Freitag, 22. Januar 2010

Faschismus - die Verschmelzung von Staat und Grosskapital

Gerald Celente: Wall Street ist die Regierung und die Regierung ist Wall Street

Brigitte Hamann

Gerald Celente ist zornig. In einem Interview mit www.rt.com lässt der Leiter des »Trend Research Instituts« seinem Unmut freien Lauf. Die »Banksteuern« und das Audit (*), bei dem die Großbanken unter Eid Auskunft über ihre Geschäfte geben sollen, hält er für eine Farce. Seit vielen Jahren forscht er zu den weltweiten politischen und wirtschaftlichen Hintergründen. Schon früh warnte der Trendforscher vor der finanziellen Kernschmelze und kündigte an, was kommen werde: ein Economic 9/11. Nun prangert er den neuesten Schachzug im US-amerikanischen Spiel an: die Geldforderungen, die die Regierung Obama als sogenannte Banksteuern an die Wall Street Banken richten will. Hören Sie Gerald Celente im Originalton mit Übersetzung.

Für Celente ist es keine Frage, wer an dem Finanzdebakel schuld ist. Es ist die Finanzmafia, die die Regierung und Wall Street kontrolliert. Wenn die Regierung nun von den Großbanken Geld für die Steuerzahler zurückfordert, ist das nichts als eine Show. Celente nennt es das »Gegacker« aus Washington. Denn was sind die Tatsachen? Washington will den Banken ein 90-Milliarden-Zehn-Jahres-Steuern-Rückzahlprogramm auferlegen. Tatsache aber ist, dass die Top-Ten-Banken und Finanzgruppen sich in diesem Jahr genau den Betrag untereinander aufteilen werden, den sie in zehn Jahren zurückbezahlen sollen! Ein entsprechendes Gesetz sieht vor, ihnen vier Billionen Dollar für dieses Jahr zur Verfügung zu stellen. Vier Billionen Dollar, mit denen sie ihr Spiel weiter treiben können. Egal ob sie gewinnen oder verlieren – für ihre Zockerei bürgt das Volk.

Washington ist die Wall Street und Wall Street ist Washington! Woher kommt der US-Finanzminister Timothy Geithner? Von der Federal Reserve Bank. Vor ihm war Henry Paulson Finanzminister unter Bush. Woher kommt er? Von Goldman Sachs. Nur ein Kind würde nicht sehen, was hier los ist!

Nicht etwa heimlich und hinter verschlossenen Türen findet diese Farce statt, sondern ganz öffentlich. Genaue Zahlen werden jedoch nicht genannt. Die Regierung hat für Fannie Mae und Freddy Mac gebürgt und jetzt geht es um 400 Milliarden Dollar. Am Weihnachtsabend hat Washington eine unbegrenzte Bürgschaft für weitere drei Jahre legitimiert. Wo man auf der Liste der für »Bailouts« (Rettungen) vorgesehenen Institute hinblickt, es ist immer dasselbe. General Motors wurde gerade noch mal … ja was denn eigentlich? Mit vier Milliarden Dollar über Wasser gehalten. Damit sollen die Bürger ruhig gehalten werden, nichts anderes steht dahinter. Die Regierung will vortäuschen, dass sie etwas unternimmt.

Auch die Anhörung (Audit) der Großbanken durch die Financial Crisis Inquiry Commission ist für Celente nur eine Show. Von einer Anhörung kann nicht die Rede sein, sagt er. Wer das eine Anhörung nennt, ist taub! Ziel der Kommission ist nicht etwa, die Gesetzgebung zur Finanzmarktregulierung zu beeinflussen, sondern einen detaillierten Bericht über die Ursachen der Finanzkrise zu erstellen – und dieser soll im Dezember 2010 erscheinen.

