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Montag, 15. März 2010
HAARP und das Haiti-Erdbeben
1997 enthüllte US-Verteidigungsminister, William Cohen, "es gibt diejenigen, die sogar eine Öko-Art von Terrorismus betreiben, wobei sie das Klima ändern und Erdbeben sowie Vulkanausbrüche durch Fernbedienung mittels elektromagnetischer Wellen auslösen können." Was sich dahinter verbirgt, sind militärische Anlagen in Alaska, Norwegen, Russland, Peru, Puerto Rico, als HAARP-Einrichtungen bekannt. Durch extrem niederfrequente elektromagnetische Wellen, die in in die Ionosphäre geschossen werden, wird diese "gekocht", so dass sie sich in die Höhe verschiebt und Raketen zerstören kann. Die Wellen können auch durch die Ionosphäre abgebogen werden und auf einen bestimmten Bereich fokussiert werden, so dass sie tief in den Boden eindringen - und können Erdbeben auslösen. Andernfalls werden die Wellen verwendet, um feindliche Kommunikation zu zerstören, um das Wetter zu verändern sowie für die Suche nach Öl, Mineralien und unterirdischen militärischen Anlagen. Sie können auch menschliche Gehirn-Aktivität verändern, so dass die menschen kampfunfähig werden. Dies hatte zB. Brzezinski im Sinn, als er über die Technetronische Ära schrieb, wo die Elite alle kontrolliert. Nach dem Erdbeben in Haiti und der de facto militärischen Besetzung des verarmten Landes durch die USA erheben sich Stimmen, dass dies ein HAARP-ausgelöstes Beben sein könnte, um den USA die Möglichkeit zu geben, die riesigen Öl-Reserven Haitis, die 20-mal größer als die von Venezuela sein könnten, zu übernehmen. Dafür könnte sprechen, dass die US Southern Command in Miami eben am Tag vor dem Beben mit einer groß angelegten Übung mit humanitärer Hilfe für Haiti im Anschluss an einen hypothetischen Hurrikan beschäftigt war - was in New Orleans nicht für so notwendig gehalten wurde (Katarina)! Mehr bizarre Dinge werden auch gezeigt: Die US-Regierung verfügt über 140 riesige Welt-Untergangs-Bunker - 14 Stockwerke unter der Erde angeordnet. Sie können Heizung bis zu 1200 Grad C und großen Tsunami-Überschwemmungen standhalten. Einer von ihnen ist auf Video dem ehemaligen Gouverneur von Minnesota, Jesse Ventura gezeigt worden. Der Architekt sagt ihm, dass die Bunker für eine erwartete Apokalypse am 21. Dezember 2012, wo der Maya-Kalender endet, vorgesehen seien. Dieser Aberglaube ist weit verbreitet und wird von einem Hollywood-Film - "2012", der im November 2009 Premiere hatte- verstärkt, könnte aber tatsächlich geplant sein, mittels des HAARP stattzufinden. Nach dem Wettlauf der Nationen, um zu zeigen, wie gut sie seien, gibt es wieder Schweigen in Bezug auf Haiti, wo die Menschen seit langem wegen der steigenden Nahrungsmittelpreise infolge der Erzeugung von Biokraftstoffen aus Getreide als Teil der zynischen Betrugs-Politik der CO2-Emissionen-Reduktion an Hunger sterben - ohne dass jemand sich deswegen Gedanken machte. Wird eine US-Besetzung mehr zu essen bringen?
Mittwoch, 3. März 2010
HAARP - Die Wetter-Waffe
CLG geht von HAARP Erdbeben in Chile aus: Großer Feuerball?
Von Cheffe | 2.März 2010
Lori Price, die Herausgeberin von Citizens for Legitimate Government (CLG) hat am 27. Februar 2010 in Breaking News mit einem Wort in Klammern impliziert, dass HAARP in Chiles monumentales 8.8 Erdbeben involviert gewesen sein könnte. CLG betont, dass HAARP heute einhergeht, mit einer wachsenden Zahl von Wissenschaftlern und öffentlicher Wahrnehmung des HAARP und seiner Fähigkeit des Geoengineerings, um „natürliche Katastrophen“ für politische Vorteile auszulösen.
Aus dem Englischen übersetzt (ralphrieger@web.de)
Price erzählt:
„Massive Erdbebenstöße mit einer initialen Magnitude von 8.8 haben Zentral-Chile erfasst. Das Erdbeben traf Chile um 6:34 GMT, etwa 91km nordöstlich der Stadt Conception und 317km südwestlich der Hauptstadt Santiago. Es wurde berichtet, dass Gebäude in Santiago für 10 bis 30 Sekunden gezittert haben, zusammen mit einem Strom- und Kommunikationsausfall. Die USA gaben eine Tsunami Warnung für Chile, Peru und Ecuador aus. Diese wurde später auf Kolumbien, die Antarktis, Panama und Costa Rica erweitert [HAARP]“.
HAARP hat die Fähigkeit auf Gebiete zu zielen und „natürliche Katastrophen“ auszulösen, für welche das Gebiet anfällig ist, damit die Katastrophe als natürlich angesehen wird, anstelle eines Angriffes durch Massenvernichtungswaffen. (Nachzulesen in Michel Chossudovkys, The Ultimate Weapon of Mass Destruction: “Owning the Weather” for Military Use, Global Research, 2004)
Die USA ist bereit Chile Hilfe anzubieten. Siehe help to Chile
HAARP Massenvernichtungswaffe
2005 betonte Chossudovsky in seinem 2002 aktualisierten Artikel, “Washington’s New World Order Weapons Have the Ability to Trigger Climate Change”
Die wichtige Debatte zur globalen Erwärmung unter Federführung der UN zeigt ein partielles Bild der Klimaveränderung auf; zusätzlich zu den verheerenden Auswirkungen von Treibhausgas Emissionen auf die Ozonschicht, kann das Klima nun verändert werden infolge einer neuen Generation ausgeklügelter „nicht tödlicher Waffen“. Beide, Amerikaner und Russen haben Fähigkeiten entwickelt, das Weltklima zu manipulieren.
