundesregierung) nicht ausdrücklich erlaubt ist, auch nicht getan werden darf. Die Regierungsgewalt sollte primär von lokalen Gremien ausgehen, und obwohl wir uns in den letzten hundert Jahren sehr weit von diesem Grundsatz entfernt haben, glaube ich, dass das eine gute Idee war. Die Gründerväter haben in der Verfassung wichtige Grundsätze festgelegt; sie wollten die Regierungsgewalt auf die einzelnen Staaten aufteilen und nur wenige Dinge zentral regeln, wie zum Beispiel eine stabile Währung und den freien Handel. Ich glaube, das war eine grossartige Idee. Darauf haben wir alle einen Eid geleistet, aber fast alle anderen ignorieren sie. Ich habe nicht geglaubt, dass sich noch viele Menschen in diesem Land dafür interessieren. Zu meiner Überraschung habe ich aber während des Wahlkampfs festgestellt, dass dies nicht der Fall ist. Als die Menschen mir sagten, sie hielten das dezentrale Regieren für eine gute Idee und hätten schon lange darauf gewartet, dass jemand darüber spricht, hat mich das sehr ermutigt. •
Quelle: Press TV vom 27.12.08; www.presstv.com/detail.aspx?id=79644§ionid=3510302; deutsch bei: Luftpost – Friedenspolitische Mitteilungen aus der US-Militärregion Kaiserslautern/Ramstein, LP 002/09 – 2.1.2009
Antrag zur Abschaffung des Board of Governors des Federal-Reserve-Systems und der Federal-Reserve-Banken
HR 833 IH
111th Congress
1. Sitzungsperiode
H. R. 833
Abschaffung des Board of Governors des Federal-Reserve-Systems und der Federal-Reserve-Banken, Aufhebung des Federal-Reserve-Gesetzes und für weitere Vorhaben.
Im Repräsentantenhaus
3. Februar 2009
Herr Paul hat den nachfolgenden Gesetzentwurf eingebracht, auf den das Committee on Financial Services Bezug genommen hat.
Gesetzentwurf
zur Abschaffung des Board of Governors des Federal-Reserve-Systems und der Federal-Reserve-Banken, Aufhebung des Federal-Reserve-Gesetzes und für weitere Vorhaben.
Der Senat und das Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten von Amerika, versammelt im Kongress, mögen folgendes Gesetz erlassen:
Teil 1. Kurzbezeichnung.
Dieses Gesetz soll als «Gesetz zur Abschaffung des Federal Reserve Board» bezeichnet werden.
Teil 2. Abschaffung des Federal Reserve Board.
(a) Allgemeines – Mit Wirkung ab dem Ende eines Jahres nach dem Inkrafttreten dieses Gesetzes sind das Federal-Reserve-System und alle Federal-Reserve-Banken hiermit abgeschafft.
(b) Aufhebung des Federal-Reserve-Gesetzes – Mit Wirkung ab dem Ende eines Jahres nach dem Inkrafttreten dieses Gesetzes wird das Federal-Reserve-Gesetz hiermit aufgehoben.
(c) Abwicklung –
(1) Management während der Auflösungsperiode – In dem Jahr, das in dem Unterabschnitt (a) erwähnt ist, erledigt der Vorsitzende des Board of Governors des Federal-Reserve-Systems folgende Aufgaben:
(A) Er wird, einzig zum Zweck der abschliessenden Abwicklung der Geschäfte des Federal-Reserve-Systems und der Federal-Reserve-Banken –
(i) die Angestellten des Board und aller Federal-Reserve-Banken führen, die Auszahlung der Kompensationszahlungen und Vergünstigungen dieser Angestellten, die fällig werden, bevor die Stelle des jeweiligen Angestellten wegfällt, sicherstellen und
(ii) die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Board und der Federal-Reserve-Banken verwalten, bis diese Vermögenswerte und Verbindlichkeiten liquidiert oder von dem Finanzministerium in Übereinstimmung mit diesem Unterabschnitt übernommen sind, und
(B) er kann alles weitere unternehmen, was notwendig ist, um die Angelegenheiten des Board und der Federal-Reserve-Banken abschliessend zu regeln, dies allerdings nur mit Zustimmung des Finanzministers.