Hätten die Folgen der Krise zumindest abgemildert werden können?
Ja, sagt Gerald Celente: Wenn die Regierung die »too-big-to-fail«-Banken hätte bankrott gehen lassen. Die Idee mit den »too-big-to-fail« stammt aber von der Finanzmafia selbst. Vor Kurzem war Lloyd Blankfein von Goldman Sachs zu hören, der während Anhörung herumschwafelte, man habe Fehler gemacht und wünschte, man hätte es nicht. Goldman Sachs ist aber nichts anderes als ein großer Hedge-Fond. Alles, was Wall Street macht, ist zocken. Und das wird vom amerikanischen Steuerzahler getragen. »Das ist hier los!«, erklärt Celente aufgebracht. Dass sie die Besten und Schlauesten da draußen brauchen und diese hohen Boni, so Celente, hat einen ganz einfachen Grund: Sie brauchen die besten kriminellen Hirne, die für Geld zu kriegen sind, um solche Komplotte auszuhecken.

Auch eine Lösung hat der Trendforscher bereit: Die Bevölkerung muss ihr Geld von den Großbanken abheben und den kleinen geben, denn das hat Amerika groß gemacht. Amerikas Größe entstand nicht durch die Wall Street, sondern durch die Main Street, nicht durch Wal Mart, sondern durch die Tante-Emma-Läden und die Gemeinden, nicht durch Fabrikfarmen, sondern durch Familienhöfe. Alles wurde in Amerika fusioniert. Die Verschmelzung von Staat und Großkapital ist nach Mussolini der Faschismus. Und der Faschismus breitet sich in Amerika aus.

Oberster Einflüsterer im Weißen Haus
Auch Financial Times Deutschland ist inzwischen von der Vermischung von Wall Street und US-Regierung überzeugt: In »Die Wall Street regiert im Weißen Haus mit« vom 20. Januar 2010 ist zu lesen: »Seit einem Jahr ist Obama Chef im Weißen Haus, und noch immer gibt es keine grundlegende Reform der Finanzaufsicht in den USA. Warum, wird immer deutlicher: Der Präsident ist umzingelt von Beratern und Parteifreunden, die der Wall Street nahestehen.« Der kritische Artikel beschreibt ausführlich, wer in Washington mitregiert – und woher er kommt. Larry Summers wird hier als »oberster Einflüsterer im Weißen Haus« genannt. »Er hatte im April 2008 als Gastredner bei Goldman Sachs ein Honorar von 135.000 $ eingestrichen – und ist wie Geithner ein Protegé von Robert Rubin, Finanzminister unter Bill Clinton und lange Jahre Topmanager bei Goldman Sachs und Citigroup. Geithners Stabschef Mark Patterson arbeitete als Lobbyist für Goldman, Obamas Stabschef Rahm Emanuel ebenfalls an der Wall Street.

Noch mehr gefällig?

Am 8. Januar 2010 berichtete www.diepresse.com unter dem Titel: »Analyst: US-Regierung steckt hinter Börsen-Rally«: »Hinter dem Börsenboom stecken weder die Wirtschaftsdaten noch traditionelle Kapitalquellen«, sagt der Chef des Analysehauses TrimTabs. Seiner Meinung nach könnte die US-Regierung den Markt manipulieren.« Charles Biderman ist nicht irgendwer. Er ist darauf spezialisiert, Geld- und Investmentvermögen zu verfolgen. Sogar die US-Bank Goldman Sachs soll an TrimTabs beteiligt sein. »Seit März 2008 ist die Marktkapitalisierung an der Wall Street um sechs Billionen Dollar gestiegen. Doch weder Privatanleger noch Hedge-Fonds und Pensionsfonds oder ausländische Investoren hätten so viel Geld in den Markt gepumpt, schließt Biderman. Er stellt sich daher die Frage: Woher kommt das Geld? Die US-Regierung könnte es sich jedenfalls leisten, sich die Börse hochzukaufen, zitiert die Financial Times Biderman.