In den USA wurde die Technologie unter dem Hoch Frequenz Active Polarlicht Forschungsprogramm (High-frequency Active Auroral Research Program – HAARP) perfektioniert, als Teil der („Star Wars“) Strategischen Verteidigungs Initiative (Strategic Defence Initiative – SDI). Jüngste wissenschaftliche Evidenz deutet an, dass HAARP voll betriebsbereit und besitzt die Fähigkeit möglicherweise Fluten, Dürren, Hurrikane und Erdbeben auszulösen. Aus militärischer Sicht ist HAARP eine Massenvernichtungswaffe. Potentiell stellt es ein Eroberungsinstrument dar, welches in der Lage ist, selektiv landwirtschaftliche und ökologische Systeme ganzer Regionen zu destabilisieren.
Chossudovsky schrieb 2004:
„Die signifikante Ausdehnung in Amerikas Wetter-Kriegsführungs-Arsenal, welches in der Priorität des Verteidigungsministeriums (Department of Defense) liegt, ist kein Gegenstand von Debatten oder Diskussionen. Während Umweltaktivisten die Bush Administration die Schuld an der Nichtunterzeichung des Kyoto Protokolls geben, wurde das Thema der „Wetter-Kriegsführung“ für militärische Zwecke nie erwähnt.“
Wetter-Kriegsführung war kein größeres Thema des kürzlich stattgefundenen Kopenhagener Klimagipfels, trotz seiner guten Beaufsichtigung durch Umweltschützer.
Das Pentagon ist laut Chossudovsky dem globalen Erwärmungskonsens beigetreten, welcher von den „globalen Erwärmungs“ Kampagnen der Umweltaktivisten benutzt wird.
„HAARP besitzt ebenfalls die Fähigkeit, Stromausfälle (Blackouts) und die Stromversorgungs-Systeme ganzer Regionen zu unterbrechen.“
“Eine Analyse von Aussagen, welche aus US Luftwaffe stammen, zeigen das Undenkbare auf: die verdeckte Manipulation von Wettermustern, Kommunikationssystemen und elektrischen Stroms als Waffe globaler Kriegsführung, versetzt die USA in die Lage, ganze Regionen zu zerstören und zu beherrschen.“ (Chossudovsky, 2004)
Die Bewaffung des Weltraums (weaponization of space) ist kritisch für den Imperialismus, eine Goldgrube für die Machtelite von Unternehmen. Dem wird entgegen getreten durch die Organisation Global Network Against the Weapons and Nuclear Power in Space, geführt von Bruce Gagnon.
Großer Feuerball
Ein helles Glühen ist nicht der Vorläufer für natürliche Erdbeben. Ein helles Glühen wurde Berichten zufolge während des Zeitpunkts des Haiti Erdbeben gesehen. Pravda.Ru berichtet, Die russische Marine berichtet, dass die USA das Erdbeben in Haiti erzeugt haben, der Artikel findet sich auf NoLiesRadio.
Ein helles Glühen wurde gesehen während des Zeit von Chinas letztem schweren Erdbeben ( China’s last powerful earthquake). Es gibt dokumentierte Evidenz (Link documented evidence), dass es durch Skalarwaffen basierte. Dazu gibt es ein Video einer Hochzeitsparty, welches die Lichter der Plasmaentladung am Himmel vor dem Erdbeben zeigt.
Ein helles Glühen wurde während des Vanuatu 7.3 Erdbeben 2002 von hunderten von Menschen gesehen und berichtet, darunter Einheimische und Touristen. Der Schreiber bezeugte ein helles Glühen während dieses Erdbebens gegen 4:00 morgens.
Ni-vans, die Republik der eingeborenen Bevölkerung Vanuatus und einer der ältesten auf der Welt lebenden Kulturen, welche eine abgeschiedenes und unberührtes tropisches paradisches Gebiet bewohnt berichteten, dass sie noch nie zuvor ein helles Glühen während Erdbeben gesehen haben. Sie bemerkten mit großem Erstaunen, bedingt durch seine unübliche Anwesenheit dort in Port Vila harbor, das riesige U.S. Marine Schiff, welches ungezwungen wenige Tage vor dem Erdbeben einfuhr, den Hafen vor dem Erdbeben so leise verlassend, wie es angekommen war.
Die Frage ist nun, ob es chilensiche Berichte eines großen Feuerballs während der Zeit deren Erdbebens geben wird.
Im Zeitalter von globaler U.S. Militär Dominanz, sind nicht einmal tropisches Eilande oder Raum Plätze des Friedens.
Von Cheffe | 2.März 2010
Lori Price, die Herausgeberin von Citizens for Legitimate Government (CLG) hat am 27. Februar 2010 in Breaking News mit einem Wort in Klammern impliziert, dass HAARP in Chiles monumentales 8.8 Erdbeben involviert gewesen sein könnte. CLG betont, dass HAARP heute einhergeht, mit einer wachsenden Zahl von Wissenschaftlern und öffentlicher Wahrnehmung des HAARP und seiner Fähigkeit des Geoengineerings, um „natürliche Katastrophen“ für politische Vorteile auszulösen.
Aus dem Englischen übersetzt (ralphrieger@web.de)
Price erzählt:
„Massive Erdbebenstöße mit einer initialen Magnitude von 8.8 haben Zentral-Chile erfasst. Das Erdbeben traf Chile um 6:34 GMT, etwa 91km nordöstlich der Stadt Conception und 317km südwestlich der Hauptstadt Santiago. Es wurde berichtet, dass Gebäude in Santiago für 10 bis 30 Sekunden gezittert haben, zusammen mit einem Strom- und Kommunikationsausfall. Die USA gaben eine Tsunami Warnung für Chile, Peru und Ecuador aus. Diese wurde später auf Kolumbien, die Antarktis, Panama und Costa Rica erweitert [HAARP]“.