(2) Liquidation der Vermögenswerte –
(A) Allgemeines – Der Direktor des Office of Management and Budget wird alle Vermögenswerte des Board und der Federal-Reserve-Banken so schnell wie möglich ordentlich so liquidieren, dass dem Finanzministerium ein grösstmöglicher Erlös zufliesst.
(B) Übertragung auf das Finanzministerium – Nach Erfüllung aller gegen das Board und die Federal-Reserve-Banken bestehenden Forderungen, die der Direktor des Office of Management and Budget akzeptiert, und nach dem Rückkauf der Aktien der Federal-Reserve-Banken von den Aktionären wird der Nettoerlös aus der Liquidation gemäss Unterabsatz (A) auf das Finanzministerium übertragen und den allgemeinen Haushaltsmitteln zugeschlagen.
(3) Übernahme von Verbindlichkeiten – Alle zum Zeitpunkt der Abschaffung dieser Institutionen noch offenen Verbindlichkeiten des Board of Governors des Federal-Reserve-Systems und der Federal-Reserve-Banken, einschliesslich der Verbindlichkeiten für Ruhestandsgelder und andere Vergünstigungen früherer leitender und einfacher Angestellter des Board oder der Federal-Reserve-Banken nach den Renten- und Vergünstigungsregelungen des Board und dieser Banken, werden zu Verbindlichkeiten des Finanzministeriums und werden aus den Beträgen gezahlt, die entsprechend dem vorstehenden Unterabsatz (2) in die allgemeinen Haushaltsmittel eingestellt worden sind. Diese Mittel werden hiermit für diesen Zweck freigegeben, bis alle vorgenannten Verbindlichkeiten erfüllt sind.
(d) Bericht – 18 Monate nach dem Inkrafttreten dieses Gesetzes müssen der Finanzminister und der Direktor des Office of Management and Budget dem Kongress gemeinsam Bericht erstatten. Der Bericht muss eine detaillierte Beschreibung der Massnahmen beinhalten, die zur Umsetzung dieses Gesetzes ergriffen wurden, sowie der zum Zeitpunkt der Erstattung des Berichts noch nicht erledigten Massnahmen und ungelösten Fragen, die mit dieser Umsetzung zusammenhängen.
Der revolutionäre Plan, die amerikanische Gesellschaft für die Wall Street arbeiten zu lassen
Wie kam es zum F.D.R.-System?
«Die Elite der Finanzwelt hatte sich (im November 1910) auf eine 800 Meilen lange Reise begeben, die sie […] schliesslich in die kleine Stadt Brunswick in Georgia (führte). […] Eine dieser (Sealand-)Inseln, gleich vor der Küste des Städtchens Brunswick gelegen, war erst kürzlich von J.P. Morgan und einigen seiner Geschäftspartnern erworben worden […]. Diese Insel hiess Jekyll Island.» (S. 23)
«Die sieben Männer, die an dem geheimen Treffen auf Jekyll Island teilnahmen, wo das Federal-Reserve-System entworfen wurde, repräsentierten etwa ein Viertel des Reichtums der gesamten Welt.» (S. 42) «Hier waren die Vertreter der weltweit führenden Banken-Konsortien versammelt: Morgan, Rockefeller, Rothschild, Warburg und Kuhn-Loeb.» (S. 28)
«Ihnen allen war bekannt, dass die Lösung dieser Probleme (Konkurrenz unter den Banken und Geldreserve) in einem Kartell-Mechanismus zu finden war, der in Europa ersonnen und bereits in ähnlichen Situationen ausprobiert worden war. Wie bei allen Kartellen, musste dieses Vorhaben von der Gesetzgebung vorgegeben und durch die Kraft der Regierung unter dem Vorwand, die Bürger schützen zu wollen, erhalten werden. Also war die wichtigste Aufgabe […]: Wie konnte man den Kongress überzeugen, dass das Vorhaben (die Gründung eines Bankenkartells) ein Mittel zum Schutz der Öffentlichkeit war?» (S. 33)
