Donnerstag, 30. September 2010

Die Umerziehung der Europäer

von Dr. Bruno Bandulet

zf. In seinem neuesten Buch, «Die letzten Jahre des Euro», legt Bruno Bandulet nicht nur dar, warum der Euro keine Zukunft hat. Er geht auch der Frage nach den ideologischen und machtpolitischen Hintergründen einer verfehlten Politik EU-Europas von Anfang an nach: einer Ideologie und einem Machtgefüge, die nicht den europäischen Traditionen entsprechen. Dem folgenden Buchauszug aus dem 6. Kapitel des Buches geht ein Unterkapitel mit der Überschrift «Das Machtgefüge der Europäischen Union» voraus. Dort bezieht sich Bandulet auf einen Zeitungsartikel des früheren Richters am deutschen Bundesverfassungsgericht und deutschen Bundespräsidenten Roman Herzog aus dem Jahr 2008, in dem dieser Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofes (EuGH), unter anderem zum sogenannten Diskriminierungsverbot, scharf kritisierte und als Fazit formulierte: «Die beschriebenen Fälle zeigen, dass der EuGH zentrale Grundsätze der abendländischen richterlichen Rechtsauslegung bewusst und systematisch ignoriert, Entscheidungen unsauber begründet, den Willen des Gesetzgebers übergeht oder gar in sein Gegenteil verkehrt und Rechtsgrundsätze erfindet, die er dann bei späteren Entscheidungen wieder zugrunde legen kann. Sie zeigen, dass der EuGH die Kompetenzen der Mitgliedstaaten selbst im Kernbereich nationaler Zuständigkeiten aushöhlt.» Hier knüpft der folgende Text an.