HAARP hat die Fähigkeit auf Gebiete zu zielen und „natürliche Katastrophen“ auszulösen, für welche das Gebiet anfällig ist, damit die Katastrophe als natürlich angesehen wird, anstelle eines Angriffes durch Massenvernichtungswaffen. (Nachzulesen in Michel Chossudovkys, The Ultimate Weapon of Mass Destruction: “Owning the Weather” for Military Use, Global Research, 2004)
Die USA ist bereit Chile Hilfe anzubieten. Siehe help to Chile
HAARP Massenvernichtungswaffe
2005 betonte Chossudovsky in seinem 2002 aktualisierten Artikel, “Washington’s New World Order Weapons Have the Ability to Trigger Climate Change”
Die wichtige Debatte zur globalen Erwärmung unter Federführung der UN zeigt ein partielles Bild der Klimaveränderung auf; zusätzlich zu den verheerenden Auswirkungen von Treibhausgas Emissionen auf die Ozonschicht, kann das Klima nun verändert werden infolge einer neuen Generation ausgeklügelter „nicht tödlicher Waffen“. Beide, Amerikaner und Russen haben Fähigkeiten entwickelt, das Weltklima zu manipulieren.
In den USA wurde die Technologie unter dem Hoch Frequenz Active Polarlicht Forschungsprogramm (High-frequency Active Auroral Research Program – HAARP) perfektioniert, als Teil der („Star Wars“) Strategischen Verteidigungs Initiative (Strategic Defence Initiative – SDI). Jüngste wissenschaftliche Evidenz deutet an, dass HAARP voll betriebsbereit und besitzt die Fähigkeit möglicherweise Fluten, Dürren, Hurrikane und Erdbeben auszulösen. Aus militärischer Sicht ist HAARP eine Massenvernichtungswaffe. Potentiell stellt es ein Eroberungsinstrument dar, welches in der Lage ist, selektiv landwirtschaftliche und ökologische Systeme ganzer Regionen zu destabilisieren.
Chossudovsky schrieb 2004:
„Die signifikante Ausdehnung in Amerikas Wetter-Kriegsführungs-Arsenal, welches in der Priorität des Verteidigungsministeriums (Department of Defense) liegt, ist kein Gegenstand von Debatten oder Diskussionen. Während Umweltaktivisten die Bush Administration die Schuld an der Nichtunterzeichung des Kyoto Protokolls geben, wurde das Thema der „Wetter-Kriegsführung“ für militärische Zwecke nie erwähnt.“
Wetter-Kriegsführung war kein größeres Thema des kürzlich stattgefundenen Kopenhagener Klimagipfels, trotz seiner guten Beaufsichtigung durch Umweltschützer.
Das Pentagon ist laut Chossudovsky dem globalen Erwärmungskonsens beigetreten, welcher von den „globalen Erwärmungs“ Kampagnen der Umweltaktivisten benutzt wird.
„HAARP besitzt ebenfalls die Fähigkeit, Stromausfälle (Blackouts) und die Stromversorgungs-Systeme ganzer Regionen zu unterbrechen.“
“Eine Analyse von Aussagen, welche aus US Luftwaffe stammen, zeigen das Undenkbare auf: die verdeckte Manipulation von Wettermustern, Kommunikationssystemen und elektrischen Stroms als Waffe globaler Kriegsführung, versetzt die USA in die Lage, ganze Regionen zu zerstören und zu beherrschen.“ (Chossudovsky, 2004)
Die Bewaffung des Weltraums (weaponization of space) ist kritisch für den Imperialismus, eine Goldgrube für die Machtelite von Unternehmen. Dem wird entgegen getreten durch die Organisation Global Network Against the Weapons and Nuclear Power in Space, geführt von Bruce Gagnon.
Großer Feuerball
Ein helles Glühen ist nicht der Vorläufer für natürliche Erdbeben. Ein helles Glühen wurde Berichten zufolge während des Zeitpunkts des Haiti Erdbeben gesehen. Pravda.Ru berichtet, Die russische Marine berichtet, dass die USA das Erdbeben in Haiti erzeugt haben, der Artikel findet sich auf NoLiesRadio.
Ein helles Glühen wurde gesehen während des Zeit von Chinas letztem schweren Erdbeben ( China’s last powerful earthquake). Es gibt dokumentierte Evidenz (Link documented evidence), dass es durch Skalarwaffen basierte. Dazu gibt es ein Video einer Hochzeitsparty, welches die Lichter der Plasmaentladung am Himmel vor dem Erdbeben zeigt.
Ein helles Glühen wurde während des Vanuatu 7.3 Erdbeben 2002 von hunderten von Menschen gesehen und berichtet, darunter Einheimische und Touristen. Der Schreiber bezeugte ein helles Glühen während dieses Erdbebens gegen 4:00 morgens.
Ni-vans, die Republik der eingeborenen Bevölkerung Vanuatus und einer der ältesten auf der Welt lebenden Kulturen, welche eine abgeschiedenes und unberührtes tropisches paradisches Gebiet bewohnt berichteten, dass sie noch nie zuvor ein helles Glühen während Erdbeben gesehen haben. Sie bemerkten mit großem Erstaunen, bedingt durch seine unübliche Anwesenheit dort in Port Vila harbor, das riesige U.S. Marine Schiff, welches ungezwungen wenige Tage vor dem Erdbeben einfuhr, den Hafen vor dem Erdbeben so leise verlassend, wie es angekommen war.
Die Frage ist nun, ob es chilensiche Berichte eines großen Feuerballs während der Zeit deren Erdbebens geben wird.
Im Zeitalter von globaler U.S. Militär Dominanz, sind nicht einmal tropisches Eilande oder Raum Plätze des Friedens.
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Freitag, 29. Januar 2010
Haiti: Hilfsaktion oder Invasion?