«Die Teilnehmer des Treffens vertraten finanzielle Institutionen der Wall Street und indirekt auch solche Europas. Der Grund der Geheimhaltung war recht einfach. Wäre durchgesickert, dass rivalisierende Fraktionen eines Bankwesens dabei waren, sich zusammenzutun, wäre die Öffentlichkeit von der drohenden Einschränkung des freien Wettbewerbs aufgeschreckt worden. […] Was schliesslich dabei herauskam, war ein Kartellabkommen mit fünf Zielen: die wachsende Konkurrenz der neuen Banken in Schach zu halten; die Konzession zu erlangen, Geld praktisch aus dem Nichts heraus für Darlehen zu drucken; die Kontrolle über die Reserven aller Banken zu erlangen, so dass die leichtsinnigeren Banken nicht der Gefahr von Währungsabflüssen und Bankenstürmen ausgesetzt wären; den Steuerzahler für die unvermeidlichen Verluste des Kartells heranzuziehen; und schliesslich den Kongress davon zu überzeugen, dies alles diene nur der Öffentlichkeit.» (S. 41)
«Warburgs revolutionärer Plan, die amerikanische Gesellschaft für die Wall Street arbeiten zu lassen, war verblüffend einfach. […] Das Federal-Reserve-System ist ein legalisiertes privates Monopol des Geldvorrates zum Wohle einiger weniger unter dem Vorwand, das öffentliche Interesse zu fördern und zu schützen.» (S. 40; Zitat im Zitat; zitiert wird aus Sutton, Antony, «Wall Street and F.D.R.», S. 94)
Und so arbeitet das F.D.R.-System
«Nur eine geringe Summe dieses Geldes (das der Staat für Projekte bereitstellt) stammt aus Steuern. Der grösste Teil wird aus dem Federal-Reserve-System generiert. Sobald die neugeschaffene Geldmenge zu den Banken zurückkehrt, fliesst sie rasch zurück in die Wirtschaft, wo sie sich mit dem im Umlauf befindlichen Geld vermischt und dessen Wert verwässert. Das Ergebnis sind steigende Preise, die jedoch nichts anderes bedeuten als eine Senkung des Werts des Dollars.» S. 51
Und dies sind (u.a.) seine Wirkungen
«Seit seiner (des Federal-Reserve-Systems) Gründung hat es die Zusammenbrüche von 1921 und 1929 mit ansehen müssen, ebenso die grossen Depressionen von 1929 und 1939, die Rezessionen von 1953, 1957, 1969, 1975 und 1981, den ‹Schwarzen Montag› der Börse 1987 und eine Inflation von insgesamt 1000 Prozent, die 90 Prozent der Kaufkraft des Dollars vernichtete. […] 1990 benötigte jemand ein jährliches Einkommen von 10 000 Dollar, um sich das leisten zu können, was 1914 nicht mehr als 1000 Dollar gekostet hätte. Dieser unglaubliche Wertverlust wurde stillschweigend auf die Bundesregierung transferiert in Form von versteckten Steuern, und das Federal-Reserve-System diente als Mechanismus, mit dem dies bewerkstelligt wurde.» (S. 37–38)
alle Zitate aus Griffin, G. Edward, «Die Kreatur von Jekyll Island – Die US-Notenbank Federal Reserve – Das schrecklichste Ungeheuer, das die internationale Hochfinanz je schuf», Jochen Kopp Verlag, deutschsprachige Ausgabe von 2006, 1. Auflage
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Mittwoch, 25. Februar 2009
"Holocaust-Leugnung" - das Gedankenverbrechen des 21. Jahrhunderts
RÜCKKEHR AUS ARGENTINIEN
Aufregung in Heathrow: Holocaust-Leugner Richard Williamson ist nach der Ausweisung aus Argentinien in London gelandet. Der 68-Jährige stieg aus dem Flugzeug, lächelte, ignorierte hartnäckig Nachfragen von Reportern - und brauste in einem silberfarbenen Landrover davon.
London - Andrang im Terminal 5 am Londoner Flughafen Heathrow: Um kurz nach 7 Uhr war der Flieger der British Airways aus Buenos Aires gelandet. An Bord der Maschine war der konservative Geistliche Williamson, der nach dem Skandal um seine öffentliche Holocaust-Leugnung von der argentinischen Regierung aufgefordert worden war, das Land zu verlassen.
Vor dem Ausgang waren Kameraleute von CNN, BBC, Sky News und dem ZDF in Stellung gegangen - und die Sicherheitsmaßnahmen angesichts des Getümmels offenbar verschärft worden: Polizisten mit Gewehren bewachten die automatischen Türen. Ein orthodoxer Jude, der an einer Absperrung lehnte, wurde von der Polizei zur Seite genommen, seine Papiere überprüft. "Ich warte bloß auf meine Familie aus New York", sagte der Mann.