Bezeichnend war, dass bei zwei der von Herzog angeführten Beispiele das EU-Diskriminierungsverbot ins Spiel kam. Der 2009 in Kraft getretene Lissabon-Vertrag war bekanntlich zunächst als EU-Verfassung gedacht. In den Artikeln 2 und 3 kann man immer noch in die seltsamen Wertvorstellungen der EU-Eliten Einblick nehmen.
Anders als im Grundgesetz ist von Gott nirgendwo die Rede. Statt dessen wird eine kulturrevolutionäre Ersatzreligion konstruiert und an undefinierten Worthülsen wie Pluralismus, Nichtdiskriminierung, Toleranz und Solidarität aufgehängt.
Die EU verpflichtet sich in Art. 3 zur «Beseitigung der Armut» nicht nur in Europa, sondern weltweit (wie soll das gehen?), und sie «bekämpft soziale Ausgrenzung und Diskriminierungen». Ausdrücklich zählt sie zu ihren Werten die «Gleichheit von Frauen und Männern», nicht etwa nur die Gleichberechtigung.
Zusätzlich zum «Vertrag über die Europäische Union» (EUV) existiert ein «Vertrag über die Arbeitsweise der EU» (AEUV). In diesem sind der Gleichheitswahn und der Wille zur Umerziehung der Europäer zu volks- und geschlechtsneutralen Menschen noch schöner zu besichtigen. Laut Art. 8 wirkt die Union «bei allen ihren Tätigkeiten» darauf hin, Ungleichheiten zu «beseitigen» – als ob diese nicht den Charme Europas und die Würze des Lebens ausmachten. In gleich zwei Artikeln (10 und 19) sollen «Diskriminierungen» (immer wieder dieses Schlüsselwort!) aus Gründen der «sexuellen Ausrichtung» bekämpft werden. Die EU beseitigt die Trennung von Recht und Moral, sie bricht mit dem kulturellen Erbe Europas, sie geht den Weg in einen neuen Totalitarismus.
Hinter dem Vertrag von Lissabon, einer Art von Europa-Verfassung, kann man eine geheime Agenda vermuten, oder – das wäre die harmlosere Lesart – man sieht ihn als blosse Absurdität.
Den Lissabon-Vertrag, so vermutete Hans Magnus Enzensberger anlässlich einer Preisverleihung in Kopenhagen am 2. Februar 2010, dürfte ausser den Experten, die ihn ausgearbeitet haben, kein europäischer Bürger je studiert haben. «Das hat einen ganz einfachen Grund», fuhr Enzensberger fort, «er gleicht nämlich einem Drahtverhau. Ich vermute, dass dies ganz im Sinne seiner Urheber ist.»
Das allgemeine Desinteresse ist bedauerlich, denn Intransparenz ist ein bewährtes Herrschaftsmittel. Wir sollten schon wissen, nach welchen Rechtsgrundlagen wir regiert werden. Immerhin wurde in Brüssel längst auch ein europäischer Haftbefehl durchgesetzt, der die Auslieferung eines Bürgers an einen Fremdstaat zum Beispiel wegen miss­liebiger Meinungsäusserungen auch dann ermöglicht, wenn das Vergehen in seinem eigenen Land überhaupt nicht strafbar ist.
Lesenswert ist auch Art. 66 des AEUV, wonach der «Rat», das heisst der zuständige Ministerrat, auf Vorschlag der Kommission und nach «Anhörung» der EZB «Schutzmassnah- men» gegen «Kapitalbewegungen» nach oder aus dritten Ländern verhängen kann. Damit wird es möglich, im Falle einer schweren Währungskrise die Freiheit des Kapitalverkehrs, zum Beispiel auch Überweisungen in die Schweiz, zu unterbinden. Dann werden die Bürger und Anleger zu Gefangenen der EU-Zone. Derartige Schutzmassnahmen können für die Dauer von höchstens sechs Monaten verhängt werden, ein schwacher Trost. Sie müssten dann eben für weitere sechs Monate verlängert werden.
Diese EU ist nicht das Europa, das wir wollten. Dass es dazu keine Alternativen gäbe, ist eine Lüge und fast schon ein Denkverbot.
«Dass 40 000 Beamte samt ihren Propagandisten darüber entscheiden sollen, wer ein guter Europäer ist und wer nicht, ist eine ziemlich abstruse Vorstellung», sagte Enzensberger in seiner Kopenhagener Rede.
Da die 40 000 keine Strassen bauen, keine Schulen unterhalten, weder für die äussere noch für die innere Sicherheit sorgen und nichts produzieren, müssen sie anderweitig beschäftigt werden. Sie verteilen Geld und emittieren eine nie dagewesene Flut von Beschlüssen, Verordnungen und Direktiven, die sich inzwischen auf mindestens 150 000 Seiten stapeln. «Auf keinen Fall rechnen sie damit», sagte Enzensberger, »dass wir selbst wissen, was für uns gut ist; dazu sind wir in ihren Augen viel zu hilflos und unmündig. Deshalb müssen wir gründlich betreut und umerzogen werden.»
Weil alles unter dem Primat der Gleichheit steht, wird harmonisiert, zentralisiert und umverteilt. Dass die Freiheit, in Europa zwischen verschiedenen Währungen wählen zu können, nicht ins Konzept passte, leuchtet ein. Ad personam ist den Kommissaren und Funktionären in Brüssel nichts vorzuwerfen. Was sie tun, wird von der politischen Klasse in den Hauptstädten gewollt und geduldet. •

Auszug aus: Bandulet, Bruno. Die letzten Jahre des Euro. Ein Bericht über das Geld, das die Deutschen nicht wollten. ISBN978-3-942016-35-3

Kommentare:

Milton hat gesagt…

Teil 1

Ist es nicht bemerkenswert, unter welchen fadenscheinigen Vorwänden, mit welcher raffinierter List die luziferische Oligarchie es geschafft hat, die Kreuze aus den deutschen Klassenzimmern zu verbannen?

Man erinnere sich: Das letzte Mal, als in Deutschland die heiligen Kreuze aus öffentlichen Gebäuden, damals aus den Gerichten verbannt worden waren, war dies im Dritten Reich der Fall. Es dürfte dem Leser bestimmt leicht ersichtlich sein, wessen Kind das Dritte Reich war. Ein Kind Gottes war es ganz bestimmt nicht.