Wolfgang Effenberger
Die Situation im leidgeprüften Haiti ist von außen kaum gerecht zu beurteilen. Welchen Seiten darf man glauben? Den der US-Kampfunterstützungsagentur DISA (»Defense Information Systems Agency«) angeschlossenen »Embeded Journalists« oder den US-regierungskritischen »Embeded Workers« von »Democracy Now!« um Amy Goodman? Hilfreich wird hier ein Blick in die Geschichte und in die gültige US-Sicherheitsstrategie sein.
Ende des 19. Jahrhunderts begannen führende Industrielle und Politiker trotz starker isolationistischer Kräfte in den Kategorien einer Seemacht zu denken. Zum Schutz amerikanischer Interessen beorderte US-Präsident William McKinley das US-Kriegsschiff Maine nach Havanna (Kuba). Vor Anker liegend flog das Schiff mit einer gewaltigen Explosion in der Nacht zum 15. Februar 1898 unter mysteriösen Umständen in die Luft. 266 Mann der Besatzung wurden getötet. (1)
Trotz ungeklärter Ursache schürte die amerikanische Presse mit Joseph Pulitzer an der Spitze das Kriegsfeuer gegen Spanien. Bald hallte der Kriegsruf »Remember the Maine, and To Hell with Spain!« durch die USA und die Hallen des Kongresses.
Zwei Monate später erreichte der als »Progressive Era« bezeichnete Zeitraum (1890–1914) im Spanisch-Amerikanischen Krieg den ersten Höhepunkt. (2) Dieser Krieg stellte die Weichen für den heutigen US-Anspruch als globale Führungsmacht.
Auf der Website der amerikanischen Botschaft liest sich das nicht ganz so dramatisch: Nach diesem Krieg »übten die Vereinigten Staaten Kontrolle oder Einfluss aus auf Inseln in der Karibik, im mittleren Pazifik und in der Nähe des asiatischen Festlandes« (3). Bis heute wird die Einflussnahme mit militärischer Gewalt unterlegt.
Der Spanisch-Amerikanische Krieg bildete den Ausgangspunkt für eine koordinierte Militärverwaltung der USA, die im Joint Chiefs of Staff mündete. Nach der Kuba-Krise von 1962 entwickelten die USA eine Sicherheitsarchitektur für ganz Süd- und Mittelamerika. Es entstand das US-Regionalkommando US-Southern Command (SOUTHCOM). (4) Es ist verantwortlich für die Koordination und Führung aller militärischen Operationen der USA in Süd- und Mittelamerika sowie in der Karibik.
Seit 1914 will die amerikanische Einflussnahme in Haiti nicht abreißen. Als Präsident Woodrow Wilson die Invasion Haitis vorbereitete, die bis 1934 dauern sollte, bemerkte sein Außenminister William Jennings Bryan: »Ach Gottchen, denken Sie nur – Nigger, die Französisch sprechen.« (5)
Haitis jüngere Geschichte ist eine traurige Abfolge gescheiterter Versuche, das Land zu entwickeln und in eine wahre Unabhängigkeit zu führen. Häufig litt Haiti unter Gewaltherrschern und Kleptokraten wie Francois Duvalier oder seinem 1986 aus dem Land vertriebenen Sohn Jean-Claude Duvalier (»Baby Doc«). Diese kriminelle Familiendiktatur wurde lange Zeit von den USA als antikommunistisches Bollwerk gegen Castros Kuba mit großzügigen Hilfen unterstützt. Zur Wahrung der eigenen Interessen scheute sich Washington nicht, sich mit Diktatoren der schlimmsten Sorte zu arrangieren.
Im Jahr 1994 schickten die USA Truppen ins Land, um Jean-Bertrand Aristide wieder in das Präsidentenamt zu heben. Nachdem er die Erwartungen nicht erfüllte, landeten 2004 wieder US-Truppen, die den ehemaligen Zögling in das südafrikanische Asyl verfrachteten. Eingesetzt wurde René Preval, der erwartungsgemäß den beispiellosen Einsatz der US-Truppen lobt.
Als Gegenstück zur der US-dominierten »Gesamtamerikanischen Freihandelszone« (ALCA) gründete Venezuelas Präsident Hugo Chávez im gleichen Jahr mit seinem damaligen kubanischen Amtskollegen Fidel Castro die »Bolivarische Allianz für Amerika« (ALBA). Die nach dem südamerikanischen Freiheitshelden Simón Bolívar (»El Libertador«, 1783–1830) benannte Allianz will durch ALBA-Fonds vor allem auch soziale Projekte fördern. Port-au-Prince profitierte von dem Vertrag bisher durch den Bau eines Stromkraftwerks, Hilfe beim Bau von Häusern, Entwicklung der Landwirtschaft und medizinischer Hilfe.
Anfang Mai 2006 folgte mit dem zwischen Venezuela, Bolivien und Kuba geschlossenen Freihandelsabkommen Tratado de Comercio de los Pueblos (TCP) ein weiterer Schritt, das Projekt ALBA zu verwirklichen. Der Handelsvertrag sieht unter anderem die Abschaffung der Zölle auf bestimmte Güter im Warenverkehr der drei Länder vor. Kuba zahlt mit Ärzten und Lehrern, Venezuela mit Öl. Alles folgt der bekannten Philosophie des ALBA-Projekts: Handel zwischen Mitgliedsländern soll durch kooperative Hilfe statt komparative Vorteile bestimmt werden.
Mit Bolivien entstand ein Dreieck der Länder mit den größten Öl- und Gasvorkommen Lateinamerikas. Hatte die Welt bisher die Zusammenarbeit zwischen den letzten sozialistischen Länder Venezuela und Kuba eher belächelt, wurde ALBA mit diesem Schritt ein ernst zu nehmender Gegner. Ein Gegner, der die geostrategischen Pläne der USA für diese Region durchaus zur Makulatur werden lassen könnte.