Eine blonde Frau gab Interviews. Sie sei hier, um Williamson Rechtsbeistand anzubieten, falls er verhaftet werde, sagte sie und verteilte Visitenkarten an die Reporter.
Die Erwartung erwies sich jedoch als unbegründet. Williamson erschien kurz vor 8 Uhr, umschwirrt von Fotografen, die sich Zugang zum Sicherheitsbereich verschafft hatten. Eskortiert von rund zehn Polizisten und Sicherheitsleuten eilte er durch die Halle zum Ausgang, die Kameras stets im Gesicht.
"Stehen Sie zu dem, was sie gesagt haben, Sir?", brüllten die Reporter. Doch wie bereits beim Einchecken in Buenos Aires am Tag zuvor sagte der Bischof kein Wort. Nur ein Lächeln umspielte seine Lippen. Dann stieg er in einen silberfarbenen Landrover Freelander und fuhr davon.
Die Regierung seiner Wahlheimat Argentinien hatte Williamson wegen "Unregelmäßigkeiten" in seinem Visumsantrag und der Leugnung des Holocausts ultimativ zum Verlassen des Landes gedrängt. Bei seinem Abflug aus Argentinien hatte Williamson sich mit einer dunklen Sonnenbrille und einer schwarzen Baseballkappe getarnt und Journalisten gegenüber die Faust geballt.
Der Bischof der erzkonservativen Pius-Bruderschaft hatte in einem Interview behauptet, dass in Nazi-Lagern nicht sechs Millionen Juden umgebracht wurden, sondern maximal 300.000, davon allerdings keiner in Gaskammern. Einer Aufforderung des Papstes, seine Aussagen zu widerrufen, widersetzte sich Williamson. Er müsse erst die "Tatsachen" neu untersuchen, sagte er.
Rechtliche Bedenken gegen die Einreise Williamsons nach Großbritannien gab es nicht, denn hier ist die Leugnung des Massenmordes an Juden in Deutschland nicht strafbar. "Er ist ein britischer Bürger und hat sich hier nicht strafbar gemacht", erklärte ein Sprecher des Innenministeriums in London vor der Einreise." Der Präsident der britischen Holocaust Educational Trust, Lord Janner, sagte: "Es wäre sehr viel besser, wenn er nicht hier wäre. Aber da er britischer Bürger ist, kann das nicht verhindert werden."
Die Pius-Bruderschaft hatte sich zwar von Williamsons Äußerungen zur Judenvernichtung während der Nazi-Zeit distanziert. Allerdings werden auch der Bruderschaft antisemitische und antijudaistische Tendenzen vorgehalten. Die Londoner Pius-Bruderschaft wollte sich zunächst nicht zu Williamson äußern. Die Zentrale der Pius-Bruderschaft im Schweizer Menzingen teilte mit, dass man nicht sagen könne, wo Williamson am Ende hinreisen werde. Die Leitung der Priesterbruderschaft habe ihm dies offengelassen.
Aufregung in Heathrow: Holocaust-Leugner Richard Williamson ist nach der Ausweisung aus Argentinien in London gelandet. Der 68-Jährige stieg aus dem Flugzeug, lächelte, ignorierte hartnäckig Nachfragen von Reportern - und brauste in einem silberfarbenen Landrover davon.
London - Andrang im Terminal 5 am Londoner Flughafen Heathrow: Um kurz nach 7 Uhr war der Flieger der British Airways aus Buenos Aires gelandet. An Bord der Maschine war der konservative Geistliche Williamson, der nach dem Skandal um seine öffentliche Holocaust-Leugnung von der argentinischen Regierung aufgefordert worden war, das Land zu verlassen.
Vor dem Ausgang waren Kameraleute von CNN, BBC, Sky News und dem ZDF in Stellung gegangen - und die Sicherheitsmaßnahmen angesichts des Getümmels offenbar verschärft worden: Polizisten mit Gewehren bewachten die automatischen Türen. Ein orthodoxer Jude, der an einer Absperrung lehnte, wurde von der Polizei zur Seite genommen, seine Papiere überprüft. "Ich warte bloß auf meine Familie aus New York", sagte der Mann.
Eine blonde Frau gab Interviews. Sie sei hier, um Williamson Rechtsbeistand anzubieten, falls er verhaftet werde, sagte sie und verteilte Visitenkarten an die Reporter.