Was also sollen die luziferischen Eliten tun, wenn sie sich des verhassten heiligen Kreuzes entledigen wollen? Sie können ja nicht gut hingehen, und sagen, sie würden Jesus verabscheuen, und wollten nun im Namen Luzifers die heiligen Symbole verbannen.

Also bedient man sich wie so üblich einer List, der List der Multikulturalität und der Neutralität des Staates gegenüber den verschiedenen Religionen. Schliesslich haben wir im Westen die Trennung von Kirche und Staat vollzogen. Andererseits ist auch die internationale Freimaurerei eine Art von dämonischer Kirche, und ob diese Art von Kirche wirklich so getrennt vom Staate ist, mag doch ein wenig bezweifelt werden.

Gerade in Bayern gibt es noch gute Christen, und da möchte man sich als luziferischer Politiker schliesslich keine Blösse geben. Was also tut man? Es sollte doch eine Möglichkeit geben, sich der nützlichen Idioten aus der linken Szene und der vertrottelten atheistischen Liberalen zu bedienen, um dieses teuflische Ziel zu erreichen.

Man behauptet einfach, die heiligen Kreuze würden die Muslime beleidigen, und man wolle schliesslich keinen Unfrieden stiften. Das klingt doch ganz vernünftig, nicht wahr? Aber gerade darin besteht eben der geniale Trick: Das Handeln des Bösen soll eben stets harmlos und gerecht erscheinen, damit die naiven guten Menschen keinen Verdacht schöpfen, damit diese sich auch willfährig instrumentalisieren lassen.

Milton hat gesagt…

Teil 2

Und so interessiert es die elitäre Kabale auch wenig, dass sich die Muslime gar nie über die christlichen Kreuze beschwert hatten. Und die Oligarchen hatten auch gar nie im Sinn die Muslime zu diesem Thema zu befragen. Als ob die Oligarchie ein Interesse am Wohlbefinden der hiesigen Muslime hätte.

Dass man dieses Problem der Kreuze, falls es überhaupt je existiert hat, ganz leicht hätte aus der Welt schaffen können, indem man in den Klassenzimmern neben den Kreuzen auch noch ein islamisches Symbol angebracht hätte, auch ein solcher Vorschlag interessiert die luziferischen Eliten wenig. Denn wie gesagt, es ging eben überhaupt nicht um die Muslime, die Sache der Muslime sollte nur als Vorwand benutzt werden, um sich unauffällig der Kreuze entledigen zu können.

Und nun hat die christliche Öffentlichkeit eine negative Meinung mehr über die Muslime, da diese fälschlicherweise glaubt, die Muslime wären verantwortlich für die Entfernung ihrer geliebten Kreuze. Und da die Elite die Menschen bekanntlich gegeneinander ausspielen will, kann ihr dies nur recht sein. Und die Muslime ihrerseits glauben nun vermutlich auch, die ungläubigen Christen hätten etwas gegen ein religiöses islamisches Symbol in den Klassenzimmern gehabt, aber auch dies ist nicht der Fall.

Und so haben es die luziferischen Freimaurer wieder einmal geschafft, wie so üblich ohne selbst in Erscheinung zu treten, nicht nur die Spannungen zwischen Christen und Muslimen zu verschärfen, sondern zugleich auch elegant die heiligen Kreuze aus den Klassenzimmern zu verbannen, ohne dabei einen Schaden ihres Ansehens zu erleiden.

Denn was wäre das geplante globale Reich des Antichristen mit Kreuzen in bayerischen Klassenzimmern? So etwas würde doch nun wirklich nicht gehen. Und so wird es nur eine Frage der Zeit sein, bis man auch die Kreuze aus den Kirchen verbannen wird. Ob sich die Muslime durch diese Kreuze wohl beleidigt fühlen? Hat sich je ein Muslim über die Kreuze in christlichen Kirchen beklagt?

So ist es.