Eine weitere finanzpolitische Zusammenarbeit wurde auf dem 8. ALBA-Gipfel Mitte Dezember 2009 angekündigt. Ab dem 1. Januar 2010 wollen die ALBA-Staaten das »Unitäre System regionaler Kompensation« (SUCRE) in Kraft setzen. Mit der »virtuelle Währung« SUCRE soll der Handel zwischen den ALBA-Ländern (6) künftig direkt und nicht mehr in US-Dollar erfolgen. Das soll die Abhängigkeit von den USA schwächen und die Region zugleich von den Folgen der Weltwirtschaftskrise schützen.
Auf dieser Konferenz sah Venezuelas Präsident Hugo Chávez »Zeichen einer Offensive« der USA. Dies sei seiner Meinung nach an dem Putsch gegen die letzte demokratisch gewählte Regierung von Manuel Zelaya in Honduras sowie an der zunehmenden Militarisierung Lateinamerikas durch die USA auszumachen. Tatsächlich waren zu diesem Zeitpunkt in Haiti über die UN-Stabilisierungsmission (MINUSTAH) und dem US-Regionalkommando SOUTHCOM an die 20.000 Soldaten fremder Länder stationiert – bei einer Bevölkerung von neun Millionen! Dagegen kommen im umkämpften Afghanistan 70.000 US- und NATO-Soldaten auf eine Bevölkerung von 28 Millionen.
Ein Heritage-Foundation-Bericht unterstreicht zwei Tage nach der Katastrophe den Führungsanspruch der USA und weist auf die Motive von Amerikas Mission in Haiti hin: »Das Erdbeben hat sowohl humanitäre als auch amerikanische Staatssicherheitsimplikationen, die eine schnelle Antwort verlangen, die nicht nur kühn, aber entscheidend ist.« (7) Diese Aussage steht im Einklang mit der von US-Präsidenten Bill Clinton 1994 verabschiedeten Präsidentendirektive (PDD 25). (8) Sie wurde nach dem Scheitern der UN-Intervention in Somalia verabschiedet und verbietet jede Unterstellung von US-Truppen unter einen Oberbefehl der UNO. Friedensmissionen der UN werden an enge Restriktionen gebunden. Vor dem Eingreifen sind folgenden Fragen zu beantworten: Fördert die Intervention amerikanische Interessen? Sind die Ziele der Intervention klar definiert? Was kostet das Unternehmen? Gibt es für den Fall des Misserfolgs eine Exit-Strategie?
Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass nach dem verheerenden Beben vom 12. Januar 2010 mit über 150.000 Opfern die Hilfsmaßnahmen der USA besonders kritisch beobachtet wurden.
Angesichts des aufmarschierten Flottenverbandes (9) versuchte Michel Chossudovsky die Frage zu beantworten: humanitäre Operation oder Invasion? (10)
Als Hauptakteur der »humanitären Operation« sieht er das Außenministerium mit dem Anhängsel U.S. Agency for International Development (USAID) an vorderster Front, während das Verteidigungsministerium die gesamte Operation über den Befehlsbereich SOUTHCOM leitet. Mit dem Hauptquartier in Miami und vielen amerikanischen Militäranlagen überall in Lateinamerika soll sichergestellt werden, dass in dieser Region die USA jederzeit zur Sicherung ihrer geostrategischen Interessen eingreifen können. Liberal-nationale und pro-amerikanische Regierungen können mit Washingtons Unterstützung rechnen. Die zentrale Lage Haitis im karibischen Raum dürfte in den geopolitischen Zielen des Pentagons eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen – kann doch von hier aus gegen Kuba und Venezuela operiert werden. Aus dieser Befürchtung heraus protestierten nach dem Erdbeben in Haiti die ALBA-Länder gegen die US-Strategie, und Boliviens Präsident Evo Morales forderte wegen der militärischen Besetzung Haitis durch die USA eine Sondersitzung der Organisation der Vereinten Nationen (UNO).
Auch darf es nicht überraschen, wenn Venezuelas Präsident die USA verdächtigt, das Erdbeben selbst verursacht zu haben.
Dem Nachrichten-Portal Fox-News zufolge glaube der Staatschef von Venezuela, dass die amerikanischen Streitkräfte eine experimentelle Waffe getestet haben, die Erdstöße erzeugt und auch Wetteranomalien wie Überflutungen und Wirbelstürme hervorrufen kann. (11)
Diese Möglichkeit existiert tatsächlich. Ein schon im Jahr 1999 erschienener EU-Bericht (12) hält unter Punkt 27 das klimabeeinträchtigende US-Forschungsprojekt HAARP (High Frequency Active Auroral Research Project) wegen »der weitreichenden Umweltauswirkungen für eine globale Angelegenheit« und fordert, die »rechtlichen, ökologischen und ethischen Auswirkungen von einem unabhängigen internationalen Organ untersuchen zu lassen, bevor weitere Forschungsarbeiten und Versuche stattfinden«. Diese EU-Forderung wurde bislang ignoriert.
Mittels HAARP kann ein fest umrissenes Gebiet millionenfach stärker mit Energie aufgeladen werden, als mit irgendeiner anderen herkömmlichen Energiequelle. Diese Energie lässt sich auch auf bewegliche Ziele ausrichten, u.a. auf feindliche Raketen. Die Möglichkeiten einer derartigen auf elektromagnetischen Wellen beruhenden »Öko-Waffe« hat schon 1997 der US-Verteidigungsminister William S. Cohen in einem öffentlichen Briefing aufgezählt: Klimaveränderung, Erdbeben und Vulkantätigkeit.
Angesichts der Existenz derartiger Waffen und der immanenten Einflussnahme durch die USA sind solche Verdächtigungen durchaus verständlich. Auch sollte der Vorwurf, dass die USA die Tragödie auf Haiti nutzen, um unter dem Deckmantel der humanitären Hilfe die Karibikinsel zu besetzen, nicht vorschnell in die Lächerlichkeit gezogen werden.