»Wir haben keine Beweise, aber wir wissen, dass weder die Wirtschaft noch traditionelle Kapitalquellen hinter dem Börsenboom stehen.« Auch das Plunge Protection Team kommt hier wieder ins Spiel. Trotz gelegentlicher Erwähnung in dem einen oder anderen Artikel galten solche Mutmaßungen bis vor Kurzem noch als Verschwörungstheorien.

Leser dieser Infoseite sowie von Kopp Exklusiv waren schon sehr früh informiert, z.B. durch die Artikel von William F. Engdahl: »Titanische Verschiebung der Machtverhältnisse auf den globalen Finanzmärkten« und »Der Finanz-Tsunami: Die nächste Stoßwelle rollt – Fannie Mae, Freddie Mac und die US-Hypothekenschulden«, wie auch die anderer Autoren, was Sache ist.

Kommentare:

Nelson hat gesagt…

Teil 1

Was man nicht ganz nachvollziehen kann ist das lethargische Verhalten der hiesigen Bevölkerung. Da werden in der Schweiz fast hundert Milliarden an Steuergeldern der UBS zugeteilt, und die Bevölkerung muckt kaum auf. Die Menschen hierzulande haben offenbar noch nicht ganz kapiert, dass es sich hier um deren Geld handelt. Ein Mensch muss geistig eigentlich schon fast tot sein, schon fast ein Zombie sein, wenn er da nicht mehr reagiert. Leben wir eigentlich unter Zombies?

Hunderttausende müsste man sehen, die in den Strassen demonstrieren, und den Sturz der kriminellen Handlanger der Bankiers im Bundeshaus fordern - aber nichts dergleichen geschieht. Könnte es einen besseren Beweis geben, dass man die Massen gedanklich manipuliert hat, dass die Menschen mit Hilfe von mind-control konditioniert worden sind? Es ist eindeutig: Die Menschen in der Schweiz reagieren nicht mehr normal.

Dass es den Menschen ziemlich egal ist, wenn die US-Army und US-Söldnertruppen 1.3 Millionen Menschen im Irak abgeschlachtet haben, kann man nachvollziehen, denn schliesslich ist man hierzulande ja Egoist, und solange man ungestört seinem Konsum fröhnen kann, da ist die Welt noch in Ordnung. Was kümmert es uns, wenn zehntausende Kinder an Leukämie erkrankt sind wegen des Einsatzes von Uranwaffen im Irak, schliesslich sind es ja keine Schweizer Kinder.

Auch die Gleichgültigkeit des islamischen Bevölkerungsanteils in der Schweiz gegenüber ihren muslimischen Brüdern im Irak ist bemerkenswert. Solidarität scheint im Islam keine Tugend zu sein. Wo sind die Massendemonstrationen der Muslime in der Schweiz gegen die Massenmorde der USA im Irak? Offenbar kommt man im Islam in den Himmel, wenn man in der Moschee vor Allah auf den Knien herumrutscht, und nicht durch tatsächlich praktizierte Nächstenliebe.

Aber schauen wir lieber auf den Balken in unserem Auge: Dass die Schuldenfalle, in die die Schweiz von den Illuminati in zunehmenden Masse raffiniert hineinmanövriert wird, den Schweizern letztlich Kopf und Kragen kosten wird, scheint man hier noch nicht ganz begriffen zu haben.

Wie war das nochmals in der Dritten Welt? Verarmte Nationen, die dringend Kredite durch die Rockefeller-Weltbank benötigen, erhalten diese bekanntlich nur dann, wenn sie den ruchlosen Forderungen des IMF nachkommen, also nur dann, wenn sie bereit sind ihre nationale Souveränität aufzugeben. Genau darum geht es letztlich: Mit Hilfe der Schuldenfalle die nationale Selbstbestimmung der Schweiz zu zerstören.

Ein Schuldner ist bekanntlich verzweifelt und folglich in einer Position der Schwäche. Wer Geld dringend braucht, um seine Zinslast zu bedienen, um kreditwürdig zu bleiben, um den wirtschaftlichen Niedergang zu verhindern, der ist nicht autonom, der hat keine Möglichkeit zur Selbstbestimmung, der hat seine Souveränität aufgegeben, und kann nur noch als den Finanzoligarchen ausgelieferter Sklave bezeichnet werden.