Die Erwartung erwies sich jedoch als unbegründet. Williamson erschien kurz vor 8 Uhr, umschwirrt von Fotografen, die sich Zugang zum Sicherheitsbereich verschafft hatten. Eskortiert von rund zehn Polizisten und Sicherheitsleuten eilte er durch die Halle zum Ausgang, die Kameras stets im Gesicht.
"Stehen Sie zu dem, was sie gesagt haben, Sir?", brüllten die Reporter. Doch wie bereits beim Einchecken in Buenos Aires am Tag zuvor sagte der Bischof kein Wort. Nur ein Lächeln umspielte seine Lippen. Dann stieg er in einen silberfarbenen Landrover Freelander und fuhr davon.
Die Regierung seiner Wahlheimat Argentinien hatte Williamson wegen "Unregelmäßigkeiten" in seinem Visumsantrag und der Leugnung des Holocausts ultimativ zum Verlassen des Landes gedrängt. Bei seinem Abflug aus Argentinien hatte Williamson sich mit einer dunklen Sonnenbrille und einer schwarzen Baseballkappe getarnt und Journalisten gegenüber die Faust geballt.
Der Bischof der erzkonservativen Pius-Bruderschaft hatte in einem Interview behauptet, dass in Nazi-Lagern nicht sechs Millionen Juden umgebracht wurden, sondern maximal 300.000, davon allerdings keiner in Gaskammern. Einer Aufforderung des Papstes, seine Aussagen zu widerrufen, widersetzte sich Williamson. Er müsse erst die "Tatsachen" neu untersuchen, sagte er.
Rechtliche Bedenken gegen die Einreise Williamsons nach Großbritannien gab es nicht, denn hier ist die Leugnung des Massenmordes an Juden in Deutschland nicht strafbar. "Er ist ein britischer Bürger und hat sich hier nicht strafbar gemacht", erklärte ein Sprecher des Innenministeriums in London vor der Einreise." Der Präsident der britischen Holocaust Educational Trust, Lord Janner, sagte: "Es wäre sehr viel besser, wenn er nicht hier wäre. Aber da er britischer Bürger ist, kann das nicht verhindert werden."
Die Pius-Bruderschaft hatte sich zwar von Williamsons Äußerungen zur Judenvernichtung während der Nazi-Zeit distanziert. Allerdings werden auch der Bruderschaft antisemitische und antijudaistische Tendenzen vorgehalten. Die Londoner Pius-Bruderschaft wollte sich zunächst nicht zu Williamson äußern. Die Zentrale der Pius-Bruderschaft im Schweizer Menzingen teilte mit, dass man nicht sagen könne, wo Williamson am Ende hinreisen werde. Die Leitung der Priesterbruderschaft habe ihm dies offengelassen.
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Sonntag, 22. Februar 2009
Die Gleichschaltung der Medien
Wer etwas über dem Zustand der Zeitungen erfahren will, muss nur die Inserateseiten abzählen. Die Weltwoche hat ca. 6 Seiten, plus ein paar Werbebeilagen, die immer gleich herausfallen. Plusminus 120′000 Fr. Einnahmen pro Ausgabe. Manchmal sind es auch weniger.Noch lustiger ist das Hobby beim Tagesanzeiger. Ausser dem Staat mit seinen übergrossen Subventions-Stelleninseraten und den staatlich gesponserten Hilfswerken inseriert da kaum noch wirklich einer.
Hinter den Kullisen läuft eine intensive Diskussion, ob Print überhaupt noch Zukunft hat. Im Internet kann man alles längst kostenlos lesen, gerade in der Schweiz, wo der “Qualitätsjournalismus” nicht etwa Information ist, sondern auf das Papier gepinkelte linke Propaganda. Richtig dramatisch verläuft die Diskussion in den USA. Dort verschwinden Printmedien gleich reihenweise - und nicht etwa Provinzblätter. Selbst die New York Times weiss nicht mehr weiter.
Bizarre Geschäfsmodelle werden ausprobiert. So erscheinen einige Zeitungen nur noch an einigen Wochentagen auf Papier, an dern anderen nur noch im Internet. Einige versuchen sich mit Bezahlmodellen, verlangen also Geld, wenn man den Artikel lesen will. Wenn es nach der Einbildung der hiesigen Journalisten ginge, wäre das das richtige Modell. Doch umzusetzen hat sich das noch keiner getraut: wer würde schon etwas für einen Artikel im Tagi oder in der NZZ bezahlen?