Die Folgen dieses Erdbebens hätten nicht so verheerend sein müssen, wenn sich die USA schon früher ernsthaft und uneigennützig um systematische Verbesserungen in Haiti bemüht hätten. Amerika muss erkennen, dass seine Verantwortung für Haiti über eine einfache Katastrophenhilfe hinausgeht. Hoffentlich nutzen die USA diese Tragödie, um ihre bisherigen beschämenden Einmischungen und böswilligen Vernachlässigungen ihres unmittelbaren Nachbarlands wieder gut zu machen.
__________
Anmerkungen:
(1) Erst 1950 klärt die US-Marine die wahre Ursache der Maine-Tragödie auf: ein Heizkessel war explodiert.
(2) Der Krieg ging als Splendid Little War in die US-amerikanische Geschichte ein und endete mit der Besetzung Kubas, Puerto Ricos, Guams und der Philippinen durch die USA. Der damalige Außenminister John Hay bezeichnete diesen Krieg als Splendid Little War, den man mit den besten Absichten begonnen und mit großartiger Intelligenz sowie in großartigem Geist weitergeführt habe.
(3) US-Botschaft in Berlin, unter http://usa.usembassy.de/geschichte-growth.htm vom 26. Janauar 2009.
(4) Das US Southern Command wurde 1963 aktiviert und entstand aus dem 1947 aufgestellten US Carbbean Command und ist Teil des 2001 reformierten Unified-Combatant-Command-System.
(5) Kreye, Andrian: »Napoleons Schmach. Die Wurzeln des Elends: Haiti bezahlt immer noch für seine Befreiung«, in Süddeutsche Zeitung vom 19. Januar 2010.
(6) Heute umfasst das Bündnis zudem die Staaten Bolivien, Ecuador, Nicaragua, Dominica, San Vincent und die Grenadinen sowie Antigua und Barbuda.
(7) Roberts, James M./Walser, Ray: American Leadership Necessary to Assist After Devasting Earthquake, Heritage Foundation, January 14, 2010.
(8) Presidential Decision Directive No. 25 vom Mai 1994; Vgl. White House: The Clinton Administration’s Policy on Reforming Multilateral Peace Operations, May 1994.
(9) Flugzeugträger USS Carl Vinson, Zerstörer USS Normandy, Fregatte USS Underwood, Hospitalschiff USNS Comfort sowie drei Landungsschiffe.
(10) Chossudovsky, Michel: »The Militarization of Emergency Aid to Haiti: Is it a Humanitarian Operation or an Invasion?« in Global Research vom 15. Januar 2010.
(11) Nachrichten-Portal Fox-News, unter http://www.foxnews.com/story/0,2933,583588,00.html.
(12) Olsson, Karl Erik: EU-BERICHT vom 14. Januar 1999 über Umwelt, Sicherheit und Außenpolitik, aufgerufen unter http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//TEXT+REPORT+A4-1999-0005+0+DOC+XML+V0//DE; siehe auch den Artikel von Wolfgang Effenberger »Klimakiller Nummer 1 – das Militär«, Kopp-Online-Informationsdienst.
Die Situation im leidgeprüften Haiti ist von außen kaum gerecht zu beurteilen. Welchen Seiten darf man glauben? Den der US-Kampfunterstützungsagentur DISA (»Defense Information Systems Agency«) angeschlossenen »Embeded Journalists« oder den US-regierungskritischen »Embeded Workers« von »Democracy Now!« um Amy Goodman? Hilfreich wird hier ein Blick in die Geschichte und in die gültige US-Sicherheitsstrategie sein.
Ende des 19. Jahrhunderts begannen führende Industrielle und Politiker trotz starker isolationistischer Kräfte in den Kategorien einer Seemacht zu denken. Zum Schutz amerikanischer Interessen beorderte US-Präsident William McKinley das US-Kriegsschiff Maine nach Havanna (Kuba). Vor Anker liegend flog das Schiff mit einer gewaltigen Explosion in der Nacht zum 15. Februar 1898 unter mysteriösen Umständen in die Luft. 266 Mann der Besatzung wurden getötet. (1)
Trotz ungeklärter Ursache schürte die amerikanische Presse mit Joseph Pulitzer an der Spitze das Kriegsfeuer gegen Spanien. Bald hallte der Kriegsruf »Remember the Maine, and To Hell with Spain!« durch die USA und die Hallen des Kongresses.
Zwei Monate später erreichte der als »Progressive Era« bezeichnete Zeitraum (1890–1914) im Spanisch-Amerikanischen Krieg den ersten Höhepunkt. (2) Dieser Krieg stellte die Weichen für den heutigen US-Anspruch als globale Führungsmacht.
Auf der Website der amerikanischen Botschaft liest sich das nicht ganz so dramatisch: Nach diesem Krieg »übten die Vereinigten Staaten Kontrolle oder Einfluss aus auf Inseln in der Karibik, im mittleren Pazifik und in der Nähe des asiatischen Festlandes« (3). Bis heute wird die Einflussnahme mit militärischer Gewalt unterlegt.
Der Spanisch-Amerikanische Krieg bildete den Ausgangspunkt für eine koordinierte Militärverwaltung der USA, die im Joint Chiefs of Staff mündete. Nach der Kuba-Krise von 1962 entwickelten die USA eine Sicherheitsarchitektur für ganz Süd- und Mittelamerika. Es entstand das US-Regionalkommando US-Southern Command (SOUTHCOM). (4) Es ist verantwortlich für die Koordination und Führung aller militärischen Operationen der USA in Süd- und Mittelamerika sowie in der Karibik.