Was nützen Wahlen und Abstimmungen in der so demokratischen Schweiz, wenn die von der Bevölkerung gewünschten Gesetze vom IMF nicht gutgeheissen werden? Hat die Regierung keine Souveränität mehr, so hat auch das Volk seine Souveränität und somit seine Grundrechte verwirkt.

Die kleinen dummen Schweizerlein scheinen all dies leider noch nicht so ganz begriffen zu haben, scheinen den Ernst der Lage geistig nicht ganz erfassen zu können. Da nützen auch keine Antiterror-Gesetze, da nützt auch keine Schweizer Polizei und auch keine Schweizer Armee. Ist es nicht seltsam: Die Schweizer driften ab in die Sklaverei, verlieren alles, was sie mit ihrer einst so tapferen Armee immer beschützen wollten, und kein einziger Schuss ist gefallen.

Nelson hat gesagt…

Teil 2

Dass es diesmal nicht die bösen Russen sind, die sich die Schweiz einverleiben wollen, um ihr kommunistisches Weltreich zu etablieren, sondern die bösen Freimaurer-Illuminati, die ihre totalitäre Weltregierung erreichten wollen, scheint keinen grossen Unterschied zu machen. Dass diese ominöse Weltregierung auf finanzieller Ebene faktisch schon fast vollendet ist, scheint es nur umso merkwürdiger erscheinen zu lassen, wenn Hinweise darauf als abstruse Verschwörungstheorie abgetan werden.

Abgetan von wem eigentlich? Von den durch die Illuminati kontrollierten Medienkonzerne natürlich. In der Tat, man hat die Massen meisterhaft konditioniert, diese haben doch tatsächlich den Bezug zur Wirklichkeit vollständig verloren. Eigentlich kann man diese armen mk-Ultra-Geschöpfe nur noch bedauern.

Und für die ganz unbelehrbaren Fälle gibt es da ja immer noch die Bibel, in der all dies sehr deutlich prophezeit wurde. Dass die luziferischen Freimaurer die Massen dahingehend konditioniert haben, tief gläubige Schweizer als fundamentalistische religiöse Fanatiker abzustempeln, ist auch nicht weiter verwunderlich. Vom zukünftigen Antichristen konnte man vermutlich auch nichts anderes erwarten.

Was ist zu tun? Die Zustände werden sich verschlimmern, die soziale und kulturelle Kohäsion der Schweiz wird weiter erodieren, die nationale Selbstbestimmung evaporieren, die direkte Demokratie zur Irrelevanz verkommen.

Die erlebten zukünftigen Tatsachen werden den Menschen hierzulande zweifellos früher oder später die Augen öffnen, nur leider wird die von den Medienkonzernen erfolgreich bewirkte Erkenntnisverzögerung bezüglich der bis dann unter dem Vorwand des Kampfes gegen den Terrorismus vollständig erodierten Grundrechte, einen erfolgreichen Widerstand gegen diesen Wahnsinn durch das Volk unmöglich machen.

Dies war ja im übrigen auch von Anfang an die Grundidee gewesen dieses illusionären Kampfes gegen den selbst inszenierten Terror. Aaron Russo, er ruhe in Frieden, hatte ja vor einigen Jahren in seinem berühmten Gespräch mit Alex Jones bereits mehrmals darauf hingewiesen. Der mit ihm befreundete David Rockefeller hatte ihm sogar gestanden, der ganze "War on Terror" sei ein Riesenschwindel.

Aber vielleicht ist es einfach die Pflicht der Narren, zum Narren gehalten zu werden, vielleicht erkennt einfach nur derjenige die Wahrheit, der tatsächlich wahrhaftig ist, vielleicht kann ja nur derjenige die Unehrlichen erkennen, der seine eigene Unehrlichkeit im Inneren überwunden hat.

Es grüsst Nelson