In einem sind sich alle Zeitungen einig: die Zukunft liegt im Internet und entsprechend verpulvern sie ihren letzten Notgroschen in dieses Projekt. Doch Geld verdienen sie damit nicht. Inserieren will auch dort kaum jemand und wenn, dann nur für kleines Geld.
Subventionen via Inserate
Faktisch versucht der Staat mit absolut überflüssigen Stelleninseraten die Zeitungen am Leben zu erhalten. Er weiss auch warum: die Presse ist damit gleichgeschaltet. Das hindert ihn aber nicht daran, die “Meinungsvielfalt” in der Schweiz zu preisen, eine russische Meinungsvielfalt bestenfalls.
Schon allein so kann Printjournalismus nicht funktionieren. Fühlte man sich früher von den Behörden veräppelt, schrieb man einen Brief an die Lokalzeitung und die machte die klassische Story daraus: kleiner Bürger gegen Bürokraten. Doch das ist heute undenkbar. Die Bürokraten sind ja die Guten und so muss das Printmedium eher etwas über einen renitenten Bürger und Querulanten schreiben, der sich getraut, etwas gegen die selbstlosen Behörden zu sagen.
Gerade in der Schweiz hat dieser Art von Journalismus Tradition. Behördlichen Skandale werden vertuscht, kleingeschrieben oder verwedelt, wie das Beispiel Ausländergewalt und Sozialmissbrauch zeigt.
Wir werden den Printjournalismus nicht vermissen, umso schneller er verschwindet, umso besser für unser Land.
Hinter den Kullisen läuft eine intensive Diskussion, ob Print überhaupt noch Zukunft hat. Im Internet kann man alles längst kostenlos lesen, gerade in der Schweiz, wo der “Qualitätsjournalismus” nicht etwa Information ist, sondern auf das Papier gepinkelte linke Propaganda. Richtig dramatisch verläuft die Diskussion in den USA. Dort verschwinden Printmedien gleich reihenweise - und nicht etwa Provinzblätter. Selbst die New York Times weiss nicht mehr weiter.
Bizarre Geschäfsmodelle werden ausprobiert. So erscheinen einige Zeitungen nur noch an einigen Wochentagen auf Papier, an dern anderen nur noch im Internet. Einige versuchen sich mit Bezahlmodellen, verlangen also Geld, wenn man den Artikel lesen will. Wenn es nach der Einbildung der hiesigen Journalisten ginge, wäre das das richtige Modell. Doch umzusetzen hat sich das noch keiner getraut: wer würde schon etwas für einen Artikel im Tagi oder in der NZZ bezahlen?
In einem sind sich alle Zeitungen einig: die Zukunft liegt im Internet und entsprechend verpulvern sie ihren letzten Notgroschen in dieses Projekt. Doch Geld verdienen sie damit nicht. Inserieren will auch dort kaum jemand und wenn, dann nur für kleines Geld.
Subventionen via Inserate
Faktisch versucht der Staat mit absolut überflüssigen Stelleninseraten die Zeitungen am Leben zu erhalten. Er weiss auch warum: die Presse ist damit gleichgeschaltet. Das hindert ihn aber nicht daran, die “Meinungsvielfalt” in der Schweiz zu preisen, eine russische Meinungsvielfalt bestenfalls.
Schon allein so kann Printjournalismus nicht funktionieren. Fühlte man sich früher von den Behörden veräppelt, schrieb man einen Brief an die Lokalzeitung und die machte die klassische Story daraus: kleiner Bürger gegen Bürokraten. Doch das ist heute undenkbar. Die Bürokraten sind ja die Guten und so muss das Printmedium eher etwas über einen renitenten Bürger und Querulanten schreiben, der sich getraut, etwas gegen die selbstlosen Behörden zu sagen.
Gerade in der Schweiz hat dieser Art von Journalismus Tradition. Behördlichen Skandale werden vertuscht, kleingeschrieben oder verwedelt, wie das Beispiel Ausländergewalt und Sozialmissbrauch zeigt.
Wir werden den Printjournalismus nicht vermissen, umso schneller er verschwindet, umso besser für unser Land.
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