Seit 1914 will die amerikanische Einflussnahme in Haiti nicht abreißen. Als Präsident Woodrow Wilson die Invasion Haitis vorbereitete, die bis 1934 dauern sollte, bemerkte sein Außenminister William Jennings Bryan: »Ach Gottchen, denken Sie nur – Nigger, die Französisch sprechen.« (5)
Haitis jüngere Geschichte ist eine traurige Abfolge gescheiterter Versuche, das Land zu entwickeln und in eine wahre Unabhängigkeit zu führen. Häufig litt Haiti unter Gewaltherrschern und Kleptokraten wie Francois Duvalier oder seinem 1986 aus dem Land vertriebenen Sohn Jean-Claude Duvalier (»Baby Doc«). Diese kriminelle Familiendiktatur wurde lange Zeit von den USA als antikommunistisches Bollwerk gegen Castros Kuba mit großzügigen Hilfen unterstützt. Zur Wahrung der eigenen Interessen scheute sich Washington nicht, sich mit Diktatoren der schlimmsten Sorte zu arrangieren.
Im Jahr 1994 schickten die USA Truppen ins Land, um Jean-Bertrand Aristide wieder in das Präsidentenamt zu heben. Nachdem er die Erwartungen nicht erfüllte, landeten 2004 wieder US-Truppen, die den ehemaligen Zögling in das südafrikanische Asyl verfrachteten. Eingesetzt wurde René Preval, der erwartungsgemäß den beispiellosen Einsatz der US-Truppen lobt.
Als Gegenstück zur der US-dominierten »Gesamtamerikanischen Freihandelszone« (ALCA) gründete Venezuelas Präsident Hugo Chávez im gleichen Jahr mit seinem damaligen kubanischen Amtskollegen Fidel Castro die »Bolivarische Allianz für Amerika« (ALBA). Die nach dem südamerikanischen Freiheitshelden Simón Bolívar (»El Libertador«, 1783–1830) benannte Allianz will durch ALBA-Fonds vor allem auch soziale Projekte fördern. Port-au-Prince profitierte von dem Vertrag bisher durch den Bau eines Stromkraftwerks, Hilfe beim Bau von Häusern, Entwicklung der Landwirtschaft und medizinischer Hilfe.
Anfang Mai 2006 folgte mit dem zwischen Venezuela, Bolivien und Kuba geschlossenen Freihandelsabkommen Tratado de Comercio de los Pueblos (TCP) ein weiterer Schritt, das Projekt ALBA zu verwirklichen. Der Handelsvertrag sieht unter anderem die Abschaffung der Zölle auf bestimmte Güter im Warenverkehr der drei Länder vor. Kuba zahlt mit Ärzten und Lehrern, Venezuela mit Öl. Alles folgt der bekannten Philosophie des ALBA-Projekts: Handel zwischen Mitgliedsländern soll durch kooperative Hilfe statt komparative Vorteile bestimmt werden.
Mit Bolivien entstand ein Dreieck der Länder mit den größten Öl- und Gasvorkommen Lateinamerikas. Hatte die Welt bisher die Zusammenarbeit zwischen den letzten sozialistischen Länder Venezuela und Kuba eher belächelt, wurde ALBA mit diesem Schritt ein ernst zu nehmender Gegner. Ein Gegner, der die geostrategischen Pläne der USA für diese Region durchaus zur Makulatur werden lassen könnte.
Eine weitere finanzpolitische Zusammenarbeit wurde auf dem 8. ALBA-Gipfel Mitte Dezember 2009 angekündigt. Ab dem 1. Januar 2010 wollen die ALBA-Staaten das »Unitäre System regionaler Kompensation« (SUCRE) in Kraft setzen. Mit der »virtuelle Währung« SUCRE soll der Handel zwischen den ALBA-Ländern (6) künftig direkt und nicht mehr in US-Dollar erfolgen. Das soll die Abhängigkeit von den USA schwächen und die Region zugleich von den Folgen der Weltwirtschaftskrise schützen.
Auf dieser Konferenz sah Venezuelas Präsident Hugo Chávez »Zeichen einer Offensive« der USA. Dies sei seiner Meinung nach an dem Putsch gegen die letzte demokratisch gewählte Regierung von Manuel Zelaya in Honduras sowie an der zunehmenden Militarisierung Lateinamerikas durch die USA auszumachen. Tatsächlich waren zu diesem Zeitpunkt in Haiti über die UN-Stabilisierungsmission (MINUSTAH) und dem US-Regionalkommando SOUTHCOM an die 20.000 Soldaten fremder Länder stationiert – bei einer Bevölkerung von neun Millionen! Dagegen kommen im umkämpften Afghanistan 70.000 US- und NATO-Soldaten auf eine Bevölkerung von 28 Millionen.
Ein Heritage-Foundation-Bericht unterstreicht zwei Tage nach der Katastrophe den Führungsanspruch der USA und weist auf die Motive von Amerikas Mission in Haiti hin: »Das Erdbeben hat sowohl humanitäre als auch amerikanische Staatssicherheitsimplikationen, die eine schnelle Antwort verlangen, die nicht nur kühn, aber entscheidend ist.« (7) Diese Aussage steht im Einklang mit der von US-Präsidenten Bill Clinton 1994 verabschiedeten Präsidentendirektive (PDD 25). (8) Sie wurde nach dem Scheitern der UN-Intervention in Somalia verabschiedet und verbietet jede Unterstellung von US-Truppen unter einen Oberbefehl der UNO. Friedensmissionen der UN werden an enge Restriktionen gebunden. Vor dem Eingreifen sind folgenden Fragen zu beantworten: Fördert die Intervention amerikanische Interessen? Sind die Ziele der Intervention klar definiert? Was kostet das Unternehmen? Gibt es für den Fall des Misserfolgs eine Exit-Strategie?
Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass nach dem verheerenden Beben vom 12. Januar 2010 mit über 150.000 Opfern die Hilfsmaßnahmen der USA besonders kritisch beobachtet wurden.
Angesichts des aufmarschierten Flottenverbandes (9) versuchte Michel Chossudovsky die Frage zu beantworten: humanitäre Operation oder Invasion? (10)
Als Hauptakteur der »humanitären Operation« sieht er das Außenministerium mit dem Anhängsel U.S. Agency for International Development (USAID) an vorderster Front, während das Verteidigungsministerium die gesamte Operation über den Befehlsbereich SOUTHCOM leitet. Mit dem Hauptquartier in Miami und vielen amerikanischen Militäranlagen überall in Lateinamerika soll sichergestellt werden, dass in dieser Region die USA jederzeit zur Sicherung ihrer geostrategischen Interessen eingreifen können. Liberal-nationale und pro-amerikanische Regierungen können mit Washingtons Unterstützung rechnen. Die zentrale Lage Haitis im karibischen Raum dürfte in den geopolitischen Zielen des Pentagons eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen – kann doch von hier aus gegen Kuba und Venezuela operiert werden. Aus dieser Befürchtung heraus protestierten nach dem Erdbeben in Haiti die ALBA-Länder gegen die US-Strategie, und Boliviens Präsident Evo Morales forderte wegen der militärischen Besetzung Haitis durch die USA eine Sondersitzung der Organisation der Vereinten Nationen (UNO).
Auch darf es nicht überraschen, wenn Venezuelas Präsident die USA verdächtigt, das Erdbeben selbst verursacht zu haben.
Dem Nachrichten-Portal Fox-News zufolge glaube der Staatschef von Venezuela, dass die amerikanischen Streitkräfte eine experimentelle Waffe getestet haben, die Erdstöße erzeugt und auch Wetteranomalien wie Überflutungen und Wirbelstürme hervorrufen kann. (11)
Diese Möglichkeit existiert tatsächlich. Ein schon im Jahr 1999 erschienener EU-Bericht (12) hält unter Punkt 27 das klimabeeinträchtigende US-Forschungsprojekt HAARP (High Frequency Active Auroral Research Project) wegen »der weitreichenden Umweltauswirkungen für eine globale Angelegenheit« und fordert, die »rechtlichen, ökologischen und ethischen Auswirkungen von einem unabhängigen internationalen Organ untersuchen zu lassen, bevor weitere Forschungsarbeiten und Versuche stattfinden«. Diese EU-Forderung wurde bislang ignoriert.
Mittels HAARP kann ein fest umrissenes Gebiet millionenfach stärker mit Energie aufgeladen werden, als mit irgendeiner anderen herkömmlichen Energiequelle. Diese Energie lässt sich auch auf bewegliche Ziele ausrichten, u.a. auf feindliche Raketen. Die Möglichkeiten einer derartigen auf elektromagnetischen Wellen beruhenden »Öko-Waffe« hat schon 1997 der US-Verteidigungsminister William S. Cohen in einem öffentlichen Briefing aufgezählt: Klimaveränderung, Erdbeben und Vulkantätigkeit.
Angesichts der Existenz derartiger Waffen und der immanenten Einflussnahme durch die USA sind solche Verdächtigungen durchaus verständlich. Auch sollte der Vorwurf, dass die USA die Tragödie auf Haiti nutzen, um unter dem Deckmantel der humanitären Hilfe die Karibikinsel zu besetzen, nicht vorschnell in die Lächerlichkeit gezogen werden.
Die Folgen dieses Erdbebens hätten nicht so verheerend sein müssen, wenn sich die USA schon früher ernsthaft und uneigennützig um systematische Verbesserungen in Haiti bemüht hätten. Amerika muss erkennen, dass seine Verantwortung für Haiti über eine einfache Katastrophenhilfe hinausgeht. Hoffentlich nutzen die USA diese Tragödie, um ihre bisherigen beschämenden Einmischungen und böswilligen Vernachlässigungen ihres unmittelbaren Nachbarlands wieder gut zu machen.
__________
Anmerkungen:
(1) Erst 1950 klärt die US-Marine die wahre Ursache der Maine-Tragödie auf: ein Heizkessel war explodiert.
(2) Der Krieg ging als Splendid Little War in die US-amerikanische Geschichte ein und endete mit der Besetzung Kubas, Puerto Ricos, Guams und der Philippinen durch die USA. Der damalige Außenminister John Hay bezeichnete diesen Krieg als Splendid Little War, den man mit den besten Absichten begonnen und mit großartiger Intelligenz sowie in großartigem Geist weitergeführt habe.
(3) US-Botschaft in Berlin, unter http://usa.usembassy.de/geschichte-growth.htm vom 26. Janauar 2009.
(4) Das US Southern Command wurde 1963 aktiviert und entstand aus dem 1947 aufgestellten US Carbbean Command und ist Teil des 2001 reformierten Unified-Combatant-Command-System.
(5) Kreye, Andrian: »Napoleons Schmach. Die Wurzeln des Elends: Haiti bezahlt immer noch für seine Befreiung«, in Süddeutsche Zeitung vom 19. Januar 2010.
(6) Heute umfasst das Bündnis zudem die Staaten Bolivien, Ecuador, Nicaragua, Dominica, San Vincent und die Grenadinen sowie Antigua und Barbuda.
(7) Roberts, James M./Walser, Ray: American Leadership Necessary to Assist After Devasting Earthquake, Heritage Foundation, January 14, 2010.
(8) Presidential Decision Directive No. 25 vom Mai 1994; Vgl. White House: The Clinton Administration’s Policy on Reforming Multilateral Peace Operations, May 1994.
(9) Flugzeugträger USS Carl Vinson, Zerstörer USS Normandy, Fregatte USS Underwood, Hospitalschiff USNS Comfort sowie drei Landungsschiffe.
(10) Chossudovsky, Michel: »The Militarization of Emergency Aid to Haiti: Is it a Humanitarian Operation or an Invasion?« in Global Research vom 15. Januar 2010.
(11) Nachrichten-Portal Fox-News, unter http://www.foxnews.com/story/0,2933,583588,00.html.
(12) Olsson, Karl Erik: EU-BERICHT vom 14. Januar 1999 über Umwelt, Sicherheit und Außenpolitik, aufgerufen unter http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//TEXT+REPORT+A4-1999-0005+0+DOC+XML+V0//DE; siehe auch den Artikel von Wolfgang Effenberger »Klimakiller Nummer 1 – das Militär«, Kopp-Online-Informationsdienst.
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